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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#4011
05.02.2019 - 14:26 Uhr
Zitat von Meininger
Zitat von Praesi

Ich stelle es mal hierein, da es eigentlich zu aktuellen Situation passt. Gestern in Blickpunkt Sport, als es um die 60er ging wurde erwähnt, dass 15 von 20 Drittligisten die vergangene Saison mit einem Minus von mehr als 600.000 € abgeschlossen haben.
Ich kann es nicht verifizieren, aber wenn das so stimmt ist diese Liga ein dauerhafter Wahnsinn für alle Teilnehmer und führt dich unweigerlich in den Ruin.


Das Problem der "finanziellen Ausstattung" in der 3. Liga, existiert im Prinzip seit ihrer Gründung 2008 und ist altbekannt.
Besonders gefällt mir die Formulierung: "Die dritte Liga hat man geschaffen wie ein Kind, um dessen Alimente man sich heute drückt."
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1095483.fussball-liga-die-dritte-liga-ist-eine-insolvenzliga.html

https://www.liga3-online.de/insolvenz-warum-es-aktuell-so-viele-drittligisten-erwischt/

https://www.11freunde.de/artikel/warum-die-3-liga-zum-millionengrab-wird


Ich lese diese Artikel. Aber wie soll es sich ändern? Solange die Vereine mehr Geld ausgeben als einnehmen oder überdimensionale Investitionen tätigen, werden sie immer wieder ins Minus fallen. Egal wie groß die Einnahmen sind! Trotzdem würde ich die Schere zwischen den Ligen verkleinern! Dann ist der Druck in die höhere Liga zu "müssen" nicht zu hoch. Aber dann heulen ganz oben wieder alle, dass wir europäisch nicht mithalten können! Es ist wirklich ein Spagat und es geht nicht nur Deutschland so. In England haben sie das gleiche Problem!
Finanzen |#4012
05.02.2019 - 15:04 Uhr
Ganz ehrlich, für mich liegt das an der mangelnden Qualität bei der Kaderzusammenstellung! Es ist einfach nicht so, dass teurere Spieler immer auch bessere Spieler sind. Es sind die Thieles dieser Welt, die die Drittliga-Etats aufblähen! Wir leben doch trotz Misswirtschaft nur noch, weil wir immer wieder gute "Eigengewächse" hervorbringen, die den überteuerten Zukäufen locker den Rang ablaufen. Es sind in meinen Augen die NLZ, die in den letzten Dekaden einen echten Qualitätssprung im Profi-Fußball gebracht haben, aber nicht das Scouting vermeintlich "fertiger" Spieler. Da musst Du doch nur mal eine gute Halbsaison spielen, schon lecken sich alle die Finger nach Dir. Was hat dass denn bitte mit einem professionellen Blick bei der Kaderzusammenstellung zu tun?

Ich halte die Sportdirektoren-Gilde für bestenfalls semiprofessionell und würde mal rundweg abstreiten, dass der ganze Run auf die Stats beim Scouting und im Abwerben "fertiger" Spieler in den letzten 20 Jahren irgendeine qualitative Verbesserung gebracht hat. Jedenfalls nicht beim FCK, der mit Notzon da ja scheinbar einen technischen Vorreiter am Start hat.

Hätten wir statt Bader und Notzon ein, zwei Leute mit wirklich gutem Auge in der Verantwortung, wäre ein aufstiegsreifer Kader mit 5 Mio € machbar gewesen. Uns fehlt in diesem Bereich seit Jahren die Fachexpertise, nicht das Geld! Aber gut, jetzt haben wir uns mit dieser miserabel schlechten Arbeit so weit runtergewirtschaftet, dass es künftig wohl wirklich am fehlenden Geld liegen wird.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 05.02.2019 um 15:19 Uhr bearbeitet
Finanzen |#4013
05.02.2019 - 15:31 Uhr
Man sollte aber auch nicht alles immer auf die Ablöse schieben. Klar war ein Thiele für 400.000 Euro vielleicht nicht unbedingt nötig. Aber im Gesamtpaket heißt es doch nicht, dass ein ablösefreier Spieler günstiger gewesen wäre (Stichtwort Handgeld + Gehalt).

Das Problem mit den NLZ ist aber das, dass die guten Spieler bereits viel früher zu den Topmannschaften wechseln. Früher wurden uns die guten Spieler mit 20 weggekauft. Heute werden uns diese mit 15 weggekauft. Das hat zur Folge, dass man entweder auf die nicht so guten Jugendspieler bauen muss, oder aber die schlechteren Jugendspieler von den guten Mannschaften kaufen muss, die dort den Sprung nicht unbedingt schaffen.

Das ist aber ein weltweites Problem. Durch den Verlust der Toptalente ist es für kleinere Vereine bzw. für Ausbildungsvereine schwerer, sich mit Ablösesummen über Wasser zu halten. Bestes Beispiel sind doch die brasilianischen Vereine. Früher wurden Unsummen für 20-21 Jährige gezahlt. Heutzutage kommt das nicht mehr so oft vor, da die sehr guten Talente bereits mit 15-16 nach Europa gehen und dadurch die brasilianischen Vereine nicht mehr so sehr davon profitieren.
Finanzen |#4014
05.02.2019 - 15:44 Uhr
Was mich am meisten ärgert, dass sich der FCK veräppeln läßt.
Da werden 400.000€ für einen Stürmer bezahlt, der maximal 100.000 € wert ist.
Thiele müßte bis dato 15 Tore geschossen haben....dann wäre seine Ablöse halbwegs gerechtfertigt.
Doll hätte gesagt....da lacht sich der Verkäufer den Ars.....ab

Solche Aktionen treiben den FCK immer mehr in den Ruin.
Da darf man fragen wie man da eine konkurrenzfähige Zweitligamannschaft aufbauen will.
In Liga 2 wäre der FCK Kanonenfutter .......
Dieser Beitrag wurde zuletzt von osirisy am 05.02.2019 um 15:59 Uhr bearbeitet
Finanzen |#4015
05.02.2019 - 15:47 Uhr
Zitat von Pasi11
Das Problem mit den NLZ ist aber das, dass die guten Spieler bereits viel früher zu den Topmannschaften wechseln. Früher wurden uns die guten Spieler mit 20 weggekauft. Heute werden uns diese mit 15 weggekauft. Das hat zur Folge, dass man entweder auf die nicht so guten Jugendspieler bauen muss, oder aber die schlechteren Jugendspieler von den guten Mannschaften kaufen muss, die dort den Sprung nicht unbedingt schaffen.

Das ist aber ein weltweites Problem. Durch den Verlust der Toptalente ist es für kleinere Vereine bzw. für Ausbildungsvereine schwerer, sich mit Ablösesummen über Wasser zu halten. Bestes Beispiel sind doch die brasilianischen Vereine. Früher wurden Unsummen für 20-21 Jährige gezahlt. Heutzutage kommt das nicht mehr so oft vor, da die sehr guten Talente bereits mit 15-16 nach Europa gehen und dadurch die brasilianischen Vereine nicht mehr so sehr davon profitieren

Ja, das stimmt, aber es gibt auch Spielräume.

Erstens: Niemand weiß bei einem 15-Jährigen, ob er mal ein Top-Spieler wird. Kennen wir doch: Oftmals haben die Jungs einfach nur Wachstumsvorteile, die sich mit 18 dann nivelliert haben. Und dann ist es plötzlich nix mehr mit dem Sprung in den Herrenbereich.

Zweitens: Im "Volkssport Fußball" ist das Talente-Reservoir fast unerschöpflich und die Leistungsdichte auch im Nachwuchsbereich schon recht hoch. Und auch der FCB hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit für die Batista Meiers dieser Welt.

Drittens: Es ist dann auch häufig eine Frage der Vertragsgestaltung! Und da waren wir in der Vergangenheit in dem ein oder anderen Fall ja durchaus schlafmützig. Unsere Nachwuchstrainer müssen das Potenzial unserer Jungs einfach schneller und zuverlässiger einschätzen können, als die Scouts der Mitbewerber - schließlich arbeiten sie ja jeden Tag mit den Jungs! Und wenn die Vertragsgestaltung dann stimmt und rechtzeitig kommt, kannst Du zwar auch nicht jeden halten, aber Du kriegst wenigstens eine vernünftige Ablöse (und, was vielleicht noch wichtiger ist, Beteiligungen an Weiterverkäufen über die Ausbildungspauschale).

Viertens: Du musst den Jungs sportliche Perspektiven aufzeigen! Zumindest in der Hinsicht machen wir (aus der Ferne betrachtet) derzeit scheinbar einen besseren Job als früher. Zwar ist die Durchlässigkeit zum Profikader zum Teil auch bedingt durch Verletzungen und Fehleinkäufe, aber es scheint da doch auch eine Philosophie mitzuschwingen. Gut so!

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Finanzen |#4016
05.02.2019 - 15:57 Uhr
Zitat von osirisy
Was mich am meisten ärgert, dass sich der FCK veräppeln läßt.
Da werden 400.000€ für einen Stürmer bezahlt, der maximal 100.000 € wert ist.
Thiele müßte bis dato 15 Tore geschossen haben....dann wäre seine Ablöse gerechtfertigt.


Was hat das mit veräppeln zu tun? Thiele wurde gescoutet, sein Leistungsvermögen wurde von den Verantwortlichen beim FCK auf mindestens 400.000€ beziffert und man dachte den Mann gefunden zu haben, der 15-25 Tore schießen kann.

Der Fehler liegt daher bei eben den Leuten, die im Sommer die Verpflichtung angeleiert und abgeschlossen haben.

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Zusammenlautern
Finanzen |#4017
05.02.2019 - 16:00 Uhr
Ich bin mir absolut sicher, dass datenbasiertes Scouting ein tolles Mittel ist, um Vorauswahlen zu treffen oder Schläfer zu identifizieren. Am Ende muss aber ein kompetenter Fußballfachmann, besser zwei, die Entscheidung treffen.

Wenn ich mir anschaue, welche Spieler in den letzten Jahren bei uns eingeschlagen sind und echten Mehrwert generiert haben, komme ich mit Andersson auf gerade mal einen Spieler, den ich Notzon zuordne. Mwene war Korkuts Wunsch, Ewerton wurde von Stöver weich geklopft, Borrello von Broich empfohlen und von Marschall gescoutet, Pollersbeck, Koch und Seufert kamen aus dem eigenen Nachwuchs.

Ein zweiter Aspekt liegt aus meiner Sicht darin begründet, dass ständige Wechsel auf der Trainerposition auch Wechsel in der strategischen Ausrichtung des Kaders nach sich ziehen. Im Ergebnis sind Kader nicht eingespielt und nicht auf den Stil des jeweiligen Trainers abgestimmt. Dass wir schon sehr lange keinen wirklich kompetenten Übungsleiter mehr hatten, was zu den häufigen Trainerwechseln führt, kommt da erschwerend hinzu. Hier muss man den Blick auf die Personen werfen, die die Trainer eingestellt und ihnen mehrfach überteuerte Wunschspieler auf den Rasen gestellt haben.

Ich bin trotzdem der Meinung, dass man mit dem aktuellen Kader mehr hätte erreichen können, wenn man von Beginn an einen besseren Trainer gehabt hätte. Dann würde aber wohl auch der Kader anders aussehen. Zudem wiegt die langwierige Verletzung unseres besten Stürmers schwer, und mit Zuck und Albaek sind zwei weitere Spieler, von denen man erwarten darf, dass sie Leistungträger sind, immer wieder mal verletzt. Wenn dann auch noch Kraus ausfällt, wird es richtig eng.

Beste Grüße
Lullaby
Finanzen |#4018
05.02.2019 - 16:12 Uhr
Zitat von Newtrial
Zitat von Pasi11

Das Problem mit den NLZ ist aber das, dass die guten Spieler bereits viel früher zu den Topmannschaften wechseln. Früher wurden uns die guten Spieler mit 20 weggekauft. Heute werden uns diese mit 15 weggekauft. Das hat zur Folge, dass man entweder auf die nicht so guten Jugendspieler bauen muss, oder aber die schlechteren Jugendspieler von den guten Mannschaften kaufen muss, die dort den Sprung nicht unbedingt schaffen.

Das ist aber ein weltweites Problem. Durch den Verlust der Toptalente ist es für kleinere Vereine bzw. für Ausbildungsvereine schwerer, sich mit Ablösesummen über Wasser zu halten. Bestes Beispiel sind doch die brasilianischen Vereine. Früher wurden Unsummen für 20-21 Jährige gezahlt. Heutzutage kommt das nicht mehr so oft vor, da die sehr guten Talente bereits mit 15-16 nach Europa gehen und dadurch die brasilianischen Vereine nicht mehr so sehr davon profitieren

Ja, das stimmt, aber es gibt auch Spielräume.

Erstens: Niemand weiß bei einem 15-Jährigen, ob er mal ein Top-Spieler wird. Kennen wir doch: Oftmals haben die Jungs einfach nur Wachstumsvorteile, die sich mit 18 dann nivelliert haben. Und dann ist es plötzlich nix mehr mit dem Sprung in den Herrenbereich.

Zweitens: Im "Volkssport Fußball" ist das Talente-Reservoir fast unerschöpflich und die Leistungsdichte auch im Nachwuchsbereich schon recht hoch. Und auch der FCB hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit für die Batista Meiers dieser Welt.

Drittens: Es ist dann auch häufig eine Frage der Vertragsgestaltung! Und da waren wir in der Vergangenheit in dem ein oder anderen Fall ja durchaus schlafmützig. Unsere Nachwuchstrainer müssen das Potenzial unserer Jungs einfach schneller und zuverlässiger einschätzen können, als die Scouts der Mitbewerber - schließlich arbeiten sie ja jeden Tag mit den Jungs! Und wenn die Vertragsgestaltung dann stimmt und rechtzeitig kommt, kannst Du zwar auch nicht jeden halten, aber Du kriegst wenigstens eine vernünftige Ablöse (und, was vielleicht noch wichtiger ist, Beteiligungen an Weiterverkäufen über die Ausbildungspauschale).

Viertens: Du musst den Jungs sportliche Perspektiven aufzeigen! Zumindest in der Hinsicht machen wir (aus der Ferne betrachtet) derzeit scheinbar einen besseren Job als früher. Zwar ist die Durchlässigkeit zum Profikader zum Teil auch bedingt durch Verletzungen und Fehleinkäufe, aber es scheint da doch auch eine Philosophie mitzuschwingen. Gut so!


Du hast mit allem Recht was du schreibst.

Allerdings, je eher die Kinder (und Eltern und Berater) mit Geld zugeschüttet werden, desto eher wechseln sie und desto weniger gibt es später als Ausbildungsentschädigung. Ob ein junger Spieler es auch wirklich zu einem guten Spieler schafft ist natürlich immer fraglich (siehe Sinan Kurt). Hier wäre es meistens sinnvoll, doch erstmal bei den kleineren Vereinen zu bleiben. Aber erklär das mal den Eltern und vor allem den Beratern zwinker
Finanzen |#4019
05.02.2019 - 16:17 Uhr
Natürlich ist das veräppeln (verarsc.......), wenn ein Verkäufer einen Dummen findet, der einen minderwertigen Spieler für viel Geld kauft.
Und traurig ist, dass die FCKscouts den Spieler nicht richtig einschätzen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von osirisy am 05.02.2019 um 16:22 Uhr bearbeitet
Finanzen |#4020
05.02.2019 - 16:18 Uhr
Thiele ist für mich noch immer ein heißes Eisen - sowohl aus sportlicher, als auch aus finanzieller Sicht. Ich finde er bringt bereits überdurchschnittliche Leistung, hat schon Tore auf dem Konto und hat die Anlagen, weiter aufzudrehen und uns noch mehr Tore zu schießen.

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Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
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"Die Security filzt jedesmal meinen Jutebeutel, aber sie finden nur feinste Demeter-Qualität." __Verkehrtfunk
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