| Geburtsdatum | 12.09.1989 |
|---|---|
| Alter | 36 |
| Nat. |
Frankreich |
| Größe | 1,78m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Rechtsaußen |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | FC Allobroges Asafia |
Leistungsdaten:
Keine Daten
Yoric Ravet [16]
26.08.2017 - 18:00 Uhr
10.09.2017 - 12:11 Uhr
Zitat von Nydo-Lee
Nach dem Spiel erwarte ich eine schriftliche Entschuldigung an Schmelzer der sich anscheinend schwer verletzt hat. Außerdem sollte er über sein verhalten nachdenken und aufschreiben was er falsch gemaht hat.
Nach dem Spiel erwarte ich eine schriftliche Entschuldigung an Schmelzer der sich anscheinend schwer verletzt hat. Außerdem sollte er über sein verhalten nachdenken und aufschreiben was er falsch gemaht hat.
Die Entschuldigung ist sowohl auf dem Platz als auch danach in der Kabine erfolgt. Schmelzer ist Realist und hat selber gesagt, dass es keine Absicht war und er einfach zu spät kam, aber zum Ball wollte. Für ihn ist das okay.
10.09.2017 - 14:07 Uhr
Zitat von sundown
Und genau dieses Vorgehen ist im Regelwerk des Videobeweises nicht vorgesehen.
Zitat von Nydo-Lee
Es geht darum, dass Schmelzer lange behandelt wurde und der Schiri Zeit hatte die Szene noch einmal anzusehen, was auch legitim ist. Wäre Schmelzer aufgestanden dann wäre es bei einer gelben Karte geblieben, was mMn aber eine Fehlentscheidung wäre, weil es klar eine rote ist.
Am Ende hat man mMn richtig entschieden, WEIL die Zeit einfach da war.
Zitat von Iaschvilli
Guter Beitrag und schön zu wissen, dass es auch vernünftige Dortmunder gibt! Natürlich hat es Schmelle böse erwischt und das tut auch allen Freiburgern sicher total leid, Yorik und Christian Streich sicher am meisten.
Deine Befürchtung in Sachen Laiendarsteller teile ich leider, deswegen steht ja auch nichts in der Regel, dass gelbe Karte vom Videoschiri überstimmt werden dürfen. Es war 1000%ig keine spielentscheidende Fehlentscheidung und deswegen hat die getroffene Tatsachentscheidung zu gelten. Das war der Punkt weshalb die Emotionen so anstiegen, bei unserem Trainer, hier im Forum und natürlich im Stadion.
Ich bleibe dabei, dass der Videoschiri den Fußball wieder ein kleines Stück mehr kaputt macht. Lasst uns gerne über Gelb oder Rot diskutieren, aber doch bitte darüber wann der Videoschiri eingreifen darf oder nicht, was er korrigieren darf, sollte oder wie auch immer. Da wird man ja total verrückt.
Zitat von Fibonacci1123
Ich hab's eben noch mal bei DAZN geschaut und wunderte mich im Nachhinein über die roten Karte. Das ist eine klare Nebenwirkung des TV-Beweises. Durch die Zeitverzögerung spielt zwangsläufig die Folge des Fouls eine Rolle.
Das Foul sah nach einer typischen gelben Karte aus. Es war keine Blutgrätsche, es war kein Foul von hinten in die Beine, es war keine Tätlichkeit. Es war ein unglücklich bis ungeschicktes Foul mit übler Wirkung.
Somit zückte der Schiri logischerweise gelb. Als Schmelzer dann nicht mehr aufstand kam der Video-Schiri ins Grübeln und musste quasi den Beweis für das Übel finden. Mit dem Wissen um die Wirkung ward dann die Missetat schnell ausfindig gemacht und der Täter folgerichtig vom Platze gestellt.
Ich habe jetzt nur eine Befürchtung: wir werden wohl in Zukunft eine Menge Laiendarsteller auf dem Platz sehen. Wenn sich einmal herum spricht, dass man nachträglich rote Karten generieren kann, indem man sich ein bisschen länger als nötig auf dem Rasen wälzt, dann haben wir das Gegenteil erreicht von der ursprünglichen Intention.
PS: Schmelle ist natürlich kein Schauspieler und er war legitim verletzt, aber die nächste Copa America dürfte schon große Telenovela-Kunst werden.
Zitat von mannibender_93
Ich denke, damit ist das Thema dann auch durch. Finds von Schmelzer schön, dass er ihn hier sogar noch etwas in Schutz nimmt und von Ravet, dass er anscheinend direkt in der Kabine war und sich dafür entschuldigt hat, so gehört sich das und da kann man jetzt auch niemandem mehr einen Vorwurf machen. Ist halt scheiße gelaufen, lebbe geht weida. Zumal es für Ravet ja auch irgendwo scheiße ist, der Junge wollte sich in seinem ersten Spiel vor ausverkaufter Hütte voll reinwerfen und kriegt dann gefühlt mit der ersten Situation den Platzverweis.
Also wie gehabt: Beidseitig Mund abputzen und weiter gehts!
Zitat von WAZ
Eine berechtigte Rote Karte?
Marcel Schmelzer: Ja klar. Aber er versucht, mir den Ball abzunehmen, deswegen ist alles gut. Das Problem ist, dass ich dadurch wieder umgeknickt bin. Ihm mache ich überhaupt keinen Vorwurf. Es ist sein gutes Recht, da zu versuchen, den Ball zu spielen. Er kommt leider zu spät, deswegen ist es sehr schmerzhaft für mich. Aber kein Vorwurf an den Jungen, er war auch schon an der Kabine und hat sich entschuldigt.
Eine berechtigte Rote Karte?
Marcel Schmelzer: Ja klar. Aber er versucht, mir den Ball abzunehmen, deswegen ist alles gut. Das Problem ist, dass ich dadurch wieder umgeknickt bin. Ihm mache ich überhaupt keinen Vorwurf. Es ist sein gutes Recht, da zu versuchen, den Ball zu spielen. Er kommt leider zu spät, deswegen ist es sehr schmerzhaft für mich. Aber kein Vorwurf an den Jungen, er war auch schon an der Kabine und hat sich entschuldigt.
Ich denke, damit ist das Thema dann auch durch. Finds von Schmelzer schön, dass er ihn hier sogar noch etwas in Schutz nimmt und von Ravet, dass er anscheinend direkt in der Kabine war und sich dafür entschuldigt hat, so gehört sich das und da kann man jetzt auch niemandem mehr einen Vorwurf machen. Ist halt scheiße gelaufen, lebbe geht weida. Zumal es für Ravet ja auch irgendwo scheiße ist, der Junge wollte sich in seinem ersten Spiel vor ausverkaufter Hütte voll reinwerfen und kriegt dann gefühlt mit der ersten Situation den Platzverweis.
Also wie gehabt: Beidseitig Mund abputzen und weiter gehts!

Ich hab's eben noch mal bei DAZN geschaut und wunderte mich im Nachhinein über die roten Karte. Das ist eine klare Nebenwirkung des TV-Beweises. Durch die Zeitverzögerung spielt zwangsläufig die Folge des Fouls eine Rolle.
Das Foul sah nach einer typischen gelben Karte aus. Es war keine Blutgrätsche, es war kein Foul von hinten in die Beine, es war keine Tätlichkeit. Es war ein unglücklich bis ungeschicktes Foul mit übler Wirkung.
Somit zückte der Schiri logischerweise gelb. Als Schmelzer dann nicht mehr aufstand kam der Video-Schiri ins Grübeln und musste quasi den Beweis für das Übel finden. Mit dem Wissen um die Wirkung ward dann die Missetat schnell ausfindig gemacht und der Täter folgerichtig vom Platze gestellt.
Ich habe jetzt nur eine Befürchtung: wir werden wohl in Zukunft eine Menge Laiendarsteller auf dem Platz sehen. Wenn sich einmal herum spricht, dass man nachträglich rote Karten generieren kann, indem man sich ein bisschen länger als nötig auf dem Rasen wälzt, dann haben wir das Gegenteil erreicht von der ursprünglichen Intention.
PS: Schmelle ist natürlich kein Schauspieler und er war legitim verletzt, aber die nächste Copa America dürfte schon große Telenovela-Kunst werden.
Guter Beitrag und schön zu wissen, dass es auch vernünftige Dortmunder gibt! Natürlich hat es Schmelle böse erwischt und das tut auch allen Freiburgern sicher total leid, Yorik und Christian Streich sicher am meisten.
Deine Befürchtung in Sachen Laiendarsteller teile ich leider, deswegen steht ja auch nichts in der Regel, dass gelbe Karte vom Videoschiri überstimmt werden dürfen. Es war 1000%ig keine spielentscheidende Fehlentscheidung und deswegen hat die getroffene Tatsachentscheidung zu gelten. Das war der Punkt weshalb die Emotionen so anstiegen, bei unserem Trainer, hier im Forum und natürlich im Stadion.
Ich bleibe dabei, dass der Videoschiri den Fußball wieder ein kleines Stück mehr kaputt macht. Lasst uns gerne über Gelb oder Rot diskutieren, aber doch bitte darüber wann der Videoschiri eingreifen darf oder nicht, was er korrigieren darf, sollte oder wie auch immer. Da wird man ja total verrückt.
Es geht darum, dass Schmelzer lange behandelt wurde und der Schiri Zeit hatte die Szene noch einmal anzusehen, was auch legitim ist. Wäre Schmelzer aufgestanden dann wäre es bei einer gelben Karte geblieben, was mMn aber eine Fehlentscheidung wäre, weil es klar eine rote ist.
Am Ende hat man mMn richtig entschieden, WEIL die Zeit einfach da war.
Und genau dieses Vorgehen ist im Regelwerk des Videobeweises nicht vorgesehen.
Dennoch muss der videoschiedsrichter bei grober Fehlentscheidung eingreifen.
In diesem fall macht sie der Schiedsrichter, da ein foul oberhalb des knöchels mit offener Sohle nach Regelwerk imner der Gesundheitsgefährdung unterliegt und zwingend mit Rot zu bewerten ist.
Der Schiedsrichter gab aber nur Gelb.
In der Ausbildung hat der dfb sogar für exakt diese szene eine mustervorlage.
Dementsprechend muss nach regularien, auch wenn es sich dem fan nicht wirklich erschließt, wegen grober Fehlentscheidung des Schiedsrichters nämlich gelb statt rot, der videoschiedsrichter hier eingreifen.
Ob der eingriff erfolgte, weil schmelzer behandelt wurde, oder weil der videoschiedsrichter es sofort erkannte wissen wir ja nicht wirklich, insgesamt schien die vsr Kommunikation sehr schnell erfolgt zu sein.
10.09.2017 - 14:32 Uhr
Bisher sah das Regelwerk vor dass nur nachher bestraft werden darf wenn der Schiedsrichter das Foul nicht geahndet oder persoenlich bestraft hat. Wenn er allerdings gelb zeigt ist das eine Tatsachenentscheidung. Danach nicht mehr ahnbar. Von daher stellt sich mir da schon die Frage wie das jetzt mit dem Videobeweise funktioniert. Nach den bisherigen Regularien haette der Schiri nicht von gelb auf rot entscheiden duerfen und mMn der Video-Schiri auch ihn nicht aufmerksam machen - soweit ich das verstanden habe mit dem Video Schiri muss der Schiri doch selbst nachfragen wenn er unsicher ist.
Also ich finde hier gibt es noch viel Aufklaerungsarbeit wie der Videobeweise und Schiri funktioniert und welche Regularien gelten.
Das die rote Karte moralisch die richtige Entscheidung war, zweifelt ja niemand an. Die Frage ist mMn aber ob das jetzt das neue Regelwerk ist oder ob hier dann doch nach alter Regelung ein Fehler gemacht wurde. Ich will wissen wie das in Zukunft funktioniert.
Also ich finde hier gibt es noch viel Aufklaerungsarbeit wie der Videobeweise und Schiri funktioniert und welche Regularien gelten.
Das die rote Karte moralisch die richtige Entscheidung war, zweifelt ja niemand an. Die Frage ist mMn aber ob das jetzt das neue Regelwerk ist oder ob hier dann doch nach alter Regelung ein Fehler gemacht wurde. Ich will wissen wie das in Zukunft funktioniert.
10.09.2017 - 19:04 Uhr
Zitat von Domsi
Dennoch muss der videoschiedsrichter bei grober Fehlentscheidung eingreifen.
In diesem fall macht sie der Schiedsrichter, da ein foul oberhalb des knöchels mit offener Sohle nach Regelwerk imner der Gesundheitsgefährdung unterliegt und zwingend mit Rot zu bewerten ist.
Der Schiedsrichter gab aber nur Gelb.
In der Ausbildung hat der dfb sogar für exakt diese szene eine mustervorlage.
Dennoch muss der videoschiedsrichter bei grober Fehlentscheidung eingreifen.
In diesem fall macht sie der Schiedsrichter, da ein foul oberhalb des knöchels mit offener Sohle nach Regelwerk imner der Gesundheitsgefährdung unterliegt und zwingend mit Rot zu bewerten ist.
Der Schiedsrichter gab aber nur Gelb.
In der Ausbildung hat der dfb sogar für exakt diese szene eine mustervorlage.
Das stimmt aber so einfach nicht. Überhalb des Knöchels und offene Sohle sind definitiv Indizien, die bei der Bewertung der persönlichen Strafe einzubeziehen sind, aber es ist nicht so, dass man allein deswegen rot ziehen MUSS - das ist schlicht nicht richtig. Da gelten noch einige weitere Indizien.
Um dir das Ganze mit Beispielen zu belegen:
Spieler A springt hoch zum Kopfball, Spieler B rutscht aus und fällt unter ihn, Spieler A kommt auf (offene Sohle) und trifft Spieler B am Schienbein (überhalb des Knöchels).
Spieler A und Spieler B grätschen zum Ball, beide nahezu parallel, Spieler A erwischt Spieler B dabei mit der Sohle leicht am Sprunggelenk. Offene Sohle, überhalb des Knöchels.
Spieler A ist im Laufduell und am Ball, Spieler B setzt zur Grätsche an, versucht den Ball zu spielen, spielt ihn nicht. Im Laufduell tritt Spieler A Spieler B, der jetzt ja mit den Füßen dadurch aufs Schienbein/Knie.
Etc pp. Offene Sohle und überhalb des Knöchels sind INDIZIEN, aber keineswegs alleinige Voraussetzungen für eine rote Karte. Absicht (die man natürlich auch unterstellen muss, auch dafür gibt es Indizien, wie Blickrichtung, Intensität, absichtliche Richtungsveränderungen), Tempo, die Lage des Balles etc pp müssen ebenfalls alle mit einbezogen werden.
Und da kann man im Fall hier durchaus Argumente für eine gelbe Karte als persönliche Strafe finden. Absicht, Tempo, Kampf um den Ball, der Tritt aufs Sprunggelenk kommt auch zustande, weil Schmelzer die Richtung wechselt, das Bein dadurch auch sehr tief hat, die Sohle ist nahezu parallel zum Boden (was auch wieder in Richtung "Absicht" geht) - so oder so, deine Aussage, dass es, wenn offene Sohle und oberhalb des Knöchels stattfindet, rot geben MUSS, ist schlicht falsch. Ich war selber Schiedsrichter und kenne daher die Bewertungsmuster.
Und da sind wir eben wieder in der Frage, ob der V-Schiedsrichter hätte eingreifen dürfen, und ich meine, sowie die Regeln kommuniziert wurden, hätte er das nicht dürfen. Es handelt sich eben NICHT um eine klare Fehlentscheidung, weil es NICHT eine zwingende rote Karte ist. Das ist bei Faustschlägen der Fall. Spucken. Beleidigungen. Deutlicheren Fouls als diesem (Beispiel Huzsti, Frankfurt gegen uns, als er Stenzel mit Absicht (Blickrichtung, Intensität, Wechsel der Fussstellung, um auch wirklich zu treffen, ebenfalls offene Sohle, ebenfalls überhalb des Knöchels). Notbremsen ohne Mitspieler, der in der Nähe ist. Aber nicht hier, dazu gibt es zu viele Aspekte, die ausgelegt werden müssen und durchaus auch in Richtung gelb interpretierbar sind.
Edit will noch ein wichtiges Indiz hinzufügen: "von hinten", "ohne Aussicht auf den Ball". Hier war es seitlich, also nochmal ein Argument mehr, in dem Moment auch auf gelb zu plädieren. Der Ball war durch die schnelle Bewegung sicherlich zu weit weg, auch wenn er ihn erkennbar intentional spielen wollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von waschkarte am 10.09.2017 um 19:22 Uhr bearbeitet
10.09.2017 - 19:23 Uhr
Zitat von donnie69er
Bisher sah das Regelwerk vor dass nur nachher bestraft werden darf wenn der Schiedsrichter das Foul nicht geahndet oder persoenlich bestraft hat. Wenn er allerdings gelb zeigt ist das eine Tatsachenentscheidung. Danach nicht mehr ahnbar. Von daher stellt sich mir da schon die Frage wie das jetzt mit dem Videobeweise funktioniert. Nach den bisherigen Regularien haette der Schiri nicht von gelb auf rot entscheiden duerfen und mMn der Video-Schiri auch ihn nicht aufmerksam machen - soweit ich das verstanden habe mit dem Video Schiri muss der Schiri doch selbst nachfragen wenn er unsicher ist.
Also ich finde hier gibt es noch viel Aufklaerungsarbeit wie der Videobeweise und Schiri funktioniert und welche Regularien gelten.
Das die rote Karte moralisch die richtige Entscheidung war, zweifelt ja niemand an. Die Frage ist mMn aber ob das jetzt das neue Regelwerk ist oder ob hier dann doch nach alter Regelung ein Fehler gemacht wurde. Ich will wissen wie das in Zukunft funktioniert.
Bisher sah das Regelwerk vor dass nur nachher bestraft werden darf wenn der Schiedsrichter das Foul nicht geahndet oder persoenlich bestraft hat. Wenn er allerdings gelb zeigt ist das eine Tatsachenentscheidung. Danach nicht mehr ahnbar. Von daher stellt sich mir da schon die Frage wie das jetzt mit dem Videobeweise funktioniert. Nach den bisherigen Regularien haette der Schiri nicht von gelb auf rot entscheiden duerfen und mMn der Video-Schiri auch ihn nicht aufmerksam machen - soweit ich das verstanden habe mit dem Video Schiri muss der Schiri doch selbst nachfragen wenn er unsicher ist.
Also ich finde hier gibt es noch viel Aufklaerungsarbeit wie der Videobeweise und Schiri funktioniert und welche Regularien gelten.
Das die rote Karte moralisch die richtige Entscheidung war, zweifelt ja niemand an. Die Frage ist mMn aber ob das jetzt das neue Regelwerk ist oder ob hier dann doch nach alter Regelung ein Fehler gemacht wurde. Ich will wissen wie das in Zukunft funktioniert.
Tatsachenentscheidung hin oder her... eine Veränderung der Entscheidung mit Videobeweis wäre ja immer eine Veränderung einer Tatsachenentscheidung (Tor, Abseits etc)... Der Videobeweis ist ja dafür da, während dieser Entscheidungsphase eben diese nochmal zu korrigieren. Wenn man mit dem Videobeweis also keine Tatsachenentscheidungen revidieren kann innert nützlicher Frist, dann könnte man ihn ja nie einsetzten...
11.09.2017 - 12:28 Uhr
In welchen Situationen soll der Video-Assistent eingreifen?
Das Protokoll des International Football Association Board (IFAB) sieht genau vier Fälle vor: bei Toren, Elfmetern, Roten Karten oder Spielerverwechslungen, also bei allen sogenannten spielrelevanten Situationen.
Würde es darum gehen, ob Gelb oder nicht Gelb, dann stimmt das, dass der VB nicht dafür vorgesehen ist, aber hier geht es ja ausschließlich um Rot oder nicht Rot.
11.09.2017 - 12:34 Uhr
Zitat von Bierserker
In welchen Situationen soll der Video-Assistent eingreifen?
Das Protokoll des International Football Association Board (IFAB) sieht genau vier Fälle vor: bei Toren, Elfmetern, Roten Karten oder Spielerverwechslungen, also bei allen sogenannten spielrelevanten Situationen.
Würde es darum gehen, ob Gelb oder nicht Gelb, dann stimmt das, dass der VB nicht dafür vorgesehen ist, aber hier geht es ja ausschließlich um Rot oder nicht Rot.
In welchen Situationen soll der Video-Assistent eingreifen?
Das Protokoll des International Football Association Board (IFAB) sieht genau vier Fälle vor: bei Toren, Elfmetern, Roten Karten oder Spielerverwechslungen, also bei allen sogenannten spielrelevanten Situationen.
Würde es darum gehen, ob Gelb oder nicht Gelb, dann stimmt das, dass der VB nicht dafür vorgesehen ist, aber hier geht es ja ausschließlich um Rot oder nicht Rot.
Es geht aber nicht darum, wie viel Zeit ich habe, um die Situation neu zu bewerteten. Der Schiedsrichter trifft auf dem Platz eine Entscheidung und der Videoassistent greift ein, wenn diese Entscheidung eine klare(!) Fehlentscheidung ist.
11.09.2017 - 12:58 Uhr
Wie bereits von Anderen geschrieben, sehe ich in diesem Fall das Problem darin, dass das Foul live an sich nicht rotwürdig war, und eigentlich erst in Zeitlupe und unter Berücksichtigung der Folgen zum groben Foulspiel wird. Ich sehe den Aspekt der Absicht nicht, auch nicht der Inkaufnahme einer Verletzung, von Tätlichkeit ganz zu schweigen . Ravet kommt einfach zu spät und will den Ball spielen, trifft Schmelle stattdessen unglücklich. Für mich bleibt es dabei: kein Rot.
11.09.2017 - 13:07 Uhr
Zitat von Troyaner
Wie bereits von Anderen geschrieben, sehe ich in diesem Fall das Problem darin, dass das Foul live an sich nicht rotwürdig war, und eigentlich erst in Zeitlupe und unter Berücksichtigung der Folgen zum groben Foulspiel wird. Ich sehe den Aspekt der Absicht nicht, auch nicht der Inkaufnahme einer Verletzung, von Tätlichkeit ganz zu schweigen . Ravet kommt einfach zu spät und will den Ball spielen, trifft Schmelle stattdessen unglücklich. Für mich bleibt es dabei: kein Rot.
Wie bereits von Anderen geschrieben, sehe ich in diesem Fall das Problem darin, dass das Foul live an sich nicht rotwürdig war, und eigentlich erst in Zeitlupe und unter Berücksichtigung der Folgen zum groben Foulspiel wird. Ich sehe den Aspekt der Absicht nicht, auch nicht der Inkaufnahme einer Verletzung, von Tätlichkeit ganz zu schweigen . Ravet kommt einfach zu spät und will den Ball spielen, trifft Schmelle stattdessen unglücklich. Für mich bleibt es dabei: kein Rot.
Die Kritik am Ablauf kann ich nachvollziehen.
Allerdings sehe ich das Foulspiel anders. Ravet läuft Schmelzer mit großer Intensität an, Schmelzer zieht nach Innen und Ravet passt seinen Laufweg gar nicht mehr an, sondern zieht durch. Profis sind die hohe Geschwindigkeit gewohnt und Ravet hätte seinen Bewegungsablauf noch entsprechend anpassen können. Entweder er antizipiert Schmelzers Laufweg besser oder er muss dann weg bleiben. Wenn er das nicht tut, kann dann am Ende eben so ein grobes Foulspiel passieren, ohne dass böse Absicht vorlag. Ich denke, Streich hat die Spieler sichtbar heißt gemacht und bei Ravet, der sicherlich sowieso hoch motiviert war, ist es letztendlich schief gegangen.
Sowas ist Klopp beispielsweise auch mal passiert, da hat er einen Spieler der II Mannschaft so heißt gemacht, dass er 12 Sekunden nach seiner Einwechslung vom Platz flog.
https://www.youtube.com/watch?v=tuxB4l3lZVI
11.09.2017 - 13:08 Uhr
Folgendermassen schaetze ich es ein: Yoric spielt ein super spiel. Wir sind tatsaechlich besser als der BVB oder mindestens ebenbuertig in den ersten 30 Minuten. Dann kommt ein Foulspiel. Yoric geht zum Ball. Trifft Ihn aber ueberhaupt nicht und Schmelzer verletzt sich schwer!. Der Schiri zeigt im Eifer des Gefechts Gelb. Waehrend die Behandlung aufm Spielfeld laeuft, kommt eine Meldung aus Koeln, "Klare Fehlentscheidung, bitte sofort Rot zeigen." Das ist ein voellig legitimer Eingriff in die Situation um fuer mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Ravet war uebermotiviert und hat Schmelle getroffen und Ihn schwer verlezt. Absicht war sicher nicht dabei aber trotzdem klar Rote Karte. Eine Gelbe waere fuer uns zwar besser gewesen aber eine Gelbe waere nicht fair gewesen. Soviel muss man einfach auch bei aller liebe fuer den eigenen Verein zugeben koennen.
Soviel dazu. Was ist nun die Diskussion? Welche Frage steht noch im Raum? Soll oder darf der Koelner Kollege eine Tatsachenentscheidung des Schiris umaendern? JA! Da gibt es keinen zweifel. Er muss es sogar wenn es sich um eine klare Fehlentscheidung handelt. Der Fairness wegen! Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt...wenn die nicht erreicht wird, ist der Videobeweis sinnlos!
Naechste Frage: Wie viel Zeit darf zwischen Tatsachenentscheidung und Aenderung liegen? Da gibt es m.E. bisher keine eindeutigen Aussagen zu. Ich wuerde vermuten dass es geht solange dass Spiel nicht wieder laeuft. Wenn es wieder laeuft, kann man evtl. sogar immernoch umaendern. Das durfte ein Schiri ja schon vorm Videobeweis. Denkt an unser Spiel gegen die Hertha aus der Abstiegssaison : Ronny schiesst, buerki haellt, ronny kriegt nen Freistoss...Tor fuer Hertha!. Wenn es dazu eine Regelung gibt, freue ich mich ueber die Aufklaerung.
Naechste Frage: Was bedeutet dass fuer die DFB Gerichtsmachinerie die nun mit nachtraeglichen Sperren um die Ecke kommt? Mehr arbeit, mehr gesperrte Spieler und evtl. ein Qualitaetsverlust weil aus den besten 11 der Vereine Spieler oefter gesperrt sind.
Das ist alles Fair und richtig so. Es wird wirklich am Ende nur darauf ankommen zu schauen wie viel Fairer es wird durch den Videobeweis oder ob es in Summe genau so Fair bleibt wie frueher. Sollte es keinen signifikanten Unterschied in der Fairness geben, wird man sich ueberlegen muessen ob man nicht "das Glueck des Tuechtigen" und damit die Lebensnaehe der Sportart aufrecht erhaellt.
Soviel dazu. Was ist nun die Diskussion? Welche Frage steht noch im Raum? Soll oder darf der Koelner Kollege eine Tatsachenentscheidung des Schiris umaendern? JA! Da gibt es keinen zweifel. Er muss es sogar wenn es sich um eine klare Fehlentscheidung handelt. Der Fairness wegen! Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt...wenn die nicht erreicht wird, ist der Videobeweis sinnlos!
Naechste Frage: Wie viel Zeit darf zwischen Tatsachenentscheidung und Aenderung liegen? Da gibt es m.E. bisher keine eindeutigen Aussagen zu. Ich wuerde vermuten dass es geht solange dass Spiel nicht wieder laeuft. Wenn es wieder laeuft, kann man evtl. sogar immernoch umaendern. Das durfte ein Schiri ja schon vorm Videobeweis. Denkt an unser Spiel gegen die Hertha aus der Abstiegssaison : Ronny schiesst, buerki haellt, ronny kriegt nen Freistoss...Tor fuer Hertha!. Wenn es dazu eine Regelung gibt, freue ich mich ueber die Aufklaerung.
Naechste Frage: Was bedeutet dass fuer die DFB Gerichtsmachinerie die nun mit nachtraeglichen Sperren um die Ecke kommt? Mehr arbeit, mehr gesperrte Spieler und evtl. ein Qualitaetsverlust weil aus den besten 11 der Vereine Spieler oefter gesperrt sind.
Das ist alles Fair und richtig so. Es wird wirklich am Ende nur darauf ankommen zu schauen wie viel Fairer es wird durch den Videobeweis oder ob es in Summe genau so Fair bleibt wie frueher. Sollte es keinen signifikanten Unterschied in der Fairness geben, wird man sich ueberlegen muessen ob man nicht "das Glueck des Tuechtigen" und damit die Lebensnaehe der Sportart aufrecht erhaellt.
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