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Wolles Risiko! Plaudern wie der Trainer.

20.06.2022 - 18:33 Uhr
Zitat von cerwjeny_rak
Zitat von El_Burro

Mir persönlich geht das RB-Bashing gehörig auf den Sack.


Es hat mit Bashing nichts zu tun. "Dank" solchen Konstrukten (+ Wolfsburg + Hoffenheim + Leverkusen) taumeln sich viele nominelle Bundesligisten (Nürnberg, KSC, Kaiserslautern, Hertha + paar mehr) in der zweiten Liga und "blockieren" damit die Plätze für klassische Zweitligisten wie Osnabrück, Bielefeld, Braunschweig, Dresden, die fast regelmäßig im Abstiegskampf stecken und zwischen der 2. und der 3. Liga pendeln, statt in aller Ruhe als gestandener Zweitligist was Größeres aufzubauen. Hätten wir "normale" 2. Bundesliga wie in den 1990-er oder Anfang der 2000-er, könnte Cottbus sich auch auf Dauer in der 2. Liga etablieren und nicht jedes Jahr gegen den Abstieg spielen zu müssen.


Nö, das ist Quatsch. Lautern, Hertha oder Nürnberg krepeln in der 2. Liga rum, weil sie jahrelang Misswirtschaft betrieben haben. Von Dresden mal ganz zu schweigen. Das sind alles Standorte mit einer riesigen Fanbase und Sponsorenumfeld, wenn die da nicht mehr draus machen und Millionen irgendwo versenken darf man das nicht der Konkurrenz anlasten. Und solange es einen Auf-und Abstiegskampf gibt "blockiert" hier auch niemand einen anderen. Wenn Du als Verein einen Topjob machst - so wie offensichtlich aktuell in Paderborn oder Elversberg - steigst du auch mal auf. Für mich ist das eine Neiddebatte.

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"Ich kann jetzt nicht verstehen warum die Schärfe hier reinkommt." Waldemar Hartmann
Zitat von El_Burro
Zitat von cerwjeny_rak

Zitat von El_Burro

Mir persönlich geht das RB-Bashing gehörig auf den Sack.


Es hat mit Bashing nichts zu tun. "Dank" solchen Konstrukten (+ Wolfsburg + Hoffenheim + Leverkusen) taumeln sich viele nominelle Bundesligisten (Nürnberg, KSC, Kaiserslautern, Hertha + paar mehr) in der zweiten Liga und "blockieren" damit die Plätze für klassische Zweitligisten wie Osnabrück, Bielefeld, Braunschweig, Dresden, die fast regelmäßig im Abstiegskampf stecken und zwischen der 2. und der 3. Liga pendeln, statt in aller Ruhe als gestandener Zweitligist was Größeres aufzubauen. Hätten wir "normale" 2. Bundesliga wie in den 1990-er oder Anfang der 2000-er, könnte Cottbus sich auch auf Dauer in der 2. Liga etablieren und nicht jedes Jahr gegen den Abstieg spielen zu müssen.


Nö, das ist Quatsch. Lautern, Hertha oder Nürnberg krepeln in der 2. Liga rum, weil sie jahrelang Misswirtschaft betrieben haben. Von Dresden mal ganz zu schweigen. Das sind alles Standorte mit einer riesigen Fanbase und Sponsorenumfeld, wenn die da nicht mehr draus machen und Millionen irgendwo versenken darf man das nicht der Konkurrenz anlasten. Und solange es einen Auf-und Abstiegskampf gibt "blockiert" hier auch niemand einen anderen. Wenn Du als Verein einen Topjob machst - so wie offensichtlich aktuell in Paderborn oder Elversberg - steigst du auch mal auf. Für mich ist das eine Neiddebatte.


Naja zur Wahrheit gehört aber auch, dass Bsp Elversberg einen sehr potenten Geldgeber im Hintergrund hat & diese Standorte den Vorteil haben, dass sie in Ruhe arbeiten können,weil es erstmal nicht wirklich jemanden juckt was da passiert. Da hat man bei den Traditionsvereinen schon einen ganz anderen öffentlichen Druck.

Klar muss man mit dem ganzen Geld erst nachhaltig und gut arbeiten, aber trz. ist es ein starker Wettbewerbsvorteil, der zusätzlich die Gehälter, Ablösesummen usw nach oben drückt und es somit allen anderen Vereinen schwerer macht.

Also ich persönlich hab kB auf englische Verhältnisse, wo gefühlt alle Vereine auf irgendwelche oft launischen Investoren angewiesen sind, denen die Vereine und vorallem auch die Fans sche*ß egal sind.

Zusätzlich kommt ja dazu, dass gerade in Deutschland die "Investoren Vereine" oft Standorte ohne wirkliche Fanbase & Tradition sind.
Zitat von EiserneEnergie

Also ich persönlich hab kB auf englische Verhältnisse, wo gefühlt alle Vereine auf irgendwelche oft launischen Investoren angewiesen sind, denen die Vereine und vorallem auch die Fans sche*ß egal sind.
Welche englischen Vereinen sind das denn? Wenn man den Investoren Gegnern glaubt, müssten ja jährlich reihenweise Vereine verschwinden. Insolvenzgeschichten höre ich aber fast nur von den Lübecks, Kaiserslauterns, Duisburg, Schalkes etc. Die wollen dann mit „fremden“ Geldern gerettet werden. Leipzig und Wolfsburg geben immerhin ihre eigenen Kohlen aus.

Wenn 50+1 so überlegen ist, wie kommt es dann, dass diese „Mitgliedergeführten Vereine“ alle so mies sind seit Jahrzehnten? Wieso haben die Mitglieder nicht gehandelt bevor Duisburg 3 mal vor der Insolvenz stand, oder Kaiserslautern, oder Dortmund? Oder wieso sind Vereine wie Hertha, hsv, Nürnberg usw. seit Ewigkeiten sportlich so unfassbar irrelevant? Waren ja keine Investoren, die diese Vereine runtergewirtschaftet haben, obwohl die ja immer als Ursache für den Untergang von Vereinen genannt werden.

Und die Fans sind allen scheißegal. Wir sind Sony scheißegal, obwohl wir deren TVs im Wohnzimmer haben, wir sind Audi scheißegal, obwohl wir deren Autos in der Garage haben, wir sind Coca Cola scheißegal, obwohl wir deren brause im Kühlschrank haben, wir sind…allen scheißegal, als Kunden/konsumten. Das heißt ja nicht, dass diese Unternehmen ihre Produkte einfach vor die Hunde gehen lassen. Die wollen ja immer noch Geld damit verdienen. Und McDonald’s macht keine Burger, aus Liebe zum kochen.

So ist es im Fußball eben auch. Damit soll Geld verdient werden, keine Liebe verbreitet. Deswegen haben auch Investoren kein Interesse daran, dass ihre Vereine sterben.

Klar ist auch, wie in den oben erwähnten Bereichen, wenn Investoren einsteigen und ihre Gewinne steigern wollen, wird das Produkt nicht gerade besser. Muss ja maximiert werden. Aber keiner investiert in irgendein Unternehmen, um das dann zu zerstören. Also nicht mutwillig.
Zitat von Ovidiu_Burca


Klar ist auch, wie in den oben erwähnten Bereichen, wenn Investoren einsteigen und ihre Gewinne steigern wollen, wird das Produkt nicht gerade besser. Muss ja maximiert werden. Aber keiner investiert in irgendein Unternehmen, um das dann zu zerstören. Also nicht mutwillig.


Vereine können auch sportlich erfolgreich sein und gleichzeitig zerstört werden. Ein Verein wie PSG, Manchester City oder Newcastle United zu werden, wäre mein größter Albtraum, schlimmer als irgendwo im Lokalfußball zu spielen. Fußball ist eben auch eine kulturelle Institution.

Außerdem sind Investoren in erster Linie Inflationstreiber. Je mehr externes Geld in den Fußball gedrückt wird, desto höher werden Gehälter und Ablösesummen, desto mehr müssen *alle* Vereine investieren, um halbwegs mithalten zu können. Das Ergebnis ist, dass Reiche Vereine den Markt kontrollieren und kleine Vereine sich verkaufen müssen oder abgehängt werden. Das zerstört den offenen, sportlichen Wettbewerb und damit die Integrität des Fußballs an sich. Komplett ohne Investoren könnte man vielleicht international nicht mehr mithalten, aber dafür gäbe es einen tatsächlich spannenden, hochwertigen Sport.

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Die Tabelle ist kalt und hässlich.

"Jedoch - es ist Zeit, dass wir gehen: ich, zum sterben, und ihr, zu Energie Cottbus. Wer aber von uns beiden das bessere Los gezogen habe, das ist allen verborgen außer Gott." - Apologie des Sokrates
Ich will keine Investoren a la Ismaik oder ganze Konzerne wie Audi hinter den Fußballvereinen im deutschen Fußball haben. Wir müssen uns bewusst machen, was unser größtes Alleinstellungsmerkmal ausmacht. Und das sind nicht Fußball-Firmen wie in Italien oder England, die von der Lust und Laune der Gönner abhängen. Warum pilgern hunderttausende wöchentlich in die deutschen Stadien der 1., der 2. und der 3. Liga? Wegen der Stimmung auf den Rängen und des Zugehörigkeitsgefühls, größtenteils auch wegen der regionalen Identität (bspw. Schalke, Kaiserslautern, Nürnberg oder auch unser kleiner Mikrokosmos u.v.m.). Niemand kauft auch ein Sky-Abo, um RB Leipzig vor halbleerem, aber dennoch ausverkauftem Stadion mit No Names aus dem NLZ aus Liefering jedes Wochenende zu gucken.

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„Die Tradition ist so ein komplexes Phänomen, dass man es schon nicht auf das Gründungsjahr reduzieren kann. Da kommen viele Dinge zusammen. Tradition ist so etwas wie ein Fundus an Grundwerten, an gemeinsamen Erfahrungen, an Ritualen, die für viele Menschen bewusstseinsstiftend wirken, die viele Menschen als Teil ihres Lebens und ihrer eigenen Vergangenheit verstehen." - Hansi Küpper

Dieser Beitrag wurde zuletzt von cerwjeny_rak am 13.08.2026 um 12:24 Uhr bearbeitet
Zitat von Kuhru

Vereine können auch sportlich erfolgreich sein und gleichzeitig zerstört werden. Ein Verein wie PSG, Manchester City oder Newcastle United zu werden, wäre mein größter Albtraum, schlimmer als irgendwo im Lokalfußball zu spielen. Fußball ist eben auch eine kulturelle Institution.

Außerdem sind Investoren in erster Linie Inflationstreiber. Je mehr externes Geld in den Fußball gedrückt wird, desto höher werden Gehälter und Ablösesummen, desto mehr müssen *alle* Vereine investieren, um halbwegs mithalten zu können. Das Ergebnis ist, dass Reiche Vereine den Markt kontrollieren und kleine Vereine sich verkaufen müssen oder abgehängt werden. Das zerstört den offenen, sportlichen Wettbewerb und damit die Integrität des Fußballs an sich. Komplett ohne Investoren könnte man vielleicht international nicht mehr mithalten, aber dafür gäbe es einen tatsächlich spannenden, hochwertigen Sport.
Das ist halt aber die Sicht einer Minderheit. Alle 3 genannten Vereine haben heute deutlich höhere Bekanntheit und deutlich mehr Anhänger, als in den 90er Jahren.

Wir finden die jetzt vielleicht eklig, aber Millionen in Bangladesch, Indien, Indonesien, Kenia etc. sind jetzt große Manchester City Fans. Und wer bzw. was ist dem Unternehmen/Investor lieber und wichtiger?

Das juckt halt global absolut niemanden, ob in Deutschland lumpige 10.000 Zuschauer/Stadion mehr vor Ort sind. Da klammern sich paar deutsche dran, um sich die größer werdende Unwichtigkeit im Weltfußball schön zu reden. Angebliche Super Stimmung und so, da schaltet keiner ein für.

Und hochwertig und spannend wird ja auch immer knapper, wenn jeder englische Pimmelverein aus dem vorletzten Schafdorf die halbe Bundesliga leerkaufen kann. Sowohl sportlich in den Wettbewerben und vor allem finanziell auf dem selben Markt mit England unterwegs zu sein bekommt keinem gut, dem deutschen Fußball ganz besonders wenig. Für mich persönlich hat in den letzten 10 Jahren nicht nur die Bundesliga im sportlichen Bereich total enttäuscht, ich habe Jahr zu Jahr mehr Respekt vor der Liga verloren. Es sind ja mittlerweile problemlos 50% der Liga die als wichtigstes Saisonziel ausgeben, möglichst teuer ihre Spieler nach England zu verkaufen. Wie kann man solch einen Wettbewerb respektieren?

Da fallen für mich Wolfsburg und Leipzig eben als wenige Gegenbeispiele auf. Die wollen auch mal aufbauen. Wenn die dafür Geld aus irgendwelchen Unternehmen absaugen und nutzen - gerne, besser als diese englische Knechterei.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ovidiu_Burca am 13.08.2026 um 12:53 Uhr bearbeitet
Zitat von cerwjeny_rak
Ich will keine Investoren a la Ismaik oder ganze Konzerne wie Audi hinter den Fußballvereinen im deutschen Fußball haben. Wir müssen uns bewusst machen, was unser größtes Alleinstellungsmerkmal ausmacht. Und das sind nicht Fußball-Firmen wie in Italien oder England, die von der Lust und Laune der Gönner abhängen. Warum pilgern hunderttausende wöchentlich in die deutschen Stadien der 1., der 2. und der 3. Liga? Wegen der Stimmung auf den Rängen und des Zugehörigkeitsgefühls, größtenteils auch wegen der regionalen Identität (bspw. Schalke, Kaiserslautern, Nürnberg oder auch unser kleiner Mikrokosmos u.v.m.). Niemand kauft auch ein Sky-Abo, um RB Leipzig vor halbleerem, aber dennoch ausverkauftem Stadion mit No Names aus dem NLZ aus Liefering jedes Wochenende zu gucken.


Schlechter Vergleich meiner Meinung nach. Die Menschen pilgern genauso zu Manchester United, FC Liverpool, Newcastle Utd., FC Arsenal... Und viele von denen haben auch ein Zugehörigkeitsgefühl zum Verein so wie wir auch, gehen genauso seit 20, 30 oder 40 Jahren ins Stadion. Geben teilweise ihr letztes Hemd für Fußball (so wie z.B. die CPFC-Fans, die beim Conference League final in Leipzig waren, unvergesslich!). Das eine hat eben mit dem anderen herzlich wenig zu tun.
Und wenn wir z.B. mal nach Spanien schauen: fast alle Verein in der Hand von Investoren, aber es gibt auch mitgliedergeführte Vereine- und die sind absolut konkurrenzfähig: FC Barcelona, Real Madrid, Athletic Bilbao.
50+1 dient vor allem einem Ziel: Besitzstandswahrung.

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"Ich kann jetzt nicht verstehen warum die Schärfe hier reinkommt." Waldemar Hartmann
Zitat von Ovidiu_Burca

Da fallen für mich Wolfsburg und Leipzig eben als wenige Gegenbeispiele auf. Die wollen auch mal aufbauen. Wenn die dafür Geld aus irgendwelchen Unternehmen absaugen und nutzen - gerne, besser als diese englische Knechterei.


Funktioniert ja super...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nolec am 13.08.2026 um 13:13 Uhr bearbeitet
Zitat von Nolec
Zitat von Ovidiu_Burca

Da fallen für mich Wolfsburg und Leipzig eben als wenige Gegenbeispiele auf. Die wollen auch mal aufbauen. Wenn die dafür Geld aus irgendwelchen Unternehmen absaugen und nutzen - gerne, besser als diese englische Knechterei.


Funktioniert ja super...


😁

Und das halbe Asien abonniert Sky, um unser el plastico live verfolgen zu können. Genau mein Humor 😎👍🏻

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„Die Tradition ist so ein komplexes Phänomen, dass man es schon nicht auf das Gründungsjahr reduzieren kann. Da kommen viele Dinge zusammen. Tradition ist so etwas wie ein Fundus an Grundwerten, an gemeinsamen Erfahrungen, an Ritualen, die für viele Menschen bewusstseinsstiftend wirken, die viele Menschen als Teil ihres Lebens und ihrer eigenen Vergangenheit verstehen." - Hansi Küpper
Zitat von Nolec
Zitat von Ovidiu_Burca

Da fallen für mich Wolfsburg und Leipzig eben als wenige Gegenbeispiele auf. Die wollen auch mal aufbauen. Wenn die dafür Geld aus irgendwelchen Unternehmen absaugen und nutzen - gerne, besser als diese englische Knechterei.


Funktioniert ja super...
Funktioniert deutlich besser als bei allen anderen hier erwähnten Vereinen. Und bei denen wird sich nicht künstlich empört, wenn die für paar Kröten Zweitligaspieler für ne 2. Liga Saison kaufen.

Aber kennt man ja vom gemeinen Fußball Gucker, besonders die der Kategorie „Fußballverein ist mein Leben!“. Da brauchste keine Aufrichtigkeit oder faire, gleichermaßene Beurteilung verlangen.
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