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SGD vs. §9a

14.03.2013 - 09:31 Uhr
SGD vs. §9a |#291
17.10.2013 - 14:49 Uhr
Zitat von Loken:
Zitat von DynamoZH:


Sehe es ganz genau wie du, aber in einem Punkt hast du Unrecht. Der 9a könnte genauso weiter exestieren und angewandt werden und zwar dann, wenn wir vor Gericht verlieren. Laut Anwalt ist dies ja sogar wahrscheinlicher als das man gewinnt. Heißt im umkehrschluss, dass man sogar bei einer Klage ein erhöhtes Risiko eingeht den Verein auf Basis von 9a auszulöschen als durch alles andere.


So wie ich es verstanden habe, will der DFB diese Strafen fairer machen. Wenn beispielweise die Fanarbeit gut ist (was bei uns der Fall ist) und der jeweilige Verein nicht viel hätte unternehmen können, also bei Auswärtsspielen, dann erhält der Verein eine geringere Strafe. Es soll also alles berücksichtigt werden. Ob man sich nun daran hält, wird man sehen. Aber da man das sicherlich öffentlich machen wird, glaube ich schon daran.


Ja stimmt...aber genau nur dann, wenn auf Klage verzichtet wird. Wenn die Klage abgewiesen wird, warum sollte dann der DFB etwas ändern? DFB Rechtssprechung würde ja dann faktisch bestätigt werden
SGD vs. §9a |#292
17.10.2013 - 14:52 Uhr
Zitat von DynamoZH:
Zitat von Loken:
Zitat von DynamoZH:


Sehe es ganz genau wie du, aber in einem Punkt hast du Unrecht. Der 9a könnte genauso weiter exestieren und angewandt werden und zwar dann, wenn wir vor Gericht verlieren. Laut Anwalt ist dies ja sogar wahrscheinlicher als das man gewinnt. Heißt im umkehrschluss, dass man sogar bei einer Klage ein erhöhtes Risiko eingeht den Verein auf Basis von 9a auszulöschen als durch alles andere.


So wie ich es verstanden habe, will der DFB diese Strafen fairer machen. Wenn beispielweise die Fanarbeit gut ist (was bei uns der Fall ist) und der jeweilige Verein nicht viel hätte unternehmen können, also bei Auswärtsspielen, dann erhält der Verein eine geringere Strafe. Es soll also alles berücksichtigt werden. Ob man sich nun daran hält, wird man sehen. Aber da man das sicherlich öffentlich machen wird, glaube ich schon daran.


Ja stimmt...aber genau nur dann, wenn auf Klage verzichtet wird. Wenn die Klage abgewiesen wird, warum sollte dann der DFB etwas ändern? DFB Rechtssprechung würde ja dann faktisch bestätigt werden


PS: oder die Klage gewinnt, was einer Quasiabschaffung von 9a wäre. Wird so nicht abgeschafft, kann aber in bisheriger Form nicht mehr angewandt werden, da ja sonst jeder bestrafte Verein dagegen Klagen würde. Was aber nicht heißt, dass sich der DFB nichts anderes ausdenken könnte...:-)
SGD vs. §9a |#293
17.10.2013 - 14:57 Uhr
Das Problem ist doch, das wir nicht wirklich beweisen können, wirklich alles getan zu haben, um das was passiert ist, zu verhindern. Oder danach die Verursacher zu ermitteln. Irgendwas kann man immer noch mehr tun.
Sollte sich mal die Beweislast umkehren, werden wir ziemlich bedröppelt aus der Wäsche schauen.
Warum können wir den niemand intentifizieren, warum können es andere? Warum gibt dann die Polizei Videos und Fotos nicht an uns, aber an andere, wie oft haben wir nachgefragt, wieviel Druck wird aufgebaut usw.Warum werden Fanmärsche, die in oft Ausgangspunkt der Probleme darstellen(Zentrierung um dann mit voller Kraft auf die geringen Einlassmöglichkeiten zu stoßen, was dann Ungedult und physikalischer Druck auf die Menschen und die Einlassbedingungen erst begünstigt)nicht verhindert. Warum wurde zum Beispiel keine Fancharta für Auswärtsspiele verhandelt usw.
Es gibt viele Dinge, wo manche sagen können: Dynamo hat viel gemacht (sicher oft auch mehr als andere), aber ganz sicher nicht alles in ihrer Macht stehende. Und niemand kann sagen, ob es dann anders gelaufen wäre.
Wir halten uns so sehr an den unbedachten Worten fest, die vermutlich nur gemeint waren, das man keine direkten Fehler gemacht hat, um sich daraus einen Persilschein abzuleiten.
SGD vs. §9a |#294
17.10.2013 - 15:03 Uhr
Zitat von Loken:




So wie ich es verstanden habe, will der DFB diese Strafen fairer machen. Wenn beispielweise die Fanarbeit gut ist (was bei uns der Fall ist) und der jeweilige Verein nicht viel hätte unternehmen können, also bei Auswärtsspielen, dann erhält der Verein eine geringere Strafe. Es soll also alles berücksichtigt werden. Ob man sich nun daran hält, wird man sehen. Aber da man das sicherlich öffentlich machen wird, glaube ich schon daran.



Das ist doch genau der Punkt. Keiner weiß, ob der DFB einen ganz eigenen "Gerechtigkeitsinn"
bei der Beurteilung und Ahndung zukünftiger Krawalle ausüben wird. So schön es für den Verein auch wäre, ein blütenweißes Vorstrafenregister zu besitzen, so ist dies keine Generalamnestie für zukünftige Vergehen. Wenn morgen endlich meine Punkte in Flensburg gelöscht werden und ich kachele am Montag aus Freude über unseren Sieg in Sandhausen mit 100 durch die 30iger Zone, geht der ganze Mist wieder von vorn los und schlimmstenfalls muss ich zur MPU.
Ich werde noch Irre bei diesem Thema und das große Dilemma ist, dass es keinen goldenen Mittelweg zu geben scheint.
SGD vs. §9a |#295
17.10.2013 - 15:53 Uhr
Zitat von Sitzkissen:
Ich werde noch Irre bei diesem Thema . . .


Nee mußte nicht.
Das Thema muß viel sachlicher angegangen werden. Je emotionsloser umso besser (und sowas sag ich :cool ). Somit wird es für die reisserischen Medien uninteressanter und der mediale Druck, vor allem auf den DFB, lässt nach.
Wichtig ist nur den errungenen Erfolg, welcher durchaus auch aussergerichtlich erfolgen kann, für uns ins richtige Licht zu rücken. Somit wird auch Cookies ''aktiver Fanszene'' jegliche Munition(horr, was für eine Metapher :o ) genommen.

•     •     •

Ohne Wein und Weiber holt der Teufel unsre Leiber.
SGD vs. §9a |#296
17.10.2013 - 16:17 Uhr
Zitat von Paul-K2:
Zitat von Sitzkissen:
Ich werde noch Irre bei diesem Thema . . .


Nee mußte nicht.
Das Thema muß viel sachlicher angegangen werden. Je emotionsloser umso besser (und sowas sag ich :cool ). Somit wird es für die reisserischen Medien uninteressanter und der mediale Druck, vor allem auf den DFB, lässt nach.
Wichtig ist nur den errungenen Erfolg, welcher durchaus auch aussergerichtlich erfolgen kann, für uns ins richtige Licht zu rücken. Somit wird auch Cookies ''aktiver Fanszene'' jegliche Munition(horr, was für eine Metapher :o ) genommen.


Es ist nicht nur für uns wichtig uns ins richtige Licht zu rücken und zu zeigen, dass wir gar nicht der Chaotenverein sind für den man uns hält, sondern es ist auch für den DFB wichtig ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wenn man sich an die Regeln hält durchaus bereit ist mit anderen über gewisse Dinge zu verhandeln.
Und genau da würde man wesentlich mehr Zustimmung durch die anderen Vereine erreichen wie durch die absolute Konfrontation der Klage, denn auch andere Vereine haben das Problem, dass deren Fans den DFB als absolutes Feindbild sehen.

Und aus diesem Feindbild resultieren ja ein Großteil der Straftaten. Viele Aktionen werden ja gerade wegen ihres eigentlichen Verbots und wegen dem angeblichen Kampf gegen den DFB durchgeführt. Daher ist es auch weiterblicken für unsere Fanarbeit eine Grundlage den Ultras mal zu zeigen, dass der DFB durchaus in der Lage ist über bestimmte Dinge zu verhandeln. Klar darf man da keine Wunder erwarten, aber Absprachen werden ja dank der deutschen Bürokratie immer schriftlich festgehalten.;)
SGD vs. §9a |#297
17.10.2013 - 17:58 Uhr
Ich würde garnicht so auf der Ultraschiene rumreiten. Laß die mal ruhig bißchen außen vor.
Uns wurde bescheinigt nichts unversucht bzw. falsch gemacht zu haben und Punkt.
Man kann doch auch dem DFB mal sagen: ''Du horche mal her. Irgendwas in deinem Rechtsempfinden passt hier nicht. Bring das mal in Ordnung, sonst sehen wir uns gezwungen rechtliche Schritte gegen dich einzuleiten.'' Da ist doch nix dabei, ist unser gutes Recht. Das läuft bei uns auf jeder zweiten Baustelle so ab.
Und wenn die Herthaner damals nicht den Schwanz eingezogen hätten, wer weiß wo wir da schon stehen würden. Wo sind wir denn! Es wird Unrecht gesprochen nur damit der Spielbetrieb aufrecht erhalten wird.

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Ohne Wein und Weiber holt der Teufel unsre Leiber.
SGD vs. §9a |#298
17.10.2013 - 18:14 Uhr
Zitat von Paul-K2:
Ich würde garnicht so auf der Ultraschiene rumreiten. Laß die mal ruhig bißchen außen vor.
Uns wurde bescheinigt nichts unversucht bzw. falsch gemacht zu haben und Punkt.
Man kann doch auch dem DFB mal sagen: ''Du horche mal her. Irgendwas in deinem Rechtsempfinden passt hier nicht. Bring das mal in Ordnung, sonst sehen wir uns gezwungen rechtliche Schritte gegen dich einzuleiten.'' Da ist doch nix dabei, ist unser gutes Recht. Das läuft bei uns auf jeder zweiten Baustelle so ab.
Und wenn die Herthaner damals nicht den Schwanz eingezogen hätten, wer weiß wo wir da schon stehen würden. Wo sind wir denn! Es wird Unrecht gesprochen nur damit der Spielbetrieb aufrecht erhalten wird.

Wichtig ist aber in diesem Zusammenhang, dass wir damals genauso den Schwanz eingezogen haben und Hertha, Köln und Düsseldorf alleine gelassen haben. Wir haben damals unser Ding selber gemacht und die Strafe akzeptiert, daher erwarte ich auch keine Unterstützung anderer Vereine.
Wichtig ist aber auch, dass man Ursache und Wirkung hier nicht vertauschen sollte. Hauptproblem sind halt die Verfehlungen welche in Strafen münden. Das Problem an der Sache ist, dass scheinbar gefühlte 75% nur deswegen vors Gericht ziehen wollen, weil sie eben keinen Bock haben diese Verfehlungen einzustellen.

Wenn du dich an den Liveticker damals erinnern kannst und eventuell an die damaligen Aussagen wo der Wortlaut war, dass dieses System bisher funktioniert hat also muss man nichts ändern. Man wollte damals schon diesen Weg einschlagen und hat das öffentlich so auch kommuniziert, dass man eben an dieser Rechtssprechung arbeiten muss und dazu versucht mit dem DFB in Kontakt zu treten, was auch mehrfach passiert ist, aber scheinbar damals nichts gebracht hat.

Gut, der Befürworter einer Klage mag jetzt sagen "Selber Schuld DFB, hätteste damals nur auf uns gehört, jetzt musste damit leben das wir klagen, weil wir sind ja eh im Recht und Basta.". Das ist mMn absolut falsch.
1. Kann keiner zu 100% sagen ob wir im Recht sind, denn sonst würde man das Urteil nicht anfechten müssen.
2. Ist es falscher Stolz jetzt zu versuchen den Spieß umzudrehen und zu tun als ob man als kleinerer Verein, der wir zweifelsohne sind, es mit dem Verband aufnehmen könnten. Hier gibt es so viele Eventualitäten, dass man gar keinen Überblick als Laie bekommt. Es gibt das Verbandsrecht, es gibt die FIFA und die UEFA, und ja in einem ordentlichen Gericht gibt es eine verschuldungsunabhängige Haftung. Aber diese ganzen Faktoren müssen berücksichtigt werdn um zu dem Schluss zu kommen wer im Recht ist und leider Gottes sehe ich hier eher den DFB mit seinem Grundrecht der Verbandsautonomie im Vorteil, denn man muss sich mal im Klaren werden welche Auswirkungen das bundesweit hat.

Das hier ist kein Computerspiel wo man einfach auf Neustart geht und von vorne anfängt, das hier ist die Realität.
Ich wills nicht all zu hoch bauschen und uns wichtiger stellen in diesem Zusammenhang, aber bei einer Klage schaut GANZ Deutschland auf Dynamo und wenn der Schuss nicht sitzt und man die volle Breitseite von DFB, FIFA, UEFA und Gericht kassiert, dann haben wir in Deutschland ausgelacht und wer den Ottonormal denkenden kennt, der repliziert das am Ende auf andere Dresdner Vereine und u.U. auf die Stadt.

Wenn wir klagen, dann gehen wir nicht nur ein hohes Risiko ein, sondern auch eine hohe Verantwortung ggü. Dresden und seinen anderen Vereinen, denn dann hinterlassen wir bei einer Niederlage verbrannte Erde.
SGD vs. §9a |#299
17.10.2013 - 18:42 Uhr
Ganz so hoch würde ich das nicht anbinden. Und außerdem kann man eine Klage jederzeit zurück ziehen, solange die außergerichtlichen Einigungen hinhauen. Wenn ich nochmal an das Beispiel mit den Baustellen anknüpfe, da landen die wenigsten dann tatsächlich vor Gericht, in den meisten Fällen kommt man so auf einen Nenner. Ich gehe davon aus, dass das hier auch der Fall sein wird.
Warten wir mal den 25.10. ab.

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Ohne Wein und Weiber holt der Teufel unsre Leiber.
SGD vs. §9a |#300
17.10.2013 - 18:53 Uhr
Zitat von Paul-K2:
Ich würde garnicht so auf der Ultraschiene rumreiten. Laß die mal ruhig bißchen außen vor.
Uns wurde bescheinigt nichts unversucht bzw. falsch gemacht zu haben und Punkt.
Man kann doch auch dem DFB mal sagen: ''Du horche mal her. Irgendwas in deinem Rechtsempfinden passt hier nicht. Bring das mal in Ordnung, sonst sehen wir uns gezwungen rechtliche Schritte gegen dich einzuleiten.'' Da ist doch nix dabei, ist unser gutes Recht. Das läuft bei uns auf jeder zweiten Baustelle so ab.
Und wenn die Herthaner damals nicht den Schwanz eingezogen hätten, wer weiß wo wir da schon stehen würden. Wo sind wir denn! Es wird Unrecht gesprochen nur damit der Spielbetrieb aufrecht erhalten wird.


das Problem dabei ist ja, wie hier auch schon mal jemand in einem Bsp schilderte, dass nur weil wir das ungerecht empfinden, dass nicht auch unser Rechtssystem so sehen muss.

niemand sagt ja, dass wir kein Recht haben dagegen vorzugehen - die Frage ist ja: ist es auch klug so vorzugehen...
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