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Daniel Scherning
Geburtsdatum 29.10.1983
Alter 42
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein SV Wehen Wiesbaden

Daniel Scherning [Trainer]

07.11.2023 - 14:31 Uhr
Daniel Scherning [Trainer] |#141
26.04.2025 - 20:05 Uhr
Damit steht es übrigens fest. 6 Spiele gegen (tabellarisch) schwache Aufsteiger, die zum 32. Spieltag alle hinter uns stehen. 0 Siege. Argumente wie "Dafür hat man zweimal den HSV besiegt", teile ich nicht, zumal man bei solchen Gegnern auch die Messlatte nicht anlegen sollte.

Aber diese Nicht-Leistungen in sechsfacher Ausführung gegen wahrlich nicht die stärksten Aufsteiger, welche ich in den letzten XX Jahren in dieser Liga beobachten durfte ... Es ist zu wenig unter Scherning.
Daniel Scherning [Trainer] |#142
26.04.2025 - 21:18 Uhr
Ich muss ehrlich sagen, nach den drei Siegen hatte ich tatsächlich die Hoffnung, dass Daniel Scherning grundlegende Veränderungen eingeleitet hat und die Mannschaft endlich auf einen besseren Weg bringen kann.
Aber jetzt – nach diesem Auftritt – muss man das Ganze doch realistisch einordnen.

Paderborn war mehr Glück als Verstand – gerettet von deren miserabler Chancenverwertung.
Das HSV-Spiel war wirklich stark, keine Frage – aber auch hier muss man sagen, dass der HSV aktuell wieder in seiner alljährlichen Schwächephase steckt, was sich ja auch beim Spiel gegen 10 Schalker über 90 Minuten deutlich gezeigt hat.
Gegen den FCK reichte es dann gegen eine Mannschaft, die selbst in einer tiefen Negativspirale steckt.

Jetzt heute, das Spiel beim schlechtesten Team der Liga – und wir schaffen es nicht, auch nur zwei vernünftige Angriffe zu fahren.
Außer der Szene von Sancho war da gar nichts.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen…
Wir haben in dieser Saison gegen keinen einzigen Aufsteiger gewonnen.
Mit der Ausbeute gegen Ulm, Münster und Regensburg müssen wir sogar noch zufrieden sein – weil die Auftritte oft sogar noch schwächer waren als die Resultate.

Man muss leider feststellen, dass Scherning scheinbar nur Umschaltfußball gegen Ballbesitzmannschaften kann.
Gegen tiefstehende Gegner gibt es kein Konzept, keine Idee, keinen Plan.
Und – was noch schlimmer ist – auch keinen einzigen Hinweis, dass sich daran in Zukunft etwas ändern könnte.

Spätestens nach dem heutigen Spiel bin ich zu einer klaren Meinung gekommen:
Ich hoffe, wir schaffen mit Daniel Scherning den Klassenerhalt – aber danach sollte man sich in aller Freundschaft trennen.

Mein absoluter Wunschkandidat wäre Robert Klauß.
Ein Trainer, der moderne Ideen mitbringt und endlich versuchen könnte, unsere Eintracht fußballerisch weiterzuentwickeln.
Genau dieser neue Impuls wird dringend gebraucht.

Ich hoffe sehr, dass auch die Verantwortlichen erkennen, dass die schiere Menge an schlechten Spielen in dieser Saison einfach zu viel des Guten war – unabhängig vom finalen Ergebnis.

Egal wie es ausgeht – Klassenerhalt oder nicht – diese Saison war eine der schlimmsten, mit anzusehenden Runden der Eintracht in den letzten Jahrzehnten.
Ganz oft einfach völlig plan- und ideenlos.
Und dafür trägt nun mal vor allem Daniel Scherning die Hauptverantwortung.

Schade.
Ich hatte wirklich nochmal Hoffnung, dass es mit ihm besser wird. Aber das war wohl leider eine Illusion.

•     •     •

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Trainer: Torsten Lieberknecht

Ein Jahrzehnt voller Herz, Leidenschaft und Löwenmut – Danke für alles!
Daniel Scherning [Trainer] |#143
26.04.2025 - 21:44 Uhr
Über die ganze Saison ist keine Entwicklung und keine Spielidee zu erkennen. Wir haben die komplette Hinrunde nicht funktioniert, auch, wenn man viele Ausfälle hat, kann man Punkte holen. Das hat bspw. Düsseldorf auch geschafft, ganz egal, ob die jetzt in der oberen Tabellenhälfte spielen oder wir in der Unteren.

Die Spiele anfangs in der Rückserie waren auch mehr Glück als Verstand. Die Siege gegen Paderborn, Hamburg und Lautern waren einfach immens wichtig, um nicht abzusteigen, mehr auch nicht. Die Leistung in Hamburg war top. Ansonsten schaffen wir es nicht gegen ein über weite Strecken harmloses Regensburg uns Torchancen herauszuarbeiten. Null Ideen. Null!

Die Wechsel soll er mir mal erklären. Bicakcic rein, Ehlers raus, absolut falscher Wechsel, weil dadurch Köhler auf die RIV Position musste. Er war komplett aus dem Spiel. Dazu hatten wir, wie in der gesamten Hinrunde, hinten die festen drei, anstatt, dass der mittige Spieler, hybrid spielt. Normalerweise hätte Ivanov reinkommen müssen, um an der Statik dort nichts zu ändern. Wenn wir Szabo bringen, müssen wir unser Spiel auch darauf etwas anpassen. Kaufmann für Rittmüller, warum? Flanken waren eh Fehlanzeige und DMS hätte man runter nehmen müssen, war meines Erachtens ein Schatten seiner selbst. Entweder Ba dort bringen oder Marie dort hinziehen und offensiver agieren, da der Wechsel verpufft ist. Dann hätte man WOC als kreative Kraft bringen können. Naja, ist anscheinend kein Trainerliebling. Und dann Polter dazu, obwohl wir die Bälle gar nicht nach vorne bekommen, weil es im Mittelfeld hapert.

Man regt sich schon die ganze Saison auf, weil alles zusammenkommt, fehlende Ideen in der Offensive, keine Flexibilität in der Taktik/Aufstellung, kein Mut, Sturheit, keine Weiterentwicklung, und und und…

Für mich ist es seit dem Düsseldorf Spiel in der Hinrunde klar, der Trainer muss weg.

Ich hoffe inständig, dass wir den Schritt gehen und uns neu aufstellen, aber erstmal noch den Klassenerhalt. 😎
Daniel Scherning [Trainer] |#144
27.04.2025 - 13:28 Uhr
Zitat von X3131

Zitat von HerzogtumBS

Alternative wäre Ivanov? oder Fehlpass wunder Ba? Ich bin auch kein Befürworter von Scherning aber die Mannschaft ist auch falsch zusammen gestellt. Sobald jemand aus der Startelf ausfällt wird's sehr dünn.


Ich hätte entweder Ivanov gebracht oder wirklich Viererkette gespielt und einen zusätzlichen Mittelfeldspieler wie Marie oder WOC.


Und bei der Form von Ivanov in den letzten Auftritten hätten wir uns dann wohlmöglich noch das 2:1 gefangen.. Bin mir ziemlich sicher das man dann gefragt hätte, wieso man einen Bico draußen lässt..

Wie wir sehen: kann also nicht allen recht gemacht werden - und das muss es auch nicht. Fakt ist wir haben gestern einen wichtigen Punkt geholt.

Unabhängig davon ist es so wie oben beschrieben.. Niemand kennt die genauen Gründe, weshalb diese und jene Wechsel vorgenommen werden.

Den einzigen Wechsel den man aus meiner Sicht diskutieren kann, ist die Auswechslung von Ehlers - der war schon ordentlich überfordert mit Heyn. Vielleicht war er auch ein wenig angeschlagen, keine Ahnung. Dann kannst du zwischen Bico und Ivanov wählen. Auch ich hätte mich für Bico entschieden, neben seinem Stellungsspiel - mit dem er sehr viele Situationen im Keim erstickt - ist er halt auch in der Luft eine Bank. War gestern ja nicht ganz unwichtig, bei den ganzen Bällen die in unseren 16er geflogen sind.

Szabo kommt für Tachie, da wir vorne einen Zielspieler gebraucht haben. Jeder Ball aus der Kette war sofort wieder weg, ist übrigens kein Problem von Tachie gewesen, sondern hätte Philippe genauso treffen können. Szabo kommt auch deshalb, weil er trotz seiner Bulligkeit eine gewisse Aggressivität ausstrahlt und die Gegner vorne anläuft - hat gestern öfter mal dazu geführt, das Regensburg den Ball schlagen musste.

Marie für Gomez, um einfach nochmal Kreativität und den tödlichen Pass auf den Platz zu bekommen, hat halt nicht funktioniert. Wechseltechnisch aber völlig i.O.

Kaufmann für Rittmüller auch völlig i.O. - der war nach 75 Minuten fertig.

Und dann bringst du noch Polter für Baas, um in der entscheidenen Phase nochmal Körperlichkeit auf den Platz zu bekommen.

Sehe jetzt nicht wirklich den Fehler von DS, kann man halt so machen. Das es gestern einfach ein schwächeres Spiel war, liegt ja auf der Hand.

•     •     •

Am Ende fragt man sich immer woran es jelegen hat!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von PASUBS am 27.04.2025 um 13:40 Uhr bearbeitet
Daniel Scherning [Trainer] |#145
28.04.2025 - 21:50 Uhr
Zitat von BamBam

Interessante Darstellung. Schon mal die Verletztenliste der Hinrunde Studiert, und den Totalausfall der Torhüterleistungen der Hinrunde betrachtet?


Danke für deinen… äh… inhaltlich extrem wertvollen Kommentar.
Soll ich darauf jetzt auch einfach inhaltslos antworten? Vielleicht ein bisschen „Aber die Verletzungen!!!“-Bingo spielen?

Verletzungen hat jeder Verein. Der eine mehr, der andere weniger.
Und nein, unser gesamter sportlicher Offenbarungseid lässt sich nicht darauf schieben, dass manche Spieler ausgefallen sind – von denen viele ohnehin in der Hierarchie hinten dran waren oder unter unserem Coach eh kaum Chancen bekommen hätten, selbst wenn sie topfit gewesen wären (Stichwort: Lieblinge).

Dieses permanente „Wir hatten ja so viel Pech“-Narrativ ist einfach nur bequem.
Statt die wirklichen Probleme – Systemfehler, Sturheit, fehlende Entwicklung – anzusprechen, wird sich lieber an der Mär von der ach so armen Eintracht festgehalten.

Man könnte auch einfach mal ehrlich sagen:
Es lag nicht nur an Verletzungen, sondern in erster Linie an einer völlig falschen Herangehensweise unseres Trainers – und das hat er gerade erst am vergangenen Wochenende wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Denn wer gegen den Tabellenletzten so ideenlos, mutlos und planlos auftritt, der zeigt ganz klar: Er findet keine Lösungen – und er wird auch in Zukunft keine finden.

Das dürfte spätestens seit Samstag jedem klar geworden sein, der noch halbwegs bei Verstand ist.
Aber ich ahne es schon:
Es lag natürlich wieder nur daran, dass Tempelmann gelbgesperrt gefehlt hat, richtig?

Manche Erklärungsversuche sind wirklich kreativer als das, was unsere Mannschaft aktuell auf dem Platz zeigt.

Aber gut – wenn es hilft, sich die Realität ein bisschen schönzureden, dann sei es dir und vielen anderen Fans gegönnt.

•     •     •

Domi Kumbela – Dennis Kruppke
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Ken Reichel – Deniz Dogan – Ermin Bicakcic – Benjamin Kessel
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Trainer: Torsten Lieberknecht

Ein Jahrzehnt voller Herz, Leidenschaft und Löwenmut – Danke für alles!
Daniel Scherning [Trainer] |#146
29.04.2025 - 08:28 Uhr
Zitat von Peter_Sillje

Zitat von BamBam

Interessante Darstellung. Schon mal die Verletztenliste der Hinrunde Studiert, und den Totalausfall der Torhüterleistungen der Hinrunde betrachtet?


Danke für deinen… äh… inhaltlich extrem wertvollen Kommentar.
Soll ich darauf jetzt auch einfach inhaltslos antworten? Vielleicht ein bisschen „Aber die Verletzungen!!!“-Bingo spielen?

Verletzungen hat jeder Verein. Der eine mehr, der andere weniger.
Und nein, unser gesamter sportlicher Offenbarungseid lässt sich nicht darauf schieben, dass manche Spieler ausgefallen sind – von denen viele ohnehin in der Hierarchie hinten dran waren oder unter unserem Coach eh kaum Chancen bekommen hätten, selbst wenn sie topfit gewesen wären (Stichwort: Lieblinge).

Dieses permanente „Wir hatten ja so viel Pech“-Narrativ ist einfach nur bequem.
Statt die wirklichen Probleme – Systemfehler, Sturheit, fehlende Entwicklung – anzusprechen, wird sich lieber an der Mär von der ach so armen Eintracht festgehalten.

Man könnte auch einfach mal ehrlich sagen:
Es lag nicht nur an Verletzungen, sondern in erster Linie an einer völlig falschen Herangehensweise unseres Trainers – und das hat er gerade erst am vergangenen Wochenende wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Denn wer gegen den Tabellenletzten so ideenlos, mutlos und planlos auftritt, der zeigt ganz klar: Er findet keine Lösungen – und er wird auch in Zukunft keine finden.


Verletzungen sind vor Allem eins: messbar.
Ould-Chikh war unser Königstransfer, wir haben die größte Summe der letzten Jahre in ihn investiert. Er war als klarer Stammspieler und kreativer Part auf der 8 geplant. Wenn so ein Spieler ausfällt, dann ist das erst einmal ohne Frage ein Malus.
Auch die Torwartrochade mit drei Torhütern in der HR ist messbar und ohne Frage ein Malus, der nicht dem Trainer zuzurechnen ist.

Themen wie Sturrheit oder Systemfehler sind subjektive Bewertungen, die jeder irgendwie in den Raum werfen kann ohne sich erklären zu müssen.
Scherning trifft alle Entscheidungen ja aus einem Grund und nicht weil ihm langweilig ist.
Wie im anderen Thread kann man sicher stundenlang darüber diskutieren ob letzte Woche Ermin oder Ivanov die richtige Wahl gewesen wäre, aber am Ende ist das immer eine subjektive Herangehensweise und nicht dem Trainer anzulasten.
Ob jetzt Dreier- oder Viererkette richtig gewesen wäre, Szabo in der Startelf oder Marie statt Gomez - das sind am Ende alles hätte/wäre/könnte Szenarien, die man sich so auslegen kann wie es passt.

Zitat von Peter_Sillje

Das dürfte spätestens seit Samstag jedem klar geworden sein, der noch halbwegs bei Verstand ist.
Aber ich ahne es schon:
Es lag natürlich wieder nur daran, dass Tempelmann gelbgesperrt gefehlt hat, richtig?

(...)

Aber gut – wenn es hilft, sich die Realität ein bisschen schönzureden, dann sei es dir und vielen anderen Fans gegönnt.


Absolut, Schwarz/Weiß Denken ist immer richtig...
Scherning hat zwar gegen Paderborn, Hamburg und Lautern gewonnen, aber gegen Regensburg hat er nur einen Punkt geholt. Ergo: schlechter Trainer.
Ich finde diese Überheblichkeit bei Fussballfans durch die Bank immer etwas lustig.
Jeder Fan erwartet, dass man gegen die Aufsteiger gewinnt.
Nun steigen diese aber nicht mit 0 Punkten einfach wieder ab, also geht die Rechnung nicht auf.

Auch wenn man hier manchmal anderes zu glauben scheint, auch in Regensburg sind Vollprofis am Werk und keine Handwerker die man zum Wochenende in ein Trikot gesteckt hat.
Zu Hause hat Regensburg alleine in diesem Jahr gegen Berlin gewonnen und gegen Hamburg unentschieden gespielt. Sind Leitl und Polzin jetzt auch schlechte Trainer?
Bochum hat gegen die Bayern gewonnen - hinterfragen wir jetzt alle Kompany? Ist Alonso jetzt ein schlechter Trainer, da Kiel hier ein Unentschieden geholt hat?

Wir reden durch die Bank davon, dass diese zweite Liga unfassbar eng ist und jeder jeden schlagen kann.
Kurz vor Ende der Saison liegen zwischen Platz 3 und Platz 9 nur vier Punkte.
In dieser Liga holt Scherning in den letzten vier Spielen zehn Punkte und dann wird er kritisiert, dass es nicht 12 sind.
Es gibt absolut berechtigte Kritik, aber hier finde ich sie überzogen.

•     •     •

„Albert Einstein hat mal gesagt, dass Gandhi gerne berichtete, dass Voltaire ihm mal erzählt habe, dass er die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten total witzig fände.“
– Oscar Wilde

„Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient.“
– Mario Barth

„Da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt.“
- Johann Wolfgang von Goethe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MisterBTSV am 29.04.2025 um 08:31 Uhr bearbeitet
Daniel Scherning [Trainer] |#147
29.04.2025 - 10:53 Uhr
@MisterBTSV erstmal vorweg: Ich schätze deine sachlichen Beiträge hier, wirklich – und ich weiß, dass du meistens sehr differenziert unterwegs bist. Umso mehr wundert es mich, dass du jetzt plötzlich in die „Überkritik ist unfair“-Schiene rutschst, obwohl es mir gar nicht um Schernings Bilanz an sich geht – sondern um die Art und Weise, wie gewisse Spiele verlaufen.

Natürlich kann man in Regensburg mal nur einen Punkt holen. Darum geht’s nicht.
Mir geht es um das wiederkehrende Muster: Wenn der Gegner tief steht und uns den Ball überlässt, haben wir keine Antwort. Keine Idee. Keine Struktur. Kein Plan.
Und das ist nicht nur gegen Regensburg so – das war auch gegen Münster, Ulm (in beiden Duellen) und im Hinspiel gegen Regensburg zu sehen. Wir haben kein einziges dieser sechs Spiele gewonnen. Nicht mal mit Glück.
Und das ist eben kein Zufall. Das ist ein klarer Hinweis auf ein systemisches Problem, das der Trainer bis heute nicht gelöst hat.

Dass Scherning gegen Mannschaften wie Hamburg oder Paderborn punkten kann, ist super – das liegt aber auch daran, dass uns genau diese Spielweise besser liegt. Umschalten, Räume nutzen, weniger Ballbesitz – das können wir. Aber gegen tiefstehende Teams, wenn wir selbst das Spiel machen müssen? Da geht regelmäßig das Flutlicht aus.

Und das ist der Punkt:
Wenn man als Trainer seit mehreren Vorbereitungen, inklusive Kaderplanung und voller Unterstützung, nicht in der Lage ist, ein Konzept gegen defensive Gegner zu entwickeln, dann ist Kritik doch wohl absolut legitim, oder?

Du nennst Ould-Chikh als Argument. Aber:
Er ist seit Wochen wieder fit. Warum bekommt er denn dann keine Spielzeit?
Gleiches gilt für Raebiger. Der wurde nach dem ersten Spieltag in der Pause runtergenommen – und danach quasi aus dem Team verbannt. Das sind Spieler für die Tribüne unter Daniel Scherning.
Das hat nichts mit Verletzungen zu tun – das ist Trainerentscheidung. Und dann braucht man auch nicht ständig die Verletztenkarte zu ziehen, wenn man gleichzeitig sieht, dass Spieler mit Qualität auf der Bank versauern oder gar nicht mehr berücksichtigt werden.

Ich sag dir ganz ehrlich, ich hätte es Scherning wirklich gegönnt, wenn sich aus den drei Siegen zuletzt eine echte Entwicklung abgezeichnet hätte. Aber gegen genau die Gegner, gegen die wir „den nächsten Schritt“ machen müssten, fällt alles wieder zusammen.
Und das ist nun mal ein Muster – kein Ausrutscher.

Wenn du das anders siehst, fair enough.
Aber für mich ist nach Samstag (mal wieder) klar:
Gegen tiefstehende Gegner hat Daniel Scherning keine Lösung.
Und das ist kein „überzogener Anspruch“, sondern ein berechtigter Maßstab, wenn wir nach Jahren im Überlebensmodus endlich mal ein bisschen Entwicklung sehen wollen.

Alles in allem:
Ich mag deine Sichtweise und diskutiere das auch gerne weiter.
Aber ich bleibe dabei: Die Probleme sind struktureller Natur – und Scherning hat es in fast zwei Jahren nicht geschafft, sie zu beheben. Das darf man sagen, ohne es gleich persönlich zu meinen.

Grüße!smile

•     •     •

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Jasmin Fejzic

Trainer: Torsten Lieberknecht

Ein Jahrzehnt voller Herz, Leidenschaft und Löwenmut – Danke für alles!
Daniel Scherning [Trainer] |#148
29.04.2025 - 13:53 Uhr
Zitat von Peter_Sillje
@MisterBTSV erstmal vorweg: Ich schätze deine sachlichen Beiträge hier, wirklich – und ich weiß, dass du meistens sehr differenziert unterwegs bist. Umso mehr wundert es mich, dass du jetzt plötzlich in die „Überkritik ist unfair“-Schiene rutschst, obwohl es mir gar nicht um Schernings Bilanz an sich geht – sondern um die Art und Weise, wie gewisse Spiele verlaufen.

Natürlich kann man in Regensburg mal nur einen Punkt holen. Darum geht’s nicht.
Mir geht es um das wiederkehrende Muster: Wenn der Gegner tief steht und uns den Ball überlässt, haben wir keine Antwort. Keine Idee. Keine Struktur. Kein Plan.
Und das ist nicht nur gegen Regensburg so – das war auch gegen Münster, Ulm (in beiden Duellen) und im Hinspiel gegen Regensburg zu sehen. Wir haben kein einziges dieser sechs Spiele gewonnen. Nicht mal mit Glück.
Und das ist eben kein Zufall. Das ist ein klarer Hinweis auf ein systemisches Problem, das der Trainer bis heute nicht gelöst hat.

Dass Scherning gegen Mannschaften wie Hamburg oder Paderborn punkten kann, ist super – das liegt aber auch daran, dass uns genau diese Spielweise besser liegt. Umschalten, Räume nutzen, weniger Ballbesitz – das können wir. Aber gegen tiefstehende Teams, wenn wir selbst das Spiel machen müssen? Da geht regelmäßig das Flutlicht aus.

Und das ist der Punkt:
Wenn man als Trainer seit mehreren Vorbereitungen, inklusive Kaderplanung und voller Unterstützung, nicht in der Lage ist, ein Konzept gegen defensive Gegner zu entwickeln, dann ist Kritik doch wohl absolut legitim, oder?

Du nennst Ould-Chikh als Argument. Aber:
Er ist seit Wochen wieder fit. Warum bekommt er denn dann keine Spielzeit?
Gleiches gilt für Raebiger. Der wurde nach dem ersten Spieltag in der Pause runtergenommen – und danach quasi aus dem Team verbannt. Das sind Spieler für die Tribüne unter Daniel Scherning.
Das hat nichts mit Verletzungen zu tun – das ist Trainerentscheidung. Und dann braucht man auch nicht ständig die Verletztenkarte zu ziehen, wenn man gleichzeitig sieht, dass Spieler mit Qualität auf der Bank versauern oder gar nicht mehr berücksichtigt werden.

Ich sag dir ganz ehrlich, ich hätte es Scherning wirklich gegönnt, wenn sich aus den drei Siegen zuletzt eine echte Entwicklung abgezeichnet hätte. Aber gegen genau die Gegner, gegen die wir „den nächsten Schritt“ machen müssten, fällt alles wieder zusammen.
Und das ist nun mal ein Muster – kein Ausrutscher.

Wenn du das anders siehst, fair enough.
Aber für mich ist nach Samstag (mal wieder) klar:
Gegen tiefstehende Gegner hat Daniel Scherning keine Lösung.
Und das ist kein „überzogener Anspruch“, sondern ein berechtigter Maßstab, wenn wir nach Jahren im Überlebensmodus endlich mal ein bisschen Entwicklung sehen wollen.

Alles in allem:
Ich mag deine Sichtweise und diskutiere das auch gerne weiter.
Aber ich bleibe dabei: Die Probleme sind struktureller Natur – und Scherning hat es in fast zwei Jahren nicht geschafft, sie zu beheben. Das darf man sagen, ohne es gleich persönlich zu meinen.

Grüße!smile


Ich denke wir sind bei dem Thema sehr nah beieinander, allerdings in verschiedenen Timelines.

Ich bin vollkommen bei dir, dass wir uns spielerisch weiterentwickeln müssen. Ich bin auch der Meinung, dass dies ein Punkt ist, dem man Scherning anlasten kann und muss.
Wir sind uns daher ja auch beim Thema Kaderplanung ähnlicher als die meisten hier - sprich: Trennung von krauße, Bico, Kaufmann und co.

Ich bin allerdings gerade noch in einer anderen Timeline.
Wir hatten diese Saison viele Widrigkeiten und aktuell geht es nur darum die Saison zu überleben, ggf. noch an Fürth vorbei zu ziehen, aber hauptsächlich eben darum, kommende Saison weiterhin in Liga 2 zu spielen.
Jetzt ist für mich nicht der Zeitpunkt ein spielerisches System zu implementieren. Wir haben mit der "destruktiven" Spielweise eine ordentliche bis gute RR gespielt, zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen und vermutlich fehlt uns nur noch ein Sieg bis zum Klassenerhalt.
Jetzt in dieser Crunchtime reisen wir durch die Republik zu einem Abstiegskracher, in dem Regensburg mit dem Rücken zur Wand steht.
Uns fehlen drei Stammspieler und der Rasen ist wohl eher als Acker zu bezeichnen.
In so einem Spiel möchte ich als Trainer doch nicht mein Spielsystem umstellen. Da geht es darum mit Kampf in diesem Spiel zu punkten.

In Münster und Fürth brennt der Baum, in Regensburg gehen die Lichter aus und unser Team hat es geschafft in den letzten fünf Spielen 11 Punkte zu holen.
Das die Spielweise nicht toll ist - absolut richtig, aber das ist doch ein Problem welches jedes der Teams unten sofort nehmen würde, wenn dafür usnere Punktausbeute steht.
Ich bin da einfach kein Fan davon in so einer Situation gegen den Trainer zu schießen, wenn dieser es geschafft hat der Mannschaft neues Leben einzuhauchen.

Ich bin vollkommen bei dir, dass wir uns besser und taktisch breiter aufstellen müssen, aber mMn muss dies im Sommer geschehen und nicht inmitten des Abstiegskampfes, wenn dies 30 Spieltage lang schon nicht funktioniert hat.

Auch möchte ich sagen, dass eigentlich nur Hamburg und Magdeburg in dieser Liga konstant einen wirklich guten Kombinationsfussball spielen. Ganz ehrlich, ich finde auch Mannschaften wie Paderborn oder Lautern spielen über die gesamte Saison nicht wirklich "besseren" Fussball.
Es ist ohne Frage wichtig sich taktisch breiter aufzustellen, einen schönen Ballbesitzfussball werden wir aber hier in absehbarer Zeit nicht sehen (können).
Auch müssen wir sehen, dass wir eben aktuell gegen max. 3 Teams der Favorit sind, gegen 14 andere Teams funktioniert unsere Taktik.

Bezgl. WOC und Raebinger:
Ich habe hier keine genauern Infos, denke aber, dass die Einsatzzeit auf die Verletzungen zurück geht. Raebinger hat als 19-Jähriger in den ersten drei Spielen zwei Mal gespielt, danach ist er immer wieder ausgefallen. Vor ein paar Wochen hatte Scherning auch, bin ich zumindest der Meinung, auf einer PK sein verletzungsbedingtes Saisonaus verkündet.
Bei WOC doch ebenso. Die Leistenverletzung zieht sich durch das Ganze Jahr. Jetzt ist er das zweite Mal in der RR im Kader und das man ihn da nicht einem Kampfspiel auf dem Acker in Regensburg einsetzen will, kann ich voll und ganz verstehen. Das einzige was er dort machen kann ist sich erneut verletzen.
Welcher Spieler mit Qualität versauert denn auf der Bank? Man kann sicher über diMiSa oder Bell Bell diskutieren oder ob man Bico oder Ivanov einwechseln soll, aber ansonsten sehe ich keinen Spieler, der von seiner Qualität in die Startelf drängt.

Um aber eine Schleife zu drehen: Ich bin vollkommen d'accord, dass Scherning in diesem Sommer die Mannschaft taktisch weiterentwickeln muss.
Jetzt, drei Spieltage vor Schluss, im Saisonendspurt halte ich es aber für den falschen Zeitpunkt.

Ich nehme das auch keineswegs persönlich zwinker
Ich mag es auch andere Sichtweisen zu lesen, davon lebt so ein Forum. Ich finde deine Beiträge auch gut, selbst wenn ich nicht allem zustimme, da es immer begründet ist.
Ich möchte aber in dieser Saisonphase das Positive sehen und das sind mMn 11 Punkte aus 5 Spielen. MMn sollten wir uns viel mehr darüber freuen (vor Allem wenn man mal nach Fürth schaut), als nach dem ersten spielerischen Rückschlag wieder über den Trainer zu diskutieren, dafür haben wir noch die gesamte Sommerpause Zeit zwinker.

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Daniel Scherning [Trainer] |#149
30.04.2025 - 16:52 Uhr
Denke mir, man sollte die Saison "insgesamt" betrachten und was da veranstaltet wurde, ist nicht in Ordnung. Wenn es am Ende für Platz 14 oder 15 reicht, schön. Freudensprünge kann man jedenfalls nicht machen, wenn man sich vier Spiele mit 5 Gegentoren abschlachten lässt und so eine Hinrunde spielt.

Das ist im Gesamtbild halt einfach eine Saison, wo du den Fernseher einschlagen möchtest. Anders kann man es nicht sagen. Glaube ganze 4-5 Spiele hat mich diese Mannschaft in dieser Saison mal gepackt und überzeugen können. 4-5 von 31.
Daniel Scherning [Trainer] |#150
30.04.2025 - 17:17 Uhr
Zitat von ChainsawJens
Denke mir, man sollte die Saison "insgesamt" betrachten und was da veranstaltet wurde, ist nicht in Ordnung. Wenn es am Ende für Platz 14 oder 15 reicht, schön. Freudensprünge kann man jedenfalls nicht machen, wenn man sich vier Spiele mit 5 Gegentoren abschlachten lässt und so eine Hinrunde spielt.

Das ist im Gesamtbild halt einfach eine Saison, wo du den Fernseher einschlagen möchtest. Anders kann man es nicht sagen. Glaube ganze 4-5 Spiele hat mich diese Mannschaft in dieser Saison mal gepackt und überzeugen können. 4-5 von 31.


So ist es leider. Aber vielen Fans bleiben am Ende nur einzelne Ausreißer wie das starke Spiel in Hamburg oder ein Derby-Sieg gegen Hannover in Erinnerung – auch wenn die 96er an dem Tag quasi gar nicht stattgefunden haben.

Diese wenigen Highlights überdecken dann plötzlich eine komplette Saison voller Tiefpunkte, in der man regelmäßig unter die Räder kam und in der fußballerisch über weite Strecken kaum etwas zu sehen war. In Braunschweig hat man manchmal das Gefühl, dass ein, zwei gute Spiele reichen, um alles andere zu vergessen – inklusive der Tatsache, dass wir uns überhaupt erst selbst in diese gefährliche Lage gebracht haben.

Und dann wird das Minimalziel Klassenerhalt gefeiert, als wäre man aufgestiegen. Diese Anspruchslosigkeit ist, so ehrlich muss man sein, mittlerweile auch Teil unserer Vereins-DNA geworden. Dabei sollte genau das der Punkt sein, an dem man endlich mal ansetzen muss.

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