50+1-Regel II
21.01.2010 - 22:01 Uhr
24.07.2018 - 18:13 Uhr
Zitat von Effzeh-Jeck
Geld ist natürlich keine Erfolgsgarantie, aber Geld erhöht die Chance auf Erfolg deutlich, die alleinige Fachkompetenz macht es leider auch nicht. Ein Verein mit Fachkompetenz UND Geld wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit immer noch erfolgreicher sein, als ein Verein mit wenig Geld UND Fachkompetenz. Bis zu einem gewissen Grad kann man sicherlich viel mit Fachkompetenz bewirken, aber es gibt nun mal auch Grenzen. Der SC Freiburg hatte nun wirklich nie inkompetente Leute im Verein. Für mich ist das der klassische deutsche Club, der mit wenig Mittel für seine Verhältnisse immer viel bewirkt hat. Aber so gut man auch als Verein agiert, man wäre wohl trotzdem nie an einem FC Bayern vorbei gezogen, auch wenn der FC Bayern trotz Geld noch so schlecht agiert hätte und noch so wenig Fachkompetenz hätte. Zumal auch an irgendeinem Punkt dann die Problematik entstehen kann, dass dir die hohe Fachkompetenz durch Vereine mit entsprechenden Mitteln dann ebenfalls entzogen wird. Gute Leute folgen irgendwann auch dem Geld. Das ist leider meistens so.
Zitat von Landauer
??
Natürlich ist jeder Manager "selbst schuld" wenn er den Club nicht wegen kurzfristigem Ehrgeiz finanziell an die Wand fährt. Das ist doch seine ur-eigene Verantwortung umsichtig zu handeln.
Davon mal abgesehen, ist Geld keine Garantie auf Erfolg.
Deine Sechziger hatten bspw. in der letzten Zweitligasaison den höchsten Gehaltsetat der gesamten Liga und man fuhr rund 20 mio Verlust in nur einer Saison ein. Das Ergebnis war ein Abstieg. Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Am Ende dreht sich alles um Fachkompetenz bei der Verwendung der Mittel und dahingehend kann Kompetenz nämlich auch Geld ersetzen.
??
Natürlich ist jeder Manager "selbst schuld" wenn er den Club nicht wegen kurzfristigem Ehrgeiz finanziell an die Wand fährt. Das ist doch seine ur-eigene Verantwortung umsichtig zu handeln.
Davon mal abgesehen, ist Geld keine Garantie auf Erfolg.
Deine Sechziger hatten bspw. in der letzten Zweitligasaison den höchsten Gehaltsetat der gesamten Liga und man fuhr rund 20 mio Verlust in nur einer Saison ein. Das Ergebnis war ein Abstieg. Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Am Ende dreht sich alles um Fachkompetenz bei der Verwendung der Mittel und dahingehend kann Kompetenz nämlich auch Geld ersetzen.
Geld ist natürlich keine Erfolgsgarantie, aber Geld erhöht die Chance auf Erfolg deutlich, die alleinige Fachkompetenz macht es leider auch nicht. Ein Verein mit Fachkompetenz UND Geld wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit immer noch erfolgreicher sein, als ein Verein mit wenig Geld UND Fachkompetenz. Bis zu einem gewissen Grad kann man sicherlich viel mit Fachkompetenz bewirken, aber es gibt nun mal auch Grenzen. Der SC Freiburg hatte nun wirklich nie inkompetente Leute im Verein. Für mich ist das der klassische deutsche Club, der mit wenig Mittel für seine Verhältnisse immer viel bewirkt hat. Aber so gut man auch als Verein agiert, man wäre wohl trotzdem nie an einem FC Bayern vorbei gezogen, auch wenn der FC Bayern trotz Geld noch so schlecht agiert hätte und noch so wenig Fachkompetenz hätte. Zumal auch an irgendeinem Punkt dann die Problematik entstehen kann, dass dir die hohe Fachkompetenz durch Vereine mit entsprechenden Mitteln dann ebenfalls entzogen wird. Gute Leute folgen irgendwann auch dem Geld. Das ist leider meistens so.
Klar, gar kein Widerspruch.
Vielleicht ist Hoffenheim ein passendes Beispiel:
Als Hopp noch Geld reinsteckte, schnitten sie tabellarisch nicht so gut ab wie jetzt mit Nagelsmann & Rosen (2x in den Top 4). Und das obwohl sie jede Saison Leistungsträger an größere Clubs abgeben müssen.
Ich finde das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fachkompetenz einen nennenswerten Unterschied machen kann, auch wenn Hoffenheim damit immer noch nicht an Bayern heranreichen wird. Für Dortmund hat es aber schonmal gereicht.
24.07.2018 - 18:15 Uhr
Zitat von Forever_Hansa
Aber andersrum wird ein Schuh draus: nur wer Geld hat wird Erfolg haben. England, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sind die deutlichen Indizien für diese Thesen. In jeder Liga sind fast ohne Ausnahme die reichsten Clubs ganz oben - die kaufen nämlich die Kompetenz und im Zweifel die Stars der Konkurrenz. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Das war u Rügens schon anders, bevor die Schere so auseinander ging.
Aber andersrum wird ein Schuh draus: nur wer Geld hat wird Erfolg haben. England, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sind die deutlichen Indizien für diese Thesen. In jeder Liga sind fast ohne Ausnahme die reichsten Clubs ganz oben - die kaufen nämlich die Kompetenz und im Zweifel die Stars der Konkurrenz. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Das war u Rügens schon anders, bevor die Schere so auseinander ging.
Wenn der Unterschied im Etat dann derart riesig wird (hunderte Mio mehr), ja dann setzt sich Geld zumindest mittelfristig immer durch. Aber die ab und zu auftretenden Gegenbeispiele bleiben dennoch interessant, so z.B. Wolfsburg mit zwei Fast-Abstiegen in Serie, trotz potentem Etat.
24.07.2018 - 18:16 Uhr
Zitat von Forever_Hansa
Aber andersrum wird ein Schuh draus: nur wer Geld hat wird Erfolg haben. England, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sind die deutlichen Indizien für diese Thesen. In jeder Liga sind fast ohne Ausnahme die reichsten Clubs ganz oben - die kaufen nämlich die Kompetenz und im Zweifel die Stars der Konkurrenz. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Das war u Rügens schon anders, bevor die Schere so auseinander ging.
Aber andersrum wird ein Schuh draus: nur wer Geld hat wird Erfolg haben. England, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sind die deutlichen Indizien für diese Thesen. In jeder Liga sind fast ohne Ausnahme die reichsten Clubs ganz oben - die kaufen nämlich die Kompetenz und im Zweifel die Stars der Konkurrenz. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Das war u Rügens schon anders, bevor die Schere so auseinander ging.
Es bedarf bis zu einem gewissen Grad logischerweise Geld um die nötige Kompetenz einzuholen, aber schlecht investiertes Geld ist genauso gut wie gar kein Geld. Viel Geld zu investieren ohne sportlich erfolgreich zu sein ist nicht die ganz große Kunst, aber kein Verein mit ausreichend Kompetenz wird es schaffen, weniger aus den vorhandenen Mitteln zu machen, als Vereine mit den gleichen finanziellen Mitteln, aber weniger Kompetenz. Letztendlich können deutlich größere finanzielle Mittel einiges (wie beispielsweise fehlende Kompetenz) kaschieren, bis dann Vereine auf den Plan treten, die über ähnliche Kapazitäten verfügen.
In den nationalen Ligen aus Italien, Deutschland oder Frankreich sind die Spitzenreiter finanziell deutlich besser aufgestellt als der Rest und auch sportlich erfolgreicher. Aber wenn der Blick etwas tiefer wandert, dann wird schnell deutlich, dass Vereine mit mehr Geld nicht immer vor den Vereinen mit weniger Geld stehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Teec3 am 24.07.2018 um 18:17 Uhr bearbeitet
24.07.2018 - 19:31 Uhr
Zitat von Landauer
??
Natürlich ist jeder Manager "selbst schuld" wenn er den Club nicht wegen kurzfristigem Ehrgeiz finanziell an die Wand fährt. Das ist doch seine ur-eigene Verantwortung umsichtig zu handeln.
Davon mal abgesehen, ist Geld keine Garantie auf Erfolg.
Deine Sechziger hatten bspw. in der letzten Zweitligasaison den höchsten Gehaltsetat der gesamten Liga und man fuhr rund 20 mio Verlust in nur einer Saison ein. Das Ergebnis war ein Abstieg. Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Am Ende dreht sich alles um Fachkompetenz bei der Verwendung der Mittel und dahingehend kann Kompetenz nämlich auch Geld ersetzen.
Zitat von Corleone60
Mit dieser Argumentation kann man auch das Dopingverbot abschaffen.
Jeder ist selbst schuld, wenn er negative Langzeitfolgen für seinen Körper (=Klub) wie Krebserkrankungen (=Verschuldung durch Darlehen) für den möglichen kurzfristigen Erfolg ablehnt
Zitat von H2931
Hier allerdings einen Verein wie Wolfsburg kritisieren und gleichzeitig für die 50+1 Regel sein, ist so ein ziemlicher Widerspruch.
Warum? Weil man genau diesen Nachteil durch jene 50+1 Regel hat, fällt diese gibt es für alle die gleichen Rechte und es kann keine Ausnahmen ala Lex Leverkusen mehr geben.
Hier allerdings einen Verein wie Wolfsburg kritisieren und gleichzeitig für die 50+1 Regel sein, ist so ein ziemlicher Widerspruch.
Warum? Weil man genau diesen Nachteil durch jene 50+1 Regel hat, fällt diese gibt es für alle die gleichen Rechte und es kann keine Ausnahmen ala Lex Leverkusen mehr geben.
Mit dieser Argumentation kann man auch das Dopingverbot abschaffen.
Jeder ist selbst schuld, wenn er negative Langzeitfolgen für seinen Körper (=Klub) wie Krebserkrankungen (=Verschuldung durch Darlehen) für den möglichen kurzfristigen Erfolg ablehnt

??
Natürlich ist jeder Manager "selbst schuld" wenn er den Club nicht wegen kurzfristigem Ehrgeiz finanziell an die Wand fährt. Das ist doch seine ur-eigene Verantwortung umsichtig zu handeln.
Davon mal abgesehen, ist Geld keine Garantie auf Erfolg.
Deine Sechziger hatten bspw. in der letzten Zweitligasaison den höchsten Gehaltsetat der gesamten Liga und man fuhr rund 20 mio Verlust in nur einer Saison ein. Das Ergebnis war ein Abstieg. Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Am Ende dreht sich alles um Fachkompetenz bei der Verwendung der Mittel und dahingehend kann Kompetenz nämlich auch Geld ersetzen.
Doping ist auch keine Garantie für Erfolg, aber es steigert die Chancen halt enorm, solange man sich nicht wie 1860 und HSV im Medizinschrank vergreift und das Abführmittel erwischt, dann kommt nur Dünnpfiff raus.
Der Ausrichter eines Wettbewerbs sollte aber auf einen möglichst fairen Wettkampf als auch auf die Gesundheit seiner Teilnehmer achten.
Zitat von H2931
Guten Fußball sehen wollen von seiner Liga hat nichts mit Erfolgsfan zu tun, sondern das man den Fußball liebt.
Guten Fußball sehen wollen von seiner Liga hat nichts mit Erfolgsfan zu tun, sondern das man den Fußball liebt.
Jetzt bräuchte man nur noch eine Definition von "guter Fußball". Wenn man Tore pro Spiel nimmt, schnitt die Bundesliga letzte Saison sogar besser ab. England hatte auch schon vor 20Jahren mehr Stars als Deutschland, als sie noch das -> meiner Meinung nach <- unansehnliche Kick&Rush praktiziert haben.
25.07.2018 - 08:08 Uhr
Zitat von H2931
Der Satz hat mal rein gar nichts mit meinem angebliches Erfolgsfansein, welches nicht existiert, zu tun.
Selbstverständlich ist gewinnen das Wichtigste. Sonst brauche ich gar nicht zu spielen. Nächste mal trete ich beim Sport an und sage, "ach gewinnen ist mir egal".
Wer in einem sportlichen Wettbewerb antritt hat das primäre Ziel zu gewinnen, alles andere ist Zusatz aber der Sieg ist das primäre Ziel. Wer da von Erfolgsfan redet, der hat schlichtweg keine Ahnung und kann sportlichen Ergeiz nicht von Erfolgsfan trennen.
Und wo steht das sich Fan sein durch Stadionbesuche auszeichnet? Für mich hat ein Stadionbesuch nichts besonderes Was ich jedes Wochenende brauche. Ich brauche nicht in der Kurve zu stehen und dadurch krank zu werden, dass ich mir die Stimme ausschreie. Ich fiebere lieber schweißgebadet und unter Adrinalin vor dem Fernseher mit.
Dann kann ich auch sagen "Für mich zeichnet sich Fan sein aus, dass man die Spiele an Fernseher verfolgt". Das ist genau so Käse.
Zitat von Borussenfan14
Dieser Satz zeigt doch dein , salopp gesagt, "Erfolgsfansein". Du schriebst, dass du Fan von schönen Fussball bist, das ist richtig und erstmal nichts negatives.
Aber ein Fan eines Vereins zeichnet sich auch durch andere Dinge aus. Ein Vollblutfan geht auch ins Stadion, wenn es schneit, der Verein auf Platz 18 steht und 10 Spiele ohne Sieg ist. Niemand sieht gerne seine Mannschaft verlieren, aber unterm Strich ist das nicht das Wichtigste.
Um den Bogen jetzt aber wieder zurückzuspannen: Fan eines Vereins zu sein UND Fan von guten Fussball zu sein müssen sich nicht ausschließen. Müsste ich aber wählen, ich würde mit meinem Verein in die sportliche Bedeutungslosigkeit gehen.
Zitat von H2931
Ich schaue mir lieber starke Bundesligavereine in der Cl vor dem Fernseher an, als im Stadion zu sein und nach dem Spiel frustriert nach Hause zu gehen, weil wieder verloren wurde.
Ich schaue mir lieber starke Bundesligavereine in der Cl vor dem Fernseher an, als im Stadion zu sein und nach dem Spiel frustriert nach Hause zu gehen, weil wieder verloren wurde.
Dieser Satz zeigt doch dein , salopp gesagt, "Erfolgsfansein". Du schriebst, dass du Fan von schönen Fussball bist, das ist richtig und erstmal nichts negatives.
Aber ein Fan eines Vereins zeichnet sich auch durch andere Dinge aus. Ein Vollblutfan geht auch ins Stadion, wenn es schneit, der Verein auf Platz 18 steht und 10 Spiele ohne Sieg ist. Niemand sieht gerne seine Mannschaft verlieren, aber unterm Strich ist das nicht das Wichtigste.
Um den Bogen jetzt aber wieder zurückzuspannen: Fan eines Vereins zu sein UND Fan von guten Fussball zu sein müssen sich nicht ausschließen. Müsste ich aber wählen, ich würde mit meinem Verein in die sportliche Bedeutungslosigkeit gehen.
Der Satz hat mal rein gar nichts mit meinem angebliches Erfolgsfansein, welches nicht existiert, zu tun.
Selbstverständlich ist gewinnen das Wichtigste. Sonst brauche ich gar nicht zu spielen. Nächste mal trete ich beim Sport an und sage, "ach gewinnen ist mir egal".
Wer in einem sportlichen Wettbewerb antritt hat das primäre Ziel zu gewinnen, alles andere ist Zusatz aber der Sieg ist das primäre Ziel. Wer da von Erfolgsfan redet, der hat schlichtweg keine Ahnung und kann sportlichen Ergeiz nicht von Erfolgsfan trennen.
Und wo steht das sich Fan sein durch Stadionbesuche auszeichnet? Für mich hat ein Stadionbesuch nichts besonderes Was ich jedes Wochenende brauche. Ich brauche nicht in der Kurve zu stehen und dadurch krank zu werden, dass ich mir die Stimme ausschreie. Ich fiebere lieber schweißgebadet und unter Adrinalin vor dem Fernseher mit.
Dann kann ich auch sagen "Für mich zeichnet sich Fan sein aus, dass man die Spiele an Fernseher verfolgt". Das ist genau so Käse.
Der Drang zum Gewinnen ist im Sport unabdingbar, da gebe ich dir natürlich recht. Nur für mich als Fan identifiziere ich mich nicht ausschließlich über Erfolge.
Zum TV-Fansein: Du scheinst mich da missverstanden zu haben. Man ist nicht gleich ein besserer Fan, nur weil man ins Stadion geht. Ich hatte es schon erwähnt, ein guter Fan sieht seine Mannschaft versagen, geht nach Hause, ärgert sich... Und geht trotzdem nächsten Samstag ins Stadion/Macht Radio/TV an und fiebert mit.
Ich kann nur die fehlende Liebe zum Stadionbesuch nicht verstehen, weil das Gesamterlebnis für mich durch kein Fernseherlebnis zu erreichen ist. Aber dies ist nur meine Meinung.
25.07.2018 - 08:30 Uhr
Zitat von Corleone60
Der Ausrichter eines Wettbewerbs sollte aber auf einen möglichst fairen Wettkampf als auch auf die Gesundheit seiner Teilnehmer achten.
Der Ausrichter eines Wettbewerbs sollte aber auf einen möglichst fairen Wettkampf als auch auf die Gesundheit seiner Teilnehmer achten.
Dazu gibt es das DFL Lizensierungsverfahren (einheitliche Standards für alle) und auch das FFP der UEFA.
Problem bei Letzterem ist der juristische Aspekt, denn ein verschärftes Vorgehen ist rechtlich nicht durchsetzbar.
Im Kern steht aber der Leitsatz: "Nur ausgeben was man auch einnimmt", was der Stabilität der Branche dienen soll und auch stimmig ist.
Es geht also nicht um mehr Ausgaben eines Teilnehmers, wenn dieser das auch sauber per Einnahmen refinanziert. Die Einnahmen selbst kann man aber nicht beschränken, weil das nicht juristisch gedeckt wäre.
Aber zurück zum Leitsatz:
Wenn z.B. ein Gönner Geld oben drauf legt, ist das noch nicht einmal zu beanstanden, aber aus steuerlichen Gründen passiert das meist eher per Verlustausgleich im Nachhinein (z.B. Chelsea).
Bei euch in Giesing ist das Problem eher viel größer, denn euer Investor schenkt euch das Geld ja gar nicht, sondern er hat euch mit jedem Euro systematisch weiter verschuldet. Und folglich steht Sechzig finanziell auf tönernen Füßen und geht einer erneuten Insolvenzgefahr im kommenden Sommer entgegen (Fortführungsprognose nur bis 2019). In diesem Sinne wäre Sechzig sogar als größere Gefahr für die finanzielle Stabilität zu sehen als bspw. PSG, denn die bekommen ihr Geld per überzogenem Sponsoring quasi "geschenkt".
Im Grunde forderst du mit deinen Zeilen quasi indirekt den Lizenzentzug für Sechzig samt folgender Insolvenz. Ist das wirklich in deinem Interesse?
25.07.2018 - 11:02 Uhr
Zitat von Corleone60
Man könnte genauso andersrum argumentieren:
Leute, die sich wirklich für Fußball interessieren, brauchen keine schwerreichen Superstars und Instagram-Fanboys mit Millionen Followern.
Wenn man sich nur für Fußball interessiert, wenn die eigene Liga jedes Jahr zwei CL-Halbfinalisten stellt, ist man eher Erfolgsfans statt Fußballfan
Mit dieser Argumentation kann man auch das Dopingverbot abschaffen. Jeder ist selbst schuld, wenn er negative Langzeitfolgen für seinen Körper (=Klub) wie Krebserkrankungen (=Verschuldung durch Darlehen) für den möglichen kurzfristigen Erfolg ablehnt
Anders wie beim Doping sind die Langzeitfolgen nicht vorprogrammiert, man kann genauso gut langfristig Erfolg(Leverkusen) wie kurzfristig Erfolg haben. Es muss ja nicht überall so wie bei 1860 laufen.
Zitat von H2931
Wer das will? Leute die sich wirklich für den Fußball interessieren. Eine Bundesliga die international weit hinterherhängt, will doch keiner der sich ernsthaft für Fußball interessiert. Leute die gerne nur zum Fußball, weil sie das Event Stadion haben wollen, können auch in tiefe Liga zu einem Fußballspiel gehen
Wer das will? Leute die sich wirklich für den Fußball interessieren. Eine Bundesliga die international weit hinterherhängt, will doch keiner der sich ernsthaft für Fußball interessiert. Leute die gerne nur zum Fußball, weil sie das Event Stadion haben wollen, können auch in tiefe Liga zu einem Fußballspiel gehen
Man könnte genauso andersrum argumentieren:
Leute, die sich wirklich für Fußball interessieren, brauchen keine schwerreichen Superstars und Instagram-Fanboys mit Millionen Followern.
Wenn man sich nur für Fußball interessiert, wenn die eigene Liga jedes Jahr zwei CL-Halbfinalisten stellt, ist man eher Erfolgsfans statt Fußballfan
Zitat von H2931
Hier allerdings einen Verein wie Wolfsburg kritisieren und gleichzeitig für die 50+1 Regel sein, ist so ein ziemlicher Widerspruch.
Warum? Weil man genau diesen Nachteil durch jene 50+1 Regel hat, fällt diese gibt es für alle die gleichen Rechte und es kann keine Ausnahmen ala Lex Leverkusen mehr geben.
Hier allerdings einen Verein wie Wolfsburg kritisieren und gleichzeitig für die 50+1 Regel sein, ist so ein ziemlicher Widerspruch.
Warum? Weil man genau diesen Nachteil durch jene 50+1 Regel hat, fällt diese gibt es für alle die gleichen Rechte und es kann keine Ausnahmen ala Lex Leverkusen mehr geben.
Mit dieser Argumentation kann man auch das Dopingverbot abschaffen. Jeder ist selbst schuld, wenn er negative Langzeitfolgen für seinen Körper (=Klub) wie Krebserkrankungen (=Verschuldung durch Darlehen) für den möglichen kurzfristigen Erfolg ablehnt
Anders wie beim Doping sind die Langzeitfolgen nicht vorprogrammiert, man kann genauso gut langfristig Erfolg(Leverkusen) wie kurzfristig Erfolg haben. Es muss ja nicht überall so wie bei 1860 laufen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Armada am 25.07.2018 um 11:03 Uhr bearbeitet
25.07.2018 - 12:30 Uhr
Zitat von Landauer
Klar, gar kein Widerspruch.
Vielleicht ist Hoffenheim ein passendes Beispiel:
Als Hopp noch Geld reinsteckte, schnitten sie tabellarisch nicht so gut ab wie jetzt mit Nagelsmann & Rosen (2x in den Top 4). Und das obwohl sie jede Saison Leistungsträger an größere Clubs abgeben müssen.
Ich finde das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fachkompetenz einen nennenswerten Unterschied machen kann, auch wenn Hoffenheim damit immer noch nicht an Bayern heranreichen wird. Für Dortmund hat es aber schonmal gereicht.
Zitat von Effzeh-Jeck
Geld ist natürlich keine Erfolgsgarantie, aber Geld erhöht die Chance auf Erfolg deutlich, die alleinige Fachkompetenz macht es leider auch nicht. Ein Verein mit Fachkompetenz UND Geld wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit immer noch erfolgreicher sein, als ein Verein mit wenig Geld UND Fachkompetenz. Bis zu einem gewissen Grad kann man sicherlich viel mit Fachkompetenz bewirken, aber es gibt nun mal auch Grenzen. Der SC Freiburg hatte nun wirklich nie inkompetente Leute im Verein. Für mich ist das der klassische deutsche Club, der mit wenig Mittel für seine Verhältnisse immer viel bewirkt hat. Aber so gut man auch als Verein agiert, man wäre wohl trotzdem nie an einem FC Bayern vorbei gezogen, auch wenn der FC Bayern trotz Geld noch so schlecht agiert hätte und noch so wenig Fachkompetenz hätte. Zumal auch an irgendeinem Punkt dann die Problematik entstehen kann, dass dir die hohe Fachkompetenz durch Vereine mit entsprechenden Mitteln dann ebenfalls entzogen wird. Gute Leute folgen irgendwann auch dem Geld. Das ist leider meistens so.
Zitat von Landauer
??
Natürlich ist jeder Manager "selbst schuld" wenn er den Club nicht wegen kurzfristigem Ehrgeiz finanziell an die Wand fährt. Das ist doch seine ur-eigene Verantwortung umsichtig zu handeln.
Davon mal abgesehen, ist Geld keine Garantie auf Erfolg.
Deine Sechziger hatten bspw. in der letzten Zweitligasaison den höchsten Gehaltsetat der gesamten Liga und man fuhr rund 20 mio Verlust in nur einer Saison ein. Das Ergebnis war ein Abstieg. Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Am Ende dreht sich alles um Fachkompetenz bei der Verwendung der Mittel und dahingehend kann Kompetenz nämlich auch Geld ersetzen.
??
Natürlich ist jeder Manager "selbst schuld" wenn er den Club nicht wegen kurzfristigem Ehrgeiz finanziell an die Wand fährt. Das ist doch seine ur-eigene Verantwortung umsichtig zu handeln.
Davon mal abgesehen, ist Geld keine Garantie auf Erfolg.
Deine Sechziger hatten bspw. in der letzten Zweitligasaison den höchsten Gehaltsetat der gesamten Liga und man fuhr rund 20 mio Verlust in nur einer Saison ein. Das Ergebnis war ein Abstieg. Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Am Ende dreht sich alles um Fachkompetenz bei der Verwendung der Mittel und dahingehend kann Kompetenz nämlich auch Geld ersetzen.
Geld ist natürlich keine Erfolgsgarantie, aber Geld erhöht die Chance auf Erfolg deutlich, die alleinige Fachkompetenz macht es leider auch nicht. Ein Verein mit Fachkompetenz UND Geld wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit immer noch erfolgreicher sein, als ein Verein mit wenig Geld UND Fachkompetenz. Bis zu einem gewissen Grad kann man sicherlich viel mit Fachkompetenz bewirken, aber es gibt nun mal auch Grenzen. Der SC Freiburg hatte nun wirklich nie inkompetente Leute im Verein. Für mich ist das der klassische deutsche Club, der mit wenig Mittel für seine Verhältnisse immer viel bewirkt hat. Aber so gut man auch als Verein agiert, man wäre wohl trotzdem nie an einem FC Bayern vorbei gezogen, auch wenn der FC Bayern trotz Geld noch so schlecht agiert hätte und noch so wenig Fachkompetenz hätte. Zumal auch an irgendeinem Punkt dann die Problematik entstehen kann, dass dir die hohe Fachkompetenz durch Vereine mit entsprechenden Mitteln dann ebenfalls entzogen wird. Gute Leute folgen irgendwann auch dem Geld. Das ist leider meistens so.
Klar, gar kein Widerspruch.
Vielleicht ist Hoffenheim ein passendes Beispiel:
Als Hopp noch Geld reinsteckte, schnitten sie tabellarisch nicht so gut ab wie jetzt mit Nagelsmann & Rosen (2x in den Top 4). Und das obwohl sie jede Saison Leistungsträger an größere Clubs abgeben müssen.
Ich finde das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Fachkompetenz einen nennenswerten Unterschied machen kann, auch wenn Hoffenheim damit immer noch nicht an Bayern heranreichen wird. Für Dortmund hat es aber schonmal gereicht.
Naja, ich finde Hoffenheim ist gerade gar nicht so ein richtig gutes Beispiel. Zwar geben Sie nicht mehr diese Summen aus, wie damals, als Hopp den Verein mit Geld hochgepushed hat und in der Bundesliga etablieren wollte. Dennoch ist Hoffenheim nach wie vor kein armer Verein. Die haben mal mir nichts dir nichts richtig gute Strukturen von Hopp finanziert und damit quasi geschenkt bekommen. Außerdem wären Sie jederzeit in der Lage, ordentlich Geld zu investieren, wenn es denn sein müsste und man einen Spieler würde haben wollen. Die vorhandene Fachkompetenz von Hoffenheim hat durchaus auch seinen Preis. Ein Nagelsmann, der sicherlich zu den talentiertesten Trainern gilt, wird in Hoffenheim nicht für einen Eimer Gummibärchen arbeiten. Auch wenn Sie gute Spieler verloren haben. Wohin haben Sie die Spieler denn verloren? An finanziell noch stärkere Vereine, wo wir dann wieder beim Thema Geld landen.
Außerdem ist das auch eine Momentaufnahme. Ob die sich dauerhaft vor dem BVB einreihen werden, steht absolut in den Sternen. Ich glaube es eher nicht. Mein Effzeh war auch mal kurzzeitig europäisch vertreten. Wie es danach die Saison verlief, ist ja nun bekannt. Ich stecke jetzt mal sinnbildlich Geld ins Phrasenschwein und sage: Geld schießt zwar keine Tore, es erhöht aber die Chance auf Tore ungemein und im normalfall schadet das Geld auch nicht, wenn damit vernünftig umgegangen wird. Wenn man damit nicht vernünftig umgeht, ist man mit Geld genauso wenig erfolgreich, wie man es dann auch ohne Geld wäre, denn dann hat man einfach unfähige Entscheidungsträger.
27.07.2018 - 06:40 Uhr
Hoffenheim ist schon ein Beispiel dafür, dass Fachkompetenz fehlendes Geld ausgleicht. Dabei spielt es keine Rolle, dass sie mit viel Geld in die Bundesliga gekommen sind.
Natürlich hat Hoffenheim den Vorteil, dass sich der Verein um die Infrastruktur keine Gedanken machen muss und man lässt sich auch die Kompetenz etwas kosten, aber das ändert nichts daran, dass der aktuelle finanzielle Aufwand unter dem von Dortmund oder Leverkusen liegt.
Natürlich hat Hoffenheim den Vorteil, dass sich der Verein um die Infrastruktur keine Gedanken machen muss und man lässt sich auch die Kompetenz etwas kosten, aber das ändert nichts daran, dass der aktuelle finanzielle Aufwand unter dem von Dortmund oder Leverkusen liegt.
28.07.2018 - 13:38 Uhr
Zitat von tm
96-Klubchef Kind klagt nach 50+1-Ablehnung vor Landgericht Frankfurt
https://www.transfermarkt.de/96-klubchef-kind-klagt-nach-50-1-ablehnung-vor-landgericht-frankfurt/view/news/314962 96-Klubchef Kind klagt nach 50+1-Ablehnung vor Landgericht Frankfurt
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