Rund um den Schweinske-Cup
11.01.2012 - 10:29 Uhr
13.01.2012 - 08:40 Uhr
Zitat von kiezpirat:
Bin mal gespannt ob der sogenannte 'Leiter' der Zentraldirektion der Polizei Kuno Lehmann das überlebt.
Da unser Bezirksamtschef in Nord jetzt Polizeichef wird, könnte das zumindest (hoffentlich) eine Versetzung nach sich ziehen.
Bin mal gespannt ob der sogenannte 'Leiter' der Zentraldirektion der Polizei Kuno Lehmann das überlebt.
Da unser Bezirksamtschef in Nord jetzt Polizeichef wird, könnte das zumindest (hoffentlich) eine Versetzung nach sich ziehen.
13.01.2012 - 09:25 Uhr
Quelle: mobil.abendblatt.de
Nach Krawallen: Krisen-Gipfel gründet erst mal Ausschuss
Sportfunktionäre und Politiker beraten Konsequenzen der schweren Randale beim Turnier in Alsterdorf. Noch keine konkreten Ergebnisse.
[...]
Welche Strafen drohen den Tätern?
Innensenator Neumann kündigte eine konsequente Strafverfolgung an. "Alle Vorwürfe, gleich ob sie sich gegen Fans oder gegen die Polizei richten, werden aufgearbeitet", sagte Neumann. Wer Fotos oder Videos zu den Vorfällen besitze, solle das Material den Behörden zur Verfügung stellen. Bei der Hamburger Staatsanwaltschaft sind bereits zwei Strafanzeigen gegen Fans aus dem Lübecker Block wegen Volksverhetzung und Beleidigung eingegangen. Sie sollen den ***** gruß gezeigt und rassistische Parolen gebrüllt haben. "Selbstverständlich sind diese rassistischen Äußerungen nicht zu tolerieren", so Reschreiter. Strafrechtlich dürften ermittelten Ersttätern Geld- und Bewährungsstrafen drohen. Zivilrechtlich können bei nachgewiesener Sachbeschädigung Schadenersatzforderungen auf die Verursacher zukommen.
"Drei Straftäter aus Lübeck sind bereits ermittelt worden", sagte VfB-Präsident Holger Leu. Ob die Fangruppe der Grün-Weißen die Randale begonnen habe, sei aufgrund der Vermummungen der Täter nicht abschließend zu klären. Solange es für solche Veranstaltungen "Karten im Online-Shop und an Abendkassen" gebe, seien Stadionverbote schwer umzusetzen. Zudem soll eine gründliche Untersuchung auch eventuelle Fehler der Polizei in den Blickpunkt nehmen.
Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
Sportfunktionäre und Politiker beraten Konsequenzen der schweren Randale beim Turnier in Alsterdorf. Noch keine konkreten Ergebnisse.
[...]
Welche Strafen drohen den Tätern?
Innensenator Neumann kündigte eine konsequente Strafverfolgung an. "Alle Vorwürfe, gleich ob sie sich gegen Fans oder gegen die Polizei richten, werden aufgearbeitet", sagte Neumann. Wer Fotos oder Videos zu den Vorfällen besitze, solle das Material den Behörden zur Verfügung stellen. Bei der Hamburger Staatsanwaltschaft sind bereits zwei Strafanzeigen gegen Fans aus dem Lübecker Block wegen Volksverhetzung und Beleidigung eingegangen. Sie sollen den ***** gruß gezeigt und rassistische Parolen gebrüllt haben. "Selbstverständlich sind diese rassistischen Äußerungen nicht zu tolerieren", so Reschreiter. Strafrechtlich dürften ermittelten Ersttätern Geld- und Bewährungsstrafen drohen. Zivilrechtlich können bei nachgewiesener Sachbeschädigung Schadenersatzforderungen auf die Verursacher zukommen.
"Drei Straftäter aus Lübeck sind bereits ermittelt worden", sagte VfB-Präsident Holger Leu. Ob die Fangruppe der Grün-Weißen die Randale begonnen habe, sei aufgrund der Vermummungen der Täter nicht abschließend zu klären. Solange es für solche Veranstaltungen "Karten im Online-Shop und an Abendkassen" gebe, seien Stadionverbote schwer umzusetzen. Zudem soll eine gründliche Untersuchung auch eventuelle Fehler der Polizei in den Blickpunkt nehmen.
13.01.2012 - 09:50 Uhr
Zitat von kiezpirat:
Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
Wie schon Bob Dylan in den 60ern sang: "The Times They Are Changing"!
Früher hätte man AGs eingesetzt :) .
Es geht voran - eindeutig :ugly .
Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.
Wie schon Bob Dylan in den 60ern sang: "The Times They Are Changing"!
Früher hätte man AGs eingesetzt :) .
Es geht voran - eindeutig :ugly .
Dieser Beitrag wurde zuletzt von okey-dokey am 13.01.2012 um 09:51 Uhr bearbeitet
13.01.2012 - 12:30 Uhr
Quelle: www.stadionwelt-fans.de
VfB Lübeck Fans äußern sich zum Schweinske Cup
Nach zahlreichen Mitteilungen aus dem St. Pauli Umfeld nimmt nun mit dem Fankreis eine Fanorganisation aus Lübeck Stellung zu den Vorfällen beim Schweinske Cup. Der Fankreis räumt Fehlverhalten von Lübecker Fans ein, distanziert sich von diesen Fans, fordert aber auch alle beteiligten zu einer sachlichen Diskussion auf....
Oben fyi Nach zahlreichen Mitteilungen aus dem St. Pauli Umfeld nimmt nun mit dem Fankreis eine Fanorganisation aus Lübeck Stellung zu den Vorfällen beim Schweinske Cup. Der Fankreis räumt Fehlverhalten von Lübecker Fans ein, distanziert sich von diesen Fans, fordert aber auch alle beteiligten zu einer sachlichen Diskussion auf....
@Kiezi/all: Ich hab die Quelle nicht im herkömmlichen Sinn verboten / zensiert. Meine Aussage war lediglich, dass es mir sehr recht wäre, wenn das nicht als seriöse Quelle herangezogen wird. Wenn ihr darüber unbedingt diskutieren wollte, fühlt euch frei, aber seid vorgewarnt, dass das zu Ärger führen kann. Ich beziehe dazu auf jeden Fall keine Stellung.
13.01.2012 - 19:55 Uhr
Quelle: usp.stpaulifans.de
Hallenturnier-Nachlese
Hallo St. Pauli-Fans,
...
Obwohl wir nicht in eine der klassisch- heuchlerischen Opferrollen schlüpfen wollen, auf die sich mediale Berichterstattungen hauptsächlich nach gewaltsamen Auseinandersetzungen fokussieren, wollen wir festhalten, dass die offizielle Stellungnahme des Vereins in der Hinsicht ein Durchbruch ist, da die Vereinsoffiziellen nach vielen Fällen, in denen derartige Stellungnahmen angebracht gewesen wären, dieses Mal den Mut hatten, die Polizei offen für ihr Verhalten zu kritisieren. Insbesondere Stefan Orth und Sven Brux gebührt Anerkennung für die klaren Worte....
Schade, wieder mal eine Chance vertan :/:. Hallo St. Pauli-Fans,
...
Obwohl wir nicht in eine der klassisch- heuchlerischen Opferrollen schlüpfen wollen, auf die sich mediale Berichterstattungen hauptsächlich nach gewaltsamen Auseinandersetzungen fokussieren, wollen wir festhalten, dass die offizielle Stellungnahme des Vereins in der Hinsicht ein Durchbruch ist, da die Vereinsoffiziellen nach vielen Fällen, in denen derartige Stellungnahmen angebracht gewesen wären, dieses Mal den Mut hatten, die Polizei offen für ihr Verhalten zu kritisieren. Insbesondere Stefan Orth und Sven Brux gebührt Anerkennung für die klaren Worte....
Kein Wort über die Bengalos vor dem Turnier.
Kein Wort über die angeblichen Ausschreitungen nach dem Turnier.
Kein Wort über eigenes mutmaßliches Fehlverhalten gegenüber der Polizei.
Kein Wort der Selbstkritik.
Manchmal ist nichts sagen auch sehr aussagekräftig :/:.
15.01.2012 - 09:43 Uhr
Quelle: www.mopo.de
VFB Lübeck: Spieler distanzieren sich von Hallen-Krawallmachern
In einem offenen Brief nahm die Regionalliga-Mannschaft des VfB Lübeck Stellung zu den Krawallen in der Alsterdorfer Halle.
Sie erklärte u. a.: „Auch wir können es nicht fassen, dass solch gewaltsame Ausschreitungen unseren Sport zerstören. Es ist äußerst bedauerlich, dass ein traditionsreiches Hallenturnier wie der Schweinske-Cup aufgrund von Ausschreitungen abgebrochen werden musste. Uns ist daran gelegen, unser Bedauern gegenüber den unschuldig Geschädigten, besonders den Familien und Kindern, zum Ausdruck zu bringen. Wir haben uns für einen offenen Brief entschieden, um uns auf das Schärfste von gewalttätigen Auseinandersetzungen, die den Sport als Bühne missbrauchen, zu distanzieren. Wir betrachten und akzeptieren diese Gruppierungen nicht als Fans unserer Sportart. Wir verzichten auf ihre scheinheilige Unterstützung!“
Und wie sieht´s bei uns aus? In einem offenen Brief nahm die Regionalliga-Mannschaft des VfB Lübeck Stellung zu den Krawallen in der Alsterdorfer Halle.
Sie erklärte u. a.: „Auch wir können es nicht fassen, dass solch gewaltsame Ausschreitungen unseren Sport zerstören. Es ist äußerst bedauerlich, dass ein traditionsreiches Hallenturnier wie der Schweinske-Cup aufgrund von Ausschreitungen abgebrochen werden musste. Uns ist daran gelegen, unser Bedauern gegenüber den unschuldig Geschädigten, besonders den Familien und Kindern, zum Ausdruck zu bringen. Wir haben uns für einen offenen Brief entschieden, um uns auf das Schärfste von gewalttätigen Auseinandersetzungen, die den Sport als Bühne missbrauchen, zu distanzieren. Wir betrachten und akzeptieren diese Gruppierungen nicht als Fans unserer Sportart. Wir verzichten auf ihre scheinheilige Unterstützung!“
15.01.2012 - 10:20 Uhr
Quelle: www.vfb-luebeck.de
Offener Brief der Regionalliga-Mannschaft
14.01.2012 von Florian Möller
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Fußballfreundinnen und -freunde,
die zurückliegenden Ereignisse des vergangen Freitag in der Alsterdorfer Sporthalle haben in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Die Reaktionen reichen von Schuldzuweisungen über Abneigung bis hin zu Fassungslosigkeit und Bedauern. Uns als Turnierteilnehmer geht es nicht anders. Auch wir können es nicht fassen, dass solch gewaltsamen Ausschreitungen unseren Sport zerstören. Es ist äußerst bedauerlich, dass ein traditionsreiches Hallenturnier wie der Schweinske-Cup auf Grund von Ausschreitungen abgebrochen werden musste.
weiter......
Hier das Original. 14.01.2012 von Florian Möller
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Fußballfreundinnen und -freunde,
die zurückliegenden Ereignisse des vergangen Freitag in der Alsterdorfer Sporthalle haben in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen. Die Reaktionen reichen von Schuldzuweisungen über Abneigung bis hin zu Fassungslosigkeit und Bedauern. Uns als Turnierteilnehmer geht es nicht anders. Auch wir können es nicht fassen, dass solch gewaltsamen Ausschreitungen unseren Sport zerstören. Es ist äußerst bedauerlich, dass ein traditionsreiches Hallenturnier wie der Schweinske-Cup auf Grund von Ausschreitungen abgebrochen werden musste.
weiter......
Sorry, zu spät gesehen, konnte mopo-Artikel nicht mehr löschen :( .
15.01.2012 - 12:19 Uhr
Quelle: www.publikative.org
.....
Rund 300 Fans und Interessierte folgten dem Aufruf, darunter auch ein Überraschungsgast: Hamburgs Innensenator Michael Neumann erschien bei dem Treffen im “Centro Sociale” in St. Pauli - und meldete sich ebenfalls zu Wort. Er sei als Privatmann gekommen, so der SPD-Politiker, ohne Personenschützer, weil er ein eigenes Interesse habe, das Geschehen beim Schweinske-Cup aufzuarbeiten.
.....
Die versammelten Fans gingen am Sonnabend trotz dieser Ankündigung allerdings einen eigenen Schritt: Als Konsequenz aus den sehr widersprüchlichen Angaben von Polizei und großen Medien auf der einen und der Darstellung von Fans und Verein auf der anderen Seite, beschlossen sie, ihre Vertreter und Gremien mit der Bildung einer unabhängigen Untersuchungskommission zu beauftragen, auch “auf die Gefahr hin, dass dann dort am Ende auch Dinge festgestellt werden, die für uns nicht angenehm sein könnten”, wie ein Redner es ausdrückte.
......
So bleibt nach wie vor unklar, warum die Polizei die relativ überschaubare Gruppe von Lübecker Fans, die erkennbar die Auseinandersetzung suchten, zunächst scheinbar relativ freizügig gewähren ließ – und sich dann stattdessen der auch polizeitaktisch deutlich “komplizierteren” Aufgabe widmete, gegen rund 1.000 St. Pauli Fans vorzugehen, von denen nach Angaben der Polizei 230 gewalttätig waren.
......
Innensenator Neumann appellierte trotzdem an die Fans des FC St. Pauli, nicht in Feindbildern zu denken. So wie es in der Fanszene einzelne Problemfälle gebe, sei auch die große Mehrheit der Polizisten anständig und ärgere sich genauso über die Vorfälle. Auch mehrere Fans und deren Vertreter äußerten den Wunsch, mit der Polizei ins Gespräch zu kommen, um Konflikte zu entschärfen. Neumann erwähnte, dass nach Anzeigen auch bereits zwei Ermittlungsverfahren gegen Polizisten liefen.
.....
Besonders zweifelhaft wirkt der Auftritt des Leiters der Zentraldirektion der Hamburger Polizei, Kuno Lehmann, vor dem Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft:
....
Mittlerweile beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit zwei weiteren Anzeigen: Die Linken-Abgeordnete Christiane Schneider zeigte einen unbekannten Lübeck-Fan an, der einen ***** gruß gezeigt hatte, und der Zentralrat der Sinti und Roma stellte zudem Anzeige wegen der Parolen “Zick zack Zigeunerpack”, welche von Seiten der Lübecker Gruppe skandiert worden sein soll. Die Polizei hat bisher nicht überzeugend darlegen können, warum sie weder gegen Nazi-Parolen noch gegen den “erfolgreich” begangenen Raub eingeschritten ist, stattdessen aber die halbe Halle in ein Pfefferspray-Kampfgebiet verwandelte.
.....
Auf ihrer Veranstaltung diskutierten die Fans auch über den Umgang mit Gewalttätern in den eigenen Reihen und Konzepte, wie man auf überzogene Polizeieinsätze reagieren sollte. Ein Redner betonte, dass der Verzicht auf Gewalt nicht damit zu verwechseln sei, “die andere Wange hinzuhalten” – und verwies auf bestehende Deeskalationskonzepte, wie sie zum Beispiel von der Anti-Atomkraft-Bewegung bei Castor-Transporten praktiziert werden, die friedlich, aber dennoch effektiv seien. Ein anderer Vertreter erinnerte daran, dass man mit der sinnlosen und nicht zu gewinnenden Auseinandersetzung mit der Polizei auch immer andere Fans gefährde – und jeder Einzelne sich so verhalten müsse, dass er dieser Gesamtverantwortung auch gerecht wird – ein Hinweis, der auch in der Debatte um Pyrotechnik immer wieder auftaucht.
....
– und auch der Innensenator wurde kritisch, aber sachlich befragt – ohne befürchten zu müssen, von den “Chaoten” angegangen zu werden. Selten wurde deutlicher, wie kontraproduktiv und sinnlos populistische Law-and-Order-Politik und wie vielversprechend offene Kommunikation und gegenseitiger Respekt sind, um Konflikte zu lösen.
Kaffee holen, Lesebefehl! (Kritische Betrachtung unter Berücksichtigung der Quelle erwünscht.) Rund 300 Fans und Interessierte folgten dem Aufruf, darunter auch ein Überraschungsgast: Hamburgs Innensenator Michael Neumann erschien bei dem Treffen im “Centro Sociale” in St. Pauli - und meldete sich ebenfalls zu Wort. Er sei als Privatmann gekommen, so der SPD-Politiker, ohne Personenschützer, weil er ein eigenes Interesse habe, das Geschehen beim Schweinske-Cup aufzuarbeiten.
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Die versammelten Fans gingen am Sonnabend trotz dieser Ankündigung allerdings einen eigenen Schritt: Als Konsequenz aus den sehr widersprüchlichen Angaben von Polizei und großen Medien auf der einen und der Darstellung von Fans und Verein auf der anderen Seite, beschlossen sie, ihre Vertreter und Gremien mit der Bildung einer unabhängigen Untersuchungskommission zu beauftragen, auch “auf die Gefahr hin, dass dann dort am Ende auch Dinge festgestellt werden, die für uns nicht angenehm sein könnten”, wie ein Redner es ausdrückte.
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So bleibt nach wie vor unklar, warum die Polizei die relativ überschaubare Gruppe von Lübecker Fans, die erkennbar die Auseinandersetzung suchten, zunächst scheinbar relativ freizügig gewähren ließ – und sich dann stattdessen der auch polizeitaktisch deutlich “komplizierteren” Aufgabe widmete, gegen rund 1.000 St. Pauli Fans vorzugehen, von denen nach Angaben der Polizei 230 gewalttätig waren.
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Innensenator Neumann appellierte trotzdem an die Fans des FC St. Pauli, nicht in Feindbildern zu denken. So wie es in der Fanszene einzelne Problemfälle gebe, sei auch die große Mehrheit der Polizisten anständig und ärgere sich genauso über die Vorfälle. Auch mehrere Fans und deren Vertreter äußerten den Wunsch, mit der Polizei ins Gespräch zu kommen, um Konflikte zu entschärfen. Neumann erwähnte, dass nach Anzeigen auch bereits zwei Ermittlungsverfahren gegen Polizisten liefen.
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Besonders zweifelhaft wirkt der Auftritt des Leiters der Zentraldirektion der Hamburger Polizei, Kuno Lehmann, vor dem Innenausschuss der Hamburger Bürgerschaft:
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Mittlerweile beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit zwei weiteren Anzeigen: Die Linken-Abgeordnete Christiane Schneider zeigte einen unbekannten Lübeck-Fan an, der einen ***** gruß gezeigt hatte, und der Zentralrat der Sinti und Roma stellte zudem Anzeige wegen der Parolen “Zick zack Zigeunerpack”, welche von Seiten der Lübecker Gruppe skandiert worden sein soll. Die Polizei hat bisher nicht überzeugend darlegen können, warum sie weder gegen Nazi-Parolen noch gegen den “erfolgreich” begangenen Raub eingeschritten ist, stattdessen aber die halbe Halle in ein Pfefferspray-Kampfgebiet verwandelte.
.....
Auf ihrer Veranstaltung diskutierten die Fans auch über den Umgang mit Gewalttätern in den eigenen Reihen und Konzepte, wie man auf überzogene Polizeieinsätze reagieren sollte. Ein Redner betonte, dass der Verzicht auf Gewalt nicht damit zu verwechseln sei, “die andere Wange hinzuhalten” – und verwies auf bestehende Deeskalationskonzepte, wie sie zum Beispiel von der Anti-Atomkraft-Bewegung bei Castor-Transporten praktiziert werden, die friedlich, aber dennoch effektiv seien. Ein anderer Vertreter erinnerte daran, dass man mit der sinnlosen und nicht zu gewinnenden Auseinandersetzung mit der Polizei auch immer andere Fans gefährde – und jeder Einzelne sich so verhalten müsse, dass er dieser Gesamtverantwortung auch gerecht wird – ein Hinweis, der auch in der Debatte um Pyrotechnik immer wieder auftaucht.
....
– und auch der Innensenator wurde kritisch, aber sachlich befragt – ohne befürchten zu müssen, von den “Chaoten” angegangen zu werden. Selten wurde deutlicher, wie kontraproduktiv und sinnlos populistische Law-and-Order-Politik und wie vielversprechend offene Kommunikation und gegenseitiger Respekt sind, um Konflikte zu lösen.
Wichtigste Aspekte/Thesen oben in Auszügen.
Bin ich ja mal gespannt, was da jetzt noch kommt.
17.01.2012 - 10:29 Uhr
Zitat von stobbard aus dem Fanblock-Thread:
Ich würde es durchaus grenzwertig finden, wenn der DFB die Vorkommnisse beim Schweinske-Cup strafverschärfend berücksichtigt. Zum Einen frage ich mich, ob es den DFB überhaupt etwas angeht, was bei einem privat organisierten Hallenturnier passiert. Zum Anderen frage ich mich, was der DFB einer Betrafung zugrunde legen möchte? Die Pressemitteilungen der Polizei?
Da stellst du genau die richtigen Fragen. Wäre schon interessant, wenn üblicherweise die Zuständigkeit des DFB an den Stadiontoren aufhört und ausgerechnet jetzt es anders ist.
Wobei die Logik natürlich auch anders rum funktioniert. Man stelle sich den (medialen) Aufschrei vor, wenn das Urteil wegen des Kassenrollenwerfers recht milde ist unter dem Eindruck der Vorkomnisse in der Alsterdorfer Sporthalle.
Ich würde es durchaus grenzwertig finden, wenn der DFB die Vorkommnisse beim Schweinske-Cup strafverschärfend berücksichtigt. Zum Einen frage ich mich, ob es den DFB überhaupt etwas angeht, was bei einem privat organisierten Hallenturnier passiert. Zum Anderen frage ich mich, was der DFB einer Betrafung zugrunde legen möchte? Die Pressemitteilungen der Polizei?
Da stellst du genau die richtigen Fragen. Wäre schon interessant, wenn üblicherweise die Zuständigkeit des DFB an den Stadiontoren aufhört und ausgerechnet jetzt es anders ist.
Wobei die Logik natürlich auch anders rum funktioniert. Man stelle sich den (medialen) Aufschrei vor, wenn das Urteil wegen des Kassenrollenwerfers recht milde ist unter dem Eindruck der Vorkomnisse in der Alsterdorfer Sporthalle.
17.01.2012 - 10:48 Uhr
Zitat von Tobster:
Wobei die Logik natürlich auch anders rum funktioniert. Man stelle sich den (medialen) Aufschrei vor, wenn das Urteil wegen des Kassenrollenwerfers recht milde ist unter dem Eindruck der Vorkomnisse in der Alsterdorfer Sporthalle.
Und das ist genau der Grund, der mich der DFB-Sportgerichtsbarkeit skeptisch gegenüber stehen läßt. Es entsteht leider viel zu häufig der Eindruck, dass sich die Herren in Frankfurt von hoher medialer Aufmerksamkeit zu besonders hohen Strafen verleiten lassen.
Als Gericht, das seine Bezeichnung auch verdient hat, sollte es sich einen Teufel um irgendeinen medialen Aufschrei scheren, sondern tat- und schuldangemessen urteilen und sachfremde Erwägungen ausser acht lassen.
Wobei die Logik natürlich auch anders rum funktioniert. Man stelle sich den (medialen) Aufschrei vor, wenn das Urteil wegen des Kassenrollenwerfers recht milde ist unter dem Eindruck der Vorkomnisse in der Alsterdorfer Sporthalle.
Und das ist genau der Grund, der mich der DFB-Sportgerichtsbarkeit skeptisch gegenüber stehen läßt. Es entsteht leider viel zu häufig der Eindruck, dass sich die Herren in Frankfurt von hoher medialer Aufmerksamkeit zu besonders hohen Strafen verleiten lassen.
Als Gericht, das seine Bezeichnung auch verdient hat, sollte es sich einen Teufel um irgendeinen medialen Aufschrei scheren, sondern tat- und schuldangemessen urteilen und sachfremde Erwägungen ausser acht lassen.
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