Frankreich

FC Paris Saint-Germain 2012/13

02.07.2012 - 20:01 Uhr
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#891
31.12.2012 - 07:19 Uhr
So ein wenig erinnert das ja schon an Immanuel Kant hier :ugly
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#892
31.12.2012 - 15:58 Uhr
Recht mühsam und beschwerlich gestaltet sich die Pflege dieses Threads ...... aufjedenfall freue ich mich auf Lucas und wie er sich ins System einfindet und darauf, dass auch Pastore und Lavezzi an Konstanz gewinnen und somit ALLE neueren Transfers überdurchschnittlich einschlagen und die Mäuler der Kritiker stopfen. Das Geld was dabei geflossen ist entsprach immer dem tatsächlichen Marktwert aber hey ich muss mich hier nicht rechtfertigen, dass müsste Real und Man City und auch Bayern für den Spanier, durch Glück nicht auch noch für den Halb Spanier ;)

"Success is the best Revenge"

-Tyler The Creator-
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#893
02.01.2013 - 00:31 Uhr
Hab einen kleinen Blogeintrag zu der ganzen Thematik. Wird vermutlich etwas Öl ins Feuer gießen. Kritik und Diskussion gerne willkommen. In voller Länge ist er hier zu finden: http://www.fankultur.com/blog/360-pass/item/1110-paris-are-you-%20*****%20ing-kidding-me

Tradition? Ist was für Ewiggestrige. Werte? Brauchen wir nicht. Die gesamte Identität eines Vereins? Ab ins Archiv damit. Der Pariser Fußballklub möchte eine Sportmarke mit Weltruhm werden. Dafür hält Marketingdirektor Michael Mimram nichts weiter als die komplette Neusanierung aller existenziellen Symbole und Werte für angemessen - ein Schlag ins Gesicht aller langjährigen Begleiter und Unterstützer.

Geprägt von völliger Ahnungslosigkeit und jeder Menge Geld versucht man, den Pariser Klub auf Teufel komm raus aufzupolieren und glattzuschleifen - und merkt dabei nicht, dass der Rost vergangener Tage das eigentlich Wertvolle ist.

Der Rost vergangener Tage

Jaque steigt ins Auto und macht sich auf den Weg. Das Spitzenspiel steht an. Paris St. Germain gegen Olympique Marseille. Die innere Uhr eines langjährigen Fußballanhängers ist sehr feinfühlig. 1 Stunde noch bis zum Anpfiff. Normalerweise ist das der Zeitpunkt, an dem der Adrenalinspiegel ansteigen sollte. Wenigstens ein bisschen Nervösität, denkt sich Jaque, während er den Rückwärtsgang einlegt und seine Auffahrt verlässt. Aber da ist nichts.

Die 12 km bis zu seiner Stammkneipe könnte er auch mit verschlossenen Augen fahren, doch heute nimmt er einen anderen Weg. Vorbei an seinem Elternhaus, dass er vor zehn Jahren verkauft hat und in dem er seine gesamte Kindheit und Jugend verbracht hat.

Er drosselt das Tempo ein wenig. Seine Augen versuchen, jedes Detail zu erfassen. Jaque verliert sich in Gedanken. Da wo früher grüner Rasen, eine Schaukel und ein kleines Fußballtor standen, ist heute nur noch Pflasterstein. Die Gedanken kreisen weiter. Ist es mit meinem PSG nicht genauso, versucht er einen Vergleich mit seinem Verein herzustellen. Die Millionen aus Katar haben viele Pflastersteine in die Stadt an der Seine gebracht. Für ideelle Werte ist kein Platz mehr. Schaukel, grüner Rasen und das Fußballtor - stellvertretend für alle Symbole und Werte des Vereins - sind eingestampft.

Jaque wirkt melancholisch. Er richtet den Blick wieder auf die Straße. Acht Kilometer noch bis zum Ziel.

Für immer Paris

„Sach‘ mal. Wenn du ganz ehrlich bist, was zieht dich hier her?“ raunzt Jaque seinem Bekannten Pierre zu. Pierre ist erst vor kurzem vom Fußball infiziert worden. Paris ist sein Verein geworden, seit die Kataris das Geld in Strömen fließen lassen. Ein Superstar nach dem anderen wechselt an die Seine. Das hat spektakulären und erfolgreichen Fußball zur Folge. „Ich bin Fan von erfolgreichem Fußball. Guck dir den Zlatan an, wie er ein nach dem anderen aussteigen lässt - einfach traumhaft“ rechtfertigt er sich gegenüber Jaque. „Und wenn Zlatan weg ist, lässt du unseren Verein wie eine heiße Kartoffel fallen, genauso wie die Scheichs es mit…“. Jaque’s frustriert klingende Zurechtweisung wird von einem Jubelschrei unterbrochen. Zlatan Ibrahimovic erzielt das 1:0 für Paris St. Germain in der 31. Minute im Topspiel gegen Tabellennachbarn Olympique Marseille. „War ja klar“ flüstert Jaque leise vor sich hin und nippt an seinem Bier. Sein Blick wandert aus dem Fenster und bleibt an dem leicht beschlagenen Fenster der Kneipe auf der gegenüberliegenden Straßenseite hängen. Er verliert sich in Gedanken:

…Liebe zu seinem Verein vergeht nie. Tut sie das wirklich nicht? Ich bin mir nicht mehr sicher. Wir sind Tabellenerster, haben einen Weltstar in unseren Reihen, aber irgendwie ist es doch nicht mehr so wie früher. Wohl kein gutes Zeichen, wenn man sich nicht mehr für Tore des eigenen Vereins freuen kann. Bin ich einfach nur Kind geblieben und möchte Schaukel und grünen Rasen zurück oder kann ich einfach nur nichts mit Pflastersteinen anfangen? Ich weiß es nicht. Das ist nicht mehr mein PSG. Das ist nicht mehr mein Verein, dem ich meine Liebe vermacht habe…

Hier gehts weiter:
http://www.fankultur.com/...60-pass/item/1110-paris-are-you- ***** ing-kidding-me

Wer Lust hat, kann meinen Blog auch auf Facebook verfolgen:
http://www.facebook.com/...reihundertsechzig/514601331897573

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FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#894
02.01.2013 - 01:15 Uhr
Zitat von dreihundertsechzig:
Hab einen kleinen Blogeintrag zu der ganzen Thematik. Wird vermutlich etwas Öl ins Feuer gießen.


Bin noch nicht ganz durch, aber: Ist das Fiktion oder existieren die Personen ("Jaque", "Pierre") wirklich? Klingt alles _sehr_ narrativ. Auch die "Zitate" klingen etwas seltsam: "Sach' mal. Wenn du ganz ehrlich bist, was zieht dich hier her?" Wo kommt da das Dialektdeutsch her ("Sach' mal")?

Habe den Marketingmenschen gerade noch mal recherchiert: Der heißt Michel Mimran und nicht "MichAel MimraM" :/:

Weiterhin etwas unverständlich: "Da gehen Sie. Die getreuen Anhänger des modernen Paris FC von morgen."

Meinst Du hier _irgendeinen_ Protofußballklub aus Paris oder meinst du den real exisitierenden Paris FC, der mal Teil des PSG war?

Eine Frage noch zur direkten Rede: Hast Du die Gespräche mit den Personen selbst geführt, das irgendwie aus dem Internet übernommen (Mimran...) oder ist das fiktiv? Im zweiten Falle würde ich die Originalquellen direkt verlinken...

Ansonsten Respekt für Deinen Aufwand!

P.S. Inhaltlich triffst Du den Tenor, der auch von 11 Freunde seit 2011 gefahren wird, was den PSG angeht (gab z.B. mal einen "offenen Brief"): Fußball-Fundamentalismus aka Traditionalismus ;)

Edit: Kannst mir auch alles per PN schicken, wenn Du das hier nicht hinschreiben möchtest oder es zu OT wird...

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"Messi aime Lanus et le prouve." - sports.fr

"Man nennt mich 'Blackenbauer'" - Jemerson, Innenverteidiger, AS Monaco

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hol_ma_Mbia am 02.01.2013 um 01:16 Uhr bearbeitet
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#895
02.01.2013 - 01:27 Uhr
Zitat von vie2bgd:
Recht mühsam und beschwerlich gestaltet sich die Pflege dieses Threads


Vielleicht sollte man darüber nachdenken einen eigenen Thread "Investorenmodelle im französischen Fußball", oder so ähnlich, zu eröffnen.

Kann das schon nachvollziehen, dass das ziemlich nervt, wenn sich hier gefühlt 90% der Beiträge (leider auch meiner eigenen) nicht mit den genuin _sportlichen_ Dingen beschäftigen. Andererseits besteht auch ein großes Interesse diese Sachverhalte irgendwie zu diskutieren...

Als versöhnlichen Tagesabschluss habe ich noch dieses Foto im Internet aufgetrieben:

Mit Fug und Recht darf behauptet werden: "Ici c'est le Qatar" Das Ding da ist glaube ich aber nicht der katarische Eiffelturm :ugly :D

http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151634995433298&set=a.10151634994983298.617108.139594698297&type=1&theater

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"Messi aime Lanus et le prouve." - sports.fr

"Man nennt mich 'Blackenbauer'" - Jemerson, Innenverteidiger, AS Monaco
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#896
02.01.2013 - 01:43 Uhr
Zitat von Hol_ma_Mbia:
(...)
Kann das schon nachvollziehen, dass das ziemlich nervt, wenn sich hier gefühlt 90% der Beiträge (leider auch meiner eigenen) nicht mit den genuin _sportlichen_ Dingen beschäftigen. (...)


Die neuen Triebfedern von PSG (Heißt der Klub noch so?) tun ja auch relativ viel dafür, dass man den Sport bald nicht mehr zwangsläufig mit diesem Klub (alternativ: Marketing-Gag) in Verbindung bringt.

Es wird schwierig sein, sich dieser These zu widersetzen. Die Rhetorik der Verantwortlichen deckt sich eins zu eins mit den Wasserstandsmeldungen eines an der Börse notierten Konzerns.

So denkt neuerdings PSG. So redet man. So agiert man.

Personen. Produkt. Prämissen. Philosophie. -> Austauschbar.
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#897
02.01.2013 - 02:01 Uhr
Zitat von Hol_ma_Mbia:
Andererseits besteht auch ein großes Interesse diese Sachverhalte irgendwie zu diskutieren...

Nein, es besteht offensichtlich einzig Interesse, die eigene uninformierte Meinung & Vorurteile zu reproduzieren - und zwar meist noch auf eine Art & Weise, die weder fundiert, noch sonderlich anregend zu rezipieren ist. Der letzte Eintrag dieses Bloggers hier besteht ebenfalls wieder bloß aus ein paar Informationsfetzen, die den deutschen Boulevardmedien entnommen worden sind und deren Verifizierung und Kontextualisierung dem Autor wohl nicht mal im Ansatz abverlangt werden könnte, gepaart mit ein wenig Mein-schönstes-Ferienerlebnis-Prosa, die uns tatsächlich auch noch die zwei Klischeefranzosen Pierre & Jaque(sic) herbeiphantasiert.
Für derlei Beiträge, die nur dazu dienen, sich dem eigenen Standpunkt zu versichern oder "mal Dampf abzulassen", gibt es auch auf dieser Plattform bereits genügend Orte, so dass ich es ganz charmant fände, wenn man sich wenigstens in diesem Thread noch vorwiegend auf ein paar sportliche Belange und meinetwegen auch die ein oder andere fruchtbare Grundsatzdiskussion beschränken könnte.

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Ajoutez deux lettres à Paris; c'est le paradis.
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#898
02.01.2013 - 02:15 Uhr
Die Spieler sind jedenfalls seit ein paar Tagen aus der - inzwischen kaum noch so zu nennenden - Winterpause zurück; derzeit befindet man sich noch in Doha im Trainingslager (mitsamt Frauen und Familien), wo man morgen Nachmittag ein Testspiel gegen Lekhwiya Sports absolvieren wird, bevor man am Sonntag in der CdF gegen Arras bereits den offiziellen Wettbewerb wieder aufnimmt. Mit Lucas ist der erste Winterneuzugang auch schon zum Team gestoßen, ob weitere folgen werden, dürfte in erster Linie davon abhängen, wer uns noch verlässt; Luyindula ist bereits weg, Nene, Lugano, Hoarau, Tiene und/oder Sissoko könnten folgen. Verletzte gibt es glücklicherweise keine zu beklagen, einzig Alex ist noch nicht vollständig genesen.

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Ajoutez deux lettres à Paris; c'est le paradis.
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#899
02.01.2013 - 04:28 Uhr
Und noch ein kurzes Fazit zu Hinrunde;
nach kurzzeitig holprigem Start in den ersten 3 Spielen kam man nach dem Sieg in Lille zunächst recht gut in Tritt und hat in einem 4-3-1-2-System eine Reihe kontrollierter Erfolge einfahren können, während derer man den Gegnern nur selten Torchancen oder bloß Zugriff auf das Match gestattete. Im Spiel nach vorne wirkte diese Formation allerdings durchgehend steril und beizeiten gar impotent, zu oft benötigten wir Geistesblitze und Einzelaktionen weniger Akteure (Zlatan, Verratti & Menez) um überhaupt ein Tor zu erzielen. Je mehr sich das Team auf die eigene individuelle Qualität verließ, desto dürftiger schien man als Kollektiv zu funktionieren und als sich zu dieser Suffizienz auch noch immer häufiger vermeidbare Fehler und Unkonzentriertheiten im Defensivverhalten gesellten, blieben mit der Spielweise auch bald die positiven Ergebnisse auf der Strecke. Kulminiert ist das Ganze dann mal wieder in der mittlerweile leider scheinbar obligatorischen Novemberkrise, die auf ihrem Höhepunkt erstmals auch Ancelotti öffentlich erheblichen Gegenwind einbrachte. Carlo hat es aber relativ schnell geschafft, der Mannschaft eine andere Einstellung einzuimpfen, neue Bereitschaft zu wecken und ihr taktisch mit einer Umstellung auf ein 4-4-2 Impulse für eine offensivere, auf ein Kollektiv gestützte Spielweise zu geben. Der 2:1 Sieg über Porto sowie der damit verbundene Gruppensieg in der LdC dienten zusätzlich als psychischer Katalysator, den man im Nachhinein vielleicht einmal als wahre Geburtsstunde dieses Teams wird bezeichnen können. Seitdem ist jedenfalls eine stetig positive Entwicklung zu konstatieren, es bildet sich ein Kollektiv mit gewissen Hierarchien aus und jeder Einzelne scheint verstanden zu haben, dass in jedem einzelnen Spiel - auch im Parc gegen Abstiegskandidaten - volle Bereitschaft und Umsetzung der Vorgaben gefordert sind; folglich beendet man das Jahr auch in der Liga auf Platz 1. Daran gilt es auch in 2013 anzuknüpfen, dann sollte dieses Jahr einige erfreuliche Spiele und Ergebnisse bereithalten.

Einzelkritik:
Sirigu: Der gewohnt verlässliche Rückhalt, macht quasi keine Fehler, die Gegentore nach sich ziehen, selbst wenn er mal einen schwachen Tag erwischen sollte, was aber ohnehin nur sehr selten vorkommt. Und wenn die Mannschaft mal eine Parade braucht, bringt es sie häufig auch. Dass er ein Musterprofi, Vorbild und ein zu folgendes Beispiel im Umgang mit der Öffentlichkeit ist, muss man kaum noch erwähnen - sicher auch auf dem Weg zu einem Kapitän. Seine Statistiken sind außerdem phänomenal: 23 Spiele in L1 & CL, 15mal zu null, 11 Gegentore; konnte auf die Schnelle niemanden mit solchen Zahlen in den großen Ligen finden.
Douchez: Solide, wenn er mal spielen durfte, macht er bestenfalls nix kaputt, hält aber nie mal einen schwer zu haltenden Ball oder beeinflusst seine Vorderleute positiv.

Jallet: Guter Beginn, der ihm die Kapitänsbinde und Nationalmannschaftsnominierung einbrachte; wirkte damit dann allerdings erst mal überfordert, stabilisierte sich später wieder und beendete die Hinrunde mit starken Leistungen.
Van der Wiel: Meist schwach bis Durchschnitt, aber noch mit Schonfrist in den ersten Monaten seines Lebens außerhalb von Amsterdam. Im Rückspiel gegen Porto außerdem auch sehr überzeugend, deutete an, wozu er in der Lage sein kann.
Maxwell: Probleme zum Saisonstart, danach kurz vergeblich im Mittelfeld eingesetzt, seit seiner Rückkehr in die Viererkette stark verbessert und ein Leistungsträger; sehr ballsicher und spielintelligent.
Armand: Macht defensiv seinen Job, wenn nach ihm verlangt wird, offensiv tritt er kaum in Erscheinung und gegen einen Topwinger muss ich ihn auch nicht unbedingt sehen.
Silva: Wow, beeindruckend, sein Geld zweifellos wert! Das sage nicht nur ich, sondern auch sämtliche Mit- und Gegenspieler. Leuchtendes Vorbild in jedem Spiel und Training, daher auch als Neuzugang eine vertretbare Wahl als Kapitän. Aktuell wohl der beste Innenverteidiger der Welt, der kompletteste in jedem Fall - hätte auch keine Bedenken, ihn mal auf der 10 oder im Sturm zu bringen.
Sakho: Verbessert gegenüber der Vorsaison, wenn auch noch nicht wieder in Topform, kleinere Verletzungen und Sperren warfen ihn kurzzeitig zurück. Muss aber unbedingt seine Flüchtigkeitsfehler/Konzentrationslücken abstellen, als Innenverteidiger kann man 89 Minuten noch so überragend spielen, wenn man anschließend trotzdem den einen entscheidenden Fehlpass spielt oder das eine dumme Foul zu viel begeht, wird es schwer mit dem Stammplatz.
Alex: Sicher seine beste Phase in Paris, solider, zuverlässiger Mann; hoffentlich hält das Knie weiterhin.
Camara: Gute Besetzung als Nr. 4 in der Innenverteidigung; war da, wenn man ihn auf dem Platz gebraucht hat, und wenn nicht, beklagt er sich niemals. Integrativer Typ in der Kabine, wichtiger Ansprechpartner für die franco- und italophonen Spieler.

Matuidi: Die Überraschung der Saison, Carlos Musterschüler, Dauerbrenner & aktuell unersetzlich; gegen den Ball ohnehin von unschätzbarer Wichtigkeit, hat er in den letzten Monaten auch sein Offensivspiel merklich gesteigert. Selbst mit den Bleus wusste er Ausrufezeichen zu setzen (herausragend in Spanien). Muss diese Entwicklung allerdings weiterhin bestätigen.
Verratti: Crack. Gleich zu Saisonbeginn wirkte er als habe er in erster Liga, Champions League, Nationalmannschaft jahrzehntelange Erfahrung, später fiel er mental und physisch in ein kleines Loch, aber das war weder anders zu erwarten, noch nimmt ihm das irgend jemand übel. Carlo weiß genau, wie er ihn zu fördern und einzusetzen hat, sein rechter Fuß, Auge & Herz kommen direkt vom Fußballolymp - außer möglichen Verletzungen steht einer Weltkarriere nichts im Wege.
Motta: Lange verletzt, und wie sehr er gefehlt hat, wurde schlagartig klar, als er wieder auf dem Platz stand; mit ihm ist die Mannschaft eine andere, als Stabilisator und Metronom unersetzlich.
Chantome: Ordentliche Saison, hat seine Chance genutzt als sie sich ihm geboten hat und sich zumindest in der Rotation etabliert.
Sissoko: Enttäuschend, verletzungsanfällig und nach seinen Blessuren zu lange außer Form, daher meist nur ein Sicherheitsrisiko und potenzieller Platzverweis. Hat nur wenig Zukunft in Paris, zumindest auf dem Platz.
Bodmer: Für ihn gilt ähnliches wie für Momo; das Talent ist natürlich vorhanden, aber Biss und Ehrgeiz wird ihn mit 30 nicht mehr plötzlich überfallen.
Rabiot: Bekam einige Minuten, fügte sich dabei meist gut ein, ohne merklich negativ oder positiv aufzufallen. Mehr kann man derzeit auch sicher noch nicht von ihm verlangen. Muss weiterhin von jedem Training profitieren und langsam in seinen Körper hineinwachsen - dann wird das auch was mit der Karriere.

Ibrahimovic: Der versprochene Star auf allen Kanälen! Sportlich erfüllt er alles, was von ihm erwartet wurde und noch ein wenig mehr, Tore, Spektakel, streitbare Situationen und Skandälchen; medial sprengt er alle in der L1 dagewesenen Dimensionen. DAS Zugpferd, das der Verein verpflichten wollte und welches Türen öffnet und den (medialen) Druck quasi allein vom Rest der Mannschaft nimmt.
Menez: Wichtiger Spieler im Team, hat uns mitunter allein in gewissen Spielen gehalten, zum Ende wirkte er aber ausgelaugt und überspielt. Seine Geschwindigkeit, Technik und Dribblings sind unverzichtbar für unser Offensivspiel, inzwischen hat er sogar gelernt, sich wetesgehend in den Dienst der Mannschaft zu stellen, kann auch mal ein ganzes Match sein Hauptaugenmerk auf die Defensive legen; Schwalben und dumme gelbe Karte wurden ebenfalls auf ein einigermaßen annehmbares Maß reduziert. Einzig Übersicht und Coolness vor dem Tor trennen ihn noch von der Weltklasse. Ancelotti war bisher ein Segen für ihn und seine Karriere, mal sehen, ob der ihn auch noch zum letzten Schritt treiben kann.
Lavezzi: Anfangs - auch aufgrund von Verletzungen und Sperren - mit großen Problemen, mittlerweile eine fester Bestandteil der ersten Elf und auf dem Weg zum Leistungsträger. Sein Einsatz, Ausdauer & Grinta sind ein gute Ergänzung zu den Qualitäten der übrigen Offensiven. Technisch sicher nicht auf dem allerhöchsten Niveau, dafür aber überraschend stark im Abschluss. Pocho wird uns noch guttun.
Nene: Auf dem Absprung; hätte grundsätzlich sicher die nötigen Qualitäten in diesem Team zu spielen, allerdings nicht (mehr) um dessen Superstar zu sein und mit diesem Umstand scheint er nur schwer zurecht zu kommen. Schade, da wäre zweifellos mehr möglich gewesen, aber solche Situation ziehen sich leider wie ein roter Faden durch Nenes Karriere, daher wäre eine Trennung wohl (erneut) das beste für alle Beteiligten.
Pastore: Das Mysterium; nach überragender Vorbereitung lange auf der Suche nach seiner Form, im Dezember dann wieder einigermaßen auf der Höhe. Die Frage, ob er die nötige Einstellung für eine große Karriere mitbringt, bleibt weiter unbeantwortet. Das nächste halbe Jahr wird für ihn persönlich sicher schon ein entscheidendes.
Gameiro: Macht das beste aus der reduzierten Spielzeit und ist zumindest in Liga eine wichtige Ergänzung.
Hoarau: Wenig Spielzeit, und wenn er mal ran darf, gibt er den typischen Hoarau - das reicht schon lange nicht mehr. Nach der vielversprechenden ersten Saison (bzw. den ersten 18 Monaten) kam bei ihm nicht mehr viel.

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Ajoutez deux lettres à Paris; c'est le paradis.
FC Paris Saint-Germain 2012/13 |#900
02.01.2013 - 09:09 Uhr
Zitat von Hol_ma_Mbia:
Zitat von dreihundertsechzig:
Hab einen kleinen Blogeintrag zu der ganzen Thematik. Wird vermutlich etwas Öl ins Feuer gießen.


Bin noch nicht ganz durch, aber: Ist das Fiktion oder existieren die Personen ("Jaque", "Pierre") wirklich? Klingt alles _sehr_ narrativ. Auch die "Zitate" klingen etwas seltsam: "Sach' mal. Wenn du ganz ehrlich bist, was zieht dich hier her?" Wo kommt da das Dialektdeutsch her ("Sach' mal")?

Habe den Marketingmenschen gerade noch mal recherchiert: Der heißt Michel Mimran und nicht "MichAel MimraM" :/:

Weiterhin etwas unverständlich: "Da gehen Sie. Die getreuen Anhänger des modernen Paris FC von morgen."

Meinst Du hier _irgendeinen_ Protofußballklub aus Paris oder meinst du den real exisitierenden Paris FC, der mal Teil des PSG war?

Eine Frage noch zur direkten Rede: Hast Du die Gespräche mit den Personen selbst geführt, das irgendwie aus dem Internet übernommen (Mimran...) oder ist das fiktiv? Im zweiten Falle würde ich die Originalquellen direkt verlinken...

Ansonsten Respekt für Deinen Aufwand!

P.S. Inhaltlich triffst Du den Tenor, der auch von 11 Freunde seit 2011 gefahren wird, was den PSG angeht (gab z.B. mal einen "offenen Brief"): Fußball-Fundamentalismus aka Traditionalismus ;)

Edit: Kannst mir auch alles per PN schicken, wenn Du das hier nicht hinschreiben möchtest oder es zu OT wird...


Danke, dass du dir die Zeit für die Details genommen hast.
Zu deiner ersten Frage: Es ist alles fiktiv. Pierre und Jaques existieren nicht.
Der Marketingdirektor existiert tatsächlich, die Gesprächsinhalte sind allerdings ebenfalls rein fiktiv bzw. basieren auf einem Bild, dass ich durch z.B. durch Interviews mit ihm gemacht habe. Eins davon findet sich hier (vorletzte Seite): http://assets1.csc.com/de/downloads/Premium_Winter_Januar_2012_final_120103_tags.pdf
Bei dem Namen des Marketingdirektor hat sich tatsächlich ein Rechtsschreibfehler eingeschlichen. Es soll Mimran heissen. Danke für den Hinweis - ich werde es korrigieren.

"Da gehen Sie. Die getreuen Anhänger des modernen Paris FC von morgen."
Damit meine ich eine momentan noch fiktive Entwicklung, die bald Wahrheit werden könnte. Der Namenszusatz St. Germain steht ja zur Diskussion.

Das Dialektdeutsch ist nicht ganz angebracht - da geben ich dir Recht.

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