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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11271
05.06.2018 - 13:05 Uhr
Zitat von BvB_4_ever
Zitat von barcaberlin

Von den 250 Mio die bei TM.de als Transfereinnahmen gelistet sind, sind schon ohne die Kaderkosten und Handgelder also nur noch 45 Mio übrig. Jetzt will ich in den beiden Punkten nicht spekulieren, aber ich glaube schon dass da am Schluss nicht deutlich mehr als 40 Mio übrig bleiben selbst wenn man Sokratis verkauft.
Abgesehen davon können wir natürlich immer auf unsere Reserven zurückgreifen, aber das heißt natürlich auch immer dass wir in Zukunft erstmal weniger Puffer haben.


Es ist aber eben auch schwierig auf Basis der Tranfereinnahmen die hier bei Transfermarkt.de propagiert wurden/werden, einen Betrag zu ermitteln was denn letzten Endes übrig bleibt um eben Transfers tätigen zu können.

Es fallen sicherlich Steuern an auf Transfereinnahmen, allein diese zu beziffern ist sehr schwierig da diese durch Abschreibungen und in welche Geschäftsjahre sie fallen usw. sehr unterschiedlich sein könne, richtig ist auch dass man nur in etwa erahnen kann was bei Transfers zusätzlich an Handgeldern (um z.b. keine AK im Vertrag zu verankern) und auch Beraterkosten die Summe minimieren und zusätzlich kommt noch dazu, dass z.B. die Dembele-Millionen ´ja auch in zwei Raten bezahlt wurden/werden und noch ein gutes drittel an diverse Boni gekoppelt ist die ebenfalls erst in naher/ferner Zukunft verfügbar sein werden.

Also es ist echt schwer da zu ermitteln wie viel genau nach Verkäufen und Zugängen dann noch im Topf liegt. So richtig viel wie es einige denken wird das dann aber auch nicht sein, weil eben User einfach nur die Transfereinnahmen gegenüber den Transferausgaben stellen und dann der Meinung sind dass dieser Betrag nun für den Sommer X für Transfers zur Verfügung steht, was eben ganz und gar nicht der Fall ist. Transfer mit sagen wir mal 60 Millionen Ablösesumme + Handgelder + Boni + Beraterkosten + Gehalt, werden wir uns trotz allem noch nicht leisten können/wollen.

Was ich aber gerade vorhin gelesen habe beim Kicker ist, dass die DFL das Geld für die "Vermarktungsrechte" an die Bundesligisten ausgeschüttet hat, da bekam/bekommt der BvB knapp 86 Millionen Euro zusätzlich. Ohne jetzt zu wissen für was im Detail dieser Geldsegen nun gebraucht wird im Konzern, könnte man dort sicherlich ebenfalls die ein oder andere Million zusätzlich in Transfers reinvestieren.

Ich hab auch noch im Kopf das wir für diesen Sommer circa 50 - 80 Millionen zur Verfügung hätten ohne weitere Spielerverkäufe, da die zweite Rate von Dembele wohl fällig sein müsste in Höhe von knapp 50 Millionen (der Sockelbetrag von knapp 100 Millionen wird von Barca eben in zwei Raten bezahlt und ich habe da einfach mal durch zwei geteilt, kann natürlich auch ein anderes Verhältnis sein) und nun zusätzlich mit den Geldern aus den Vermarktungen wenn wir dort knapp 20 Millionen für Transfers abzwacken, die knapp 20 Millionen für den Sokratis Transfer dazurechnen, schon mittlerweile eine Summe zur Verfügung haben sollten die sich zwischen 100 und 120 Millionen für Transfers bewegt.

Dies alles natürlich grob überschlagen, dies wäre aber Stand jetzt, nach dem Sokratis Verkauf für knapp 20 Millionen + 20 Millionen aus den Vermarktungsgeldern + die zweite Rate Dembele von Barcelona dann eben schon ein recht ordentlicher Betrag und da sind dann noch zukünftige Abgänge nicht mit drin, da eben noch nicht geschehen.

Rechnet man aber die nun dazugekommenen Gelder mal weg, kommt man deinen knapp 40 Millionen schon relativ nahe. smile

Wie gesagt, viele denken als Beispiel Dembele wurde für 100 Millionen Verkauft ohne Boni und dann haben wir automatisch direkt 100 Millionen zur Verfügung, aber um bei diesem Beispiel zu bleiben wurde eben in zwei Raten bezahlt, sprich letzte Saison erstmal 50 Millionen und davon mussten wir an Rennes erstmal direkt 20 Millionen abdrücken, dazu dann sicherlich auch noch ein paar Millionen an Steuern und schon hat man aus dem Dembele Deal letzten Sommer im Prinzip erstmal nicht viel gehabt bzw. direkt Yarmo geholt für knapp 30 Millionen, ergo Dembeles erste Rate war direkt egalisiert finanziell. Bei Aubas Verkauf meinte Watzke auch in einem Interview, dass von den 60 Millionen die wir bekommen haben, allein schon nach abzügen der Steuern nur noch knapp 40 Millionen übrigbleiben würden usw. Akanji hat uns knapp 20 Millionen gekostet, sicherlich auch ein wenig Handgeld und Beraterkosten, sagen wir im Gesamtpaket ohne Gehalt knapp 30 Millionen und paff paff, sind die Auba Millionen vom Winter fast schon komplett aufgebraucht. smile

Also wir sind jetzt nicht gerade arm, aber so diese "Transfers" jenseits der 50 Millionen im Gesamtpaket, sind für uns nach wie vor einfach noch nicht so drin. Verkauft man aber weiterhin noch einige Spieler und dünnt den Kader aus, hat man diesen Sommer schon einen ganz ordentlichen Betrag von irgendwas um die 100 - 120 Millionen dann zur Verfügung, damit kann man dann auch schon was machen denke ich. smile

wir sollten aufhören, spieler zu verkaufen. wenn man so etwas wie hier liest, möchte man meinen wir wären nachher ärmer als vorher zwinker
aber der letzte Absatz ist für mich der entscheidende und das muss als erstes erledigt werden: kader ausdünnen! bis auf sokratis gibts nichts zu verkünden (wenn es denn dann bald verkündet wird) und dabei gibt es SO viel Potential für Abgänge...

•     •     •


Die Ermahnungen und Sanktionen hier sind mittlerweile völlig überzogen.
BVB - Transferpolitik |#11272
05.06.2018 - 13:18 Uhr
Zitat von derJones

Zitat von BvB_4_ever

Zitat von barcaberlin

Von den 250 Mio die bei TM.de als Transfereinnahmen gelistet sind, sind schon ohne die Kaderkosten und Handgelder also nur noch 45 Mio übrig. Jetzt will ich in den beiden Punkten nicht spekulieren, aber ich glaube schon dass da am Schluss nicht deutlich mehr als 40 Mio übrig bleiben selbst wenn man Sokratis verkauft.
Abgesehen davon können wir natürlich immer auf unsere Reserven zurückgreifen, aber das heißt natürlich auch immer dass wir in Zukunft erstmal weniger Puffer haben.


Es ist aber eben auch schwierig auf Basis der Tranfereinnahmen die hier bei Transfermarkt.de propagiert wurden/werden, einen Betrag zu ermitteln was denn letzten Endes übrig bleibt um eben Transfers tätigen zu können.

Es fallen sicherlich Steuern an auf Transfereinnahmen, allein diese zu beziffern ist sehr schwierig da diese durch Abschreibungen und in welche Geschäftsjahre sie fallen usw. sehr unterschiedlich sein könne, richtig ist auch dass man nur in etwa erahnen kann was bei Transfers zusätzlich an Handgeldern (um z.b. keine AK im Vertrag zu verankern) und auch Beraterkosten die Summe minimieren und zusätzlich kommt noch dazu, dass z.B. die Dembele-Millionen ´ja auch in zwei Raten bezahlt wurden/werden und noch ein gutes drittel an diverse Boni gekoppelt ist die ebenfalls erst in naher/ferner Zukunft verfügbar sein werden.

Also es ist echt schwer da zu ermitteln wie viel genau nach Verkäufen und Zugängen dann noch im Topf liegt. So richtig viel wie es einige denken wird das dann aber auch nicht sein, weil eben User einfach nur die Transfereinnahmen gegenüber den Transferausgaben stellen und dann der Meinung sind dass dieser Betrag nun für den Sommer X für Transfers zur Verfügung steht, was eben ganz und gar nicht der Fall ist. Transfer mit sagen wir mal 60 Millionen Ablösesumme + Handgelder + Boni + Beraterkosten + Gehalt, werden wir uns trotz allem noch nicht leisten können/wollen.

Was ich aber gerade vorhin gelesen habe beim Kicker ist, dass die DFL das Geld für die "Vermarktungsrechte" an die Bundesligisten ausgeschüttet hat, da bekam/bekommt der BvB knapp 86 Millionen Euro zusätzlich. Ohne jetzt zu wissen für was im Detail dieser Geldsegen nun gebraucht wird im Konzern, könnte man dort sicherlich ebenfalls die ein oder andere Million zusätzlich in Transfers reinvestieren.

Ich hab auch noch im Kopf das wir für diesen Sommer circa 50 - 80 Millionen zur Verfügung hätten ohne weitere Spielerverkäufe, da die zweite Rate von Dembele wohl fällig sein müsste in Höhe von knapp 50 Millionen (der Sockelbetrag von knapp 100 Millionen wird von Barca eben in zwei Raten bezahlt und ich habe da einfach mal durch zwei geteilt, kann natürlich auch ein anderes Verhältnis sein) und nun zusätzlich mit den Geldern aus den Vermarktungen wenn wir dort knapp 20 Millionen für Transfers abzwacken, die knapp 20 Millionen für den Sokratis Transfer dazurechnen, schon mittlerweile eine Summe zur Verfügung haben sollten die sich zwischen 100 und 120 Millionen für Transfers bewegt.

Dies alles natürlich grob überschlagen, dies wäre aber Stand jetzt, nach dem Sokratis Verkauf für knapp 20 Millionen + 20 Millionen aus den Vermarktungsgeldern + die zweite Rate Dembele von Barcelona dann eben schon ein recht ordentlicher Betrag und da sind dann noch zukünftige Abgänge nicht mit drin, da eben noch nicht geschehen.

Rechnet man aber die nun dazugekommenen Gelder mal weg, kommt man deinen knapp 40 Millionen schon relativ nahe. smile

Wie gesagt, viele denken als Beispiel Dembele wurde für 100 Millionen Verkauft ohne Boni und dann haben wir automatisch direkt 100 Millionen zur Verfügung, aber um bei diesem Beispiel zu bleiben wurde eben in zwei Raten bezahlt, sprich letzte Saison erstmal 50 Millionen und davon mussten wir an Rennes erstmal direkt 20 Millionen abdrücken, dazu dann sicherlich auch noch ein paar Millionen an Steuern und schon hat man aus dem Dembele Deal letzten Sommer im Prinzip erstmal nicht viel gehabt bzw. direkt Yarmo geholt für knapp 30 Millionen, ergo Dembeles erste Rate war direkt egalisiert finanziell. Bei Aubas Verkauf meinte Watzke auch in einem Interview, dass von den 60 Millionen die wir bekommen haben, allein schon nach abzügen der Steuern nur noch knapp 40 Millionen übrigbleiben würden usw. Akanji hat uns knapp 20 Millionen gekostet, sicherlich auch ein wenig Handgeld und Beraterkosten, sagen wir im Gesamtpaket ohne Gehalt knapp 30 Millionen und paff paff, sind die Auba Millionen vom Winter fast schon komplett aufgebraucht. smile

Also wir sind jetzt nicht gerade arm, aber so diese "Transfers" jenseits der 50 Millionen im Gesamtpaket, sind für uns nach wie vor einfach noch nicht so drin. Verkauft man aber weiterhin noch einige Spieler und dünnt den Kader aus, hat man diesen Sommer schon einen ganz ordentlichen Betrag von irgendwas um die 100 - 120 Millionen dann zur Verfügung, damit kann man dann auch schon was machen denke ich. smile

wir sollten aufhören, spieler zu verkaufen. wenn man so etwas wie hier liest, möchte man meinen wir wären nachher ärmer als vorher zwinker
aber der letzte Absatz ist für mich der entscheidende und das muss als erstes erledigt werden: kader ausdünnen! bis auf sokratis gibts nichts zu verkünden (wenn es denn dann bald verkündet wird) und dabei gibt es SO viel Potential für Abgänge...


Nein wir sind nicht ärmer als vorher, aber wenn du einen Spieler wie Auba für 60 Millionen verkaufst, davon aber eben allein nur nach Steuern erstmal nur 40 Millionen reinvestieren kannst in einen vermeintlichen Ersatz, bist du finanziell zwar nicht ärmer aufgestellt, aber hast nun mal einen Qualitätsverlust und Qualitätsverlust über eine zu lange Dauer, führt dann irgendwann zu einem finanziellen Verlust.

Dies haben wir ja mit unserer Transferpolitik bisher ganz gut im Griff gehabt, trotz solcher Flopps wie Schürrle, Rode und in weiten Teilen auch Götze, aber ein Dauerzustand darf das dann auch nicht werden, deswegen klar, hast du Recht, der Kader muss ausgedünnt werden und neue Spieler verpflichtet.

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle welchen Namen die Spieler besitzen, wichtig wird es sein dass sie in Relation zu dem Preis den wir bezahlen, sportlichen Mehrwert liefern. Wenn ein Delaney z.B. für 30 Millionen verpflichtet wird, dann muss bzw. sollte er zwingend sportlichen Mehrwert liefern, im ideallsten Fall komplett steil gehen und seinen Marktwert evt. sogar noch erhöhen usw. das ist ja eben die Krux vor der unsere Verantwortlichen stehen jeden Sommer und was in jüngerer Vergangenheit nicht ganz so gut geklappt hat in Gänze, zusätzliches Pech mit den Trainern, die ja auch dafür Verantwortlich sind dass sich Spieler entwickeln, bzw. gut performen oder im besten Fall sogar overperformen im Kollektiv.

Aber ja, wenn du eben einen Auba für 60 Millionen verkaufst und nur wieder 40 Millionen reinvestieren kannst, machst du in genau dem Augenblick ein "Verlustgeschäft" und musst hoffen das der neue Spieler liefert und somit seinen Marktwert dann zumindest mal bestätigt oder steigert, also ja, sollten wir am besten zumindest keinen von den Leistungsträgern verkaufen, weil es immer für den Moment ein Minusgeschäfts ist! Leider ist es ja bekanntlich derzeit nicht möglich für uns.

Bei Dembele selbiges, du verlierst einen weltklasse Mann für 100 Millionen, dafür bekommst erstmal nur 50 Millionen als erste Rate von denen du erstmal 20 Millionen direkt an Rennes abdrücken muss und hast dann für deinen 100 Millionen weltklasse Dembele effektiv nur noch knapp 30 Millionen für einen "Ersatz" zur Verfügung, der dann aber nichtmal im selben Moment 30 Millionen Wert ist, weil wenn wir einen Spieler kaufen der Abgebende Verein ja auch die Ablöse nach oben anpasst, also ja, ein absolutes Minusgeschäft für uns Auba und Dembele verkauft zu haben, vollkommen richtig und zwar auf allen Ebenen. smile

Die erfolgreichsten Vereine sind nun mal die die nicht verkaufen müssen und mit übrig gebliebenen 30 Millionen aus einem eigentlichen 100 Millionen Dembele-Transfer, ist es schwer den nächsten Dembele zu verpflichten und auszubilden, geschweige denn ihn direkt 1:1 ersetzen zu können, das ist dann sogar eigentlich unmöglich und dann sind wir wieder bei Qualitätsverlust und zwar enormen und auch deutlich sichtbaren, in etwa das was wir letzte Saison so begutachten durften. smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BvB_4_ever am 05.06.2018 um 13:25 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11273
05.06.2018 - 13:25 Uhr
Ich habe schon vor einigen Wochen eine Rechnung aufgemacht, die sich mit dem Thema Ablösen / Gehälter und möglichen Spielräumen befasst. Jetzt dreht sich das Karussell und ich kann ein bisschen updaten.
Die Gehälter sind hoch, umfassen die Erfolgsboni.
Demnach ergibt sich:
(Ablöse / Gehalt) {Abweichung zur Schätzung}

Abgänge
Weidenfeller (0 / 4)
Sokratis ( 19 / 6) {-1}
Weigl (40 / 4)
Schürrle (20 /7)
Rode (5 / 4)
Gonzo (12 / 5)
Toljan (5 / 2)
Guerreiro (20 / 5)

Macht in Summe 122 Mio. Euro Ablöse und 37 Mio. Euro Gehalt

Im Winter (die sind im Sommer ja auch weg) Abgänge:
Park (0 / 1,5)
Subotic (0 / 2,5)
Bartra (10,5 / 6)
Aubameyang (63,75/ 8)
74 Mio. Euro Ablöse und 18 Mio. Euro Gehalt

Zugänge Akanji (22 / 3) und Gomez (3 / 1)
25 Mio. Euro zuzüglich 7,5 (Beraterprovisionen, Handgeld) = 32,5 Mio und 4 Mio. Euro Gehalt

Reus - Vertragsverlängerung 10 Mio. Euro Handgeld und zwei Mio. Euro Gehaltsplus.

Zu beachten ist, dass erstens Steuern die Summen der Ablösen drücken, zweitens rund 30 Prozent bei Neuverpflichtungen in Handgelder und Provisionen fließen sollten. Von den 200 Mio. Euro, auf die ich mit der Rechnung käme, wären 40 Mio. durch die Winterzugänge und Reus schon weg, weiterhin bei vollständiger Reinvestition der Summe noch einmal 48 Mio. Euro - es wären also "nur" 110 Mio. Euro an "Netto-Ablösen".

Handgeld: Ist der Spieler ablösefrei oder per AK zu bekommen, steigt es deutlich an.

Zugänge: (Ablöse / Handgeld, Berater)
Hitz: (- / 8)
Wolf: (5 / 10)
23 Mio. Euro verbraucht.

Wie gesagt: Es ist eine Orientierung, nicht mehr. Verschlossen

Nur: Pavard für 40 Mio. + ist fast ausgeschlossen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Grabunhold am 05.06.2018 um 13:37 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11274
05.06.2018 - 13:46 Uhr
Zitat von Grabunhold
Ich habe schon vor einigen Wochen eine Rechnung aufgemacht, die sich mit dem Thema Ablösen / Gehälter und möglichen Spielräumen befasst. Jetzt dreht sich das Karussell und ich kann ein bisschen updaten.
Die Gehälter sind hoch, umfassen die Erfolgsboni.
Demnach ergibt sich:
(Ablöse / Gehalt)

Abgänge
Weidenfeller (0 / 4)
Sokratis ( 19 / 6)
Weigl (40 / 4)
Schürrle (20 /7)
Rode (5 / 4)
Gonzo (12 / 5)
Toljan (5 / 2)
Guerreiro (20 / 5)

Macht in Summe 122 Mio. Euro Ablöse und 37 Mio. Euro Gehalt

Im Winter (die sind im Sommer ja auch weg) Abgänge:
Park (0 / 1,5)
Subotic (0 / 2,5)
Bartra (10,5 / 6)
Aubameyang (63,75/ 8)
74 Mio. Euro Ablöse und 18 Mio. Euro Gehalt

Zugänge Akanji (22 / 3) und Gomez (3 / 1)
25 Mio. Euro zuzüglich 7,5 (Beraterprovisionen, Handgeld) = 32,5 Mio und 4 Mio. Euro Gehalt

Reus - Vertragsverlängerung 10 Mio. Euro Handgeld und zwei Mio. Euro Gehaltsplus.

Zu beachten ist, dass erstens Steuern die Summen der Ablösen drücken, zweitens rund 30 Prozent bei Neuverpflichtungen in Handgelder und Provisionen fließen sollten. Von den 200 Mio. Euro, auf die ich mit der Rechnung käme, wären 40 Mio. durch die Winterzugänge und Reus schon weg, weiterhin bei vollständiger Reinvestition der Summe noch einmal 48 Mio. Euro - es wären also "nur" 110 Mio. Euro an "Netto-Ablösen".

Handgeld: Ist der Spieler ablösefrei oder per AK zu bekommen, steigt es deutlich an.

Zugänge: (Ablöse / Handgeld, Berater)
Hitz: (- / 8)
Wolf: (5 / 10)
23 Mio. Euro verbraucht.

Wie gesagt: Es ist eine Orientierung, nicht mehr. Verschlossen

Nur: Pavard für 40 Mio. + ist fast ausgeschlossen.


Das hilft bei der Orientierung nur ziemlich wenig, da gerade mal zwei deiner acht Abgänge sicher oder zumindest in der Pipeline (Sokratis) sind. Das sind keine finanziellen Mittel, mit denen man jetzt planen könnte. Insofern ist das für die "reale" Transferpolitik nicht wirklich als Anhaltspunkt brauchbar, als Kaderschmiede vielleicht akzeptabel.

Ich bleibe bei meiner Meinung: Ohne seriöse Gerüchte um Abgänge, bleibt die Kadergestaltung und Transferpolitik in diesem Transferfenster ein einziges Rätsel - besonders im Mittelfeld und der Offensive. Außer der Aussage, dass man einen Umbruch anstrebt, habe ich bislang noch keine Anhaltspunkte für die Marschroute. Ohne Abgänge sehe ich uns weitestgehend als handlungsunfähig an, wenn man den Kader irgendwie wieder in gesunde Bahnen lenken will. Derzeit sind viel zu viele Spieler da, bei denen die Interessenten nicht unbedingt Schlange stehen werden, die desweiteren auf teilweise viel zu hohen Gehältern hocken (Sahin, Götze, Castro, Rode, Schürrle, Yarmolenko), auf die ich auch nicht freiwillig verzichten würde und die aufgrund ihrer Vertragslaufzeit nicht gezwungen sind, den Verein zu verlassen. Schon gar nicht in einem WM-Jahr, in dem sich die meisten der Genannten natürlich gute Chancen in der Vorbereitung ausrechnen. Der Gehaltsetat muss so schnell wie möglich mal wieder ein gutes Stück gesenkt werden, ansonsten wird uns in den nächsten Jahren noch mehr Geld fehlen, um Abgänge von Leistungsträgern abzufangen. Neuzugänge werden finanziellen Spielraum brauchen und auch einen festen Platz in der Mannschaft finden müssen.
BVB - Transferpolitik |#11275
05.06.2018 - 13:57 Uhr
Zitat von tobi1909bvb


Das hilft bei der Orientierung nur ziemlich wenig, da gerade mal zwei deiner acht Abgänge sicher oder zumindest in der Pipeline (Sokratis) sind. Das sind keine finanziellen Mittel, mit denen man jetzt planen könnte. Insofern ist das für die "reale" Transferpolitik nicht wirklich als Anhaltspunkt brauchbar, als Kaderschmiede vielleicht akzeptabel.

Ich bleibe bei meiner Meinung: Ohne seriöse Gerüchte um Abgänge, bleibt die Kadergestaltung und Transferpolitik in diesem Transferfenster ein einziges Rätsel - besonders im Mittelfeld und der Offensive. Außer der Aussage, dass man einen Umbruch anstrebt, habe ich bislang noch keine Anhaltspunkte für die Marschroute. Ohne Abgänge sehe ich uns weitestgehend als handlungsunfähig an, wenn man den Kader irgendwie wieder in gesunde Bahnen lenken will. Derzeit sind viel zu viele Spieler da, bei denen die Interessenten nicht unbedingt Schlange stehen werden, die desweiteren auf teilweise viel zu hohen Gehältern hocken (Sahin, Götze, Castro, Rode, Schürrle, Yarmolenko), auf die ich auch nicht freiwillig verzichten würde und die aufgrund ihrer Vertragslaufzeit nicht gezwungen sind, den Verein zu verlassen. Schon gar nicht in einem WM-Jahr, in dem sich die meisten der Genannten natürlich gute Chancen in der Vorbereitung ausrechnen. Der Gehaltsetat muss so schnell wie möglich mal wieder ein gutes Stück gesenkt werden, ansonsten wird uns in den nächsten Jahren noch mehr Geld fehlen, um Abgänge von Leistungsträgern abzufangen. Neuzugänge werden finanziellen Spielraum brauchen und auch einen festen Platz in der Mannschaft finden müssen.


Da bleibe ich anderer Meinung.

1. Für jeden Spieler gibt es einen Markt.
2. Der BVB ist traditionell bemüht, zunächst die Verpflichtungen, dann die Abgänge durchzuführen, es sei denn, späte, ungeplante Abgänge wie Dembele zwingen zu Transfers.
3. Auch ohne Verkäufe besteht doch - allein aus den Winterverpflichtungen - finanzieller Spielraum. Nach meinem Modell etwas mehr als 30 Mio. Euro.
4. Durch das Erreichen der CL werden Zugänge erleichtert, finanziell und durch die Aussicht auf die Königsklasse.

Mein Modell umfasst nur die finanziellen Möglichkeiten durch Spielertransfers; wieviel sonst noch zur Verfügung steht, könnte ich nicht mal raten.
BVB - Transferpolitik |#11276
05.06.2018 - 14:26 Uhr
Zitat von Grabunhold
Zitat von tobi1909bvb

Das hilft bei der Orientierung nur ziemlich wenig, da gerade mal zwei deiner acht Abgänge sicher oder zumindest in der Pipeline (Sokratis) sind. Das sind keine finanziellen Mittel, mit denen man jetzt planen könnte. Insofern ist das für die "reale" Transferpolitik nicht wirklich als Anhaltspunkt brauchbar, als Kaderschmiede vielleicht akzeptabel.

Ich bleibe bei meiner Meinung: Ohne seriöse Gerüchte um Abgänge, bleibt die Kadergestaltung und Transferpolitik in diesem Transferfenster ein einziges Rätsel - besonders im Mittelfeld und der Offensive. Außer der Aussage, dass man einen Umbruch anstrebt, habe ich bislang noch keine Anhaltspunkte für die Marschroute. Ohne Abgänge sehe ich uns weitestgehend als handlungsunfähig an, wenn man den Kader irgendwie wieder in gesunde Bahnen lenken will. Derzeit sind viel zu viele Spieler da, bei denen die Interessenten nicht unbedingt Schlange stehen werden, die desweiteren auf teilweise viel zu hohen Gehältern hocken (Sahin, Götze, Castro, Rode, Schürrle, Yarmolenko), auf die ich auch nicht freiwillig verzichten würde und die aufgrund ihrer Vertragslaufzeit nicht gezwungen sind, den Verein zu verlassen. Schon gar nicht in einem WM-Jahr, in dem sich die meisten der Genannten natürlich gute Chancen in der Vorbereitung ausrechnen. Der Gehaltsetat muss so schnell wie möglich mal wieder ein gutes Stück gesenkt werden, ansonsten wird uns in den nächsten Jahren noch mehr Geld fehlen, um Abgänge von Leistungsträgern abzufangen. Neuzugänge werden finanziellen Spielraum brauchen und auch einen festen Platz in der Mannschaft finden müssen.


Da bleibe ich anderer Meinung.

1. Für jeden Spieler gibt es einen Markt.
2. Der BVB ist traditionell bemüht, zunächst die Verpflichtungen, dann die Abgänge durchzuführen, es sei denn, späte, ungeplante Abgänge wie Dembele zwingen zu Transfers.
3. Auch ohne Verkäufe besteht doch - allein aus den Winterverpflichtungen - finanzieller Spielraum. Nach meinem Modell etwas mehr als 30 Mio. Euro.
4. Durch das Erreichen der CL werden Zugänge erleichtert, finanziell und durch die Aussicht auf die Königsklasse.

Mein Modell umfasst nur die finanziellen Möglichkeiten durch Spielertransfers; wieviel sonst noch zur Verfügung steht, könnte ich nicht mal raten.


1) Habe ich auch nie bezweifelt. Ich sagte lediglich, dass der Markt für einige Spieler nicht riesig sein wird, was daran liegt, dass jeder Spieler so seine individuellen Probleme mitbringt, die eine Verpflichtung unter Umständen schwierig machen. Muss ich im Einzelnen glaube ich nicht drauf eingehen.

2) Traditionen sind ja schön und gut, nur sollte man sie in diesem Fall ad acta legen. Der Kader ist ohnehin schon zu groß, zu teuer und schlecht zusammengestellt. Wenn wir nun erstmal die Wunschspieler auf der Zugangsseite vorstellen (Diallo, Delaney, ...) und im Nachhinein merken, dass der ein oder andere Abgang doch noch platzt, dann stehen wir vor einem Problem, um nicht zu sagen einer mittelschweren Katastrophe. Dann wird der Kader noch größer, noch teurer und an der Zusammenstellung ändert sich nur bedingt etwas.

Beispiel? Holen wir Delaney und geben im Gegenzug erstmal niemanden ab, muss man (zumindest ohne Interna zu kennen) im worst case davon ausgehen, dass hier nächstes Jahr Kagawa, Götze, Dahoud, Castro, Rode, Sahin, Weigl, Delaney, Burnic und Gomez für drei Planstellen im Kader sind, die Dynamikprobleme immer noch nicht behoben wurden, mindestens ein anderer Spielertyp auf der 6 fehlt und wir uns das Spektakel 35-40M€ an Gehältern kosten lassen. Das wäre angesichts der sportlichen Qualität absurd.

Gleiches Beispiel könnte man auf den offensiven Außen konstruieren. Für zwei Planstellen stünden Schürrle, Philipp, Yarmolenko, Pulisic, Wolf, Sancho und Larsen (mglw. +Reus) zu Verfügung. Welche Spielertypen sollen sich da ergänzen? Wie wollen wir die Qualitäten nutzen, wenn man die Positionen drei- bis vierfach besetzt hat, ohne massive Gehaltsausgaben und fußballerische Potenziale zu verschwenden, wenn mal mindestens schon ein Großverdiener neben den Talenten auf der Tribüne wird Platz nehmen müssen?

3) Ja, natürlich gibt es finanzielle Spielräume bei möglichen Ablösesummen. Mit 30M€ kann man allerdings gerade mal den Anfang machen, wenn überhaupt. Dafür bekommt der BVB Stand jetzt nichtmal Delaney und Diallo im Paket, hat noch keinen dringend erwünschten Mittelstürmer verpflichtet, hat die Dynamikprobleme im Mittelfeld nicht vollends beseitigt, keine Alternative zu Weigl im Köcher und den gesuchten Piszczek-Nachfolger auch noch nicht an Land gezogen (s.o.). Und das Problem mit einem hohen Mannschaftsetat hat man dadurch auch noch nicht gelöst.

4) Stimmt teilweise. Du vergisst jedoch, dass man mit den Einnahmen, die die CL-Quali mit sich bringt, mittlerweile plant. Ein Großteil der Gelder steckt bereits in der Finanzierung der Gehälter, geht für Vertragsverlängerungen und Trainerentlassungen drauf und Boni für das Erreichen der Saisonziele wollen auch ausgeschüttet werden.

____

Ich bleibe dabei: Die Abgangsseite wird kriegsentscheidend. Wenn man da einige Missverständnisse und Probleme beseitigt hat, kann man gucken, in welchen Sphären man den Kader in der Leistungsspitze verstärken kann. Ansonsten wird es eben nur ein halbherziger Umbruch und man gibt das Schicksal in Favres Hände.
BVB - Transferpolitik |#11277
05.06.2018 - 14:35 Uhr
Zitat von tobi1909bvb

1) Habe ich auch nie bezweifelt. Ich sagte lediglich, dass der Markt für einige Spieler nicht riesig sein wird, was daran liegt, dass jeder Spieler so seine individuellen Probleme mitbringt, die eine Verpflichtung unter Umständen schwierig machen. Muss ich im Einzelnen glaube ich nicht drauf eingehen.

2) Traditionen sind ja schön und gut, nur sollte man sie in diesem Fall ad acta legen. Der Kader ist ohnehin schon zu groß, zu teuer und schlecht zusammengestellt. Wenn wir nun erstmal die Wunschspieler auf der Zugangsseite vorstellen (Diallo, Delaney, ...) und im Nachhinein merken, dass der ein oder andere Abgang doch noch platzt, dann stehen wir vor einem Problem, um nicht zu sagen einer mittelschweren Katastrophe. Dann wird der Kader noch größer, noch teurer und an der Zusammenstellung ändert sich nur bedingt etwas.

Beispiel? Holen wir Delaney und geben im Gegenzug erstmal niemanden ab, muss man (zumindest ohne Interna zu kennen) im worst case davon ausgehen, dass hier nächstes Jahr Kagawa, Götze, Dahoud, Castro, Rode, Sahin, Weigl, Delaney, Burnic und Gomez für drei Planstellen im Kader sind, die Dynamikprobleme immer noch nicht behoben wurden, mindestens ein anderer Spielertyp auf der 6 fehlt und wir uns das Spektakel 35-40M€ an Gehältern kosten lassen. Das wäre angesichts der sportlichen Qualität absurd.

Gleiches Beispiel könnte man auf den offensiven Außen konstruieren. Für zwei Planstellen stünden Schürrle, Philipp, Yarmolenko, Pulisic, Wolf, Sancho und Larsen (mglw. +Reus) zu Verfügung. Welche Spielertypen sollen sich da ergänzen? Wie wollen wir die Qualitäten nutzen, wenn man die Positionen drei- bis vierfach besetzt hat, ohne massive Gehaltsausgaben und fußballerische Potenziale zu verschwenden, wenn mal mindestens schon ein Großverdiener neben den Talenten auf der Tribüne wird Platz nehmen müssen?

3) Ja, natürlich gibt es finanzielle Spielräume bei möglichen Ablösesummen. Mit 30M€ kann man allerdings gerade mal den Anfang machen, wenn überhaupt. Dafür bekommt der BVB Stand jetzt nichtmal Delaney und Diallo im Paket, hat noch keinen dringend erwünschten Mittelstürmer verpflichtet, hat die Dynamikprobleme im Mittelfeld nicht vollends beseitigt, keine Alternative zu Weigl im Köcher und den gesuchten Piszczek-Nachfolger auch noch nicht an Land gezogen (s.o.). Und das Problem mit einem hohen Mannschaftsetat hat man dadurch auch noch nicht gelöst.

4) Stimmt teilweise. Du vergisst jedoch, dass man mit den Einnahmen, die die CL-Quali mit sich bringt, mittlerweile plant. Ein Großteil der Gelder steckt bereits in der Finanzierung der Gehälter, geht für Vertragsverlängerungen und Trainerentlassungen drauf und Boni für das Erreichen der Saisonziele wollen auch ausgeschüttet werden.

____

Ich bleibe dabei: Die Abgangsseite wird kriegsentscheidend. Wenn man da einige Missverständnisse und Probleme beseitigt hat, kann man gucken, in welchen Sphären man den Kader in der Leistungsspitze verstärken kann. Ansonsten wird es eben nur ein halbherziger Umbruch und man gibt das Schicksal in Favres Hände.


Deinen letzten Absatz würde ich etwas weniger dramatisch formulieren, im Kern gibt es natürlich keinen Umbruch ohne Abgänge, vor allem der "Missverständnisse". Der Umbruch könnte sich allerdings auf zwei Transferperioden verteilen (oder vier, wenn man die vergangene und kommenden Winterperiode mitrechnet). Vielleicht leiht man noch einen Stürmer für ein Jahr aus, wenn es kommenden Sommer ein festes Ziel gibt?

1. Okay. Ich bin optimistisch, weniger was die Höhe der Ablösen anbelangt, sondern vor allem bezüglich der freiwerdenden Gehälter.

2. Deine Befürchtung kann ich nachvollziehen. Das sehe ich entspannter, weil es die Möglichkeit gibt, Spieler per Leihe aus dem Kader zu bekommen, wie z.B. Schürrle im Winter. Aber okay.

3. Absolut: 30 Mio. Euro sind ausreichend für den ersten Schritt. D´accord.

4. Nächstes Jahr steigen die CL-Einnahmen doch noch einmal deutlich an. Das eröffnet schon Spielräume über die festen Verpflichtungen hinaus.

Zwinkernd
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Grabunhold am 05.06.2018 um 14:37 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11278
05.06.2018 - 14:48 Uhr
Zitat von Grabunhold
Zitat von tobi1909bvb

1) Habe ich auch nie bezweifelt. Ich sagte lediglich, dass der Markt für einige Spieler nicht riesig sein wird, was daran liegt, dass jeder Spieler so seine individuellen Probleme mitbringt, die eine Verpflichtung unter Umständen schwierig machen. Muss ich im Einzelnen glaube ich nicht drauf eingehen.

2) Traditionen sind ja schön und gut, nur sollte man sie in diesem Fall ad acta legen. Der Kader ist ohnehin schon zu groß, zu teuer und schlecht zusammengestellt. Wenn wir nun erstmal die Wunschspieler auf der Zugangsseite vorstellen (Diallo, Delaney, ...) und im Nachhinein merken, dass der ein oder andere Abgang doch noch platzt, dann stehen wir vor einem Problem, um nicht zu sagen einer mittelschweren Katastrophe. Dann wird der Kader noch größer, noch teurer und an der Zusammenstellung ändert sich nur bedingt etwas.

Beispiel? Holen wir Delaney und geben im Gegenzug erstmal niemanden ab, muss man (zumindest ohne Interna zu kennen) im worst case davon ausgehen, dass hier nächstes Jahr Kagawa, Götze, Dahoud, Castro, Rode, Sahin, Weigl, Delaney, Burnic und Gomez für drei Planstellen im Kader sind, die Dynamikprobleme immer noch nicht behoben wurden, mindestens ein anderer Spielertyp auf der 6 fehlt und wir uns das Spektakel 35-40M€ an Gehältern kosten lassen. Das wäre angesichts der sportlichen Qualität absurd.

Gleiches Beispiel könnte man auf den offensiven Außen konstruieren. Für zwei Planstellen stünden Schürrle, Philipp, Yarmolenko, Pulisic, Wolf, Sancho und Larsen (mglw. +Reus) zu Verfügung. Welche Spielertypen sollen sich da ergänzen? Wie wollen wir die Qualitäten nutzen, wenn man die Positionen drei- bis vierfach besetzt hat, ohne massive Gehaltsausgaben und fußballerische Potenziale zu verschwenden, wenn mal mindestens schon ein Großverdiener neben den Talenten auf der Tribüne wird Platz nehmen müssen?

3) Ja, natürlich gibt es finanzielle Spielräume bei möglichen Ablösesummen. Mit 30M€ kann man allerdings gerade mal den Anfang machen, wenn überhaupt. Dafür bekommt der BVB Stand jetzt nichtmal Delaney und Diallo im Paket, hat noch keinen dringend erwünschten Mittelstürmer verpflichtet, hat die Dynamikprobleme im Mittelfeld nicht vollends beseitigt, keine Alternative zu Weigl im Köcher und den gesuchten Piszczek-Nachfolger auch noch nicht an Land gezogen (s.o.). Und das Problem mit einem hohen Mannschaftsetat hat man dadurch auch noch nicht gelöst.

4) Stimmt teilweise. Du vergisst jedoch, dass man mit den Einnahmen, die die CL-Quali mit sich bringt, mittlerweile plant. Ein Großteil der Gelder steckt bereits in der Finanzierung der Gehälter, geht für Vertragsverlängerungen und Trainerentlassungen drauf und Boni für das Erreichen der Saisonziele wollen auch ausgeschüttet werden.

____

Ich bleibe dabei: Die Abgangsseite wird kriegsentscheidend. Wenn man da einige Missverständnisse und Probleme beseitigt hat, kann man gucken, in welchen Sphären man den Kader in der Leistungsspitze verstärken kann. Ansonsten wird es eben nur ein halbherziger Umbruch und man gibt das Schicksal in Favres Hände.


Deinen letzten Absatz würde ich etwas weniger dramatisch formulieren, im Kern gibt es natürlich keinen Umbruch ohne Abgänge, vor allem der "Missverständnisse". Der Umbruch könnte sich allerdings auf zwei Transferperioden verteilen (oder vier, wenn man die vergangene und kommenden Winterperiode mitrechnet). Vielleicht leiht man noch einen Stürmer für ein Jahr aus, wenn es kommenden Sommer ein festes Ziel gibt?


Ich füchte nur, für die Verteilung des Umbruchs auf mehrere Jahre wird man keine Zeit haben. Wenn sich die sportliche Talfahrt weiterhin zieht, verliert man vieles von dem, was man sich in der Klopp-Ära mühsam aufgebaut hat. Leihen sind natürlich kurzfristig eine Option, sollten aber für den BVB im Optimalfall eine seltene Ausnahme bleiben. Man muss einfach wieder langfristiger planen.

Zitat von Grabunhold

1. Okay. Ich bin optimistisch, weniger was die Höhe der Ablösen anbelangt, sondern vor allem bezüglich der freiwerdenden Gehälter.


Darfst du auch sein, das möchte dir niemand nehmen. Ich trage da noch große Zweifel in mir, dass man in dieser Saison viele Abgänge verbuchen und massiv an Gehältern einsparen kann.

Zitat von Grabunhold

2. Deine Befürchtung kann ich nachvollziehen. Das sehe ich entspannter, weil es die Möglichkeit gibt, Spieler per Leihe aus dem Kader zu bekommen, wie z.B. Schürrle im Winter. Aber okay.


Die heißesten Kandidaten für Leihen heißen aber eher weniger Schürrle, Castro, Rode und Co, sondern eher Burnic, Larsen, Gomez und Isak. Junge Talente, die ohnehin nicht die Welt kosten und woanders Spielzeit sammeln sollen, um sich fußballerisch weiterzuentwickeln. Im Falle Ersterer müsste man sich ohnehin an Gehältern weiterhin beteiligten, falls sie denn überhaupt wer leihen möchte, womit man die Probleme mit dem Mannschaftsetat zwar mildert, aber keinesfalls beseitigt - schon gar nicht sicher langfristig.

Zitat von Grabunhold

3. Absolut: 30 Mio. Euro sind ausreichend für den ersten Schritt. D´accord.


Im besten Fall, maximal. Eher aber nicht.

Zitat von Grabunhold

4. Nächstes Jahr steigen die CL-Einnahmen doch noch einmal deutlich an. Das eröffnet schon Spielräume über die festen Verpflichtungen hinaus.

Zwinkernd


Nächstes Jahr zählt für mich nicht mehr. Der Umbruch muss jetzt her, wenn man sich nicht alleine auf die Qualität von Favre verlassen möchte, sondern auch Qualität im Kader bündeln möchte, die von sich aus dazu in der Lage ist, sich in der Bundesliga sicher unter die Top 3 zu manövrieren.
BVB - Transferpolitik |#11279
05.06.2018 - 18:45 Uhr
Zitat von NicoBvB
Zitat von barcaberlin

Zitat von Zerstuermer

Was ich bezweifle ist das wir nur 40 Mio zur Verfügung haben.
- CL -einnahmen (30 Mio?)
- grundsätzliches Transferbudget (?)
- Aubameyang Verkauf (laut Aki 40 Mio)
- Papa Wechsel
- dembele Verkauf(?)

Also aus meiner Sicht sind die 80 Mio für die Bild genannt nicht verkehrt sondern vielleicht eher pessimistisch geschätzt. Wenn man sieht das Frankfurt dieses Jahr 25 Mio Eigenkapital investieren will muss es bei uns auf Grund der oben aufgeführten Punkte eindeutig mehr sein.


Ich weiß es ist nicht der Finanzthread hier, aber an der Stelle würde ich schon gerne noch mal einsteigen.

Der Unterschied zwischen Frankfurt und uns ist halt, dass bei denen die EL-Quali zu unvorgesehenen Einnahmen führt, die sie dann (abzüglich höherer Boni) natürlich auch direkt investieren können. Bei uns wird mittlerweile mit der CL-Quali geplant und es ist eher andersrum dass in einem Jahr ohne CL dann das Wegbrechen der Einnahmen aus dem Rückgriff aufs Festgeldkonto ausgeglichen werden müsste.

Zum Rest gibt es ja schon einige Ausführungen aus unserem Finanzthread, die sehr zu empfehlen sind.
Aus meinem Verständnis heraus zusammengefasst:
1. Da Verkäufe direkt auf den diesjährigen Gewinn wirken, während die Kosten für Einkaufe nur verteilt auf die Vertragslaufzeit gegengerechnet werden, sorgen solche riesen Transfereinnahmen eben auch immer für deutlich Gewinne die dann entsprechend versteuert werden müssen. Schon nach dem Dembele Deal war davon die Rede, dass man schätzt dass 20 Mio an den Fiskus gehen und mit Auba sollte dass eher noch mehr werden (~35 Mio)
2. Für uns als Aktiengesellschaft heißen Gewinne dann aber auch dass die Aktionäre entsprechend beteiligt werden wollen weshalb durch Dividenden auch einiges an Geld abfließt. (~5.5 Mio waren es letzten Jahr und dieses Jahr wahrscheinlich noch deutlich mehr )
3. Hinzu kommt, dass wir die Abgänge im Sommer 2016 versucht haben auch durch eine größere Breite abzufangen plus ungünstige Verletzungen der letzten Jahre die einige potentielle Wechsel verhindert haben, so dass wir mittlerweile einen sehr großen Kader haben der entsprechende Kosten verursacht, die teilweise durch die Einnahmen aus Transfers gedeckt werden mussten. (???)
4. Wir hatten letztes Jahr durchaus auch ordentliche Transferausgaben. (~110 Mio)
5. Infrarstrukturprojekte, die bei uns immer wieder vorangetrieben werden, was auch sinnvoll ist in solchen Jahren weil der Gewinn dadurch gedrückt werden kann. So hat Watzke bspw. massive Investitionen in das Trainingsgelände in Brackel angekündigt (~15-20 Mio)
6. Frühes Aus in der CL kostet auch einige Einnahmen da wir dort meiner Meinung nach mit dem Erreichen zumindest des Achtelfinales planen. (~10 Mio)
7. Aus dem Dembele Deal gingen 20 Mio an Stade Rennes. (~20 Mio)
8. Trainerabgänge wie die von Tuchel und Bosz sind auch immer mit hohen Abfindungen verbunden. (~4-5Mio)
9. Handgelder sind ja in den Transferbilanz die hier auf TM einsehbar ist auch meistens nicht enthalten. (???)


Von den 250 Mio die bei TM.de als Transfereinnahmen gelistet sind, sind schon ohne die Kaderkosten und Handgelder also nur noch 45 Mio übrig. Jetzt will ich in den beiden Punkten nicht spekulieren, aber ich glaube schon dass da am Schluss nicht deutlich mehr als 40 Mio übrig bleiben selbst wenn man Sokratis verkauft.
Abgesehen davon können wir natürlich immer auf unsere Reserven zurückgreifen, aber das heißt natürlich auch immer dass wir in Zukunft erstmal weniger Puffer haben.



Gut und sachlich erklärt daumen-hoch

Aber es träumen hier immernoch einige von Martial etc. So kann man am Ende natrülich nur enttäuscht sein.

Der BVB wird diesen Sommer denke ich keine großen Namen holen, die kommen auch einfach nicht in die Bundesliga, außer Bayern evtl.


Das würde ja bedeuten das obwohl wir uns wieder für die CL qualifiziert haben, 2 Spieler für 170 Mio brutto (ohne Boni) verkauft haben und immer um die 400-500 Mio Umsatz machen mit sokratis Verkauf nur 15 Mio mehr ausgeben können als Frankfurt. Das kann ja wohl nicht stimmen.

Klar sind die Kaderkosten bei 140 Mio oder so aber trotzdem. Watzke hat doch damals klar gesagt das man durch den auba Verkauf ca 40 Mio netto hat und dafür einen Ersatz holen muss.
Vor allem wie kann es dann sein das wir für Martinez schon ein Angebot um die 35 Mio abgeben haben? Das würde ja bedeuten das wir Martinez, Wolf und hitz geholt hätten und dann wäre kein Geld mehr da gewesen...
Vor allem weil zu dem Zeitpunkt noch garnicht klar war das Papa uns verlässt. Also hätten wir zu dem Zeitpunkt noch garnicht die Kohle gehabt um diesen Transfer zu tätigen laut deine Aussage.

Ich bleibe dabei. Es kann nicht sein das wir mit Papa Verkauf nur 40 Mio an Budget haben. Mit dem geld einen Umbruch zu starten macht heutzutage ja wohl überhaupt keinen Sinn.
BVB - Transferpolitik |#11280
05.06.2018 - 23:40 Uhr
Zitat von Zerstuermer
Zitat von NicoBvB

Zitat von barcaberlin

Zitat von Zerstuermer

Was ich bezweifle ist das wir nur 40 Mio zur Verfügung haben.
- CL -einnahmen (30 Mio?)
- grundsätzliches Transferbudget (?)
- Aubameyang Verkauf (laut Aki 40 Mio)
- Papa Wechsel
- dembele Verkauf(?)

Also aus meiner Sicht sind die 80 Mio für die Bild genannt nicht verkehrt sondern vielleicht eher pessimistisch geschätzt. Wenn man sieht das Frankfurt dieses Jahr 25 Mio Eigenkapital investieren will muss es bei uns auf Grund der oben aufgeführten Punkte eindeutig mehr sein.


Ich weiß es ist nicht der Finanzthread hier, aber an der Stelle würde ich schon gerne noch mal einsteigen.

Der Unterschied zwischen Frankfurt und uns ist halt, dass bei denen die EL-Quali zu unvorgesehenen Einnahmen führt, die sie dann (abzüglich höherer Boni) natürlich auch direkt investieren können. Bei uns wird mittlerweile mit der CL-Quali geplant und es ist eher andersrum dass in einem Jahr ohne CL dann das Wegbrechen der Einnahmen aus dem Rückgriff aufs Festgeldkonto ausgeglichen werden müsste.

Zum Rest gibt es ja schon einige Ausführungen aus unserem Finanzthread, die sehr zu empfehlen sind.
Aus meinem Verständnis heraus zusammengefasst:
1. Da Verkäufe direkt auf den diesjährigen Gewinn wirken, während die Kosten für Einkaufe nur verteilt auf die Vertragslaufzeit gegengerechnet werden, sorgen solche riesen Transfereinnahmen eben auch immer für deutlich Gewinne die dann entsprechend versteuert werden müssen. Schon nach dem Dembele Deal war davon die Rede, dass man schätzt dass 20 Mio an den Fiskus gehen und mit Auba sollte dass eher noch mehr werden (~35 Mio)
2. Für uns als Aktiengesellschaft heißen Gewinne dann aber auch dass die Aktionäre entsprechend beteiligt werden wollen weshalb durch Dividenden auch einiges an Geld abfließt. (~5.5 Mio waren es letzten Jahr und dieses Jahr wahrscheinlich noch deutlich mehr )
3. Hinzu kommt, dass wir die Abgänge im Sommer 2016 versucht haben auch durch eine größere Breite abzufangen plus ungünstige Verletzungen der letzten Jahre die einige potentielle Wechsel verhindert haben, so dass wir mittlerweile einen sehr großen Kader haben der entsprechende Kosten verursacht, die teilweise durch die Einnahmen aus Transfers gedeckt werden mussten. (???)
4. Wir hatten letztes Jahr durchaus auch ordentliche Transferausgaben. (~110 Mio)
5. Infrarstrukturprojekte, die bei uns immer wieder vorangetrieben werden, was auch sinnvoll ist in solchen Jahren weil der Gewinn dadurch gedrückt werden kann. So hat Watzke bspw. massive Investitionen in das Trainingsgelände in Brackel angekündigt (~15-20 Mio)
6. Frühes Aus in der CL kostet auch einige Einnahmen da wir dort meiner Meinung nach mit dem Erreichen zumindest des Achtelfinales planen. (~10 Mio)
7. Aus dem Dembele Deal gingen 20 Mio an Stade Rennes. (~20 Mio)
8. Trainerabgänge wie die von Tuchel und Bosz sind auch immer mit hohen Abfindungen verbunden. (~4-5Mio)
9. Handgelder sind ja in den Transferbilanz die hier auf TM einsehbar ist auch meistens nicht enthalten. (???)


Von den 250 Mio die bei TM.de als Transfereinnahmen gelistet sind, sind schon ohne die Kaderkosten und Handgelder also nur noch 45 Mio übrig. Jetzt will ich in den beiden Punkten nicht spekulieren, aber ich glaube schon dass da am Schluss nicht deutlich mehr als 40 Mio übrig bleiben selbst wenn man Sokratis verkauft.
Abgesehen davon können wir natürlich immer auf unsere Reserven zurückgreifen, aber das heißt natürlich auch immer dass wir in Zukunft erstmal weniger Puffer haben.



Gut und sachlich erklärt daumen-hoch

Aber es träumen hier immernoch einige von Martial etc. So kann man am Ende natrülich nur enttäuscht sein.

Der BVB wird diesen Sommer denke ich keine großen Namen holen, die kommen auch einfach nicht in die Bundesliga, außer Bayern evtl.


Das würde ja bedeuten das obwohl wir uns wieder für die CL qualifiziert haben, 2 Spieler für 170 Mio brutto (ohne Boni) verkauft haben und immer um die 400-500 Mio Umsatz machen mit sokratis Verkauf nur 15 Mio mehr ausgeben können als Frankfurt. Das kann ja wohl nicht stimmen.

Klar sind die Kaderkosten bei 140 Mio oder so aber trotzdem. Watzke hat doch damals klar gesagt das man durch den auba Verkauf ca 40 Mio netto hat und dafür einen Ersatz holen muss.
Vor allem wie kann es dann sein das wir für Martinez schon ein Angebot um die 35 Mio abgeben haben? Das würde ja bedeuten das wir Martinez, Wolf und hitz geholt hätten und dann wäre kein Geld mehr da gewesen...
Vor allem weil zu dem Zeitpunkt noch garnicht klar war das Papa uns verlässt. Also hätten wir zu dem Zeitpunkt noch garnicht die Kohle gehabt um diesen Transfer zu tätigen laut deine Aussage.

Ich bleibe dabei. Es kann nicht sein das wir mit Papa Verkauf nur 40 Mio an Budget haben. Mit dem geld einen Umbruch zu starten macht heutzutage ja wohl überhaupt keinen Sinn.


zu 1. und 2.: Transfergewinne müssen versteuert werden. 1:1 Re-Investitionen können nur über die Vertragslaufzeit abgeschrieben werden. Die Abschreibung sorgt für eine entsprechend große Steuerersparnis. Steuerzahlungen müssten also zwischenzeitlich finanziert werden. Über die abschreibungsbedingte Gewinnminderung fließt das Geld durch geringere Steuerzahlungen wieder zurück. Ein fiktives Steuerzahlungs-Darlehen könnte damit getilgt werden oder ein um Steuerzahlungen gemindertes Festgeldkonto könnte damit wieder aufgestockt werden.

zu 3.: Von den Spielereinkäufen 2016 sind nur noch Götze, Schürrle, Rode und Guerreiro da. Die mit Abstand größten Gehaltskosten verschlingen Götze und Schürrle. Die sportliche Leistung dieser Spieler ist im Vergleich dazu weniger als ausreichend, d.h. mangelhaft.

zu 4. - 9.: Der BVB finanziert sich nicht nur durch kurzfristige Spielerverkäufe. TV-Vermarktung und andere Einnahmequellen gibt es auch noch. Ein langfristiges Investitionsobjekt wie in Brakel kann der BVB sinnvoller Weise auch langfristig finanzieren, z.B. durch ein Bank-Darlehen.

Die sportliche Zielsetzung kollidiert mit der finanziellen Zielsetzung. Wenn der BVB auf zukünftige CL-Einnahmen nicht verzichten will, müssen im sportlichen Bereich notwendige Investitionen getätigt werden.

Geld ist dazu mit Sicherheit ausreichend da. Was fehlt ist vermutlich ein guter und bereits abgestimmter operativer (machbarer) Umbruch-Plan sowie der Mut, harte unbequeme Entscheidungen zu treffen. Darauf war der BVB bis kurz vor Saisonende nicht vorbereitet und wie man es auch hier im Forum sehen kann, gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Entsprechend lang dauern derzeit die internen Entscheidungsprozesse.

Gebundenes Kapital für einen Umbruch lässt sich zudem nicht einfach schnell verflüssigen, wenn keine werthaltigen Angebote hereinkommen. Wer sollte denn z.B. Götze oder Schürrle kaufen? Wenn man es andersherum übers Knie bricht, kommt am Ende ein übergroßer Kader heraus. Das wird auch keiner wirklich wollen. Wenn bis Ende der Transferperiode nur ein Umbruchversuch herauskommt oder die Leute enttäuscht sind, die sich einen großen Umbruch erhoffen, würde mich das nicht wundern. Dann hat der Watzke im Übermut wieder mal Dampf abgelassen, um den Frust der Fans etwas zu beruhigen, und das war es dann.

Mein Eindruck ist, dass die Scouting-Abteilung schläft und es auch keinen mittelfristigen Kaderschmiede-Plan gibt, der die veränderte Marktsituation auf dem Spielermarkt ausreichend berücksichtigt. Die Performance die Nachwuchsarbeit lässt ebenfalls zu wünschen übrig.

Ich befürchte außerdem, dass die Spieler vor Urlaubsantritt noch nicht mal einen Trainingsplan für den Urlaub mitbekommen haben. Entsprechend gut vorbereitet werden die Spieler zum Saisonbeginn auf dem Trainingsplatz erscheinen. Bleibt derzeit nur zu hoffen, dass der Favre irgendwie zaubern kann. Wenn er es nicht kann, hat man schnell wieder einen Sündenbock gefunden.
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