| Geburtsdatum | 29.08.1977 |
|---|---|
| Alter | 48 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Hertha BSC |
Stefan Leitl [Trainer]
08.05.2022 - 14:54 Uhr
16.02.2023 - 22:45 Uhr
Zitat von henry78
Mir ist das auch aufgefallen, dass euch so ein Typ fehlt. Einer der notfalls mal mit einer Grätsche ein Zeichen setzt und die Mitspieler wachrüttelt. Das ist dann eine Frage der Kaderzusammenstellung. Da hat der Trainer natürlich auch seine Aktien drin. Ich weiss allerdings nicht, ob es gleich ein Ausraster auf dem Platz sein muss. Das Wort Ausraster klingt jetzt sehr unkontrolliert, aber man braucht auch mal Spieler, die ein Zeichen setzen. Ich habe unsere Mannschaft, die von Holstein Kiel, da ja auch mit in einen Topf geworfen. Unsere Truppe tickt auch so. Sie wollen alles spielerisch lösen. Es sind alles Techniker. Keiner haut mal einfach die Kirsche kompromisslos raus oder setzt mal mit einer Grätsche ein Zeichen und rüttelt die anderen auf. Dafür muss man als Spieler halt der Typ sein. Bei uns war Peitzer so ein Typ. Technisch alles andere als beschlagen, aber immer mit vollem Einsatz dabei und sich auch für eine rustikale Grätsche nicht zu schade. So einen Spieler kann Leitl sich natürlich auch nicht backen. Inwiefern es hier also an Leitl und seinen Vorgaben liegt, oder eben an der Kaderzusammensetzung, kann ich nicht einschätzen. Man merkt daran allerdings, dass man auch als Trainer, wie Leitl, der einen spielerischen Ansatz verfolgt, nicht nur auf Techniker setzen kann. Man brauch auch Spieler, die mal schmutzig spielen.
Zitat von t0815
Das besonders Ehrgeiz bezog sich auf einen Post vor meinem, wo von "besonders" Ehrgeizig die Sprache war.
Ehrgeiz ist eine Grundtugend ohne die es wohl kein Trainer in die Bundesliga schafft.
Besonders Ehrgeizig erkenne ich halt nicht, vielleicht hätte es sonst auch weniger Frei im Winter gegeben.
Ansonsten, ja das Thema sich voll rein kloppen und wühlen fehlt uns definitiv.
Mir fehlt auch jemand der einmal auf dem Platz ausrastet und seine Kollegen mitzieht...
Das besonders Ehrgeiz bezog sich auf einen Post vor meinem, wo von "besonders" Ehrgeizig die Sprache war.
Ehrgeiz ist eine Grundtugend ohne die es wohl kein Trainer in die Bundesliga schafft.
Besonders Ehrgeizig erkenne ich halt nicht, vielleicht hätte es sonst auch weniger Frei im Winter gegeben.
Ansonsten, ja das Thema sich voll rein kloppen und wühlen fehlt uns definitiv.
Mir fehlt auch jemand der einmal auf dem Platz ausrastet und seine Kollegen mitzieht...
Mir ist das auch aufgefallen, dass euch so ein Typ fehlt. Einer der notfalls mal mit einer Grätsche ein Zeichen setzt und die Mitspieler wachrüttelt. Das ist dann eine Frage der Kaderzusammenstellung. Da hat der Trainer natürlich auch seine Aktien drin. Ich weiss allerdings nicht, ob es gleich ein Ausraster auf dem Platz sein muss. Das Wort Ausraster klingt jetzt sehr unkontrolliert, aber man braucht auch mal Spieler, die ein Zeichen setzen. Ich habe unsere Mannschaft, die von Holstein Kiel, da ja auch mit in einen Topf geworfen. Unsere Truppe tickt auch so. Sie wollen alles spielerisch lösen. Es sind alles Techniker. Keiner haut mal einfach die Kirsche kompromisslos raus oder setzt mal mit einer Grätsche ein Zeichen und rüttelt die anderen auf. Dafür muss man als Spieler halt der Typ sein. Bei uns war Peitzer so ein Typ. Technisch alles andere als beschlagen, aber immer mit vollem Einsatz dabei und sich auch für eine rustikale Grätsche nicht zu schade. So einen Spieler kann Leitl sich natürlich auch nicht backen. Inwiefern es hier also an Leitl und seinen Vorgaben liegt, oder eben an der Kaderzusammensetzung, kann ich nicht einschätzen. Man merkt daran allerdings, dass man auch als Trainer, wie Leitl, der einen spielerischen Ansatz verfolgt, nicht nur auf Techniker setzen kann. Man brauch auch Spieler, die mal schmutzig spielen.
Ich denke da hast du ein etwas falsches Bild. Von "alles spielerisch lösen wollen" sind wir weit entfernt. Es fliegen teilweise hochfrequent Bälle in die gegnerische Hälfte, ohne eindeutiges Ziel. Unsere Tore erzielen wir kaum mal über Kombinationen.
Und Kämpfertypen haben wir eigentlich auch. Börner, Kunze, Nilsen, Ernst, Weydandt fallen mir als erstes ein. Leopold, Muroya oder Neumann haben auch keine Angst sich dreckig zu machen.
Was ich allerdings sehe ist ein Stück weit fehlender Wille. Nicht weil wir nicht bereit sind Zweikämpfe zu führen oder zu laufen, sondern weil wir ziemlich im Niemandsland der Tabelle stehen und die Ambition dieses Jahr noch eine deutlich bessere Position zu erreichen nicht wirklich da ist.
Auch eine relativ inaktive Wintertransferphase hat nicht dazu beigetragen die Spannung oben zu halten.
Anders gesagt, es war fast ein bisschen zu ruhig bei uns.
So nach dem Motto: "Der Schritt den wir diese Saison machen wollten ist schon geschafft und der nächste kommt dann 23/24."
Deshalb find ich auch Leitls Ansage absolut angebracht. Ich verstehe das als Wachrütteln. Wir haben uns selbst in eine komfortable Position gebracht, die jetzt aber zu bequem ist um 110% siegen zu wollen. In Regensburg brennt der Baum, die kämpfen um den Klassenerhalt. Da gewinnt man auch nichts, wenn man sich auf Platz 7 ausruht.
Deshalb darf Leitl auch gerne umstellen. Selbst wenn wir dann mit Foti, Momuluh, Lührs und Tresoldi in der Startelf nur 1 Punkt gegen den Tabellenletzten holen, ist das okay, wenn dadruch ein Ruck durch die Mannschaft geht.
17.02.2023 - 09:25 Uhr
Zitat von Pablo_Aimar
Ich glaube nicht, dass es in der Mannschaft an Kämpfertypen mangelt. Wieviele gelbe Karten hat Kunze mittlerweile gesammelt? Müsste bald zweistellig sein. Neumann und Börner sind ja jetzt auch keine Spieler, die Zweikämpfen aus dem Weg gehen.
Ich sehe eher viel zu oft Abstimmungsprobleme in der Defensive und mangelnde Kreativität und Überzeugung im Offensivspiel. Wir haben nicht wirklich einen Unterschiedsspieler, daher muss unser Spiel über das Kollektiv kommen und da ist der Trainer gefragt.
Ich glaube nicht, dass es in der Mannschaft an Kämpfertypen mangelt. Wieviele gelbe Karten hat Kunze mittlerweile gesammelt? Müsste bald zweistellig sein. Neumann und Börner sind ja jetzt auch keine Spieler, die Zweikämpfen aus dem Weg gehen.
Ich sehe eher viel zu oft Abstimmungsprobleme in der Defensive und mangelnde Kreativität und Überzeugung im Offensivspiel. Wir haben nicht wirklich einen Unterschiedsspieler, daher muss unser Spiel über das Kollektiv kommen und da ist der Trainer gefragt.
Hmm, Kunze spielt sicherlich hart. Aber ein Anführer ist er nicht auf dem Platz. Gerade bei ihm fehlt mir die positive Ausstrahlung.
Sprich es geht nicht unbedingt darum ob wir Spieler haben die auch hart spielen, sondern um die Ausstrahlung auf dem Platz.
Da fehlt es an allen Ecken.
Bei den Spielern liegen wir dann ganz weit auseinander. Im Prinzip haben wir auf jeder Position jemanden spielen der zu den Top Spielern der Liga gehört.
Und genau deswegen müsste Leitl das Team besser zusammen fügen und deutlich mehr raus holen.
Fehlender Wille weil wir im Niemandsland sind kann auch nicht richtig sein.
Mit einer Serie hätten wir nach der Winterpause absolut angreifen können.
Platz 3 war auf jeden Fall möglich!
Und selbst jetzt, jeder muss wissen das es um die Vorbereitung für die kommende Saison geht und wir uns bestmöglich platzieren müssen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von t0815 am 17.02.2023 um 09:30 Uhr bearbeitet
27.02.2023 - 14:43 Uhr
Leider, leider, leider müssen wir das Trainerthema auf den Tisch bringen, auch wenn ich es gar nicht so richtig möchte und bis vor der Winterpause wirklich begeistert von ihm war. Seit Start der langen Pause sehe ich aber immer mehr Probleme auf uns zukommen. Dabei sind es nicht nur die letzten Ergebnisse, die mich beeinflussen.
Die Winterpause war nicht optimal und das wissen wir alle. Die Verlängerungen von Mann und Muroya waren noch positiv, vielleicht ebenso, dass man sich von Evina getrennt hat, der unter Leitl ohnehin keine Chance mehr hatte. Ondoua wurde mehr oder minder final in die U23 versetzt, wo man ebenso nicht mit ihm plant und sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Viele haben erwartet, dass die Mannschaft sich in der Phase mehr und mehr einspielt, aber das scheint in keiner Weise passiert zu sein. Dieses nun auf die Verhältnisse im Trainingslager zu schieben ist deutlich zu kurz gedacht, auch wenn ich hier der Meinung war und bin, dass man hätte abbrechen sollen.
Wir starteten alle mir viel Euphorie in das Jahr 2023 und nicht wenige fieberten dem Spiel gegen Kaiserslautern entgegen. Wir hatten eigentlich noch etwas gutzumachen, wenn man an das Hinspiel denkt. Das Ergebnis und die Spiele bis Paderborn will ich nicht weiter ausführen, aber Leitl zählte seine Spieler in der Öffentlichkeit an. Das kann man nicht allzu häufig machen, denn damit verliert man die Mannschaft.
Wieso das so ist, ein kleines Beispiel: Stell Dir vor, dass Du auf der Arbeit ein paar Tage einen leichten Durchhänger hast, aber insgesamt einen vernünftigen Job ablieferst. Dein Chef hat aber nichts besseres zu tun, als Deine nicht ganz optimale Leistung allen zu erzählen und Dich verantwortlich zu machen. Schon ein blödes Gefühl, möchte ich meinen. Natürlich kann Dein Chef zu Dir kommen und fragen was los ist, aber muss er Dich an den Pranger stellen? Das kannst Du als Chef nur dann bringen, wenn Du massive personelle Umplanungen anstrebst (und damit meine ich nicht ein paar Spiele auf der Bank) und Deinem Personal nicht mehr vertraust. Sonst vertraut das Personal dem Chef ganz schnell nicht mehr.
Es gab also Konsequenzen in der Aufstellung, was noch legitim ist. Es folge das Spiel gegen Regensburg, den zu dem Zeitpunkt Tabellenletzten. 19:13 Torschüsse für den Jahn, bei 55% Ballbesitz und einer Passquote von 70%. Wir haben eigentlich einen Kader, der gerade gegen die unteren Tabellenregionen noch deutlich mehr Ballbesitz haben sollte. Am Ende konnten wir über das Remis noch glücklich sein. Ich persönlich hatte fast das ganze Spiel das Gefühl, dass man eigentlich nicht wirklich wollte. Vor allem hieß es doch vorher, dass man konsequent in den Zweikämpfen und bei den Klärungsversuchen sein möchte. Wie kann dann Mbi so zum Ball gehen, wobei ich ihm das auch noch verzeihen kann.
Nun für mich der Negativpunkt schlechthin - das Spiel gestern gegen Magdeburg. Magdeburg galt lange als Hauptabstiegskandidat und ehrlich gesagt bringt deren Mannschaft nicht zwingend viel Qualität mit. So gut wie keiner wollte irgendwie Leistung bringen und die Gelb-Rote war mir eigentlich schon klar, als Neumann und Kunze verwarnt wurden. Die Frage war letztlich nur, wen von beiden es am Ende trifft. Gerade bei Kunze wundere ich mich, warum der Trainer nicht aktiver wurde. Wollen wir einen neuen Kartenrekord aufstellen. Hier und da eine Gelbe ist ja in Ordnung und auch Gelb-Rot kann mal passieren. Das ist zu viel, aber nur Teil des Problems. Blicken wir allgemein auf die Fouls von gestern so stehen 18 Fouls von uns gerade einmal 8 Fouls von Magdeburg gegenüber. Insgesamt stehen wir auf dem vorletzten Platz beim Fairplay (50 Gelbe / 2 Gelb-Rote / 1 Rote) und werden lediglich von Regensburg unterboten.
Wenn man nun meint, dass könnte daran liegen, dass wir immer toll körperlich dagegenhalten, so sind es am Ende sehr häufig die Situationen, bei denen unsere Spieler einfach zu langsam sind oder durch mangelnde Abstimmungen taktische Foul begangen werden müssen (für mich ein Punkt, den der Trainer steuern kann).
Schaut man gegen Magdeburg etwas genauer hin, dann wird einem bei einigen Punkten noch schlechter, als es jetzt schon der Fall ist. 32% Ballbesitz gegen einen Abstiegskandidaten in einem Heimspiel? Das ist wohl eine Frechheit und hat für mich etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun. Man darf mir gerne erklären, was das für ein taktisches Mittel ist. Dazu dann eine Passquote von 67%. Das bedeutet, dass jeder 3. Pass beim Gegner gelandet ist. Wir haben nicht gegen Bayern München gespielt, wo ich eher solche Werte erwarte, wobei es mir sogar gegen die Bayern zu wenig wäre.
Was liest man nun im Nachgang? In einem Bildartikel ist unser Trainer wie folgt zitiert ... Leitl: „Wir müssen am Wochenende Zweitliga-Leistung bringen, es dürfen nicht zu viele Spieler außer Form sein.“. Schon wieder grätscht der Trainer die eigenen Spielern in der Öffentlichkeit ab. Natürlich kann er die Nichtleistung nicht Schönreden, aber er muss sich vor die Mannschaft stellen. Es muss dann aber auch die Frage erlaubt sein, warum so viele Spieler außer Form sind? Ist es nicht auch die Aufgabe des Trainers, dass die Spieler sich in Form befinden.
All diese Punkte machen mich langsam nachdenklich und wie ich schon schrieb möchte ich gar keine Trainerdiskussion. Noch wird man nicht reagieren, denn Leitl war eigentlich unser Königstransfer und er hat einen langen Vertrag. Alarmzeichen sind dennoch gegeben und wenn wir nicht bis zum Derby "den Bock umstoßen" (um einen weiteren gescheiterten Trainer zu zitieren, der unter anderen ebenso an ähnlichen Gepflogenheiten gescheitet ist), dann wird die Luft sehr dünn. Der Trainermarkt bietet andere Optionen (Weinzierl, erneut Breite oder Stendel), so dass der alte Opa an der Spitze nicht zwingend lange fackeln wird.
Ein wenig Sorge macht es mir schon und ich bin durchaus leicht sauer in Bezug auf die gezeigten Leistungen.
Die Winterpause war nicht optimal und das wissen wir alle. Die Verlängerungen von Mann und Muroya waren noch positiv, vielleicht ebenso, dass man sich von Evina getrennt hat, der unter Leitl ohnehin keine Chance mehr hatte. Ondoua wurde mehr oder minder final in die U23 versetzt, wo man ebenso nicht mit ihm plant und sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Viele haben erwartet, dass die Mannschaft sich in der Phase mehr und mehr einspielt, aber das scheint in keiner Weise passiert zu sein. Dieses nun auf die Verhältnisse im Trainingslager zu schieben ist deutlich zu kurz gedacht, auch wenn ich hier der Meinung war und bin, dass man hätte abbrechen sollen.
Wir starteten alle mir viel Euphorie in das Jahr 2023 und nicht wenige fieberten dem Spiel gegen Kaiserslautern entgegen. Wir hatten eigentlich noch etwas gutzumachen, wenn man an das Hinspiel denkt. Das Ergebnis und die Spiele bis Paderborn will ich nicht weiter ausführen, aber Leitl zählte seine Spieler in der Öffentlichkeit an. Das kann man nicht allzu häufig machen, denn damit verliert man die Mannschaft.
Wieso das so ist, ein kleines Beispiel: Stell Dir vor, dass Du auf der Arbeit ein paar Tage einen leichten Durchhänger hast, aber insgesamt einen vernünftigen Job ablieferst. Dein Chef hat aber nichts besseres zu tun, als Deine nicht ganz optimale Leistung allen zu erzählen und Dich verantwortlich zu machen. Schon ein blödes Gefühl, möchte ich meinen. Natürlich kann Dein Chef zu Dir kommen und fragen was los ist, aber muss er Dich an den Pranger stellen? Das kannst Du als Chef nur dann bringen, wenn Du massive personelle Umplanungen anstrebst (und damit meine ich nicht ein paar Spiele auf der Bank) und Deinem Personal nicht mehr vertraust. Sonst vertraut das Personal dem Chef ganz schnell nicht mehr.
Es gab also Konsequenzen in der Aufstellung, was noch legitim ist. Es folge das Spiel gegen Regensburg, den zu dem Zeitpunkt Tabellenletzten. 19:13 Torschüsse für den Jahn, bei 55% Ballbesitz und einer Passquote von 70%. Wir haben eigentlich einen Kader, der gerade gegen die unteren Tabellenregionen noch deutlich mehr Ballbesitz haben sollte. Am Ende konnten wir über das Remis noch glücklich sein. Ich persönlich hatte fast das ganze Spiel das Gefühl, dass man eigentlich nicht wirklich wollte. Vor allem hieß es doch vorher, dass man konsequent in den Zweikämpfen und bei den Klärungsversuchen sein möchte. Wie kann dann Mbi so zum Ball gehen, wobei ich ihm das auch noch verzeihen kann.
Nun für mich der Negativpunkt schlechthin - das Spiel gestern gegen Magdeburg. Magdeburg galt lange als Hauptabstiegskandidat und ehrlich gesagt bringt deren Mannschaft nicht zwingend viel Qualität mit. So gut wie keiner wollte irgendwie Leistung bringen und die Gelb-Rote war mir eigentlich schon klar, als Neumann und Kunze verwarnt wurden. Die Frage war letztlich nur, wen von beiden es am Ende trifft. Gerade bei Kunze wundere ich mich, warum der Trainer nicht aktiver wurde. Wollen wir einen neuen Kartenrekord aufstellen. Hier und da eine Gelbe ist ja in Ordnung und auch Gelb-Rot kann mal passieren. Das ist zu viel, aber nur Teil des Problems. Blicken wir allgemein auf die Fouls von gestern so stehen 18 Fouls von uns gerade einmal 8 Fouls von Magdeburg gegenüber. Insgesamt stehen wir auf dem vorletzten Platz beim Fairplay (50 Gelbe / 2 Gelb-Rote / 1 Rote) und werden lediglich von Regensburg unterboten.
Wenn man nun meint, dass könnte daran liegen, dass wir immer toll körperlich dagegenhalten, so sind es am Ende sehr häufig die Situationen, bei denen unsere Spieler einfach zu langsam sind oder durch mangelnde Abstimmungen taktische Foul begangen werden müssen (für mich ein Punkt, den der Trainer steuern kann).
Schaut man gegen Magdeburg etwas genauer hin, dann wird einem bei einigen Punkten noch schlechter, als es jetzt schon der Fall ist. 32% Ballbesitz gegen einen Abstiegskandidaten in einem Heimspiel? Das ist wohl eine Frechheit und hat für mich etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun. Man darf mir gerne erklären, was das für ein taktisches Mittel ist. Dazu dann eine Passquote von 67%. Das bedeutet, dass jeder 3. Pass beim Gegner gelandet ist. Wir haben nicht gegen Bayern München gespielt, wo ich eher solche Werte erwarte, wobei es mir sogar gegen die Bayern zu wenig wäre.
Was liest man nun im Nachgang? In einem Bildartikel ist unser Trainer wie folgt zitiert ... Leitl: „Wir müssen am Wochenende Zweitliga-Leistung bringen, es dürfen nicht zu viele Spieler außer Form sein.“. Schon wieder grätscht der Trainer die eigenen Spielern in der Öffentlichkeit ab. Natürlich kann er die Nichtleistung nicht Schönreden, aber er muss sich vor die Mannschaft stellen. Es muss dann aber auch die Frage erlaubt sein, warum so viele Spieler außer Form sind? Ist es nicht auch die Aufgabe des Trainers, dass die Spieler sich in Form befinden.
All diese Punkte machen mich langsam nachdenklich und wie ich schon schrieb möchte ich gar keine Trainerdiskussion. Noch wird man nicht reagieren, denn Leitl war eigentlich unser Königstransfer und er hat einen langen Vertrag. Alarmzeichen sind dennoch gegeben und wenn wir nicht bis zum Derby "den Bock umstoßen" (um einen weiteren gescheiterten Trainer zu zitieren, der unter anderen ebenso an ähnlichen Gepflogenheiten gescheitet ist), dann wird die Luft sehr dünn. Der Trainermarkt bietet andere Optionen (Weinzierl, erneut Breite oder Stendel), so dass der alte Opa an der Spitze nicht zwingend lange fackeln wird.
Ein wenig Sorge macht es mir schon und ich bin durchaus leicht sauer in Bezug auf die gezeigten Leistungen.
27.02.2023 - 15:01 Uhr
Zitat von 24mal4
Schaut man gegen Magdeburg etwas genauer hin, dann wird einem bei einigen Punkten noch schlechter, als es jetzt schon der Fall ist. 32% Ballbesitz gegen einen Abstiegskandidaten in einem Heimspiel? Das ist wohl eine Frechheit und hat für mich etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun. Man darf mir gerne erklären, was das für ein taktisches Mittel ist.
Schaut man gegen Magdeburg etwas genauer hin, dann wird einem bei einigen Punkten noch schlechter, als es jetzt schon der Fall ist. 32% Ballbesitz gegen einen Abstiegskandidaten in einem Heimspiel? Das ist wohl eine Frechheit und hat für mich etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun. Man darf mir gerne erklären, was das für ein taktisches Mittel ist.
Das hat aber weniger mit 96 als mit der taktischen Herangehensweise von Magdeburg zu tun. Die hatten auch auswärts gegen St. Pauli 65% Ballbesitz und 0:3 verloren, in Rostock 67% Ballbesitz und 1:3 verloren und auch in Bielefeld 62% Ballbesitz und 3:1 verloren.
Sieht blöd aus, aber kannst du gegen die recht schwer verhindern, weil sie sich total auf dieses Spiel ausgerichtet haben. Im Hinspiel in Magdeburg hatten sie übrigens auch 66% Ballbesitz und das wird jetzt im Nachhinein ja als bestes 96-Spiel unter Leitl bezeichnet.
Passwerte sind bei 96 allerdings tatsächlich nahezu alle durch die Bank ziemlich grauenhaft. Da gleichen viele Statistiken denen der letzten Saison - auch schon in der Hinrunde 22/23.
Daneben hat 96 übrigens auch die meisten Ballverluste aller Mannschaften in dieser Saison und kassiert die meisten Torschüsse inkl. zweithöchstem "expected goals against" Wert. Also defensiv noch jede Menge Glück (und Zieler) gehabt...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jernals am 27.02.2023 um 15:07 Uhr bearbeitet
27.02.2023 - 15:12 Uhr
Zitat von Jernals
Das hat aber weniger mit 96 als mit der taktischen Herangehensweise von Magdeburg zu tun. Die hatten auch auswärts gegen St. Pauli 65% Ballbesitz und 0:3 verloren, in Rostock 67% Ballbesitz und 1:3 verloren und auch in Bielefeld 62% Ballbesitz und 3:1 verloren.
Sieht blöd aus, aber kannst du gegen die recht schwer verhindern, weil sie sich total auf dieses Spiel ausgerichtet haben. Im Hinspiel in Magdeburg hatten sie übrigens auch 66% Ballbesitz und das wird jetzt im Nachhinein ja als bestes 96-Spiel unter Leitl bezeichnet.
Zitat von 24mal4
Schaut man gegen Magdeburg etwas genauer hin, dann wird einem bei einigen Punkten noch schlechter, als es jetzt schon der Fall ist. 32% Ballbesitz gegen einen Abstiegskandidaten in einem Heimspiel? Das ist wohl eine Frechheit und hat für mich etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun. Man darf mir gerne erklären, was das für ein taktisches Mittel ist.
Schaut man gegen Magdeburg etwas genauer hin, dann wird einem bei einigen Punkten noch schlechter, als es jetzt schon der Fall ist. 32% Ballbesitz gegen einen Abstiegskandidaten in einem Heimspiel? Das ist wohl eine Frechheit und hat für mich etwas mit Arbeitsverweigerung zu tun. Man darf mir gerne erklären, was das für ein taktisches Mittel ist.
Das hat aber weniger mit 96 als mit der taktischen Herangehensweise von Magdeburg zu tun. Die hatten auch auswärts gegen St. Pauli 65% Ballbesitz und 0:3 verloren, in Rostock 67% Ballbesitz und 1:3 verloren und auch in Bielefeld 62% Ballbesitz und 3:1 verloren.
Sieht blöd aus, aber kannst du gegen die recht schwer verhindern, weil sie sich total auf dieses Spiel ausgerichtet haben. Im Hinspiel in Magdeburg hatten sie übrigens auch 66% Ballbesitz und das wird jetzt im Nachhinein ja als bestes 96-Spiel unter Leitl bezeichnet.

Immer wieder heißt es doch, dass wir "spielstark" sind. Sorry, aber in einem Heimspiel sind 32% für mich eine Frechheit und Magdeburg hat auch nicht den Ball permanent hin- und hergeschoben. Allein der Ballbesitz ist es nicht. Passquoten von uns die um oder unter 70% liegen sind absolut indiskutabel. Gerade in der Rückrunde ist das auffällig.
In er ganzen Saison liegen wir immerhin noch bei fast 77% (https://www.bundesliga.com/de/2bundesliga/statistiken/clubs/passquote).
Auch wenn es nicht so rüberkommt. so mag (mochte) ich den Leitl bis zur Winterpause. Was danach passiert kann ich nicht mehr verstehen. Oftmals passen auch die Einwechslungen nicht. Aktuell ist es eher noch deutliche Kritik und nicht die Forderung einer Entlassung. Kommen nun aber nicht die Ergebnisse, werden wir uns alsbald damit beschäftigen müssen.
27.02.2023 - 16:53 Uhr
Der Vergleich mit dem Hinspiel hinkt etwas: Es war ein Auswärtsspiel, wir waren schnell in Führung, Magdeburg hat nichts geregelt bekommen, da konnte wir in Seelenruhe abwarten und kontern. Da wären auch 30% Ballbesitz okay. Aber zu Hause, ein armseliges Gekicke, Langholz und Fehlpässe ohne Ende. Und zwar von der ersten Minute an. Über die Defensive will ich gar nicht reden.
27.02.2023 - 18:52 Uhr
Die Aussagen von Leitl, aber auch leider von Mann sind grausam.
Es wird einseitig die "Schuld" auf die Spieler geschoben und gar nicht mehr gemerkt wer dafür die Verantwortung trägt.
Die Formschwäche der Spieler, als verantwortlicher Trainer zu kritisieren ist schon abenteuerlich.
Kein Wort der eigenen Fehler - die einfach auf der Hand liegen.
Mir ein Rätsel wie das besser werden soll, wenn die Fehler nicht erkannt werden!?
Ne - selbst wenn die Jungs sich gegen diese Widrigkeiten durchsetzen und wieder Punkten, Leitl ist nicht mehr tragbar. Ich empfinde das als unmöglich, die Verantwortung dermaßen von sich weg zu schieben.
Es wird einseitig die "Schuld" auf die Spieler geschoben und gar nicht mehr gemerkt wer dafür die Verantwortung trägt.
Die Formschwäche der Spieler, als verantwortlicher Trainer zu kritisieren ist schon abenteuerlich.
Kein Wort der eigenen Fehler - die einfach auf der Hand liegen.
Mir ein Rätsel wie das besser werden soll, wenn die Fehler nicht erkannt werden!?
Ne - selbst wenn die Jungs sich gegen diese Widrigkeiten durchsetzen und wieder Punkten, Leitl ist nicht mehr tragbar. Ich empfinde das als unmöglich, die Verantwortung dermaßen von sich weg zu schieben.
27.02.2023 - 19:19 Uhr
Zitat von t0815
Die Aussagen von Leitl, aber auch leider von Mann sind grausam.
Es wird einseitig die "Schuld" auf die Spieler geschoben und gar nicht mehr gemerkt wer dafür die Verantwortung trägt.
Die Formschwäche der Spieler, als verantwortlicher Trainer zu kritisieren ist schon abenteuerlich.
Kein Wort der eigenen Fehler - die einfach auf der Hand liegen.
Mir ein Rätsel wie das besser werden soll, wenn die Fehler nicht erkannt werden!?
Ne - selbst wenn die Jungs sich gegen diese Widrigkeiten durchsetzen und wieder Punkten, Leitl ist nicht mehr tragbar. Ich empfinde das als unmöglich, die Verantwortung dermaßen von sich weg zu schieben.
Die Aussagen von Leitl, aber auch leider von Mann sind grausam.
Es wird einseitig die "Schuld" auf die Spieler geschoben und gar nicht mehr gemerkt wer dafür die Verantwortung trägt.
Die Formschwäche der Spieler, als verantwortlicher Trainer zu kritisieren ist schon abenteuerlich.
Kein Wort der eigenen Fehler - die einfach auf der Hand liegen.
Mir ein Rätsel wie das besser werden soll, wenn die Fehler nicht erkannt werden!?
Ne - selbst wenn die Jungs sich gegen diese Widrigkeiten durchsetzen und wieder Punkten, Leitl ist nicht mehr tragbar. Ich empfinde das als unmöglich, die Verantwortung dermaßen von sich weg zu schieben.
Leitl nicht mehr tragbar halte ich für den Witz des Monats.
Er wird das Ruder schon wieder an sich reißen und punkten.
Wir brauchen noch 8-10 Punkte und die wird die Mannschaft schon noch holen.
Es gibt halt Phasen wo es nicht gut läuft, diese hat sogar der FC Bayern.
Leitl's erste Saison und gerade mal 22 Spiele sind vorbei.
Es ist zudem kein Geld für gute Spieler da.Was soll er da machen???
Wen hättest du denn gern als Nachfolger???
Jetzt komm mir nicht mit Stendel,auch der ist schon einmal gescheitert.
Leitl ist ein Trainer für die Zukunft bei H96.
27.02.2023 - 19:50 Uhr
Kein Geld für gute Spieler
Wir haben gute Spieler.
Und genau diese Sicht auf unsere Spieler ist die Kritik die ich auch auf Leitl Münze. Seine Aufgabe ist es das beste aus den Jungs raus zu holen.
Schlechte Phase
Spielerisch hält diese seit 22 Spieltagen an.
Auf Hoffnung setzen - OK das kann man machen. Ich mag es nicht, aber das ist jedem selber überlassen.
Zukunft, hmm dazu müsste Leitl halt endlich anfangen zu performen.
Aktuell versaut er es sich mit dem Umfeld.
Uwe Neuhaus würde zu uns passen und verspricht Erfolg.
Selbstverständlich kann Leitl das Ruder Rum reißen - es ist ihm und H96 sowie den Fans zu gönnen.
Nur stellt sich die Frage wann das Prinzip Hoffnung nicht mehr zählt.
Ich bin da bei Leitl aus dem Bauch heraus bereits am Ende, andere dürfen gerne noch mehr Zeit geben. Richtig oder falsch mag ich nicht beurteilen.
Wir haben gute Spieler.
Und genau diese Sicht auf unsere Spieler ist die Kritik die ich auch auf Leitl Münze. Seine Aufgabe ist es das beste aus den Jungs raus zu holen.
Schlechte Phase
Spielerisch hält diese seit 22 Spieltagen an.
Auf Hoffnung setzen - OK das kann man machen. Ich mag es nicht, aber das ist jedem selber überlassen.
Zukunft, hmm dazu müsste Leitl halt endlich anfangen zu performen.
Aktuell versaut er es sich mit dem Umfeld.
Uwe Neuhaus würde zu uns passen und verspricht Erfolg.
Selbstverständlich kann Leitl das Ruder Rum reißen - es ist ihm und H96 sowie den Fans zu gönnen.
Nur stellt sich die Frage wann das Prinzip Hoffnung nicht mehr zählt.
Ich bin da bei Leitl aus dem Bauch heraus bereits am Ende, andere dürfen gerne noch mehr Zeit geben. Richtig oder falsch mag ich nicht beurteilen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von t0815 am 27.02.2023 um 19:52 Uhr bearbeitet
27.02.2023 - 20:07 Uhr
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