| Geburtsdatum | 15.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Kroatien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Niko Kovac [Trainer]
29.01.2025 - 23:50 Uhr
18.04.2025 - 12:43 Uhr
Die Frage die sich mir stellt, bei seinen Vertrag bis 2026. Weshalb sollte man ihn im Sommer entlassen?
Der BVB hält sich in der Regel an Verträge. Das heißt, wir müssten in den letzten 5 Spielen wieder in ein Leistungsloch fallen. Momentan sieht es eher danach aus, dass man sich in einer guten Saisonphase befindet. In München 2:2 gespielt, gegen Barca 3:1 gewonnen und davor 2 wichtige und überzeugende Siege in der Liga (3:1 / 4:1). Davor gab es zwar einige Probleme, allerdings hätte man in Leipzig das Spiel mit einen xG von 4,10 niemals verlieren dürfen. In der CL ist er über die Zwischenrunde bis ins Viertelfinale gekommen.
Sollte man jetzt nicht komplett einbrechen, sondern die Pflichtsiege irgendwie holen. Dann ist Kovac zumindest bis 2026 fest im Sattel. Also warten wir erst mal Gladbach und dann Hoffenheim ab.
Die andere Möglichkeit wäre, dass man einen vielversprechenden Trainer in der Hinterhand hat. Meiner Ansicht nach gibt dies der Trainermarkt aktuell kaum her. Für einen Fischer oder Schmidt wird man diesen "move" nicht machen, sofern die Performance von Kovac sich weiter stabilisiert.
Es ist wahrscheinlicher, dass es 2026 einen Wechsel auf der Trainerposition geben wird. Man hat hier noch genug Zeit, die Arbeit von Kovac zu bewerten und gleichzeitig den Markt zu sondieren. 2025 halte ich es aktuell für unwahrscheinlich und hängt nun von den nächsten Spielen ab.
Der BVB hält sich in der Regel an Verträge. Das heißt, wir müssten in den letzten 5 Spielen wieder in ein Leistungsloch fallen. Momentan sieht es eher danach aus, dass man sich in einer guten Saisonphase befindet. In München 2:2 gespielt, gegen Barca 3:1 gewonnen und davor 2 wichtige und überzeugende Siege in der Liga (3:1 / 4:1). Davor gab es zwar einige Probleme, allerdings hätte man in Leipzig das Spiel mit einen xG von 4,10 niemals verlieren dürfen. In der CL ist er über die Zwischenrunde bis ins Viertelfinale gekommen.
Sollte man jetzt nicht komplett einbrechen, sondern die Pflichtsiege irgendwie holen. Dann ist Kovac zumindest bis 2026 fest im Sattel. Also warten wir erst mal Gladbach und dann Hoffenheim ab.
Die andere Möglichkeit wäre, dass man einen vielversprechenden Trainer in der Hinterhand hat. Meiner Ansicht nach gibt dies der Trainermarkt aktuell kaum her. Für einen Fischer oder Schmidt wird man diesen "move" nicht machen, sofern die Performance von Kovac sich weiter stabilisiert.
Es ist wahrscheinlicher, dass es 2026 einen Wechsel auf der Trainerposition geben wird. Man hat hier noch genug Zeit, die Arbeit von Kovac zu bewerten und gleichzeitig den Markt zu sondieren. 2025 halte ich es aktuell für unwahrscheinlich und hängt nun von den nächsten Spielen ab.
18.04.2025 - 12:54 Uhr
Zitat von TheKillingJoke
Die Frage die sich mir stellt, bei seinen Vertrag bis 2026. Weshalb sollte man ihn im Sommer entlassen?
Die Frage die sich mir stellt, bei seinen Vertrag bis 2026. Weshalb sollte man ihn im Sommer entlassen?
Erreichen wir die Europa League, wird Kovac keinesfalls entlassen, dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen - es sei denn, es kommt zum ganz großen Knall inkl. Demission Rickens (sehr unwahrscheinlich). Erreicht Kovac die EL, hat er national das realistische Maximum herausgeholt (zumal die xPts erheblich besser als die dann erreichten ausfallen) und uns 2 CL-Runden überleben lassen. Er hätte seine Mission also erfüllt (kurzfristiger Erfolg).
Vor einer dann anstehenden Klub-WM wird Kovac keinesfalls entlassen, die finanzielle Wichtigkeit dieses Wettbewerbs ist zu gigantisch, als sich erneut freiwillig in Turbulenzen und Unruhe zu stürzen. Sang- und klanglos wird man dort sehr wahrscheinlich nicht ausscheiden, hier könnte Kovac seine Position imho eher deutlich festigen (Viertelfinale+).
Ob die nächste Saison dann sportlich erfolgreich werden wird, bei Vorbereitung unter Kovac und ihm an der Seitenlinie ab Spieltag 1? Dies wird im Thread ja seit seiner Verpflichtung erheblich angezweifelt, ich sehe das inzwischen deutlich entspannter und gehe für nächste Saison von einem recht entspannten Errreichen der Top 4 aus, gerade ohne CL-Belastung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mairon am 18.04.2025 um 12:57 Uhr bearbeitet
18.04.2025 - 13:08 Uhr
Zitat von Mairon
Ob die nächste Saison dann sportlich erfolgreich werden wird, bei Vorbereitung unter Kovac und ihm an der Seitenlinie ab Spieltag 1? Dies wird im Thread ja seit seiner Verpflichtung erheblich angezweifelt, ich sehe das inzwischen deutlich entspannter und gehe für nächste Saison von einem recht entspannten Errreichen der Top 4 aus, gerade ohne CL-Belastung.
Ob die nächste Saison dann sportlich erfolgreich werden wird, bei Vorbereitung unter Kovac und ihm an der Seitenlinie ab Spieltag 1? Dies wird im Thread ja seit seiner Verpflichtung erheblich angezweifelt, ich sehe das inzwischen deutlich entspannter und gehe für nächste Saison von einem recht entspannten Errreichen der Top 4 aus, gerade ohne CL-Belastung.
Der Benchmark ist auch viel niedriger, als z.B. bei Favre nach seiner fast Meisterschaft oder Terzic. Schafft er es gut in die Saison zu starten und die Tendenz geht in die Richtung 30 Punkte in der Hinrunde, dann wird man es nicht als Misserfolg ansehen (bei den 25 Punkten von Sahin).
Entspannt sehe ich es allerdings nicht, ich halte es jedoch für möglich. Ein Remis gegen Gladbach und Hoffenheim und es sieht wieder alles anders aus.
18.04.2025 - 13:31 Uhr
Zitat von Hunger-Games
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Zitat von BVBBC
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Zitat von LuciferIX
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Zitat von PhelanWolf
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
18.04.2025 - 13:35 Uhr
Zitat von Lidjo123
was für eine Entwicklung hättest du den unter Kovac gerne gesehen? Wie hätte diese passieren sollen? Er hat mitten in der Saisonphase übernommen, ohne Vorbereitung, alle drei Tage ein Spiel. Da ist Training, Abläufe kaum trainierbar. Er kann nur an den Basics arbeiten und regenerieren. Die Abläufe, Spielzüge, trainiert man in der Vorbereitung mit den richtigen Spielern dafür. Dh, Kovac hatte weder eine Vorbereitung, noch hatte er irgendeinen seiner Wunschspieler bekommen.
Dafür macht er einen extrem guten Eindruck bei mir. Dazu passt auch sein Auftreten, auch die Pressekonferenzen, bis auf die NIederlage gegen STuttgart oder war es gegen Bochum, wo er daher gestammelt hat, dass die Mannschaft regenerieren muss.
Er schient sich auch weiterentwickelt zu haben und selbst viel selbstkritischer zu sein, dazu auch ein wenig einen anderen Umgangston gefunden zu haben als früher. Es scheint auch so, dass unter ihm die Spieler schon sehr viel besser performen. Die groben individuellen Fehler habe ich zuletzt kaum gesehen. Can, Bensebaini, Groß, Süle, Anton, Beier scheinen alle besser geworden zu sein unter ihm. Auch Couto war zb. gegen Barca schon wesentlich besser. Brandt und Gittens bleiben die Sorgenkinder. Nur es gibt wohl keinen Trainer auf dieser Welt, der jeden Speiler besser macht und auf Anhieb alles funktioniert.
Er wird wohl auch vom Vorstand aktulel die Prämisse bekommen haben einfach die Punkte einzufahren die nötig sind. Da kann er aktuell kaum Experimente machen wo er junge Spieler reinwerfen kann. Er braucht Leute, die sofort helfen. Offenbar sind die jungen Spieler eben niht so weit. Duranville kommt zu seinen Einsätzen. Es scheint auch so, dass er vorbehaltlos und unvoreigenommen jedem Spiler das GEfühl gibt, wichitg zu sein und keinen abrasiert hat.
Seine Aura, seine Erfahrung, seine Eloquenz scheint schon anzukommen.
Zitat von BVBBC
Nein, es gibt keine Entwicklung unter Kovac, da man meines Erachtens nur von Spiel zu Spiel schaut. Es ist alles gegenwartbezogen und es wird nichts für die Zukunft entwickelt. Zu Beginn versuchte Kovac Sahins System zu implementieren, aber er hat dabei meines Erachtens Teile davon nicht verstanden, sodass er aus denselben Gründen daran scheiterte, obwohl er mit Svensson und Chukwuemeka mittlerweile ganz andere Optionen hat. Das wird aber schon lange nicht mehr weiterverfolgt, obwohl das Konzept auf den Kader abgestimmt ist.
Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Sehe ich zweischneidig. Ja, ein Konzept allein wirkt nicht sofort, der Kader mus es hergeben. Wenn der Kader aber ein Konzept hergibt und dieses implementiert wird, funktioniert es sehr schnell, falls nicht sofort.
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Bis zum nächsten Trauerspiel, das kommen wird. Wie gesagt, die Performance unter Kovac ist weiterhin nicht gut, insbesondere dann, wenn wir Ballbesitz haben und nicht auf Konter spielen dürfen, weil der Gegner uns nicht den Gefallen tut, dass er das Spiel macht oder wenigstens früh in Rückstand gerät. Wir riskieren sehr viel, solange ein Spiel ausgeglichen steht, indem wir dem Gegner viele Möglichkeiten lassen, um selbst in Führung zu gehen, weil wir ihn locken, um kontern zu können. Das macht es in meinen Augen zu einem Glücksspiel, da die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg bereits mit dem ersten Tor extrem steigt und selbst die 3er Kette defensiv nicht verlässlich ist. Wenn diese Wahrscheinlichkeit auf das Führungstor schließlich für den BVB nicht gerade höher ist als für den Gegner, ist man auf keinem guten Weg.
@Butzi22 Wenn man einfach so weitermacht, ändert sich am Schleudersitz gar nichts. Macht man mit Kovac weiter, ist er automatisch Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison. Mit der Gefahr, dass zum Einen der besagte Flickenteppich an Konzepten nicht kleiner geworden ist, sondern vielleicht sogar noch größer, weil gar kein Konzept mehr verfolgt wird oder wieder ein anderes und zum Anderen der Trainermarkt unter der Saison immer noch weniger zu bieten hat.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht?
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht?
Nein, es gibt keine Entwicklung unter Kovac, da man meines Erachtens nur von Spiel zu Spiel schaut. Es ist alles gegenwartbezogen und es wird nichts für die Zukunft entwickelt. Zu Beginn versuchte Kovac Sahins System zu implementieren, aber er hat dabei meines Erachtens Teile davon nicht verstanden, sodass er aus denselben Gründen daran scheiterte, obwohl er mit Svensson und Chukwuemeka mittlerweile ganz andere Optionen hat. Das wird aber schon lange nicht mehr weiterverfolgt, obwohl das Konzept auf den Kader abgestimmt ist.
Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Sehe ich zweischneidig. Ja, ein Konzept allein wirkt nicht sofort, der Kader mus es hergeben. Wenn der Kader aber ein Konzept hergibt und dieses implementiert wird, funktioniert es sehr schnell, falls nicht sofort.
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Bis zum nächsten Trauerspiel, das kommen wird. Wie gesagt, die Performance unter Kovac ist weiterhin nicht gut, insbesondere dann, wenn wir Ballbesitz haben und nicht auf Konter spielen dürfen, weil der Gegner uns nicht den Gefallen tut, dass er das Spiel macht oder wenigstens früh in Rückstand gerät. Wir riskieren sehr viel, solange ein Spiel ausgeglichen steht, indem wir dem Gegner viele Möglichkeiten lassen, um selbst in Führung zu gehen, weil wir ihn locken, um kontern zu können. Das macht es in meinen Augen zu einem Glücksspiel, da die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg bereits mit dem ersten Tor extrem steigt und selbst die 3er Kette defensiv nicht verlässlich ist. Wenn diese Wahrscheinlichkeit auf das Führungstor schließlich für den BVB nicht gerade höher ist als für den Gegner, ist man auf keinem guten Weg.
@Butzi22 Wenn man einfach so weitermacht, ändert sich am Schleudersitz gar nichts. Macht man mit Kovac weiter, ist er automatisch Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison. Mit der Gefahr, dass zum Einen der besagte Flickenteppich an Konzepten nicht kleiner geworden ist, sondern vielleicht sogar noch größer, weil gar kein Konzept mehr verfolgt wird oder wieder ein anderes und zum Anderen der Trainermarkt unter der Saison immer noch weniger zu bieten hat.
was für eine Entwicklung hättest du den unter Kovac gerne gesehen? Wie hätte diese passieren sollen? Er hat mitten in der Saisonphase übernommen, ohne Vorbereitung, alle drei Tage ein Spiel. Da ist Training, Abläufe kaum trainierbar. Er kann nur an den Basics arbeiten und regenerieren. Die Abläufe, Spielzüge, trainiert man in der Vorbereitung mit den richtigen Spielern dafür. Dh, Kovac hatte weder eine Vorbereitung, noch hatte er irgendeinen seiner Wunschspieler bekommen.
Dafür macht er einen extrem guten Eindruck bei mir. Dazu passt auch sein Auftreten, auch die Pressekonferenzen, bis auf die NIederlage gegen STuttgart oder war es gegen Bochum, wo er daher gestammelt hat, dass die Mannschaft regenerieren muss.
Er schient sich auch weiterentwickelt zu haben und selbst viel selbstkritischer zu sein, dazu auch ein wenig einen anderen Umgangston gefunden zu haben als früher. Es scheint auch so, dass unter ihm die Spieler schon sehr viel besser performen. Die groben individuellen Fehler habe ich zuletzt kaum gesehen. Can, Bensebaini, Groß, Süle, Anton, Beier scheinen alle besser geworden zu sein unter ihm. Auch Couto war zb. gegen Barca schon wesentlich besser. Brandt und Gittens bleiben die Sorgenkinder. Nur es gibt wohl keinen Trainer auf dieser Welt, der jeden Speiler besser macht und auf Anhieb alles funktioniert.
Er wird wohl auch vom Vorstand aktulel die Prämisse bekommen haben einfach die Punkte einzufahren die nötig sind. Da kann er aktuell kaum Experimente machen wo er junge Spieler reinwerfen kann. Er braucht Leute, die sofort helfen. Offenbar sind die jungen Spieler eben niht so weit. Duranville kommt zu seinen Einsätzen. Es scheint auch so, dass er vorbehaltlos und unvoreigenommen jedem Spiler das GEfühl gibt, wichitg zu sein und keinen abrasiert hat.
Seine Aura, seine Erfahrung, seine Eloquenz scheint schon anzukommen.
Nenn mich altmodisch, aber ich gebe gerade im Fussballgeschäft nicht mehr viel darauf, was gesagt wird, sondern fokusier mich darauf, was Taten sprechen. Er hat wie gesagt zu Beginn versucht Sahins Idee weiterzuverfolgen und damit das, was scheinbar auch vom Verein konzeptionell vorgegeben wurde. Hat er nicht hinbekommen, obwohl es funktional umsetzbar sein sollte. Diese Erwartung hatte ich an Kovac nie, weil sie immer unrealistisch war, dass er es hinbekommt. Dafür ist er nicht der Trainer, weil er bislang immer daran gescheitert ist selbst das Spiel zu gestalten und Ballkontrolle in Torgefahr umzuwandeln. Er gerät dann immer zu sehr auf den Flügel, findet keinen effizienten Weg mehr ins Zentrum und verliert die Bindung der Flügel zueinander. Damit das überhaupt funktioniert, muss der Gegner wortwörtlich mitspielen.
Sobald wir viel Ballbesitz haben, sieht unser Spiel sogar schlechter aus als unter Sahin. Es war unter Sahin statistisch deutlich wahrscheinlicher in Führung zu gehen als unter Kovac und gelang sogar häufiger, obwohl man deutlicher unter dem Erwartungswert lag. Trotz mittlerweile besserer Optionen. Sämtliche statistischen Argumente pro Kovac werden darauf aufgebaut, dass es bei Rückstand mehr Bemühungen zum Ausgleich gibt, die jedoch meistens scheitern und bei Führung spielt Kovac dann in die Karten, dass er sich sowieso auf das Konterspiel verlagern möchte und durch die Führung überhaupt erst wirklich darf.
Es ist daher nicht ganz so einfach, dass Kovac zu wenig Zeit hatte, um konzeptionell an den taktischen Hürden zu arbeiten, die Sahin nicht überwinden konnte, obwohl das die Aufgabe des BVB ist, will er konstant erfolgreich sein. Kovac macht es erst gar nicht. Zumal man auch nicht so naiv sein darf, dass es weniger Zeit bedarf, um sich am jeweils nächsten Gegner auszurichten und perfekt auf diesen vorzubereiten. Auch das gelingt nicht umsonst vor allem Teams besser, die keine englischen Wochen haben. Kovac hat daher keine Idee präsentiert, wie es nächste Saison überhaupt weitergehen soll und kann. Dafür hatte er allemal genug Zeit, zumal man ja trotzdem seine Handschrift sieht, indem das Dortmunder U schon einige Male durchkam, das ich bspw. bereits bei desen Vorstellung prognostizierte.
Kovac erfüllt im Grunde all meine Erwartungen an ihn bislang, weswegen ich gegen eine Fortführung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus bin. Trotzdem diese nicht besonders hoch waren, übertrifft er sie eben nicht, was für mich aber Grundvoraussetzung wäre.
Was die Spielerbewertung betrifft, so scheint hier gewaltiger Recency Bias vorzuliegen.
Süle hat jetzt wieder ein gutes Spiel gegen Barca gemacht, war gegen die Bayern in meinen Augen durchwachsen unterwegs. Er wurde von Kovac aber schon vorher gebracht, mit der Konsequenz, dass er sich lange rausspielte, weil der Auftritt gegen Bochum völlig indiskutabel war. Durch deren gemeinsame Vergangenheit, hatte Süle dabei Vorschuss. Wer weiß, ob er ohne Schlotterbeck Verletzung und 3er Kette überhaupt nochmal reingekommen wäre. Eine Schwalbe macht hier aber in jedem Fall noch lange keinen Sommer. Es ist immer noch Süle.
Anton spielte sich über den Auftritt gegen seinen ehemaligen Verein direkt aus der Rotation, ist erst durch die Umstellung auf 3 IV wieder in die Mannschaft gerückt. Seitdem ist er stabil, mehr nicht.
Can spielt unter Kovac bislang gut, ist der einzige Profiteur bislang. Meines Erachtens profitiert er aber vor allem deswegen, da seine Schwächen im Aufbau kaum noch relevant sind, obwohl sie es sein sollten. Denn hier beginnt die Spielkontrolle, weswegen Cans Stabilität nur eine Aussage dafür ist, dass wir diese nicht haben.
Bensebaini betrachte ich nicht stärker als vorher. Auch unter Sahin gab es gute Auftritte in Sachen Einsatz, insbesondere in Sachen Defensive. Es wäre daher gänzlich falsch hier eine weitere Steigerung zu sehen. Zumal es bei Bensebainis Limitationen bleibt, indem auch unter Kovac die Versuche als LV-ZM-Hybrid fehlschlugen - aber nicht dazu führten, dass Svensson den Stamm bekam - und Bensebaini auch auf der Schiene floppte, weil er dafür offensiv nicht gut genug ist, sodass auch hier Trial and Error mit Ryerson versucht wurde, weil Kovac nichts mit Couto anfangen kann. Seine guten Auftritte hatte er daher vor allem in der IV. Auch hier also Profiteur der 3er Kette und von Ausfällen, wobei in meinen Augen Svensson der leistungsstärkere LV ist und daher bereits jetzt immer eher spielen müsste.
Dass Couto sich unter Kovac steigerte, sehe ich daher nicht so. Für mich bleiben das weiterhin dürftige Auftritte, nicht nur gemessen an der Ablöse. Falls Couto überhaupt spielen darf. Hatte Ryerson unter Sahin vor allem wegen Coutos Ausfällen die Nase vorn, hat sich das seit Kovac als grundsätzliche Präferenz für die defensivstärkere Option herausgestellt.
Groß wirkt fit, wie die gesamte Hinrunde nicht, als er häufig mit kleineren Wehwehchen kämpfen musste, aber trotzdem spielte und teils sogar positionsfremd aushelfen musste, obwohl er das dynamisch gar nicht so recht konnte. Bei ihm kann man sicher anführen, dass Kovac ihm hilft, indem seine defensive Absicherung wesentlich besser ist, indem sich taktisch darauf fokussiert wird. Warum dieser Defensivfokus aber nicht Sinn und Zweck sein sollte, versuchte ich bereits darzulegen.
Beier sehe ich sehr positiv, halte ich aber relativ unabhängig von Kovac, sondern empfinde das als normalen Anpassungsprozess, da er zu Beginn sehr damit zu kämpfen hatte, wie viel größer alles beim BVB ist. Er hatte aber schon unter Sahin einzelne Spiele dabei, in denen er zeigen konnte, warum man ihn holte. Das ist nun konstanter. Taktischen Nachdruck sehe ich eigentlich nur darin, dass er seltener Aufgaben als Kreativer hat und mehr Umschaltspiel dabei ist.
Bei Brandt ist schwer zu sagen, woran es gerade liegt. Sehe da aber eigentlich taktisch wenig Gründe, weswegen ich es nicht Kovac anlasten würde, dass er schwächelt.
Anders bei Gittens. Der war unter Sahin noch klarer Leistungsträger. Kovac hat ihm zum Einen komplett das Vertrauen entzogen, auch hier aus Gründen der Defensivarbeit. Zum Anderen wurde das Spiel der Flügel gänzlich umgestellt, indem man mit Guirassy einen klaren Zielspieler bestimmte, auf den die Abschlüsse zugeschnitten werden. Selbst wenn daneben Abschlussspieler agieren, sind die eher so angelegt, dass sie Guirassy vorbereiten müssen. Das ist als inverser OA aber gar nicht so einfach, weil darin bereits in der Positionierung Zug zum Tor bestimmt ist und keine Zug zur Grundlinie, den Guirassy lieber hat. Entsprechend hat Kovac dann bspw. Gittens im Hinspiel gegen Barca als RA gebracht, wo er völlig fehl am Platz war. Dazuhin werden Isolationen auf dem Flügel noch schlechter herausgearbeitet, wodurch Gittens häufiger die Räume für seine Dribblings zugestellt wurden und durch die Umstellung auf 3er Kette gibt es seine Idealposition aktuell sogar gar nicht mehr.
A propos Guirassy. Der trifft unter Kovac zwar häufiger, weil ihm viel mehr aufgelegt wird, ist aber noch ineffizienter als zuvor. Meines Erachtens wurde daher taktisch ein effizienter Leistungsträger für einen ineffizienten Soll-Leistungsträger geopfert, der vor allem deswegen ineffizient ist, weil der Kader weiterhin nicht ansatzweise darauf ausgelegt ist dessen präferierte Chancen herauszuarbeiten. Dass das Umschaltspiel mit Beier und Adeyemi ohne Guirassy zudem noch besser funktioniert, sollte kaum überraschen. Dafür umso mehr, dass Guirassy, trotz viel mehr Poker auf Umschaltspiel, so eine zentrale Rolle im Kovac System einnimmt.
Man muss den Saisonausgang noch abwarten, aber Stand jetzt würde ich ihm auf jeden Fall noch eine Saison geben!
Es spielt in meinen Augen keine Rolle, wie Kovac den Rest der Saison gestaltet. Er wäre unbedingter Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison, mit der Gefahr, dass der Kader seine letzte Chance auf den Turnaround verpasst hat. Kovac erfüllt eben leider nur die Erwartungen, übertrifft sie aber in keiner Weise, weswegen es keinen Anhaltspunkt gibt, warum eine kurze Vorbereitung - wegen der Club WM - etwas daran ändern sollte!
18.04.2025 - 13:46 Uhr
Jetzt bin ich verwirrt. Soll man den Ansatz von Sahin weiterverfolgen?
Das scheint mir mit dem Personal unmöglich.
Das scheint mir mit dem Personal unmöglich.
18.04.2025 - 13:49 Uhr
Zitat von BVBBC
Nenn mich altmodisch, aber ich gebe gerade im Fussballgeschäft nicht mehr viel darauf, was gesagt wird, sondern fokusier mich darauf, was Taten sprechen. Er hat wie gesagt zu Beginn versucht Sahins Idee weiterzuverfolgen und damit das, was scheinbar auch vom Verein konzeptionell vorgegeben wurde. Hat er nicht hinbekommen, obwohl es funktional umsetzbar sein sollte. Diese Erwartung hatte ich an Kovac nie, weil sie immer unrealistisch war, dass er es hinbekommt. Dafür ist er nicht der Trainer, weil er bislang immer daran gescheitert ist selbst das Spiel zu gestalten und Ballkontrolle in Torgefahr umzuwandeln. Er gerät dann immer zu sehr auf den Flügel, findet keinen effizienten Weg mehr ins Zentrum und verliert die Bindung der Flügel zueinander. Damit das überhaupt funktioniert, muss der Gegner wortwörtlich mitspielen.
Sobald wir viel Ballbesitz haben, sieht unser Spiel sogar schlechter aus als unter Sahin. Es war unter Sahin statistisch deutlich wahrscheinlicher in Führung zu gehen als unter Kovac und gelang sogar häufiger, obwohl man deutlicher unter dem Erwartungswert lag. Trotz mittlerweile besserer Optionen. Sämtliche statistischen Argumente pro Kovac werden darauf aufgebaut, dass es bei Rückstand mehr Bemühungen zum Ausgleich gibt, die jedoch meistens scheitern und bei Führung spielt Kovac dann in die Karten, dass er sich sowieso auf das Konterspiel verlagern möchte und durch die Führung überhaupt erst wirklich darf.
Es ist daher nicht ganz so einfach, dass Kovac zu wenig Zeit hatte, um konzeptionell an den taktischen Hürden zu arbeiten, die Sahin nicht überwinden konnte, obwohl das die Aufgabe des BVB ist, will er konstant erfolgreich sein. Kovac macht es erst gar nicht. Zumal man auch nicht so naiv sein darf, dass es weniger Zeit bedarf, um sich am jeweils nächsten Gegner auszurichten und perfekt auf diesen vorzubereiten. Auch das gelingt nicht umsonst vor allem Teams besser, die keine englischen Wochen haben. Kovac hat daher keine Idee präsentiert, wie es nächste Saison überhaupt weitergehen soll und kann. Dafür hatte er allemal genug Zeit, zumal man ja trotzdem seine Handschrift sieht, indem das Dortmunder U schon einige Male durchkam, das ich bspw. bereits bei desen Vorstellung prognostizierte.
Kovac erfüllt im Grunde all meine Erwartungen an ihn bislang, weswegen ich gegen eine Fortführung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus bin. Trotzdem diese nicht besonders hoch waren, übertrifft er sie eben nicht, was für mich aber Grundvoraussetzung wäre.
Was die Spielerbewertung betrifft, so scheint hier gewaltiger Recency Bias vorzuliegen.
Süle hat jetzt wieder ein gutes Spiel gegen Barca gemacht, war gegen die Bayern in meinen Augen durchwachsen unterwegs. Er wurde von Kovac aber schon vorher gebracht, mit der Konsequenz, dass er sich lange rausspielte, weil der Auftritt gegen Bochum völlig indiskutabel war. Durch deren gemeinsame Vergangenheit, hatte Süle dabei Vorschuss. Wer weiß, ob er ohne Schlotterbeck Verletzung und 3er Kette überhaupt nochmal reingekommen wäre. Eine Schwalbe macht hier aber in jedem Fall noch lange keinen Sommer. Es ist immer noch Süle.
Anton spielte sich über den Auftritt gegen seinen ehemaligen Verein direkt aus der Rotation, ist erst durch die Umstellung auf 3 IV wieder in die Mannschaft gerückt. Seitdem ist er stabil, mehr nicht.
Can spielt unter Kovac bislang gut, ist der einzige Profiteur bislang. Meines Erachtens profitiert er aber vor allem deswegen, da seine Schwächen im Aufbau kaum noch relevant sind, obwohl sie es sein sollten. Denn hier beginnt die Spielkontrolle, weswegen Cans Stabilität nur eine Aussage dafür ist, dass wir diese nicht haben.
Bensebaini betrachte ich nicht stärker als vorher. Auch unter Sahin gab es gute Auftritte in Sachen Einsatz, insbesondere in Sachen Defensive. Es wäre daher gänzlich falsch hier eine weitere Steigerung zu sehen. Zumal es bei Bensebainis Limitationen bleibt, indem auch unter Kovac die Versuche als LV-ZM-Hybrid fehlschlugen - aber nicht dazu führten, dass Svensson den Stamm bekam - und Bensebaini auch auf der Schiene floppte, weil er dafür offensiv nicht gut genug ist, sodass auch hier Trial and Error mit Ryerson versucht wurde, weil Kovac nichts mit Couto anfangen kann. Seine guten Auftritte hatte er daher vor allem in der IV. Auch hier also Profiteur der 3er Kette und von Ausfällen, wobei in meinen Augen Svensson der leistungsstärkere LV ist und daher bereits jetzt immer eher spielen müsste.
Dass Couto sich unter Kovac steigerte, sehe ich daher nicht so. Für mich bleiben das weiterhin dürftige Auftritte, nicht nur gemessen an der Ablöse. Falls Couto überhaupt spielen darf. Hatte Ryerson unter Sahin vor allem wegen Coutos Ausfällen die Nase vorn, hat sich das seit Kovac als grundsätzliche Präferenz für die defensivstärkere Option herausgestellt.
Groß wirkt fit, wie die gesamte Hinrunde nicht, als er häufig mit kleineren Wehwehchen kämpfen musste, aber trotzdem spielte und teils sogar positionsfremd aushelfen musste, obwohl er das dynamisch gar nicht so recht konnte. Bei ihm kann man sicher anführen, dass Kovac ihm hilft, indem seine defensive Absicherung wesentlich besser ist, indem sich taktisch darauf fokussiert wird. Warum dieser Defensivfokus aber nicht Sinn und Zweck sein sollte, versuchte ich bereits darzulegen.
Beier sehe ich sehr positiv, halte ich aber relativ unabhängig von Kovac, sondern empfinde das als normalen Anpassungsprozess, da er zu Beginn sehr damit zu kämpfen hatte, wie viel größer alles beim BVB ist. Er hatte aber schon unter Sahin einzelne Spiele dabei, in denen er zeigen konnte, warum man ihn holte. Das ist nun konstanter. Taktischen Nachdruck sehe ich eigentlich nur darin, dass er seltener Aufgaben als Kreativer hat und mehr Umschaltspiel dabei ist.
Bei Brandt ist schwer zu sagen, woran es gerade liegt. Sehe da aber eigentlich taktisch wenig Gründe, weswegen ich es nicht Kovac anlasten würde, dass er schwächelt.
Anders bei Gittens. Der war unter Sahin noch klarer Leistungsträger. Kovac hat ihm zum Einen komplett das Vertrauen entzogen, auch hier aus Gründen der Defensivarbeit. Zum Anderen wurde das Spiel der Flügel gänzlich umgestellt, indem man mit Guirassy einen klaren Zielspieler bestimmte, auf den die Abschlüsse zugeschnitten werden. Selbst wenn daneben Abschlussspieler agieren, sind die eher so angelegt, dass sie Guirassy vorbereiten müssen. Das ist als inverser OA aber gar nicht so einfach, weil darin bereits in der Positionierung Zug zum Tor bestimmt ist und keine Zug zur Grundlinie, den Guirassy lieber hat. Entsprechend hat Kovac dann bspw. Gittens im Hinspiel gegen Barca als RA gebracht, wo er völlig fehl am Platz war. Dazuhin werden Isolationen auf dem Flügel noch schlechter herausgearbeitet, wodurch Gittens häufiger die Räume für seine Dribblings zugestellt wurden und durch die Umstellung auf 3er Kette gibt es seine Idealposition aktuell sogar gar nicht mehr.
A propos Guirassy. Der trifft unter Kovac zwar häufiger, weil ihm viel mehr aufgelegt wird, ist aber noch ineffizienter als zuvor. Meines Erachtens wurde daher taktisch ein effizienter Leistungsträger für einen ineffizienten Soll-Leistungsträger geopfert, der vor allem deswegen ineffizient ist, weil der Kader weiterhin nicht ansatzweise darauf ausgelegt ist dessen präferierte Chancen herauszuarbeiten. Dass das Umschaltspiel mit Beier und Adeyemi ohne Guirassy zudem noch besser funktioniert, sollte kaum überraschen. Dafür umso mehr, dass Guirassy, trotz viel mehr Poker auf Umschaltspiel, so eine zentrale Rolle im Kovac System einnimmt.
Man muss den Saisonausgang noch abwarten, aber Stand jetzt würde ich ihm auf jeden Fall noch eine Saison geben!
Es spielt in meinen Augen keine Rolle, wie Kovac den Rest der Saison gestaltet. Er wäre unbedingter Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison, mit der Gefahr, dass der Kader seine letzte Chance auf den Turnaround verpasst hat. Kovac erfüllt eben leider nur die Erwartungen, übertrifft sie aber in keiner Weise, weswegen es keinen Anhaltspunkt gibt, warum eine kurze Vorbereitung - wegen der Club WM - etwas daran ändern sollte!
Zitat von Lidjo123
was für eine Entwicklung hättest du den unter Kovac gerne gesehen? Wie hätte diese passieren sollen? Er hat mitten in der Saisonphase übernommen, ohne Vorbereitung, alle drei Tage ein Spiel. Da ist Training, Abläufe kaum trainierbar. Er kann nur an den Basics arbeiten und regenerieren. Die Abläufe, Spielzüge, trainiert man in der Vorbereitung mit den richtigen Spielern dafür. Dh, Kovac hatte weder eine Vorbereitung, noch hatte er irgendeinen seiner Wunschspieler bekommen.
Dafür macht er einen extrem guten Eindruck bei mir. Dazu passt auch sein Auftreten, auch die Pressekonferenzen, bis auf die NIederlage gegen STuttgart oder war es gegen Bochum, wo er daher gestammelt hat, dass die Mannschaft regenerieren muss.
Er schient sich auch weiterentwickelt zu haben und selbst viel selbstkritischer zu sein, dazu auch ein wenig einen anderen Umgangston gefunden zu haben als früher. Es scheint auch so, dass unter ihm die Spieler schon sehr viel besser performen. Die groben individuellen Fehler habe ich zuletzt kaum gesehen. Can, Bensebaini, Groß, Süle, Anton, Beier scheinen alle besser geworden zu sein unter ihm. Auch Couto war zb. gegen Barca schon wesentlich besser. Brandt und Gittens bleiben die Sorgenkinder. Nur es gibt wohl keinen Trainer auf dieser Welt, der jeden Speiler besser macht und auf Anhieb alles funktioniert.
Er wird wohl auch vom Vorstand aktulel die Prämisse bekommen haben einfach die Punkte einzufahren die nötig sind. Da kann er aktuell kaum Experimente machen wo er junge Spieler reinwerfen kann. Er braucht Leute, die sofort helfen. Offenbar sind die jungen Spieler eben niht so weit. Duranville kommt zu seinen Einsätzen. Es scheint auch so, dass er vorbehaltlos und unvoreigenommen jedem Spiler das GEfühl gibt, wichitg zu sein und keinen abrasiert hat.
Seine Aura, seine Erfahrung, seine Eloquenz scheint schon anzukommen.
Zitat von BVBBC
Nein, es gibt keine Entwicklung unter Kovac, da man meines Erachtens nur von Spiel zu Spiel schaut. Es ist alles gegenwartbezogen und es wird nichts für die Zukunft entwickelt. Zu Beginn versuchte Kovac Sahins System zu implementieren, aber er hat dabei meines Erachtens Teile davon nicht verstanden, sodass er aus denselben Gründen daran scheiterte, obwohl er mit Svensson und Chukwuemeka mittlerweile ganz andere Optionen hat. Das wird aber schon lange nicht mehr weiterverfolgt, obwohl das Konzept auf den Kader abgestimmt ist.
Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Sehe ich zweischneidig. Ja, ein Konzept allein wirkt nicht sofort, der Kader mus es hergeben. Wenn der Kader aber ein Konzept hergibt und dieses implementiert wird, funktioniert es sehr schnell, falls nicht sofort.
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Bis zum nächsten Trauerspiel, das kommen wird. Wie gesagt, die Performance unter Kovac ist weiterhin nicht gut, insbesondere dann, wenn wir Ballbesitz haben und nicht auf Konter spielen dürfen, weil der Gegner uns nicht den Gefallen tut, dass er das Spiel macht oder wenigstens früh in Rückstand gerät. Wir riskieren sehr viel, solange ein Spiel ausgeglichen steht, indem wir dem Gegner viele Möglichkeiten lassen, um selbst in Führung zu gehen, weil wir ihn locken, um kontern zu können. Das macht es in meinen Augen zu einem Glücksspiel, da die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg bereits mit dem ersten Tor extrem steigt und selbst die 3er Kette defensiv nicht verlässlich ist. Wenn diese Wahrscheinlichkeit auf das Führungstor schließlich für den BVB nicht gerade höher ist als für den Gegner, ist man auf keinem guten Weg.
@Butzi22 Wenn man einfach so weitermacht, ändert sich am Schleudersitz gar nichts. Macht man mit Kovac weiter, ist er automatisch Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison. Mit der Gefahr, dass zum Einen der besagte Flickenteppich an Konzepten nicht kleiner geworden ist, sondern vielleicht sogar noch größer, weil gar kein Konzept mehr verfolgt wird oder wieder ein anderes und zum Anderen der Trainermarkt unter der Saison immer noch weniger zu bieten hat.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht?
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht?
Nein, es gibt keine Entwicklung unter Kovac, da man meines Erachtens nur von Spiel zu Spiel schaut. Es ist alles gegenwartbezogen und es wird nichts für die Zukunft entwickelt. Zu Beginn versuchte Kovac Sahins System zu implementieren, aber er hat dabei meines Erachtens Teile davon nicht verstanden, sodass er aus denselben Gründen daran scheiterte, obwohl er mit Svensson und Chukwuemeka mittlerweile ganz andere Optionen hat. Das wird aber schon lange nicht mehr weiterverfolgt, obwohl das Konzept auf den Kader abgestimmt ist.
Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Sehe ich zweischneidig. Ja, ein Konzept allein wirkt nicht sofort, der Kader mus es hergeben. Wenn der Kader aber ein Konzept hergibt und dieses implementiert wird, funktioniert es sehr schnell, falls nicht sofort.
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Bis zum nächsten Trauerspiel, das kommen wird. Wie gesagt, die Performance unter Kovac ist weiterhin nicht gut, insbesondere dann, wenn wir Ballbesitz haben und nicht auf Konter spielen dürfen, weil der Gegner uns nicht den Gefallen tut, dass er das Spiel macht oder wenigstens früh in Rückstand gerät. Wir riskieren sehr viel, solange ein Spiel ausgeglichen steht, indem wir dem Gegner viele Möglichkeiten lassen, um selbst in Führung zu gehen, weil wir ihn locken, um kontern zu können. Das macht es in meinen Augen zu einem Glücksspiel, da die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg bereits mit dem ersten Tor extrem steigt und selbst die 3er Kette defensiv nicht verlässlich ist. Wenn diese Wahrscheinlichkeit auf das Führungstor schließlich für den BVB nicht gerade höher ist als für den Gegner, ist man auf keinem guten Weg.
@Butzi22 Wenn man einfach so weitermacht, ändert sich am Schleudersitz gar nichts. Macht man mit Kovac weiter, ist er automatisch Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison. Mit der Gefahr, dass zum Einen der besagte Flickenteppich an Konzepten nicht kleiner geworden ist, sondern vielleicht sogar noch größer, weil gar kein Konzept mehr verfolgt wird oder wieder ein anderes und zum Anderen der Trainermarkt unter der Saison immer noch weniger zu bieten hat.
was für eine Entwicklung hättest du den unter Kovac gerne gesehen? Wie hätte diese passieren sollen? Er hat mitten in der Saisonphase übernommen, ohne Vorbereitung, alle drei Tage ein Spiel. Da ist Training, Abläufe kaum trainierbar. Er kann nur an den Basics arbeiten und regenerieren. Die Abläufe, Spielzüge, trainiert man in der Vorbereitung mit den richtigen Spielern dafür. Dh, Kovac hatte weder eine Vorbereitung, noch hatte er irgendeinen seiner Wunschspieler bekommen.
Dafür macht er einen extrem guten Eindruck bei mir. Dazu passt auch sein Auftreten, auch die Pressekonferenzen, bis auf die NIederlage gegen STuttgart oder war es gegen Bochum, wo er daher gestammelt hat, dass die Mannschaft regenerieren muss.
Er schient sich auch weiterentwickelt zu haben und selbst viel selbstkritischer zu sein, dazu auch ein wenig einen anderen Umgangston gefunden zu haben als früher. Es scheint auch so, dass unter ihm die Spieler schon sehr viel besser performen. Die groben individuellen Fehler habe ich zuletzt kaum gesehen. Can, Bensebaini, Groß, Süle, Anton, Beier scheinen alle besser geworden zu sein unter ihm. Auch Couto war zb. gegen Barca schon wesentlich besser. Brandt und Gittens bleiben die Sorgenkinder. Nur es gibt wohl keinen Trainer auf dieser Welt, der jeden Speiler besser macht und auf Anhieb alles funktioniert.
Er wird wohl auch vom Vorstand aktulel die Prämisse bekommen haben einfach die Punkte einzufahren die nötig sind. Da kann er aktuell kaum Experimente machen wo er junge Spieler reinwerfen kann. Er braucht Leute, die sofort helfen. Offenbar sind die jungen Spieler eben niht so weit. Duranville kommt zu seinen Einsätzen. Es scheint auch so, dass er vorbehaltlos und unvoreigenommen jedem Spiler das GEfühl gibt, wichitg zu sein und keinen abrasiert hat.
Seine Aura, seine Erfahrung, seine Eloquenz scheint schon anzukommen.
Nenn mich altmodisch, aber ich gebe gerade im Fussballgeschäft nicht mehr viel darauf, was gesagt wird, sondern fokusier mich darauf, was Taten sprechen. Er hat wie gesagt zu Beginn versucht Sahins Idee weiterzuverfolgen und damit das, was scheinbar auch vom Verein konzeptionell vorgegeben wurde. Hat er nicht hinbekommen, obwohl es funktional umsetzbar sein sollte. Diese Erwartung hatte ich an Kovac nie, weil sie immer unrealistisch war, dass er es hinbekommt. Dafür ist er nicht der Trainer, weil er bislang immer daran gescheitert ist selbst das Spiel zu gestalten und Ballkontrolle in Torgefahr umzuwandeln. Er gerät dann immer zu sehr auf den Flügel, findet keinen effizienten Weg mehr ins Zentrum und verliert die Bindung der Flügel zueinander. Damit das überhaupt funktioniert, muss der Gegner wortwörtlich mitspielen.
Sobald wir viel Ballbesitz haben, sieht unser Spiel sogar schlechter aus als unter Sahin. Es war unter Sahin statistisch deutlich wahrscheinlicher in Führung zu gehen als unter Kovac und gelang sogar häufiger, obwohl man deutlicher unter dem Erwartungswert lag. Trotz mittlerweile besserer Optionen. Sämtliche statistischen Argumente pro Kovac werden darauf aufgebaut, dass es bei Rückstand mehr Bemühungen zum Ausgleich gibt, die jedoch meistens scheitern und bei Führung spielt Kovac dann in die Karten, dass er sich sowieso auf das Konterspiel verlagern möchte und durch die Führung überhaupt erst wirklich darf.
Es ist daher nicht ganz so einfach, dass Kovac zu wenig Zeit hatte, um konzeptionell an den taktischen Hürden zu arbeiten, die Sahin nicht überwinden konnte, obwohl das die Aufgabe des BVB ist, will er konstant erfolgreich sein. Kovac macht es erst gar nicht. Zumal man auch nicht so naiv sein darf, dass es weniger Zeit bedarf, um sich am jeweils nächsten Gegner auszurichten und perfekt auf diesen vorzubereiten. Auch das gelingt nicht umsonst vor allem Teams besser, die keine englischen Wochen haben. Kovac hat daher keine Idee präsentiert, wie es nächste Saison überhaupt weitergehen soll und kann. Dafür hatte er allemal genug Zeit, zumal man ja trotzdem seine Handschrift sieht, indem das Dortmunder U schon einige Male durchkam, das ich bspw. bereits bei desen Vorstellung prognostizierte.
Kovac erfüllt im Grunde all meine Erwartungen an ihn bislang, weswegen ich gegen eine Fortführung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus bin. Trotzdem diese nicht besonders hoch waren, übertrifft er sie eben nicht, was für mich aber Grundvoraussetzung wäre.
Was die Spielerbewertung betrifft, so scheint hier gewaltiger Recency Bias vorzuliegen.
Süle hat jetzt wieder ein gutes Spiel gegen Barca gemacht, war gegen die Bayern in meinen Augen durchwachsen unterwegs. Er wurde von Kovac aber schon vorher gebracht, mit der Konsequenz, dass er sich lange rausspielte, weil der Auftritt gegen Bochum völlig indiskutabel war. Durch deren gemeinsame Vergangenheit, hatte Süle dabei Vorschuss. Wer weiß, ob er ohne Schlotterbeck Verletzung und 3er Kette überhaupt nochmal reingekommen wäre. Eine Schwalbe macht hier aber in jedem Fall noch lange keinen Sommer. Es ist immer noch Süle.
Anton spielte sich über den Auftritt gegen seinen ehemaligen Verein direkt aus der Rotation, ist erst durch die Umstellung auf 3 IV wieder in die Mannschaft gerückt. Seitdem ist er stabil, mehr nicht.
Can spielt unter Kovac bislang gut, ist der einzige Profiteur bislang. Meines Erachtens profitiert er aber vor allem deswegen, da seine Schwächen im Aufbau kaum noch relevant sind, obwohl sie es sein sollten. Denn hier beginnt die Spielkontrolle, weswegen Cans Stabilität nur eine Aussage dafür ist, dass wir diese nicht haben.
Bensebaini betrachte ich nicht stärker als vorher. Auch unter Sahin gab es gute Auftritte in Sachen Einsatz, insbesondere in Sachen Defensive. Es wäre daher gänzlich falsch hier eine weitere Steigerung zu sehen. Zumal es bei Bensebainis Limitationen bleibt, indem auch unter Kovac die Versuche als LV-ZM-Hybrid fehlschlugen - aber nicht dazu führten, dass Svensson den Stamm bekam - und Bensebaini auch auf der Schiene floppte, weil er dafür offensiv nicht gut genug ist, sodass auch hier Trial and Error mit Ryerson versucht wurde, weil Kovac nichts mit Couto anfangen kann. Seine guten Auftritte hatte er daher vor allem in der IV. Auch hier also Profiteur der 3er Kette und von Ausfällen, wobei in meinen Augen Svensson der leistungsstärkere LV ist und daher bereits jetzt immer eher spielen müsste.
Dass Couto sich unter Kovac steigerte, sehe ich daher nicht so. Für mich bleiben das weiterhin dürftige Auftritte, nicht nur gemessen an der Ablöse. Falls Couto überhaupt spielen darf. Hatte Ryerson unter Sahin vor allem wegen Coutos Ausfällen die Nase vorn, hat sich das seit Kovac als grundsätzliche Präferenz für die defensivstärkere Option herausgestellt.
Groß wirkt fit, wie die gesamte Hinrunde nicht, als er häufig mit kleineren Wehwehchen kämpfen musste, aber trotzdem spielte und teils sogar positionsfremd aushelfen musste, obwohl er das dynamisch gar nicht so recht konnte. Bei ihm kann man sicher anführen, dass Kovac ihm hilft, indem seine defensive Absicherung wesentlich besser ist, indem sich taktisch darauf fokussiert wird. Warum dieser Defensivfokus aber nicht Sinn und Zweck sein sollte, versuchte ich bereits darzulegen.
Beier sehe ich sehr positiv, halte ich aber relativ unabhängig von Kovac, sondern empfinde das als normalen Anpassungsprozess, da er zu Beginn sehr damit zu kämpfen hatte, wie viel größer alles beim BVB ist. Er hatte aber schon unter Sahin einzelne Spiele dabei, in denen er zeigen konnte, warum man ihn holte. Das ist nun konstanter. Taktischen Nachdruck sehe ich eigentlich nur darin, dass er seltener Aufgaben als Kreativer hat und mehr Umschaltspiel dabei ist.
Bei Brandt ist schwer zu sagen, woran es gerade liegt. Sehe da aber eigentlich taktisch wenig Gründe, weswegen ich es nicht Kovac anlasten würde, dass er schwächelt.
Anders bei Gittens. Der war unter Sahin noch klarer Leistungsträger. Kovac hat ihm zum Einen komplett das Vertrauen entzogen, auch hier aus Gründen der Defensivarbeit. Zum Anderen wurde das Spiel der Flügel gänzlich umgestellt, indem man mit Guirassy einen klaren Zielspieler bestimmte, auf den die Abschlüsse zugeschnitten werden. Selbst wenn daneben Abschlussspieler agieren, sind die eher so angelegt, dass sie Guirassy vorbereiten müssen. Das ist als inverser OA aber gar nicht so einfach, weil darin bereits in der Positionierung Zug zum Tor bestimmt ist und keine Zug zur Grundlinie, den Guirassy lieber hat. Entsprechend hat Kovac dann bspw. Gittens im Hinspiel gegen Barca als RA gebracht, wo er völlig fehl am Platz war. Dazuhin werden Isolationen auf dem Flügel noch schlechter herausgearbeitet, wodurch Gittens häufiger die Räume für seine Dribblings zugestellt wurden und durch die Umstellung auf 3er Kette gibt es seine Idealposition aktuell sogar gar nicht mehr.
A propos Guirassy. Der trifft unter Kovac zwar häufiger, weil ihm viel mehr aufgelegt wird, ist aber noch ineffizienter als zuvor. Meines Erachtens wurde daher taktisch ein effizienter Leistungsträger für einen ineffizienten Soll-Leistungsträger geopfert, der vor allem deswegen ineffizient ist, weil der Kader weiterhin nicht ansatzweise darauf ausgelegt ist dessen präferierte Chancen herauszuarbeiten. Dass das Umschaltspiel mit Beier und Adeyemi ohne Guirassy zudem noch besser funktioniert, sollte kaum überraschen. Dafür umso mehr, dass Guirassy, trotz viel mehr Poker auf Umschaltspiel, so eine zentrale Rolle im Kovac System einnimmt.
Man muss den Saisonausgang noch abwarten, aber Stand jetzt würde ich ihm auf jeden Fall noch eine Saison geben!
Es spielt in meinen Augen keine Rolle, wie Kovac den Rest der Saison gestaltet. Er wäre unbedingter Favorit auf die erste Trainerentlassung der nächsten Saison, mit der Gefahr, dass der Kader seine letzte Chance auf den Turnaround verpasst hat. Kovac erfüllt eben leider nur die Erwartungen, übertrifft sie aber in keiner Weise, weswegen es keinen Anhaltspunkt gibt, warum eine kurze Vorbereitung - wegen der Club WM - etwas daran ändern sollte!
Wie würdest du einen erneuten Trainerwechsel erklären, wenn Kovac den Rest der Saison erfolgreich gestaltet? Wir sind ja in einer bequemen Situation, wo wir die Entscheidung nicht treffen müssen und im Anschluss ohne Ende auf die Fresse bekommen.
Nicht falsch verstehen, denn auch ich hatte den Tag der Meldung, dass Kovac über die Saison bleiben soll als rabenschwarz bezeichnet. Mir ist das aus Fansicht aber oftmals viel zu einfach dargestellt.
Und welcher Trainer wäre überhaupt wirklich auf dem Markt bzw. verfügbar, der genügend Fantasie und Qualität mitbringt das zu liefern was auch wir und sicher auch die Verantwortlichen sich sehnlichst wünschen? Erfolgreichen Fußball, der einen mitnimmt.
18.04.2025 - 13:59 Uhr
Zitat von alisander
Wieder, ich kann vieles von deinen Argumenten verstehen. Es ist aber auch viel Theorie dabei, die immer schön aussieht.
Wir liegen klar hinter den Erwartungen. Ganz klar.
Es braucht aber auch Zeit, egal welche Konzept zu verinnerlichen. Ich finde schon, dass man mittlerweile Abläufe erkennt. Das man die Idee erkennt. Kovac hat Gittens aus dem Kader genommen. Warum? Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber es geht um die Mannschaft und was ihr hilft. Das liefert er im Moment wohl nicht ausreichend.
Pressing ist ein gutes Beispiel. Wir kommen mit zwei Spitzen viel besser ins pressing. Vorher war es kaum vorhanden. Wir haben keine Fehler erzwungen, um wieder in Ballbesitz zu kommen. Das sieht auch verbessert aus.
Ich sehe jetzt nichts, was oder uns sofort klar 70 Punkte versprechen würde. Aber ich sehe eine positive Entwicklung, das braucht Zeit. Vielleicht hat man mit Sahin zu lange gewartet.
Oft schreiben wir hier, dass der Trainer die Spieler oder den Kader so aufstellen muss, dass die einzelnen Stärken für die Mannschaft wirken. So scheint es mir gerade bei dem 3-5-2 oder 3-1-4-2 zusein.
Zitat von mba123
Ich denke, als BVB haben wir in mehr als 70 % der Spiele die Aufgabe, das Spiel zu machen, während der Gegner seine Absicherung nicht aufgibt und wenig Risiko am Ball eingeht, um gefährliche Ballverluste zu vermeiden.
Welches Konzept hat Kovac, um solche Gegner zu knacken?
Hierin sollte ein BVB Trainer die größten Stärken haben, da das die wichtigste Aufgabe in der Bundesliga ist. Kovac probiert es dann öfters mit guten Pressing. Aber gegen solche Gegner ist das kein zuverlässiges Mittel, weil man darüber nur selten in Umschaltsituationen kommt. Allerdings kommt man über Pressing schnell wieder in Ballbesitz, womit man eventuell Dauerdruck erzeugen kann. Dennoch ist die Aufgabe letztendlich bei jedem Ballbesitzgewinn mehr oder weniger die selbe: Wie bespielt man einen defensiv diszipliniert verteidigenden Gegner, der in erster Linie das Ergebnis halten will und nur in zweiter Linie auf einen eigenen Torerfolg aus ist?
Was hat Kovac hierfür in seiner Trainerkarriere gezeigt?
Schafft er es beispielsweise starke Dribbler wie Gittens gezielt freispielen zu lassen, um sie in 1gegen1 Situationen zu bringen?
Schafft es Kovac, dass gegnerische Verteidiger aus dem Abwehrverbund herausgezogen werden, um den Raum dahinter zu bespielen?
Gibt es geplante Ballstafetten unter Kovac?
Spielen wir eine Überzahl in der ersten Aufbaulinie geschickt aus, um die erste gegnerische Pressinglinie kontrolliert zu überspielen?
So etwas erzeugt einen Dominoeffekt, weil die folgenden gegnerischen Verteidiger dann rausrücken müssen, sich neue Räume öffnen und dann womöglich eine erneute Überzahl ausgespielt werden kann.
Hat Kovac einen guten Plan, um von einer Seite durch das Zentrum hindurch auf die andere Seite zu verlagern?
Das ist ein wichtiges Element, wenn der Gegner die Seite zuschiebt, auf der man durchbrechen möchte. In dem Fall wird es schnell zu eng auf der Außenbahn. Auf der anderen Seite ergibt sich aber viel Platz. Dort kommt man nur schnell genug hin, wenn man durch das Zentrum spielt. Hinterurm, über die IVs, dauert zu lange.
Ich denke, dass sind alles Elemente, die man bei guten Ballbesitz Mannschaften sieht. Aber Kovac scheint mir für keines dieser Elemente bekannt zu sein.
Für einen Großteil der Spiele in der Bundesliga, wüsste ich daher nicht, wie Kovac uns weiterhelfen kann.
Daher finde ich den Vergleich mit Terzic auch ganz passend. Zwar gibt es taktische Unterschiede, aber die Strategie ist irgendwo ähnlich.
Man sieht an diesem Vergleich auch, wo es hingehen könnte und das auch nicht alles schlecht ist. In der Champions League kann es beispielsweise gut laufen. Auch ist unsere individuelle Qualität in der Regel ausreichend, um mit so einer Taktik auch in der Bundesliga unter die ersten vier zu kommen. Hier hängt für mich dann mehr von den Kaderplanern ab.
Dennoch sieht man aber an dieser und der letzten Saison, dass es nicht selbstverständlich ist unter die ersten vier zu kommen. Aktuell muss daher die Bundesliga sowieso oberste Priorität haben. In den letzten Jahren davor, haben wir in der Hälfte der Saisons 69 oder mehr Punkte geholt, meine ich. Ein Punkteschnitt von 2 war gerade mal eine durchschnittliche Leistung. Unser Anspruch war vor kurzem noch, mehr als 70 Punkte zu holen, um von einer guten Saison zu sprechen.
Jetzt haben wir einen Trainer mit einem Punkteschnitt von 1,44 und sowohl Verantwortliche als auch einige Fans sind so zufrieden, dass sie mit Kovac weitermachen wollen!
Berechtigterweise muss man hier anführen, dass auch Pech dabei war. Dennoch ist es ein weiter Weg zu einem vernünftigen Punkteschnitt. Dabei erzählen die xG-Werte auch nicht alles. Es ist beispielsweise ein Unterschied, wenn man gegen Leipzig 0:2 hinten liegt und dann eine Chance nach der anderen vergibt oder man bei 0:0 schon komplett überlegen ist. Das Spiel läuft anders, wenn es Unentschieden steht. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass wir genauso gute Chancen bekommen hätten, wenn es weiterhin 0:0 gestanden hätte. Noch mehr ist das der Fall, wenn wir in Führung gehen. Beispielsweise hatte Freiburg sogar die besseren Chancen bis zur 60ten. Wir lagen aber in Führung und haben hinten raus mit unserer Kontertaktik ein Chancenplus herausgespielt.
Es zeigt sich eben auch in den Statistiken, dass wir beim Stande von 0:0 nicht wirklich überlegen sind. Es ist dann Glücksache, welche Mannschaft in Führung geht.
Man kann daher auch nicht einfach davon ausgehen, dass die xG-Werte die Realität abbilden. Hier werden die Chancen unabhängig vom Spielstand zusammengerechnet. Es ist aber eben nicht davon auszugehen, dass diese Chancen genauso zustande kämen, wenn die Spielstände andere gewesen wären.
Wie auch immer, wie kommt man darauf, dass wir mit Kovac vielleicht mal wieder über 70 Punkte erreichen könnten?
Das war unser Anspruch, der aber mittlerweile vielerorts verloren gegangen ist. Auch unsere Verantwortlichen scheinen recht zufrieden zu sein; zumindest will man wohl unverändert weitermachen.
Dabei gibt es sowohl direkt sichtbare Gründe, wie ein Bundesliga Punkteschnitt von 1,44, als auch inhaltliche, wie fehlende taktische Lösungen im Ballbesitz, die ein "Weiter So" verhindern sollten.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Zitat von BVBBC
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Zitat von LuciferIX
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Zitat von PhelanWolf
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Ich denke, als BVB haben wir in mehr als 70 % der Spiele die Aufgabe, das Spiel zu machen, während der Gegner seine Absicherung nicht aufgibt und wenig Risiko am Ball eingeht, um gefährliche Ballverluste zu vermeiden.
Welches Konzept hat Kovac, um solche Gegner zu knacken?
Hierin sollte ein BVB Trainer die größten Stärken haben, da das die wichtigste Aufgabe in der Bundesliga ist. Kovac probiert es dann öfters mit guten Pressing. Aber gegen solche Gegner ist das kein zuverlässiges Mittel, weil man darüber nur selten in Umschaltsituationen kommt. Allerdings kommt man über Pressing schnell wieder in Ballbesitz, womit man eventuell Dauerdruck erzeugen kann. Dennoch ist die Aufgabe letztendlich bei jedem Ballbesitzgewinn mehr oder weniger die selbe: Wie bespielt man einen defensiv diszipliniert verteidigenden Gegner, der in erster Linie das Ergebnis halten will und nur in zweiter Linie auf einen eigenen Torerfolg aus ist?
Was hat Kovac hierfür in seiner Trainerkarriere gezeigt?
Schafft er es beispielsweise starke Dribbler wie Gittens gezielt freispielen zu lassen, um sie in 1gegen1 Situationen zu bringen?
Schafft es Kovac, dass gegnerische Verteidiger aus dem Abwehrverbund herausgezogen werden, um den Raum dahinter zu bespielen?
Gibt es geplante Ballstafetten unter Kovac?
Spielen wir eine Überzahl in der ersten Aufbaulinie geschickt aus, um die erste gegnerische Pressinglinie kontrolliert zu überspielen?
So etwas erzeugt einen Dominoeffekt, weil die folgenden gegnerischen Verteidiger dann rausrücken müssen, sich neue Räume öffnen und dann womöglich eine erneute Überzahl ausgespielt werden kann.
Hat Kovac einen guten Plan, um von einer Seite durch das Zentrum hindurch auf die andere Seite zu verlagern?
Das ist ein wichtiges Element, wenn der Gegner die Seite zuschiebt, auf der man durchbrechen möchte. In dem Fall wird es schnell zu eng auf der Außenbahn. Auf der anderen Seite ergibt sich aber viel Platz. Dort kommt man nur schnell genug hin, wenn man durch das Zentrum spielt. Hinterurm, über die IVs, dauert zu lange.
Ich denke, dass sind alles Elemente, die man bei guten Ballbesitz Mannschaften sieht. Aber Kovac scheint mir für keines dieser Elemente bekannt zu sein.
Für einen Großteil der Spiele in der Bundesliga, wüsste ich daher nicht, wie Kovac uns weiterhelfen kann.
Daher finde ich den Vergleich mit Terzic auch ganz passend. Zwar gibt es taktische Unterschiede, aber die Strategie ist irgendwo ähnlich.
Man sieht an diesem Vergleich auch, wo es hingehen könnte und das auch nicht alles schlecht ist. In der Champions League kann es beispielsweise gut laufen. Auch ist unsere individuelle Qualität in der Regel ausreichend, um mit so einer Taktik auch in der Bundesliga unter die ersten vier zu kommen. Hier hängt für mich dann mehr von den Kaderplanern ab.
Dennoch sieht man aber an dieser und der letzten Saison, dass es nicht selbstverständlich ist unter die ersten vier zu kommen. Aktuell muss daher die Bundesliga sowieso oberste Priorität haben. In den letzten Jahren davor, haben wir in der Hälfte der Saisons 69 oder mehr Punkte geholt, meine ich. Ein Punkteschnitt von 2 war gerade mal eine durchschnittliche Leistung. Unser Anspruch war vor kurzem noch, mehr als 70 Punkte zu holen, um von einer guten Saison zu sprechen.
Jetzt haben wir einen Trainer mit einem Punkteschnitt von 1,44 und sowohl Verantwortliche als auch einige Fans sind so zufrieden, dass sie mit Kovac weitermachen wollen!
Berechtigterweise muss man hier anführen, dass auch Pech dabei war. Dennoch ist es ein weiter Weg zu einem vernünftigen Punkteschnitt. Dabei erzählen die xG-Werte auch nicht alles. Es ist beispielsweise ein Unterschied, wenn man gegen Leipzig 0:2 hinten liegt und dann eine Chance nach der anderen vergibt oder man bei 0:0 schon komplett überlegen ist. Das Spiel läuft anders, wenn es Unentschieden steht. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass wir genauso gute Chancen bekommen hätten, wenn es weiterhin 0:0 gestanden hätte. Noch mehr ist das der Fall, wenn wir in Führung gehen. Beispielsweise hatte Freiburg sogar die besseren Chancen bis zur 60ten. Wir lagen aber in Führung und haben hinten raus mit unserer Kontertaktik ein Chancenplus herausgespielt.
Es zeigt sich eben auch in den Statistiken, dass wir beim Stande von 0:0 nicht wirklich überlegen sind. Es ist dann Glücksache, welche Mannschaft in Führung geht.
Man kann daher auch nicht einfach davon ausgehen, dass die xG-Werte die Realität abbilden. Hier werden die Chancen unabhängig vom Spielstand zusammengerechnet. Es ist aber eben nicht davon auszugehen, dass diese Chancen genauso zustande kämen, wenn die Spielstände andere gewesen wären.
Wie auch immer, wie kommt man darauf, dass wir mit Kovac vielleicht mal wieder über 70 Punkte erreichen könnten?
Das war unser Anspruch, der aber mittlerweile vielerorts verloren gegangen ist. Auch unsere Verantwortlichen scheinen recht zufrieden zu sein; zumindest will man wohl unverändert weitermachen.
Dabei gibt es sowohl direkt sichtbare Gründe, wie ein Bundesliga Punkteschnitt von 1,44, als auch inhaltliche, wie fehlende taktische Lösungen im Ballbesitz, die ein "Weiter So" verhindern sollten.
Wieder, ich kann vieles von deinen Argumenten verstehen. Es ist aber auch viel Theorie dabei, die immer schön aussieht.
Wir liegen klar hinter den Erwartungen. Ganz klar.
Es braucht aber auch Zeit, egal welche Konzept zu verinnerlichen. Ich finde schon, dass man mittlerweile Abläufe erkennt. Das man die Idee erkennt. Kovac hat Gittens aus dem Kader genommen. Warum? Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber es geht um die Mannschaft und was ihr hilft. Das liefert er im Moment wohl nicht ausreichend.
Pressing ist ein gutes Beispiel. Wir kommen mit zwei Spitzen viel besser ins pressing. Vorher war es kaum vorhanden. Wir haben keine Fehler erzwungen, um wieder in Ballbesitz zu kommen. Das sieht auch verbessert aus.
Ich sehe jetzt nichts, was oder uns sofort klar 70 Punkte versprechen würde. Aber ich sehe eine positive Entwicklung, das braucht Zeit. Vielleicht hat man mit Sahin zu lange gewartet.
Oft schreiben wir hier, dass der Trainer die Spieler oder den Kader so aufstellen muss, dass die einzelnen Stärken für die Mannschaft wirken. So scheint es mir gerade bei dem 3-5-2 oder 3-1-4-2 zusein.
Ich sehe nicht, dass in den zitierten Beiträgen im Vergleich viel Theorie enthalten wäre. Schließlich wird auf der anderen Seite behauptet, dass wir auf einen guten Weg seien, obwohl wir im Schnitt nur 1,44 Punkte unter Kovacs in der Bundesliga holten. Wenn man glaubt, dass die Zukunft stark positiv vom aktuellen Zustand abweicht, ist das viel theoretischer, meiner Meinung nach.
Die andere Meinung spiegelt hingegen die bisherigen Ergebnisse eher wieder und beruft sich auch auf Kovacs Vergangenheit bei anderen Vereinen.
Aber was ich bei diesen ganzen Diskussionen nicht außer Acht lassen würde, ist dass der Trainer dennoch nur begrenzten Einfluss hat. Eine realistische Verbesserung auf der Trainerposition bringt vielleicht 6 Punkte mehr. Angesichts der Vehemenz mit der die Diskussionen hier geführt werden, ist das vielleicht nicht viel. Den Unterschied muss man auch erstmal sehen können, wenn es vielleicht nur um 2 von 34 Spiele geht, in denen man besser punktet. Allerdings würde ein Unterschied von 6 Punkten aktuell bedeuten, dass wir alle Chancen auf Platz 4 hätten.
18.04.2025 - 14:13 Uhr
Zitat von Butzi22
Wie würdest du einen erneuten Trainerwechsel erklären, wenn Kovac den Rest der Saison erfolgreich gestaltet? Wir sind ja in einer bequemen Situation, wo wir die Entscheidung nicht treffen müssen und im Anschluss ohne Ende auf die Fresse bekommen.
Nicht falsch verstehen, denn auch ich hatte den Tag der Meldung, dass Kovac über die Saison bleiben soll als rabenschwarz bezeichnet. Mir ist das aus Fansicht aber oftmals viel zu einfach dargestellt.
Und welcher Trainer wäre überhaupt wirklich auf dem Markt bzw. verfügbar, der genügend Fantasie und Qualität mitbringt das zu liefern was auch wir und sicher auch die Verantwortlichen sich sehnlichst wünschen? Erfolgreichen Fußball, der einen mitnimmt.
Wie würdest du einen erneuten Trainerwechsel erklären, wenn Kovac den Rest der Saison erfolgreich gestaltet? Wir sind ja in einer bequemen Situation, wo wir die Entscheidung nicht treffen müssen und im Anschluss ohne Ende auf die Fresse bekommen.
Nicht falsch verstehen, denn auch ich hatte den Tag der Meldung, dass Kovac über die Saison bleiben soll als rabenschwarz bezeichnet. Mir ist das aus Fansicht aber oftmals viel zu einfach dargestellt.
Und welcher Trainer wäre überhaupt wirklich auf dem Markt bzw. verfügbar, der genügend Fantasie und Qualität mitbringt das zu liefern was auch wir und sicher auch die Verantwortlichen sich sehnlichst wünschen? Erfolgreichen Fußball, der einen mitnimmt.
Womit du das Dilemma weitestgehend treffend beschreibst.
Hat Kovac relativen Erfolg und kommt noch irgendwie in die EL, wofür die Konkurrenz zuletzt doch wieder unerwartet gute Chancen eröffnete, wird es schwieriger gegen Kovac zu argumentieren, weil oberflächlich die Grundlage entzogen wird. Das ändert aber nichts daran, dass es mit bereits recht wenig Tiefgang sehr viel Kritik an ihm geben muss und sich letztendlich keine nachvollziehbaren Hinweise darauf ergeben, dass man mit Kovac nächste Saison in einer besseren Ausgangslage landet als heute! Das allein sorgt schon für ein Dilemma, weil eine Entlassung zwar bereits deswegen zu rechtfertigen wäre, aber den Druck immens erhöht, weil man damit gegen die oberflächliche Argumentation wettet.
Ein tiefgreifenderes Dilemmea wird es, indem man bei den letzten Trainern bereits vor demselben Problem stand und keine bessere Lösung fand. Die Trennungen von Rose und Terzic waren vermutlich nicht gänzlich einvernehmlich, sondern hatten sicher mehr Hintergrund. Es ist daher in die Entscheider auch nicht genug Vertrauen da, damit sie mit der Entscheidung richtig liegen, obwohl es analytisch begründet wäre. Wobei das weiterhin nur die eine Seite des Dilemmas ist. Auf der anderen Seite steht selbstverständlich dann auch noch die Alternative. Dahingehend darf man auf dem aktuellen Trainermarkt definitiv schwarz sehen, weil vermutlich Schmid schon die beste Option wäre, ohne dass ich mir sicher wäre, dass man damit besser fährt als mit Rose. Weswegen es auch nicht ganz grundlos ist, warum man überhaupt erst bei Kovac landete.
Damit aber noch nicht genug. Solange der Kader ein Flickenteppich an Konzepten bleibt, solange kann man als Trainer holen wen man will, die Gefahr des Scheiterns bleibt immens. Der gewichtigste Grund Kovac nicht zu entlassen, wäre daher nicht mal dessen Leistungsfähigkeit, sondern die Angst davor den Turnaround nicht hinzubekommen. Womit man aber den Turnaround erst recht nicht ermöglichen kann. Dabei hat man, dank der Club WM, eine letztmalige Gelegenheit dazu, bevor die Marktwertentwicklungen finanziell endgültig durchschlagen werden. Ein späterer Kurswechsel wäre somit dann nicht mehr unter den derzeitigen finanziellen Bedingungen möglich.
Man hat daher noch genau einen Schuss und der muss sitzen. Nicht zu schießen, aus Angst nicht zu treffen, weil man kaum das Ziel sieht, ist daher eigentlich keine Alternative. Es wäre aber sicherlich menschlich, umso mehr, wenn man glauben würde, dass man nicht angeschossen wird, wenn man selbst nicht schießt. Dabei wird von der Konkurrenz längst scharf geschossen. Nicht umsonst ist die Konkurrenz um die Nummer 2 in der Bundesliga offen wie lange nicht ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 18.04.2025 um 14:15 Uhr bearbeitet
18.04.2025 - 17:01 Uhr
Zitat von alisander
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
Zitat von Hunger-Games
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Zitat von alisander
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Zitat von BVBBC
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Zitat von LuciferIX
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Zitat von PhelanWolf
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Wenn man mit Kovac über die Saison weiter macht, hätte man grundsätzlich auch gleich bei Terzic bleiben können. Immerhin sind die Gründe, warum die Trennung von Terzic richtig und wichtig war, ja weiterhin aktuell. Ja, Sahin war ein absoluter Fehlgriff, er hatte zwar wohl eine Idee, wie der BVB Fußball nachhaltig aussehen soll, aber offenbar zu wenig Erfahrung oder Qualität, um diese Idee Schritt für Schritt in den teilweise unpassenden Kader zu bringen, ohne sie zu sehr aufzugeben. Kovac hingegen ist ein Pragmaiker wie Terzic. Sicher, im Moment ist das vielleicht sinnvoller um zumindest kurzfristig die Minimalziele zu erreichen, als ein Trainer, dessen Ansatz nicht zu dem Kader passt, da dieser Kader von allem ein bisschen aber nichts komplett kann, aber bereits unter Terzic wurde doch klar, dass dieser Pragmatismus nicht der Weg des BVB sein kann, dass das eine Sackgasse ist. Unter Kovac haben wir auch weiterhin null Lösungen gegen tief stehende Gegner, und in seiner Karriere als Trainer war das auch in seinen anderen Stationen ähnlich. Grundtugenden wie Fitness, Disziplin und Wille sind ja schön und gut, aber Strukturen und Abläufe für ein balldominantes Spiel, ein entsprechendes auf Ballbesitz ausgerichtetes Positionsspiel, dass das Gegenpressing im letzten Drittel stärkt statt den Fokus zu sehr auf Restverteidigung zu legen. All das werden wir von Kovac nicht bekommen, einfach weil das nicht zu seinem Ansatz passt. Aber all das werden wir brauchen, wenn wir zu Leverkusen aufschließen wollen, immerhin überlässt uns ein Großteil der Gegner in dieser Liga nur zu gern den Ball, aus Gründen.
Sollte man mit Kovac weiter machen und damit wieder in die Terzic-Schiene zurück fallen, dann wäre das nur das Eingeständnis, dass man null Ahnung hat, wie man der Mannschaft eine nachhaltige Spielkultur geben kann. Dann wäre auch der nächste Umbruch wieder sinnlos verschwendetes Geld und Zeit.
Ich denke was der BVB zur neuen Saison braucht, ist ein Trainer, der mit einer gewissen Kompromisslosigkeit eine nachhaltige Spielidee in den Verein bringt, wie es van Gaal bei den Bayern seiner Zeit tat. Er hat dort die Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung gelegt, und ähnlich sollte sich auch der BVB orientieren. Kovac wäre hierfür in meinen Augen absolut der falsche Mann.
Im Nachhinein muss man aber auch klar sagen, dass Terzic mit dem BVB nur um Haaresbreite die Meisterschaft und die Champions League verpasst hat. Den DFB - Pokalsieg hat er ebenso errungen und man hat letzte Saison zwar den vierten Platz nicht erreicht, aber auch aufgrund der Überperformance von bspw. Stuttgart. Im Finale der CL war man ebenbürtig und hätte genauso auch einmal gewinnen können. Damit wäre er zur Legende geworden.
Grundsätzlich war dieser pragmatische Ansatz vielleicht genau jener Ansatz, welchen es zum damaligen Zeitpunkt auch gebraucht hat.
Zudem muss man auch sagen, dass Terzic wohl wirklich selber von sich gegangen ist. Klar, der Druck auf ihn war dann schon massiv und schlussendlich gab es auch innere Reibereien, aber gerade jetzt sieht man, dass Terzic es nicht so schlecht gemacht hat.
Der Kader ist einfach eine Katastrophe. Die Mentalität und die Stimmung auch. Man erkennt das ja an den Interviews. Ständig betonen andere Spieler, dass nicht alle Spieler immer alles geben. Einmal ist es Brandt, dann Kobel, mehrmals Emre Can und zuletzt wieder Süle.
Also in der Mannschaft stimmt es einfach nicht mehr so, neben fehlender individueller Qualität.
Damit ein Trainer einer Mannschaft seine Philosophie wirklich sichtbar beibringen kann, da braucht es viele Faktoren und einer der größten Faktoren ist die Qualität der Spieler.
Seht euch doch einfach unser Spiel von Thomas Tuchel in seiner ersten Saison mit Miki, Gündogan und Hummels an und vergleicht das mit unserem Spiel in seiner zweiten Saison. Im ersten Jahr war da noch ein System zu erkennen, welches auf Dominanz und Ballbesitz aus war.
Im nächsten Jahr war das nicht mehr so, weil wir uns dadurch auch um unsere individuellen Stärkne beraubt hätten mit Dembele und Aubameyang, die ihr Tempo bei schnellen Konterangriffen auch gut ausspielen konnten. Nicht umsonst hatten wir in diesem Jahr auch so viele Probleme gegen die vermeintlich kleineren Gegner.
Für mich wird hier viel Ursache mit Wirkung verwechselt. Denn das Beispiel Tuchel verdeutlicht doch sehr gut, dass jeder Trainer zum Pragmatiker werden muss, wenn sein Konzept nicht mehr umsetzbar ist, falls es überhaupt schon mal umsetzbar war. Darin finden wir doch das allergrößte Problem in den letzten Jahren. Kein Kader stand hier, mit dem sich ein Konzept umsetzen lässt. Und wenn doch, dann zu spät, wenn der jeweilige Trainer schon entlassen wurde und dummerweise dann mit dem nächsten Trainer ausgerechnet vom vorherigen Konzept wieder massiv abgewichen wurde, statt daran festzuhalten. Das war bei Bosz so, bei Rose und sogar bei Sahin, bei dem es so absurd war, dass sein Kader erst mit der Verpflichtung von Pragmatiker Kovac dann auf einmal stand. Also sogar schon im Winter und nicht erst zur nächsten Saison.
Dabei kann man von all diesen Trainern halten, was man will und sicher auch zurecht hinterfragen, ob sie dauerhaft gut genug gewesen wären. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, dass man ihr Scheitern auf das Fehlen eines Konzepts zurückführt. Sie sind daran gescheitert pragmatischer vorzugehen, weil sie dazu gezwungen waren vom Konzept abzuweichen. Ganz unabhängig von der individuellen Qualität der Spieler, die es aber auch nochmal erschwert, weil einige eben für eine gänzlich andere Idee stehen als andere. Diese Konflikte sind es letztendlich dann auch, die wir auf dem Platz sehen. Die Einen können nicht, was es für das Konzept des aktuellen Konzepttrainers benötigen würde, die Anderen gehen schnell unter, wenn sie sich dann auf einmal ausgerechnet nach diesen Spielern richten müssen, die teilweise eigentlich keine größere Rollen hätten spielen sollen. Das mit der individuellen Qualität ist daher auch oft schwer zu bewerten, weil man sie selbst hemmt, wenn man nicht möglichst jeden Spieler so nutzen kann, dass man seine Stärken betont und seine Schwächen versteckt.
Genau das lässt der Kader nicht zu, weil man einen Flickenteppich an Konzepten - teils nicht mal an einem Trainer orientiert (Stichwort: Mentalität) - hat, der zu Pragmatismus zwingt, obwohl ein vernünftiges Konzept immer überlegen wäre, weil es nur dabei darum geht, dass man eine Mannschaft aus einem Guss formt, in der jeder Einzelspieler nach seinen Stärken aufgestellt wird und nicht trotz seiner Schwächen. Es ist daher für mich kein Zufall, dass man unter Terzic limitiert war seine Ziele zu erreichen. Die heißen eben nicht nur CL Qualifikation, sondern mindestens Platz 2. Selbst wenn dann 2-3 Gegner überperformen, darf es für diese Zielsetzung, angesichts der finanziellen Rahmenparameter, keine Entschuldigung zur Abweichung geben. Zumal Terzic sogar noch selbst verantwortlich dafür ist, weil es sein Konzept war, das ihn zum Pragmatiker machte. Insbesondere die MS Wahl, die er forcierte, hat nicht funktioniert und dafür gesorgt, dass man deutlich unter Erwartungswert performte, weil er gleichzeitig auch noch der Tenenz unterlag zu viele Abschlussspieler und zu wenig Kreative aufzustellen, wodurch die Offensive dysfunktional war. Gleichzeitig hatte man defensiv noch Glück nicht häufiger abgeschossen zu werden, weil die gegnerischen Chancen dafür da waren. Es stimmte spielerisch daher nicht viel unter Terzic, was mittel- bis langfristig immer auf die Ergebnisse durchschlägt.
Um hier dann wieder den Bogen zu Kovac zu spannen: die Ergebnisse stimmen selbst jetzt nicht. Wir haben in der Liga einen kümmerlichen Punkteschnitt von 1,44 Punkten. Würde man einzig das tolle Spiel gegen Union rausnehmen, hätte man sogar nur 1,11 Punkte im Schnitt, bei einem Torverhältnis von mickrigen 1,33:1,22. Das sind dabei auch schon 8 Spiele! Der xG wird auch nur von Rückständen getrieben und unkoordiniert erhöhtem Aufwand in der Offensive, der letztendlich dem Gegner dann doch die besseren Chancen bietet, die dann auch noch wesentlich effizienter genutzt werden. Steht es im Spiel ausgeglichen, ist die Wahrscheinlichkeit ein Tor zu erzielen kaum höher als ein Tor zu kassieren (1,73:1,63). Es ist daher nicht überraschend, dass es bei ausgeglichenen Spielstand 1,31:1,31 Tore fallen. Ersterer Wert ist viel zu niedrig, während der zweite Wert für den BVB niedriger sein sollte, insbesondere wenn der erste Wert schon so schlecht ist. Solange es Unentschieden steht, sind Shot-, Goal- und xG-Ratio sehr nah bei 50% und daher so durchschnittlich, wie die Tabellenposition. Das sind nicht nur Alarmsignale, sondern Versprechen für das Scheitern, denn sie besagen nichts anderes, als dass man die Spiele insgesamt nicht kontrolliert und schon gar nicht dominiert, obwohl das die grundsätzliche Zielsetzung gegen 90% aller Gegner in der Liga sein muss, will man konstant erfolgreich sein bzw. seine Ziele selbstbestimmt erreichen.
Unterm Strich sorgt ein umsetzbares Konzept dafür, dass alle gut aussehen, während Pragmatismus nur dafür sorgen kann, dass nicht alle schlecht aussehen. Pragmatismus kann daher nie besser sein als ein Konzept, weswegen es die Aufgabe des BVB ist ein solches funktional aufzubauen, statt immer wieder zum Pragmatismus getrieben zu werden! Das wird aber sicher nicht funktionieren, wenn man es gar nicht oder nur halbherzig versucht. Vor allem daran scheitert der BVB seit Jahren, weit vor allem anderen, wie angeblich fehlender Mentalität oder individueller Qualität.
Kann vielen verstehen. Finde viele auch sehr theoretisch.
Aber bin auch nicht der schlauste.
Ein Konzept, das braucht ja auch Zeit. Findest du nicht, dass man eine Entwicklung in der Mannschaft sieht? Ich finde es schon. Auch wenn es nicht so toll ist, wie gehofft. Aber wie sollte ein so verunsicherte Mannschaft das auch schnell umsetzen.
Roger Schmidt übernimmt nicht in der Saison, weil er die ganze Vorbereitung mit der Mannschaft benötigt. Das zeigt, dass ein Konzept allein nicht sofort wirkt
Ich wäre auch lieber auf Platz 1-4, ist halt so.
Aber die Mannschaft kann, wie man gesehen hat. Und die Taktische Ausrichtung scheint zum Kader besser zu passen.
Ein Konzept zu entwickeln benötigt Zeit. Das ändert aber nichts daran, dass Kovac und Terzic Pragmatiker sind und waren. Als Terzic den BVB 2020/21 übernahm hatte er noch Spieler wie Bellingham, Sancho, Guerreiro, Witsel und Reus. Trotzdem ließ er pragmatisch spielen. Selbst mit diesen Spielern konnte er keinen dominanten Ballbesitz spielen lassen, obwohl das möglich gewesen wäre. Der Fußball sah schrecklich aus. Es war kein Konzept zu erkennen. Dank der hohen individuellen Klasse gewann der BVB die Spiele. Jedoch fehlen dem BVB aktuell Spieler wie Guerreiro, Bellingham, Sancho und Haaland die im Alleingang Spiele entscheiden können.
Letzte Saison hätte Terzic beweisen können, dass er ein Konzept hat. Der BVB hatte keinen Spieler mehr im Kader der im Alleingang ein Spiel entscheiden konnte. Anfangs stimmten die Ergebnisse noch, weil Hummels, Schlotterbeck und Kobel das meiste gerade noch so wegverteidigen konnten. Die Pro Terzic Franktion redeten sich die Ergebnisse schön. Die Contra Terzic Franktion warnte, dass die Ergebnisse bald ausbleiben werden. Am Ende hatte die Contra Terzic Franktion recht. Man verlor die Heimspiele gegen Bayern und RB. Dann verlor man im Pokal und in der Liga gegen Stuttgart. Dann mauerte man sich zu einem Unentschieden in Leverkusen. Dann spielte man in Augsburg Unentschieden. Dann kam das Heimspiel gegen Mainz, was man ebenfalls nicht gewinnen konnte.
Die pragmatische Ausrichtung passt nicht zum Kader, weil früher oder später die Ergebnisse ausbleiben werden. Der pragmatische Ansatz kann nur funktionieren wenn du Spieler im Kader hast, dessen individuelle Klasse so hoch ist, dass sie im Alleingang die Spiele entscheiden können. Die fehlen beim BVB. Der Pragmatismus führt auch dazu, dass die meisten Spieler beim BVB keine Konstanz in ihr Spiel bekommen. Mal zeigt die Formkurve steil nach oben und dann wieder steil nach unten. Das zeigt sich vor allem bei Adeyemi und Brandt. Das siehst du aber auch bei Spielern wie Beier und Nmecha. Ohne Konzept kriegst du keine Konstanz.
Kovac hat weder in München, Monaco und in Wolfsburg nachhaltig überzeugen können. Das wird er auch beim BVB nicht. Kovac redet viel zu oft über Mentalität, Laufbereitschaft und Gier. Bei jeder Niederlage hat der Einsatz nicht gestimmt. Bei den Siegen spricht keiner über die Mentalität, sondern über das Potenzial welches die Mannschaft besitzt. Das die vielen Niederlagen auch auf aufgrund des fehlenden Konzeptes zustande kommen will wohl niemand beim BVB hören.
Der pragmatische Ansatz von Kovac kann nur funktionieren, wenn der BVB drei bis vier Unterschiedsspieler verpflichtet. Die Spieler sollten regelmäßig in der Lage sein die Spiele im Alleingang zu entscheiden. Die Spieler sollten sofort funktionieren und nicht erst nach einem Jahr wie Beier oder Nmecha. Sollte man es nicht schaffen den Kader im Sommer individuell zu verstärken, wird auch Kovac scheitern. Ohne Bellingham, Guerreiro, Sancho und Haaland ist auch Terzic gescheitert, weil er kein Konzept hatte. Die Mannschaft braucht einen Entwickler und keinen Pragmatiker. Der Pragmatismus hat den BVB national ins Mittelmaß katapultiert.
Okay. Kann ich verstehen.
Der Pragmatische Ansatz, hier jetzt mehr laufen, war doch aber nötig. Wir sind so wenig gelaufen und das nicht weil wir so gut den Gegener im Griff hatten, sondern weil die Fitness fehlt. Was auch dazu passt, dass es hintenraus in Spielen nicht mehr reichte.
Man musst doch da ansetzen, für mich ist in dem Fall Pragmatisch = Grundvoraussetzung.
Du sprichst an, was Kovac nach Niederlagen sagt. Das stimmt absolut. Aber welcher Trainer sagt etwas anders nach Niederlagen?Es sind doch immer solche Aussagen. Intern sieht das doch anders aus.
Ob Kovac bei uns Erfolge wie mit FFM oder Bayer einfährt, bleibt abzuwarten. Aber es ist nicht unmöglich.
Du sprichst auch wieder an, dass bei Niederlagen nicht angesprochen wird, dass ein Konzept fehlt.
Genau das sehe ich mittlerweile bei Kovac. Er hat die taktische Ausrichtung an den Kader angepasst. Die Spieler scheinen es besser umsetzen zu können, Abläufe passen besser. Trotzdem, es ist nicht alles Gold, es ist eine Tendenz.
Auch schreibst du, dass Kovac scheitern wird, wenn man keine Haalands, Bellinham und Sanchos holt. Liegt es dann am Trainer oder am Verein?
Man hat ein Bomben Spiel gebogen Barca gemacht. Die haben in 2025 noch kein Spiel verloren. Das zeigt, was mit der Mannschaft möglich zu sein scheint. Gezielte Verstärkungen zu dem jetzigen Kader und es kann wirklich wieder erfolgreich und ansehnlich werden. Glaube, dass wollen wir doch alle nur
Man spielt aber nicht jede Saison 40 und mehr Spiele gegen Teams wie Barca, wo eine andere taktische Herangehensweise eher funktioniert, als in anderen Spielen, in Spielen gegen tiefstehende und destruktive Mannschaften, denn gegen Barca bekommst du gerade aktuell genug Räume, vor allem hinter der letzten Kette. Es ist dementsprechend auch wenig verwunderlich, warum man letzte und diese Saison in der CL seine besten Spiele abliefern konnte, während man in der Liga weniger zu überzeugen wusste, im Gegenteil, nicht selten sogar rat- und konzeptlos wirkte, weil da eben andere Dinge benötigt werden.
Deshalb ist das "haben doch in der CL bzw. gegen Barca bewiesen, was sie können" für mich in der Gesamtbetrachtung wenig zielführend, weil das, was gegen Barca gespielt werden kann, gegen Union, Augsburg, Kiel und Co nicht funktioniert. Das ist doch eigentlich auch selbsterklärend, weshalb man da ansetzen sollte und nicht bei den Highlight-Spielen, denn die lassen für weite Teil der Saison keine Rückschlüsse zu. Sie sagen lediglich aus, dass man den dortigen Anforderungen durchaus gerecht werden kann, weil man dafür die notwendigen Spieler hat, was ja auf Spieler wie Adeyemi, Beier, Gittens etc. auch zutrifft. Dass die aber gegen die erwähnten tiefstehenden Gegner weniger gut funktionieren, weil dort die Räume nicht durch die taktische Herangehensweise des Gegners bereits vorhanden sind, sondern eben erst selbst generiert werden müssen, sodass es dann wenig überraschend zu Problemen kommt.
Du musst halt einen Kader zusammenstellen, der möglichst allen Anforderungen gerecht werden kann, was sicher kein einfaches Unterfangen ist, aber dennoch das Ziel sein sollte. Wenn dein Kader aber so strukturiert ist, dass er sichtbare Defizite in der Mehrheit der Spiele aufweist, die dann in den Spielen der CL nicht so das Problem darstellen, dann muss da angesetzt werden, weil, wenn nicht, man neben dem letztjährigen 5. Platz in der Bundesliga und dem aktuellen Tabellenstand auch zukünftig dort Gefahr läuft, die CL eben nicht zu erreichen und somit kann nicht erst dazu zu kommen, solche Spiele gegen Barca überhaupt bestreiten zu können, um sagen zu können: "Siehste, es geht doch".
Die Bundesliga wird nicht umsonst als die Basis, als das Brot-und-Butter-Geschäft bezeichnet, und darauf sollte der Fokus liegen. Dass da eben ein Abwärtstrend zu verzeichnen war und ist, hat auch der nationale Pokalwettbewerb gezeigt.
"Spielt halt immer so wie gegen Barca" ist für mich dahingehend wenig zielführend, und diese Sichtweise halte ich deshalb für problematisch, weil das einfach nicht möglich ist, und das sollte man auch erkennen können.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Kroatien 



