| Geburtsdatum | 05.04.1967 |
|---|---|
| Alter | 59 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Geschäftsführer |
| Akt. Verein | Hertha BSC |
Dr. Peter Görlich [Geschäftsführer]
03.08.2025 - 11:14 Uhr
19.04.2026 - 08:36 Uhr
Das ist doch iO. das dir @flogae meine Verschwörungstheorien nicht gefallen. Das mag dann für dich unnötige Polemik sein, welche du nicht nachvollziehen kannst.
Ich bin allerdings sehr wohl davon überzeugt, dass es uns mehr um einen Imagewandel um jeden Preis geht als um Ehrlichkeit und Professionalität.
Ich glaube, dass Kay B., Benni und F.D. sehr gut miteinander harmonierten und ihren Herzensverein grundlegend erneuern wollten. Soweit so gut nur fehlte dafür im inneren Kreis dieser Drei halt die dafür notwendige Expertise.
Das wurde mMn. gerade im sportlichen Bereich sehr schnell deutlich.
Dann mussten die beiden das große Projekt allein vorantreiben. Was natürlich wenn du selbst noch ziemlich unerfahren bist keine leichte Aufgabe ist. An bestimmten Positionen wurden Personen ( Z&H )ausgetauscht, weil sie kaum tragbar waren. Auch Pal passte mMn. hauptsächlich charakterlich nicht was ihre Vorstellungen einer Erneuerung anging.
Drescher wird in Görlich die Person mit den meisten Übereinstimmungen gesehen haben und dazu gehört halt die Kontinuität. Ich nenne es eher eine Jobgarantie für bestimmte Personen. Bei anderen wäre Benni mit Sicherheit nicht mehr in dieser Verantwortung geblieben und man hätte sich trennen müssen. Da hat Görlich dann andere Ideen reingebracht und seine Kompromissvorschläge waren für Drescher die optimale Lösung.
Ja das sind tatsächlich meine Gedanken, weil ich unseren inneren Kreis zu dem ich Drescher und Weber zähle so einschätze, dass sie sich als Vollblut Herthaner sehen. Ich glaube sie gehen sehr wohl davon aus das sie wissen was Hertha benötigt und das nur sie die Bernstein Idee fortführen können.
Verein und Fans zu einer großen Familie werden zu lassen. Das klingt auch soweit gut. Nur fehlt mir dabei der Blick auf die sportliche Weiterentwicklung. Diese geht mMn. nachhaltig verloren, wenn du gewisse interne Befindlichkeiten über den Prozess einer gesunden Erneuerung stellst.
Spätestens dann wenn du aufgrund von unseren sichtbaren Ergebnissen, die ja ihren Ursprung irgendwo haben müssen, nicht oder nur schleppend reagierst, gefährdet man die Zukunft eines Betriebes oder Clubs.
Fehleinschätzungen gibt es immer und überall, aber in unserem Fall habe ich das Gefühl, dass wir sehenden Auges manches einfach weg ignorieren, weil man sich einer bestimmten Idee verschworen hat, die vor ein paar Jahren ins Leben gerufen wurde.
Vielleicht ist dieser sanfte Weg oder Kompromiss den man versucht mit Görlich einzuschlagen eine Option.
Ich befürchte jedoch, dass diese Kompromisse, wenn du bestimmte Personen, auf wichtigen Positionen und Schnittstellen, denen es vermeintlich an der dafür notwendigen Kompetenz fehlt, dass Drescher ( & Weber) so mehr Schaden als Positives anrichten wird.
Mir kommt es jedenfalls so vor, als ob sie bei uns bewusst vieles in Kauf nehmen und billigen, obwohl Fakten und Zahlen dagegen sprechen, nur um ja, die so wichtige Kontinuität und den Imagewandel deines Vereins nicht zu gefährden.
Was meine Verschwörungstheorie angeht, ja ich gehe tatsächlich davon aus, dass das Motiv am Festhalten von Weber nicht seine so starke Performance der letzten drei Jahre ist, sondern das man unter allen Umständen versuchen muss den inneren Kreis der großen ( kleinen ) Familie zu wahren.
Ich glaube, auch wenn für dich meine Theorie reinste Hirngespinste sein mögen, dass dieser Ansatz sehr wohl ihre Berechtigung haben. Wir sind da halt anderer Meinung und das scheint mir aufgrund der Gegebenheiten und der ich nenne es Mal interessanten Vorgehensweise unser Club Verantwortlichen auch in Ordnung.
Ich bin allerdings sehr wohl davon überzeugt, dass es uns mehr um einen Imagewandel um jeden Preis geht als um Ehrlichkeit und Professionalität.
Ich glaube, dass Kay B., Benni und F.D. sehr gut miteinander harmonierten und ihren Herzensverein grundlegend erneuern wollten. Soweit so gut nur fehlte dafür im inneren Kreis dieser Drei halt die dafür notwendige Expertise.
Das wurde mMn. gerade im sportlichen Bereich sehr schnell deutlich.
Dann mussten die beiden das große Projekt allein vorantreiben. Was natürlich wenn du selbst noch ziemlich unerfahren bist keine leichte Aufgabe ist. An bestimmten Positionen wurden Personen ( Z&H )ausgetauscht, weil sie kaum tragbar waren. Auch Pal passte mMn. hauptsächlich charakterlich nicht was ihre Vorstellungen einer Erneuerung anging.
Drescher wird in Görlich die Person mit den meisten Übereinstimmungen gesehen haben und dazu gehört halt die Kontinuität. Ich nenne es eher eine Jobgarantie für bestimmte Personen. Bei anderen wäre Benni mit Sicherheit nicht mehr in dieser Verantwortung geblieben und man hätte sich trennen müssen. Da hat Görlich dann andere Ideen reingebracht und seine Kompromissvorschläge waren für Drescher die optimale Lösung.
Ja das sind tatsächlich meine Gedanken, weil ich unseren inneren Kreis zu dem ich Drescher und Weber zähle so einschätze, dass sie sich als Vollblut Herthaner sehen. Ich glaube sie gehen sehr wohl davon aus das sie wissen was Hertha benötigt und das nur sie die Bernstein Idee fortführen können.
Verein und Fans zu einer großen Familie werden zu lassen. Das klingt auch soweit gut. Nur fehlt mir dabei der Blick auf die sportliche Weiterentwicklung. Diese geht mMn. nachhaltig verloren, wenn du gewisse interne Befindlichkeiten über den Prozess einer gesunden Erneuerung stellst.
Spätestens dann wenn du aufgrund von unseren sichtbaren Ergebnissen, die ja ihren Ursprung irgendwo haben müssen, nicht oder nur schleppend reagierst, gefährdet man die Zukunft eines Betriebes oder Clubs.
Fehleinschätzungen gibt es immer und überall, aber in unserem Fall habe ich das Gefühl, dass wir sehenden Auges manches einfach weg ignorieren, weil man sich einer bestimmten Idee verschworen hat, die vor ein paar Jahren ins Leben gerufen wurde.
Vielleicht ist dieser sanfte Weg oder Kompromiss den man versucht mit Görlich einzuschlagen eine Option.
Ich befürchte jedoch, dass diese Kompromisse, wenn du bestimmte Personen, auf wichtigen Positionen und Schnittstellen, denen es vermeintlich an der dafür notwendigen Kompetenz fehlt, dass Drescher ( & Weber) so mehr Schaden als Positives anrichten wird.
Mir kommt es jedenfalls so vor, als ob sie bei uns bewusst vieles in Kauf nehmen und billigen, obwohl Fakten und Zahlen dagegen sprechen, nur um ja, die so wichtige Kontinuität und den Imagewandel deines Vereins nicht zu gefährden.
Was meine Verschwörungstheorie angeht, ja ich gehe tatsächlich davon aus, dass das Motiv am Festhalten von Weber nicht seine so starke Performance der letzten drei Jahre ist, sondern das man unter allen Umständen versuchen muss den inneren Kreis der großen ( kleinen ) Familie zu wahren.
Ich glaube, auch wenn für dich meine Theorie reinste Hirngespinste sein mögen, dass dieser Ansatz sehr wohl ihre Berechtigung haben. Wir sind da halt anderer Meinung und das scheint mir aufgrund der Gegebenheiten und der ich nenne es Mal interessanten Vorgehensweise unser Club Verantwortlichen auch in Ordnung.
19.04.2026 - 09:23 Uhr
Zitat von Gruenschnabel
Das ist doch iO. das dir @flogae meine Verschwörungstheorien nicht gefallen. Das mag dann für dich unnötige Polemik sein, welche du nicht nachvollziehen kannst.
Ich bin allerdings sehr wohl davon überzeugt, dass es uns mehr um einen Imagewandel um jeden Preis geht als um Ehrlichkeit und Professionalität.
Ich glaube, dass Kay B., Benni und F.D. sehr gut miteinander harmonierten und ihren Herzensverein grundlegend erneuern wollten. Soweit so gut nur fehlte dafür im inneren Kreis dieser Drei halt die dafür notwendige Expertise.
Das wurde mMn. gerade im sportlichen Bereich sehr schnell deutlich.
Dann mussten die beiden das große Projekt allein vorantreiben. Was natürlich wenn du selbst noch ziemlich unerfahren bist keine leichte Aufgabe ist. An bestimmten Positionen wurden Personen ( Z&H )ausgetauscht, weil sie kaum tragbar waren. Auch Pal passte mMn. hauptsächlich charakterlich nicht was ihre Vorstellungen einer Erneuerung anging.
Drescher wird in Görlich die Person mit den meisten Übereinstimmungen gesehen haben und dazu gehört halt die Kontinuität. Ich nenne es eher eine Jobgarantie für bestimmte Personen. Bei anderen wäre Benni mit Sicherheit nicht mehr in dieser Verantwortung geblieben und man hätte sich trennen müssen. Da hat Görlich dann andere Ideen reingebracht und seine Kompromissvorschläge waren für Drescher die optimale Lösung.
Ja das sind tatsächlich meine Gedanken, weil ich unseren inneren Kreis zu dem ich Drescher und Weber zähle so einschätze, dass sie sich als Vollblut Herthaner sehen. Ich glaube sie gehen sehr wohl davon aus das sie wissen was Hertha benötigt und das nur sie die Bernstein Idee fortführen können.
Verein und Fans zu einer großen Familie werden zu lassen. Das klingt auch soweit gut. Nur fehlt mir dabei der Blick auf die sportliche Weiterentwicklung. Diese geht mMn. nachhaltig verloren, wenn du gewisse interne Befindlichkeiten über den Prozess einer gesunden Erneuerung stellst.
Spätestens dann wenn du aufgrund von unseren sichtbaren Ergebnissen, die ja ihren Ursprung irgendwo haben müssen, nicht oder nur schleppend reagierst, gefährdet man die Zukunft eines Betriebes oder Clubs.
Fehleinschätzungen gibt es immer und überall, aber in unserem Fall habe ich das Gefühl, dass wir sehenden Auges manches einfach weg ignorieren, weil man sich einer bestimmten Idee verschworen hat, die vor ein paar Jahren ins Leben gerufen wurde.
Vielleicht ist dieser sanfte Weg oder Kompromiss den man versucht mit Görlich einzuschlagen eine Option.
Ich befürchte jedoch, dass diese Kompromisse, wenn du bestimmte Personen, auf wichtigen Positionen und Schnittstellen, denen es vermeintlich an der dafür notwendigen Kompetenz fehlt, dass Drescher ( & Weber) so mehr Schaden als Positives anrichten wird.
Mir kommt es jedenfalls so vor, als ob sie bei uns bewusst vieles in Kauf nehmen und billigen, obwohl Fakten und Zahlen dagegen sprechen, nur um ja, die so wichtige Kontinuität und den Imagewandel deines Vereins nicht zu gefährden.
Was meine Verschwörungstheorie angeht, ja ich gehe tatsächlich davon aus, dass das Motiv am Festhalten von Weber nicht seine so starke Performance der letzten drei Jahre ist, sondern das man unter allen Umständen versuchen muss den inneren Kreis der großen ( kleinen ) Familie zu wahren.
Ich glaube, auch wenn für dich meine Theorie reinste Hirngespinste sein mögen, dass dieser Ansatz sehr wohl ihre Berechtigung haben. Wir sind da halt anderer Meinung und das scheint mir aufgrund der Gegebenheiten und der ich nenne es Mal interessanten Vorgehensweise unser Club Verantwortlichen auch in Ordnung.
Das ist doch iO. das dir @flogae meine Verschwörungstheorien nicht gefallen. Das mag dann für dich unnötige Polemik sein, welche du nicht nachvollziehen kannst.
Ich bin allerdings sehr wohl davon überzeugt, dass es uns mehr um einen Imagewandel um jeden Preis geht als um Ehrlichkeit und Professionalität.
Ich glaube, dass Kay B., Benni und F.D. sehr gut miteinander harmonierten und ihren Herzensverein grundlegend erneuern wollten. Soweit so gut nur fehlte dafür im inneren Kreis dieser Drei halt die dafür notwendige Expertise.
Das wurde mMn. gerade im sportlichen Bereich sehr schnell deutlich.
Dann mussten die beiden das große Projekt allein vorantreiben. Was natürlich wenn du selbst noch ziemlich unerfahren bist keine leichte Aufgabe ist. An bestimmten Positionen wurden Personen ( Z&H )ausgetauscht, weil sie kaum tragbar waren. Auch Pal passte mMn. hauptsächlich charakterlich nicht was ihre Vorstellungen einer Erneuerung anging.
Drescher wird in Görlich die Person mit den meisten Übereinstimmungen gesehen haben und dazu gehört halt die Kontinuität. Ich nenne es eher eine Jobgarantie für bestimmte Personen. Bei anderen wäre Benni mit Sicherheit nicht mehr in dieser Verantwortung geblieben und man hätte sich trennen müssen. Da hat Görlich dann andere Ideen reingebracht und seine Kompromissvorschläge waren für Drescher die optimale Lösung.
Ja das sind tatsächlich meine Gedanken, weil ich unseren inneren Kreis zu dem ich Drescher und Weber zähle so einschätze, dass sie sich als Vollblut Herthaner sehen. Ich glaube sie gehen sehr wohl davon aus das sie wissen was Hertha benötigt und das nur sie die Bernstein Idee fortführen können.
Verein und Fans zu einer großen Familie werden zu lassen. Das klingt auch soweit gut. Nur fehlt mir dabei der Blick auf die sportliche Weiterentwicklung. Diese geht mMn. nachhaltig verloren, wenn du gewisse interne Befindlichkeiten über den Prozess einer gesunden Erneuerung stellst.
Spätestens dann wenn du aufgrund von unseren sichtbaren Ergebnissen, die ja ihren Ursprung irgendwo haben müssen, nicht oder nur schleppend reagierst, gefährdet man die Zukunft eines Betriebes oder Clubs.
Fehleinschätzungen gibt es immer und überall, aber in unserem Fall habe ich das Gefühl, dass wir sehenden Auges manches einfach weg ignorieren, weil man sich einer bestimmten Idee verschworen hat, die vor ein paar Jahren ins Leben gerufen wurde.
Vielleicht ist dieser sanfte Weg oder Kompromiss den man versucht mit Görlich einzuschlagen eine Option.
Ich befürchte jedoch, dass diese Kompromisse, wenn du bestimmte Personen, auf wichtigen Positionen und Schnittstellen, denen es vermeintlich an der dafür notwendigen Kompetenz fehlt, dass Drescher ( & Weber) so mehr Schaden als Positives anrichten wird.
Mir kommt es jedenfalls so vor, als ob sie bei uns bewusst vieles in Kauf nehmen und billigen, obwohl Fakten und Zahlen dagegen sprechen, nur um ja, die so wichtige Kontinuität und den Imagewandel deines Vereins nicht zu gefährden.
Was meine Verschwörungstheorie angeht, ja ich gehe tatsächlich davon aus, dass das Motiv am Festhalten von Weber nicht seine so starke Performance der letzten drei Jahre ist, sondern das man unter allen Umständen versuchen muss den inneren Kreis der großen ( kleinen ) Familie zu wahren.
Ich glaube, auch wenn für dich meine Theorie reinste Hirngespinste sein mögen, dass dieser Ansatz sehr wohl ihre Berechtigung haben. Wir sind da halt anderer Meinung und das scheint mir aufgrund der Gegebenheiten und der ich nenne es Mal interessanten Vorgehensweise unser Club Verantwortlichen auch in Ordnung.
So vorgebracht würde ich diese Gedanken auch nie und nimmer als Verschw... oder Hirngespinste bezeichnen, weil sie im Gegensatz zu manch anderem Beitrag tatsächlich die von dir vermuteten Motive der handelnden Personen mit einbeziehen, inklusive einer auch darin vermuteten strategischen Ausrichtung, wenn man das so nennen darf. Und weil sie den dann neu hinzu gekommenen PG als jemanden darstellen, der sich nicht blindlings und völlig willenlos nur einer Jobgarantie wegen dem unterwirft, sondern bei dem die Schnittmenge zwischen den eigenen Vorstellungeneknes FD und den selbst mitgebrachten Ideen für Weiterentwicklung in dem damals ja durchaus langwierigen Einstellungsprozess evtl. die größte war.
Was ja dann auch völlig legitim wäre.
Und eine solche ausgewogenere Darstellung ermöglicht dann auch eine Diskussion darüber. Die Frage ist dann eben, inwieweit der angestrebte Imagewandel, den du als zentrale Motivation hinter FDs und BWs Handeln vermutest, nicht tatsächlich eine immens wichtige Komponente darstellt, um langfristig Erfolg aufzubauen.
Das Schreckgespenst in der Gegenrichtung, den gesichts- und kulturlosen Investorenclub, der nur Heuschrecken und Blender anlockt, haben wir jedenfalls in den Jahren zuvor ausgiebig erlebt, und da sind sich wohl alle einig, dass das niemand braucht.
Ein anderer Gegenentwurf ist der hire-and-fire abgewirtschaftete Traditionsverein mit hoffnungslos überkommenen Strukturen, der Spieler, Trainer und Sportdirektoren in rascher Folge verbrennt, immer in der Hoffnung auf den kurzfristigen Erfolg. Dieses Modell ist im Augenblick eine realistische Gefahr meiner Einschätzung nach.
Die Frage lautet dann, die du ja ganz richtig aufwirfst, wie viele Kompromisse müssen nun eingegangen werden, um zwischen diesen Skylla und Charibdis durchzunavigieren. Wenn das langfristige Ziel ein nachhaltiger Imagewandel ist, hin zu einem Verein mit, ich wage es ja kaum auszusprechen, familiären Strukturen, in dem im vertrauensvollen Verhältnis miteinander professionell gearbeitet wird, kann das nur richtig sein.
Als Herthaner zuckt man zusammen bei dem Wort Familie, und ja, mit einer gewissen Berechtigung, das will ich durchaus zugestehen. Natürlich besteht die Gefahr von Protektionismus und Vetternwirtschaft, und das diese Phänomene in der Vergangenheit eine Rolle gespielt haben, das will ich nicht in Abrede stellen.
Nur gehe ich eben nicht mit wenn gesagt wird, der einzige Weg um zu zeigen, dass das nun vorbei ist bei Hertha, und wir nun ach so professionell sind, ist es den BW auf die Strasse zu setzen. Das wäre, und das habe ich schonmal geschrieben, Jasagertum in der anderen Richtung.
Nur bis hier und danke für deine Einschätzung. So macht esSpaß zu diskutieren, das wollte ich ja nur erreichen. Ich hoffe auf konstruktive Entgegnungen.
19.04.2026 - 14:41 Uhr
Hertha-Geschäftsführer:
„Wir sind ein Klub, der sich radikal verändern muss“
Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich spricht über hohe Schulden, mangelhafte Infrastruktur, die Gewalteskalation in Dresden und sagt, warum dem Klub die größte Transformation im Fußball bevorsteht.
„Wir sind ein Klub, der sich radikal verändern muss“
Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich spricht über hohe Schulden, mangelhafte Infrastruktur, die Gewalteskalation in Dresden und sagt, warum dem Klub die größte Transformation im Fußball bevorsteht.
Zitat von Sebastian Stier
Herr Görlich, es heißt, die Arbeit bei einem Traditionsklub lässt Verantwortliche schneller altern. Wie fühlen Sie sich nach Ihrem ersten halben Jahr bei Hertha BSC?
Den Alterungsprozess sollen andere beurteilen. Ich fühle mich wohl bei Hertha, aber man erkennt, dass so ein Traditionsverein viele Ideale verfolgt, die ihm an der einen oder anderen Stelle auch im Weg stehen und den Blick auf die Realität nicht so klar werden lassen.
Welche Ideale meinen Sie konkret?
Wir sind ein gefühlter Dauerbundesligist. So nehmen wir uns selber wahr, so werden wir von unseren Fans wahrgenommen, so werden wir von der Stadt wahrgenommen, aber das sind wir nicht. Wir sind in der zweiten Liga. Das ist was ganz anderes. Sportlich und auch finanziell gesehen.
Trotzdem wurde das Ziel Aufstieg vor der Saison klar ausgerufen.
Wir möchten gerne aufsteigen, aber damit sind wir nicht allein. Das möchten andere auch. Deshalb sollten wir unsere Ideale wieder auf ein realistisches Maß zurückfahren und schauen: Wie gegenwartstauglich und wie zukunftstauglich sind wir?
Ihr Fazit dazu?
Wir haben eindeutig Nachholbedarf.
In welchem Zustand haben Sie den Klub bei Ihrem Amtsantritt vorgefunden?
Als ich hierherkam, herrschte gefühlt eine große Depression. Nach dem Motto „Oh Gott, es ist alles fürchterlich schlimm“. Das hat sich gebessert, aber wir müssen uns inhaltlich transformieren. Wir haben unsere Inhalte in der Akademie verloren, es ist vieles zufällig gewesen, was wir gemacht haben. Es gab keine Struktur dahinter. Wir haben teilweise unsere Identität verloren. Das meine ich ganz grundsätzlich. Wie treten wir als Hertha auf? Wir müssen den Realitäten ins Auge sehen, dass uns innerhalb der Stadtgrenzen andere den Rang abgelaufen haben.
Sie meinen den 1. FC Union. Ist Hertha dabei, dauerhaft die Nummer zwei der Stadt zu bleiben?
Es gilt, an diesem Zustand zu arbeiten und ihn nicht zu akzeptieren. Wir müssen fleißig wieder ins Arbeiten kommen und unsere Ideale auch mal wegräumen. Manchmal habe ich hier das Gefühl, dass man sich die Kopfschmerzen von gestern nicht gönnt, nur weil man sich irgendwie positionieren will. Es geht darum, einen Klub mit einer großen, aber wankelmütigen Geschichte wieder ins Lot zu bringen. Hertha ist ein Lagerfeuer in dieser Stadt, um das sich viele Menschen gerne versammeln und ihre Ideale darauf projizieren.
Das führt nicht selten zu übertriebenen Erwartungen.
Sind wir mal ehrlich. So richtig konstant ist Hertha jetzt nicht durch die vergangenen Jahrzehnte gelaufen. Aber das macht Hertha auch so liebenswert, weil das genau das ist, was wir in unserem täglichen Leben auch erleben. Diese Aufs und Abs. Deshalb ist Hertha so tief in der Gesellschaft verankert. Bei Hertha ist es so, wie es bei jedem Einzelnen zu Hause auch ist. Nach dem Motto: „Woanders is’ auch scheiße.“
In welchen Bereichen sehen Sie den größten Handlungsbedarf?
Der Klub hat in den letzten Jahren für sich definiert, wie er nicht funktionieren will. Aber er hat nicht definiert, wie er funktionieren könnte. Das, was wir hier haben, ist in meinen Augen die größte Transformation im Fußball. Das spiegelt sich in allen Belangen wider. Wir sind ein hoch verschuldeter Klub. Wir sind ein Klub mit mangelhafter Infrastruktur. Das beginnt beim Trainingsplatz und hört bei den Räumlichkeiten auf. Wir haben keine Trainingsbedingungen auf Bundesligastandard. Wir sind ein Klub, der sich in der ersten Liga sieht, aber in der zweiten Liga kickt. Wir sind ein Klub, der sich radikal verändern muss. Das muss aber mit Nachdruck verfolgt werden. Man ist hier gut beraten, wenn man nicht alle vierzehn Tage eine neue Idee durchs Dorf treibt.
Aktuell sieht es so aus, als würde Hertha den Aufstieg verpassen. Wie bewerten Sie den Saisonverlauf?
Die Hinserie empfinde ich als absoluten Entwicklungsschritt. Zuerst stimmten die Ergebnisse nicht, aber nach einem Systemwechsel hat man eine rekordverdächtige Serie hingelegt. Dann musste man feststellen, so ganz stabil ist dieses System noch nicht. In der Rückrunde haben wir zu viele Unentschieden hingelegt, ehe wir in Paderborn richtig einen auf die Mütze bekommen haben. Das war ein komplettes Systemversagen. Danach hat uns jeder in Schutt und Asche geredet.
Zu Recht?
Solche Ausschläge gibt es immer wieder. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir haben uns dann wieder gefangen und hatten gegen Kaiserslautern zum ersten Mal in dieser Saison wahrhaftig die Chance, in Aufstiegsthemen hineinzuschnuppern, anzuklopfen. Teil der Wahrheit ist ja, dass wir nie ganz vorne waren. Trotzdem haben wir eine positive Entwicklung hingelegt, das Gesamtgefüge ist stabilisiert. Uns fehlt an der einen oder anderen Stelle tatsächlich noch der letzte Kick.
Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?
Ich interpretiere die Saison so, dass sie der Startpunkt sein kann für etwas, das tatsächlich zu etwas Größerem führt. Wohl wissend, dass dieser Klub sich massiv verändern wird.
Unter welchen Aspekten?
Zuerst einmal inhaltlich gesehen. Dieser Klub hat sich in den letzten Jahren mehrfach verloren. Man hatte hier mehrfach überragende Ausgangssituationen. Man hatte an der einen oder anderen Stelle auch sehr gute Ansätze, aber diese Ansätze haben eine ganz kurze Halbwertszeit gehabt. In sie sind große finanzielle Mittel geflossen, und dann sieht man keine Ergebnisse. Ergebnisse sind es aber, die eine Organisation lebensfähig machen. Das haben wir in den letzten Jahren versäumt.
Hertha hat mit der Profimannschaft hohe Personalkosten. Stehen Aufwand und Nutzen in einem Missverhältnis?
Wir wissen, dass wir einen der teuersten Kader der Liga haben und uns die Kaderstrukturen eigentlich nicht leisten können in der Phase der Konsolidierung, in der wir gerade sind. Kosten haben im Fußball eine leicht signifikante Korrelation zum Erfolg. Deshalb steht Kosten – Nutzen nicht in dem Verhältnis, wie wir uns das erhofft hätten.
Was bedeutet das für die nächste Saison?
Dass wir eine grundsätzlich andere Kaderzusammensetzung haben werden. Wir werden die Kadergröße reduzieren und die Ausgabenstruktur anpassen.
Heißt, es wird gespart?
Wir werden gezielt reinvestieren, aber nicht blindlings. Wir haben eine klare Strategie und klare Profile, welche wir für unser Spiel suchen.
Wird Hertha wichtige Spieler wie Fabian Reese, Tjark Ernst oder den jungen Kennet Eichhorn auch bei einem weiteren Jahr zweite Liga halten können?
Das kann ich nicht sagen. Am liebsten würde ich keinen unserer Spieler abgeben. Aber es gibt einen Markt. Wenn Angebote für Spieler reinkommen, müssen wir die aufgrund unserer Situation gewissenhaft prüfen und gemeinsam mit den Spielern Entscheidungen treffen. Wir sind nicht der Verein, der es sich leisten kann, Angebote für Spieler einfach wegzuatmen. Es gab mal eine Phase, wo Hertha mit Finanzmitteln ausgestattet war, aber die hat man verspielt.
Sie meinen die 374 Millionen Euro des Investors Lars Windhorst?
Diese Mittel können wir nicht mehr herbeiführen. Wir müssen den Realitäten ins Auge schauen. Noch mal. Hertha steht die größte Transformation im Fußball bevor, und da wird man Dinge verlieren.
Steht auch eine Abkehr vom Berliner Weg zur Debatte?
Wir haben unseren Mitgliedern gegenüber das Versprechen gegeben, dass der Berliner Weg unsere Identität ist. Er bietet eine Hülle. In seinem Kontext geht es gezielt darum, Spieler aus der Akademie an den Profibereich heranzuführen. Wenn sich Spieler durch Leistung für die Profis qualifizieren, müssen wir dafür sorgen, dass dort oben auch für sie Platz ist. Das haben wir festgelegt.
Was bedeutet ein weiteres Jahr zweite Liga für den Gesamtverein?
Dass sich der Verein und das Umfeld komplett auf die zweite Liga einstellen und sie annehmen. Dazu gehört auch, dass man annimmt, dass man einen Aufstieg nicht mit Hurrafußball erreicht. Die zweite Liga hat gewisse Kriterien. Deshalb machen wir einen Neustart und versuchen, mit einer anderen Kaderstruktur als in den vergangenen Jahren zu starten.
Wird Stefan Leitl in der kommenden Saison Trainer bleiben?
Ja. Es ist meine Führungsverantwortung, zu fragen: Was ist es wert, das Alte zu ersetzen? Diesem Verein tut in seiner Wankelmütigkeit Kontinuität gut. Aber Kontinuität ist nicht mit Mutlosigkeit zu verwechseln. Diese Gesamtorganisation muss sich daran gewöhnen, dass wir kompetitiver werden.
Bleibt Benjamin Weber als Sportdirektor ebenfalls an Bord?
Auch hier ja.
Nach außen gab Hertha in dieser Saison nicht immer ein gutes Bild ab. Nach den Vorkommnissen gegen Schalke standen die eigenen Fans in Dresden wieder im Mittelpunkt. Wie ist der Stand der Aufarbeitung?
Wir sind nicht derjenige, der die Störer feststellt. Da sind wir auf andere Organisationen und Institutionen angewiesen. Mit denen arbeiten wir eng zusammen. Wir als Hertha BSC, Präsidium, Gremien, Geschäftsführung und Mitarbeitende, wollen eine lebendige Fankultur haben, aber ohne Gewalt. Die körperliche Unversehrtheit steht an erster Stelle, und diese geht einher mit dem Einhalten von Regeln und Gesetzen.
Hat Herthas aktive Fanszene dem Verein einen Bärendienst erwiesen?
Die Fanszene muss sich die Frage stellen: Will man Sand oder will man Samen sein in den zukünftigen Strukturen? Vor dem Hintergrund der Betrachtung durch die Innenministerkonferenz und die Sportministerkonferenz waren diese Aktionen sicherlich nicht förderlich. Ich glaube, man kann nicht nur einfordern, sondern zum Einfordern gehört auch, dass wir uns an Regeln halten, die jedem ein schönes Stadionerlebnis ermöglichen. Das, was wir in Dresden gesehen haben, hat nichts mit einem schönen Stadionerlebnis zu tun.
Wie erleben Sie den Austausch mit der aktiven Fanszene, die im Verein viel Gewicht besitzt?
Sehr intensiv. Sehr offen. Mich hat erschüttert, wie man in Dresden agiert hat, aber es ist jetzt nicht so, dass sich eine Gruppe vor der anderen in den Staub wirft. Da fallen sehr klare und sehr deutliche Worte.
Mit welchen Konsequenzen müssen die Täter seitens des Vereins rechnen?
Stadionverbote. Man wird sicherlich auch darüber diskutieren müssen, wie es mit der Ausübung der Mitgliedschaft aussieht. Diese Diskussion ist aus unserer Sicht unumgänglich.
Seit den Tagen von Kay Bernstein ist Herthas Fanszene in den Vereinsgremien stark vertreten und verfügt über viel Einfluss. Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Arbeit?
Ich sehe mich in einer Vermittlerrolle und scheue mich nicht, klare Grenzen zu setzen und klare Entscheidungen zu formulieren, auch wenn sie dem einen oder anderen in seiner Welt nicht gefallen. Ich erlebe die Zusammenarbeit mit dem Präsidium und den Gremien so, dass man Gehör findet und sehr offen ist. Ja, da gibt es andere Erfahrungswerte, und ja, da gibt es andere Sichtweisen, aber wir haben uns eine Kultur erarbeitet, wo das bessere Argument zählt. Das sehe ich auch auf der Fanseite.
Herr Görlich, es heißt, die Arbeit bei einem Traditionsklub lässt Verantwortliche schneller altern. Wie fühlen Sie sich nach Ihrem ersten halben Jahr bei Hertha BSC?
Den Alterungsprozess sollen andere beurteilen. Ich fühle mich wohl bei Hertha, aber man erkennt, dass so ein Traditionsverein viele Ideale verfolgt, die ihm an der einen oder anderen Stelle auch im Weg stehen und den Blick auf die Realität nicht so klar werden lassen.
Welche Ideale meinen Sie konkret?
Wir sind ein gefühlter Dauerbundesligist. So nehmen wir uns selber wahr, so werden wir von unseren Fans wahrgenommen, so werden wir von der Stadt wahrgenommen, aber das sind wir nicht. Wir sind in der zweiten Liga. Das ist was ganz anderes. Sportlich und auch finanziell gesehen.
Trotzdem wurde das Ziel Aufstieg vor der Saison klar ausgerufen.
Wir möchten gerne aufsteigen, aber damit sind wir nicht allein. Das möchten andere auch. Deshalb sollten wir unsere Ideale wieder auf ein realistisches Maß zurückfahren und schauen: Wie gegenwartstauglich und wie zukunftstauglich sind wir?
Ihr Fazit dazu?
Wir haben eindeutig Nachholbedarf.
In welchem Zustand haben Sie den Klub bei Ihrem Amtsantritt vorgefunden?
Als ich hierherkam, herrschte gefühlt eine große Depression. Nach dem Motto „Oh Gott, es ist alles fürchterlich schlimm“. Das hat sich gebessert, aber wir müssen uns inhaltlich transformieren. Wir haben unsere Inhalte in der Akademie verloren, es ist vieles zufällig gewesen, was wir gemacht haben. Es gab keine Struktur dahinter. Wir haben teilweise unsere Identität verloren. Das meine ich ganz grundsätzlich. Wie treten wir als Hertha auf? Wir müssen den Realitäten ins Auge sehen, dass uns innerhalb der Stadtgrenzen andere den Rang abgelaufen haben.
Sie meinen den 1. FC Union. Ist Hertha dabei, dauerhaft die Nummer zwei der Stadt zu bleiben?
Es gilt, an diesem Zustand zu arbeiten und ihn nicht zu akzeptieren. Wir müssen fleißig wieder ins Arbeiten kommen und unsere Ideale auch mal wegräumen. Manchmal habe ich hier das Gefühl, dass man sich die Kopfschmerzen von gestern nicht gönnt, nur weil man sich irgendwie positionieren will. Es geht darum, einen Klub mit einer großen, aber wankelmütigen Geschichte wieder ins Lot zu bringen. Hertha ist ein Lagerfeuer in dieser Stadt, um das sich viele Menschen gerne versammeln und ihre Ideale darauf projizieren.
Das führt nicht selten zu übertriebenen Erwartungen.
Sind wir mal ehrlich. So richtig konstant ist Hertha jetzt nicht durch die vergangenen Jahrzehnte gelaufen. Aber das macht Hertha auch so liebenswert, weil das genau das ist, was wir in unserem täglichen Leben auch erleben. Diese Aufs und Abs. Deshalb ist Hertha so tief in der Gesellschaft verankert. Bei Hertha ist es so, wie es bei jedem Einzelnen zu Hause auch ist. Nach dem Motto: „Woanders is’ auch scheiße.“
In welchen Bereichen sehen Sie den größten Handlungsbedarf?
Der Klub hat in den letzten Jahren für sich definiert, wie er nicht funktionieren will. Aber er hat nicht definiert, wie er funktionieren könnte. Das, was wir hier haben, ist in meinen Augen die größte Transformation im Fußball. Das spiegelt sich in allen Belangen wider. Wir sind ein hoch verschuldeter Klub. Wir sind ein Klub mit mangelhafter Infrastruktur. Das beginnt beim Trainingsplatz und hört bei den Räumlichkeiten auf. Wir haben keine Trainingsbedingungen auf Bundesligastandard. Wir sind ein Klub, der sich in der ersten Liga sieht, aber in der zweiten Liga kickt. Wir sind ein Klub, der sich radikal verändern muss. Das muss aber mit Nachdruck verfolgt werden. Man ist hier gut beraten, wenn man nicht alle vierzehn Tage eine neue Idee durchs Dorf treibt.
Aktuell sieht es so aus, als würde Hertha den Aufstieg verpassen. Wie bewerten Sie den Saisonverlauf?
Die Hinserie empfinde ich als absoluten Entwicklungsschritt. Zuerst stimmten die Ergebnisse nicht, aber nach einem Systemwechsel hat man eine rekordverdächtige Serie hingelegt. Dann musste man feststellen, so ganz stabil ist dieses System noch nicht. In der Rückrunde haben wir zu viele Unentschieden hingelegt, ehe wir in Paderborn richtig einen auf die Mütze bekommen haben. Das war ein komplettes Systemversagen. Danach hat uns jeder in Schutt und Asche geredet.
Zu Recht?
Solche Ausschläge gibt es immer wieder. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir haben uns dann wieder gefangen und hatten gegen Kaiserslautern zum ersten Mal in dieser Saison wahrhaftig die Chance, in Aufstiegsthemen hineinzuschnuppern, anzuklopfen. Teil der Wahrheit ist ja, dass wir nie ganz vorne waren. Trotzdem haben wir eine positive Entwicklung hingelegt, das Gesamtgefüge ist stabilisiert. Uns fehlt an der einen oder anderen Stelle tatsächlich noch der letzte Kick.
Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?
Ich interpretiere die Saison so, dass sie der Startpunkt sein kann für etwas, das tatsächlich zu etwas Größerem führt. Wohl wissend, dass dieser Klub sich massiv verändern wird.
Unter welchen Aspekten?
Zuerst einmal inhaltlich gesehen. Dieser Klub hat sich in den letzten Jahren mehrfach verloren. Man hatte hier mehrfach überragende Ausgangssituationen. Man hatte an der einen oder anderen Stelle auch sehr gute Ansätze, aber diese Ansätze haben eine ganz kurze Halbwertszeit gehabt. In sie sind große finanzielle Mittel geflossen, und dann sieht man keine Ergebnisse. Ergebnisse sind es aber, die eine Organisation lebensfähig machen. Das haben wir in den letzten Jahren versäumt.
Hertha hat mit der Profimannschaft hohe Personalkosten. Stehen Aufwand und Nutzen in einem Missverhältnis?
Wir wissen, dass wir einen der teuersten Kader der Liga haben und uns die Kaderstrukturen eigentlich nicht leisten können in der Phase der Konsolidierung, in der wir gerade sind. Kosten haben im Fußball eine leicht signifikante Korrelation zum Erfolg. Deshalb steht Kosten – Nutzen nicht in dem Verhältnis, wie wir uns das erhofft hätten.
Was bedeutet das für die nächste Saison?
Dass wir eine grundsätzlich andere Kaderzusammensetzung haben werden. Wir werden die Kadergröße reduzieren und die Ausgabenstruktur anpassen.
Heißt, es wird gespart?
Wir werden gezielt reinvestieren, aber nicht blindlings. Wir haben eine klare Strategie und klare Profile, welche wir für unser Spiel suchen.
Wird Hertha wichtige Spieler wie Fabian Reese, Tjark Ernst oder den jungen Kennet Eichhorn auch bei einem weiteren Jahr zweite Liga halten können?
Das kann ich nicht sagen. Am liebsten würde ich keinen unserer Spieler abgeben. Aber es gibt einen Markt. Wenn Angebote für Spieler reinkommen, müssen wir die aufgrund unserer Situation gewissenhaft prüfen und gemeinsam mit den Spielern Entscheidungen treffen. Wir sind nicht der Verein, der es sich leisten kann, Angebote für Spieler einfach wegzuatmen. Es gab mal eine Phase, wo Hertha mit Finanzmitteln ausgestattet war, aber die hat man verspielt.
Sie meinen die 374 Millionen Euro des Investors Lars Windhorst?
Diese Mittel können wir nicht mehr herbeiführen. Wir müssen den Realitäten ins Auge schauen. Noch mal. Hertha steht die größte Transformation im Fußball bevor, und da wird man Dinge verlieren.
Steht auch eine Abkehr vom Berliner Weg zur Debatte?
Wir haben unseren Mitgliedern gegenüber das Versprechen gegeben, dass der Berliner Weg unsere Identität ist. Er bietet eine Hülle. In seinem Kontext geht es gezielt darum, Spieler aus der Akademie an den Profibereich heranzuführen. Wenn sich Spieler durch Leistung für die Profis qualifizieren, müssen wir dafür sorgen, dass dort oben auch für sie Platz ist. Das haben wir festgelegt.
Was bedeutet ein weiteres Jahr zweite Liga für den Gesamtverein?
Dass sich der Verein und das Umfeld komplett auf die zweite Liga einstellen und sie annehmen. Dazu gehört auch, dass man annimmt, dass man einen Aufstieg nicht mit Hurrafußball erreicht. Die zweite Liga hat gewisse Kriterien. Deshalb machen wir einen Neustart und versuchen, mit einer anderen Kaderstruktur als in den vergangenen Jahren zu starten.
Wird Stefan Leitl in der kommenden Saison Trainer bleiben?
Ja. Es ist meine Führungsverantwortung, zu fragen: Was ist es wert, das Alte zu ersetzen? Diesem Verein tut in seiner Wankelmütigkeit Kontinuität gut. Aber Kontinuität ist nicht mit Mutlosigkeit zu verwechseln. Diese Gesamtorganisation muss sich daran gewöhnen, dass wir kompetitiver werden.
Bleibt Benjamin Weber als Sportdirektor ebenfalls an Bord?
Auch hier ja.
Nach außen gab Hertha in dieser Saison nicht immer ein gutes Bild ab. Nach den Vorkommnissen gegen Schalke standen die eigenen Fans in Dresden wieder im Mittelpunkt. Wie ist der Stand der Aufarbeitung?
Wir sind nicht derjenige, der die Störer feststellt. Da sind wir auf andere Organisationen und Institutionen angewiesen. Mit denen arbeiten wir eng zusammen. Wir als Hertha BSC, Präsidium, Gremien, Geschäftsführung und Mitarbeitende, wollen eine lebendige Fankultur haben, aber ohne Gewalt. Die körperliche Unversehrtheit steht an erster Stelle, und diese geht einher mit dem Einhalten von Regeln und Gesetzen.
Hat Herthas aktive Fanszene dem Verein einen Bärendienst erwiesen?
Die Fanszene muss sich die Frage stellen: Will man Sand oder will man Samen sein in den zukünftigen Strukturen? Vor dem Hintergrund der Betrachtung durch die Innenministerkonferenz und die Sportministerkonferenz waren diese Aktionen sicherlich nicht förderlich. Ich glaube, man kann nicht nur einfordern, sondern zum Einfordern gehört auch, dass wir uns an Regeln halten, die jedem ein schönes Stadionerlebnis ermöglichen. Das, was wir in Dresden gesehen haben, hat nichts mit einem schönen Stadionerlebnis zu tun.
Wie erleben Sie den Austausch mit der aktiven Fanszene, die im Verein viel Gewicht besitzt?
Sehr intensiv. Sehr offen. Mich hat erschüttert, wie man in Dresden agiert hat, aber es ist jetzt nicht so, dass sich eine Gruppe vor der anderen in den Staub wirft. Da fallen sehr klare und sehr deutliche Worte.
Mit welchen Konsequenzen müssen die Täter seitens des Vereins rechnen?
Stadionverbote. Man wird sicherlich auch darüber diskutieren müssen, wie es mit der Ausübung der Mitgliedschaft aussieht. Diese Diskussion ist aus unserer Sicht unumgänglich.
Seit den Tagen von Kay Bernstein ist Herthas Fanszene in den Vereinsgremien stark vertreten und verfügt über viel Einfluss. Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Arbeit?
Ich sehe mich in einer Vermittlerrolle und scheue mich nicht, klare Grenzen zu setzen und klare Entscheidungen zu formulieren, auch wenn sie dem einen oder anderen in seiner Welt nicht gefallen. Ich erlebe die Zusammenarbeit mit dem Präsidium und den Gremien so, dass man Gehör findet und sehr offen ist. Ja, da gibt es andere Erfahrungswerte, und ja, da gibt es andere Sichtweisen, aber wir haben uns eine Kultur erarbeitet, wo das bessere Argument zählt. Das sehe ich auch auf der Fanseite.
Peter Görlich im Interview mit Sebastian Stier
19.04.2026 - 15:29 Uhr
Wenn du Leitl nach dieser Saison eine Garantie gibst, dann geh doch einfach. Ganz egal was du sonst so anstößt.
19.04.2026 - 15:29 Uhr
Ich nehme mal nur ein Zitat aus dem Interview von Görlich.
Unter dieser Prämisse passt auch die Verlängerung mit Leitl. Bei Hertha hat man sich mit Zweitliga-Mittelmaß abgefunden und versucht die Fans gerade auf Linie zu bringen. Bei den Ultras sind da viele sicher nicht unglücklich, denn da geht es eh nicht um sportlichen Erfolg.
Zitat von Dr. Peter Görlich
Wir sind ein gefühlter Dauerbundesligist. So nehmen wir uns selber wahr, so werden wir von unseren Fans wahrgenommen, so werden wir von der Stadt wahrgenommen, aber das sind wir nicht. Wir sind in der zweiten Liga. Das ist was ganz anderes. Sportlich und auch finanziell gesehen."
Wir sind ein gefühlter Dauerbundesligist. So nehmen wir uns selber wahr, so werden wir von unseren Fans wahrgenommen, so werden wir von der Stadt wahrgenommen, aber das sind wir nicht. Wir sind in der zweiten Liga. Das ist was ganz anderes. Sportlich und auch finanziell gesehen."
Unter dieser Prämisse passt auch die Verlängerung mit Leitl. Bei Hertha hat man sich mit Zweitliga-Mittelmaß abgefunden und versucht die Fans gerade auf Linie zu bringen. Bei den Ultras sind da viele sicher nicht unglücklich, denn da geht es eh nicht um sportlichen Erfolg.
19.04.2026 - 15:32 Uhr
Die größte Transformation ist eingeleitet. Nächste Saison wird man hier und da froh sein auswärts in Unterzahl noch den einen Punkt mitgenommen zu haben.
19.04.2026 - 15:32 Uhr
"Brutal Lust auf Leistung".
Meine Güte muss er einen geringen Anspruch haben, wenn er hier eine Entwicklung sieht und so zeitig unserem Gespann eine Jobgarantie.
Was ein Blender. Er soll dann jetzt aber wenigstens auch einfach still sein und nicht mehr irgendwas labern... *
Es ist mit Ansage, dass es scheitern wird. Und man will sich hier irgendwas gut reden. Der blanke Wahnsinn.
Meine Güte muss er einen geringen Anspruch haben, wenn er hier eine Entwicklung sieht und so zeitig unserem Gespann eine Jobgarantie.
Was ein Blender. Er soll dann jetzt aber wenigstens auch einfach still sein und nicht mehr irgendwas labern... *
Es ist mit Ansage, dass es scheitern wird. Und man will sich hier irgendwas gut reden. Der blanke Wahnsinn.
19.04.2026 - 15:33 Uhr
Görlich guckt sich diesen Quatsch Woche für Woche an und sagt sich „Jawoll, das will ich nächste Saison mit nem schlechteren Kader genauso sehen.“, herrje.
Lust auf Leiden statt Lust auf Leistung, anders kann man das doch nicht begründen.
Wenn sie wenigstens sagen würden, dass sicherlich nicht alles an diesem Fußball toll ist, aber die finanziellen Belange große Sprünge auf und neben dem Platz unmöglich machen, hätte ich ne deutliche größere Akzeptanz für diesen ganzen Bums als mit so markigen Sprüchen und offen geäußerten Aufstiegsambitionen.
Lust auf Leiden statt Lust auf Leistung, anders kann man das doch nicht begründen.
Wenn sie wenigstens sagen würden, dass sicherlich nicht alles an diesem Fußball toll ist, aber die finanziellen Belange große Sprünge auf und neben dem Platz unmöglich machen, hätte ich ne deutliche größere Akzeptanz für diesen ganzen Bums als mit so markigen Sprüchen und offen geäußerten Aufstiegsambitionen.
19.04.2026 - 15:33 Uhr
Ganz ehrlich, was ist Leitls Leistungsnachweis diese
Saison?
Wenn man sich sein Gerede von Lust auf Leistung anhört, kann sich seine Untätigkeit nur damit erklären dass einfach kein Geld da ist für Abfindungen da ist.
PG ein weiterer Blender in unserem Verein!
Saison?
Wenn man sich sein Gerede von Lust auf Leistung anhört, kann sich seine Untätigkeit nur damit erklären dass einfach kein Geld da ist für Abfindungen da ist.
PG ein weiterer Blender in unserem Verein!
19.04.2026 - 15:35 Uhr
Größte Transformationen im Fußball gehen selten mit komplettem Festhalten an leitendem Personal einher.
Das wird Görlich höchstwahrscheinlich spätestens im Wintermantel erfahren.
Das wird Görlich höchstwahrscheinlich spätestens im Wintermantel erfahren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Colossus am 19.04.2026 um 15:43 Uhr bearbeitet
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