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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#16451
05.08.2021 - 09:10 Uhr
Also es ist natürlich noch Zeit, aber langsam mach ich mir schon wieder Sorgen (wie eigentlich auch die letzten zwei Jahre), dass man es wieder verpasst die Defensive ausreichend zu verstärken. Ich verstehe schon, dass offensiver Fußball mehr Spaß macht und es schöner ist einem Sancho oder Haaland zuzusehen, aber verloren haben wir die Meisterschaft in den letzten Jahren immer über die Defensive.

Und nun haben wir eigentlich wieder auf allen Defensivpositionen Baustellen. LV haben wir einen RG, der offensiv stark und defensiv durchwachsen spielt und einen NS, der nie überzeugen konnte (wie es scheint auch jetzt in der Vorbereitung nicht) und eigentlich keine Rolle spielt. Hier sehe ich noch dringenden Handlungsbedarf.

RV haben wir TM, der eine schwierige Saison hatte, der aber zumindest eine passable EM gespielt hat und auch beim BVB nun besser zurechtzukommen scheint. MM fällt aber bis mindestens 2022 aus und FP scheint auch hier keine große Rolle zu spielen. Ist mir persönlich viel zu dünn, hier sollte zumindest noch eine Leihe her.

IV haben wir Akanji als gesetzt und dann viele krankheitsbedingte Baustellen mit MH und DAZ, sowie Talenten ohne ausreichend Erfahrung (LM, SC). Auch hier muss eigentlich noch eine verlässliche Stütze eingekauft werden, auch hier ist eine Leihe aber zumindest denkbar.

DM: Zugegeben die kleinste Baustelle, aber happy bin ich hier aktuell auch nicht. Das System Raute hat ja in der Vorbereitung ganz gut geklappt, nur wer spielt kommende Saison die Position des DM? Das kann natürlich EC machen, dafür müsste er aber seine haarsträubenden Patzer der letzten Saison zwingend abstellen und offensiv ein besserer Ballverteiler werden. DM soll verkauft werden (was ich persönlich schade fände) und AW kann leider scheinbar nicht an seine ersten 1,5 Saisons anknüpfen.

Also 2 Transfers und 2 Leihen (sofern NS und TD gehen) wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

Wie seht ihr das? Ich weiß natürlich, dass das aufgrund der aktuellen Situation nicht direkt realistisch erscheint, aber wenn wir es endlich mal schaffen würden weniger Tore zu kassieren wäre das aus meiner Sicht der beste "Sancho-Ersatz".
BVB - Transferpolitik |#16452
05.08.2021 - 10:07 Uhr
Zitat von bvballez
Also es ist natürlich noch Zeit, aber langsam mach ich mir schon wieder Sorgen (wie eigentlich auch die letzten zwei Jahre), dass man es wieder verpasst die Defensive ausreichend zu verstärken. Ich verstehe schon, dass offensiver Fußball mehr Spaß macht und es schöner ist einem Sancho oder Haaland zuzusehen, aber verloren haben wir die Meisterschaft in den letzten Jahren immer über die Defensive.

Und nun haben wir eigentlich wieder auf allen Defensivpositionen Baustellen. LV haben wir einen RG, der offensiv stark und defensiv durchwachsen spielt und einen NS, der nie überzeugen konnte (wie es scheint auch jetzt in der Vorbereitung nicht) und eigentlich keine Rolle spielt. Hier sehe ich noch dringenden Handlungsbedarf.

RV haben wir TM, der eine schwierige Saison hatte, der aber zumindest eine passable EM gespielt hat und auch beim BVB nun besser zurechtzukommen scheint. MM fällt aber bis mindestens 2022 aus und FP scheint auch hier keine große Rolle zu spielen. Ist mir persönlich viel zu dünn, hier sollte zumindest noch eine Leihe her.

IV haben wir Akanji als gesetzt und dann viele krankheitsbedingte Baustellen mit MH und DAZ, sowie Talenten ohne ausreichend Erfahrung (LM, SC). Auch hier muss eigentlich noch eine verlässliche Stütze eingekauft werden, auch hier ist eine Leihe aber zumindest denkbar.

DM: Zugegeben die kleinste Baustelle, aber happy bin ich hier aktuell auch nicht. Das System Raute hat ja in der Vorbereitung ganz gut geklappt, nur wer spielt kommende Saison die Position des DM? Das kann natürlich EC machen, dafür müsste er aber seine haarsträubenden Patzer der letzten Saison zwingend abstellen und offensiv ein besserer Ballverteiler werden. DM soll verkauft werden (was ich persönlich schade fände) und AW kann leider scheinbar nicht an seine ersten 1,5 Saisons anknüpfen.

Also 2 Transfers und 2 Leihen (sofern NS und TD gehen) wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

Wie seht ihr das? Ich weiß natürlich, dass das aufgrund der aktuellen Situation nicht direkt realistisch erscheint, aber wenn wir es endlich mal schaffen würden weniger Tore zu kassieren wäre das aus meiner Sicht der beste "Sancho-Ersatz".


Bedarf sehen wohl die meisten User hier, gerade auf RV (hier grundsätzlich) oder auch IV (hier aufgrund der Verletzungen).

Das Problem dürfte aber der wirtschaftliche Aspekt sein. Es ist ja nun nicht so, dass man die Abwehr (einschließlich TW) finanziell vernachlässigen würde. Ganz im Gegenteil. An Ablösen wurde hier in den letzten Jahren massiv investiert, auch bei den Gehältern war man nicht zurückhaltend.

Durch kaderpolitische Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit (inwiefern diese zu damaligen Zeitpunkt begründet waren oder nicht soll hier mal nicht Thema sein) haben wir jedoch Stand heute mit Bürki, Schulz und Meunier gleich 3 Spieler im Kader, die zusammen zwar über 20 Mio. an Gehalt beziehen, dabei aber für die anstehende Saison wahrscheinlich quasi keine nennenswerte Leistung zum Teamerfolg beitragen werden (bei Bürki und Schulz ist das quasi sicher, bei Meunier kann man sicher geteilter Meinung sein, er dürfte aber kaum die 8 Mio. rechtfertigen können).

Diese Spieler sind dabei sogar noch recht lange vertraglich gebunden (Bürki bis 2023, Schulz und Meunier bis 2024). Es gibt zumindest aktuell keinen Markt für diese Spieler bzw. für diese Spieler zu ihren aktuellen Bezügen.

Ich halte es daher kaderpolitisch für sehr schwer darstellbar, jetzt noch jemanden dazu zu nehmen, der den Etat wieder mittelfristig belastet, solange die Problemfälle nicht gelöst wurden. Der Spielraum für Fehler bei Transfers wird dadurch verdammt eng bzw. ist für die Abwehr nicht mehr vorhanden. Geht jetzt nochmal ein Transfer schief, ist man auf Jahre auf eine Quersubventionierung aus anderen Mannschaftsteilen angewiesen (z.B. durch eine Haaland-Ablöse), ohne dabei aber von den enorm hohen laufenden Kosten runterzukommen.

Erschwert wird die Situation noch dadurch, das mit Guerreiro und Akanji die einzigen Spieler, die man hier auch mittelfristig als Leistungsträger haben wird, nur mit Verträgen bis 2023 ausgestattet sind und man aktuell keine gescheite Perspektive für die Abwehr über die jetzt beginnende Saison hinaus hat.

Die Lösung aus dieser schwierigen Situation besteht daher in erster Linie aus Abgängen der Problemfälle und ggf. kurzfristig in einer Leihe, um verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Sind diese Fälle gelöst, kann man sich um die Neuausrichtung der Abwehr (einschließlich TW) kümmern (wo mit Kobel bereits ein erster Schritt gemacht wurde).
BVB - Transferpolitik |#16453
05.08.2021 - 10:54 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von bvballez

Also es ist natürlich noch Zeit, aber langsam mach ich mir schon wieder Sorgen (wie eigentlich auch die letzten zwei Jahre), dass man es wieder verpasst die Defensive ausreichend zu verstärken. Ich verstehe schon, dass offensiver Fußball mehr Spaß macht und es schöner ist einem Sancho oder Haaland zuzusehen, aber verloren haben wir die Meisterschaft in den letzten Jahren immer über die Defensive.

Und nun haben wir eigentlich wieder auf allen Defensivpositionen Baustellen. LV haben wir einen RG, der offensiv stark und defensiv durchwachsen spielt und einen NS, der nie überzeugen konnte (wie es scheint auch jetzt in der Vorbereitung nicht) und eigentlich keine Rolle spielt. Hier sehe ich noch dringenden Handlungsbedarf.

RV haben wir TM, der eine schwierige Saison hatte, der aber zumindest eine passable EM gespielt hat und auch beim BVB nun besser zurechtzukommen scheint. MM fällt aber bis mindestens 2022 aus und FP scheint auch hier keine große Rolle zu spielen. Ist mir persönlich viel zu dünn, hier sollte zumindest noch eine Leihe her.

IV haben wir Akanji als gesetzt und dann viele krankheitsbedingte Baustellen mit MH und DAZ, sowie Talenten ohne ausreichend Erfahrung (LM, SC). Auch hier muss eigentlich noch eine verlässliche Stütze eingekauft werden, auch hier ist eine Leihe aber zumindest denkbar.

DM: Zugegeben die kleinste Baustelle, aber happy bin ich hier aktuell auch nicht. Das System Raute hat ja in der Vorbereitung ganz gut geklappt, nur wer spielt kommende Saison die Position des DM? Das kann natürlich EC machen, dafür müsste er aber seine haarsträubenden Patzer der letzten Saison zwingend abstellen und offensiv ein besserer Ballverteiler werden. DM soll verkauft werden (was ich persönlich schade fände) und AW kann leider scheinbar nicht an seine ersten 1,5 Saisons anknüpfen.

Also 2 Transfers und 2 Leihen (sofern NS und TD gehen) wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

Wie seht ihr das? Ich weiß natürlich, dass das aufgrund der aktuellen Situation nicht direkt realistisch erscheint, aber wenn wir es endlich mal schaffen würden weniger Tore zu kassieren wäre das aus meiner Sicht der beste "Sancho-Ersatz".


Bedarf sehen wohl die meisten User hier, gerade auf RV (hier grundsätzlich) oder auch IV (hier aufgrund der Verletzungen).

Das Problem dürfte aber der wirtschaftliche Aspekt sein. Es ist ja nun nicht so, dass man die Abwehr (einschließlich TW) finanziell vernachlässigen würde. Ganz im Gegenteil. An Ablösen wurde hier in den letzten Jahren massiv investiert, auch bei den Gehältern war man nicht zurückhaltend.

Durch kaderpolitische Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit (inwiefern diese zu damaligen Zeitpunkt begründet waren oder nicht soll hier mal nicht Thema sein) haben wir jedoch Stand heute mit Bürki, Schulz und Meunier gleich 3 Spieler im Kader, die zusammen zwar über 20 Mio. an Gehalt beziehen, dabei aber für die anstehende Saison wahrscheinlich quasi keine nennenswerte Leistung zum Teamerfolg beitragen werden (bei Bürki und Schulz ist das quasi sicher, bei Meunier kann man sicher geteilter Meinung sein, er dürfte aber kaum die 8 Mio. rechtfertigen können).

Diese Spieler sind dabei sogar noch recht lange vertraglich gebunden (Bürki bis 2023, Schulz und Meunier bis 2024). Es gibt zumindest aktuell keinen Markt für diese Spieler bzw. für diese Spieler zu ihren aktuellen Bezügen.

Ich halte es daher kaderpolitisch für sehr schwer darstellbar, jetzt noch jemanden dazu zu nehmen, der den Etat wieder mittelfristig belastet, solange die Problemfälle nicht gelöst wurden. Der Spielraum für Fehler bei Transfers wird dadurch verdammt eng bzw. ist für die Abwehr nicht mehr vorhanden. Geht jetzt nochmal ein Transfer schief, ist man auf Jahre auf eine Quersubventionierung aus anderen Mannschaftsteilen angewiesen (z.B. durch eine Haaland-Ablöse), ohne dabei aber von den enorm hohen laufenden Kosten runterzukommen.

Erschwert wird die Situation noch dadurch, das mit Guerreiro und Akanji die einzigen Spieler, die man hier auch mittelfristig als Leistungsträger haben wird, nur mit Verträgen bis 2023 ausgestattet sind und man aktuell keine gescheite Perspektive für die Abwehr über die jetzt beginnende Saison hinaus hat.

Die Lösung aus dieser schwierigen Situation besteht daher in erster Linie aus Abgängen der Problemfälle und ggf. kurzfristig in einer Leihe, um verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Sind diese Fälle gelöst, kann man sich um die Neuausrichtung der Abwehr (einschließlich TW) kümmern (wo mit Kobel bereits ein erster Schritt gemacht wurde).


Grundsätzlich bin ich bei dir, nur die Schlussfolgerung würde ich mir anders wünschen. Auch kann ich deine Aussage, man hätte sehr viel Ablöse in die Abwehr investiert nicht ganz nachvollziehen (wobei das natürlich immer relativ ist).

Am Ende hast du drei Perspektiven, die sportliche, die finanzielle und die teamorientierte Sicht:
1) Sportlich: Wir haben uns letzte Saison wettbewerbsübergreifend 62 Tore gefangen. Das alleine sollte einen dazu bringen hier eine Baustelle zu sehen. Kreativ haben wir eine wichtige Stütze verloren, das wird nun auch die Aufgabe der Abwehr sein das mit aufzufangen. Jetzt hast du mit MM, MH und DAZ noch drei Spieler die verletzt sind. Willst du nächste Saison sportlich mitreden und Preisgelder einfahren MUSST du hier noch nachbessern.

2) Finanziell: Corona hat schon zugeschlagen letzte Saison und wird auch in der kommenden nochmal zuschlagen, von daher ist es total selbstverständlich, das man das Geld beisammen halten will und Verluste ausgleichen muss. Hohe Ablösen kann und will man nicht zahlen. Aufgabe des Management ist es daher auch unnötige Kosten auf das Minimum herunterzufahren. Dazu zählt es nicht benötigte Spieler von der Gehaltsliste zu bringen. Für RB und NS muss sich also nicht ein Abnehmer finden. Gleichzeitig willst du aber auch Preisgelder erwirtschaften weil die neben den Ablösen eine der wichtigsten Einnahmequellen ist. Gruppenphase in der CL übersehen und die CL Quali müssen wieder die Mindestziele sein und da habe ich mit der aktuellen Abwehr starke Zweifel.

3) Team: Wenn du die guten Spieler halten willst musst du ihnen Teamkollegen geben die ihnen eine guten Perspektive aufzeigen Erfolg zu haben, besser zu werden. In deinem Beitrag klingt es ein bisschen so als würdest du die kommende Saison abschenken bis es eben wieder besser aussieht, dann verlierst du aber auch genau die genannten Spieler die du eigentlich halten willst.
BVB - Transferpolitik |#16454
05.08.2021 - 11:18 Uhr
Zitat von bvballez

Zitat von Nic

Zitat von bvballez

Also es ist natürlich noch Zeit, aber langsam mach ich mir schon wieder Sorgen (wie eigentlich auch die letzten zwei Jahre), dass man es wieder verpasst die Defensive ausreichend zu verstärken. Ich verstehe schon, dass offensiver Fußball mehr Spaß macht und es schöner ist einem Sancho oder Haaland zuzusehen, aber verloren haben wir die Meisterschaft in den letzten Jahren immer über die Defensive.

Und nun haben wir eigentlich wieder auf allen Defensivpositionen Baustellen. LV haben wir einen RG, der offensiv stark und defensiv durchwachsen spielt und einen NS, der nie überzeugen konnte (wie es scheint auch jetzt in der Vorbereitung nicht) und eigentlich keine Rolle spielt. Hier sehe ich noch dringenden Handlungsbedarf.

RV haben wir TM, der eine schwierige Saison hatte, der aber zumindest eine passable EM gespielt hat und auch beim BVB nun besser zurechtzukommen scheint. MM fällt aber bis mindestens 2022 aus und FP scheint auch hier keine große Rolle zu spielen. Ist mir persönlich viel zu dünn, hier sollte zumindest noch eine Leihe her.

IV haben wir Akanji als gesetzt und dann viele krankheitsbedingte Baustellen mit MH und DAZ, sowie Talenten ohne ausreichend Erfahrung (LM, SC). Auch hier muss eigentlich noch eine verlässliche Stütze eingekauft werden, auch hier ist eine Leihe aber zumindest denkbar.

DM: Zugegeben die kleinste Baustelle, aber happy bin ich hier aktuell auch nicht. Das System Raute hat ja in der Vorbereitung ganz gut geklappt, nur wer spielt kommende Saison die Position des DM? Das kann natürlich EC machen, dafür müsste er aber seine haarsträubenden Patzer der letzten Saison zwingend abstellen und offensiv ein besserer Ballverteiler werden. DM soll verkauft werden (was ich persönlich schade fände) und AW kann leider scheinbar nicht an seine ersten 1,5 Saisons anknüpfen.

Also 2 Transfers und 2 Leihen (sofern NS und TD gehen) wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

Wie seht ihr das? Ich weiß natürlich, dass das aufgrund der aktuellen Situation nicht direkt realistisch erscheint, aber wenn wir es endlich mal schaffen würden weniger Tore zu kassieren wäre das aus meiner Sicht der beste "Sancho-Ersatz".


Bedarf sehen wohl die meisten User hier, gerade auf RV (hier grundsätzlich) oder auch IV (hier aufgrund der Verletzungen).

Das Problem dürfte aber der wirtschaftliche Aspekt sein. Es ist ja nun nicht so, dass man die Abwehr (einschließlich TW) finanziell vernachlässigen würde. Ganz im Gegenteil. An Ablösen wurde hier in den letzten Jahren massiv investiert, auch bei den Gehältern war man nicht zurückhaltend.

Durch kaderpolitische Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit (inwiefern diese zu damaligen Zeitpunkt begründet waren oder nicht soll hier mal nicht Thema sein) haben wir jedoch Stand heute mit Bürki, Schulz und Meunier gleich 3 Spieler im Kader, die zusammen zwar über 20 Mio. an Gehalt beziehen, dabei aber für die anstehende Saison wahrscheinlich quasi keine nennenswerte Leistung zum Teamerfolg beitragen werden (bei Bürki und Schulz ist das quasi sicher, bei Meunier kann man sicher geteilter Meinung sein, er dürfte aber kaum die 8 Mio. rechtfertigen können).

Diese Spieler sind dabei sogar noch recht lange vertraglich gebunden (Bürki bis 2023, Schulz und Meunier bis 2024). Es gibt zumindest aktuell keinen Markt für diese Spieler bzw. für diese Spieler zu ihren aktuellen Bezügen.

Ich halte es daher kaderpolitisch für sehr schwer darstellbar, jetzt noch jemanden dazu zu nehmen, der den Etat wieder mittelfristig belastet, solange die Problemfälle nicht gelöst wurden. Der Spielraum für Fehler bei Transfers wird dadurch verdammt eng bzw. ist für die Abwehr nicht mehr vorhanden. Geht jetzt nochmal ein Transfer schief, ist man auf Jahre auf eine Quersubventionierung aus anderen Mannschaftsteilen angewiesen (z.B. durch eine Haaland-Ablöse), ohne dabei aber von den enorm hohen laufenden Kosten runterzukommen.

Erschwert wird die Situation noch dadurch, das mit Guerreiro und Akanji die einzigen Spieler, die man hier auch mittelfristig als Leistungsträger haben wird, nur mit Verträgen bis 2023 ausgestattet sind und man aktuell keine gescheite Perspektive für die Abwehr über die jetzt beginnende Saison hinaus hat.

Die Lösung aus dieser schwierigen Situation besteht daher in erster Linie aus Abgängen der Problemfälle und ggf. kurzfristig in einer Leihe, um verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Sind diese Fälle gelöst, kann man sich um die Neuausrichtung der Abwehr (einschließlich TW) kümmern (wo mit Kobel bereits ein erster Schritt gemacht wurde).


Grundsätzlich bin ich bei dir, nur die Schlussfolgerung würde ich mir anders wünschen. Auch kann ich deine Aussage, man hätte sehr viel Ablöse in die Abwehr investiert nicht ganz nachvollziehen (wobei das natürlich immer relativ ist).

Am Ende hast du drei Perspektiven, die sportliche, die finanzielle und die teamorientierte Sicht:
1) Sportlich: Wir haben uns letzte Saison wettbewerbsübergreifend 62 Tore gefangen. Das alleine sollte einen dazu bringen hier eine Baustelle zu sehen. Kreativ haben wir eine wichtige Stütze verloren, das wird nun auch die Aufgabe der Abwehr sein das mit aufzufangen. Jetzt hast du mit MM, MH und DAZ noch drei Spieler die verletzt sind. Willst du nächste Saison sportlich mitreden und Preisgelder einfahren MUSST du hier noch nachbessern.

2) Finanziell: Corona hat schon zugeschlagen letzte Saison und wird auch in der kommenden nochmal zuschlagen, von daher ist es total selbstverständlich, das man das Geld beisammen halten will und Verluste ausgleichen muss. Hohe Ablösen kann und will man nicht zahlen. Aufgabe des Management ist es daher auch unnötige Kosten auf das Minimum herunterzufahren. Dazu zählt es nicht benötigte Spieler von der Gehaltsliste zu bringen. Für RB und NS muss sich also nicht ein Abnehmer finden. Gleichzeitig willst du aber auch Preisgelder erwirtschaften weil die neben den Ablösen eine der wichtigsten Einnahmequellen ist. Gruppenphase in der CL übersehen und die CL Quali müssen wieder die Mindestziele sein und da habe ich mit der aktuellen Abwehr starke Zweifel.

3) Team: Wenn du die guten Spieler halten willst musst du ihnen Teamkollegen geben die ihnen eine guten Perspektive aufzeigen Erfolg zu haben, besser zu werden. In deinem Beitrag klingt es ein bisschen so als würdest du die kommende Saison abschenken bis es eben wieder besser aussieht, dann verlierst du aber auch genau die genannten Spieler die du eigentlich halten willst.


Zu den gezahlten Ablösen: Man investierte in der Saison 17/18 40 Mio. in die Defensive, 18/19 43 Mio., 19/20 55 Mio., 20/21 je nachdem wie man Can einordnen möchte nochmal 25 Mio. und jetzt 21/22 bereits 15 Mio. in Kobel. Das ist nominal ganz schön viel für mich, aber auch relativ in Bezug auf die Gesamtinvestitionen des BVB und in Bezug auf die Konkurrenz. Man kann also nicht sagen, die Situation in der Abwehr ist die Folge eines Sparzwangs, vielmehr stellten sich trotz diverser Großeinkäufe und verschiedener Ansatzpunkte kein Erfolg ein.

Bei den anderen Punkten kann ich auch mitgehen, das ist ja im Wesentlichen alles richtig.

Was dabei aber fehlt ist das Bewusstsein über die wirtschaftliche Konsequenz und Bedeutung einer Entscheidung pro Investition in die Abwehr ohne relevante Gegenfinanzierung durch Abgänge.

Mit einer Investition ohne adäquate Abgänge vorab geht man im Prinzip gleich 2 Wetten ein. Einerseits die sportliche Wette, das der Spieler einem weiterhilft und man sich für die CL qualifiziert. Andererseits die wirtschaftliche Wette in der Form, dass man annimmt, eine Rückkehr zu einer Situation ähnlich vor Corona würde zeitnah erfolgen (also Zuschauer, Transfermarkt, Sponsoren etc. wie vor Corona).

Diese Wetten kann man eingehen, man muss sich dessen nur bewusst sein und auch der Konsequenz, wenn diese schiefgehen. Gehen diese Wetten schief, engt man sich den zukünftigen Handlungsspielraum enorm ein. Als weiteren Punkt muss man sich im Klaren sein, dass diese Wette im Übrigen nicht aus dem Sparschwein bezahlt wird, sondern über Schulden. Denn das Geld haben wir dazu praktisch nicht und können es auch nicht aus eigener Kraft erwirtschaften, sondern nur über Abgänge reinholen.

Edit: Das Runterfahren von nicht benötigten Kosten hat beim BVB in den letzten 5 Jahren aber nur sehr schlecht funktioniert. De facto wurden Fehler in der Transferpolitik nicht durch eine Kostenreduktion ausgeglichen, sondern über die Erhöhung der Einnahmen (Transfererlöse, Sponsoren, TV-Gelder). Über die Millionen-Flops (das ist nicht mal besonders drastisch formuliert, sondern tatsächlich nicht anders zu bezeichnen) Schürrle und Götze (wo man an Ablösen und Gehältern von 2016 bis 2020 schätzungsweise über 100 Mio. versenkte) landete man jetzt bei weiteren extrem teuren Problemfällen wie Schulz, Bürki und Meunier. So wirklich glücklich agiert man hier nicht. Dabei geht es nicht mal darum eine perfekte Transferpolitik zu erwarten, Flops gibt es immer mal. Nur die Häufung an extrem teuren Missverständnissen ist bei uns ausserordentlich hoch und ein Grund dafür, warum man die letzten 5 Jahre sportlich gefühlt keinen nachhaltigen Schritt mehr nach vorne machen konnte. Ist aber nochmal eine Diskussion für sich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nic am 05.08.2021 um 11:25 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#16455
05.08.2021 - 11:47 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von bvballez

Zitat von Nic

Zitat von bvballez

Also es ist natürlich noch Zeit, aber langsam mach ich mir schon wieder Sorgen (wie eigentlich auch die letzten zwei Jahre), dass man es wieder verpasst die Defensive ausreichend zu verstärken. Ich verstehe schon, dass offensiver Fußball mehr Spaß macht und es schöner ist einem Sancho oder Haaland zuzusehen, aber verloren haben wir die Meisterschaft in den letzten Jahren immer über die Defensive.

Und nun haben wir eigentlich wieder auf allen Defensivpositionen Baustellen. LV haben wir einen RG, der offensiv stark und defensiv durchwachsen spielt und einen NS, der nie überzeugen konnte (wie es scheint auch jetzt in der Vorbereitung nicht) und eigentlich keine Rolle spielt. Hier sehe ich noch dringenden Handlungsbedarf.

RV haben wir TM, der eine schwierige Saison hatte, der aber zumindest eine passable EM gespielt hat und auch beim BVB nun besser zurechtzukommen scheint. MM fällt aber bis mindestens 2022 aus und FP scheint auch hier keine große Rolle zu spielen. Ist mir persönlich viel zu dünn, hier sollte zumindest noch eine Leihe her.

IV haben wir Akanji als gesetzt und dann viele krankheitsbedingte Baustellen mit MH und DAZ, sowie Talenten ohne ausreichend Erfahrung (LM, SC). Auch hier muss eigentlich noch eine verlässliche Stütze eingekauft werden, auch hier ist eine Leihe aber zumindest denkbar.

DM: Zugegeben die kleinste Baustelle, aber happy bin ich hier aktuell auch nicht. Das System Raute hat ja in der Vorbereitung ganz gut geklappt, nur wer spielt kommende Saison die Position des DM? Das kann natürlich EC machen, dafür müsste er aber seine haarsträubenden Patzer der letzten Saison zwingend abstellen und offensiv ein besserer Ballverteiler werden. DM soll verkauft werden (was ich persönlich schade fände) und AW kann leider scheinbar nicht an seine ersten 1,5 Saisons anknüpfen.

Also 2 Transfers und 2 Leihen (sofern NS und TD gehen) wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

Wie seht ihr das? Ich weiß natürlich, dass das aufgrund der aktuellen Situation nicht direkt realistisch erscheint, aber wenn wir es endlich mal schaffen würden weniger Tore zu kassieren wäre das aus meiner Sicht der beste "Sancho-Ersatz".


Bedarf sehen wohl die meisten User hier, gerade auf RV (hier grundsätzlich) oder auch IV (hier aufgrund der Verletzungen).

Das Problem dürfte aber der wirtschaftliche Aspekt sein. Es ist ja nun nicht so, dass man die Abwehr (einschließlich TW) finanziell vernachlässigen würde. Ganz im Gegenteil. An Ablösen wurde hier in den letzten Jahren massiv investiert, auch bei den Gehältern war man nicht zurückhaltend.

Durch kaderpolitische Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit (inwiefern diese zu damaligen Zeitpunkt begründet waren oder nicht soll hier mal nicht Thema sein) haben wir jedoch Stand heute mit Bürki, Schulz und Meunier gleich 3 Spieler im Kader, die zusammen zwar über 20 Mio. an Gehalt beziehen, dabei aber für die anstehende Saison wahrscheinlich quasi keine nennenswerte Leistung zum Teamerfolg beitragen werden (bei Bürki und Schulz ist das quasi sicher, bei Meunier kann man sicher geteilter Meinung sein, er dürfte aber kaum die 8 Mio. rechtfertigen können).

Diese Spieler sind dabei sogar noch recht lange vertraglich gebunden (Bürki bis 2023, Schulz und Meunier bis 2024). Es gibt zumindest aktuell keinen Markt für diese Spieler bzw. für diese Spieler zu ihren aktuellen Bezügen.

Ich halte es daher kaderpolitisch für sehr schwer darstellbar, jetzt noch jemanden dazu zu nehmen, der den Etat wieder mittelfristig belastet, solange die Problemfälle nicht gelöst wurden. Der Spielraum für Fehler bei Transfers wird dadurch verdammt eng bzw. ist für die Abwehr nicht mehr vorhanden. Geht jetzt nochmal ein Transfer schief, ist man auf Jahre auf eine Quersubventionierung aus anderen Mannschaftsteilen angewiesen (z.B. durch eine Haaland-Ablöse), ohne dabei aber von den enorm hohen laufenden Kosten runterzukommen.

Erschwert wird die Situation noch dadurch, das mit Guerreiro und Akanji die einzigen Spieler, die man hier auch mittelfristig als Leistungsträger haben wird, nur mit Verträgen bis 2023 ausgestattet sind und man aktuell keine gescheite Perspektive für die Abwehr über die jetzt beginnende Saison hinaus hat.

Die Lösung aus dieser schwierigen Situation besteht daher in erster Linie aus Abgängen der Problemfälle und ggf. kurzfristig in einer Leihe, um verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Sind diese Fälle gelöst, kann man sich um die Neuausrichtung der Abwehr (einschließlich TW) kümmern (wo mit Kobel bereits ein erster Schritt gemacht wurde).


Grundsätzlich bin ich bei dir, nur die Schlussfolgerung würde ich mir anders wünschen. Auch kann ich deine Aussage, man hätte sehr viel Ablöse in die Abwehr investiert nicht ganz nachvollziehen (wobei das natürlich immer relativ ist).

Am Ende hast du drei Perspektiven, die sportliche, die finanzielle und die teamorientierte Sicht:
1) Sportlich: Wir haben uns letzte Saison wettbewerbsübergreifend 62 Tore gefangen. Das alleine sollte einen dazu bringen hier eine Baustelle zu sehen. Kreativ haben wir eine wichtige Stütze verloren, das wird nun auch die Aufgabe der Abwehr sein das mit aufzufangen. Jetzt hast du mit MM, MH und DAZ noch drei Spieler die verletzt sind. Willst du nächste Saison sportlich mitreden und Preisgelder einfahren MUSST du hier noch nachbessern.

2) Finanziell: Corona hat schon zugeschlagen letzte Saison und wird auch in der kommenden nochmal zuschlagen, von daher ist es total selbstverständlich, das man das Geld beisammen halten will und Verluste ausgleichen muss. Hohe Ablösen kann und will man nicht zahlen. Aufgabe des Management ist es daher auch unnötige Kosten auf das Minimum herunterzufahren. Dazu zählt es nicht benötigte Spieler von der Gehaltsliste zu bringen. Für RB und NS muss sich also nicht ein Abnehmer finden. Gleichzeitig willst du aber auch Preisgelder erwirtschaften weil die neben den Ablösen eine der wichtigsten Einnahmequellen ist. Gruppenphase in der CL übersehen und die CL Quali müssen wieder die Mindestziele sein und da habe ich mit der aktuellen Abwehr starke Zweifel.

3) Team: Wenn du die guten Spieler halten willst musst du ihnen Teamkollegen geben die ihnen eine guten Perspektive aufzeigen Erfolg zu haben, besser zu werden. In deinem Beitrag klingt es ein bisschen so als würdest du die kommende Saison abschenken bis es eben wieder besser aussieht, dann verlierst du aber auch genau die genannten Spieler die du eigentlich halten willst.


Zu den gezahlten Ablösen: Man investierte in der Saison 17/18 40 Mio. in die Defensive, 18/19 43 Mio., 19/20 55 Mio., 20/21 je nachdem wie man Can einordnen möchte nochmal 25 Mio. und jetzt 21/22 bereits 15 Mio. in Kobel. Das ist nominal ganz schön viel für mich, aber auch relativ in Bezug auf die Gesamtinvestitionen des BVB und in Bezug auf die Konkurrenz. Man kann also nicht sagen, die Situation in der Abwehr ist die Folge eines Sparzwangs, vielmehr stellten sich trotz diverser Großeinkäufe und verschiedener Ansatzpunkte kein Erfolg ein.

Bei den anderen Punkten kann ich auch mitgehen, das ist ja im Wesentlichen alles richtig.

Was dabei aber fehlt ist das Bewusstsein über die wirtschaftliche Konsequenz und Bedeutung einer Entscheidung pro Investition in die Abwehr ohne relevante Gegenfinanzierung durch Abgänge.

Mit einer Investition ohne adäquate Abgänge vorab geht man im Prinzip gleich 2 Wetten ein. Einerseits die sportliche Wette, das der Spieler einem weiterhilft und man sich für die CL qualifiziert. Andererseits die wirtschaftliche Wette in der Form, dass man annimmt, eine Rückkehr zu einer Situation ähnlich vor Corona würde zeitnah erfolgen (also Zuschauer, Transfermarkt, Sponsoren etc. wie vor Corona).

Diese Wetten kann man eingehen, man muss sich dessen nur bewusst sein und auch der Konsequenz, wenn diese schiefgehen. Gehen diese Wetten schief, engt man sich den zukünftigen Handlungsspielraum enorm ein. Als weiteren Punkt muss man sich im Klaren sein, dass diese Wette im Übrigen nicht aus dem Sparschwein bezahlt wird, sondern über Schulden. Denn das Geld haben wir dazu praktisch nicht und können es auch nicht aus eigener Kraft erwirtschaften, sondern nur über Abgänge reinholen.

Edit: Das Runterfahren von nicht benötigten Kosten hat beim BVB in den letzten 5 Jahren aber nur sehr schlecht funktioniert. De facto wurden Fehler in der Transferpolitik nicht durch eine Kostenreduktion ausgeglichen, sondern über die Erhöhung der Einnahmen (Transfererlöse, Sponsoren, TV-Gelder). Über die Millionen-Flops (das ist nicht mal besonders drastisch formuliert, sondern tatsächlich nicht anders zu bezeichnen) Schürrle und Götze (wo man an Ablösen und Gehältern von 2016 bis 2020 schätzungsweise über 100 Mio. versenkte) landete man jetzt bei weiteren extrem teuren Problemfällen wie Schulz, Bürki und Meunier. So wirklich glücklich agiert man hier nicht. Dabei geht es nicht mal darum eine perfekte Transferpolitik zu erwarten, Flops gibt es immer mal. Nur die Häufung an extrem teuren Missverständnissen ist bei uns ausserordentlich hoch und ein Grund dafür, warum man die letzten 5 Jahre sportlich gefühlt keinen nachhaltigen Schritt mehr nach vorne machen konnte. Ist aber nochmal eine Diskussion für sich.


Ja den Spieß kann ich aber auch umdrehen und sagen, dass man Can als ZDM gekauft hat und somit in den letzten 12 Monaten 15 Mio. für die fünf Abwehrpositionen ausgegeben hat und 78 Mio. für die anderen sechs Positionen.

RB sehe ich übrigens nicht als "teures Missverständnis", er kam für moderate 3,5 Mio. € und hat hier ein leistungsgerechtes Gehalt. Klar wäre es besser gewesen ihn erst zu verkaufen bevor man Kobel holt, aber ich bin hier zuversichtlich, dass sich hier noch ein Abnehmer findet. Und bevor man sich Kobel dann noch entgehen lässt oder sich ein Wettbieten ergibt war das schon in Ordnung.

Naja dann bleibe ich bei der Hoffnung, dass man am Ende doch noch 20-30 Mio locker macht und 1-2 Spieler kauft und 1-2 Spieler leiht, paar Tage bleiben ja noch und vllt helfen die ersten Spieltage hier eine entsprechende Bereitschaft zu schaffen.
BVB - Transferpolitik |#16456
05.08.2021 - 12:05 Uhr
Ich bin absolut dagegen, in der Innenverteidigung noch nachzulegen. Ja, es gibt da momentan einen personellen Engpass. Nichtsdestotrotz können die Notfalloptionen, die im Moment noch da sind, wie Witsel, Delaney oder eben die U23 Spieler diese Position gut bekleiden. Gegen Wiesbaden sollte das sowieso locker reichen. Klar, wird es dann in der Bundesliga vielleicht schwieriger, aber andererseits ist es für junge Spieler oder eben auch für flexible Spieler eine Chance sich zu beweisen. Aber auch auf anderen Positionen ist es auch ganz normal, dass irgendwann positionsfremde Spieler oder eben U23 Spieler zum Zug kommen. Letzte Saison sind bspw. Moukoko und Haaland gleichzeitig ausgefallen, da hat dann irgendwann der positionsfremde Reus oder Tigges aus der U23 gespielt. Wenn man nämlich auf alle Eventualitäten wie mehrere Verletzungen auf einer Position immer mit einem Transfer reagiert, bläst man den Kader nur unnötig weiter auf, zumal dieser sowieso schon viel zu voll ist. Wenn dann wieder alle an Board sind, dann gibt es Unzufriedenheiten und Spieler, die auf der Tribüne sitzend eine Menge Geld kosten. Dass perspektivisch sich die IV verändern wird (Hummels Alter, Akanji und Zagadous Vertragslänge) ist zwar so, aber Stand jetzt ist man qualitativ (auch was die Notfalloptionen angeht) gut aufgestellt.
Das es qualitativ hinten links und rechts hakt, sehe ich auch so. Man hat es hier halt unglaublich verbockt und wird die Spieler, schon gar nicht in Corona-Zeiten, los. Ich sage es ganz ehrlich: Ich würde Schulz ablösefrei und mit der Übernahme von 2/3 seines Gehalts abgeben. Aber ich wette, dass selbst unter diesen Umständen kein Verein interessiert wäre. Bei Meunier wird bei dem Gehalt auch niemand interessiert sein. Von daher ist das Kapital gebunden und man hat wahrscheinlich kaum eine Chance, sich zu verbessern. Es sei denn, man findet kostengünstig ein Talent, aber da habe ich nicht so viele Hoffnungen. Bayern z.B. hat mit Richards einen linken Verteidiger aus der 2. englischen Liga geholt, so einen Überraschungstransfer gibt es bei uns leider nur noch selten (Bellingham kam zwar auch aus dieser Liga, war dafür aber schon extrem teuer).
Ich bin im Übrigen auch kein großer Freund der wahrscheinlich kommenden Raute. Es hat schon seine Gründe, warum dieses System im Spitzenfußball eigentlich keine große Rolle mehr spielt. Schließlich sind die Anforderungen bspw. an die AVs sehr hoch. Die AVs müssen sehr viel für die Breite sorgen, können aber, anders als bei der Dreierkette, nicht darauf setzen, dass sie ein zusätzlicher Innenverteidiger absichert.
Guerreiro ist ein Linksverteidiger, der dann am besten ist, wenn er seine Freiheiten hat und bspw. auch mal nach innen ziehen kann. Das geht so in der Raute nicht. Tja und alle anderen Außenverteidiger sind halt nicht sonderlich gut, um es mal hart zu sagen.
Meine Hoffnung ist, dass man sich in dieser Saison mit der Raute irgendwie durchmogeln kann, vielleicht brauchen die gegnerischen Teams ja auch ein bisschen, um sich darauf einzustellen. Nächste Saison (wahrscheinlich mit der Haaland-Kohle) muss aber unbedingt ein Außenbahnspieler kommen, der Qualitäten im 1-gegen-1 besitzt.
BVB - Transferpolitik |#16457
05.08.2021 - 12:13 Uhr
Zitat von bvballez
Zitat von Nic

Zitat von bvballez

Zitat von Nic

Zitat von bvballez

Also es ist natürlich noch Zeit, aber langsam mach ich mir schon wieder Sorgen (wie eigentlich auch die letzten zwei Jahre), dass man es wieder verpasst die Defensive ausreichend zu verstärken. Ich verstehe schon, dass offensiver Fußball mehr Spaß macht und es schöner ist einem Sancho oder Haaland zuzusehen, aber verloren haben wir die Meisterschaft in den letzten Jahren immer über die Defensive.

Und nun haben wir eigentlich wieder auf allen Defensivpositionen Baustellen. LV haben wir einen RG, der offensiv stark und defensiv durchwachsen spielt und einen NS, der nie überzeugen konnte (wie es scheint auch jetzt in der Vorbereitung nicht) und eigentlich keine Rolle spielt. Hier sehe ich noch dringenden Handlungsbedarf.

RV haben wir TM, der eine schwierige Saison hatte, der aber zumindest eine passable EM gespielt hat und auch beim BVB nun besser zurechtzukommen scheint. MM fällt aber bis mindestens 2022 aus und FP scheint auch hier keine große Rolle zu spielen. Ist mir persönlich viel zu dünn, hier sollte zumindest noch eine Leihe her.

IV haben wir Akanji als gesetzt und dann viele krankheitsbedingte Baustellen mit MH und DAZ, sowie Talenten ohne ausreichend Erfahrung (LM, SC). Auch hier muss eigentlich noch eine verlässliche Stütze eingekauft werden, auch hier ist eine Leihe aber zumindest denkbar.

DM: Zugegeben die kleinste Baustelle, aber happy bin ich hier aktuell auch nicht. Das System Raute hat ja in der Vorbereitung ganz gut geklappt, nur wer spielt kommende Saison die Position des DM? Das kann natürlich EC machen, dafür müsste er aber seine haarsträubenden Patzer der letzten Saison zwingend abstellen und offensiv ein besserer Ballverteiler werden. DM soll verkauft werden (was ich persönlich schade fände) und AW kann leider scheinbar nicht an seine ersten 1,5 Saisons anknüpfen.

Also 2 Transfers und 2 Leihen (sofern NS und TD gehen) wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

Wie seht ihr das? Ich weiß natürlich, dass das aufgrund der aktuellen Situation nicht direkt realistisch erscheint, aber wenn wir es endlich mal schaffen würden weniger Tore zu kassieren wäre das aus meiner Sicht der beste "Sancho-Ersatz".


Bedarf sehen wohl die meisten User hier, gerade auf RV (hier grundsätzlich) oder auch IV (hier aufgrund der Verletzungen).

Das Problem dürfte aber der wirtschaftliche Aspekt sein. Es ist ja nun nicht so, dass man die Abwehr (einschließlich TW) finanziell vernachlässigen würde. Ganz im Gegenteil. An Ablösen wurde hier in den letzten Jahren massiv investiert, auch bei den Gehältern war man nicht zurückhaltend.

Durch kaderpolitische Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit (inwiefern diese zu damaligen Zeitpunkt begründet waren oder nicht soll hier mal nicht Thema sein) haben wir jedoch Stand heute mit Bürki, Schulz und Meunier gleich 3 Spieler im Kader, die zusammen zwar über 20 Mio. an Gehalt beziehen, dabei aber für die anstehende Saison wahrscheinlich quasi keine nennenswerte Leistung zum Teamerfolg beitragen werden (bei Bürki und Schulz ist das quasi sicher, bei Meunier kann man sicher geteilter Meinung sein, er dürfte aber kaum die 8 Mio. rechtfertigen können).

Diese Spieler sind dabei sogar noch recht lange vertraglich gebunden (Bürki bis 2023, Schulz und Meunier bis 2024). Es gibt zumindest aktuell keinen Markt für diese Spieler bzw. für diese Spieler zu ihren aktuellen Bezügen.

Ich halte es daher kaderpolitisch für sehr schwer darstellbar, jetzt noch jemanden dazu zu nehmen, der den Etat wieder mittelfristig belastet, solange die Problemfälle nicht gelöst wurden. Der Spielraum für Fehler bei Transfers wird dadurch verdammt eng bzw. ist für die Abwehr nicht mehr vorhanden. Geht jetzt nochmal ein Transfer schief, ist man auf Jahre auf eine Quersubventionierung aus anderen Mannschaftsteilen angewiesen (z.B. durch eine Haaland-Ablöse), ohne dabei aber von den enorm hohen laufenden Kosten runterzukommen.

Erschwert wird die Situation noch dadurch, das mit Guerreiro und Akanji die einzigen Spieler, die man hier auch mittelfristig als Leistungsträger haben wird, nur mit Verträgen bis 2023 ausgestattet sind und man aktuell keine gescheite Perspektive für die Abwehr über die jetzt beginnende Saison hinaus hat.

Die Lösung aus dieser schwierigen Situation besteht daher in erster Linie aus Abgängen der Problemfälle und ggf. kurzfristig in einer Leihe, um verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Sind diese Fälle gelöst, kann man sich um die Neuausrichtung der Abwehr (einschließlich TW) kümmern (wo mit Kobel bereits ein erster Schritt gemacht wurde).


Grundsätzlich bin ich bei dir, nur die Schlussfolgerung würde ich mir anders wünschen. Auch kann ich deine Aussage, man hätte sehr viel Ablöse in die Abwehr investiert nicht ganz nachvollziehen (wobei das natürlich immer relativ ist).

Am Ende hast du drei Perspektiven, die sportliche, die finanzielle und die teamorientierte Sicht:
1) Sportlich: Wir haben uns letzte Saison wettbewerbsübergreifend 62 Tore gefangen. Das alleine sollte einen dazu bringen hier eine Baustelle zu sehen. Kreativ haben wir eine wichtige Stütze verloren, das wird nun auch die Aufgabe der Abwehr sein das mit aufzufangen. Jetzt hast du mit MM, MH und DAZ noch drei Spieler die verletzt sind. Willst du nächste Saison sportlich mitreden und Preisgelder einfahren MUSST du hier noch nachbessern.

2) Finanziell: Corona hat schon zugeschlagen letzte Saison und wird auch in der kommenden nochmal zuschlagen, von daher ist es total selbstverständlich, das man das Geld beisammen halten will und Verluste ausgleichen muss. Hohe Ablösen kann und will man nicht zahlen. Aufgabe des Management ist es daher auch unnötige Kosten auf das Minimum herunterzufahren. Dazu zählt es nicht benötigte Spieler von der Gehaltsliste zu bringen. Für RB und NS muss sich also nicht ein Abnehmer finden. Gleichzeitig willst du aber auch Preisgelder erwirtschaften weil die neben den Ablösen eine der wichtigsten Einnahmequellen ist. Gruppenphase in der CL übersehen und die CL Quali müssen wieder die Mindestziele sein und da habe ich mit der aktuellen Abwehr starke Zweifel.

3) Team: Wenn du die guten Spieler halten willst musst du ihnen Teamkollegen geben die ihnen eine guten Perspektive aufzeigen Erfolg zu haben, besser zu werden. In deinem Beitrag klingt es ein bisschen so als würdest du die kommende Saison abschenken bis es eben wieder besser aussieht, dann verlierst du aber auch genau die genannten Spieler die du eigentlich halten willst.


Zu den gezahlten Ablösen: Man investierte in der Saison 17/18 40 Mio. in die Defensive, 18/19 43 Mio., 19/20 55 Mio., 20/21 je nachdem wie man Can einordnen möchte nochmal 25 Mio. und jetzt 21/22 bereits 15 Mio. in Kobel. Das ist nominal ganz schön viel für mich, aber auch relativ in Bezug auf die Gesamtinvestitionen des BVB und in Bezug auf die Konkurrenz. Man kann also nicht sagen, die Situation in der Abwehr ist die Folge eines Sparzwangs, vielmehr stellten sich trotz diverser Großeinkäufe und verschiedener Ansatzpunkte kein Erfolg ein.

Bei den anderen Punkten kann ich auch mitgehen, das ist ja im Wesentlichen alles richtig.

Was dabei aber fehlt ist das Bewusstsein über die wirtschaftliche Konsequenz und Bedeutung einer Entscheidung pro Investition in die Abwehr ohne relevante Gegenfinanzierung durch Abgänge.

Mit einer Investition ohne adäquate Abgänge vorab geht man im Prinzip gleich 2 Wetten ein. Einerseits die sportliche Wette, das der Spieler einem weiterhilft und man sich für die CL qualifiziert. Andererseits die wirtschaftliche Wette in der Form, dass man annimmt, eine Rückkehr zu einer Situation ähnlich vor Corona würde zeitnah erfolgen (also Zuschauer, Transfermarkt, Sponsoren etc. wie vor Corona).

Diese Wetten kann man eingehen, man muss sich dessen nur bewusst sein und auch der Konsequenz, wenn diese schiefgehen. Gehen diese Wetten schief, engt man sich den zukünftigen Handlungsspielraum enorm ein. Als weiteren Punkt muss man sich im Klaren sein, dass diese Wette im Übrigen nicht aus dem Sparschwein bezahlt wird, sondern über Schulden. Denn das Geld haben wir dazu praktisch nicht und können es auch nicht aus eigener Kraft erwirtschaften, sondern nur über Abgänge reinholen.

Edit: Das Runterfahren von nicht benötigten Kosten hat beim BVB in den letzten 5 Jahren aber nur sehr schlecht funktioniert. De facto wurden Fehler in der Transferpolitik nicht durch eine Kostenreduktion ausgeglichen, sondern über die Erhöhung der Einnahmen (Transfererlöse, Sponsoren, TV-Gelder). Über die Millionen-Flops (das ist nicht mal besonders drastisch formuliert, sondern tatsächlich nicht anders zu bezeichnen) Schürrle und Götze (wo man an Ablösen und Gehältern von 2016 bis 2020 schätzungsweise über 100 Mio. versenkte) landete man jetzt bei weiteren extrem teuren Problemfällen wie Schulz, Bürki und Meunier. So wirklich glücklich agiert man hier nicht. Dabei geht es nicht mal darum eine perfekte Transferpolitik zu erwarten, Flops gibt es immer mal. Nur die Häufung an extrem teuren Missverständnissen ist bei uns ausserordentlich hoch und ein Grund dafür, warum man die letzten 5 Jahre sportlich gefühlt keinen nachhaltigen Schritt mehr nach vorne machen konnte. Ist aber nochmal eine Diskussion für sich.


Ja den Spieß kann ich aber auch umdrehen und sagen, dass man Can als ZDM gekauft hat und somit in den letzten 12 Monaten 15 Mio. für die fünf Abwehrpositionen ausgegeben hat und 78 Mio. für die anderen sechs Positionen.

RB sehe ich übrigens nicht als "teures Missverständnis", er kam für moderate 3,5 Mio. € und hat hier ein leistungsgerechtes Gehalt. Klar wäre es besser gewesen ihn erst zu verkaufen bevor man Kobel holt, aber ich bin hier zuversichtlich, dass sich hier noch ein Abnehmer findet. Und bevor man sich Kobel dann noch entgehen lässt oder sich ein Wettbieten ergibt war das schon in Ordnung.

Naja dann bleibe ich bei der Hoffnung, dass man am Ende doch noch 20-30 Mio locker macht und 1-2 Spieler kauft und 1-2 Spieler leiht, paar Tage bleiben ja noch und vllt helfen die ersten Spieltage hier eine entsprechende Bereitschaft zu schaffen.

Du kannst natürlich immer einen Zeitraum finden, wo deine These stimmt, dass man nicht viel investiert hat. Fakt ist aber, dass wir vor 24 Monaten mit Hummels und Schulz alleine 60 Millionen an Ablöse investiert haben, was so bei anderen Mannschaftsteilen nur beim Dembele-Abgang der Fall war. Damit hat man erstmal extrem viel Geld in der Abwehr gebunden, sodass Investitionen in ähnlicher Höhe danach auf Jahre erstmal nur möglich sind, wenn man in der Abwehr auch wieder Spieler abgibt. Das ist aber nicht geschehen. Trotzdem hat man mit Can, Meunier und Kobel weiter ordentlich investiert und vor allem auch in Relation einen großen Anteil des Gehaltsbudgets in die Abwehr gesteckt. Auch wenn es dir nicht passt, hat Can bereits letzte Saison mehr Spiele in der Abwehrkette gemacht, als davor und wird es alleine schon durch die Verletzungen bedingt wird das diese Saison wieder der Fall sein.

Überhaupt ist es doch fast unmöglich ein vernünftiges Upgrade zu finden. Willst du jetzt Hummels, Zagadou und Morey abgeben, weil die gerade verletzt sind? Sagen wir mal, man holt Lacroix und investiert nochmal richtig was. Was hat der denn dann für eine Perspektive? Sagt man ihm, du, du bist zwar unser Rekordtransfer überhaupt, aber wenn alle fit sind, streitest du dich mit DAZ um den ersten Backup? Oder willst du Hummels, den bisherigen Rekordeinkauf absägen und den letzten Wiederverkaufswert auch noch vernichten und dir DEN Spitzenverdiener nach Reus nur auf dei Bank setzen? Oder Akanji absägen, den einzigen mit einer Perspektive in Dortmund?
Wenn noch was passiert, dann eine Leihe in der Kategorie Morey auf RV, mehr nicht. Rein quantitativ haben wir in der IV schon 4 Spieler mit Stammspieleranspruch + 2 Talente. Da fällt für weitere Neuzugänge schlicht keine Spielzeit ab. Und wenn 6 Spieler für 2 Positionen nicht ausreichen, dann hat man eh was falsch gemacht.
BVB - Transferpolitik |#16458
05.08.2021 - 12:19 Uhr
Man darf einen Aspekt nicht vergessen: Dortmund spielt in drei Wettbewerben. Dafür benötigt man einen breiten Kader, um Spielern immer wieder Pausen zu ermöglichen. Speziell in der Abwehr ist diese Breite nicht vorhanden.
Ein Grund für den Aufwärtstrend unter Terzic zum Ende der Rückrunde sehe ich darin, dass der BvB keine Doppelbelastung mehr hatte. D.h. solange der BvB in drei Wettbewerben vertreten gewesen ist, hat man auch immer wieder Leistungseinbrüche zu verzeichnen, selbst unter Terzic.

Nun kommt hinzu, dass Meunier ein absoluter Schwachpunkt in der Mannschaft gewesen ist. Das hat man durch den Wechsel zu Morey gut aufgefangen, aber Morey ist in dieser Saison nicht mehr einplanbar. Somit bleibt es dabei, dass der BvB zumindest auf der RV-Position etwas machen muss. Sollten Guerreiro oder Hummels / Akanji längerfristig ausfallen, wird der BvB ebenfalls ein großes Problem bekommen. Man kann dies nicht immer mit U20 Spielern abfedern. Speziell in der Verteidigung ist Erfahrung von großer Bedeutung.

Fazit:
Der Kader ist abgesehen von wenigen Veränderungen, der gleiche Kader, der 1:5 gegen Stuttgart verloren hat und fast gegen Paderborn aus dem DFB Pokal ausgeschieden wäre. Malen und Kobel sind sehr gute Verstärkungen, aber in der Verteidigung muss der BvB noch nachlegen, falls man dieses Jahr um den Ligatitel mitspielen möchte.
BVB - Transferpolitik |#16459
05.08.2021 - 12:27 Uhr
Zitat von Zockerkaiser
Ich bin absolut dagegen, in der Innenverteidigung noch nachzulegen. Ja, es gibt da momentan einen personellen Engpass. Nichtsdestotrotz können die Notfalloptionen, die im Moment noch da sind, wie Witsel, Delaney oder eben die U23 Spieler diese Position gut bekleiden. Gegen Wiesbaden sollte das sowieso locker reichen. Klar, wird es dann in der Bundesliga vielleicht schwieriger, aber andererseits ist es für junge Spieler oder eben auch für flexible Spieler eine Chance sich zu beweisen. Aber auch auf anderen Positionen ist es auch ganz normal, dass irgendwann positionsfremde Spieler oder eben U23 Spieler zum Zug kommen. Letzte Saison sind bspw. Moukoko und Haaland gleichzeitig ausgefallen, da hat dann irgendwann der positionsfremde Reus oder Tigges aus der U23 gespielt. Wenn man nämlich auf alle Eventualitäten wie mehrere Verletzungen auf einer Position immer mit einem Transfer reagiert, bläst man den Kader nur unnötig weiter auf, zumal dieser sowieso schon viel zu voll ist. Wenn dann wieder alle an Board sind, dann gibt es Unzufriedenheiten und Spieler, die auf der Tribüne sitzend eine Menge Geld kosten. Dass perspektivisch sich die IV verändern wird (Hummels Alter, Akanji und Zagadous Vertragslänge) ist zwar so, aber Stand jetzt ist man qualitativ (auch was die Notfalloptionen angeht) gut aufgestellt.
Das es qualitativ hinten links und rechts hakt, sehe ich auch so. Man hat es hier halt unglaublich verbockt und wird die Spieler, schon gar nicht in Corona-Zeiten, los. Ich sage es ganz ehrlich: Ich würde Schulz ablösefrei und mit der Übernahme von 2/3 seines Gehalts abgeben. Aber ich wette, dass selbst unter diesen Umständen kein Verein interessiert wäre. Bei Meunier wird bei dem Gehalt auch niemand interessiert sein. Von daher ist das Kapital gebunden und man hat wahrscheinlich kaum eine Chance, sich zu verbessern. Es sei denn, man findet kostengünstig ein Talent, aber da habe ich nicht so viele Hoffnungen. Bayern z.B. hat mit Richards einen linken Verteidiger aus der 2. englischen Liga geholt, so einen Überraschungstransfer gibt es bei uns leider nur noch selten (Bellingham kam zwar auch aus dieser Liga, war dafür aber schon extrem teuer).
Ich bin im Übrigen auch kein großer Freund der wahrscheinlich kommenden Raute. Es hat schon seine Gründe, warum dieses System im Spitzenfußball eigentlich keine große Rolle mehr spielt. Schließlich sind die Anforderungen bspw. an die AVs sehr hoch. Die AVs müssen sehr viel für die Breite sorgen, können aber, anders als bei der Dreierkette, nicht darauf setzen, dass sie ein zusätzlicher Innenverteidiger absichert.
Guerreiro ist ein Linksverteidiger, der dann am besten ist, wenn er seine Freiheiten hat und bspw. auch mal nach innen ziehen kann. Das geht so in der Raute nicht. Tja und alle anderen Außenverteidiger sind halt nicht sonderlich gut, um es mal hart zu sagen.
Meine Hoffnung ist, dass man sich in dieser Saison mit der Raute irgendwie durchmogeln kann, vielleicht brauchen die gegnerischen Teams ja auch ein bisschen, um sich darauf einzustellen. Nächste Saison (wahrscheinlich mit der Haaland-Kohle) muss aber unbedingt ein Außenbahnspieler kommen, der Qualitäten im 1-gegen-1 besitzt.

In der Abwehr sehe ich es ähnlich, dass wir keinen neuen Mann brauchen. Jedenfalls wenn's um die Anzahl der Verteidiger geht. Ansonsten würde ich mir dort einen Abgang und dafür einen zweiten Spielertypen wie Akanji wünschen. Das würde bezüglich der Mischung der Spielertypen und für eine hoch stehende Abwehr besser passen.

Bei Schulz sehe ich weniger Bedarf als bei Meunier. Aber richtig wissen wird man es nur, wenn Guerreiro einsatzbereit ist. Jedenfalls sehe ich Schulz nur als Backup. Dein Vorschlag wäre dann sehr teuer, wenn man Schulz abgibt, teilweise sein Gehalt übernimmt und einen neuen LV holt.

Meunier wird hingegen wahrscheinlich als Stamm eingeplant. Von ihm sind wir wahrscheinlich wesentlich abhängiger als von Schulz.
Wenn Meunier seine Patzer abstellen kann, sähe das für mich aber schon wesentlich besser aus. Ordentliche Leistungen traue ich auch Meunier zu in Roses Spielsystem.

Taktisch sagte Zorc, dass er Malen als Stürmer sieht, dieser aber auch über Außen, vornehmlich die linke Seite kommen könnte. Vielleicht passt es dann links mit Guerreiro und Malen.
In Salzburg zog unter Rose der LV Ulmer wohl auch öfters nach innen und der Stürmer Dabbur gab die Breite.
Davon ab glaube ich, dass Rose öfters das Spielsystem wechseln wird und auch mit drei offensiven vorne aufgelaufen wird. Wobei ich uns ebenfalls dafür nicht ideal aufgestellt sehe. Ein Spieler, der mehr ein Dribbler wie Sancho ist, fehlt uns dafür. Aktuell würde ich daher erwarten, dass wir einen Zweiersturm häufiger aufbieten werden.
BVB - Transferpolitik |#16460
05.08.2021 - 12:33 Uhr
Zitat von Patty
Man darf einen Aspekt nicht vergessen: Dortmund spielt in drei Wettbewerben. Dafür benötigt man einen breiten Kader, um Spielern immer wieder Pausen zu ermöglichen. Speziell in der Abwehr ist diese Breite nicht vorhanden.
Ein Grund für den Aufwärtstrend unter Terzic zum Ende der Rückrunde sehe ich darin, dass der BvB keine Doppelbelastung mehr hatte. D.h. solange der BvB in drei Wettbewerben vertreten gewesen ist, hat man auch immer wieder Leistungseinbrüche zu verzeichnen, selbst unter Terzic.

Nun kommt hinzu, dass Meunier ein absoluter Schwachpunkt in der Mannschaft gewesen ist. Das hat man durch den Wechsel zu Morey gut aufgefangen, aber Morey ist in dieser Saison nicht mehr einplanbar. Somit bleibt es dabei, dass der BvB zumindest auf der RV-Position etwas machen muss. Sollten Guerreiro oder Hummels / Akanji längerfristig ausfallen, wird der BvB ebenfalls ein großes Problem bekommen. Man kann dies nicht immer mit U20 Spielern abfedern. Speziell in der Verteidigung ist Erfahrung von großer Bedeutung.

Fazit:
Der Kader ist abgesehen von wenigen Veränderungen, der gleiche Kader, der 1:5 gegen Stuttgart verloren hat und fast gegen Paderborn aus dem DFB Pokal ausgeschieden wäre. Malen und Kobel sind sehr gute Verstärkungen, aber in der Verteidigung muss der BvB noch nachlegen, falls man dieses Jahr um den Ligatitel mitspielen möchte.


Das ist so nicht richtig. Pokal und Liga war man bis zum Ende dabei und in der CL nur mit viel pech und ohne Sancho, Witsel usw unglücklich an einem bestbetztem City gescheitert. Bei uns spielte sogar Can in der IV und machte es meistens gut.

Wie ich aber anders wo schon geschrieben habe gibt es in der Hinrunde genau 2 DFB Pokal Spiele, das erste ist jetzt Samstag. Somit bleiben 7 extra Spiele neben der Liga aufgeteilt in 3 oder 4 Monaten.

Terzic hatte den Aufwärtstrend als Hitz ins Tor gewandert ist und die Mannschaft das neue System immer mehr verinnerlicht hat und die meisten Spieler wieder in Form gekommen sind. Dabei fehlten Sancho, Zagadou und Witsel.

Du sagst man kann nicht alles mit 20 Jährigen abfangen nennst aber davor Morey als Spieler der es gemacht hat. Wenn Hummels, Akanji und Can ausfallen dann ist es irgendwann unkalkulierbares Pech.

Das 1-5 war unter Favre, als die Mannschaft emotionslos am ende war. Ein Verein aus dem Süden hat nach einer 1-5 Klatsche den Trainer getauscht und am ende der Saison alles geholt.

Wir haben nach dem Wechsel den Pokal geholt, Platz 3 in der Liga und dabei fast noch RB eingeholt. Selbst in der CL wäre mir mehr Glück der große Wurf möglich gewesen. Auch hier war es der Kader der jetzt kaputt geredet wird.
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