| Geburtsdatum | 23.10.1968 |
|---|---|
| Alter | 57 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | BSG Chemie Leipzig |
Alexander Schmidt [Trainer]
26.04.2021 - 16:00 Uhr
10.02.2022 - 19:15 Uhr
Zitat von Champi1982
Ich kopiere mal den SZ-Artikel zur PK von Alex Schmidt hier rein.
Sind bestimmte User hier immer noch der Meinung, man schaukelt sich intern die Eier und geht normal zur Tagesordnung über???
SZ-Artikel vom 10.02.:
Er musste mal was loswerden. Das spürte man von Beginn an, die Antworten bei der Pressekonferenz waren länger als sonst. Und emotionaler. Dynamos Trainer wollte die 1:4-Klatsche gegen Hansa Rostock gründlich analysieren und vor allem einordnen. So richtig in Fahrt kam Alexander Schmidt aber erst ganz zum Schluss.
In der Frage ging es eigentlich darum, wie der Samstag-Gegner SC Paderborn nach dem Abgang von Stürmer Sven Michel zu Union Berlin die Spielweise verändert hat. Nach ein wenig Fußball-Fachlatein kam Schmidt schnell auf den Umgang mit seinen Spielern zu sprechen und auf die Kritik in den sozialen Medien. In diesen denkwürdigen drei Minuten wurde er prinzipiell und deutlich.
„Wir dürfen uns nicht in einen Strudel reintragen lassen von außen, der uns Energie nimmt“, begann der 53-Jährige seinen Monolog. „Das Schlimmste wäre jetzt, wenn wir uns hinterfragen und zweifeln. Ich sage es in jedem Interview, ob es einer hören will oder nicht, oder ob es als Schöngerede dargestellt wird: Diese Mannschaft ist charakterlich top, sie reißt sich den Hintern auf für Dynamo. Da lasse ich mir von keinem ein Blatt Papier dazwischen schieben, dass einer nicht alles gegeben hat. Der soll sich mal die Laufwerte anschauen. Wir sind top im athletischen Bereich, laufen und kämpfen wie die Hunde.“
Es war eine Art Einleitung zur eigentlichen Botschaft: „Man darf unsere Mannschaft nicht verteufeln. Das ist das Schlimmste, was man jetzt machen kann. Das ist ein Appell an alle, dass sie vielleicht mal fünf Kommentare weniger schreiben. Auf alles reinhauen und in den Dreck ziehen – das geht einfach nicht. Das ist ihr gutes Recht, aber es ist sicher so, dass dadurch die Mannschaft und die Situation nicht besser werden. Wir wollen die Liga halten, also seht zu, dass ihr die Mannschaft unterstützt.“ Es klang wie ein Schlusswort, Kapitän Yannick Stark, der neben Schmidt auf dem Podium saß, schaute etwas erschrocken rüber.
Doch der Trainer war noch nicht am Ende, fiel Pressesprecher Ronny Zimmermann ins Wort. „Es darf auch mal sein, dass man so was anspricht“, legte er nach. „Wenn man in der Anonymität alles in den Dreck zieht, das geht nicht. Da soll sich jeder hinterfragen, ob er wirklich der große Fan ist. Wenn Heinz Mörschel ein Tor schießt, ist er der Super-Heinz, und wenn er mal ein schlechtes Spiel macht, wird er gleich ausgepfiffen. Das habe ich jetzt mal so deutlich gesagt, da könnt ihr jetzt alle denken, was ihr wollt. Aber ich zweifle keinen Millimeter an der Mannschaft. Keinen Millimeter.“
Nun war wirklich Schluss. Das Gehörte musste man erst mal sacken lassen. Solch klare Worte haben Seltenheitswert im Profi-Fußball, auch bei Dynamo. Und dass ein Trainer Teile der eigenen Anhängerschaft kritisiert, ist bemerkenswert. Um das einordnen zu können, muss man wissen, dass Schmidt in den sozialen Medien aktiv ist, bei Instagram postet er Fotos von Ausflügen und aus dem Urlaub.
Vermutlich weiß er also, was in den Chats und Foren geschrieben wird. Dass die Kritik im Dynamoland heftiger und deutlicher ausfällt als anderswo, die Stimmung schneller umschlägt, spürt er nun womöglich erstmals. Ralf Minge, eine Vereinslegende und zuletzt langjähriger Sportchef, hatte das mal so ausgedrückt: „Bei Dynamo sind die emotionalen Ausschläge immer extrem – in der positiven wie in der negativen Richtung.“
Eine 1:4-Klatsche in einem Ost-Duell, vier Gegentore innerhalb von zwölf Minuten – das nehmen die Fans richtig übel. So einzigartig die Atmosphäre bei Heimspielen im Harbig-Stadion sein kann, sie dreht sich im Fall von Misserfolgen auch rasch. Am vergangenen in der Halbzeit und dem Spielende ausgepfiffen. „Das war in dem Moment berechtigt, das muss man so hinnehmen“, erklärte Schmidt. „Auch wenn es wehtut und nicht so einfach ist für eine junge Mannschaft.“
Was ihn stört, sind vielmehr die anonymen Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen, die beleidigen. Die Pressekonferenz am Donnerstag nutzt er deshalb nicht nur für einen flammenden Appell gegen Hetze im Netz, sondern auch, um sich schützend vor die Mannschaft zu stellen: „Wir haben keine Söldnertruppe“, betonte er. Es war ein Auftritt, der nachhallen wird.
Ich kopiere mal den SZ-Artikel zur PK von Alex Schmidt hier rein.
Sind bestimmte User hier immer noch der Meinung, man schaukelt sich intern die Eier und geht normal zur Tagesordnung über???
SZ-Artikel vom 10.02.:
Er musste mal was loswerden. Das spürte man von Beginn an, die Antworten bei der Pressekonferenz waren länger als sonst. Und emotionaler. Dynamos Trainer wollte die 1:4-Klatsche gegen Hansa Rostock gründlich analysieren und vor allem einordnen. So richtig in Fahrt kam Alexander Schmidt aber erst ganz zum Schluss.
In der Frage ging es eigentlich darum, wie der Samstag-Gegner SC Paderborn nach dem Abgang von Stürmer Sven Michel zu Union Berlin die Spielweise verändert hat. Nach ein wenig Fußball-Fachlatein kam Schmidt schnell auf den Umgang mit seinen Spielern zu sprechen und auf die Kritik in den sozialen Medien. In diesen denkwürdigen drei Minuten wurde er prinzipiell und deutlich.
„Wir dürfen uns nicht in einen Strudel reintragen lassen von außen, der uns Energie nimmt“, begann der 53-Jährige seinen Monolog. „Das Schlimmste wäre jetzt, wenn wir uns hinterfragen und zweifeln. Ich sage es in jedem Interview, ob es einer hören will oder nicht, oder ob es als Schöngerede dargestellt wird: Diese Mannschaft ist charakterlich top, sie reißt sich den Hintern auf für Dynamo. Da lasse ich mir von keinem ein Blatt Papier dazwischen schieben, dass einer nicht alles gegeben hat. Der soll sich mal die Laufwerte anschauen. Wir sind top im athletischen Bereich, laufen und kämpfen wie die Hunde.“
Es war eine Art Einleitung zur eigentlichen Botschaft: „Man darf unsere Mannschaft nicht verteufeln. Das ist das Schlimmste, was man jetzt machen kann. Das ist ein Appell an alle, dass sie vielleicht mal fünf Kommentare weniger schreiben. Auf alles reinhauen und in den Dreck ziehen – das geht einfach nicht. Das ist ihr gutes Recht, aber es ist sicher so, dass dadurch die Mannschaft und die Situation nicht besser werden. Wir wollen die Liga halten, also seht zu, dass ihr die Mannschaft unterstützt.“ Es klang wie ein Schlusswort, Kapitän Yannick Stark, der neben Schmidt auf dem Podium saß, schaute etwas erschrocken rüber.
Doch der Trainer war noch nicht am Ende, fiel Pressesprecher Ronny Zimmermann ins Wort. „Es darf auch mal sein, dass man so was anspricht“, legte er nach. „Wenn man in der Anonymität alles in den Dreck zieht, das geht nicht. Da soll sich jeder hinterfragen, ob er wirklich der große Fan ist. Wenn Heinz Mörschel ein Tor schießt, ist er der Super-Heinz, und wenn er mal ein schlechtes Spiel macht, wird er gleich ausgepfiffen. Das habe ich jetzt mal so deutlich gesagt, da könnt ihr jetzt alle denken, was ihr wollt. Aber ich zweifle keinen Millimeter an der Mannschaft. Keinen Millimeter.“
Nun war wirklich Schluss. Das Gehörte musste man erst mal sacken lassen. Solch klare Worte haben Seltenheitswert im Profi-Fußball, auch bei Dynamo. Und dass ein Trainer Teile der eigenen Anhängerschaft kritisiert, ist bemerkenswert. Um das einordnen zu können, muss man wissen, dass Schmidt in den sozialen Medien aktiv ist, bei Instagram postet er Fotos von Ausflügen und aus dem Urlaub.
Vermutlich weiß er also, was in den Chats und Foren geschrieben wird. Dass die Kritik im Dynamoland heftiger und deutlicher ausfällt als anderswo, die Stimmung schneller umschlägt, spürt er nun womöglich erstmals. Ralf Minge, eine Vereinslegende und zuletzt langjähriger Sportchef, hatte das mal so ausgedrückt: „Bei Dynamo sind die emotionalen Ausschläge immer extrem – in der positiven wie in der negativen Richtung.“
Eine 1:4-Klatsche in einem Ost-Duell, vier Gegentore innerhalb von zwölf Minuten – das nehmen die Fans richtig übel. So einzigartig die Atmosphäre bei Heimspielen im Harbig-Stadion sein kann, sie dreht sich im Fall von Misserfolgen auch rasch. Am vergangenen in der Halbzeit und dem Spielende ausgepfiffen. „Das war in dem Moment berechtigt, das muss man so hinnehmen“, erklärte Schmidt. „Auch wenn es wehtut und nicht so einfach ist für eine junge Mannschaft.“
Was ihn stört, sind vielmehr die anonymen Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen, die beleidigen. Die Pressekonferenz am Donnerstag nutzt er deshalb nicht nur für einen flammenden Appell gegen Hetze im Netz, sondern auch, um sich schützend vor die Mannschaft zu stellen: „Wir haben keine Söldnertruppe“, betonte er. Es war ein Auftritt, der nachhallen wird.
Wieder viel blablabla, die PKs kennen wir doch schon zu Genüge. Ich fände weniger Reden und mehr Machen auf den Rasen zielführender. Am Ende gehts nach Leistung und Punkten, da ist mir Wurst wie "charakterlich tiptop" die Jungs immer sind. Und wenn ich lese, "Mörschel mal EIN schlechtes Spiel macht", da ist anscheinend keine Objektivität mehr vorhanden. Wenn Schmidt verliert, soll er bitte entlassen werden.
10.02.2022 - 19:38 Uhr
Zitat von Champi1982
Ich kopiere mal den SZ-Artikel zur PK von Alex Schmidt hier rein.
Sind bestimmte User hier immer noch der Meinung, man schaukelt sich intern die Eier und geht normal zur Tagesordnung über???
SZ-Artikel vom 10.02.:
Er musste mal was loswerden. Das spürte man von Beginn an, die Antworten bei der Pressekonferenz waren länger als sonst. Und emotionaler. Dynamos Trainer wollte die 1:4-Klatsche gegen Hansa Rostock gründlich analysieren und vor allem einordnen. So richtig in Fahrt kam Alexander Schmidt aber erst ganz zum Schluss.
In der Frage ging es eigentlich darum, wie der Samstag-Gegner SC Paderborn nach dem Abgang von Stürmer Sven Michel zu Union Berlin die Spielweise verändert hat. Nach ein wenig Fußball-Fachlatein kam Schmidt schnell auf den Umgang mit seinen Spielern zu sprechen und auf die Kritik in den sozialen Medien. In diesen denkwürdigen drei Minuten wurde er prinzipiell und deutlich.
„Wir dürfen uns nicht in einen Strudel reintragen lassen von außen, der uns Energie nimmt“, begann der 53-Jährige seinen Monolog. „Das Schlimmste wäre jetzt, wenn wir uns hinterfragen und zweifeln. Ich sage es in jedem Interview, ob es einer hören will oder nicht, oder ob es als Schöngerede dargestellt wird: Diese Mannschaft ist charakterlich top, sie reißt sich den Hintern auf für Dynamo. Da lasse ich mir von keinem ein Blatt Papier dazwischen schieben, dass einer nicht alles gegeben hat. Der soll sich mal die Laufwerte anschauen. Wir sind top im athletischen Bereich, laufen und kämpfen wie die Hunde.“
Es war eine Art Einleitung zur eigentlichen Botschaft: „Man darf unsere Mannschaft nicht verteufeln. Das ist das Schlimmste, was man jetzt machen kann. Das ist ein Appell an alle, dass sie vielleicht mal fünf Kommentare weniger schreiben. Auf alles reinhauen und in den Dreck ziehen – das geht einfach nicht. Das ist ihr gutes Recht, aber es ist sicher so, dass dadurch die Mannschaft und die Situation nicht besser werden. Wir wollen die Liga halten, also seht zu, dass ihr die Mannschaft unterstützt.“ Es klang wie ein Schlusswort, Kapitän Yannick Stark, der neben Schmidt auf dem Podium saß, schaute etwas erschrocken rüber.
Doch der Trainer war noch nicht am Ende, fiel Pressesprecher Ronny Zimmermann ins Wort. „Es darf auch mal sein, dass man so was anspricht“, legte er nach. „Wenn man in der Anonymität alles in den Dreck zieht, das geht nicht. Da soll sich jeder hinterfragen, ob er wirklich der große Fan ist. Wenn Heinz Mörschel ein Tor schießt, ist er der Super-Heinz, und wenn er mal ein schlechtes Spiel macht, wird er gleich ausgepfiffen. Das habe ich jetzt mal so deutlich gesagt, da könnt ihr jetzt alle denken, was ihr wollt. Aber ich zweifle keinen Millimeter an der Mannschaft. Keinen Millimeter.“
Nun war wirklich Schluss. Das Gehörte musste man erst mal sacken lassen. Solch klare Worte haben Seltenheitswert im Profi-Fußball, auch bei Dynamo. Und dass ein Trainer Teile der eigenen Anhängerschaft kritisiert, ist bemerkenswert. Um das einordnen zu können, muss man wissen, dass Schmidt in den sozialen Medien aktiv ist, bei Instagram postet er Fotos von Ausflügen und aus dem Urlaub.
Vermutlich weiß er also, was in den Chats und Foren geschrieben wird. Dass die Kritik im Dynamoland heftiger und deutlicher ausfällt als anderswo, die Stimmung schneller umschlägt, spürt er nun womöglich erstmals. Ralf Minge, eine Vereinslegende und zuletzt langjähriger Sportchef, hatte das mal so ausgedrückt: „Bei Dynamo sind die emotionalen Ausschläge immer extrem – in der positiven wie in der negativen Richtung.“
Eine 1:4-Klatsche in einem Ost-Duell, vier Gegentore innerhalb von zwölf Minuten – das nehmen die Fans richtig übel. So einzigartig die Atmosphäre bei Heimspielen im Harbig-Stadion sein kann, sie dreht sich im Fall von Misserfolgen auch rasch. Am vergangenen in der Halbzeit und dem Spielende ausgepfiffen. „Das war in dem Moment berechtigt, das muss man so hinnehmen“, erklärte Schmidt. „Auch wenn es wehtut und nicht so einfach ist für eine junge Mannschaft.“
Was ihn stört, sind vielmehr die anonymen Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen, die beleidigen. Die Pressekonferenz am Donnerstag nutzt er deshalb nicht nur für einen flammenden Appell gegen Hetze im Netz, sondern auch, um sich schützend vor die Mannschaft zu stellen: „Wir haben keine Söldnertruppe“, betonte er. Es war ein Auftritt, der nachhallen wird.
Ich kopiere mal den SZ-Artikel zur PK von Alex Schmidt hier rein.
Sind bestimmte User hier immer noch der Meinung, man schaukelt sich intern die Eier und geht normal zur Tagesordnung über???
SZ-Artikel vom 10.02.:
Er musste mal was loswerden. Das spürte man von Beginn an, die Antworten bei der Pressekonferenz waren länger als sonst. Und emotionaler. Dynamos Trainer wollte die 1:4-Klatsche gegen Hansa Rostock gründlich analysieren und vor allem einordnen. So richtig in Fahrt kam Alexander Schmidt aber erst ganz zum Schluss.
In der Frage ging es eigentlich darum, wie der Samstag-Gegner SC Paderborn nach dem Abgang von Stürmer Sven Michel zu Union Berlin die Spielweise verändert hat. Nach ein wenig Fußball-Fachlatein kam Schmidt schnell auf den Umgang mit seinen Spielern zu sprechen und auf die Kritik in den sozialen Medien. In diesen denkwürdigen drei Minuten wurde er prinzipiell und deutlich.
„Wir dürfen uns nicht in einen Strudel reintragen lassen von außen, der uns Energie nimmt“, begann der 53-Jährige seinen Monolog. „Das Schlimmste wäre jetzt, wenn wir uns hinterfragen und zweifeln. Ich sage es in jedem Interview, ob es einer hören will oder nicht, oder ob es als Schöngerede dargestellt wird: Diese Mannschaft ist charakterlich top, sie reißt sich den Hintern auf für Dynamo. Da lasse ich mir von keinem ein Blatt Papier dazwischen schieben, dass einer nicht alles gegeben hat. Der soll sich mal die Laufwerte anschauen. Wir sind top im athletischen Bereich, laufen und kämpfen wie die Hunde.“
Es war eine Art Einleitung zur eigentlichen Botschaft: „Man darf unsere Mannschaft nicht verteufeln. Das ist das Schlimmste, was man jetzt machen kann. Das ist ein Appell an alle, dass sie vielleicht mal fünf Kommentare weniger schreiben. Auf alles reinhauen und in den Dreck ziehen – das geht einfach nicht. Das ist ihr gutes Recht, aber es ist sicher so, dass dadurch die Mannschaft und die Situation nicht besser werden. Wir wollen die Liga halten, also seht zu, dass ihr die Mannschaft unterstützt.“ Es klang wie ein Schlusswort, Kapitän Yannick Stark, der neben Schmidt auf dem Podium saß, schaute etwas erschrocken rüber.
Doch der Trainer war noch nicht am Ende, fiel Pressesprecher Ronny Zimmermann ins Wort. „Es darf auch mal sein, dass man so was anspricht“, legte er nach. „Wenn man in der Anonymität alles in den Dreck zieht, das geht nicht. Da soll sich jeder hinterfragen, ob er wirklich der große Fan ist. Wenn Heinz Mörschel ein Tor schießt, ist er der Super-Heinz, und wenn er mal ein schlechtes Spiel macht, wird er gleich ausgepfiffen. Das habe ich jetzt mal so deutlich gesagt, da könnt ihr jetzt alle denken, was ihr wollt. Aber ich zweifle keinen Millimeter an der Mannschaft. Keinen Millimeter.“
Nun war wirklich Schluss. Das Gehörte musste man erst mal sacken lassen. Solch klare Worte haben Seltenheitswert im Profi-Fußball, auch bei Dynamo. Und dass ein Trainer Teile der eigenen Anhängerschaft kritisiert, ist bemerkenswert. Um das einordnen zu können, muss man wissen, dass Schmidt in den sozialen Medien aktiv ist, bei Instagram postet er Fotos von Ausflügen und aus dem Urlaub.
Vermutlich weiß er also, was in den Chats und Foren geschrieben wird. Dass die Kritik im Dynamoland heftiger und deutlicher ausfällt als anderswo, die Stimmung schneller umschlägt, spürt er nun womöglich erstmals. Ralf Minge, eine Vereinslegende und zuletzt langjähriger Sportchef, hatte das mal so ausgedrückt: „Bei Dynamo sind die emotionalen Ausschläge immer extrem – in der positiven wie in der negativen Richtung.“
Eine 1:4-Klatsche in einem Ost-Duell, vier Gegentore innerhalb von zwölf Minuten – das nehmen die Fans richtig übel. So einzigartig die Atmosphäre bei Heimspielen im Harbig-Stadion sein kann, sie dreht sich im Fall von Misserfolgen auch rasch. Am vergangenen in der Halbzeit und dem Spielende ausgepfiffen. „Das war in dem Moment berechtigt, das muss man so hinnehmen“, erklärte Schmidt. „Auch wenn es wehtut und nicht so einfach ist für eine junge Mannschaft.“
Was ihn stört, sind vielmehr die anonymen Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen, die beleidigen. Die Pressekonferenz am Donnerstag nutzt er deshalb nicht nur für einen flammenden Appell gegen Hetze im Netz, sondern auch, um sich schützend vor die Mannschaft zu stellen: „Wir haben keine Söldnertruppe“, betonte er. Es war ein Auftritt, der nachhallen wird.
Kritik ist nie destruktiv oder per se schlecht. Nie, und jede Medaille hat 2 Seiten - immer !
Übrigens kann es kaum glauben, dass dieses Interview wirklich von A.Schmidt kommt, er ist ein sehr guter Trainer mit viel Fachkompetenz, der wie jeder andere Mensch auch auf externe Einflüsse reagiert. Er muss einfach lernen zu hinterfragen, ob in gewissen Fällen die Kritik/Einflüsse berechtigt oder unberechtigt sind, aber Kritik zu verteufeln ist nicht so pfiffig
gibt es einen youtube Link für das Interview - würde es mir gerne anschauen ?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von sgdwasnun am 10.02.2022 um 19:49 Uhr bearbeitet
10.02.2022 - 20:07 Uhr
10.02.2022 - 20:11 Uhr
Ist in der PK zum Spieltag zu finden.
Meinen Respekt für das Statement hat er. Er hat klar und deutlich angesprochen, dass es Veränderungen geben wird und keine Eier geschaukelt werden. Jetzt muss er und die Mannschaft auch liefern. Womit er aber auch recht hat ist, dass natürlich die Spieler die Kommentare und Reaktionen in den sozialen Kanälen mitbekommen. Und wenn man immer liest, dass man scheiße spielt, scheiße ist, dann spielt man irgendwann auch so. Vielleicht ist das auch der Grund warum Spieler lieber in Sandhausen spielen, weil man da nicht so einen hitzigen Umfeld ausgesetzt ist.
Long story short: ***** aufreißen, abliefern und im Sommer den Klassenerhalt feiern.
Meinen Respekt für das Statement hat er. Er hat klar und deutlich angesprochen, dass es Veränderungen geben wird und keine Eier geschaukelt werden. Jetzt muss er und die Mannschaft auch liefern. Womit er aber auch recht hat ist, dass natürlich die Spieler die Kommentare und Reaktionen in den sozialen Kanälen mitbekommen. Und wenn man immer liest, dass man scheiße spielt, scheiße ist, dann spielt man irgendwann auch so. Vielleicht ist das auch der Grund warum Spieler lieber in Sandhausen spielen, weil man da nicht so einen hitzigen Umfeld ausgesetzt ist.
Long story short: ***** aufreißen, abliefern und im Sommer den Klassenerhalt feiern.
10.02.2022 - 20:17 Uhr
Am Ende geht es doch um den Trainer. Mag ja alles stimmen was er sagt ABER er stellt Heinz auf und eben auch andere Akteure auf Drittliga Niveau. Er gibt die Taktik vor, er wechselt ohne Not auf eine Dreier Kette. Er nicht die Spieler! Er schiebt Daferner ins Mittelfeld. Alles ohne Erfolg….der Trend ist jeder Hinsicht negativ.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von oehmschi am 10.02.2022 um 20:19 Uhr bearbeitet
10.02.2022 - 20:35 Uhr
Uiuiui, das hat sich noch keiner getraut.
Und damit der Mannschaft das nächste Alibi geliefert.
Sehr heldenhaft. Ich schlage vor, beim nächsten 0:4 Halbzeitstand die Herren Fußballer mit stehenden Ovationen in die Pause zu begleiten. Und egal, ob er im Stadion ist oder nicht, Heinz ist der Fußballgott.
Natürlich sind wir die Blinden, die nach der Hälfte der Saison immer noch keine Laufwege sehen.
Und unser Torwart war am Sonntag der einsamste Dresdner auf'm Platz, während seine "Mannschaftskameraden" wahrscheinlich jetzt noch damit beschäftigt sind, sich den A.... aufzureißen.
Daferner, unsere schärfste Waffe, fand Gefallen daran, jeden Grashalm einzeln zu begrüßen. Ja, so kommt man auch auf Kilometer. Die Athletik stimmt also.
Ne Freunde, tut mir leid, ich sehe nur eine Entwicklung, und die ist rückwärts gewandt.
Aber he, wo gibt es bessere Derbies als im Schacht.
Habe die Ähre!
Und damit der Mannschaft das nächste Alibi geliefert.
Sehr heldenhaft. Ich schlage vor, beim nächsten 0:4 Halbzeitstand die Herren Fußballer mit stehenden Ovationen in die Pause zu begleiten. Und egal, ob er im Stadion ist oder nicht, Heinz ist der Fußballgott.
Natürlich sind wir die Blinden, die nach der Hälfte der Saison immer noch keine Laufwege sehen.
Und unser Torwart war am Sonntag der einsamste Dresdner auf'm Platz, während seine "Mannschaftskameraden" wahrscheinlich jetzt noch damit beschäftigt sind, sich den A.... aufzureißen.
Daferner, unsere schärfste Waffe, fand Gefallen daran, jeden Grashalm einzeln zu begrüßen. Ja, so kommt man auch auf Kilometer. Die Athletik stimmt also.
Ne Freunde, tut mir leid, ich sehe nur eine Entwicklung, und die ist rückwärts gewandt.
Aber he, wo gibt es bessere Derbies als im Schacht.
Habe die Ähre!
10.02.2022 - 20:38 Uhr
Ich gebe da meinen Vorrednern Recht ... wer selbst Fußball gespielt hat und vielleicht auch schon Trainer war weiß und spürt genau, was in einer Truppe los ist, wer gallig ist, wer Schönwetterspieler ist und wer eher Mitläufer. Das AS den guten Geist der Mannschaft mit den Laufwerten begründet ist für mich leider nur die halbe Wahrheit. Ich habe über mehrere Spiele bewusst auf die Laufwege unserer zwei 6-er geachtet. Ja, du kannst Kilometer abspulen, aber dich genau so verstecken. Und so sehe ich das leider bei Stark und Kade. Welche Räume belaufen sie, wann kommen sie Richtung gegnerische Box, welche kreative Spieleröffnung haben sie, etc. ? Und da fällt mir noch ein Bibelspruch ein, der immer passt: messt sie nicht am Geschwätz sondern am Ergebnis ... und bitte: das ist kein madig machen, sondern alle sind sensibel und machen sich Gedanken - das muss möglich und ertragbar sein.
10.02.2022 - 20:42 Uhr
Danke! Schaue es mir gerade an.
aber dort stellt doch die von @Champi1982 zitierte SZ keine Frage oder übersehe ich was? Fasst die SZ die PK in ihrem Sinne zusammen? Wann haben die eigentlich ihre letzte Frage in so einer Pressekonferenz - bei Dynamo - gestellt?
kA und will nichts falsch darstelle, aber die SZ ist doch schon seit mehreren Jahren nicht mehr so nah dran am Verein, siehe Beteiligungen in den PK vorm Spiel.
Oder fragen die über ein anderes Medium?
10.02.2022 - 22:17 Uhr
In manchen Punkten hat er recht. Man sollte z.B. keine Spieler persönlich beleidigen.
Aber z.B. Heinz wurde nicht wegen einem unterirdischen Spiel ausgepfiffen, sondern weil er seit Monaten größtenteils eine miese Leistung abruft und das am Wochenende war die Kirsche auf der Torte. Aber nicht nur er. In den letzten Wochen und Monaten hat fast die ganze Truppe mehr schlecht als recht performt.
Wie ich es schon im Spieltags Thread geschrieben habe, was bringt es zig Kilometer durch teils sinnlose Laufwege zu sammeln, aber am Ende keine gefährlichen Aktionen erspielt und in 90min nur 3 Torschüsse und eine 0 auf der Anzeige stehen hat?
Das beim 0:4 Pausenstand keiner jubelnd klatscht versteht sich von selbst. Hätte es auch verstanden wenn zum Anpfiff zur 2. Halbzeit keiner mehr im Stadion gewesen wäre. Verlieren kann man im Fußball immer mal, keine Schande, aber die Art und Weise ging gar nicht! Ich bin selbst seit meiner Kindheit nun 25 Jahre Dynamo Fan durch und durch, aber selbst ich war kurz davor zur Halbzeit abzuhauen
Aber z.B. Heinz wurde nicht wegen einem unterirdischen Spiel ausgepfiffen, sondern weil er seit Monaten größtenteils eine miese Leistung abruft und das am Wochenende war die Kirsche auf der Torte. Aber nicht nur er. In den letzten Wochen und Monaten hat fast die ganze Truppe mehr schlecht als recht performt.
Wie ich es schon im Spieltags Thread geschrieben habe, was bringt es zig Kilometer durch teils sinnlose Laufwege zu sammeln, aber am Ende keine gefährlichen Aktionen erspielt und in 90min nur 3 Torschüsse und eine 0 auf der Anzeige stehen hat?
Das beim 0:4 Pausenstand keiner jubelnd klatscht versteht sich von selbst. Hätte es auch verstanden wenn zum Anpfiff zur 2. Halbzeit keiner mehr im Stadion gewesen wäre. Verlieren kann man im Fußball immer mal, keine Schande, aber die Art und Weise ging gar nicht! Ich bin selbst seit meiner Kindheit nun 25 Jahre Dynamo Fan durch und durch, aber selbst ich war kurz davor zur Halbzeit abzuhauen
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Sturmspitze am 10.02.2022 um 22:18 Uhr bearbeitet
10.02.2022 - 22:29 Uhr
Es ist eben Schmidts Philosophie, die Einheit zu beschwören, legitim. Und natürlich trifft seine Kritik an der Kritik auch hier und da ins Schwarze, gerade in Zeiten von Social Media.
Ich finds trotzdem weniger mutig, als vielmehr schlicht die konsequente Fortführung seiner Linie, und somit im Endeffekt beinahe generisch. Und ein wenig gilt da wohl auch der alte Spruch mit dem Treffen und Bellen, denn er ist zweifelsohne nicht unangeschlagen.
Es ist ihm zu wünschen, dass er mit seiner Art die richtigen Knöpfe bei der Mannschaft drücken kann und das eben auch auf längere Sicht – denn er gibt der Mannschaft ziemlich Kredit, und da will der Check dann möglichst gedeckt sein.
Mir ist der Trainer durchaus sympathisch und ich würde ihm absolut gönnen, hier weiterhin erfolgreich zu sein. Aber: sein Denkmal hat schon ein paar Risse bekommen im Laufe dieser Saison und auch er muss (mit Staff) unbedingt eine Entwicklung hinlegen, um in der Liga anzukommen. Bis jetzt ist er das aus meiner Sicht (auch mit Blick auf die vorherigen Stationen) nämlich noch nicht 100%ig.
Ich finds trotzdem weniger mutig, als vielmehr schlicht die konsequente Fortführung seiner Linie, und somit im Endeffekt beinahe generisch. Und ein wenig gilt da wohl auch der alte Spruch mit dem Treffen und Bellen, denn er ist zweifelsohne nicht unangeschlagen.
Es ist ihm zu wünschen, dass er mit seiner Art die richtigen Knöpfe bei der Mannschaft drücken kann und das eben auch auf längere Sicht – denn er gibt der Mannschaft ziemlich Kredit, und da will der Check dann möglichst gedeckt sein.
Mir ist der Trainer durchaus sympathisch und ich würde ihm absolut gönnen, hier weiterhin erfolgreich zu sein. Aber: sein Denkmal hat schon ein paar Risse bekommen im Laufe dieser Saison und auch er muss (mit Staff) unbedingt eine Entwicklung hinlegen, um in der Liga anzukommen. Bis jetzt ist er das aus meiner Sicht (auch mit Blick auf die vorherigen Stationen) nämlich noch nicht 100%ig.
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