BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
08.01.2020 - 14:05 Uhr
Zitat von BVBBC
Ich glaube mit genau der Frage kommt die Diskussion in die eigentlich interessante Bahn, da es denke ich nicht um eine konkrete Lösung geht, sondern erst mal um die Identifikation aller ursächlichen Probleme.
Warum kommen und gehen Spieler wie Wolf? Warum spielen hier ein Delaney und Akanj bzw vorher Toprak anstatt Bender und Ginter? Hat das tatsächlich mit Qualität zu tun?
Für mich ja. Gut ist manchmal nicht gut genug, weil in der Transferpolitik auch oft genug verschiedenste Aspekte nicht detailiert genug betrachtet werden. Bei welchem dieser Spieler würdest du denn heute klipp und klar sagen, dass er genau die Qualität für den BVB hat?
Bei manchen wird man sicher feststellen müssen, dass er sie mal hatte und auch hier abrufen konnte. Aber man wird im selben Atemzug auch feststellen müssen, dass sich seitdem die Liga, der BVB und damit Spielweise und Anforderungsprofile stark verändert haben. Qualität ist kein absoluter Status, nicht nur durch Verletzungen und Alter bedingt, sondern am Ende auch durch die Zusammenstellung der Qualität. Und genau hier finde ich, hat man seit 2016 viele verschiedene Pläne in die Transferpolitik einfließen lassen, die aber allzu häufig wenig und teils auf kurzfristige Probleme ausgerichtet waren, aber man hat teils wenig über die Konsequenzen in anderen Bereichen nachgedacht oder zu wenige Probleme damit gelöst. Die Mentalitätsdebatte bspw. hat Delaney gebracht. Geblieben sind aber die Probleme in der Spielverbindung zwischen Offensive und Defensive, weil man einerseits Delaney nicht als Komplementär zu Dahoud holte und diesen förderte, sondern als Konkurrenten. Andererseits, da Delaney eben als Spielertyp nicht komplett genug ist. Wobei man auch entlastend sagen muss, dass man eben nicht jeden Spieler bekommt, der helfen würde - letzten Sommer gab es bspw. die Thiago/Gündogan-Typ-Diskussion medial befeuert und es kam niemand, was aber nicht heißt, dass man es bei niemanden versucht hätte.
Teils entwerten wir auch vorangegangene Transfers selbst, indem man tatsächlich ungeduldig ist (eher selten in meinen Augen) oder nicht nach einer kompletten Lösung daneben sucht, wie bspw. bei Weigl (Witsel) oder Diallo/Zagadou (Hummels). Ein Weigl wäre bspw. durch einen Typ Gündogan hier möglicherweise nicht gescheitert, hätte man die Kohle in einen Topspieler gesteckt, statt in Witsel und Delaney. Man entschied sich aber für einen anderen Weg und vor allem mit Witsel für das große Upgrade. Damit hat man aber nur die Situation für Weigl verschlimmert. Die für ihn benötigte Lösung gab es nicht, sondern nur mehr und bessere Konkurrenz. In dem Fall hat man also nur A gesagt und nicht auch noch B, weil man Weigl hätte damals schon abgeben müssen. Bei Diallo hatte man das aber dann doch getan.
Dazu spielt auch der bzw. die Trainer eine große Rolle. Sowohl in der Spielerselektion bei Transfers als auch dann effektiv auf dem Platz. Ein Witsel und Weigl sind bspw. natürliche Konkurrenten, die in keinem System gut nebeneinander funktionieren. Delaney und Dahoud sind das aber nicht notwendigerweise, da sie sich ausreichend differenzieren. Wenn dann allerdings Reus einen Mittelfeldplatz belegt, schließen sie sich eben doch wieder gegenseitig aus und werden doch wieder zu Konkurrenten für ein und dieselbe Position. Gibt es dann auch noch viel Fluktuation bei den Trainern, da sie nicht das installieren können, was man sich von ihnen erwartet, steht auf einmal ein Kader da, der ein Flickenteppich ist, sodass es in manchen Fällen zwar dann dennoch ein qualitatives Problem ist, aber dann nur bedingt. Beispiel Guerreiro. Unter Tuchel einer der Lieblingsspieler, wussten die darauffolgenden Trainer kaum noch etwas mit ihm anzufangen und vor allem hat ihn keiner - auch Tuchel nicht - als LV nachhaltig gefördert und entwickelt. Man hat damit nur Löcher gestopft, die mit jedem Trainerwechsel aber andere wurden.
Um es an der Stelle abzukürzen: der Kader ist inhomogen zusammengestellt, weil ständig in unterschiedliche Richtungen gezerrt wird. Oberflächlich steckte nach Klopp alles unter dem Deckmantel Ballbesitz, aber die Interpretation von Bosz bis Stöger und den Abstufungen Tuchel und Favre, könnten kaum unterschiedlicher sein. Dafür werden andere Spielertypen auf manchen Positionen benötigt, als man geholt hat (auf den AV ist es sogar besonders krass, da hier sogar relativ viel Kongruenz in den idealisierten Spielertypen besteht, aber der letzte Spielertyp, der dahingehend kam, war Piszczek - bzw. wurde dieser dahingehend ausgebildet ...), teils aber auch schlicht grundlegende Spielertypen, die nicht die höchste Priorität bekommen haben (Gündogan Nachfolge bspw. ist nicht nur monetär ziemlich kurz gekommen). Im Kern ist das dann aber dennoch wieder ein Qualitätsproblem, weil die Spieler nicht komplett und anpassungfähig genug sind, um die Trainerwechsel erfolgreich mitmachen zu können. Und selbst qualitativ hochwertige Spieler, wie bspw. Brandt, kriegt man damit allzu schnell klein, wenn die nicht mit dem richtigen Mindset an die Sache gehen und irgendwann vom Trainer doch Recht bekommen, weil eigentlich kein zielgerichteter Einkauf war. Manchmal klappt es dennoch, häufiger nicht und auch dadurch kommt es dann zur Fluktuation.
Roman Bürki ist z.B. ein Beispiel für einen solchen Spieler. Der wird keine großen Angebote vorliegen haben, passt aber bei uns. Deshalb wird der auch bald einer der langjährigsten Kicker hier sein.
Ich glaube wir könnten viele Spieler länger im Kader, auch ohne uns finanziell zu ruinieren, wenn die Transferpolitik besser durchdacht und geduldiger wäre.
Ich glaube nicht, dass es um Geduld geht. Zumindest selten. Bei den meisten Spielern ist denke ich absehbar, wo die Limits liegen, wenn sie hier ein halbes Jahr da sind. Höchstens bei den U23 Spielern kommt nochmal ein größerer Leistungssprung oder ein passenderer Trainer, zu dem der Spieler dann perfekt passt, aber allgemein sieht man denke ich recht früh, wohin es individuell läuft oder wohin es kollektiv laufen müsste, damit es individuell wie gewollt (wieder) passt. Aber durchdachter muss die Transferpolitik definitiv sein, will man die Fluktuation reduzieren. Dafür benötigt es eine Philosophie, der alles untergeordnet wird und die auch kompromissloser umgesetzt werden muss. Mir sind letztendlich zu viele Kompromisse und Widersprüche (vorne bspw. ist man überwiegend auf schnelle Spieler aus, aber im Mittelfeld und in der Abwehr weniger) in den letzten Transferjahren dabei, die möglicherweise auch erst mal gar nichts mit dem Fussballer zu tun haben (Fokus auf deutsche Spieler bspw., aber meist eben nur die zweite Garde). Das Problem: die Philosophie endet eben nicht bei den Transfers, sondern beim Trainer und dahingehend muss man denke ich noch präziser in den Kriterien werden, wie man diesen selektiert, damit er auch wirklich zur Philosophie passt. Ansonsten kann man eine Philosophie herbeitransferieren, bekommt diese aber nicht umgesetzt. Daran hat es zuletzt häufig gehapert, da kein Trainer einen optimalen Kader bekam, da sowohl grundlegene, trainerunabhängige als auch trainerabhängige Spielertypen und -qualitäten fehlen. Ansonsten muss der Trainer Löcher stopfen und außerhalb der Komfortzone (eigentlich nicht das passende Wort, da es viel eher um die Philosophie geht, die vertreten wird) coachen. Da gibt es nur sehr wenige Trainer, die das wirklich gut können und zuletzt war davon keiner mehr sonderlich erfolgreich.
Die steigenden Finanzen sollten eigentlich auch nicht dazu führen, dass die Fluktuation sich erhöht. Eigentlich sollte man damit eine Topverdiener-Gruppe schaffen, die dort ist WEIL sie hier lange Leistung gebracht macht und aber eben das Quäntchen mehr bringt als nur sportlichen Erfolg.
Auch wenn Christian Pulisic wohl so oder so weg wollte, das sind die Spieler bei denen ich mir künftig wünschen würde, dass man bei Ihnen an die Grenzen geht. Nicht bei einem zugekauften Haaland. Bei Pulisic hätte man ein Top-Gehalt am ehesten wagen sollen. Der hatte mit 20 Jahren 127 BVB Spiele auf dem Buckel. Das hätte ein prägendes Gesicht werden können.
Glaube ich nicht. Das gaben weder seine sportliche Entwicklung noch sein Ziel PL her. Gerade bei Spielern, die schon weg sind, finde ich das daher schon sehr hypothetisch, dass man sie hätte halten können. Noch mehr sogar, dass sie das dann auch wert gewesen wären.
Bei Pulisic muss man zudem feststellen, dass vor allem 2017 die Kadersituation für ihn massiv erschwert wurde, indem man da zeitweise 7 OA im Kader hatte, was ohne Verletzungen und einen zu unreifen Sancho eine Situation gewesen wäre, die für Pulisic noch richtig kritisch hätte sein können. In die richtige Richtung ging seine Entwicklung jedenfalls nicht mehr, sodass auch vor seinem Wechsel schon so viel Kritik da war, dass viele glaubten, dass er nicht mal die Hälfte seiner tatsächlich eingebrachten Ablöse wert ist. Dass er bei Chelsea dann jetzt auch keine ganz einfache Zeit hat, trotzdem die deutlich mehr auf Youngster setzen im Moment, ist dann auch schon vielsagend. Pulisic kann ein sehr guter Spieler werden, aber nicht der Topspieler, der hier oder sonst wo eine Ära prägt - der Hype in den USA hat auch abgenommen.
Generell muss man denke ich auch aufpassen, dass manche Spieler allzu schnell zur Identifikationsfigur gemacht werden und am Ende lassen sie den Verein doch hängen. Auf unterschiedliche Weise kann man da bspw. Götze oder Aubameyang auch nennen, bei denen die Enden besonders krass waren. Besonders bei Aubameyang sollte man eben auch nochmal betonen, wie wenig es gebracht hat, dass der Verein mehrfach mit ihm für teures Geld verlängert hat. Es hält die Spieler nicht automatisch, wenn man (mehrfach) über die Schmerzgrenze geht. Und in vielen Fällen will ich auch ehrlich gesagt nicht das Risiko tragen, dass der BVB der Verein ist, der den Spieler überbezahlt. Damit werden Schmerzgrenzen auch für andere Spieler nach oben korrigiert (sowieso aktuell ein Problem, wenn man unsere Payroll sieht) und die Fluktuation genau dort eingedämmt, wo man sie nicht will.
Wie daher eben schon gesagt: das sind am Ende alles Profis, die nicht das Beste für den Verein wollen, sondern für sich selbst. Und vorgefertigte Wege, wie man erzwingen kann, dass das immer oder zumindest möglichst lange dasselbe ist und bleibt, sehe ich nicht.
Und solche muss man eben wieder heranziehen. Idealerweise eben auch noch aus dem eigenen Land.
Und natürlich hast du mit dem Extrembeispiel Bartra Recht, man kann solche Spieler auch zukaufen. Auch wenn ich das bei Bartra aufgrund des Anschlags für ne einmalige Geschichte halte.
Aber auch Spieler wie Neven, Kuba oder Dede kamen ja nicht aus dem Nachwuchs, also das ist nicht der einzige Faktor.
Manchmal reicht auch quasi ein Spiel, um hier zur Legende zu werden. Ich sag nur Malaga und Santana. Das kann ganz schnell gehen, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. In gewisser Weise prägen diese Spieler alle den Verein. Manchmal länger, manchmal kürzer, aber für dessen Existenz sind sie nicht entscheidend. Generell glaube ich jedenfalls, dass es an sich wichtiger ist, dass der Verein klare Werte und eine einheitliche Philosophie vertritt, die spielerunabhängig funktioniert, aber immer sichtbar ist. Das ist auch in der Regel sportlich erfolgreich, wodurch sich oft schon allein Identifikationsfiguren erheben. Dafür sind Qualität, Stärken und Schwächen sowie Preis-Leistung entscheidend und nicht die Herkunft oder Persönlichkeit eines Spielers. Diese Philosophie gibt es aber so nicht und daher glaube ich auch, dass manche Spieler nur schwer austauschbar sind, obwohl sie sportlich keine (lange) Zukunft (mehr) beim BVB haben.
Wir müssen eben wieder eine Transferpolitik finden, die uns Spieler einbringt die hier spielen wollen UND die Qualität haben das auch über Jahre zu zeigen. Und dann müssen aber auch wir mal wieder bereit sein diese Jungs mit allen Mitteln halten zu wollen und nicht möglichst frühzeitig mit ihrem Berater den lohnenswertesten Abgang planen.
Wenn wir dann dazu auch noch den Output aus der eigenen Jugend erhöhen - ja das ist schwer, aber mehr als jetzt MUSS möglich sein - dann kann sich auch mal wieder ein Stamm und eine Mannschaft entwickeln.
Ja, müssen wir, aber der Ansatzpunkt ist in meinen Augen dennoch nicht, dass man versucht vorherzubestimmen, bei welchem Spieler das möglich ist. Damit landet man allzu schnell wieder bei Kompromissen und Widersprüchen. Ein kurzfristigeres transferpolitisches Ziel, das ich als Erfolg bewerten würde, wäre daher, wenn man Spielerverkäufe in der ersten Reihe ablehnen kann, weil man gar nicht wüsste, wohin mit dem Geld. Davon sind wir aktuell weit genug weg, weswegen auch schon Zwischenetappen ein Erfolg wären. Finanziell wieder so solide werden, dass man keine Spielerverkäufe benötigt, um selbst aktiv zu werden, wäre schon großartig. Dann wäre die Fluktuation auch viel unproblematischer meines Erachtens, da man die Schmerzgrenzen nochmal nach oben korrigieren könnte.
Ich finde den Gedanken jedenfalls beängstigend, dass in 2-3 Jahren Hummels und Reus ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen und gleichzeitig 2/3 des jetzigen Kaders schon wieder ausgetauscht wurden und es dann keinen mehr im Kader gibt, der hier über Jahre die Schuhe geschnürt hat. Wenn man jetzt nicht anfängt Lösungen zu suchen, dann wird das zumindest für mich und wohl auch für viele andere Fans eine frustrierende Sache.
Ich finde es dahingegen nicht beängstigend. Ich bin Fan des BVB und das wird auch so bleiben, egal wohin Spieler gehen oder nicht. Denn die Geschichten, die die Spieler hier schreiben, gehen sowieso nie, weswegen es eigentlich nur wichtig ist, dass immer wieder neue Geschichten geschrieben werden. Würde das wegfallen, das fände ich beängstigend!
Zitat von DerMoe
Bei vielen Spielern ist es richtig, dass die Qualität für eine Verbesserung irgendwann in so einem Ausmaß da ist, dass sie zu den größeren Vereinen wollen. Dann fragen Barca, City und Co an. Das ist für mich auch nicht das Problem, denn wie viele sind das schon? Das sind die Dembeles oder mit Abstrichen auch Aubameyangs (der sich eher finanziell nochmal ordentlich verbesserte) und wird künftig ein Sancho sein.
Auch ausländische Talente wie Pulisic können trotz aller Identifikation nicht gehalten werden, wenn sie ohnehin nur den Traum PL haben.
Aber das ist ja wie gesagt nicht mal Kern der Fluktuation. Eher ist es so, dass deren Erlöse die vielen Trial-and-Error Entscheidungen die sonst so im Kader getroffen quer finanzierten.
Diese Spieler könnte man auch weiterhin gehen lassen ohne deswegen eine hohe Fluktuation im Kader zu haben. Nimmt man z.B. RB Leipzig als Beispiel ran, dann haben die auch Keita verloren und Werner wird irgendwann gehen. Upamecano dann wohl auch. Aber ansonsten haben selbst die es geschafft ratzfatz einen Stamm von Spielern genau auf ihrem Qualitätsniveau zu haben, die weder einbrechen und deswegen wegverscherbelt werden müssen, noch durch die Decke gehen und deshalb weg wollen.
Pulsen und Demme haben mit 25 und 28 über 200 Spiele für RB auf dem Buckel, Sabitzer rast auf diese Marke zu. RB hat 10 (!) Spieler mit >100 Spielen im Kader.
Die Frage die ich mir bei unserer Transferpolitik daher seit langem stelle ist, warum wir die Fluktuation eben nicht nur im Talentesektor haben, sondern auf allen Positionen?
Bei vielen Spielern ist es richtig, dass die Qualität für eine Verbesserung irgendwann in so einem Ausmaß da ist, dass sie zu den größeren Vereinen wollen. Dann fragen Barca, City und Co an. Das ist für mich auch nicht das Problem, denn wie viele sind das schon? Das sind die Dembeles oder mit Abstrichen auch Aubameyangs (der sich eher finanziell nochmal ordentlich verbesserte) und wird künftig ein Sancho sein.
Auch ausländische Talente wie Pulisic können trotz aller Identifikation nicht gehalten werden, wenn sie ohnehin nur den Traum PL haben.
Aber das ist ja wie gesagt nicht mal Kern der Fluktuation. Eher ist es so, dass deren Erlöse die vielen Trial-and-Error Entscheidungen die sonst so im Kader getroffen quer finanzierten.
Diese Spieler könnte man auch weiterhin gehen lassen ohne deswegen eine hohe Fluktuation im Kader zu haben. Nimmt man z.B. RB Leipzig als Beispiel ran, dann haben die auch Keita verloren und Werner wird irgendwann gehen. Upamecano dann wohl auch. Aber ansonsten haben selbst die es geschafft ratzfatz einen Stamm von Spielern genau auf ihrem Qualitätsniveau zu haben, die weder einbrechen und deswegen wegverscherbelt werden müssen, noch durch die Decke gehen und deshalb weg wollen.
Pulsen und Demme haben mit 25 und 28 über 200 Spiele für RB auf dem Buckel, Sabitzer rast auf diese Marke zu. RB hat 10 (!) Spieler mit >100 Spielen im Kader.
Die Frage die ich mir bei unserer Transferpolitik daher seit langem stelle ist, warum wir die Fluktuation eben nicht nur im Talentesektor haben, sondern auf allen Positionen?
Ich glaube mit genau der Frage kommt die Diskussion in die eigentlich interessante Bahn, da es denke ich nicht um eine konkrete Lösung geht, sondern erst mal um die Identifikation aller ursächlichen Probleme.
Warum kommen und gehen Spieler wie Wolf? Warum spielen hier ein Delaney und Akanj bzw vorher Toprak anstatt Bender und Ginter? Hat das tatsächlich mit Qualität zu tun?
Für mich ja. Gut ist manchmal nicht gut genug, weil in der Transferpolitik auch oft genug verschiedenste Aspekte nicht detailiert genug betrachtet werden. Bei welchem dieser Spieler würdest du denn heute klipp und klar sagen, dass er genau die Qualität für den BVB hat?
Bei manchen wird man sicher feststellen müssen, dass er sie mal hatte und auch hier abrufen konnte. Aber man wird im selben Atemzug auch feststellen müssen, dass sich seitdem die Liga, der BVB und damit Spielweise und Anforderungsprofile stark verändert haben. Qualität ist kein absoluter Status, nicht nur durch Verletzungen und Alter bedingt, sondern am Ende auch durch die Zusammenstellung der Qualität. Und genau hier finde ich, hat man seit 2016 viele verschiedene Pläne in die Transferpolitik einfließen lassen, die aber allzu häufig wenig und teils auf kurzfristige Probleme ausgerichtet waren, aber man hat teils wenig über die Konsequenzen in anderen Bereichen nachgedacht oder zu wenige Probleme damit gelöst. Die Mentalitätsdebatte bspw. hat Delaney gebracht. Geblieben sind aber die Probleme in der Spielverbindung zwischen Offensive und Defensive, weil man einerseits Delaney nicht als Komplementär zu Dahoud holte und diesen förderte, sondern als Konkurrenten. Andererseits, da Delaney eben als Spielertyp nicht komplett genug ist. Wobei man auch entlastend sagen muss, dass man eben nicht jeden Spieler bekommt, der helfen würde - letzten Sommer gab es bspw. die Thiago/Gündogan-Typ-Diskussion medial befeuert und es kam niemand, was aber nicht heißt, dass man es bei niemanden versucht hätte.
Teils entwerten wir auch vorangegangene Transfers selbst, indem man tatsächlich ungeduldig ist (eher selten in meinen Augen) oder nicht nach einer kompletten Lösung daneben sucht, wie bspw. bei Weigl (Witsel) oder Diallo/Zagadou (Hummels). Ein Weigl wäre bspw. durch einen Typ Gündogan hier möglicherweise nicht gescheitert, hätte man die Kohle in einen Topspieler gesteckt, statt in Witsel und Delaney. Man entschied sich aber für einen anderen Weg und vor allem mit Witsel für das große Upgrade. Damit hat man aber nur die Situation für Weigl verschlimmert. Die für ihn benötigte Lösung gab es nicht, sondern nur mehr und bessere Konkurrenz. In dem Fall hat man also nur A gesagt und nicht auch noch B, weil man Weigl hätte damals schon abgeben müssen. Bei Diallo hatte man das aber dann doch getan.
Dazu spielt auch der bzw. die Trainer eine große Rolle. Sowohl in der Spielerselektion bei Transfers als auch dann effektiv auf dem Platz. Ein Witsel und Weigl sind bspw. natürliche Konkurrenten, die in keinem System gut nebeneinander funktionieren. Delaney und Dahoud sind das aber nicht notwendigerweise, da sie sich ausreichend differenzieren. Wenn dann allerdings Reus einen Mittelfeldplatz belegt, schließen sie sich eben doch wieder gegenseitig aus und werden doch wieder zu Konkurrenten für ein und dieselbe Position. Gibt es dann auch noch viel Fluktuation bei den Trainern, da sie nicht das installieren können, was man sich von ihnen erwartet, steht auf einmal ein Kader da, der ein Flickenteppich ist, sodass es in manchen Fällen zwar dann dennoch ein qualitatives Problem ist, aber dann nur bedingt. Beispiel Guerreiro. Unter Tuchel einer der Lieblingsspieler, wussten die darauffolgenden Trainer kaum noch etwas mit ihm anzufangen und vor allem hat ihn keiner - auch Tuchel nicht - als LV nachhaltig gefördert und entwickelt. Man hat damit nur Löcher gestopft, die mit jedem Trainerwechsel aber andere wurden.
Um es an der Stelle abzukürzen: der Kader ist inhomogen zusammengestellt, weil ständig in unterschiedliche Richtungen gezerrt wird. Oberflächlich steckte nach Klopp alles unter dem Deckmantel Ballbesitz, aber die Interpretation von Bosz bis Stöger und den Abstufungen Tuchel und Favre, könnten kaum unterschiedlicher sein. Dafür werden andere Spielertypen auf manchen Positionen benötigt, als man geholt hat (auf den AV ist es sogar besonders krass, da hier sogar relativ viel Kongruenz in den idealisierten Spielertypen besteht, aber der letzte Spielertyp, der dahingehend kam, war Piszczek - bzw. wurde dieser dahingehend ausgebildet ...), teils aber auch schlicht grundlegende Spielertypen, die nicht die höchste Priorität bekommen haben (Gündogan Nachfolge bspw. ist nicht nur monetär ziemlich kurz gekommen). Im Kern ist das dann aber dennoch wieder ein Qualitätsproblem, weil die Spieler nicht komplett und anpassungfähig genug sind, um die Trainerwechsel erfolgreich mitmachen zu können. Und selbst qualitativ hochwertige Spieler, wie bspw. Brandt, kriegt man damit allzu schnell klein, wenn die nicht mit dem richtigen Mindset an die Sache gehen und irgendwann vom Trainer doch Recht bekommen, weil eigentlich kein zielgerichteter Einkauf war. Manchmal klappt es dennoch, häufiger nicht und auch dadurch kommt es dann zur Fluktuation.
Roman Bürki ist z.B. ein Beispiel für einen solchen Spieler. Der wird keine großen Angebote vorliegen haben, passt aber bei uns. Deshalb wird der auch bald einer der langjährigsten Kicker hier sein.
Ich glaube wir könnten viele Spieler länger im Kader, auch ohne uns finanziell zu ruinieren, wenn die Transferpolitik besser durchdacht und geduldiger wäre.
Ich glaube nicht, dass es um Geduld geht. Zumindest selten. Bei den meisten Spielern ist denke ich absehbar, wo die Limits liegen, wenn sie hier ein halbes Jahr da sind. Höchstens bei den U23 Spielern kommt nochmal ein größerer Leistungssprung oder ein passenderer Trainer, zu dem der Spieler dann perfekt passt, aber allgemein sieht man denke ich recht früh, wohin es individuell läuft oder wohin es kollektiv laufen müsste, damit es individuell wie gewollt (wieder) passt. Aber durchdachter muss die Transferpolitik definitiv sein, will man die Fluktuation reduzieren. Dafür benötigt es eine Philosophie, der alles untergeordnet wird und die auch kompromissloser umgesetzt werden muss. Mir sind letztendlich zu viele Kompromisse und Widersprüche (vorne bspw. ist man überwiegend auf schnelle Spieler aus, aber im Mittelfeld und in der Abwehr weniger) in den letzten Transferjahren dabei, die möglicherweise auch erst mal gar nichts mit dem Fussballer zu tun haben (Fokus auf deutsche Spieler bspw., aber meist eben nur die zweite Garde). Das Problem: die Philosophie endet eben nicht bei den Transfers, sondern beim Trainer und dahingehend muss man denke ich noch präziser in den Kriterien werden, wie man diesen selektiert, damit er auch wirklich zur Philosophie passt. Ansonsten kann man eine Philosophie herbeitransferieren, bekommt diese aber nicht umgesetzt. Daran hat es zuletzt häufig gehapert, da kein Trainer einen optimalen Kader bekam, da sowohl grundlegene, trainerunabhängige als auch trainerabhängige Spielertypen und -qualitäten fehlen. Ansonsten muss der Trainer Löcher stopfen und außerhalb der Komfortzone (eigentlich nicht das passende Wort, da es viel eher um die Philosophie geht, die vertreten wird) coachen. Da gibt es nur sehr wenige Trainer, die das wirklich gut können und zuletzt war davon keiner mehr sonderlich erfolgreich.
Die steigenden Finanzen sollten eigentlich auch nicht dazu führen, dass die Fluktuation sich erhöht. Eigentlich sollte man damit eine Topverdiener-Gruppe schaffen, die dort ist WEIL sie hier lange Leistung gebracht macht und aber eben das Quäntchen mehr bringt als nur sportlichen Erfolg.
Auch wenn Christian Pulisic wohl so oder so weg wollte, das sind die Spieler bei denen ich mir künftig wünschen würde, dass man bei Ihnen an die Grenzen geht. Nicht bei einem zugekauften Haaland. Bei Pulisic hätte man ein Top-Gehalt am ehesten wagen sollen. Der hatte mit 20 Jahren 127 BVB Spiele auf dem Buckel. Das hätte ein prägendes Gesicht werden können.
Glaube ich nicht. Das gaben weder seine sportliche Entwicklung noch sein Ziel PL her. Gerade bei Spielern, die schon weg sind, finde ich das daher schon sehr hypothetisch, dass man sie hätte halten können. Noch mehr sogar, dass sie das dann auch wert gewesen wären.
Bei Pulisic muss man zudem feststellen, dass vor allem 2017 die Kadersituation für ihn massiv erschwert wurde, indem man da zeitweise 7 OA im Kader hatte, was ohne Verletzungen und einen zu unreifen Sancho eine Situation gewesen wäre, die für Pulisic noch richtig kritisch hätte sein können. In die richtige Richtung ging seine Entwicklung jedenfalls nicht mehr, sodass auch vor seinem Wechsel schon so viel Kritik da war, dass viele glaubten, dass er nicht mal die Hälfte seiner tatsächlich eingebrachten Ablöse wert ist. Dass er bei Chelsea dann jetzt auch keine ganz einfache Zeit hat, trotzdem die deutlich mehr auf Youngster setzen im Moment, ist dann auch schon vielsagend. Pulisic kann ein sehr guter Spieler werden, aber nicht der Topspieler, der hier oder sonst wo eine Ära prägt - der Hype in den USA hat auch abgenommen.
Generell muss man denke ich auch aufpassen, dass manche Spieler allzu schnell zur Identifikationsfigur gemacht werden und am Ende lassen sie den Verein doch hängen. Auf unterschiedliche Weise kann man da bspw. Götze oder Aubameyang auch nennen, bei denen die Enden besonders krass waren. Besonders bei Aubameyang sollte man eben auch nochmal betonen, wie wenig es gebracht hat, dass der Verein mehrfach mit ihm für teures Geld verlängert hat. Es hält die Spieler nicht automatisch, wenn man (mehrfach) über die Schmerzgrenze geht. Und in vielen Fällen will ich auch ehrlich gesagt nicht das Risiko tragen, dass der BVB der Verein ist, der den Spieler überbezahlt. Damit werden Schmerzgrenzen auch für andere Spieler nach oben korrigiert (sowieso aktuell ein Problem, wenn man unsere Payroll sieht) und die Fluktuation genau dort eingedämmt, wo man sie nicht will.
Wie daher eben schon gesagt: das sind am Ende alles Profis, die nicht das Beste für den Verein wollen, sondern für sich selbst. Und vorgefertigte Wege, wie man erzwingen kann, dass das immer oder zumindest möglichst lange dasselbe ist und bleibt, sehe ich nicht.
Und solche muss man eben wieder heranziehen. Idealerweise eben auch noch aus dem eigenen Land.
Und natürlich hast du mit dem Extrembeispiel Bartra Recht, man kann solche Spieler auch zukaufen. Auch wenn ich das bei Bartra aufgrund des Anschlags für ne einmalige Geschichte halte.
Aber auch Spieler wie Neven, Kuba oder Dede kamen ja nicht aus dem Nachwuchs, also das ist nicht der einzige Faktor.
Manchmal reicht auch quasi ein Spiel, um hier zur Legende zu werden. Ich sag nur Malaga und Santana. Das kann ganz schnell gehen, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. In gewisser Weise prägen diese Spieler alle den Verein. Manchmal länger, manchmal kürzer, aber für dessen Existenz sind sie nicht entscheidend. Generell glaube ich jedenfalls, dass es an sich wichtiger ist, dass der Verein klare Werte und eine einheitliche Philosophie vertritt, die spielerunabhängig funktioniert, aber immer sichtbar ist. Das ist auch in der Regel sportlich erfolgreich, wodurch sich oft schon allein Identifikationsfiguren erheben. Dafür sind Qualität, Stärken und Schwächen sowie Preis-Leistung entscheidend und nicht die Herkunft oder Persönlichkeit eines Spielers. Diese Philosophie gibt es aber so nicht und daher glaube ich auch, dass manche Spieler nur schwer austauschbar sind, obwohl sie sportlich keine (lange) Zukunft (mehr) beim BVB haben.
Wir müssen eben wieder eine Transferpolitik finden, die uns Spieler einbringt die hier spielen wollen UND die Qualität haben das auch über Jahre zu zeigen. Und dann müssen aber auch wir mal wieder bereit sein diese Jungs mit allen Mitteln halten zu wollen und nicht möglichst frühzeitig mit ihrem Berater den lohnenswertesten Abgang planen.
Wenn wir dann dazu auch noch den Output aus der eigenen Jugend erhöhen - ja das ist schwer, aber mehr als jetzt MUSS möglich sein - dann kann sich auch mal wieder ein Stamm und eine Mannschaft entwickeln.
Ja, müssen wir, aber der Ansatzpunkt ist in meinen Augen dennoch nicht, dass man versucht vorherzubestimmen, bei welchem Spieler das möglich ist. Damit landet man allzu schnell wieder bei Kompromissen und Widersprüchen. Ein kurzfristigeres transferpolitisches Ziel, das ich als Erfolg bewerten würde, wäre daher, wenn man Spielerverkäufe in der ersten Reihe ablehnen kann, weil man gar nicht wüsste, wohin mit dem Geld. Davon sind wir aktuell weit genug weg, weswegen auch schon Zwischenetappen ein Erfolg wären. Finanziell wieder so solide werden, dass man keine Spielerverkäufe benötigt, um selbst aktiv zu werden, wäre schon großartig. Dann wäre die Fluktuation auch viel unproblematischer meines Erachtens, da man die Schmerzgrenzen nochmal nach oben korrigieren könnte.
Ich finde den Gedanken jedenfalls beängstigend, dass in 2-3 Jahren Hummels und Reus ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen und gleichzeitig 2/3 des jetzigen Kaders schon wieder ausgetauscht wurden und es dann keinen mehr im Kader gibt, der hier über Jahre die Schuhe geschnürt hat. Wenn man jetzt nicht anfängt Lösungen zu suchen, dann wird das zumindest für mich und wohl auch für viele andere Fans eine frustrierende Sache.
Ich finde es dahingegen nicht beängstigend. Ich bin Fan des BVB und das wird auch so bleiben, egal wohin Spieler gehen oder nicht. Denn die Geschichten, die die Spieler hier schreiben, gehen sowieso nie, weswegen es eigentlich nur wichtig ist, dass immer wieder neue Geschichten geschrieben werden. Würde das wegfallen, das fände ich beängstigend!
Ich finde was bisher für mich gar nicht aus der Diskussion herauskommt ist die Frage der Veränderung des Vereins.
Seit 2016 hat sich der BVB sehr weiterentwickelt, vllt nicht Punktetechnisch oder gar Titeltechnisch aber definitv Qualitativ.
Und ja, mir ist die Fluktuation bei gestandenen Spielern auch zu hoch, das profitable Geschäft der Talent finde ich hingegen super.
Was ich meine zB
ein Toprak oder Castro waren gestandene Spieler beim damals nächste Konkurrent(Bayern ausgenommen)
und einige hier im Forum haben sich nach Ihnen die Finger geleckt.
Beide hatten tendenziell hier auch die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln.
Am Ende waren sie ok-gut, nicht gut genug und auch der BVB hat sich weiterentwickelt.
Vor 2-3 Jahren wäre ein Castro, frisch aus Lkusen, beinahe Stammspieler im Verein.
Heute würde es nicht mal mehr für die Bank reichen und selbst seine damaligen besseren Konkurrenten (Weigl,Rode,Sahin) sind nicht mehr gut genug für den Verein.
Selbst bei einem Delaney, 20Mio! aus Bremen, wird Mittlerweile diskutiert ob dieser noch für unsere Ambitionen reicht.
Oder auch Sokratis, damals ein "Leader" und der Liebling vieler Fans, wurde relativ gesehen Qualitativ durch einen Diallo/Akanji/Hummels ersetzt.
Ich finde deswegen kann man nicht sagen das uns viele Standbeine wegbrechen oder ähnliches, sondern die Entwicklung der Querschnitt Qualität der Top 13-17 Spieler steigt einfach sehr schnell weshalb es nötig ist diese immer wieder zu optimieren.
Problematischer in meinen Augen sind Käufe von Spielern, die lange gescoutet wurden und mit Ansage gescheitert sind und dabei massig Geld/Ablöse verbrennen.
Schürrle, Yarmolenko, Phillipp? Schulz? Götze?
Hier sollte eher darauf geachtet werden das teure Zukäufe viel besser bewertet werden müssen.
Witsel war eine sehr gute Investition, tendenziell auch Paco und Diallo(zu früh abgegeben).
08.01.2020 - 14:34 Uhr
Zitat von BvBSpencer
Oh mir ging es nie darum die Führung da von Schuld freizusprechen. Die Fehler wurden gemacht und sind auch nicht mehr zu korrigieren. Ich möchte nur ausdrücken, dass zum Einen ich die jeweiligen Beweggründe für die “gescheiterten“ Verpflichtungen verstehe und nicht blind eingekauft wurde wie es hier zum Teil unterstellt wurde und zum Anderen das eben aus diesen Fehlern auch gelernt wurde und eben die Philosophie jetzt vom Verein vorgegeben wird und nicht etwa mehr vom Trainer nach dem dann eingekauft werden muss.
Und somit wäre eben auch das Fluktuationsproblem behoben und ich denke genau da entwickeln wir uns auch hin. Es wird immer mal wieder Spieler geben, welche nicht zu halten sind oder eben unvorhersehbar doch nicht passen aber ich denke mit dem Umbruch hat man der negativen Entwicklung entgegen wirken wollen und auch erkannt, das man als großer Klub eben nicht mehr von der Traineridee abhängig sein sollte.
Zitat von Ballfussnerd
Was deine Intention ist, glaube ich zu erkennen, aber gerade dein Einwand, die System- , bzw. Trainerwechsel seien an der hohen Fluktuation in nicht unerheblichem Maße mitverantwortlich, entlastet die Führungsbene nicht.
Zum Einen hat sie die Trainerwechsel zu verantworten und zum Anderen werden im Vorfeld mit dem Trainer Gespräche geführt, welche solche Situationen offenlegen sollten. das heißt die rege Transferpolitik ist bewusst gewählt. (ob dabei die Verantwortung für die BVB-Aktie eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu beurteilen)
Zitat von BvBSpencer
Also vorab muss ich natürlich einräumen, dass es durchaus auch Verkäufe gab, weil die Spieler nicht die Erwartungen erfüllen konnten.
Aber gehen wir mal einzeln an die Spieler ran, die du nennst:
Schürrle war ein Tuchelspieler, hat aber nie die erwartete Leistungen erbracht und passte vom Spielertyp dann hier nirgends rein.
Toljan ist kein typischer AV und würde vermutlich jetzt gar nicht mehr so schlecht bei uns reinpassen. War eine Verpflichtung von junger deutscher Hoffnung. Kann man jetzt sehen wie man möchte aber für mich sind dahingehend Schulz und Toljan nicht ganz verschieden.
Toprak musste gehen, da er eben nicht in das neue Konzept passte. Er war weder das Talent noch der entsprechende Leader und war wenn ich nicht täusche auch ein Wunschspieler Tuchels. Toprak war für mich keine Fehlverpflichtung wie es manche andere gab aber es passte dann einfach nicht mehr.
Bei Milli muss man sagen, dass er ein Opfer der Situation war. Hat richtig gut funktioniert und sich dann verletzt und kam erst unter neuem Trainer wieder, der mehr mit Notrettung zu tun hatte als mit individueller Entwicklung.
Man kann das Spiel jetzt mit jedem Spieler vollziehen aber kurz gesagt: meist kann man einen gewissen Gedanken der Führung nachvollziehen und muss nicht von blindem Transferwahn oder ähnlichem sprechen. Es hat oft aus vielerlei Gründen nicht gestimmt wobei in meinen Augen eben die wechselnden Ausrichtungen und Trainer durchaus stärker mit reinspielen als die meisten hier denken.
Zitat von Doc_Gonzo
Wer soll das denn sein? Welche Spieler sind systembedingt durchs Raster gefallen? Schürrle, Toljan, Toprak, Phillip und wie sie alle heißen, wurden primär aus qualitativen Gründen aussortiert.
Wenn jetzt Götze oder vielleicht Delaney gehen, dann kann man das evtl. sagen. Wobei Götze in verschiedenen Systemen und Trainern seinen Platz nie wirklich fand.
Zitat von BvBSpencer
Auch muss man sagen, handelte es sich in der Regel bei den Abgängen entweder um Spieler, welche man absolut nicht halten konnte oder eben um die oben genannten Spieler, die nicht in das neue System passen.
Auch muss man sagen, handelte es sich in der Regel bei den Abgängen entweder um Spieler, welche man absolut nicht halten konnte oder eben um die oben genannten Spieler, die nicht in das neue System passen.
Wer soll das denn sein? Welche Spieler sind systembedingt durchs Raster gefallen? Schürrle, Toljan, Toprak, Phillip und wie sie alle heißen, wurden primär aus qualitativen Gründen aussortiert.
Wenn jetzt Götze oder vielleicht Delaney gehen, dann kann man das evtl. sagen. Wobei Götze in verschiedenen Systemen und Trainern seinen Platz nie wirklich fand.
Also vorab muss ich natürlich einräumen, dass es durchaus auch Verkäufe gab, weil die Spieler nicht die Erwartungen erfüllen konnten.
Aber gehen wir mal einzeln an die Spieler ran, die du nennst:
Schürrle war ein Tuchelspieler, hat aber nie die erwartete Leistungen erbracht und passte vom Spielertyp dann hier nirgends rein.
Toljan ist kein typischer AV und würde vermutlich jetzt gar nicht mehr so schlecht bei uns reinpassen. War eine Verpflichtung von junger deutscher Hoffnung. Kann man jetzt sehen wie man möchte aber für mich sind dahingehend Schulz und Toljan nicht ganz verschieden.
Toprak musste gehen, da er eben nicht in das neue Konzept passte. Er war weder das Talent noch der entsprechende Leader und war wenn ich nicht täusche auch ein Wunschspieler Tuchels. Toprak war für mich keine Fehlverpflichtung wie es manche andere gab aber es passte dann einfach nicht mehr.
Bei Milli muss man sagen, dass er ein Opfer der Situation war. Hat richtig gut funktioniert und sich dann verletzt und kam erst unter neuem Trainer wieder, der mehr mit Notrettung zu tun hatte als mit individueller Entwicklung.
Man kann das Spiel jetzt mit jedem Spieler vollziehen aber kurz gesagt: meist kann man einen gewissen Gedanken der Führung nachvollziehen und muss nicht von blindem Transferwahn oder ähnlichem sprechen. Es hat oft aus vielerlei Gründen nicht gestimmt wobei in meinen Augen eben die wechselnden Ausrichtungen und Trainer durchaus stärker mit reinspielen als die meisten hier denken.
Was deine Intention ist, glaube ich zu erkennen, aber gerade dein Einwand, die System- , bzw. Trainerwechsel seien an der hohen Fluktuation in nicht unerheblichem Maße mitverantwortlich, entlastet die Führungsbene nicht.
Zum Einen hat sie die Trainerwechsel zu verantworten und zum Anderen werden im Vorfeld mit dem Trainer Gespräche geführt, welche solche Situationen offenlegen sollten. das heißt die rege Transferpolitik ist bewusst gewählt. (ob dabei die Verantwortung für die BVB-Aktie eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu beurteilen)
Oh mir ging es nie darum die Führung da von Schuld freizusprechen. Die Fehler wurden gemacht und sind auch nicht mehr zu korrigieren. Ich möchte nur ausdrücken, dass zum Einen ich die jeweiligen Beweggründe für die “gescheiterten“ Verpflichtungen verstehe und nicht blind eingekauft wurde wie es hier zum Teil unterstellt wurde und zum Anderen das eben aus diesen Fehlern auch gelernt wurde und eben die Philosophie jetzt vom Verein vorgegeben wird und nicht etwa mehr vom Trainer nach dem dann eingekauft werden muss.
Und somit wäre eben auch das Fluktuationsproblem behoben und ich denke genau da entwickeln wir uns auch hin. Es wird immer mal wieder Spieler geben, welche nicht zu halten sind oder eben unvorhersehbar doch nicht passen aber ich denke mit dem Umbruch hat man der negativen Entwicklung entgegen wirken wollen und auch erkannt, das man als großer Klub eben nicht mehr von der Traineridee abhängig sein sollte.
Wie kann man nicht von der Traineridee abhängig sein?
Davon hängt der sportlich Erfolg ab.
Wenn die Traineridee nicht durch Transfer gestärkt wird, kann das kaum hilfreich sein.
Bosz ist daran grandios gescheitert.
Bei Favre schien es auch fast so weit gewesen zu sein. Die Transfer waren für mich jedenfalls nicht darauf ausgerichtet zu sein, das Spielsystem von Favre wesentlich zu stärken; wobei ich im Sommer noch dachte, dass eine Anpassung des Spielsystem geplant war.
Das war aber offensichtlich nicht der Fall. So gab es für Hazard und Brandt zu Beginn nur die eine Position des LAs, die sie sich teilten.
Schulz sollte der neue LV werden, wo Favre in der Rückrunde meistens den defensiven, absichernden Diallo bevorzugte. Schulz konnte sich bis heute nicht festspielen.
Hummels war dann die einzige Maßnahme die anfällige Defensive zu stärken; viel zu wenig, denke ich. Zudem gab es anscheinend keinen Plan, Hummels optimal einzubinden. Dass man nun nur offensive LVs zur Verfügung hatte, war vermutlich auch nicht hilfreich.
Hummels Leistungen waren dementsprechend sehr schwankend.
Favres Zeit schien dann fast abgelaufen zu sein. Zum Glück griffen dann die Umstellungen und Favre hat sich wieder Luft verschafft.
Eine bessere Abstimmung zwischen Trainer und Kaderplanern wäre, meiner Meinung nach, möglich und sinnvoll gewesen.
Diese Probleme schienen mir schon seit Sommer 16/17 (bzw. sogar davor) vorhanden zu sein.
Zwischen Tuchel und unseren Kaderplaner gab es wohl heftige Differenzen. Komplett glücklich waren wohl beide Seite mit den Transfers nicht.
Leider war zu der Zeit, die Verpflichtung von Dahoud nicht möglich. Ich könnte mir vorstellen, dass Dahouds Karriere die letzten anders gelaufen wäre, wenn er 16/17 unter Tuchel gespielt hätte.
Jedenfalls fehlte so ein Spielertyp im Kader. Das war für mich ein wesentlicher Grund, weswegen Tuchel seine erfolgreiche Spielidee aus der Vorsaison aufgeben musste. (So gut wie in der Vorsaison hätte das nach den bitteren Abgängen natürlich dennoch nicht funktionieren können).
08.01.2020 - 14:41 Uhr
Zitat von mba123
Ich bin gespannt, wie unsere Führung die Prioritäten setzen wird.
Intern hätten wir Hazard als Ersatz für Sancho, falls Haaland und Reus die anderen Offensivpositionen einnehmen. (Ich denke allerdings, dass diese drei nicht sonderlich gut harmonieren würde. Es sei denn es kommt noch ein kreativer ZM, der neben Brandt spielen würde.)
Jedenfalls würde ich nicht ausschließen, dass man auf Hazard, Reus und Haaland vertraut und der Sancho Ersatz stärker aus dem Talentsektor kommen wird. Wobei ich darauf tippe, dass man es bei Havertz versuchen wird.
Für Hakimi haben wir als internen Ersatz Morey. Auch gut möglich, dass Hertha die Kaufoption bei Wolf nicht ziehen wird.
Hier wird wichtig sein, ob die Dreierkette weiterhin als Standard eingeplant wird.
Wenn Wolf dann mehr an Frankfurter Zeiten anknüpfen könnte und Morey zeigt, dass ihm dort die Zukunft gehören wird, ist das keine schlechte Konstellation.
Mit Viererkette wäre die geringe Chance für Wolf komplett vom Tisch. Bei Morey tippe ich auch, dass die Position als Schienenspieler ihm mehr liegt als als RV.
Großes Thema ist für mich das ZM. Brandt nimmt dort eine Schlüsselposition ein. Wie er ersetzt werden sollte, ist vollkommen unklar.
Dahoud, Guerreiro und Götze wären für mich aktuell die geeignetsten Alternativen. Götze und Dahoud spielen aber kaum eine Rolle und werden vermutlich im Sommer gehen. Hingegen wird Guerreiro auch als LM gebraucht.
Davon ab, kann man skeptisch sein, dass mit diesen Spielern eine Verletzung von Brandt adäquat aufgefangen werden könnte.
Für mich wäre ein neuer ZM deswegen sogar der wichtigste Neuzugang.
Zum einen, wie geschrieben, weil wir bezüglich Kreativität im Mittelfeldzentrum sehr dünn besetzt sind und ich diese Kreativität dort für sehr wichtig für unser gesamtes Spiel halte.
Zum anderen, weil wir taktisch und bei den anderen Neuzugängen flexibler werden. Beispielsweise könnten wir die Dominanz im Zentrum erhöhen, in dem wir dann mit zwei kreativen Achtern dort spielen.
Das würde auch eher ermöglichen, Läufer wie Schulz oder Wolf auf der Außenbahn sinnvoll einzubinden. Auch eher abschlussorientierte Spieler in der Offensive wären leichter möglich.
Ich bin gespannt, wie unsere Führung die Prioritäten setzen wird.
Intern hätten wir Hazard als Ersatz für Sancho, falls Haaland und Reus die anderen Offensivpositionen einnehmen. (Ich denke allerdings, dass diese drei nicht sonderlich gut harmonieren würde. Es sei denn es kommt noch ein kreativer ZM, der neben Brandt spielen würde.)
Jedenfalls würde ich nicht ausschließen, dass man auf Hazard, Reus und Haaland vertraut und der Sancho Ersatz stärker aus dem Talentsektor kommen wird. Wobei ich darauf tippe, dass man es bei Havertz versuchen wird.
Für Hakimi haben wir als internen Ersatz Morey. Auch gut möglich, dass Hertha die Kaufoption bei Wolf nicht ziehen wird.
Hier wird wichtig sein, ob die Dreierkette weiterhin als Standard eingeplant wird.
Wenn Wolf dann mehr an Frankfurter Zeiten anknüpfen könnte und Morey zeigt, dass ihm dort die Zukunft gehören wird, ist das keine schlechte Konstellation.
Mit Viererkette wäre die geringe Chance für Wolf komplett vom Tisch. Bei Morey tippe ich auch, dass die Position als Schienenspieler ihm mehr liegt als als RV.
Großes Thema ist für mich das ZM. Brandt nimmt dort eine Schlüsselposition ein. Wie er ersetzt werden sollte, ist vollkommen unklar.
Dahoud, Guerreiro und Götze wären für mich aktuell die geeignetsten Alternativen. Götze und Dahoud spielen aber kaum eine Rolle und werden vermutlich im Sommer gehen. Hingegen wird Guerreiro auch als LM gebraucht.
Davon ab, kann man skeptisch sein, dass mit diesen Spielern eine Verletzung von Brandt adäquat aufgefangen werden könnte.
Für mich wäre ein neuer ZM deswegen sogar der wichtigste Neuzugang.
Zum einen, wie geschrieben, weil wir bezüglich Kreativität im Mittelfeldzentrum sehr dünn besetzt sind und ich diese Kreativität dort für sehr wichtig für unser gesamtes Spiel halte.
Zum anderen, weil wir taktisch und bei den anderen Neuzugängen flexibler werden. Beispielsweise könnten wir die Dominanz im Zentrum erhöhen, in dem wir dann mit zwei kreativen Achtern dort spielen.
Das würde auch eher ermöglichen, Läufer wie Schulz oder Wolf auf der Außenbahn sinnvoll einzubinden. Auch eher abschlussorientierte Spieler in der Offensive wären leichter möglich.
Ich finde Witsel neben Brandt eigentlich ziemlich optimal. Er ist schon auch Zweikampfstark, vorallem Presingresistent, aber auch torgefährlich. Ich finde er passt optimal zu Brandt, der auf der Position auch noch quasi in den Kinderschuhen steckt. Für mich würde optimal passen, wenn man ähnliche Backups finden würde. ZB Olmo für Brandt und Can für Witsel wären da meine Wunschkandidaten. So wäre man selbst in der zweiten Reihe ebenbürtig besetzt bzw haben die Spieler etwas unterschiedliche Stärken. ZB würde Can im Vergleich zu Witsel mehr das laufintensivere Spiel liegen, wohingegen er nicht so gut im Aufbauspiel ist wie Witsel. Das alles ist natürlich vollkommen hinfällig, falls man wieder von der 3er-Kette weggehen würde.
08.01.2020 - 15:13 Uhr
Das Transferfenster ist zwar noch geöffnet, aber für mich agiert man hier wieder zu lahmarschig wie die Jahre zuvor.
Ich kann nicht ganz nachvollziehen wieso man nicht in Vorleistung tritt oder wie man es auch nennen möchte.
Es wäre genial gewesen wenn man die benötigten Neuzugänge mit ins Trainingslager dabei hätte.
Sollte nichts mehr passieren verstehe ich gar nix mehr. Selbst die eigene Verhandlungsposition sehe ich nicht als geschwächt an, da die Nachfrage nicht wirklich groß sein kann über die Spieler die gesprochen werden.
- Dahoud nicht der Rede Wert, im Worst Case eine Leihe für lau. Daraus resultiert ggf. mehr Spielzeit und mehr Geld für uns.
- Bruun Larsen selbe Spiel wie bei Dahoud
- Götze bleiben wir drauf sitzen bis Sommer
- Paco ist die Ausnahme, spielt für mich aber auch keine große Rolle, da man dies anders verkaufen kann.
Sollte Paco gehen wird hier eine Allzweckwaffe geholt und keine klare 9. Kann man gefühlt drauf wetten.
Die Allzweckwaffe ist für mich unumgänglich im Winter, da auf zu viele Spieler nicht gesetzt wird. Ich kapiers nicht wieso hier noch keiner aufgeschlagen ist?
Zm kann man drüber diskutieren, für mich bis zum Sommer aber aufschiebbar.
Ich kann nicht ganz nachvollziehen wieso man nicht in Vorleistung tritt oder wie man es auch nennen möchte.
Es wäre genial gewesen wenn man die benötigten Neuzugänge mit ins Trainingslager dabei hätte.
Sollte nichts mehr passieren verstehe ich gar nix mehr. Selbst die eigene Verhandlungsposition sehe ich nicht als geschwächt an, da die Nachfrage nicht wirklich groß sein kann über die Spieler die gesprochen werden.
- Dahoud nicht der Rede Wert, im Worst Case eine Leihe für lau. Daraus resultiert ggf. mehr Spielzeit und mehr Geld für uns.
- Bruun Larsen selbe Spiel wie bei Dahoud
- Götze bleiben wir drauf sitzen bis Sommer
- Paco ist die Ausnahme, spielt für mich aber auch keine große Rolle, da man dies anders verkaufen kann.
Sollte Paco gehen wird hier eine Allzweckwaffe geholt und keine klare 9. Kann man gefühlt drauf wetten.
Die Allzweckwaffe ist für mich unumgänglich im Winter, da auf zu viele Spieler nicht gesetzt wird. Ich kapiers nicht wieso hier noch keiner aufgeschlagen ist?
Zm kann man drüber diskutieren, für mich bis zum Sommer aber aufschiebbar.
08.01.2020 - 16:03 Uhr
Ich versteh das auch nicht ganz mit den Einkäufen. Ich kann nur immer wieder lesen, "U19" oder "U21" Perspektivspieler, aber eingesetzt werden die praktisch nie. Im Gegenteil, dann kommt wieder "Verleihen" auf
Oder möchte man mit Favre (in dem Fall) ein neue Ausbildungsoffensive aus den 2 "unteren" Mannschaft machen, und einbauen? Dann soll man's auch klar so kommunizieren.
Oder möchte man mit Favre (in dem Fall) ein neue Ausbildungsoffensive aus den 2 "unteren" Mannschaft machen, und einbauen? Dann soll man's auch klar so kommunizieren.
08.01.2020 - 16:04 Uhr
Ich versteh das auch nicht ganz mit den Einkäufen. Ich kann nur immer wieder lesen, "U19" oder "U21" Perspektivspieler, aber eingesetzt werden die praktisch nie. Im Gegenteil, dann kommt wieder "Verleihen" auf
Oder möchte man mit Favre (in dem Fall) ein neue Ausbildungsoffensive aus den 2 "unteren" Mannschaft machen, und einbauen? Dann soll man's auch klar so kommunizieren.
Oder möchte man mit Favre (in dem Fall) ein neue Ausbildungsoffensive aus den 2 "unteren" Mannschaft machen, und einbauen? Dann soll man's auch klar so kommunizieren.
16.01.2020 - 09:42 Uhr
Zitat von Borusse91
- robuster 6er (was dann natürlich klar auf Kosten von beispielsweise Delaney gehen würde)
- Sancho-Nachfolger
- qualitativ und quantitativ die Außenbahnen, ob jetzt rein defensiv, oder auch offensiv, lassen die RN hier offen, es wird sich aber natürlich um die Rechtsverteidiger-Position handeln, genauso wie eben für Rechtsaußen offensiv, wenn der junge Engländer den Verein verlassen sollte
Gut möglich, dass also auch schon Vorgriff noch in diesem Januar getätigt wird, analog zu Akanji vor 2 Jahren oder Balerdi eben letztes Jahr. Aber nur, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, hängt wohl auch noch von den Einnahmen bzw. freiwerdenden Kaderplätzen etwaiger Abgänge um Dahoud oder Bruun Larsen ab.
Quelle: www.ruhrnachrichten.de
Auf der Zugangsseite sieht Zorc den BVB nicht in der unbedingten Pflicht. Aber: „Manchmal geht es auch um Gelegenheiten. Warum sollte ich jetzt sagen, dass wir nichts mehr machen, und dann ergibt sich so eine Gelegenheit.“ Das war im Vorjahr der Fall, als Dortmund Balerdi sechs Monate eher als geplant holte, um ihm mehr Zeit für die Integration zu geben.
Borussia Dortmund muss langfristig nachrüsten
Der langfristige Bedarf bei der Borussia ist offensichtlich: Die Außenbahnen brauchen qualitativ und quantitativ Verstärkung, gesucht wird zudem ein robuster und zweikampfstarker Sechser. Auch um die mögliche Sancho-Nachfolge kümmert sich Zorc mit seinem Team bereits.
Laut RN sind spätestens Sommer (wenig erstaunlich) folgende Baustellen zu besetzen: Borussia Dortmund muss langfristig nachrüsten
Der langfristige Bedarf bei der Borussia ist offensichtlich: Die Außenbahnen brauchen qualitativ und quantitativ Verstärkung, gesucht wird zudem ein robuster und zweikampfstarker Sechser. Auch um die mögliche Sancho-Nachfolge kümmert sich Zorc mit seinem Team bereits.
- robuster 6er (was dann natürlich klar auf Kosten von beispielsweise Delaney gehen würde)
- Sancho-Nachfolger
- qualitativ und quantitativ die Außenbahnen, ob jetzt rein defensiv, oder auch offensiv, lassen die RN hier offen, es wird sich aber natürlich um die Rechtsverteidiger-Position handeln, genauso wie eben für Rechtsaußen offensiv, wenn der junge Engländer den Verein verlassen sollte
Gut möglich, dass also auch schon Vorgriff noch in diesem Januar getätigt wird, analog zu Akanji vor 2 Jahren oder Balerdi eben letztes Jahr. Aber nur, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, hängt wohl auch noch von den Einnahmen bzw. freiwerdenden Kaderplätzen etwaiger Abgänge um Dahoud oder Bruun Larsen ab.
Für mich wäre es nahezu am wichtigsten, eine Alternative zu Brandt zu verpflichten.
Am besten einen ZM, der etwas weniger OM ist.
Zum Einen hätten wir dann kein Riesenproblem, wenn Brandt ausfallen sollte und zum Anderen wäre taktisch viel mehr möglich. Besonders Systeme mit Viererkette wären leichter umzusetzen, denke ich.
Ich hoffe daher, dass die obige Auflistung nicht den tatsächlichen Planungen entspricht.
Bei den Außenbahnen bin ich auch auf die Planungen gespannt.
Vor einer Dreierkette könnten wir Guerreiro, Schulz, Morey und auch Hazard einplanen. Falls Wolf zurückkehrt, wäre er auch keine schlechte Option.
In einem Grundsystem mit Dreierkette würde ich uns auch bei einem Hakimi Abgang bereits hervorragend aufgestellt sehen.
Mit Viererkette sieht es ganz anders aus. Keiner der vorhandenen AVs verkörpert Topniveau in der Defensive. Hier wären für mich dann eher zwei neue AVs angebracht.
Wahrscheinlich plant man aber zweigleisig bezüglich des Grundsystems und es wird ein RV wie Klostermann kommen.
Robuster 6er halte ich für eine interessante Beschreibung. Delaney ist für mich aktuell dieser robuste 6er. Jedenfalls gehe ich ebenfalls davon aus, dass Delaney vor allem als Ersatz für Witsel eingeplant ist.
Auch hier sind die Planungen bezüglich der Grundordnung wichtig. Am stärksten wäre Delaney in einem Dreiermittelfeld als Achter, denke ich. Aktuell spielen wir aber mit einem klaren 6er und einem Spieler daneben, der unbedingt am Ball stark sein sollte, meiner Meinung nach.
Ein robuster 6er macht für mich also vor allem bei einer Systemumstellung Sinn. Da man für ein Dreiermttelfeld durchaus zwei defensivstarke Alternativen benötigen könnte.
Wobei die Betonung nicht allzu sehr auf robust liegen sollte. Wir brauchen jemanden, der Witsel auch spielerisch ersetzen könnte und/oder auch durch Dynamik mit Ball das Spiel antreiben könnte.
Erst wenn auch Fähigkeiten am Ball ausgeprägt sind, würde es zum Beispiel Sinn ergeben, Delaney bei einem Zweiermittelfeld komplett durch so einen Neuzugang zu ersetzen.
Für einen Sancho Nachfolger würden wir wohl das meiste Geld investieren. Hier gibt es wahrscheinlich sehr wenige Kandidaten, die den Qualitätsverlust annähernd auffangen könnten. Gespannt bin ich hier, ob wir nur nach Qualität schauen oder ob eher der Spielertyp entscheidend ist. Wenn wir einen ähnlichen Spielertyp suchen, geht das vermutlich auf Kosten der Qualität.
Ich denke aber, ein abschlussorientierter Spieler würde uns wenig weiterhelfen. Dann wäre mir ein Talent lieber, was qualitativ weiter weg von Sancho wäre, aber eine vergleichbare Entwicklung nehmen könnte.
16.01.2020 - 13:02 Uhr
Die Zeit ist gekommen, die AK-Frage zu stellen.
Man muss ja nur frage, ob seit der Aussage von Watzke der Grundsatz fortbesteht, dass der BVB keine AKs vergibt.
Man muss ja nur frage, ob seit der Aussage von Watzke der Grundsatz fortbesteht, dass der BVB keine AKs vergibt.
16.01.2020 - 13:13 Uhr
Zitat von Truth
Die Zeit ist gekommen, die AK-Frage zu stellen.
Man muss ja nur frage, ob seit der Aussage von Watzke der Grundsatz fortbesteht, dass der BVB keine AKs vergibt.
Die Zeit ist gekommen, die AK-Frage zu stellen.
Man muss ja nur frage, ob seit der Aussage von Watzke der Grundsatz fortbesteht, dass der BVB keine AKs vergibt.
Meinst du wegen Haaland?
Die Aussage ist ja sehr klar, man äußert sich nicht zu vertragsinhalten. Weder direkt noch indirekt.
Und da spielt es keine Rolle, wie man die indirekte Frage formuliert.
Wenn es das Ziel ist, eine bestimmte Information zu einem genauen Aspekt zu bekommen, dann ist es doch unerheblich, ob man direkt fragt "fährt der Mannschaftsbus um 12?", oder es entsprechend indirekt "müsste ein Spieler, der nach 12 Uhr kommt, prinzipiell laufen?" formuliere. Die Intention ist die selbe, die Reaktion ebenso
16.01.2020 - 13:23 Uhr
Zitat von Perca
Meinst du wegen Haaland?
Die Aussage ist ja sehr klar, man äußert sich nicht zu vertragsinhalten. Weder direkt noch indirekt.
Und da spielt es keine Rolle, wie man die indirekte Frage formuliert.
Wenn es das Ziel ist, eine bestimmte Information zu einem genauen Aspekt zu bekommen, dann ist es doch unerheblich, ob man direkt fragt "fährt der Mannschaftsbus um 12?", oder es entsprechend indirekt "müsste ein Spieler, der nach 12 Uhr kommt, prinzipiell laufen?" formuliere. Die Intention ist die selbe, die Reaktion ebenso
Zitat von Truth
Die Zeit ist gekommen, die AK-Frage zu stellen.
Man muss ja nur frage, ob seit der Aussage von Watzke der Grundsatz fortbesteht, dass der BVB keine AKs vergibt.
Die Zeit ist gekommen, die AK-Frage zu stellen.
Man muss ja nur frage, ob seit der Aussage von Watzke der Grundsatz fortbesteht, dass der BVB keine AKs vergibt.
Meinst du wegen Haaland?
Die Aussage ist ja sehr klar, man äußert sich nicht zu vertragsinhalten. Weder direkt noch indirekt.
Und da spielt es keine Rolle, wie man die indirekte Frage formuliert.
Wenn es das Ziel ist, eine bestimmte Information zu einem genauen Aspekt zu bekommen, dann ist es doch unerheblich, ob man direkt fragt "fährt der Mannschaftsbus um 12?", oder es entsprechend indirekt "müsste ein Spieler, der nach 12 Uhr kommt, prinzipiell laufen?" formuliere. Die Intention ist die selbe, die Reaktion ebenso
Es geht nicht um Vertragsinhalte, sondern grds. um die Transferpolitik. Als Journalist würde ich Zorc auch nicht immer so billig davon kommen lassen. Er soll nichts zu einzelnen Verträgen sagen, sondern ob die Aussage des Geschäftsführes bis heute gilt.
Habe mir seit urzeiten gerade mal wieder eine PK angeschaut und muss schon sagen, dass es schon an Inkompetenz grenzt, welche nichtssagenden Fragen da gestellt werden. Gerade wo so viele nachfragenswerte Sachen in der Winterpause passiert sind. Kann mir das eigentlich nur so erklären, dass die Journalisten teilweise gebrieft werden, was sie fragen dürfen und was nicht. Oder man entzieht wohlmöglich einigen Journalisten bei zu kritischen Fragen die Akkreditierung.
- Keine Frage zu AKs
- Keine Frage zu Auswirkung der Verpflichtung von Haaland auf das zuletzt gespielte 3-4-3 System oder die sich daraus ergebenden personellen Entscheidungen
- Keine Frage dazu, wie man Weigl gedent zu ersetzen
- keine Frage zu weiteren möglichen Zu- und Abgängen
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