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Der permanente Wunschtrainer-/Trainerscouting-Thread

23.09.2018 - 20:34 Uhr
Der Fussball von Roger Schmidt war streckenweise schon sehr ansehnlich, den Mensch Roger Schmidt fand ich gleichermaßen arrogant und narzistisch veranlagt, unsympathisch.

Was aber sicher schwerer schwiegt, als meine persönliche Antipathie: dieser Kader ist für einen laufintensiven Pressingfussball gar nicht geeignet. Das fängt bei Gomez' Schwächen im Anlaufen vorne an und hört bei den IV auf, da gibt es mit pavard nur einen halbwegs schnellen Mann. Zudem ist dieses Team bislang noch nicht durch besonders gutes Umschaltspiel aufgefallen. Nach vorne fast nichts, aber in der Rückwärtsbewegung ja fast noch schlimmer. Kaum eine Mannschaft, die so schnell so viele Konter zulässt, wenn sie es mal halbwegs offensiv versucht. Korkut hat nicht daran gearbeitet, das Umschaltsspiel zu verbessern, sondern seine Taktik war eben, durch die defensive Ausrichtung eben erst gar keine Konter zuzulassen. Funktioniert aber halt bei einem Rückstand nur mittelprächtig....
Doll wurde hier auch schon genannt, wäre ggf. auch einer, ansonsten muss man von Weinzierl oder R. Schmidt ausgehen

Stuttgart - Markus Weinzierl ist zwar seit 15 Monaten ohne Job. Von der Bildfläche verschwunden ist der 43-Jährige deshalb aber nicht. Regelmäßig gastiert der frühere Trainer des FC Schalke 04 und des FC Augsburg in Talkshows und gibt seine Sicht der Dinge zum Besten. Womöglich wird Weinzierl nun bald wieder von den Stühlen der TV-Studios auf die Trainerbank zurückkehren. Vieles spricht im Moment dafür, dass der Bayer die Nachfolge von Tayfun Korkut als Cheftrainer beim VfB Stuttgart antreten könnte. Was zunächst mit einer anderen Personalie zusammenhängt. Ralph Hasenhüttl, so viel steht seit Montag fest, wird nicht auf dem Cannstatter Wasen anheuern.
Weinzierl macht wohl das Rennen.
Zitat von olli1893

Stuttgart - Markus Weinzierl ist zwar seit 15 Monaten ohne Job. Von der Bildfläche verschwunden ist der 43-Jährige deshalb aber nicht. Regelmäßig gastiert der frühere Trainer des FC Schalke 04 und des FC Augsburg in Talkshows und gibt seine Sicht der Dinge zum Besten. Womöglich wird Weinzierl nun bald wieder von den Stühlen der TV-Studios auf die Trainerbank zurückkehren. Vieles spricht im Moment dafür, dass der Bayer die Nachfolge von Tayfun Korkut als Cheftrainer beim VfB Stuttgart antreten könnte. Was zunächst mit einer anderen Personalie zusammenhängt. Ralph Hasenhüttl, so viel steht seit Montag fest, wird nicht auf dem Cannstatter Wasen anheuern.
Weinzierl macht wohl das Rennen.


Das hört sich zumindest schon mal etwas konkreter an.

Dann hatte @ViorelGanea gestern doch nicht so Unrecht. Muss man dann fairerweise auch mal anerkennen, nicht immer nur drauf hauen.
Zitat von justalittlethought
Zitat von BoogalooShrimp

Zitat von Compa1893

Zitat von BoogalooShrimp

Was würde denn konkret für Weinzierl sprechen? Er ist einfach ein Trainer, dem ich die Nachhaltigkeit seines Erfolges nie wirklich geglaubt und deshalb auch nicht die Faszination an ihm verstanden habe.
Ernst gemeinte Frage. Und jetzt bitte nicht einfach inhaltslos sagen, dass er bei Augsburg teilweise aus wenig viel gemacht hat oder so. Das habe ich selbst gesehen und oben angesprochenes Problem damit. Ich würde eher gerne damit überzeugt werden warum er euer Meinung nach dort aus wenig viel gemacht hat und das auch wiederholen könnte.
Ich könnte nämlich aktuell seiner Verpflichtung nicht so viel abgewinnen.


Also ganz wichtig: Er hat nicht nur in Augsburg aus wenig, sehr viel gemacht, sondern auch davor schon in Regensburg..zwinker Mal ernsthaft: Man muss natürlich nicht fasziniert von Weinzierl sein, aber ich finde schon, dass man da in Augsburg einen sehr aufgeräumten und klaren Trainer erlebt hat. Ich hatte das Gefühl, dass er da eine Mischung hinbekommen hat, dass er ganz pragmatisch aus dem vorhandenen Material das Beste rausgeholt hat, gleichzeitig aber auch seine Idee von Fußball durchgedrückt hat. Eine Gabe die nicht viele Trainer haben und unser letzter Trainer schon gar nicht. Weinzierl hat aus Augsburg ein extrem homogenes Kollektiv geformt, die aber immer auch mutig einen sauberen Kombinationsfußball gespielt haben. Zumindest für ihre Verhältnisse. Sehr eklig und giftig zu bespielen und mit Ball schnell und sauber die eigenen Vorgaben umgesetzt. Immer 11 Mann mit Plan und an einem Strang.
Und er wirkt aus meiner Sicht wie gesagt sehr aufgeräumt, der auch unangenehme Dinge offen anspricht wie z.B. dass auch im Erfolg der notwendige Mannschaftsumbruch nicht vergessen werden darf und immer eine Entwicklung stattfinden muss, auch wenn unangenehme Entscheidungen dafür nötig sind. Eine Voraussetzung um Erfolg auch nachhaltig zu bestätigen.
Und klar war seine Pause jetzt lang, aber er scheint jetzt ja wieder bereit und willig zu sein..er hat u.a. bei City hospitiert, hat mit Schalke seinen Vertrag aufgelöst, hat sich von seinem Berater getrennt usw.

Er ist sicher kein Klopp, aber wir sind ein Chaosverein auf dem 18. Tabellenplatz und dafür wäre er aus meiner Sicht ne gute Lösung.


Das ist in etwa eine Antwort, wie ich sie mir erhofft hatte. Damit kann man arbeiten. Mein Problem, bzw eher meine leicht abweichende Interpretation oder Wahrnehmung der Zeit in Augsburg ist aber, dass ich das Gefühl hatte, dass in Augsburg viel aich unabhängig sehr gut gepasst hat. Das soll nicht bedeuten, dass er keinen großen Anteil an Erfolgen dort hatten, aber er halt vlt genau der richtige Trainer für ein gut und passend zusammengestelltes Kollektiv. Ich hatte nicht den Eindruck, dass man ihn einfach irgendwo in ein anderes Team setzen konnte und das hätte auch so funktioniert, weil er in meinen Augen halt auch extrem von sehr guter Zuarbeit profitiert hat.
Da komme ich dann auf deinen letzten Punkt zurück, der mir diesbezüglich zusätzliche Sorgen bereitet. Bei uns passt wieder sehr viel nicht..
Regensburg ist mir bewusst, aber das habe ich damals nicht wirklich verfolgt und kann daher zu der Station nicht viel sagen.


Nun ja, er hat Regensburg damals in der 3. Liga auf Platz 18 übernommen, dann noch den Klassenerhalt geschafft, diesen im Jahr drauf nochmals geschafft und sich dann die nächsten 2 Jahre sukzessive verbessert, bevor er mit einem der kleinsten Etats der Liga schließlich nach 3 1/2 Jahren aufgestiegen ist. Zunächst überraschte es natürlich, dass ein Bundesligist einen 3-Ligatrainer verpflichtete, aber er galt damals als Shootingstar.

In Augsburg hatte er damals einen extrem schlechten Start (1 Sieg in der Vorrunde, insgesamt nur 9 Punkte aus 17 Spielen, 10 Punkte Rückstand auf Platz 15), am letzten Vorrundenspieltag gab es noch ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten Greuther Fürth - da rechneten eigentlich alle mit einer Entlassung. Augsburg hielt an ihm fest und mit einer bemerkenswerten Rückrunde sprang er noch mit dem FCA auf einen direkten Nichtabstiegsplatz. Dann ging es ähnlich wie in Regensburg Saison für Saison aufwärts, Platz 8, Platz 5 und Europacup. In der Europacupsaison brachen die Augsburger ein bisschen ein (Platz 12) hielten aber die Klasse. Schalke ist bekannt - durchschnittliche Saison mit 43 Punkten auf Platz 10, wobei halt der sehr schlechte Start mit 5 Niederlagen in Serie schon eine Hypothek war, am Ende waren sie nur 6 Punkte hinter Platz 5.

Der Fußball von Weinzierl ist sehr strukturiert, defensiv gut organisiert - das Defensivkonzept ist aber anders als etwa bei Schuster (der als Weinzierl-Nachfolger bei Augsburg nicht zurecht kam) - es wird hoch und aggressiv verteidigt. Umschaltspiel ist meist gut und schnell. An ihre Grenzen kommen seine Mannschaften aber häufiger, wenn sie das Spiel machen müssen und der Gegner tief verteidigt. Ballbesitz- und Positionsspiel wäre mir bislang nicht als Weinzierl-Fußball aufgefallen.

Weinzierl gilt laut diversen Berichten (ich kenne ihn nicht) nicht gerade als sympathisch - aus Schiedsrichterkreisen gab es mal Berichte, wonach er der unsympathischste Teainer sei, in Augsburg ist er trotz seiner großen Erfolge bekanntlich im Streit geschieden und er trete, so hieß es gelegentlich, arrogant auf. Eine Frage ist für mich, ob er auf Schalke nicht auch an der Mannschaftsführung gescheitert ist. In Regensburg und Augsburg hatte er Mannschaften ohne Stars, die ihm willig folgten - bei einer selbstbewussteren Mannschaft wie Schalke oder unserer ist das natürlich nicht so ohne weiteres der Fall. Gomez, Gentner, Aogo, Beck Castro, Badstuber, Zieler haben schon so viele BL-Trainer erlebt - die bilden sich sicherlich ihre eigene Meinung.

Hasenhüttl wartet angeblich auf Leverkusen, dann könnte es auf Weinzierl hinauslaufen - es wäre eine typische Reschke-(bzw. Leverkusener)-Trainerverpflichtung. Ein Trainer, der schon bei einem kleineren Club erfolgreich war, wird verpflichtet - von Augenthaler (Nürnberg) über Labbadia (Fürth), Dutt (Freiburg), R.Schmidt (Salzburg) oder Herrlich (Regensburg) haben sie immer wieder dieses Profil gewählt. Weinzierl würde da mit Ausnahme des Schalke-Ausflugs gut reinpassen.

Seine Verpflichtung würde mich nicht mit Euphorie erfüllen (das wäre z.B. bei Rose/Maric von Salzburg der Fall), aber ich hielte sie jetzt auch nicht für eine Vollkatastrophe.

Aber Hasenhüttl, Rose oder Saibene wären mir schon lieber. Die werden aber wohl nicht kommen, denn Reschke hat ja in Interviews gesagt, dass sehr interessante Trainer auf dem Markt wären - Rose und Saibene sind nicht auf dem Markt, die müsste man wie einst Wolf aktiv abwerben (ob das gelingt, ist fraglich, aber Saibene ist z.B. schon mal mitten in der Saison von Thun nach Bielefeld gewechselt, prinzipiell unmöglich dürfte es nicht sein).

Dass er jeweils einen schwachen Start hatte, das bedeutet ja aber nur, dass er etwas brauchte um seine Idee zu vermittelnd und nicht, dass da ihm auch sehr gut und passend zugearbeitet wurde.

Der Aspekt der Menschenführung, der mir neu war, macht ihn für mich noch weniger wünschenswert. Das ist einfach ein zu wichtiger Erfolgsfaktor über mehrere Jahre hinaus.

Denke nicht, dass wir einen Trainer bekommen, der irgendwo aktiv Cheftrainer ist.

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Benutzername hat keinerlei Bezug zur rechtsextremen US-Szene und besteht hier auf der Seite schon ungleich länger als die dortige Verwendung des Wortes.
Er bezieht sich alleine auf Musik bzw. letztendlich einen Breaker aus den 80ern.
Hm. Die naheliegende und wenig überraschende Lösung also. Hat natürlich einen Beigeschmack, dass er im Januar abgelehnt hat. Dass Hasenhüttl kein Interesse hat, kommt wenig überraschend.
Zitat von Mazzola85

Dann hatte @ViorelGanea gestern doch nicht so Unrecht. Muss man dann fairerweise auch mal anerkennen, nicht immer nur drauf hauen.


Sorry, aber diese "Insiderinfo" hätte ich gestern auch raushauen können... die Trefferquote ist dabei recht hoch.

Er macht sich doch seit geraumer Zeit einen Spaß aus seinem vermeintlichen Insider-dasein.

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1893

Dieser Beitrag wurde zuletzt von VfB1893_Steven am 08.10.2018 um 14:39 Uhr bearbeitet
Zitat von 1893
Zitat von BoogalooShrimp

Zitat von 1893

Dem Trainer alles überlassen und nicht zu stützen funktioniert halt nicht. Ein Trainer ist kein Magier und kein alleinunterhalter

Mein Punkt ist, dass Weinzierl sehr gut zu dem gepasst hat was man dort aufgebaut hat. Das muss aber nicht bedeuten, dass er gut zu dem passt was wir sportlich versuchen aufzubauen (und uns dabei ungeschickt anstellen).
Wir können nicht für einen Weinzierl jetzt einen Kader der viel umgebaut wurde erneut umbauen, weil wir in den bisherigen rumpeligen Teilumbau bereits viel Kohle (aus der Ausgliederung) verblasen haben.

Es gibt Trainer die sind mehr und weniger Anpassungsfähig. Ich hab da bei ihm halt Sorgen und denke schon, dass bei uns diese Anpassungsfähigkeit notwendig sein wird. Oder wir halt einen Trainer finden, der wie A auf Eimer zu dem groben Bild unseres Kaders passt, was ich irgendwie bezweifeln würde, weil das Bild unseres Kader recht abstrakte Kunst ist. Bzw man mich überzeugen würde weshalb das Weinzierl ist.
Wir brauchen schon somit irgendwie einen Trainer der etwas flexibel auf die Gegebenheiten notdürftig reagieren, aber dann auch etwas aufbauen kann. Wenn man so will war Korkut im ersten Teil sehr gut aber konnte Teil zwei irgendwie bei uns überhaupt nicht.
Klar wird es schwer so einen Trainer zu finden, aber um auf einen grünen Zweig zu kommen ist das unsere einzige Möglichkeit. Ein Korkut bringt dir kurzfristig Rettung und perspektivisch nicht. Mit einem kaderunflexiblen Virtuosen a la Pep für Arme könnte man perspektivisch was aufbauen, aber geht mit der aktuellen Kadersituation gnadenlos baden. Wir brauchen die Mittelklasse-Variante des Mitteldings.


Verstehe ich also doch ein Magier....zwinker
Auch hier gebe ich dir recht, also mal grundsätzlich sehe das aber schwer lösbar aber dein denkansatz gefällt mit.
Der Verein wird sich leider nicht ändern nur findet man so ein.....
Man kann den Kader nicht ständig auf den Trainer umbauen. Das für zu noch mehr Chaos.

Wie ich aber bereits erwähnte, ist es für mich eh nur bedingt begreiflich wie unfkexibel viele Trainer sind.
Ein Trainer sollte den ganzen Erste-Hilfe Kasten Besitzen und je nach Diagnose handeln. Ist mir völlig wurst was der für ein lieblingssystem hat. Entscheidend ist was aktuell passt und dass er dies anwendet. Und für diese Trainerwahl wäre ein Berater (wie Sammer beim BVB) gold wert. Pep ist da mmn. auch zu unflexibel. Tuchel ist in dem Punkt wohl der Musterstreber.

Ne kein Magier. Ich erwarte aktuell nicht den Trainer, der flexibel ist und etwas aufbauen kann, das uns zum Dauergast in der CL macht, sondern ich erhoffe mir einen Trainer, der sich etwas anpassen kann und der ein Team entwickeln kann, das dauerhaft in der Bundesliga funktioniert ohne in den Abstiegskampf zu geraten.
Also keinen kommenden Wundertrainer, sondern einfach einen Trainer der solide ist. Mehr kann und sollte man nicht erwarten und ich habe oft das Gefühl, dass die Suche nach dem nächsten Wundertrainer Teams in 90% der Fäller den Flug auf die Fresse liefert.

Denke halt die unflexiblen Trainer haben mit dem großen Erfolg von Pep leider etwas zugenommen.

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Er bezieht sich alleine auf Musik bzw. letztendlich einen Breaker aus den 80ern.
Zitat von VfB_Fan
Hm. Die naheliegende und wenig überraschende Lösung also. Hat natürlich einen Beigeschmack, dass er im Januar abgelehnt hat. Dass Hasenhüttl kein Interesse hat, kommt wenig überraschend.


Weinzierl stand bis zur Sommerpause noch auf der Schalker Payroll (mit dickem Gehalt)

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Hat ja wie Korkut auch mal für die Kickers gespielt. Vielleicht ist die nächste Paralelle dann eine Siegesserie wie in der RR und es reicht für die CL. Dann rechtzeitig entlassen und Zidane als Nachfolger präsentieren. Zwinkernd
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