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Julian Ryerson
Geburtsdatum 17.11.1997
Alter 28
Nat. Norwegen  Norwegen
Größe 1,83m
Vertrag bis 30.06.2028
Position Rechter Verteidiger
Fuß rechts
Akt. Verein Borussia Dortmund

Leistungsdaten: 26/27

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 1--
1--

Julian Ryerson [26]

17.01.2023 - 13:35 Uhr
Julian Ryerson [26] |#1661
24.06.2026 - 01:09 Uhr
Ryerson nahm kurz darauf auf einer Kühltruhe Platz, ließ sich von einem Physiotherapeuten behandeln, der seinen rechten Oberschenkel dick bandagierte. Wie schwer die Muskelverletzung des Dortmunders ist, wird sich in Kürze klären. Dem Rechtsverteidiger droht das vorzeitige WM-Aus. Im direkten Duell um den Gruppensieg trifft Norwegen am Freitag auf Frankreich.
Hier das Foto dazu: https://www.ruhrnachrichten.de/wp-content/uploads/2026/06/23/07/630_0863_1211267_Ryerson_angeschlagen630_0900_6407373_.jpg

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R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Julian Ryerson [26] |#1662
26.06.2026 - 01:17 Uhr
Mittlerweile gibt es ein Update aus Norwegen: Verletzung ist nicht gravierend. Gegen Frankreich wird er (muss er) aussetzen, in der KO-Phase soll er dann wieder spielen können
Julian Ryerson [26] |#1663
26.06.2026 - 09:03 Uhr
Zitat von Fehlerteufel
Mittlerweile gibt es ein Update aus Norwegen: Verletzung ist nicht gravierend. Gegen Frankreich wird er (muss er) aussetzen, in der KO-Phase soll er dann wieder spielen können


Das klingt doch sehr gut!
Julian Ryerson [26] |#1664
06.07.2026 - 00:20 Uhr
Glückwunsch zum Einzug ins Viertelfinale, wo am kommenden Samstag entweder Mexiko oder England wartet.

So oder so, selbst wenn Norwegen dort ausscheiden würde, gemäß der 3-Wochen-Frist, die der BVB allen Nationalspielern nach der WM Urlaub gewährt, stünde er dann erst Anfang August parat und verpasst somit mindestens die Japan-Reise.

Aber ganz ehrlich, für Norwegen mit diesem Haaland in Überform ist jetzt eigentlich alles drin, das kann auch noch weitergehen.

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R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 06.07.2026 um 00:21 Uhr bearbeitet
Julian Ryerson [26] |#1665
06.07.2026 - 01:03 Uhr
Zitat von Borusse91
Glückwunsch zum Einzug ins Viertelfinale, wo am kommenden Samstag entweder Mexiko oder England wartet.

So oder so, selbst wenn Norwegen dort ausscheiden würde, gemäß der 3-Wochen-Frist, die der BVB allen Nationalspielern nach der WM Urlaub gewährt, stünde er dann erst Anfang August parat und verpasst somit mindestens die Japan-Reise.

Aber ganz ehrlich, für Norwegen mit diesem Haaland in Überform ist jetzt eigentlich alles drin, das kann auch noch weitergehen.

Freut mich für Norwegen und Ryerson. War das heute eine Vorsichtsmaßnahme weil er gerade aus Verletzung zurückkam? Hatte irgendwo auch was von erneut angeschlagen gehört..
Julian Ryerson [26] |#1666
06.07.2026 - 09:43 Uhr
Er war bereits vor dem Spiel angeschlagen.

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xxx BORUSSIA DORTMUND - FC ZÜRICH xxx
Julian Ryerson [26] |#1667
07.07.2026 - 23:51 Uhr
neues aus der neuen Print Ausgabe der Sport BILD:
Vertragsverhandlungen sollen bis Winter abgeschlossen werden. Angepeilt wird Verlängerung des Vertrages bis 2030.
Julian Ryerson [26] |#1668
08.07.2026 - 23:06 Uhr
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich auffällig, wie hartnäckig sich bei Ryerson dieses Bild hält, er sei defensiv so stabil. Natürlich ist er kein schlechter Spieler, und Einsatz, Laufstärke, Mentalität und Flexibilität will ich ihm auch gar nicht absprechen. Aber wenn es rein um seine individuelle Defensive geht, dann ist dieser Ruf für mich schon ziemlich übertrieben.

Auch vom Zugucken her war das für mich nie so stabil, wie es teilweise dargestellt wird. Gerade gegen bessere Gegner sah Ryerson im direkten Duell immer wieder anfällig aus. Und wenn man sich die Zahlen anschaut, ist das eben nicht nur irgendein subjektives Gefühl, sondern lässt sich durchaus belegen.

Im 1vs1 sieht sein Profil eher problematisch als stabil aus. Er wurde 32-mal überspielt, also 1,27-mal pro 90 Minuten. Für einen Außenverteidiger ist das schlicht kein guter Wert. Wenn also jemand behauptet, Ryerson sei defensiv im direkten Duell besonders stabil, dann passt das meiner Meinung nach nicht zu den Zahlen.

Auch beim Tackling-Volumen ist er alles andere als auffällig. Ryerson kommt auf 1,47 Tackles pro 90 Minuten. Da liegen etliche Bundesliga-Außenverteidiger klar vor ihm: Brown mit 2,81, Mittelstädt mit 2,75, Kübler mit 2,43 oder Muheim mit 2,51 Tackles pro 90. Auch Baku, Coufal oder Raum schneiden in solchen Bereichen besser ab. Das sind jetzt auch keine Weltklasse-Verteidiger, sondern ganz normale Bundesliga-AVs. Umso deutlicher zeigt es, dass Ryerson defensiv statistisch sicher nicht in irgendeiner Spitzengruppe unterwegs ist.

Bei Interceptions wird es nicht besser. Ryerson liegt da bei 0,55 pro 90 Minuten. Mittelstädt kommt auf 1,52, Kübler auf 1,75, Raum auf 1,16, Coufal auf 1,19 und Muheim auf 1,03. Auch beim Thema Stellungsspiel und Antizipation ist er statistisch also nicht besonders auffällig, sondern eher klar hinter mehreren Vergleichsspielern.

Bei Clearances das gleiche Bild: Ryerson kommt auf 1,54 pro 90 Minuten. Raum liegt bei 3,70, Kübler bei 4,01, Coufal bei 3,19, Mittelstädt bei 2,92 und Scally bei 2,59. Wenn man über defensive Stabilität und Absicherung spricht, kann man solche Werte nicht einfach ignorieren.

Natürlich erklären Statistiken nicht alles. Ryerson läuft viel, arbeitet ordentlich mit, ist unangenehm, flexibel und für einen Trainer wahrscheinlich ein dankbarer Spieler. Im Verbund kann er durchaus funktionieren. Aber genau das ist für mich der Punkt, er funktioniert eher über Einsatz, Disziplin und Systemtreue und nicht über besondere individuelle Defensivqualität.

Deshalb finde ich diese Erzählung vom defensiv so stabilen Ryerson ziemlich überzogen. Für mich ist er kein defensiver Unterschiedsspieler, sondern ein solider Arbeiter. Das ist okay und kann für einen Kader wertvoll sein, aber man sollte daraus nicht mehr machen, als es ist.

Ryerson ist kein Totalausfall und sicher auch kein Spieler, den man komplett kleinreden muss. Aber dieses Bild, dass er defensiv besonders stark oder kaum zu ersetzen wäre, halte ich für ziemlich verklärt. Rein individuell also im 1vs1, bei Interceptions, Clearances, Tackling-Volumen und klassischen Defensivaktionen, ist er im Bundesliga-Vergleich eher Durchschnitt bis unterer Durchschnitt. Seine Laufarbeit und Mentalität sind gut, keine Frage. Aber defensive Klasse im eigentlichen Sinne sehe ich da nicht. Zu den Offensivqualitäten wurde schon im anderen Thread mehr als genug gesagt, ich bin da ziemlich klar und sehe ihn da trotz der ganzen Scorer nicht als gut genug an aus mehreren Gründen, die schon oft genug geschrieben wurden.

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Heja BVB <3
Julian Ryerson [26] |#1669
09.07.2026 - 09:31 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Coq-au-vin

Zitat von BVBBC

Bin da komplett bei @PhelanWolf und finde, dass du hier ein paar Sachen rausliest, die du dir zwischen den Zeilen raussaugen musst, weil sie in den tatsächlichen Zeilen schlicht nicht stehen. Weder gibt es eine Relativierung von Ryersons Qualitäten noch eine Behauptung, wonach Ryersons Standards praktisch wertlos werden. Das Schlimme ist, dass du dem obigen, vollständig sachlichen Beitrag, inhaltlich sogar vollständig zugestimmt hast, aber dir offensichtlich auf den Keks geht, dass das Thema überhaupt angesprochen wird. Ich verstehe nicht, wieso man dann darauf noch so emotional einen Dissenz daraus machen kann, wenn man doch eigentlich einer Meinung ist, außer in Bezug auf die Schlussfolgerungen zu seinem Wert. Unabhängig davon, dass es weitere Risikofaktoren gibt, wie bspw. das Übertreffen des xG aus Standards in der Rückrunde um 100%, die die Besorgnis weiter stützen, dass Ryersons Scorer eher eine ziemlich einmalige Sache gewesen sein dürften als auch für die Zukunft die Regel.

Man muss sich ja auch nur mal überlegen, dass binnen 6 Spielen (direkt mit Rückrundenauftakt bis Spieltag 22) 6 Assists per Standard aus einem xG von gerade mal 1,86 entstanden. Im Anschluss daran befand sich Ryerson bis Saisonende wieder komplett im Rahmen des xG (nur noch um +0,09 übertroffen), während er davor leicht darunter blieb (-0,61). Unsere Gegner haben längst angepasst, an etwas, das kurzzeitig sehr gut funktionierte. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ryerson scorertechnisch deutlich überperformt hat, ist daher rational betrachtet wesentlich höher als die gegenteilige Wahrscheinlichkeit. Das macht Ryersons Standards - oder auch Flanken - nicht wertlos, aber die Effizienz, die er zeitweise hatte, lässt sich auf Basis einer so kleinen Stichprobe nicht mit überdurchschnittlichen Skills begründen, die seine Scorer darstellen sollten, wenn man sie für belastbar hält.

Über Ryersons Wert darüber hinaus lässt sich sicher streiten, aber die Qualitäten, die du nennst, machen ihn auch für mich nicht gerade zu einem besonderen Spieler, der Ablösen jenseits der 25 Mio. wert ist. Sollten solche Angebote reinkommen, dann wäre es töricht eine Verlängerung zum aktuellen Marktwert, den externe Vereine dem BVB dann aufs Auge drücken, zu machen. Genau das wäre schließlich die Konsequenz. Man bezahlt Ryerson als 30-40 Mio. Mann, weil eine Verlängerung dann die notwendige Folge seines Verbleibs wäre, obwohl er mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen langfristigen Wert bei 25 Mio. oder gar noch weniger hat. Immerhin reden wir jetzt auch schon über seinen letzten großen Vertrag, bei Schwächen in Ryersons Spiel, die ein Altern auf der Position durchaus erschweren. Weder ist er technisch besonders gut, noch ist er besonders schnell.

Vor allem Letzteres ist oft genug schon ein Problem, das Ryerson individuell nicht kompensieren kann, sondern für das er Absicherung benötigt. Auch Ryerson ist einer der Gründe, warum wir daher 3er Kette spielen müssen, die uns im Ballbesitz einiges kostet. Taktisch hat man daher seine Limitationen mit ihm. Erst recht im aktuellen System. Meines Erachtens hat Ryerson es sehr gut gemacht in der abgelaufenen Saison, indem er das Maximum realisierte, was Kovac aus ihm rausholen konnte, indem er darauf setzte, dass Ryerson von den Gegnern unterschätzt wird - also aus dem laufenden Spiel. Das hat nun mal seine Gründe, aber Ryerson hat zumindest gezeigt, dass er es bestrafen kann, wenn er zu sehr unterschätzt wird. Er hat aber nicht gezeigt, dass er auch bei voller Aufmerksamkeit des Gegners noch liefern kann - aus dem Spiel als auch bei Standards. Was ihn in meinen Augen aber erst wirklich zu einem Mann machen würde, der Ablösen jenseits der 25 Mio. wert wäre, indem er dafür offensiv konstanter Gegnerdruck auflösen können müsste, wie es das System dann eben auch verlangt. Dafür hat er aber nicht die dynamischen und technischen Fähigkeiten.

Offensivtaktisch war die Rückrunde mit mehr Fokus auf die natürlichen Aufgaben als Breitengeber zudem ungewöhnlich diszipliniert von Ryerson. Möglich, dass das noch am ehsten etwas ist, worauf man theoretisch aufbauen könnte, aber praktisch gibt es dafür keine Garantien. Dafür verfallen Spieler zu schnell, wenn es nicht mehr läuft, in die natürlichen Abläufe, die sich über Jahre eingebrannt haben und nicht nur über eine Halbserie. Zumal es grundsätzlich auch reichlich unklug wäre, anzunehmen, dass Ryerson sich als Spieler in der Rückrunde massiv weiterentwickelt hätte. Das passiert mit 28 nicht mehr. Es wurden kleine Dinge verändert, die eine überdurchschnittlich große, aber nicht nachhaltig zu erwartende, Wirkung hatten. Die Wirkung ist aber dummerweise Bemessungsgrundlage für Ryersons aktuellen Marktwert, was einen Verbleib sehr, sehr teuer macht. Zu teuer in meinen Augen. Den Fehler darf gerne United machen. Mal wieder. Schließlich fallen die ja nicht gerade selten damit auf, dass sie Spieler holen, die bei ihnen dann ihre Leistung wundersamerweise nicht bringen.


Du wirfst mir vor, Dinge zwischen den Zeilen herauszulesen, machst dann aber im Grunde dasselbe in die andere Richtung. Aus einer Phase mit statistischer Überperformance wird bei dir fast schon der Beleg, dass Ryersons Wert grundsätzlich überschätzt ist. Das ist aber genauso eine Projektion.
Natürlich wird Ryerson nicht jedes Jahr 10 oder 15 Vorlagen liefern. Aber aus einer Ausnahmesaison, zumindest offensiv, abzuleiten, seine Stärken seien im Grunde vor allem taktisch erzeugt, gegnerbedingt oder nicht nachhaltig, ist mir deutlich zu simpel. Eine Taktik funktioniert nicht abstrakt, sondern sie braucht Spieler, die sie zuverlässig ausführen. Und Ryerson hat sie ausgeführt. Wiederholt hat er das, mit defensiver Stabilität, sauberer Rolleninterpretation und eben auch mit Qualität bei Standards und Flanken.



Ich habe das schon mal im Ryerson Thread sehr konkret ausgeführt, warum das Ganze extrem gegnerabhängig war, indem ich seine Assists unter die Lupe nahm, mit Videomaterial. Darin war sehr deutlich zu erkennen, wie viel Freiraum es für nahezu jeden Assist benötigte. Also eine Grundbedingung, die Ryerson nicht kontrollieren kann, die aber für den aktuell diskutierten Wert in meinen Augen entscheidend wäre, ob er nun über- oder unterbewertet ist.

https://www.transfermarkt.de/julian-ryerson-26-/thread/forum/12/thread_id/805928/page/160#anchor_4804838

Ryerson war da, wenn es etwas zu holen gab. Für mich gab es, vor allem daran gemessen welche Bedeutung Kovac Ryerson in der Offensive einräumte, aber deutlich zu wenig Verlässlichkeit in der Quantität dieser Aktionen, weil Ryerson nicht die Qualität hat, um diese Aktionen selbst herzuleiten, ohne Fehler des Gegners. Diese Fehler sind dabei auch nur stark limitiert provozierbar, gerade weil man so viel Personal für die Defensive bereitstellt. Und eben auch, weil Ryerson kein ernsthafter Teil der Fehlerprovokation ist, sondern er ist ausschließlich derjenige, der solche Fehler ausnutzen soll.


Gerade dieses "nur Quantität" halte ich daher einfach für falsch. Natürlich steigen Erwartungswerte, wenn ein Spieler viele Flanken schlägt. Aber er muss erstmal so eingebunden werden können, diese Läufe permanent anbieten, körperlich in die Situationen kommen, die Bälle sauber bringen und defensiv trotzdem nicht komplett auseinanderfallen. Das ist doch keine Selbstverständlichkeit. Wenn es so leicht wäre, hätte der BVB diese rechte Seite in den letzten Jahren nicht regelmäßig mit irgendwelchen halbgaren Lösungen besetzen müssen.



Interessanterweise haben Ryersons Torschussvorlagen, trotz massiv mehr Flanken, aus dem offenen Spiel nicht nennenswert zulegen können. Wenn aus identischer Anzahl Torschussvorlagen dann aber deutlich mehr Assists werden, sollte man skeptisch werden. Siehe den verlinkten Beitrag für konkrete Zahlen. Der Ertrag bei den verwertbaren Flanken stieg also nicht mal ansatzweise proportional mit dem Aufwand. Dabei wäre das für einen belastbaren Qualitätssprung zwingend.


Auch dieses Argument, Ryerson sei einer der Gründe, warum wir Dreierkette spielen müssen, das würde ich fast schon als haltlos bezeichnen. Er hat hier in seiner Anfangszeit auch vollkommen solide in einer Viererkette gespielt. Wir spielen nicht Dreierkette, weil Ryerson den Verein taktisch in Geiselhaft nimmt, sondern weil der Kader, die Innenverteidigerstruktur, die Absicherung und unsere generelle Stabilität damit besser funktioniert haben. Dass Ryerson in diesem System sehr gut funktioniert, ist kein Makel, sondern ein Wert.
Und auch beim Tempo verstehe ich die Kritik nicht. Ryerson ist kein Adeyemi, stimmt. Aber so zu tun, als hätte er ein Geschwindigkeitsproblem, passt einfach nicht zu dem, was man Woche für Woche sieht. Er ist selten defensiv völlig offen, gewinnt viele unangenehme Duelle, arbeitet sauber zurück und bringt eine körperliche Verlässlichkeit mit, die auf dieser Position extrem wichtig ist. Seine Endgeschwindigkeit ist zumindest mal solide und offensive Flügelspieler sind nun mal in der Regel die schnellsten Spieler auf dem Platz, das ist in quasi jeder Mannschaft der Fall. Dafür gerät Ryerson erstaunlich selten, zumindest subjektiv, in Situationen, in denen ein eventueller Geschwindigkeitsnachteil auffallen würde.



Da wären wir wieder beim zwischen den Zeilen lesen ...

Ich habe nirgendwo behauptet, dass es allein an Ryerson liegt und er den Verein in Geilshaft nimmt, damit er 3er Kette spielt, sondern sehr konkret seine Beteiligung am Tempoproblem der Kette dargestellt. Es ist völlig offensichtlich, dass wir extreme Probleme mit der 4er Kette hatten, um die Tiefe zu verteidigen. Auch schon vor Ryerson, mit dem sich daran nur nicht wirklich etwas verbessert hat. Wie auch, wenn ein durchschnittlicher OA mittlerweile im Mittel einen Topspeed von 34,07 km/h mitbringt, während Ryerson in keiner Bundesligasaison schneller als 33,49 km/h rannte. Das ist nicht solide, sondern unterdurchschnittlich, gemessen an den Anforderungen der Liga.

Da kannst du noch so sehr behaupten, dass es haltlos wäre, dass Ryerson Teil eines Problems ist, das einfach nur logisch ist: die Kette ist auf zu vielen Positionen zu langsam und das kann nicht individualtaktisch aufgefangen werden, sondern nur kollektivtaktich. In dem Fall mit 3er Kette und daher zusätzlicher Absicherung in der letzten Reihe sowie häufig genug sogar noch einem tiefen Schwerpunkt im System, um zu verhindern, dass der Raum hinter der Kette zu groß wird. Das betrifft dabei nicht nur Ryerson, sondern auch Anton und Svensson, während Süle, trotz seiner Geschwindigkeit, nicht mobil genug ist, um hoch und aggressiv verteidigen zu können, ohne überdurchschnittliche Risiken einzugehen. Gerade wenn man einen Schlotterbeck hat, der sehr davon profitiert, wenn er diese Risiken eingehen darf, wodurch die Absicherung davon bombensicher die Tiefe verteidigen können muss, wenn es bei Schlotterbeck zu viel Risiko war.

Dabei finde ich auch, dass deine häufigen Hinweise auf Ryersons individualtaktische Qualität übersehen, dass er dahingehend nicht fehlerfrei ist. Gerade wenn es um den Wechsel aus Absicherung des IV und Aufnahme des eigenen Manns geht, hat er regelmäßig Fehler im Vorwärtsverteidigen. Da macht es ihm das System auch schwer, weil die Absicherung so gefordert wird von Kovac und daraus dann schnell gegenläufige Bewegungen entstehen. Im Endeffekt liefern daher aber entweder System mit zusätzlicher Absicherung oder tiefe Ausgangsposition Schutz davor, dass es ihm zu oft passiert. Wenn man zudem sieht, wie Svensson das Spiel im Rückwärtsverteidigen lesen kann, dann erkennt man da definitiv keinen kleinen Unterschied, wie viel Luft Ryerson noch nach oben hat in diesem Bereich. Zwar kann er davon vieles mit Herz ausgleichen, wenn jemand ihm die Zeit kauft die Lücken wieder zu schließen, aber damit wären wir eben wieder bei der Abhängigkeit von Gegnern und Mitspielern sowie in der Konsquenz vom System.

Ryerson ist eben nicht grundsätzlich dieser Spieler, der das Konstrukt trägt und der fehlt, wenn er nicht mehr da ist. Daran ändert auch nicht der miese Job Post-Hakimi - eigentlich Post-Piszczek - nichts. Schlechte Arbeit beim BVB, mit nur einem guten Griff - der Ryerson definitiv war, allein für die Ablöse -, macht Ryerson jedenfalls nicht besser als er ist. Der Maßstab bleiben die Spieler, mit denen wir top aufgestellt waren und nicht die Spieler, die durch den Rost gerutscht sind. Ryerson befindet sich dabei in meinen Augen nun mal nur zwischen den Enden der Skala.


Am Ende kann man selbstverständlich sagen, bei 35 oder 40 Mio. muss man reden. Das ist eine legitime wirtschaftliche Diskussion. Aber daraus zu machen, Ryerson sei eigentlich nur ein solider, bald schwer alternder Systemspieler, dessen Wert gerade künstlich aufgeblasen ist, entwertet ihn einfach zu deutlich. Er ist kein spektakulärer Spieler, aber ein verdammt wertvoller aktuell.


Ryerson ist ein Systemspieler Ende 20. Nicht mehr, nicht weniger. Sobald man ihn zu einem Star aufbaut, also Ablösen und Gehälter passend dazu ins Spiel kommen, widerspreche ich dieser Bewertung massiv. Ryerson ist kein Star, wird kein Star mehr werden und sollte daher auch nicht als solcher bezahlt werden. Wenn das ein anderer Verein machen möchte, dann ist das zum Vorteil des BVB. Macht es der BVB, wird er es bereuen, wie schon bei anderen Post-Piszczek-Kandidaten.

Mich interessiert, wie Ryersons Flankenqualität bei Standards hier eingeschätzt wird.
Eigentlich wird fast nur auf die Anzahl der Vorlagen durch Ryersons Standards verwiesen. Aber wie werden beispielsweise Präzession und Schärfe der Flanken eingeschätzt?
Spielt Ryerson die Flanken extrem genau dorthin, wo sie hin sollen?
Sind die Flanken so hart geschlagen, dass die Verteidiger nicht schnell genug zum Ball kommen, um ihn zu klären?

Letztendlich geht es darum, was unsere guten Standards ausmachte und welchen Anteil Ryerson daran hat.
Wie hier schon geschrieben wurde, spielen bei Standards viele Dinge eine Rolle. Neben der Flanke selber, beispielsweise die Box-Besetzung, die Laufwege, das Timing, das Dursetzungsvermögen und die Chancenverwertung.

Mein Eindruck ist beispielsweise, dass Ryerson die Flanken gut schlägt, aber nicht überragend. Beispielsweise würde ich Pascal Groß ein feineres Füßchen attestieren. Aus dem Spiel heraus, benötigte Groß weit weniger Flanken für eine Torvorlage als Ryerson. Aber Standards sind etwas anderes, da mag sich das relativieren. Deswegen die Frage, ob Ryersons Flanken besonders präzise und/oder scharf getreten sind?

Aus meiner Sicht spricht gegen ein besonderes Talent bei Standards auch, dass Ryerson allgemein in seiner Karriere eher nicht der Standardschütze war. Ein besonderes Talent hätte doch auffallen müssen, oder?

Ich würde daher erwarten, dass Ryerson als Standardschütze durchaus gut zu ersetzen wäre. Beispielweise der OM/OA, den wir suchen, könnte hierfür ein guter Kandidat werden. Denn normalerweise sucht man für diese Position jemanden mit feinen Füßchen. Ich hoffe zumindest, dass wir in diese Richtung gehen und nicht auf andere Stärken priorisieren, wie beispielsweise bei Beier und Adeyemi damals, die dann meistens die OA besetzten.
Julian Ryerson [26] |#1670
09.07.2026 - 11:08 Uhr
Zitat von Doktor_BiH
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich auffällig, wie hartnäckig sich bei Ryerson dieses Bild hält, er sei defensiv so stabil. Natürlich ist er kein schlechter Spieler, und Einsatz, Laufstärke, Mentalität und Flexibilität will ich ihm auch gar nicht absprechen. Aber wenn es rein um seine individuelle Defensive geht, dann ist dieser Ruf für mich schon ziemlich übertrieben.
.....


Dein Fazit finde ich richtig möchte aber zumindest deine These etwas eingrenzen.
Ryerson ist nicht herausragend in der Defensive in der aktuelle Formation.
Das ist aber auch nicht seine Aufgabe, nehme ich an.
Seine Aufgabe ist es offensiv Akzente zu setzen und defensiv zumindest sauber zu arbeiten.
Offensiv lief dieses Jahr sehr gut, trotz überperformance und den Standardvorteil.
Gleichzeitig lief die Defensive für ihn ok, allerdings mit deiner genannten Einschränkung bzgl Schnelligkeit., was ich sogar als größeres und auch größer werdendes Problem sehe.
Denn durch seine Positionierung steht er automatisch höher und muss öfter in Laufduelle mit immer schneller werdenden OAs. Deswegen ist dann auch ein schneller RIV wie Anselmino so wichtig für ihn um ihn diese Aufgabe abzunehmen. Bedeutet dann aber auch dass der Offensivoutput gut und planbar sein sollte bzw. er dem Spielaufbau mehr helfen müsste. Alles nicht unbedingt für ihn geeignete Spielparameter.

Was er aber kann und darin unterscheidet sich unsere Analyse bis hierhin zumindest, ist defensiv stehen.
Klingt jetzt irgendwie konträr zu den Punkten vorher, schaut man sich aber zB den Bundesliga Vergleich von Ryerson der letzten Jahre an, sieht man relativ schnell die 3 entscheidenden Veränderung:
1: In der Heatmap steht er nun deutlich höher, was genau die Dinge wie bisher beschreibt
2: Dadurch verringert sich sein Tackleanzahl von 2,0 auf aktuell 1,1 je Spiel, einfach weil er gar nicht mehr so oft defensiv genutzt wird
3: Gleichzeitig verringert sich auch seine gew. Zweikampfquote sowohl absolut (4 auf 2,5) als auch prozentual (50% zu 40%) ua weil er durch die offensivere Positionierung die Zweikämpfe gegen andere Spieler als auch auf einer andere Spielfeldarea ausüben muss

Alle anderen Werte sind im normalen Bereich der Veränderung.
Daher mein Punkt, Ryerson kann defensiv ein sehr guter Spieler sein, wenn er zB den OA spät aufnimmt und nur wenig Raum zum verteidigen hat da dies sein Schnelligkeitsdefizit ausgleicht und seine Willenskraft und Einsatz förderlich ist.
So wird er aktuell aber nicht vom Team/ Trainer genutzt. Und wahrscheinlich würde er auch nicht so viel "wert" sein wenn er "nur" der defensive Ryerson wäre. Allein durch die offensive Positionierung und der überperformance diese Saison hat sich sein Marktwert so gesteigert. Daher muss man eigentlich dies nun mit Gewinn nutzen. Denn Defensiv wird er wohl nicht mehr eingesetzt aus Taktikgründen und offensiv wie @BVBBC gezeigt ist eine negativentwicklung zu erwarten weil diese Saison ein klarer Ausreißer war.
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