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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#12111
01.08.2018 - 12:13 Uhr
Zitat von RabonaMaradona
Zitat von BVBBC

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von Faxmonkey

Zitat von Muschelschrubber12

Zitat von croevo

Ich glaube hier erleben einige in der kommenden Saison ein blaues Wunder. Wie man diese aktuelle Transferpolitik des BVB als gefällt mir gut ect. bezeichnen kann ist mir ein Rätsel.
Mir ist es ein Rätsel wieso der BVB an einem Witsel dran ist der seit 2012 auf seine Karierre pfeifft und lieber das große Geld will. Ah und sagt mal dem guten Aki er sollte noch einen Stürmer holen. In ca 3 Wochen gehts los und Isaak ist der einzige MS. Tolle Transferpolitik.


Also ich finde unsere transferperiode bisher in ordnung bis ok.
Wir haben uns von einigen spielern getrennt wie castro und schürrle was gut ist. Sokratis und jarmolenko sind ebenfalls abgewandert. Mit diallo und delaney kommen zwei dazu die sinn ergeben. Mit wolf jemand der ebenfalls perspektive hat.
Wenn witsel jetzt noch kommt ( wovon ich ausgehe und es hoffe ) hat man für kleines geld einen super spieler im zm/dm dazu gewonnen der aufgrund seiner spielweise unsere mannschaft auch in der Spitze aufwertet.

Mit dem ms gebe ich dir recht. Hier sollte nochwas passieren.
Es muss nicht zwanghaft ein morata oder martial sein; auch ein M. Dembele ( od vergleichbar ) wäre vollkommen ok.
Aber es sind ja noch ein paar wochen, und man weiß das sich das karussell erst richtig dreht wenn es in die schlussrunde geht. Ich vertraue da auf den bvb das sie noch einen guten fang machen und werden.


Ich verstehe nicht 100% warum man sich so auf einen Stürmer versteift. Wenn ich mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann hat das bei Gladbach auch ohne klassischen Stürmer sehr gut funktioniert.
Favre arbeitet jetzt schon ein paar Wochen mit der Mannschaft, hätte der den Eindruck, dass es mit dem vorhandenen Personal gar nicht geht, würde die Suche nach einem Stürmer mit deutlich mehr Nachdruck laufen.
Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn sich auf der MS Position gar nichts mehr tut und es würde mich erstmal nicht erschrecken.


Nehmen wir mal die Top 10 der UEFA-Klubrangliste.
Nehmen wir von diesen alle auf TM als Mittelstürmer deklarierte Spieler und nur die mit 10+ Mio Marktwert.

10. BVB: ___ = 0 mio
9. Arsenal: Auba, Lacazette, Welbeck = 150 mio
8. ManCity: Agueiro, Jesus = 160 mio
7. PSG: Cavani = 60 mio
6. Sevilla: Yedder, Muriel = 40 mio
5. Juve: Ronaldo, Higuain, Kean = 167 mio
4. Bayern: Lewa, Wagner = 97 mio
3. Atletico: Griezman, Costa, Gameriro = 200 mio
2. Barca: Suarez, Alcacer, Haddadi = 97 mio
1. Real: Benzema = 40 mio (wobei sich da noch was tun dürfte)

Man sieht, dass alle top 10 Clubs mind. 1 echten MS auf CL-Niveau haben. Die meisten großen Clubs leisten sich sogar 2 MS von internationaler Klasse (in der 40+ Mio Kategorie).
Du kannst sogar auf Platz 24 runtergehen und siehst bei Leverkusen 2 ganz gute MS.

Ich glaube nicht, dass die anderen Vereine blind sind und ohne Not auf starke MS setzen. Von Chappi über Amoroso (zumindest 2002), Barrios und Lewa bis Auba und Batsu: der BVB war nur dann erfolgreich, wenn ein starker MS im Kader war.
Die meisten Vereine sind nur mit starkem MS erfolgreich, sonst wäre die top 10 nicht geprägt davon.


Sind sie denn tatsächlich davon geprägt? Denn einerseits scherst du mir hier zu viele verschiedenen MS-Typen über einen Kamm - Jesus, Ronaldo, Kean, Griezmann, Suarez, Alcacer und Bezema sind schon für sich sehr unterschiedlich, da sie auch schon sehr viel Spielzeit auf den Außenpositionen gesehen haben und passen damit erst recht nicht in eine Reihe mit Costa, Lewandowski, Wagner, Higuain oder Cavani. Daher ist mir diese Feststellung schon per se zu undifferenziert, weil sie schlicht behauptet, dass MS gleich MS ist, wenn man einfach mal nur die Bezeichnung vergibt. Dann wäre es ja einfach, wenn man Philipp einfach nur die Bezeichnung MS anhängen würde.

Andererseits ist noch niemand durch bloße Kopie erfolgreich gewesen oder geworden, sondern nur dadurch, dass man die Dinge so anpackt, dass sämtliche Potenziale ausgeschöpft werden, weil sich Spieler perfekt ergänzen und Trends vor allen anderen erkannt oder gar gesetzt werden. Wer einen absoluten Topclub kopieren will, der wird damit jedenfalls nur sehr kurzfristig erfolgreich sein, bis der Topclub sich bedenkt, weil man für ihn die absolut perfekten Spieler ausgebildet hat und die finanzielle Marktmacht zum Tragen kommt - wie viele Spieler müssen denn noch gehen, damit man das mal merkt? Und das gilt auch nur für den besten Fall, dass man gut arbeitet, denn die meisten Kopien sind von Haus aus schon ziemlich schlecht gemacht, weil man entweder individuell einen Kader nie so gut besetzt bekommt, wie das Original oder bereits minimale Abweichungen bei wenigen Personalien dazu führen, dass das Produkt seine Qualität verliert - weil Synergieeffekte ausbleiben. Für jeden Verein, der richtig erfolgreich sein will, obwohl er finanziell nicht mithalten kann, gilt daher, dass er seine ganz eigene persönliche Nische findet.

Daher ist deine Herleitung, wieso man unbedingt einen MS benötigt, für mich aus jeder Perspektive wertlos. Es ist schlicht ein Lemming-Argument und keine fundierte Einschätzung zur Sache, zumal du ganz bewusst nicht mal Isak nennst ...

Edit: eine fundierte Einschätzung, warum man unbedingt einen MS, aber auch mit bestimmten Fähigkeiten, die nicht dem klassischem MS entsprechen, gut gebrauchen könnte, wird ansonsten ja auch nicht mal angezweifelt. Es wird aber sehr wohl angezweifelt, dass es um jeden Preis einfach nur irgendeinen MS benötigt, solange der seine Tore schießt.


Der Einfachheit halber habe ich die auf TM angegebene Position genommen. Kannst bei Philipp in den detaillierten Statistiken schauen, dass er seit der Jugend selten MS gespielt hat und dort auch keine Tormaschine war.

Isak fiel heraus, weil ich nur 10+ mio MS berücksichtigt habe. Dadurch fielen sehr viel mehr bei der Konkurrenz heraus. Die Grenze hatte ich gewählt, weil ein Stürmer unter 10 Mio MW selten in der CL weiterhilft (außer er ist 35 Jahre alt und daher niedriger MW).
Auf Isak willst du hoffentlich nicht bauen in der kommenden Saison. Das wäre fahrlässig. Er kann bestenfalls ein BU sein.


#Lemming
Das ist eine arg unglückliche Metapher. Ich fordere ja nicht, dass man Vereinen nachahmt, die sich über eine Klippe in den Tod stürzen. Ich sehe nur, dass alle erfolgreichen Mannschaften auf gute Stürmer bauen. Denen zu folgen ist sicherlich nicht der schlechteste Rat.


Da fehlen aber noch min. zwei wichtige Dimensionen in der Betrachtung der Liste. Wer von diesen spielt bei diesen Vereinen eine Rolle? Und wen könnte der BVB gleichzeitig finanzieren? Dann bleiben noch Welbeck, Muriel, Ben Yedder und Gameiro.

Zu denen/dieser Kategorie kann man sich dann die Frage stellen, ob der BVB hier eine Verpflichtung benötigt. Zu dreien von den vier Spielern gab es ja über die Jahre sogar Gerüchte in Bezug auf den BVB.

Man kommt unter den Namen der 94 MS zwischen 10 und 30 Mio. Marktwert kommt auf einige Kandidaten, bei denen man sich wohlbegründet für eine Verpflichtung aussprechen kann. Allerdings nicht mit Verweis auf die besten Teams - denn spielt ein anderes Kaliber.
BVB - Transferpolitik |#12112
01.08.2018 - 13:38 Uhr
Zitat von Schutzschwalbe

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von BVBBC

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von Faxmonkey

Zitat von Muschelschrubber12

Zitat von croevo

Ich glaube hier erleben einige in der kommenden Saison ein blaues Wunder. Wie man diese aktuelle Transferpolitik des BVB als gefällt mir gut ect. bezeichnen kann ist mir ein Rätsel.
Mir ist es ein Rätsel wieso der BVB an einem Witsel dran ist der seit 2012 auf seine Karierre pfeifft und lieber das große Geld will. Ah und sagt mal dem guten Aki er sollte noch einen Stürmer holen. In ca 3 Wochen gehts los und Isaak ist der einzige MS. Tolle Transferpolitik.


Also ich finde unsere transferperiode bisher in ordnung bis ok.
Wir haben uns von einigen spielern getrennt wie castro und schürrle was gut ist. Sokratis und jarmolenko sind ebenfalls abgewandert. Mit diallo und delaney kommen zwei dazu die sinn ergeben. Mit wolf jemand der ebenfalls perspektive hat.
Wenn witsel jetzt noch kommt ( wovon ich ausgehe und es hoffe ) hat man für kleines geld einen super spieler im zm/dm dazu gewonnen der aufgrund seiner spielweise unsere mannschaft auch in der Spitze aufwertet.

Mit dem ms gebe ich dir recht. Hier sollte nochwas passieren.
Es muss nicht zwanghaft ein morata oder martial sein; auch ein M. Dembele ( od vergleichbar ) wäre vollkommen ok.
Aber es sind ja noch ein paar wochen, und man weiß das sich das karussell erst richtig dreht wenn es in die schlussrunde geht. Ich vertraue da auf den bvb das sie noch einen guten fang machen und werden.


Ich verstehe nicht 100% warum man sich so auf einen Stürmer versteift. Wenn ich mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann hat das bei Gladbach auch ohne klassischen Stürmer sehr gut funktioniert.
Favre arbeitet jetzt schon ein paar Wochen mit der Mannschaft, hätte der den Eindruck, dass es mit dem vorhandenen Personal gar nicht geht, würde die Suche nach einem Stürmer mit deutlich mehr Nachdruck laufen.
Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn sich auf der MS Position gar nichts mehr tut und es würde mich erstmal nicht erschrecken.


Nehmen wir mal die Top 10 der UEFA-Klubrangliste.
Nehmen wir von diesen alle auf TM als Mittelstürmer deklarierte Spieler und nur die mit 10+ Mio Marktwert.

10. BVB: ___ = 0 mio
9. Arsenal: Auba, Lacazette, Welbeck = 150 mio
8. ManCity: Agueiro, Jesus = 160 mio
7. PSG: Cavani = 60 mio
6. Sevilla: Yedder, Muriel = 40 mio
5. Juve: Ronaldo, Higuain, Kean = 167 mio
4. Bayern: Lewa, Wagner = 97 mio
3. Atletico: Griezman, Costa, Gameriro = 200 mio
2. Barca: Suarez, Alcacer, Haddadi = 97 mio
1. Real: Benzema = 40 mio (wobei sich da noch was tun dürfte)

Man sieht, dass alle top 10 Clubs mind. 1 echten MS auf CL-Niveau haben. Die meisten großen Clubs leisten sich sogar 2 MS von internationaler Klasse (in der 40+ Mio Kategorie).
Du kannst sogar auf Platz 24 runtergehen und siehst bei Leverkusen 2 ganz gute MS.

Ich glaube nicht, dass die anderen Vereine blind sind und ohne Not auf starke MS setzen. Von Chappi über Amoroso (zumindest 2002), Barrios und Lewa bis Auba und Batsu: der BVB war nur dann erfolgreich, wenn ein starker MS im Kader war.
Die meisten Vereine sind nur mit starkem MS erfolgreich, sonst wäre die top 10 nicht geprägt davon.


Sind sie denn tatsächlich davon geprägt? Denn einerseits scherst du mir hier zu viele verschiedenen MS-Typen über einen Kamm - Jesus, Ronaldo, Kean, Griezmann, Suarez, Alcacer und Bezema sind schon für sich sehr unterschiedlich, da sie auch schon sehr viel Spielzeit auf den Außenpositionen gesehen haben und passen damit erst recht nicht in eine Reihe mit Costa, Lewandowski, Wagner, Higuain oder Cavani. Daher ist mir diese Feststellung schon per se zu undifferenziert, weil sie schlicht behauptet, dass MS gleich MS ist, wenn man einfach mal nur die Bezeichnung vergibt. Dann wäre es ja einfach, wenn man Philipp einfach nur die Bezeichnung MS anhängen würde.

Andererseits ist noch niemand durch bloße Kopie erfolgreich gewesen oder geworden, sondern nur dadurch, dass man die Dinge so anpackt, dass sämtliche Potenziale ausgeschöpft werden, weil sich Spieler perfekt ergänzen und Trends vor allen anderen erkannt oder gar gesetzt werden. Wer einen absoluten Topclub kopieren will, der wird damit jedenfalls nur sehr kurzfristig erfolgreich sein, bis der Topclub sich bedenkt, weil man für ihn die absolut perfekten Spieler ausgebildet hat und die finanzielle Marktmacht zum Tragen kommt - wie viele Spieler müssen denn noch gehen, damit man das mal merkt? Und das gilt auch nur für den besten Fall, dass man gut arbeitet, denn die meisten Kopien sind von Haus aus schon ziemlich schlecht gemacht, weil man entweder individuell einen Kader nie so gut besetzt bekommt, wie das Original oder bereits minimale Abweichungen bei wenigen Personalien dazu führen, dass das Produkt seine Qualität verliert - weil Synergieeffekte ausbleiben. Für jeden Verein, der richtig erfolgreich sein will, obwohl er finanziell nicht mithalten kann, gilt daher, dass er seine ganz eigene persönliche Nische findet.

Daher ist deine Herleitung, wieso man unbedingt einen MS benötigt, für mich aus jeder Perspektive wertlos. Es ist schlicht ein Lemming-Argument und keine fundierte Einschätzung zur Sache, zumal du ganz bewusst nicht mal Isak nennst ...

Edit: eine fundierte Einschätzung, warum man unbedingt einen MS, aber auch mit bestimmten Fähigkeiten, die nicht dem klassischem MS entsprechen, gut gebrauchen könnte, wird ansonsten ja auch nicht mal angezweifelt. Es wird aber sehr wohl angezweifelt, dass es um jeden Preis einfach nur irgendeinen MS benötigt, solange der seine Tore schießt.


Der Einfachheit halber habe ich die auf TM angegebene Position genommen. Kannst bei Philipp in den detaillierten Statistiken schauen, dass er seit der Jugend selten MS gespielt hat und dort auch keine Tormaschine war.

Isak fiel heraus, weil ich nur 10+ mio MS berücksichtigt habe. Dadurch fielen sehr viel mehr bei der Konkurrenz heraus. Die Grenze hatte ich gewählt, weil ein Stürmer unter 10 Mio MW selten in der CL weiterhilft (außer er ist 35 Jahre alt und daher niedriger MW).
Auf Isak willst du hoffentlich nicht bauen in der kommenden Saison. Das wäre fahrlässig. Er kann bestenfalls ein BU sein.


#Lemming
Das ist eine arg unglückliche Metapher. Ich fordere ja nicht, dass man Vereinen nachahmt, die sich über eine Klippe in den Tod stürzen. Ich sehe nur, dass alle erfolgreichen Mannschaften auf gute Stürmer bauen. Denen zu folgen ist sicherlich nicht der schlechteste Rat.


Deine Annahmen und Prämissen für den Vergleich sind aber doch gerade das Problem. "Der Einfachheit halber" einen unsinnigen Vergleich ziehen kann man machen, hilft aber ja nicht wirklich weiter. Phillip kann sicherlich eine Position in einer Doppelspitze einnehmen. Da muss er dann auch gar nicht so viele Tore machen wie ein klassische Mittelstürmer. Das Prinzip ist ja die Verantwortung für der Erzielen der Tore auf mehr Schultern zu verteilen als das bei einem klassischen Zielspieler der Fall wäre.
Grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Spieler erst ab einem gewissen tm.de Marktwert die Qualität für ein bestimmtes Wettkampfniveau hat ist eine weitere deiner unbegründeten Voraussetzungen. Ich wünsche mir Isak bei aktueller Leistung auch nicht als unumstrittenen Stammspieler, aber ihm sämtliche Qualität abzusprechen, sodass er nicht mal mehr erwähnenswert ist, ist ja auch irgendwo Quatsch.


Dem will ich mich genau so anschließen!

Ich will das aber auch nochmal an den gewählten Beispielen festmachen, indem man sich mal die Torverteilung im letzten Jahr, von bestimmten Vereinen ansieht, um nochmal festzustellen, dass es da einfach himmelweite Unterschiede gibt, die letztendlich auch extremere Ansätze rechtfertigen würden, bei denen am Ende halt schon im Ansatz kein MS mehr auf dem Platz steht. Dafür habe ich mir mal auf Whoscored 15 Topvereine (Top 6 der PL, Real, Barca, Atleti, Juve, Neapel, Roma, PSG, Bayern und BVB) angeschaut, um zu vergleichen, inwiefern der Anteil der Tore der als MS eingesetzten Spieler mit der Torgefährlichkeit eines Vereins (Anzahl der Tore pro Spiel) korrelieren. Ergebnis: gar nicht (Korrelationskoeffizient von 0,09!) ...

Auffällig, aber wenig überraschend, ist daher, dass Atletis Tore zu 50% von MS (Griezmann zählt angesichts der Doppelspitze dazu) geschossen werden, wobei sie dennoch die schwächste Offensive in dieser Auswahl stellen. Umgekehrt zählt Liverpool zur oberen Hälfte, obwohl sie eigentlich keinen echten Stürmer aufstellen. Firmino ist mit 14 Toren bereits der stärkste nominelle Stürmer, in einem Angriff, der gerade mal 20% seiner Tore durch den MS schießt, der eigentlich keiner ist und trotzdem die zweitbeste Offensive der PL stellen konnte. Bei Arsenal sind es sogar nur 16% aller Tore, die von MS kamen. Bei Neapel kamen gerade mal 5% aller Tore von einem MS, der nicht Mertens heißt, den man bis vor ein paar Jahren auch nirgendwo als MS einsortiert hätte. Bei Real hat der gelernte Mittelstürmer Benzema, in über 2000 Minuten als MS, gerade mal 4 Ligatore geschossen, während der, im MS eingesetzte, gelernte Außen Ronaldo als MS 21 Tore gemacht hat.

Worauf ich also raus will: jeder Verein hat eine andere Abhängigkeit von einem MS, wobei der (Tor-)Erfolg nicht daraus abzuleiten ist und schon gar keine Garantien. Ist auch vollkommen logisch, weil es auch dermaßen unterschiedliche Stürmertypen, mit höchst unterschiedlichen Aufgaben, sind, sodass mehrere Vereine sogar Außenstürmer, als MS, Torgaranten sind, weil man das Spiel entsprechend auf sie abstellt bzw. davon profitiert, dass man auf den MS verzichtet, weil man daraus wieder andere Vorteile ableiten kann. Es ist daher eine Frage der Gesamtausrichtung und des Systems, was für einen Stürmertypen man konkret benötigt und jeder Verein muss das für sich individuell beantworten, was für ihn optimal ist. Warum sollte das beim BVB mit Philipp nicht besser möglich sein, als mit einem MS, der dafür wieder Tore von den Außen wegnimmt, weil er sie nicht einsetzen kann? Wird der BVB durch die Abhängigkeit von einem einzelnen Spieler wirklich besser? Oder hat man nicht doch so torgefährliche Außen (Reus, Philipp, Wolf, ...), dass das auch anders zu lösen sein könnte?

Dabei interessieren mich auch gar nicht (mehr) so sehr die bisherigen Spiele von Philipp, da es eben schon einen Unterschied macht, wie man den MS aufstellt. Macht man das bspw. wie Kuntz, der taktisch mehr oder weniger von Philipp forderte, was er von Selke forderte, dann kann das natürlich nur schwer gut und torgefährlich aussehen - besser war das trotzdem. Entscheidend ist daher nicht, dass ein MS kommt, sondern dass die bestmögliche Mannschaft auf dem Platz steht und dementsprechend müsste ein besser geeigneter MS als Philipp kommen - was nicht notwendigerweise heißt, dass das ein MS sein müsste, wenn man das System entsprechend anpasst. Irgendein Stürmer - ob Topstürmer oder nicht - bringt dem BVB somit nichts, da es leider genau der passende Stürmer sein sollte, der auch noch finanzierbar ist ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 01.08.2018 um 13:46 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#12113
01.08.2018 - 15:48 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Schutzschwalbe

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von BVBBC

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von Faxmonkey

Zitat von Muschelschrubber12

Zitat von croevo

Ich glaube hier erleben einige in der kommenden Saison ein blaues Wunder. Wie man diese aktuelle Transferpolitik des BVB als gefällt mir gut ect. bezeichnen kann ist mir ein Rätsel.
Mir ist es ein Rätsel wieso der BVB an einem Witsel dran ist der seit 2012 auf seine Karierre pfeifft und lieber das große Geld will. Ah und sagt mal dem guten Aki er sollte noch einen Stürmer holen. In ca 3 Wochen gehts los und Isaak ist der einzige MS. Tolle Transferpolitik.


Also ich finde unsere transferperiode bisher in ordnung bis ok.
Wir haben uns von einigen spielern getrennt wie castro und schürrle was gut ist. Sokratis und jarmolenko sind ebenfalls abgewandert. Mit diallo und delaney kommen zwei dazu die sinn ergeben. Mit wolf jemand der ebenfalls perspektive hat.
Wenn witsel jetzt noch kommt ( wovon ich ausgehe und es hoffe ) hat man für kleines geld einen super spieler im zm/dm dazu gewonnen der aufgrund seiner spielweise unsere mannschaft auch in der Spitze aufwertet.

Mit dem ms gebe ich dir recht. Hier sollte nochwas passieren.
Es muss nicht zwanghaft ein morata oder martial sein; auch ein M. Dembele ( od vergleichbar ) wäre vollkommen ok.
Aber es sind ja noch ein paar wochen, und man weiß das sich das karussell erst richtig dreht wenn es in die schlussrunde geht. Ich vertraue da auf den bvb das sie noch einen guten fang machen und werden.


Ich verstehe nicht 100% warum man sich so auf einen Stürmer versteift. Wenn ich mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann hat das bei Gladbach auch ohne klassischen Stürmer sehr gut funktioniert.
Favre arbeitet jetzt schon ein paar Wochen mit der Mannschaft, hätte der den Eindruck, dass es mit dem vorhandenen Personal gar nicht geht, würde die Suche nach einem Stürmer mit deutlich mehr Nachdruck laufen.
Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn sich auf der MS Position gar nichts mehr tut und es würde mich erstmal nicht erschrecken.


Nehmen wir mal die Top 10 der UEFA-Klubrangliste.
Nehmen wir von diesen alle auf TM als Mittelstürmer deklarierte Spieler und nur die mit 10+ Mio Marktwert.

10. BVB: ___ = 0 mio
9. Arsenal: Auba, Lacazette, Welbeck = 150 mio
8. ManCity: Agueiro, Jesus = 160 mio
7. PSG: Cavani = 60 mio
6. Sevilla: Yedder, Muriel = 40 mio
5. Juve: Ronaldo, Higuain, Kean = 167 mio
4. Bayern: Lewa, Wagner = 97 mio
3. Atletico: Griezman, Costa, Gameriro = 200 mio
2. Barca: Suarez, Alcacer, Haddadi = 97 mio
1. Real: Benzema = 40 mio (wobei sich da noch was tun dürfte)

Man sieht, dass alle top 10 Clubs mind. 1 echten MS auf CL-Niveau haben. Die meisten großen Clubs leisten sich sogar 2 MS von internationaler Klasse (in der 40+ Mio Kategorie).
Du kannst sogar auf Platz 24 runtergehen und siehst bei Leverkusen 2 ganz gute MS.

Ich glaube nicht, dass die anderen Vereine blind sind und ohne Not auf starke MS setzen. Von Chappi über Amoroso (zumindest 2002), Barrios und Lewa bis Auba und Batsu: der BVB war nur dann erfolgreich, wenn ein starker MS im Kader war.
Die meisten Vereine sind nur mit starkem MS erfolgreich, sonst wäre die top 10 nicht geprägt davon.


Sind sie denn tatsächlich davon geprägt? Denn einerseits scherst du mir hier zu viele verschiedenen MS-Typen über einen Kamm - Jesus, Ronaldo, Kean, Griezmann, Suarez, Alcacer und Bezema sind schon für sich sehr unterschiedlich, da sie auch schon sehr viel Spielzeit auf den Außenpositionen gesehen haben und passen damit erst recht nicht in eine Reihe mit Costa, Lewandowski, Wagner, Higuain oder Cavani. Daher ist mir diese Feststellung schon per se zu undifferenziert, weil sie schlicht behauptet, dass MS gleich MS ist, wenn man einfach mal nur die Bezeichnung vergibt. Dann wäre es ja einfach, wenn man Philipp einfach nur die Bezeichnung MS anhängen würde.

Andererseits ist noch niemand durch bloße Kopie erfolgreich gewesen oder geworden, sondern nur dadurch, dass man die Dinge so anpackt, dass sämtliche Potenziale ausgeschöpft werden, weil sich Spieler perfekt ergänzen und Trends vor allen anderen erkannt oder gar gesetzt werden. Wer einen absoluten Topclub kopieren will, der wird damit jedenfalls nur sehr kurzfristig erfolgreich sein, bis der Topclub sich bedenkt, weil man für ihn die absolut perfekten Spieler ausgebildet hat und die finanzielle Marktmacht zum Tragen kommt - wie viele Spieler müssen denn noch gehen, damit man das mal merkt? Und das gilt auch nur für den besten Fall, dass man gut arbeitet, denn die meisten Kopien sind von Haus aus schon ziemlich schlecht gemacht, weil man entweder individuell einen Kader nie so gut besetzt bekommt, wie das Original oder bereits minimale Abweichungen bei wenigen Personalien dazu führen, dass das Produkt seine Qualität verliert - weil Synergieeffekte ausbleiben. Für jeden Verein, der richtig erfolgreich sein will, obwohl er finanziell nicht mithalten kann, gilt daher, dass er seine ganz eigene persönliche Nische findet.

Daher ist deine Herleitung, wieso man unbedingt einen MS benötigt, für mich aus jeder Perspektive wertlos. Es ist schlicht ein Lemming-Argument und keine fundierte Einschätzung zur Sache, zumal du ganz bewusst nicht mal Isak nennst ...

Edit: eine fundierte Einschätzung, warum man unbedingt einen MS, aber auch mit bestimmten Fähigkeiten, die nicht dem klassischem MS entsprechen, gut gebrauchen könnte, wird ansonsten ja auch nicht mal angezweifelt. Es wird aber sehr wohl angezweifelt, dass es um jeden Preis einfach nur irgendeinen MS benötigt, solange der seine Tore schießt.


Der Einfachheit halber habe ich die auf TM angegebene Position genommen. Kannst bei Philipp in den detaillierten Statistiken schauen, dass er seit der Jugend selten MS gespielt hat und dort auch keine Tormaschine war.

Isak fiel heraus, weil ich nur 10+ mio MS berücksichtigt habe. Dadurch fielen sehr viel mehr bei der Konkurrenz heraus. Die Grenze hatte ich gewählt, weil ein Stürmer unter 10 Mio MW selten in der CL weiterhilft (außer er ist 35 Jahre alt und daher niedriger MW).
Auf Isak willst du hoffentlich nicht bauen in der kommenden Saison. Das wäre fahrlässig. Er kann bestenfalls ein BU sein.


#Lemming
Das ist eine arg unglückliche Metapher. Ich fordere ja nicht, dass man Vereinen nachahmt, die sich über eine Klippe in den Tod stürzen. Ich sehe nur, dass alle erfolgreichen Mannschaften auf gute Stürmer bauen. Denen zu folgen ist sicherlich nicht der schlechteste Rat.


Deine Annahmen und Prämissen für den Vergleich sind aber doch gerade das Problem. "Der Einfachheit halber" einen unsinnigen Vergleich ziehen kann man machen, hilft aber ja nicht wirklich weiter. Phillip kann sicherlich eine Position in einer Doppelspitze einnehmen. Da muss er dann auch gar nicht so viele Tore machen wie ein klassische Mittelstürmer. Das Prinzip ist ja die Verantwortung für der Erzielen der Tore auf mehr Schultern zu verteilen als das bei einem klassischen Zielspieler der Fall wäre.
Grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Spieler erst ab einem gewissen tm.de Marktwert die Qualität für ein bestimmtes Wettkampfniveau hat ist eine weitere deiner unbegründeten Voraussetzungen. Ich wünsche mir Isak bei aktueller Leistung auch nicht als unumstrittenen Stammspieler, aber ihm sämtliche Qualität abzusprechen, sodass er nicht mal mehr erwähnenswert ist, ist ja auch irgendwo Quatsch.


Dem will ich mich genau so anschließen!

Ich will das aber auch nochmal an den gewählten Beispielen festmachen, indem man sich mal die Torverteilung im letzten Jahr, von bestimmten Vereinen ansieht, um nochmal festzustellen, dass es da einfach himmelweite Unterschiede gibt, die letztendlich auch extremere Ansätze rechtfertigen würden, bei denen am Ende halt schon im Ansatz kein MS mehr auf dem Platz steht. Dafür habe ich mir mal auf Whoscored 15 Topvereine (Top 6 der PL, Real, Barca, Atleti, Juve, Neapel, Roma, PSG, Bayern und BVB) angeschaut, um zu vergleichen, inwiefern der Anteil der Tore der als MS eingesetzten Spieler mit der Torgefährlichkeit eines Vereins (Anzahl der Tore pro Spiel) korrelieren. Ergebnis: gar nicht (Korrelationskoeffizient von 0,09!) ...

Auffällig, aber wenig überraschend, ist daher, dass Atletis Tore zu 50% von MS (Griezmann zählt angesichts der Doppelspitze dazu) geschossen werden, wobei sie dennoch die schwächste Offensive in dieser Auswahl stellen. Umgekehrt zählt Liverpool zur oberen Hälfte, obwohl sie eigentlich keinen echten Stürmer aufstellen. Firmino ist mit 14 Toren bereits der stärkste nominelle Stürmer, in einem Angriff, der gerade mal 20% seiner Tore durch den MS schießt, der eigentlich keiner ist und trotzdem die zweitbeste Offensive der PL stellen konnte. Bei Arsenal sind es sogar nur 16% aller Tore, die von MS kamen. Bei Neapel kamen gerade mal 5% aller Tore von einem MS, der nicht Mertens heißt, den man bis vor ein paar Jahren auch nirgendwo als MS einsortiert hätte. Bei Real hat der gelernte Mittelstürmer Benzema, in über 2000 Minuten als MS, gerade mal 4 Ligatore geschossen, während der, im MS eingesetzte, gelernte Außen Ronaldo als MS 21 Tore gemacht hat.

Worauf ich also raus will: jeder Verein hat eine andere Abhängigkeit von einem MS, wobei der (Tor-)Erfolg nicht daraus abzuleiten ist und schon gar keine Garantien. Ist auch vollkommen logisch, weil es auch dermaßen unterschiedliche Stürmertypen, mit höchst unterschiedlichen Aufgaben, sind, sodass mehrere Vereine sogar Außenstürmer, als MS, Torgaranten sind, weil man das Spiel entsprechend auf sie abstellt bzw. davon profitiert, dass man auf den MS verzichtet, weil man daraus wieder andere Vorteile ableiten kann. Es ist daher eine Frage der Gesamtausrichtung und des Systems, was für einen Stürmertypen man konkret benötigt und jeder Verein muss das für sich individuell beantworten, was für ihn optimal ist. Warum sollte das beim BVB mit Philipp nicht besser möglich sein, als mit einem MS, der dafür wieder Tore von den Außen wegnimmt, weil er sie nicht einsetzen kann? Wird der BVB durch die Abhängigkeit von einem einzelnen Spieler wirklich besser? Oder hat man nicht doch so torgefährliche Außen (Reus, Philipp, Wolf, ...), dass das auch anders zu lösen sein könnte?

Dabei interessieren mich auch gar nicht (mehr) so sehr die bisherigen Spiele von Philipp, da es eben schon einen Unterschied macht, wie man den MS aufstellt. Macht man das bspw. wie Kuntz, der taktisch mehr oder weniger von Philipp forderte, was er von Selke forderte, dann kann das natürlich nur schwer gut und torgefährlich aussehen - besser war das trotzdem. Entscheidend ist daher nicht, dass ein MS kommt, sondern dass die bestmögliche Mannschaft auf dem Platz steht und dementsprechend müsste ein besser geeigneter MS als Philipp kommen - was nicht notwendigerweise heißt, dass das ein MS sein müsste, wenn man das System entsprechend anpasst. Irgendein Stürmer - ob Topstürmer oder nicht - bringt dem BVB somit nichts, da es leider genau der passende Stürmer sein sollte, der auch noch finanzierbar ist ...


Wir wissen aber alle nicht, ob Philipp genau dieser Spieler sein wird. Das wird aber von denjenigen angenommen, die es nicht weiter schlimm finden, wenn kein MS mehr verpflichtet wird. Ich bezweifel das stark. Es sieht eher nach einer Notlösung aus und Favre ließ das sofort nach Dienstantritt auch so durchklingen. Man kann da seitenlang diskutieren. Manche vertrauen den Verantwortlichen eben und andere nunmal nicht mehr. Ich sehe den Kader sehr kritisch. Es wird darauf ankommen, dass Favre sehr viel Input liefert und vorhandene Spieler 100% an Leistung draufpacken. Ein MS, sagen wir Mal eine klassische 9, hat doch noch viel mehr Vorteile. Wenn ich allein darüber nachdenke, was ein Modeste bei Köln bei gegnerischen Eckbälle weggeputzt hat. Auch das wird uns fehlen. Unser Kader ist absolut kopfballschwach. Da wurde mMn nichts gegen unternommen. Ich werde da in der nächsten Saison stark drauf achten, denn das war schon in der letzten eine ausgemachte Schwäche, die es zu beseitigen galt. Daher kann ich nicht nachvollziehen, wie der momentane Kader die bestmögliche Mannschaft sein soll. Daran kann ich, ganz ehrlich und nüchtern, überhaupt nicht glauben. Es geht doch realistisch nicht um Higuain oder Benzema im Sturm, sondern perspektivisch ähnlich sinnvolle Transfers wie Diallo oder eben ältere Spieler, die anscheinend, warum auch immer, lange bei keinem auf dem Zettel stehen und uns gut tun würden, weil sie schwächen abdecken. Aboubakar hab ich vor Wochen Mal ausführlicher vorgeschlagen. Wenn der jetzt für kolportiert 20 Mio zu Sevilla geht, würde das in eine ganze Riege an Transfers passen, die uns mMn ebenso gut getan hätten. Klar, das kann jeder anders sehen, aber doch eben anhand von inhaltlichen Argumenten und nicht blöde Ausreden ala "vielleicht wollte er garnicht zu uns, kannst du ja nicht wissen" oder "da war Zorc bestimmt auch dran, aber das kannst du nicht wissen", wenn am Ende eben nichts bei rum kommt. Wenn du halt nachweislich der Meinung bist, dass ein klassischer MS nicht so wichtig ist, dann ist das eben so. Diese Meinungen kann man nicht so einfach zusammenbringen. Nur ist bspw. die restliche Liverpool Mannschaft allein durch die IV's Matip, Lovren und Van Dijk so kopfballstark, dass sie auch bei Standards auf so einen klassischen MS ohne weiteres verzichten können.
BVB - Transferpolitik |#12114
01.08.2018 - 16:29 Uhr
Zitat von oger

Zitat von BVBBC

Zitat von Schutzschwalbe

Zitat von RabonaMaradona

Zitat von BVBBC

Zitat von RabonaMaradona

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Zitat von Muschelschrubber12

Zitat von croevo

Ich glaube hier erleben einige in der kommenden Saison ein blaues Wunder. Wie man diese aktuelle Transferpolitik des BVB als gefällt mir gut ect. bezeichnen kann ist mir ein Rätsel.
Mir ist es ein Rätsel wieso der BVB an einem Witsel dran ist der seit 2012 auf seine Karierre pfeifft und lieber das große Geld will. Ah und sagt mal dem guten Aki er sollte noch einen Stürmer holen. In ca 3 Wochen gehts los und Isaak ist der einzige MS. Tolle Transferpolitik.


Also ich finde unsere transferperiode bisher in ordnung bis ok.
Wir haben uns von einigen spielern getrennt wie castro und schürrle was gut ist. Sokratis und jarmolenko sind ebenfalls abgewandert. Mit diallo und delaney kommen zwei dazu die sinn ergeben. Mit wolf jemand der ebenfalls perspektive hat.
Wenn witsel jetzt noch kommt ( wovon ich ausgehe und es hoffe ) hat man für kleines geld einen super spieler im zm/dm dazu gewonnen der aufgrund seiner spielweise unsere mannschaft auch in der Spitze aufwertet.

Mit dem ms gebe ich dir recht. Hier sollte nochwas passieren.
Es muss nicht zwanghaft ein morata oder martial sein; auch ein M. Dembele ( od vergleichbar ) wäre vollkommen ok.
Aber es sind ja noch ein paar wochen, und man weiß das sich das karussell erst richtig dreht wenn es in die schlussrunde geht. Ich vertraue da auf den bvb das sie noch einen guten fang machen und werden.


Ich verstehe nicht 100% warum man sich so auf einen Stürmer versteift. Wenn ich mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann hat das bei Gladbach auch ohne klassischen Stürmer sehr gut funktioniert.
Favre arbeitet jetzt schon ein paar Wochen mit der Mannschaft, hätte der den Eindruck, dass es mit dem vorhandenen Personal gar nicht geht, würde die Suche nach einem Stürmer mit deutlich mehr Nachdruck laufen.
Mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn sich auf der MS Position gar nichts mehr tut und es würde mich erstmal nicht erschrecken.


Nehmen wir mal die Top 10 der UEFA-Klubrangliste.
Nehmen wir von diesen alle auf TM als Mittelstürmer deklarierte Spieler und nur die mit 10+ Mio Marktwert.

10. BVB: ___ = 0 mio
9. Arsenal: Auba, Lacazette, Welbeck = 150 mio
8. ManCity: Agueiro, Jesus = 160 mio
7. PSG: Cavani = 60 mio
6. Sevilla: Yedder, Muriel = 40 mio
5. Juve: Ronaldo, Higuain, Kean = 167 mio
4. Bayern: Lewa, Wagner = 97 mio
3. Atletico: Griezman, Costa, Gameriro = 200 mio
2. Barca: Suarez, Alcacer, Haddadi = 97 mio
1. Real: Benzema = 40 mio (wobei sich da noch was tun dürfte)

Man sieht, dass alle top 10 Clubs mind. 1 echten MS auf CL-Niveau haben. Die meisten großen Clubs leisten sich sogar 2 MS von internationaler Klasse (in der 40+ Mio Kategorie).
Du kannst sogar auf Platz 24 runtergehen und siehst bei Leverkusen 2 ganz gute MS.

Ich glaube nicht, dass die anderen Vereine blind sind und ohne Not auf starke MS setzen. Von Chappi über Amoroso (zumindest 2002), Barrios und Lewa bis Auba und Batsu: der BVB war nur dann erfolgreich, wenn ein starker MS im Kader war.
Die meisten Vereine sind nur mit starkem MS erfolgreich, sonst wäre die top 10 nicht geprägt davon.


Sind sie denn tatsächlich davon geprägt? Denn einerseits scherst du mir hier zu viele verschiedenen MS-Typen über einen Kamm - Jesus, Ronaldo, Kean, Griezmann, Suarez, Alcacer und Bezema sind schon für sich sehr unterschiedlich, da sie auch schon sehr viel Spielzeit auf den Außenpositionen gesehen haben und passen damit erst recht nicht in eine Reihe mit Costa, Lewandowski, Wagner, Higuain oder Cavani. Daher ist mir diese Feststellung schon per se zu undifferenziert, weil sie schlicht behauptet, dass MS gleich MS ist, wenn man einfach mal nur die Bezeichnung vergibt. Dann wäre es ja einfach, wenn man Philipp einfach nur die Bezeichnung MS anhängen würde.

Andererseits ist noch niemand durch bloße Kopie erfolgreich gewesen oder geworden, sondern nur dadurch, dass man die Dinge so anpackt, dass sämtliche Potenziale ausgeschöpft werden, weil sich Spieler perfekt ergänzen und Trends vor allen anderen erkannt oder gar gesetzt werden. Wer einen absoluten Topclub kopieren will, der wird damit jedenfalls nur sehr kurzfristig erfolgreich sein, bis der Topclub sich bedenkt, weil man für ihn die absolut perfekten Spieler ausgebildet hat und die finanzielle Marktmacht zum Tragen kommt - wie viele Spieler müssen denn noch gehen, damit man das mal merkt? Und das gilt auch nur für den besten Fall, dass man gut arbeitet, denn die meisten Kopien sind von Haus aus schon ziemlich schlecht gemacht, weil man entweder individuell einen Kader nie so gut besetzt bekommt, wie das Original oder bereits minimale Abweichungen bei wenigen Personalien dazu führen, dass das Produkt seine Qualität verliert - weil Synergieeffekte ausbleiben. Für jeden Verein, der richtig erfolgreich sein will, obwohl er finanziell nicht mithalten kann, gilt daher, dass er seine ganz eigene persönliche Nische findet.

Daher ist deine Herleitung, wieso man unbedingt einen MS benötigt, für mich aus jeder Perspektive wertlos. Es ist schlicht ein Lemming-Argument und keine fundierte Einschätzung zur Sache, zumal du ganz bewusst nicht mal Isak nennst ...

Edit: eine fundierte Einschätzung, warum man unbedingt einen MS, aber auch mit bestimmten Fähigkeiten, die nicht dem klassischem MS entsprechen, gut gebrauchen könnte, wird ansonsten ja auch nicht mal angezweifelt. Es wird aber sehr wohl angezweifelt, dass es um jeden Preis einfach nur irgendeinen MS benötigt, solange der seine Tore schießt.


Der Einfachheit halber habe ich die auf TM angegebene Position genommen. Kannst bei Philipp in den detaillierten Statistiken schauen, dass er seit der Jugend selten MS gespielt hat und dort auch keine Tormaschine war.

Isak fiel heraus, weil ich nur 10+ mio MS berücksichtigt habe. Dadurch fielen sehr viel mehr bei der Konkurrenz heraus. Die Grenze hatte ich gewählt, weil ein Stürmer unter 10 Mio MW selten in der CL weiterhilft (außer er ist 35 Jahre alt und daher niedriger MW).
Auf Isak willst du hoffentlich nicht bauen in der kommenden Saison. Das wäre fahrlässig. Er kann bestenfalls ein BU sein.


#Lemming
Das ist eine arg unglückliche Metapher. Ich fordere ja nicht, dass man Vereinen nachahmt, die sich über eine Klippe in den Tod stürzen. Ich sehe nur, dass alle erfolgreichen Mannschaften auf gute Stürmer bauen. Denen zu folgen ist sicherlich nicht der schlechteste Rat.


Deine Annahmen und Prämissen für den Vergleich sind aber doch gerade das Problem. "Der Einfachheit halber" einen unsinnigen Vergleich ziehen kann man machen, hilft aber ja nicht wirklich weiter. Phillip kann sicherlich eine Position in einer Doppelspitze einnehmen. Da muss er dann auch gar nicht so viele Tore machen wie ein klassische Mittelstürmer. Das Prinzip ist ja die Verantwortung für der Erzielen der Tore auf mehr Schultern zu verteilen als das bei einem klassischen Zielspieler der Fall wäre.
Grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Spieler erst ab einem gewissen tm.de Marktwert die Qualität für ein bestimmtes Wettkampfniveau hat ist eine weitere deiner unbegründeten Voraussetzungen. Ich wünsche mir Isak bei aktueller Leistung auch nicht als unumstrittenen Stammspieler, aber ihm sämtliche Qualität abzusprechen, sodass er nicht mal mehr erwähnenswert ist, ist ja auch irgendwo Quatsch.


Dem will ich mich genau so anschließen!

Ich will das aber auch nochmal an den gewählten Beispielen festmachen, indem man sich mal die Torverteilung im letzten Jahr, von bestimmten Vereinen ansieht, um nochmal festzustellen, dass es da einfach himmelweite Unterschiede gibt, die letztendlich auch extremere Ansätze rechtfertigen würden, bei denen am Ende halt schon im Ansatz kein MS mehr auf dem Platz steht. Dafür habe ich mir mal auf Whoscored 15 Topvereine (Top 6 der PL, Real, Barca, Atleti, Juve, Neapel, Roma, PSG, Bayern und BVB) angeschaut, um zu vergleichen, inwiefern der Anteil der Tore der als MS eingesetzten Spieler mit der Torgefährlichkeit eines Vereins (Anzahl der Tore pro Spiel) korrelieren. Ergebnis: gar nicht (Korrelationskoeffizient von 0,09!) ...

Auffällig, aber wenig überraschend, ist daher, dass Atletis Tore zu 50% von MS (Griezmann zählt angesichts der Doppelspitze dazu) geschossen werden, wobei sie dennoch die schwächste Offensive in dieser Auswahl stellen. Umgekehrt zählt Liverpool zur oberen Hälfte, obwohl sie eigentlich keinen echten Stürmer aufstellen. Firmino ist mit 14 Toren bereits der stärkste nominelle Stürmer, in einem Angriff, der gerade mal 20% seiner Tore durch den MS schießt, der eigentlich keiner ist und trotzdem die zweitbeste Offensive der PL stellen konnte. Bei Arsenal sind es sogar nur 16% aller Tore, die von MS kamen. Bei Neapel kamen gerade mal 5% aller Tore von einem MS, der nicht Mertens heißt, den man bis vor ein paar Jahren auch nirgendwo als MS einsortiert hätte. Bei Real hat der gelernte Mittelstürmer Benzema, in über 2000 Minuten als MS, gerade mal 4 Ligatore geschossen, während der, im MS eingesetzte, gelernte Außen Ronaldo als MS 21 Tore gemacht hat.

Worauf ich also raus will: jeder Verein hat eine andere Abhängigkeit von einem MS, wobei der (Tor-)Erfolg nicht daraus abzuleiten ist und schon gar keine Garantien. Ist auch vollkommen logisch, weil es auch dermaßen unterschiedliche Stürmertypen, mit höchst unterschiedlichen Aufgaben, sind, sodass mehrere Vereine sogar Außenstürmer, als MS, Torgaranten sind, weil man das Spiel entsprechend auf sie abstellt bzw. davon profitiert, dass man auf den MS verzichtet, weil man daraus wieder andere Vorteile ableiten kann. Es ist daher eine Frage der Gesamtausrichtung und des Systems, was für einen Stürmertypen man konkret benötigt und jeder Verein muss das für sich individuell beantworten, was für ihn optimal ist. Warum sollte das beim BVB mit Philipp nicht besser möglich sein, als mit einem MS, der dafür wieder Tore von den Außen wegnimmt, weil er sie nicht einsetzen kann? Wird der BVB durch die Abhängigkeit von einem einzelnen Spieler wirklich besser? Oder hat man nicht doch so torgefährliche Außen (Reus, Philipp, Wolf, ...), dass das auch anders zu lösen sein könnte?

Dabei interessieren mich auch gar nicht (mehr) so sehr die bisherigen Spiele von Philipp, da es eben schon einen Unterschied macht, wie man den MS aufstellt. Macht man das bspw. wie Kuntz, der taktisch mehr oder weniger von Philipp forderte, was er von Selke forderte, dann kann das natürlich nur schwer gut und torgefährlich aussehen - besser war das trotzdem. Entscheidend ist daher nicht, dass ein MS kommt, sondern dass die bestmögliche Mannschaft auf dem Platz steht und dementsprechend müsste ein besser geeigneter MS als Philipp kommen - was nicht notwendigerweise heißt, dass das ein MS sein müsste, wenn man das System entsprechend anpasst. Irgendein Stürmer - ob Topstürmer oder nicht - bringt dem BVB somit nichts, da es leider genau der passende Stürmer sein sollte, der auch noch finanzierbar ist ...


Wir wissen aber alle nicht, ob Philipp genau dieser Spieler sein wird. Das wird aber von denjenigen angenommen, die es nicht weiter schlimm finden, wenn kein MS mehr verpflichtet wird. Ich bezweifel das stark. Es sieht eher nach einer Notlösung aus und Favre ließ das sofort nach Dienstantritt auch so durchklingen. Man kann da seitenlang diskutieren. Manche vertrauen den Verantwortlichen eben und andere nunmal nicht mehr. Ich sehe den Kader sehr kritisch. Es wird darauf ankommen, dass Favre sehr viel Input liefert und vorhandene Spieler 100% an Leistung draufpacken. Ein MS, sagen wir Mal eine klassische 9, hat doch noch viel mehr Vorteile. Wenn ich allein darüber nachdenke, was ein Modeste bei Köln bei gegnerischen Eckbälle weggeputzt hat. Auch das wird uns fehlen. Unser Kader ist absolut kopfballschwach. Da wurde mMn nichts gegen unternommen. Ich werde da in der nächsten Saison stark drauf achten, denn das war schon in der letzten eine ausgemachte Schwäche, die es zu beseitigen galt. Daher kann ich nicht nachvollziehen, wie der momentane Kader die bestmögliche Mannschaft sein soll. Daran kann ich, ganz ehrlich und nüchtern, überhaupt nicht glauben. Es geht doch realistisch nicht um Higuain oder Benzema im Sturm, sondern perspektivisch ähnlich sinnvolle Transfers wie Diallo oder eben ältere Spieler, die anscheinend, warum auch immer, lange bei keinem auf dem Zettel stehen und uns gut tun würden, weil sie schwächen abdecken. Aboubakar hab ich vor Wochen Mal ausführlicher vorgeschlagen. Wenn der jetzt für kolportiert 20 Mio zu Sevilla geht, würde das in eine ganze Riege an Transfers passen, die uns mMn ebenso gut getan hätten. Klar, das kann jeder anders sehen, aber doch eben anhand von inhaltlichen Argumenten und nicht blöde Ausreden ala "vielleicht wollte er garnicht zu uns, kannst du ja nicht wissen" oder "da war Zorc bestimmt auch dran, aber das kannst du nicht wissen", wenn am Ende eben nichts bei rum kommt. Wenn du halt nachweislich der Meinung bist, dass ein klassischer MS nicht so wichtig ist, dann ist das eben so. Diese Meinungen kann man nicht so einfach zusammenbringen. Nur ist bspw. die restliche Liverpool Mannschaft allein durch die IV's Matip, Lovren und Van Dijk so kopfballstark, dass sie auch bei Standards auf so einen klassischen MS ohne weiteres verzichten können.


Kopfballstärke ist ein relevanter Punkt, bei dem der BVB, wie auch in der übergeordneten Kategorie der Physis, in den letzten Jahren zu kämpfen hatte.
Jetzt kann man auf die Transfers schauen und feststellen, dass sich an der durchschnittlichen Körpergröße und an der individuellen Kopfballstärke nicht so dramatisch viel getan hat. Ich möchte aber drei Argumente anführen, warum sich der BVB in diesem Bereich gut möglich verbessern könnte.

Der erste Punkt ist: Wo kam die physische Schwäche besonders zum Tragen? Da deutet meine Beobachtung ganz klar auf das zentrale Mittelfeld hin. Castro, Götze, Kagawa, Dahoud haben in der Luft alle unglaublich viel zu tun, um dagegen zu halten. Sahin und Weigl sind durchaus passabel in der Luft, aber dynamisch nicht in der Lage vorne beim ersten Ball zu sein. Mit Delaney haben wir einen der besten Kopfballspieler der Liga (wenn man den Daten glauben möchte), der bei simplen, hohen Anspielen hinter das zentrale Mittelfeld auf deutlich höherem Niveau die Bälle verteidigen und erobern kann, als es bspw. Castro konnte.

Der zweite Punkt bezieht sich auf die Anpassung von Akanji. Bisher ist der statistisch noch unterdurchschnittlich in Luftzweikämpfen. Allerdings sehe ich ihn bei Antizipation und Athletik als einen zeitnah deutlich überdurchschnittlichen Kopfballspieler. So sehe ich die Defensive bei Standards (trotz Sokratis' Abgang) durchaus wettbewerbsfähig. Delaney, Piszczek, Diallo und Akanji als vorrangige Verteidiger, sowie Schmelzer, Weigl und Philipp, die auch kein Kopfballfallobst sind, machen mir keine schlaflosen Nächte.

Und der dritte Punkt bezieht sich auf die verschobene Spielanlage. Der Ball wird unter Favre deutlich mehr am Boden bleiben, der Ballbesitz ist deutlich kontrollierter, stärker auf den Außen und weniger konteranfällig. Es wird sehr hoch und sehr tief verteidigt, viel seltener sollte es ungeordnete, fliegende Rückwärtsverteidigung im Mittelfeld geben, die in Halbflugbällen des Gegners oder in Standards für den Gegner resultiert.

Soll heißen, wir werden in Luft insgesamt vielleicht leicht stärker, aber vor allem dort, wo wir die größten Probleme hatten. Und auch wenn wir dort nicht auf einmal unsere Stärke entdecken, werden wir relativ stärker, weil es einen kleineren Teil vom Spiel ausmachen sollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von WalterFroschsErbe am 01.08.2018 um 16:32 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#12115
01.08.2018 - 16:47 Uhr
Zitat von oger

Wir wissen aber alle nicht, ob Philipp genau dieser Spieler sein wird. Das wird aber von denjenigen angenommen, die es nicht weiter schlimm finden, wenn kein MS mehr verpflichtet wird. Ich bezweifel das stark. Es sieht eher nach einer Notlösung aus und Favre ließ das sofort nach Dienstantritt auch so durchklingen.


Uns wurde doch offenbar Balotelli von dessen Berater angeboten, ablösefrei.
Favre wollte ihn nicht, weil Balotelli nicht in sein System passe (wird er wohl in Nizza gemerkt haben).

Aber: glaubt irgendwer, dass Favre lieber ohne MS in die Saison gehen möchte als mit einem Balotelli??

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der BVB Balotelli ablehnt und lieber auf Philipp auf MS plant. Also müsste es eigentlich so sein, dass wir eine bessere Lösung als Balotelli anstreben. Ich hoffe, dass man nicht einfach mit Wunschdenken an die Sache ging, so in der Art "Mandzu wird schon kommen" oder "Lautaros Wort bei Inter wird schon nicht zählen".

Es wäre allerdings sinnvoll, wenn man eine so wichtige Position frühzeitig klären könnte. Sonst müssen wir uns am Ende nicht wundern, wenn der neue MS in der Luft hängt und keine Bindung zum Spiel findet, wenn er erst Ende August kommt.

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Ohne künstlichen Markteingriff ergeben sich zwangsläufig spanische Verhältnisse im Fußball.

In jeder Wirtschaftsform der Menschheitsgeschichte - vom Römischen Reich über Kommunismus bis zum Kapitalismus - verteilt sich Reichtum nach der Pareto Distribution, 80% des Reichtums gehört 20% der Marktteilnehmer.

„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“
- Lothar Matthäus 25,29
BVB - Transferpolitik |#12116
01.08.2018 - 16:54 Uhr
Zitat von oger


Wir wissen aber alle nicht, ob Philipp genau dieser Spieler sein wird. Das wird aber von denjenigen angenommen, die es nicht weiter schlimm finden, wenn kein MS mehr verpflichtet wird. Ich bezweifel das stark. Es sieht eher nach einer Notlösung aus und Favre ließ das sofort nach Dienstantritt auch so durchklingen.



Zu dem Zeitpunkt hat Favre auch noch klar gesagt, dass er die Spieler erst noch kennen lernen muss. Daher sehe ich nicht, wie Favre zu diesem Zeitpunkt schon einen abschließendes Urteil zum Bedarf abgeben konnte. Zumal die Antwort, wenn ich mich richtig erinnere, eher Zorc gegeben hat, während Favre eine diplomatische Antwort gab, die man sicher so interpretieren kann, wie du das machst.

Ansonsten bin ich mir sehr sicher, dass Favre ein sehr konkretes Profil vorgeben wird, was er erfüllt wissen will und wenn das nicht zu erfüllen ist, wird man eben abwägen müssen, ob es sich trotzdem lohnt oder nicht. Und genau darum geht es eben in der ganzen Diskussion. Man muss abwägen, ob es besser ist mit Philipp oder Reus - es kommt von den Außen schließlich nicht nur Philipp in Frage - als MS in die Saison zu gehen oder irgendeinen MS zu holen. Genau das hat man aber in den letzten Jahren desöfteren gemacht, dass man irgendwen geholt hat, der entweder einen großen Namen hat oder viel Qualität versprach, ohne aber darauf zu achten, ob der konkrete Bedarf erfüllt wird und genau das waren dann auch die größten Flops. Wieder nur irgendwen holen ist jedenfalls nicht gut genug, solange es nicht klar besser ist als nichts zu machen, wobei genau diese Frage eben sehr spezifisch und damit detaliert beantwortet werden muss - was hier aber nicht wirklich gemacht wird!



Man kann da seitenlang diskutieren. Manche vertrauen den Verantwortlichen eben und andere nunmal nicht mehr. Ich sehe den Kader sehr kritisch. Es wird darauf ankommen, dass Favre sehr viel Input liefert und vorhandene Spieler 100% an Leistung draufpacken. Ein MS, sagen wir Mal eine klassische 9, hat doch noch viel mehr Vorteile. Wenn ich allein darüber nachdenke, was ein Modeste bei Köln bei gegnerischen Eckbälle weggeputzt hat. Auch das wird uns fehlen. Unser Kader ist absolut kopfballschwach. Da wurde mMn nichts gegen unternommen. Ich werde da in der nächsten Saison stark drauf achten, denn das war schon in der letzten eine ausgemachte Schwäche, die es zu beseitigen galt.



Ich bin auch nicht mit jedem Punkt happy, hätte gerne, dass Martinez zum BVB gewechselt wäre und noch mehr Dynamik im Zentrum im Fokus steht. Trotzdem kann man durchaus einen Plan erkennen, der in sich konsistent ist und gerade eben den Punkt, den du hier nennst, den ist man sogar sehr konkret angegangen. Man hat mit Diallo, Hakimi, Delaney und Wolf durchweg große Spieler für ihre Positionen geholt, wobei vor allem Delaney im Mittelfeld in der Beziehung Kopfballstärke ein massives Upgrade ist - ob das auch immer so entscheidend sein und so viel Geld wert sein mag -, was durch Witsel nochmal verstärkt werden würde, was meines Erachtens auch der problematischste Mannschaftsteil in der Luft war. Ich sehe den Plan auch kritisch, in manchem Punkt, glaube, dass manches Thema (Kopfballstärke, Robustheit, Defensivstärke) überschätzt und andere Themen (Kreativität und Dynamik im Zentrum) unterschätzt werden. Dennoch halte ich den BVB grundsätzlich für verbessert und sehe wieder eher eine Basis mit der sich arbeiten lässt. Gerade die Viererkette kommt in meinen Augen deutlich verbessert daher und im Angriff sehe ich den BVB keinen Deut schwächer als im Vorjahr, weil man eben nicht nur Aubameyang verloren hat, sondern auch Schürrle und Yarmolenko durch günstigere Alternativen ersetzen konnte und die Youngster sollten auch wieder einen Schritt machen.

Bei genauerer Betrachtung ist das Thema Kopfballstärke, so wie du es anschneidest, zudem ein gutes Beispiel dafür, warum eben ein MS gesucht wird, der den Kader verstärkt und in möglichst vielen Kategorien besser macht und nicht nur ein Stürmer, der irgendetwas besonders gut kann - sei es Tore schießen, Kopfbälle oder sonst was -, sondern ganz bestimmte Dinge, die auch den Rest besser machen, Stärken herausstellen und Schwächen verringern. Was bringt offensiv ein kopfballstarker Stürmer, wenn die Flanken mies sind und der Trainer sowieso kaum zu diesen Mitteln greift (habe es schon mehrfach jetzt geschrieben: Favre gehört traditionell zum unteren Ende der Liga, was die Flankenhäufigkeit angeht, insbesondere in Relation zum Ballbesitz!)? Was bringt ein Stürmer, der Reus und dessen Qualität im Abschluss häufiger in Position bringt? Auch hier gilt es abzuwägen, wobei das eben viele Faktoren sind, die es hier zu kombinieren gilt und nicht nur die beiden. Wenn man sich Favres Systeme ansieht, dann kann man in meinen Augen keinesfalls zu dem Ergebnis kommen, dass es unabdingbar einen MS braucht und noch viel weniger dazu, dass es einen klassischen MS benötigt. Wofür denn? Für die Tribüne? Weil genau dort, hat Favre schon mal einen Rekordtransfer seines damaligen Vereins verortet, was als sportlicher Verantwortlicher nun mal sein gutes Recht ist. Oder doch für die Zufriedenheit der Fans, obwohl sie wissen (müssen), dass in der Konsequenz nur sehr schwer eine Zufriedenheit zu garantieren ist?


Daher kann ich nicht nachvollziehen, wie der momentane Kader die bestmögliche Mannschaft sein soll. Daran kann ich, ganz ehrlich und nüchtern, überhaupt nicht glauben. Es geht doch realistisch nicht um Higuain oder Benzema im Sturm, sondern perspektivisch ähnlich sinnvolle Transfers wie Diallo oder eben ältere Spieler, die anscheinend, warum auch immer, lange bei keinem auf dem Zettel stehen und uns gut tun würden, weil sie schwächen abdecken. Aboubakar hab ich vor Wochen Mal ausführlicher vorgeschlagen. Wenn der jetzt für kolportiert 20 Mio zu Sevilla geht, würde das in eine ganze Riege an Transfers passen, die uns mMn ebenso gut getan hätten. Klar, das kann jeder anders sehen, aber doch eben anhand von inhaltlichen Argumenten und nicht blöde Ausreden ala "vielleicht wollte er garnicht zu uns, kannst du ja nicht wissen" oder "da war Zorc bestimmt auch dran, aber das kannst du nicht wissen", wenn am Ende eben nichts bei rum kommt. Wenn du halt nachweislich der Meinung bist, dass ein klassischer MS nicht so wichtig ist, dann ist das eben so. Diese Meinungen kann man nicht so einfach zusammenbringen. Nur ist bspw. die restliche Liverpool Mannschaft allein durch die IV's Matip, Lovren und Van Dijk so kopfballstark, dass sie auch bei Standards auf so einen klassischen MS ohne weiteres verzichten können.


Liverpool ist noch in mehr Mannschaftsteilen ganz passabel in der Luft, wie bspw. durch Henderson und Milner. Trotzdem sind sie für eine PL Mannschaft dahingehend schwach und es interessiert sie nicht die Bohne, da sie abgesehen von City die wenigsten Torschüsse des Gegners zulassen und bei Standards bspw. nicht gerade schwächer sind als bspw. Tottenham und United, mit ihren kopfballstarken IV, ZM und MS, die beide mehr Gegentore aus diesen Situationen kassierten (je knapp über 10% CR des Gegners). Paradoxerweise sind die "enorm kopfballstarken" Citizens aus Manchester beste Mannschaft in dieser Kategorie, mit gerade mal 3 Gegentoren nach Standards (4,1% CR).

Das Thema habe ich ansonsten erst letztens, auf den BVB bezogen, erörtert, wie unwichtig Kopfballtore eigentlich sind.

Genau das meine ich daher, mit überbewerteten Fähigkeiten und mit Alternativen, wie man eine Mannschaft stärken kann, ohne klassischen Schemen anzuhängen, die sowieso nicht mehr genügen, wenn man die Trends mal etwas differenzierter betrachtet. Du kannst dann einen Aboubakar gerne gut und günstig finden, aber ich finde er passt hier zum BVB nicht ansatzweise rein und das lässt sich auch begründen, wie andere Vereine für sich auch begründen können, dass Aboubakar für sie der perfekte Fit ist. Das habe ich auch schon mehrfach begründet, indem ich darauf verwies, dass der BVB in den letzten Jahren nicht so sehr im Abschluss Probleme bekam, sondern vor allem darin Chancen zu kreieren und Räume aufzubrechen, wenn das Spielfeld kompakt wurde. Nicht gerade Stärken von Aboubakar, wie auch etwa die Defensivarbeit, was beides Bereiche sind, in denen er hinter Philipp zurückstecken muss, ohne im Abschluss mit dem Fuß wirklich stärker zu sein. Warum sollte es mir also wichtig sein, wenn Aboubakar ein Kopfballtor mehr verhindert und vielleicht noch eins mit dem Kopf mehr schießt, wenn er dafür in anderen Bereichen unnötige (und größere) Einbußen bedeutet?
BVB - Transferpolitik |#12117
01.08.2018 - 17:43 Uhr
„von TM deklarierte Stürmer“ und damit argumentieren.... wie wäre es wenn wir beim BVB von Favre deklarierte Stürmer nehmen?

reus/philipp (60mio), vielleicht kommt noch ein stürmer im bereich 20-30mio.... dann laufen wir auf die 90mio zu. und nun? was sagt uns das zur transferpolitik?

garnichts. außer das einige user wieder panik bekommen und den untergang des vereins kommen sehen.

das transferfenster hat noch nichtmal geschlossen. den medien zufolge und letzten aussagen der verantwortlichen, wird es auch noch etwas auf der zugangsseite geben. also, warum nicht noch abwarten? anstatt hier fantasiemarktwert deklarierter stürmer zu vergleichen? die jeder wohl anders deklariert. das ist ziemlich am ziel vorbei.

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HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P

Dieser Beitrag wurde zuletzt von TheKillingJoke am 01.08.2018 um 17:45 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#12118
01.08.2018 - 18:05 Uhr
Zitat von RabonaMaradona
Zitat von oger

Wir wissen aber alle nicht, ob Philipp genau dieser Spieler sein wird. Das wird aber von denjenigen angenommen, die es nicht weiter schlimm finden, wenn kein MS mehr verpflichtet wird. Ich bezweifel das stark. Es sieht eher nach einer Notlösung aus und Favre ließ das sofort nach Dienstantritt auch so durchklingen.


Uns wurde doch offenbar Balotelli von dessen Berater angeboten, ablösefrei.
Favre wollte ihn nicht, weil Balotelli nicht in sein System passe (wird er wohl in Nizza gemerkt haben).

Aber: glaubt irgendwer, dass Favre lieber ohne MS in die Saison gehen möchte als mit einem Balotelli??

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der BVB Balotelli ablehnt und lieber auf Philipp auf MS plant. Also müsste es eigentlich so sein, dass wir eine bessere Lösung als Balotelli anstreben. Ich hoffe, dass man nicht einfach mit Wunschdenken an die Sache ging, so in der Art "Mandzu wird schon kommen" oder "Lautaros Wort bei Inter wird schon nicht zählen".

Es wäre allerdings sinnvoll, wenn man eine so wichtige Position frühzeitig klären könnte. Sonst müssen wir uns am Ende nicht wundern, wenn der neue MS in der Luft hängt und keine Bindung zum Spiel findet, wenn er erst Ende August kommt.


Wieso sollte man einen Spieler, hier Balotelli, überhaupt holen, wenn der Trainer ihn nicht brauchen kann und das Transferfenster immer noch lange geöffnet hat? Nur damit man jemanden geholt hat? So liest es sich jedenfalls und das wäre, sry, total dämlich. Aber Hauptsache man hätte dann jemanden und man könnte nach ner Zeit wieder losledern,wieso wir solche Spieler dann überhaupt holen...

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"Die Einstellung ist wichtiger als die Aufstellung.“ - Sammer

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Für ein Netz ohne Hass!
BVB - Transferpolitik |#12119
01.08.2018 - 19:24 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von oger

Wir wissen aber alle nicht, ob Philipp genau dieser Spieler sein wird. Das wird aber von denjenigen angenommen, die es nicht weiter schlimm finden, wenn kein MS mehr verpflichtet wird. Ich bezweifel das stark. Es sieht eher nach einer Notlösung aus und Favre ließ das sofort nach Dienstantritt auch so durchklingen.



Zu dem Zeitpunkt hat Favre auch noch klar gesagt, dass er die Spieler erst noch kennen lernen muss. Daher sehe ich nicht, wie Favre zu diesem Zeitpunkt schon einen abschließendes Urteil zum Bedarf abgeben konnte. Zumal die Antwort, wenn ich mich richtig erinnere, eher Zorc gegeben hat, während Favre eine diplomatische Antwort gab, die man sicher so interpretieren kann, wie du das machst.

Ansonsten bin ich mir sehr sicher, dass Favre ein sehr konkretes Profil vorgeben wird, was er erfüllt wissen will und wenn das nicht zu erfüllen ist, wird man eben abwägen müssen, ob es sich trotzdem lohnt oder nicht. Und genau darum geht es eben in der ganzen Diskussion. Man muss abwägen, ob es besser ist mit Philipp oder Reus - es kommt von den Außen schließlich nicht nur Philipp in Frage - als MS in die Saison zu gehen oder irgendeinen MS zu holen. Genau das hat man aber in den letzten Jahren desöfteren gemacht, dass man irgendwen geholt hat, der entweder einen großen Namen hat oder viel Qualität versprach, ohne aber darauf zu achten, ob der konkrete Bedarf erfüllt wird und genau das waren dann auch die größten Flops. Wieder nur irgendwen holen ist jedenfalls nicht gut genug, solange es nicht klar besser ist als nichts zu machen, wobei genau diese Frage eben sehr spezifisch und damit detaliert beantwortet werden muss - was hier aber nicht wirklich gemacht wird!


Man kann da seitenlang diskutieren. Manche vertrauen den Verantwortlichen eben und andere nunmal nicht mehr. Ich sehe den Kader sehr kritisch. Es wird darauf ankommen, dass Favre sehr viel Input liefert und vorhandene Spieler 100% an Leistung draufpacken. Ein MS, sagen wir Mal eine klassische 9, hat doch noch viel mehr Vorteile. Wenn ich allein darüber nachdenke, was ein Modeste bei Köln bei gegnerischen Eckbälle weggeputzt hat. Auch das wird uns fehlen. Unser Kader ist absolut kopfballschwach. Da wurde mMn nichts gegen unternommen. Ich werde da in der nächsten Saison stark drauf achten, denn das war schon in der letzten eine ausgemachte Schwäche, die es zu beseitigen galt.



Ich bin auch nicht mit jedem Punkt happy, hätte gerne, dass Martinez zum BVB gewechselt wäre und noch mehr Dynamik im Zentrum im Fokus steht. Trotzdem kann man durchaus einen Plan erkennen, der in sich konsistent ist und gerade eben den Punkt, den du hier nennst, den ist man sogar sehr konkret angegangen. Man hat mit Diallo, Hakimi, Delaney und Wolf durchweg große Spieler für ihre Positionen geholt, wobei vor allem Delaney im Mittelfeld in der Beziehung Kopfballstärke ein massives Upgrade ist - ob das auch immer so entscheidend sein und so viel Geld wert sein mag -, was durch Witsel nochmal verstärkt werden würde, was meines Erachtens auch der problematischste Mannschaftsteil in der Luft war. Ich sehe den Plan auch kritisch, in manchem Punkt, glaube, dass manches Thema (Kopfballstärke, Robustheit, Defensivstärke) überschätzt und andere Themen (Kreativität und Dynamik im Zentrum) unterschätzt werden. Dennoch halte ich den BVB grundsätzlich für verbessert und sehe wieder eher eine Basis mit der sich arbeiten lässt. Gerade die Viererkette kommt in meinen Augen deutlich verbessert daher und im Angriff sehe ich den BVB keinen Deut schwächer als im Vorjahr, weil man eben nicht nur Aubameyang verloren hat, sondern auch Schürrle und Yarmolenko durch günstigere Alternativen ersetzen konnte und die Youngster sollten auch wieder einen Schritt machen.

Bei genauerer Betrachtung ist das Thema Kopfballstärke, so wie du es anschneidest, zudem ein gutes Beispiel dafür, warum eben ein MS gesucht wird, der den Kader verstärkt und in möglichst vielen Kategorien besser macht und nicht nur ein Stürmer, der irgendetwas besonders gut kann - sei es Tore schießen, Kopfbälle oder sonst was -, sondern ganz bestimmte Dinge, die auch den Rest besser machen, Stärken herausstellen und Schwächen verringern. Was bringt offensiv ein kopfballstarker Stürmer, wenn die Flanken mies sind und der Trainer sowieso kaum zu diesen Mitteln greift (habe es schon mehrfach jetzt geschrieben: Favre gehört traditionell zum unteren Ende der Liga, was die Flankenhäufigkeit angeht, insbesondere in Relation zum Ballbesitz!)? Was bringt ein Stürmer, der Reus und dessen Qualität im Abschluss häufiger in Position bringt? Auch hier gilt es abzuwägen, wobei das eben viele Faktoren sind, die es hier zu kombinieren gilt und nicht nur die beiden. Wenn man sich Favres Systeme ansieht, dann kann man in meinen Augen keinesfalls zu dem Ergebnis kommen, dass es unabdingbar einen MS braucht und noch viel weniger dazu, dass es einen klassischen MS benötigt. Wofür denn? Für die Tribüne? Weil genau dort, hat Favre schon mal einen Rekordtransfer seines damaligen Vereins verortet, was als sportlicher Verantwortlicher nun mal sein gutes Recht ist. Oder doch für die Zufriedenheit der Fans, obwohl sie wissen (müssen), dass in der Konsequenz nur sehr schwer eine Zufriedenheit zu garantieren ist?


Daher kann ich nicht nachvollziehen, wie der momentane Kader die bestmögliche Mannschaft sein soll. Daran kann ich, ganz ehrlich und nüchtern, überhaupt nicht glauben. Es geht doch realistisch nicht um Higuain oder Benzema im Sturm, sondern perspektivisch ähnlich sinnvolle Transfers wie Diallo oder eben ältere Spieler, die anscheinend, warum auch immer, lange bei keinem auf dem Zettel stehen und uns gut tun würden, weil sie schwächen abdecken. Aboubakar hab ich vor Wochen Mal ausführlicher vorgeschlagen. Wenn der jetzt für kolportiert 20 Mio zu Sevilla geht, würde das in eine ganze Riege an Transfers passen, die uns mMn ebenso gut getan hätten. Klar, das kann jeder anders sehen, aber doch eben anhand von inhaltlichen Argumenten und nicht blöde Ausreden ala "vielleicht wollte er garnicht zu uns, kannst du ja nicht wissen" oder "da war Zorc bestimmt auch dran, aber das kannst du nicht wissen", wenn am Ende eben nichts bei rum kommt. Wenn du halt nachweislich der Meinung bist, dass ein klassischer MS nicht so wichtig ist, dann ist das eben so. Diese Meinungen kann man nicht so einfach zusammenbringen. Nur ist bspw. die restliche Liverpool Mannschaft allein durch die IV's Matip, Lovren und Van Dijk so kopfballstark, dass sie auch bei Standards auf so einen klassischen MS ohne weiteres verzichten können.


Liverpool ist noch in mehr Mannschaftsteilen ganz passabel in der Luft, wie bspw. durch Henderson und Milner. Trotzdem sind sie für eine PL Mannschaft dahingehend schwach und es interessiert sie nicht die Bohne, da sie abgesehen von City die wenigsten Torschüsse des Gegners zulassen und bei Standards bspw. nicht gerade schwächer sind als bspw. Tottenham und United, mit ihren kopfballstarken IV, ZM und MS, die beide mehr Gegentore aus diesen Situationen kassierten (je knapp über 10% CR des Gegners). Paradoxerweise sind die "enorm kopfballstarken" Citizens aus Manchester beste Mannschaft in dieser Kategorie, mit gerade mal 3 Gegentoren nach Standards (4,1% CR).

Das Thema habe ich ansonsten erst letztens, auf den BVB bezogen, erörtert, wie unwichtig Kopfballtore eigentlich sind.

Genau das meine ich daher, mit überbewerteten Fähigkeiten und mit Alternativen, wie man eine Mannschaft stärken kann, ohne klassischen Schemen anzuhängen, die sowieso nicht mehr genügen, wenn man die Trends mal etwas differenzierter betrachtet. Du kannst dann einen Aboubakar gerne gut und günstig finden, aber ich finde er passt hier zum BVB nicht ansatzweise rein und das lässt sich auch begründen, wie andere Vereine für sich auch begründen können, dass Aboubakar für sie der perfekte Fit ist. Das habe ich auch schon mehrfach begründet, indem ich darauf verwies, dass der BVB in den letzten Jahren nicht so sehr im Abschluss Probleme bekam, sondern vor allem darin Chancen zu kreieren und Räume aufzubrechen, wenn das Spielfeld kompakt wurde. Nicht gerade Stärken von Aboubakar, wie auch etwa die Defensivarbeit, was beides Bereiche sind, in denen er hinter Philipp zurückstecken muss, ohne im Abschluss mit dem Fuß wirklich stärker zu sein. Warum sollte es mir also wichtig sein, wenn Aboubakar ein Kopfballtor mehr verhindert und vielleicht noch eins mit dem Kopf mehr schießt, wenn er dafür in anderen Bereichen unnötige (und größere) Einbußen bedeutet?


Wenn das mal so stimmen würde. Ich sehe das bei weitem anders. Aboubakar hat für Marega genau das getan, was du forderst. Genau deshalb hat Marega deutlich mehr getroffen und ist mMn dennoch der uninteressantere Spieler für uns. Aboubakar passt mMn nämlich genau als Puzzleteil zu dem, was wir beide ja anscheinend am sinnvollsten finden würden. Ich sehe sogar dahingehend Probleme, dass wir diese Kreativität noch weniger im Kader haben als in der letzten Saison. Ein Sturm aus Philipp und Reus braucht Platz. Genau hier liegt das Problem, weil wir den wohl kaum plötzlich wieder bekommen werden. Man braucht hier genau den Spieler, der auf engem Raum den Platz schaffen kann. Entweder durch Laufstärke oder Physis.
Statistiken sind manchmal hilfreich, häufig bilden sie aber nicht das wichtigste ab. Es klingt fast so als müssten wir Offensive Standards wie Eckbälle von vornhinein abschenken, dabei kann einer genügen, um ein Spiel zu gewinnen. In der letzten Saison waren gerade Eckbälle desolat. Wir haben überhaupt keine Abnehmer dafür. Ich finde es nur gerechtfertigt sowas zu kritisieren und solch einem Umstand auch eine Bedeutung beizumessen.
BVB - Transferpolitik |#12120
01.08.2018 - 19:57 Uhr
Nachdem ich zunächst im falschen Thread gelandet bin, sorry dafür, und der Post zurecht gelöscht wurde (wer lesen kann ist klar im Vorteil), hier nochmal die Frage:

In der Gerüchteküche plädierte ein User von euch, dass Scoutingsystem wieder zu verbessern und auf junge Leute zu setzen, wie bspw. Akanji und Diallo. Nun waren die beiden als ihr sie verpflichtet habt, keine Geheimtipps mehr. Als Außenstehender frage ich mich, ob eure negativer bewerteten Transferaktivitäten mit dem Abgang von Mislintant zusammenhängen oder ob das in der zeitlichen Folge reiner Zufall ist und nicht jemand wie Mislintat fehlt, sondern einfach das Management insgesamt schwächer war.

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Fan: VfL Osnabrück, VfB Stuttgart
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