Der Schiri Thread
08.08.2011 - 15:46 Uhr
07.03.2016 - 11:36 Uhr
Zitat von Hegermeister
Jein. Denn nun "lohnt" es sich für Verteidiger wieder, im Strafraum die Notbremse zu ziehen. Vor dem Strafraum gibt es dafür rot - und Freistoß. Im Strafraum nur gelb - und Elfer. Aber der ist noch nicht drin.
Eigentlich müsst man es so machen: Foul im Strafraum, der foulende muss den Platz verlassen, wenn der Elfer rein geht, bekommt er den gelben Karton und darf wieder aufs Feld - geht der Elfer nicht rein, bleibt er mit roter Karte draußen...
Zitat von werschtche
Find ich persönlich eine richtige Entscheidung.
Quelle: www.swp.de
"...Die Entscheidung gilt zunächst für eine Testperiode von zwei Jahren. Die bisherige Regelung war von vielen prominenten Fußballern und Trainern, unter ihnen Bundestrainer Joachim Löw, massiv kritisiert worden."
Die FIFA hat die Dreifachbestrafung modifiziert. Schon mit Beginn der Euro in Frankreich soll ein Spieler für ein Foul im Strafraum nur noch bei einer Tätöichkeit mit Rot vom Platz fliegen. Find ich persönlich eine richtige Entscheidung.
Jein. Denn nun "lohnt" es sich für Verteidiger wieder, im Strafraum die Notbremse zu ziehen. Vor dem Strafraum gibt es dafür rot - und Freistoß. Im Strafraum nur gelb - und Elfer. Aber der ist noch nicht drin.
Eigentlich müsst man es so machen: Foul im Strafraum, der foulende muss den Platz verlassen, wenn der Elfer rein geht, bekommt er den gelben Karton und darf wieder aufs Feld - geht der Elfer nicht rein, bleibt er mit roter Karte draußen...
Das bleibt für mich aber ein eher theoretischer Fall. Elfmeter sind ja schon eine bessere Gelegenheit als ein Freistoß. Ich glaube, ich persönlich würde immer noch das Foul vor dem Strafraum vorziehen, auch wenn ich dann vom Platz müsste.
Gruß
Chio
07.03.2016 - 11:54 Uhr
Zitat von chioro
Das bleibt für mich aber ein eher theoretischer Fall. Elfmeter sind ja schon eine bessere Gelegenheit als ein Freistoß. Ich glaube, ich persönlich würde immer noch das Foul vor dem Strafraum vorziehen, auch wenn ich dann vom Platz müsste.
Zitat von Hegermeister
Jein. Denn nun "lohnt" es sich für Verteidiger wieder, im Strafraum die Notbremse zu ziehen. Vor dem Strafraum gibt es dafür rot - und Freistoß. Im Strafraum nur gelb - und Elfer. Aber der ist noch nicht drin.
Eigentlich müsst man es so machen: Foul im Strafraum, der foulende muss den Platz verlassen, wenn der Elfer rein geht, bekommt er den gelben Karton und darf wieder aufs Feld - geht der Elfer nicht rein, bleibt er mit roter Karte draußen...
Zitat von werschtche
Find ich persönlich eine richtige Entscheidung.
Quelle: www.swp.de
"...Die Entscheidung gilt zunächst für eine Testperiode von zwei Jahren. Die bisherige Regelung war von vielen prominenten Fußballern und Trainern, unter ihnen Bundestrainer Joachim Löw, massiv kritisiert worden."
Die FIFA hat die Dreifachbestrafung modifiziert. Schon mit Beginn der Euro in Frankreich soll ein Spieler für ein Foul im Strafraum nur noch bei einer Tätöichkeit mit Rot vom Platz fliegen. Find ich persönlich eine richtige Entscheidung.
Jein. Denn nun "lohnt" es sich für Verteidiger wieder, im Strafraum die Notbremse zu ziehen. Vor dem Strafraum gibt es dafür rot - und Freistoß. Im Strafraum nur gelb - und Elfer. Aber der ist noch nicht drin.
Eigentlich müsst man es so machen: Foul im Strafraum, der foulende muss den Platz verlassen, wenn der Elfer rein geht, bekommt er den gelben Karton und darf wieder aufs Feld - geht der Elfer nicht rein, bleibt er mit roter Karte draußen...
Das bleibt für mich aber ein eher theoretischer Fall. Elfmeter sind ja schon eine bessere Gelegenheit als ein Freistoß. Ich glaube, ich persönlich würde immer noch das Foul vor dem Strafraum vorziehen, auch wenn ich dann vom Platz müsste.
Die Idee ist schon charmant, allerdings dürfte man eine etwaige Pause für das kommende Spiel (als Konsequenz der roten Karte im Falle eines verschossenen Elfers) nicht vom Schussglück des Schützen der gegnerischen Mannschaft abhängig machen. Sonst käme es zu der Situation, dass ein Elfer beim Stande von 3:0 für die Mannschaft des gefoulten Spielers absichtlich verschossen wird, um der anderen Mannschaft (z.B. ein Konkurrent im Abstiegskampf) bewusst mehr zu schaden als durch einen belanglosen Treffer. Und dann wären wir wieder am Anfang - einer Ungerechtigkeit. Und kompliziert wäre es obendrein.
11.03.2016 - 00:00 Uhr
einige interessante Infos über die Schiedsrichter Gilde
von Spiegel.de
"Strukturelle und personelle Probleme": Deutsche Schiedsrichter beklagen Missstände
Fandel und Krug, so heißt es, würden die Bewertungen nachträglich vor dem Fernseher korrigieren. Angeblich würden Fandel und Krug diese Nachbearbeitung auch dazu nutzen, um vermeintliche Lieblingsschüler zu bevorzugen. Der DFB weist das entschieden zurück: "TV-Bilder führen zu keiner nachträglichen Veränderung der Bewertung, um Schiedsrichter zu bevorzugen."
http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-deutsche-schiedsrichter-beklagen-missstaende-a-1081581.html
von Spiegel.de
"Strukturelle und personelle Probleme": Deutsche Schiedsrichter beklagen Missstände
Fandel und Krug, so heißt es, würden die Bewertungen nachträglich vor dem Fernseher korrigieren. Angeblich würden Fandel und Krug diese Nachbearbeitung auch dazu nutzen, um vermeintliche Lieblingsschüler zu bevorzugen. Der DFB weist das entschieden zurück: "TV-Bilder führen zu keiner nachträglichen Veränderung der Bewertung, um Schiedsrichter zu bevorzugen."
http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-deutsche-schiedsrichter-beklagen-missstaende-a-1081581.html
12.03.2016 - 17:19 Uhr
Meine Herren, Herr Dankert macht in Darmstadt den Freischwimmer: Erst der Witz mit dem Kopfballtor, jezt zum Ausgleich einen Gnaden- Elfmeter.
Und da wundert sich die Schiedsrichter-Gilde, dass die Trainer über sie lachen.
Und da wundert sich die Schiedsrichter-Gilde, dass die Trainer über sie lachen.
29.03.2016 - 12:14 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Deutschlands Unparteiische stecken in einer tiefen Formkrise. Noch nie gab es so viele gravierende Fehlentscheidungen...
Ein einsichtiger Knut Kircher über die "Häufung der Fehlentscheidungen"
26.04.2016 - 12:29 Uhr
Zitat von Mittelschichtler
Für eine solche Schirileistung musst du Dankert eigentlich in die Regionalliga schicken, der hatte wohl einen braunen Streifen in der Hose.
Die erste gelbe gegen Herrn Orban war schon ein Witz, in der Summe macht das halt nur gelb.
Wenn du Orban duschen schickst, musst du Karl und Demme ebenso runterschicken.
Dankert hatte absolut keine Linie und Fingerspitzengefühl im drin. Das Spiel war doch ein Paradebeispiel dafür, wie einem Schiri das Spiel entglitt.
Poulsen hat sich nicht über den am Boden liegenden FCK Spieler zu beugen und zu gestikulieren, andererseits müssen Gaus und Karl nicht anfangen zu schubsen.
Ob theatralisch oder nicht, Demme lässt bei der Aktion gegen Zimmer klar das Bein stehen, für mich war das ein glasklarer 11 m.
Dem Ganzen setzt das Abseitstor natürlich noch die Krone auf.
Zusammengefasst: Gerechtes Unentschieden.
Für eine solche Schirileistung musst du Dankert eigentlich in die Regionalliga schicken, der hatte wohl einen braunen Streifen in der Hose.
Die erste gelbe gegen Herrn Orban war schon ein Witz, in der Summe macht das halt nur gelb.
Wenn du Orban duschen schickst, musst du Karl und Demme ebenso runterschicken.
Dankert hatte absolut keine Linie und Fingerspitzengefühl im drin. Das Spiel war doch ein Paradebeispiel dafür, wie einem Schiri das Spiel entglitt.
Poulsen hat sich nicht über den am Boden liegenden FCK Spieler zu beugen und zu gestikulieren, andererseits müssen Gaus und Karl nicht anfangen zu schubsen.
Ob theatralisch oder nicht, Demme lässt bei der Aktion gegen Zimmer klar das Bein stehen, für mich war das ein glasklarer 11 m.
Dem Ganzen setzt das Abseitstor natürlich noch die Krone auf.
Zusammengefasst: Gerechtes Unentschieden.
Ich fand Dankerts Linie eigentlich deutlich und bin für solche Schiedsrichter, gerade auf dem Berg, dankbar. Geht ein bisschen in die Richtung von Knut Kircher, der mit seinen Karten auch sparsam umgeht und körperliches Spiel zulässt, solange es im Kampf um den Ball, nicht übertrieben hart oder eben taktisch ist.
Das Spiel erstmal nicht mit einer Kartenflut zu beginnen, wie es andere Schiedsrichter machen, um sich "Respekt" zu verschaffen, hat ihn nicht dazu gezwungen, mit Karten auch in der Folgezeit um sich zu werfen. Fouls, im Zweikampf um den Ball, hat er gepfiffen, die Spieler ermahnt aber die Karten stecken lassen. Karten gab es für Aktionen, die über "normale" Fouls hinausgingen.
- Karl, weil er im Gegensatz zu Halfar, angerannt kam und Poulsen (ok, der hätte sie eigentlich auch verdient aus meiner roten Brille) schubste. Sein zweites Foul war im Zweikampf, letzte Verwarnung ok.
- Gaus für das übertriebene Foul (sehr schön!), das einen Geschmack von Revanche hatte.
- Orban, weil er Zimmer unterbaut haut, was ne sehr fiese Nummer ist. Er geht nicht zum Ball und nimmt ne Verletzung des Gegners in Kauf.
- Den Elfer nicht zu geben, finde ich prinzipiell ok, wenn es der Gefoulte nur darauf anlegt, insbesondere in der Theatralik.
- Demmes 1. Gelbe habe ich nicht mehr richtig im Kopf. Glaube konnte man als taktisches Foul werten. Dem zweiten Foul folgte die Verwarnung, wie bei Karl eben auch.
- Orbans Gelb-Rot war ein Bodycheck, als der Ball schon weg war und war auch taktisch.
- Ilsankers Foul war ebenso hart wie taktisch und daher gelb.
- Das Tor war kein Abseits, für mich gleiche Höhe. Zum einen die Frage, ob die Hand des Verteidigers zählt. Aber vorallem ist in den Bildern der Führungskamera nicht zu sehen, wo das linke Bein des IV ist. Zentimeterentscheidung. Der Linienrichter stand aber gut und hatte eine bessere Perspektive als die Kamera.
In Ebay-Sprache die Bewertung Dankerts: Alles super, Gerne wieder!
26.04.2016 - 21:11 Uhr
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
26.04.2016 - 22:04 Uhr
Zitat von -Cloud-
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Naja ganz so theoretischer Natur ist das ganze auch wieder nicht. Eine Armlänge ist, wie wir alle spätestens seit Silvester wissen, ein nicht ganz unerheblicher Abstand. Ein durchschnittlicher IV bringt da wohl zwischen 70 und 80 cm mit, was in meinen Augen deutlich aus dem Bereich "Im Zweifel" heraus fällt.
In den Standbildern und Grafiken die ich mir so in Erinnerung rufen kann, werden dieselben Körperteile berücksichtigt wie beim Angreifer. daher wäre es tatsächlich hoch interessant zu wissen, wie genau die Regel zu handhaben ist.
26.04.2016 - 22:29 Uhr
Zitat von CvandenM
Naja ganz so theoretischer Natur ist das ganze auch wieder nicht. Eine Armlänge ist, wie wir alle spätestens seit Silvester wissen, ein nicht ganz unerheblicher Abstand. Ein durchschnittlicher IV bringt da wohl zwischen 70 und 80 cm mit, was in meinen Augen deutlich aus dem Bereich "Im Zweifel" heraus fällt.
In den Standbildern und Grafiken die ich mir so in Erinnerung rufen kann, werden dieselben Körperteile berücksichtigt wie beim Angreifer. daher wäre es tatsächlich hoch interessant zu wissen, wie genau die Regel zu handhaben ist.
Zitat von -Cloud-
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Naja ganz so theoretischer Natur ist das ganze auch wieder nicht. Eine Armlänge ist, wie wir alle spätestens seit Silvester wissen, ein nicht ganz unerheblicher Abstand. Ein durchschnittlicher IV bringt da wohl zwischen 70 und 80 cm mit, was in meinen Augen deutlich aus dem Bereich "Im Zweifel" heraus fällt.
In den Standbildern und Grafiken die ich mir so in Erinnerung rufen kann, werden dieselben Körperteile berücksichtigt wie beim Angreifer. daher wäre es tatsächlich hoch interessant zu wissen, wie genau die Regel zu handhaben ist.
Da geht es ja aber nicht nur um die Länge
Denn welcher Verteidiger rennt denn mit permanent in Richtung Grundlinie ausgestrecktem Arm durch die Gegend?
Selbst bei einer Schwungbewegung mit ausgestrecktem Arm, die schon sehr unnatürlich wäre, ginge es zwar um eine nicht unerhebliche Distanz, jedoch ist der Zeitpunkt ausgestreckter Arm und Ballabgabe mit peripherem Blick unmöglich zweifelsfrei in Deckung zu bringen. insofern sind wir da aufgrund des Faktors zeitliche Ungenauigkeit/Abweichung bei der Beobachtung schon wieder beim Thema im zweifel für den Angeklagten.
26.04.2016 - 22:48 Uhr
Zitat von -Cloud-
Da geht es ja aber nicht nur um die Länge
Denn welcher Verteidiger rennt denn mit permanent in Richtung Grundlinie ausgestrecktem Arm durch die Gegend?
Selbst bei einer Schwungbewegung mit ausgestrecktem Arm, die schon sehr unnatürlich wäre, ginge es zwar um eine nicht unerhebliche Distanz, jedoch ist der Zeitpunkt ausgestreckter Arm und Ballabgabe mit peripherem Blick unmöglich zweifelsfrei in Deckung zu bringen. insofern sind wir da aufgrund des Faktors zeitliche Ungenauigkeit/Abweichung bei der Beobachtung schon wieder beim Thema im zweifel für den Angeklagten.
Zitat von CvandenM
Naja ganz so theoretischer Natur ist das ganze auch wieder nicht. Eine Armlänge ist, wie wir alle spätestens seit Silvester wissen, ein nicht ganz unerheblicher Abstand. Ein durchschnittlicher IV bringt da wohl zwischen 70 und 80 cm mit, was in meinen Augen deutlich aus dem Bereich "Im Zweifel" heraus fällt.
In den Standbildern und Grafiken die ich mir so in Erinnerung rufen kann, werden dieselben Körperteile berücksichtigt wie beim Angreifer. daher wäre es tatsächlich hoch interessant zu wissen, wie genau die Regel zu handhaben ist.
Zitat von -Cloud-
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Ich habe mich inzwischen mal kurzgeschlossen:
Rein logisch betrachtet müsste wie erwähnt die Hand des Verteidigers ebenso wenig zählen wie die Hand des Angreifers, da er den Ball damit ja auch nicht regulär spielen kann.
Faktisch werden in der Regel nur Körperteile des Angreifers ausgeschlossen und es gibt auch keine zusätzliche mündliche Anweisung, die den Verteidiger betrifft.
Das liegt ganz einfach daran - und da werden wir uns alle einig sein - dass eine Abseitssituation, die durch die Hand eines Verteidigers entschieden werden könnte, so eng ist, dass in diesen Fällen der Grundsatz "im Zweifel für den Angreifer" gelten sollte.
Bis zur Einführung eines Videobeweises beim Abseits wird die Frage nach der Hand des Verteidigers daher rein philosophischer Natur bleiben.
Naja ganz so theoretischer Natur ist das ganze auch wieder nicht. Eine Armlänge ist, wie wir alle spätestens seit Silvester wissen, ein nicht ganz unerheblicher Abstand. Ein durchschnittlicher IV bringt da wohl zwischen 70 und 80 cm mit, was in meinen Augen deutlich aus dem Bereich "Im Zweifel" heraus fällt.
In den Standbildern und Grafiken die ich mir so in Erinnerung rufen kann, werden dieselben Körperteile berücksichtigt wie beim Angreifer. daher wäre es tatsächlich hoch interessant zu wissen, wie genau die Regel zu handhaben ist.
Da geht es ja aber nicht nur um die Länge
Denn welcher Verteidiger rennt denn mit permanent in Richtung Grundlinie ausgestrecktem Arm durch die Gegend?
Selbst bei einer Schwungbewegung mit ausgestrecktem Arm, die schon sehr unnatürlich wäre, ginge es zwar um eine nicht unerhebliche Distanz, jedoch ist der Zeitpunkt ausgestreckter Arm und Ballabgabe mit peripherem Blick unmöglich zweifelsfrei in Deckung zu bringen. insofern sind wir da aufgrund des Faktors zeitliche Ungenauigkeit/Abweichung bei der Beobachtung schon wieder beim Thema im zweifel für den Angeklagten.
Ich will ja gar nicht behaupten, dass das ständig vorkäme, geschweigedenn, dass es leicht (oder gar überhaupt) für den Linienrichter zu beurteilen ist. Dennoch würde ich das ganze nicht völlig ins Reich des Spekulativen abschieben wollen.
Es wird sicherlich die ein oder andere Situation geben (und schon gegeben haben), in der es deutlich erkennbar ist, dass die Hand oder der Arm des Verteidigers (so diese denn dazu in der Lage sind) das Abseits aufheben. Ich kann mich jedoch nicht entsinnen, dass das jemals thematisiert worden wäre. Daher finde ich die Sache ja gerade so interessant.
Mir drängen sich da letztlich zwei Fragen auf:
Gibt es tatsächlich keine (wie auch immer geartete) Anweisung an die Linienrichter zur Handhabe solcher Situationen? Falls dem so ist: Auf Basis welcher Regelauslegung treffen die Linienrichter dann ihre Entscheidung?
Jedes Wochenende gibt es im Fußball Abseitsentscheidungen, die auf wesentlich kleineren Abständen zwischen Angreifer und Verteidiger Basieren, als einer Armlänge. Gerade deshalb würde ich dieses Thema nicht so einfach vom Tisch wischen.
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