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Westfalenstadion

12.07.2008 - 18:21 Uhr
Westfalenstadion |#3691
13.12.2025 - 15:05 Uhr
Zitat von alisander
Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.


Ich hatte es schon mal vor einiger Zeit geschrieben, dass die fehlenden Logen gerade bei großen Sponsoren einen großen Effekt haben. Diese wollen wohl bei einem Einstieg auch zwingend eine Loge haben. Die hatte, sofern ich mich richtig erinnere, auch Cramer mal in irgendeinem Interview vor einiger Zeit erwähnt.
Westfalenstadion |#3692
13.12.2025 - 15:20 Uhr
Zitat von Exanimalister
Zitat von alisander

Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.


Ich hatte es schon mal vor einiger Zeit geschrieben, dass die fehlenden Logen gerade bei großen Sponsoren einen großen Effekt haben. Diese wollen wohl bei einem Einstieg auch zwingend eine Loge haben. Die hatte, sofern ich mich richtig erinnere, auch Cramer mal in irgendeinem Interview vor einiger Zeit erwähnt.


Das ist definitiv ein großes Thema. Ich habe vor rund 2 Jahren hier schon etwas heißere Infos geteilt, als es um das Stadion und Sponsoren ging. Damals ging es noch um BYD, bei denen das eine Rolle gespielt hat, am Ende ists dann Polestar geworden.

Der Verein plant definitiv im Hintergrund einen Neubau, das Grundstück wurde hierfür ebenfalls schon erworben - was weiß ich aus erster Hand. Jedoch gibt es nicht nur Gegenwind aus dem eigenen Verein, sondern insbesondere auch von der Stadt. Diese stellt sich vehement gegen einen Neubau, weshalb der Kauf der Grundstücke nicht offensichtlich dem BVB zuzuordnen ist.

Es sind eben nicht nur die fehlenden Mehreinnahmen, sondern auch die immer weiter steigenden Kosten für die Instandhaltung. Zudem fehlt es durch die angrenzenden Flächen (Rote Erde, Schwimmbad (und Zuglinie), Straße/Kleingärten, an Flächen um Parkplätze für die ,,neuen“ VIP-Flächen zu schaffen. Darüber hinaus entsprechen die zuletzt geschaffenen VIP-Räume unter der Westtribüne eben nicht dem Standard, den man gut zahlenden Kunden bieten sollte - diese werden trotzdem gekauft, weil es die einzige Möglichkeit ist, im unterrang West an eine ,,Dauerkarte“ zu kommen.

Der Verein plant also sehr wohl einen Neubau - alles andere wäre auch fahrlässig, wenn man nicht vorbereitet wäre - allerdings glaube ich nicht, dass dies die nächsten 10 Jahre öffentlich auf den Tisch kommt. Vielleicht hat der Verein mit der CDU aber jetzt Vertreter in der Politik, die einem etwaigen Neubau etwas offener gegenüberstehen.

Die Infrastruktur am potenziellen Standort gibt jedenfalls deutlich mehr Möglichkeiten auch abseits eines neuen Stadions mehr Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.
Westfalenstadion |#3693
13.12.2025 - 15:26 Uhr
Zitat von Showen
Zitat von Exanimalister

Zitat von alisander

Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.


Ich hatte es schon mal vor einiger Zeit geschrieben, dass die fehlenden Logen gerade bei großen Sponsoren einen großen Effekt haben. Diese wollen wohl bei einem Einstieg auch zwingend eine Loge haben. Die hatte, sofern ich mich richtig erinnere, auch Cramer mal in irgendeinem Interview vor einiger Zeit erwähnt.


Das ist definitiv ein großes Thema. Ich habe vor rund 2 Jahren hier schon etwas heißere Infos geteilt, als es um das Stadion und Sponsoren ging. Damals ging es noch um BYD, bei denen das eine Rolle gespielt hat, am Ende ists dann Polestar geworden.

Der Verein plant definitiv im Hintergrund einen Neubau, das Grundstück wurde hierfür ebenfalls schon erworben - was weiß ich aus erster Hand. Jedoch gibt es nicht nur Gegenwind aus dem eigenen Verein, sondern insbesondere auch von der Stadt. Diese stellt sich vehement gegen einen Neubau, weshalb der Kauf der Grundstücke nicht offensichtlich dem BVB zuzuordnen ist.

Es sind eben nicht nur die fehlenden Mehreinnahmen, sondern auch die immer weiter steigenden Kosten für die Instandhaltung. Zudem fehlt es durch die angrenzenden Flächen (Rote Erde, Schwimmbad (und Zuglinie), Straße/Kleingärten, an Flächen um Parkplätze für die ,,neuen“ VIP-Flächen zu schaffen. Darüber hinaus entsprechen die zuletzt geschaffenen VIP-Räume unter der Westtribüne eben nicht dem Standard, den man gut zahlenden Kunden bieten sollte - diese werden trotzdem gekauft, weil es die einzige Möglichkeit ist, im unterrang West an eine ,,Dauerkarte“ zu kommen.

Der Verein plant also sehr wohl einen Neubau - alles andere wäre auch fahrlässig, wenn man nicht vorbereitet wäre - allerdings glaube ich nicht, dass dies die nächsten 10 Jahre öffentlich auf den Tisch kommt. Vielleicht hat der Verein mit der CDU aber jetzt Vertreter in der Politik, die einem etwaigen Neubau etwas offener gegenüberstehen.

Die Infrastruktur am potenziellen Standort gibt jedenfalls deutlich mehr Möglichkeiten auch abseits eines neuen Stadions mehr Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.



Interessant aber wo das neu erworbene Grundstück ist weißt du nicht oder?

•     •     •

Baujahr 67 mein erstes Spiel von Borussia Dortmund war 1975 als Achtjähriger in der zweiten Liga beim 4:1 in Erkenschwick(Danke Onkel Hans)
5 Meisterschaften wohnhaft am Borsigplatz erlebt
Westfalenstadion |#3694
13.12.2025 - 15:28 Uhr
Was spricht denn gegen massive bauliche Veränderungen im aktuellen Stadion? Ich habe wirklich keine Ahnung, aber ist das einfach nicht umsetzbar?
Westfalenstadion |#3695
13.12.2025 - 15:29 Uhr
Zitat von Showen
Zitat von Exanimalister

Zitat von alisander

Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.


Ich hatte es schon mal vor einiger Zeit geschrieben, dass die fehlenden Logen gerade bei großen Sponsoren einen großen Effekt haben. Diese wollen wohl bei einem Einstieg auch zwingend eine Loge haben. Die hatte, sofern ich mich richtig erinnere, auch Cramer mal in irgendeinem Interview vor einiger Zeit erwähnt.


Das ist definitiv ein großes Thema. Ich habe vor rund 2 Jahren hier schon etwas heißere Infos geteilt, als es um das Stadion und Sponsoren ging. Damals ging es noch um BYD, bei denen das eine Rolle gespielt hat, am Ende ists dann Polestar geworden.

Der Verein plant definitiv im Hintergrund einen Neubau, das Grundstück wurde hierfür ebenfalls schon erworben - was weiß ich aus erster Hand. Jedoch gibt es nicht nur Gegenwind aus dem eigenen Verein, sondern insbesondere auch von der Stadt. Diese stellt sich vehement gegen einen Neubau, weshalb der Kauf der Grundstücke nicht offensichtlich dem BVB zuzuordnen ist.

Es sind eben nicht nur die fehlenden Mehreinnahmen, sondern auch die immer weiter steigenden Kosten für die Instandhaltung. Zudem fehlt es durch die angrenzenden Flächen (Rote Erde, Schwimmbad (und Zuglinie), Straße/Kleingärten, an Flächen um Parkplätze für die ,,neuen“ VIP-Flächen zu schaffen. Darüber hinaus entsprechen die zuletzt geschaffenen VIP-Räume unter der Westtribüne eben nicht dem Standard, den man gut zahlenden Kunden bieten sollte - diese werden trotzdem gekauft, weil es die einzige Möglichkeit ist, im unterrang West an eine ,,Dauerkarte“ zu kommen.

Der Verein plant also sehr wohl einen Neubau - alles andere wäre auch fahrlässig, wenn man nicht vorbereitet wäre - allerdings glaube ich nicht, dass dies die nächsten 10 Jahre öffentlich auf den Tisch kommt. Vielleicht hat der Verein mit der CDU aber jetzt Vertreter in der Politik, die einem etwaigen Neubau etwas offener gegenüberstehen.

Die Infrastruktur am potenziellen Standort gibt jedenfalls deutlich mehr Möglichkeiten auch abseits eines neuen Stadions mehr Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.



Du bist doch wahrscheinlich nicht der PR Berater des BVBs, sprich doch mal klare Kante, welches riesige Grundstück der BVB "über Ecken" erworben haben soll, wenn du schon angeblich detailierte Kenntnisse besitzen solltest, anstatt hier nur Andeutungen zu machen. Würden sicherlich viele hier mit entsprechenden Ortskenntnissen einschätzen können, wie realistisch da ein Neubau zum Zeitpunkt XY ist ....

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R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009
Westfalenstadion |#3696
13.12.2025 - 15:30 Uhr
Zitat von Showen
Zitat von Exanimalister

Zitat von alisander

Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.


Ich hatte es schon mal vor einiger Zeit geschrieben, dass die fehlenden Logen gerade bei großen Sponsoren einen großen Effekt haben. Diese wollen wohl bei einem Einstieg auch zwingend eine Loge haben. Die hatte, sofern ich mich richtig erinnere, auch Cramer mal in irgendeinem Interview vor einiger Zeit erwähnt.


Das ist definitiv ein großes Thema. Ich habe vor rund 2 Jahren hier schon etwas heißere Infos geteilt, als es um das Stadion und Sponsoren ging. Damals ging es noch um BYD, bei denen das eine Rolle gespielt hat, am Ende ists dann Polestar geworden.

Der Verein plant definitiv im Hintergrund einen Neubau, das Grundstück wurde hierfür ebenfalls schon erworben - was weiß ich aus erster Hand. Jedoch gibt es nicht nur Gegenwind aus dem eigenen Verein, sondern insbesondere auch von der Stadt. Diese stellt sich vehement gegen einen Neubau, weshalb der Kauf der Grundstücke nicht offensichtlich dem BVB zuzuordnen ist.

Es sind eben nicht nur die fehlenden Mehreinnahmen, sondern auch die immer weiter steigenden Kosten für die Instandhaltung. Zudem fehlt es durch die angrenzenden Flächen (Rote Erde, Schwimmbad (und Zuglinie), Straße/Kleingärten, an Flächen um Parkplätze für die ,,neuen“ VIP-Flächen zu schaffen. Darüber hinaus entsprechen die zuletzt geschaffenen VIP-Räume unter der Westtribüne eben nicht dem Standard, den man gut zahlenden Kunden bieten sollte - diese werden trotzdem gekauft, weil es die einzige Möglichkeit ist, im unterrang West an eine ,,Dauerkarte“ zu kommen.

Der Verein plant also sehr wohl einen Neubau - alles andere wäre auch fahrlässig, wenn man nicht vorbereitet wäre - allerdings glaube ich nicht, dass dies die nächsten 10 Jahre öffentlich auf den Tisch kommt. Vielleicht hat der Verein mit der CDU aber jetzt Vertreter in der Politik, die einem etwaigen Neubau etwas offener gegenüberstehen.

Die Infrastruktur am potenziellen Standort gibt jedenfalls deutlich mehr Möglichkeiten auch abseits eines neuen Stadions mehr Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.


Deine Infos sind sehr spannend und auch beruhigend. Denn die Lücke muss man schließen und würde den bvb weiter oben etablieren.

Sagen wir, man würde 2,5 Mio mehr pro Spiel machen. Das wäre eine Annuität von 30 Mio. P.a. Wieviel Stadion man dafür bekommt, ist sicher nicht wenig.
Ich glaube, dass man versuchen wird, gelbe Wand einer zu erhalten und Logen in ganz großer Anzahl bauen wird.

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Es macht Spaß, aber es gibt wichtigeres.


10.11.2009 wir verlieren Robert Enke!

Mitglied seit: 07.06.2006
Westfalenstadion |#3697
13.12.2025 - 16:20 Uhr
Was die Ticketpreise angeht, muss ich sagen, dass ich generell nicht der Meinung bin, dass Ticketpreise absichtlich künstlich niedrig gehalten werden müssen.

Es ist nunmal so, dass sich im Leben alles verteuert. Wenn man die Ticketpreise immer nur an die Inflation anpasst (falls man das überhaupt tut), aber gleichzeitig die Löhne seit Jahrzehnten stärker steigen als die Inflation (was der Fall ist in Deutschland), dann werden die Tickets sogar relativ gesehen auf Dauer immer günstiger.

Sport, auch Fußball, ist im Endeffekt Entertainment. Ich sehe nicht, warum jeder in der Gesellschaft per se den ANSPRUCH darauf haben sollte, Teil einer populären Live-Entertainment-Veranstaltung zu sein. Fußball-Stadionbesuche gehören zu den attraktivsten und populärsten Freizeit-Entertainment-Aktivitäten der Deutschen. Ist auch immer direkt ausverkauft. Dementsprechend wäre es meiner Ansicht nach legitim, wenn ein Stück weit Angebot und Nachfrage hier den Preis regelt.

Es sagt ja auch niemand, dass jeder per se den Anspruch darauf habe, ein Ticket für die populärsten Konzerte der Welt zu bekommen. Wenn sehr viele das wollen und dementsprechend der Preis steigt (Angebot und Nachfrage), dann können es sich halt nicht mehr alle leisten. Aber so ist das Leben.

Und wenn sich das einer nicht leisten kann, kauft er sich eben Karten für ein kleineres/günstigeres Konzert. Genauso kann ja jemand im Fußball auch Tickets für zweite oder dritte Liga kaufen, wo es dann günstiger ist. Aber warum sollte jeder quasi qua Geburtsrecht ein Anspruch darauf haben, dass ein Premiumevent wie ein Fußball-Bundesligaspiel für ihn „bezahlbar“ bleibt - egal wie wenig er verdient?

Ist doch bei den TV-Rechten im Fußball auch nicht anders. Dort drehen Sky, Dazn und Co doch auch seit Jahren und Jahrzehnten an der Preisschraube, und da sagt ja auch keiner „Stopp jetzt damit - Fußball im Fernsehen muss bezahlbar bleiben!“ Aber bei den Ticketpreisen ist das hingegen immer das erste Argument.

In Wahrheit wäre es sogar „sozialer“, wenn man die Pay-TV Kosten für die Bundesliga begrenzen würde und die Stadiontickets NICHT begrenzen würde - weil ins Stadion kommt eh immer nur eine sehr begrenzte Anzahl an Leuten (wegen Kapazitätsgrenzen), während Pay TV nicht solchen natürlichen Kapazitätsgrenzen unterliegt. Daher wäre es aus Fussballsozialer Sicht viel wichtiger, dass sich jeder Pay TV leisten könnte als dass sich jeder einen Stadionbesuch leisten könnte.

Der BVB könnte ja sicherlich in jedem Heimspiel 100.000 Tickets und mehr verkaufen. Die Nachfrage ist also viel höher als das Angebot. Ich als ein Anhänger von Kapitalismus und Marktmechanismen sage da: wenn viel Nachfrage nach einem Entertainment(!)-Produkt ist, dann ist es auch legitim, den Preis zu erhöhen.

In meiner Stadt kostet es auch 40€ pro Stunde (!), sich ein Beachvolleyball-Feld zu buchen. Ich finde das auch extrem teuer, aber die Plätze sind halt jeden Tag voll, von daher ist es legitim vom Anbieter, diese Preise aufzurufen.

Etwas anderes ist es, wenn es um Bereiche der Grundversorgung wie zB der Gesundheitsversorgung geht. Dort halte ich es für wichtig, dass das für jeden bezahlbar bleibt, dies sollte also nicht nur der Markt regeln.

Aber Profi-Fussball ist Entertainment. Und damit ist es meiner Ansicht nach auch legitim, dieses Entertainment Marktlogiken zu unterwerfen.

Zumal ja selbst bei günstigen Preisen sowieso die meisten, die gerne den BVB im Stadion gucken wollen, dies gar nicht können - einfach weil die Kapazität begrenzt ist und daher alles immer direkt ausverkauft ist. Es ist also so oder so nur für eine kleine, sehr begrenzte Gruppe zugänglich
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Austin_ am 13.12.2025 um 16:25 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3698
13.12.2025 - 17:25 Uhr
Zitat von Austin_
Was die Ticketpreise angeht, muss ich sagen, dass ich generell nicht der Meinung bin, dass Ticketpreise absichtlich künstlich niedrig gehalten werden müssen.

Es ist nunmal so, dass sich im Leben alles verteuert. Wenn man die Ticketpreise immer nur an die Inflation anpasst (falls man das überhaupt tut), aber gleichzeitig die Löhne seit Jahrzehnten stärker steigen als die Inflation (was der Fall ist in Deutschland), dann werden die Tickets sogar relativ gesehen auf Dauer immer günstiger.

Sport, auch Fußball, ist im Endeffekt Entertainment. Ich sehe nicht, warum jeder in der Gesellschaft per se den ANSPRUCH darauf haben sollte, Teil einer populären Live-Entertainment-Veranstaltung zu sein. Fußball-Stadionbesuche gehören zu den attraktivsten und populärsten Freizeit-Entertainment-Aktivitäten der Deutschen. Ist auch immer direkt ausverkauft. Dementsprechend wäre es meiner Ansicht nach legitim, wenn ein Stück weit Angebot und Nachfrage hier den Preis regelt.

Es sagt ja auch niemand, dass jeder per se den Anspruch darauf habe, ein Ticket für die populärsten Konzerte der Welt zu bekommen. Wenn sehr viele das wollen und dementsprechend der Preis steigt (Angebot und Nachfrage), dann können es sich halt nicht mehr alle leisten. Aber so ist das Leben.

Und wenn sich das einer nicht leisten kann, kauft er sich eben Karten für ein kleineres/günstigeres Konzert. Genauso kann ja jemand im Fußball auch Tickets für zweite oder dritte Liga kaufen, wo es dann günstiger ist. Aber warum sollte jeder quasi qua Geburtsrecht ein Anspruch darauf haben, dass ein Premiumevent wie ein Fußball-Bundesligaspiel für ihn „bezahlbar“ bleibt - egal wie wenig er verdient?

Ist doch bei den TV-Rechten im Fußball auch nicht anders. Dort drehen Sky, Dazn und Co doch auch seit Jahren und Jahrzehnten an der Preisschraube, und da sagt ja auch keiner „Stopp jetzt damit - Fußball im Fernsehen muss bezahlbar bleiben!“ Aber bei den Ticketpreisen ist das hingegen immer das erste Argument.

In Wahrheit wäre es sogar „sozialer“, wenn man die Pay-TV Kosten für die Bundesliga begrenzen würde und die Stadiontickets NICHT begrenzen würde - weil ins Stadion kommt eh immer nur eine sehr begrenzte Anzahl an Leuten (wegen Kapazitätsgrenzen), während Pay TV nicht solchen natürlichen Kapazitätsgrenzen unterliegt. Daher wäre es aus Fussballsozialer Sicht viel wichtiger, dass sich jeder Pay TV leisten könnte als dass sich jeder einen Stadionbesuch leisten könnte.

Der BVB könnte ja sicherlich in jedem Heimspiel 100.000 Tickets und mehr verkaufen. Die Nachfrage ist also viel höher als das Angebot. Ich als ein Anhänger von Kapitalismus und Marktmechanismen sage da: wenn viel Nachfrage nach einem Entertainment(!)-Produkt ist, dann ist es auch legitim, den Preis zu erhöhen.

In meiner Stadt kostet es auch 40€ pro Stunde (!), sich ein Beachvolleyball-Feld zu buchen. Ich finde das auch extrem teuer, aber die Plätze sind halt jeden Tag voll, von daher ist es legitim vom Anbieter, diese Preise aufzurufen.

Etwas anderes ist es, wenn es um Bereiche der Grundversorgung wie zB der Gesundheitsversorgung geht. Dort halte ich es für wichtig, dass das für jeden bezahlbar bleibt, dies sollte also nicht nur der Markt regeln.

Aber Profi-Fussball ist Entertainment. Und damit ist es meiner Ansicht nach auch legitim, dieses Entertainment Marktlogiken zu unterwerfen.

Zumal ja selbst bei günstigen Preisen sowieso die meisten, die gerne den BVB im Stadion gucken wollen, dies gar nicht können - einfach weil die Kapazität begrenzt ist und daher alles immer direkt ausverkauft ist. Es ist also so oder so nur für eine kleine, sehr begrenzte Gruppe zugänglich



Ist eine legitime Sichtweise, wenn man keine Fan-Atmosphäre mehr möchte.

Zuschauer die auf Stehplätzen 120 Minuten Vollgas geben um das Ergebnis zu beeinflussen und die Mannschaft zu unterstützen, gehen nicht ins Stadion um das populärste Konzert/Spiel anzuschauen.

Deswegen ist es mMn schon wichtig eine Mischung davon zu haben.
Plätze wo Familien schauen können, Plätze wo von Eventzuschauern viel Geld für das populäre Freizeit Entertainment verlangt wird und Plätze die subventioniert sind, weil sie eine Atmosphäre schaffen die man 1. für die Mannschaft und den Erfolg möchte und 2. ja auch an die Eventzuschauer, Sponsoren etc. irgendwo mitverkauft wird.

Warum die Familienplätze? Weil da die Kinder sind, die man irgendwann als Stimmungsmacher auf dem Stehplatz haben will und die Eltern, die wegen der Kinder/Alter selbst nicht mehr Stimmungsmacher sind aber dieses Erbe weitergeben.
Westfalenstadion |#3699
13.12.2025 - 17:48 Uhr
Zitat von Austin_

So wie ich das verstehe, ist das Hauptproblem bei den geringen Einnahmen ja weder die vielen Stehplätze, noch der Preis für die Tickets - sondern dass es so wenig VIP Logen gibt.

Da stelle ich mir die Frage: lässt sich sowas nicht ändern? Also können nicht mehr Logen gebaut werden? Offensichtlich geht das nicht, sonst würde man es ja tun (ich kann mich dran erinnern, dass diese Dinge vor 15 Jahren schon diskutiert wurden), aber warum geht das nicht?


Zitat von CP98OL

Was spricht denn gegen massive bauliche Veränderungen im aktuellen Stadion? Ich habe wirklich keine Ahnung, aber ist das einfach nicht umsetzbar?


Vereinfacht gesagt (und es gibt sicher Leute, die es ausführlicher beschreiben können): Die Kapazität via Anbau ist komplett ausgereizt, d.h. wenn man Logen hinzufügen wollen würde müsste man irgendwas komplett umbauen.

Das Stadion ist aber nun auch schon ziemlich alt, also kann es durchaus sein, dass das baulich einfach nicht möglich ist, einfach einen Teil der Sitzplätze umzubauen. Vermutlich könnte man nicht mal ne komplette Tribüne abreissen und neu bauen, ohne dass das ganze Stadion destabilisiert wird^^

Ich wäre überrascht, wenn der BVB dahingehend nicht schon alle Möglichkeiten abgeklopft hätte.

Zitat von Borusse91
Zitat von Showen

Zitat von Exanimalister

Zitat von alisander

Zitat von Borsigplatz

Die Stadionfrage hat das Potenzial, diesen Verein komplett zu zerreißen. Ich bin mir sicher, dass es enorm Widerstand gegen Neubaupläne geben würde. Dafür hängt die Anhängerschaft einfach zu sehr an diesem Stadion. Das heißt nicht, dass wir auf ewig im Tempel spielen werden. Man wird aber versuchen es so weit wie möglich nach hinten zu schieben.

Ein Neubau wird zudem unfassbar teuer sein und sehr wahrscheinlich eine geringere Kapazität und keine Südtribüne haben. Auch das sind wieder unangenehme Dinge, die man lieber nicht kommunizieren möchte. Die Zeit der großen Neubauten ist in Deutschland auch einfach vorbei. Das wird in den nächsten Jahren garantiert nicht günstiger werden.

Ich tippe darauf, dass das Thema eventuell in zehn Jahren mal wirklich ernsthaft auf den Tisch kommt.


Also der finanzielle Nachteil wird künftig noch schwerer wiegen.

Das sind ja allein von den Mehreinnahmen zwei drei TOP Spielergehälter immJahr.

Die Diskussion, dass es Vorbehalte gegen ein neues Stadion gibt, halte ich für zeitlich.
Wenn man sich alle nNeubauten ansieht, dann merkt man, das es am Ende doch angenommen wird.
2-5 Mio. Mehr pro Heimspiel. Das sind ja unfassbare Summen. Klar muss man das auch erstmal finanziert bekommen.

Der Nachteil aus dem SIP wir in den nächsten Jahren wirklich schwer wiegen.


Ich hatte es schon mal vor einiger Zeit geschrieben, dass die fehlenden Logen gerade bei großen Sponsoren einen großen Effekt haben. Diese wollen wohl bei einem Einstieg auch zwingend eine Loge haben. Die hatte, sofern ich mich richtig erinnere, auch Cramer mal in irgendeinem Interview vor einiger Zeit erwähnt.


Das ist definitiv ein großes Thema. Ich habe vor rund 2 Jahren hier schon etwas heißere Infos geteilt, als es um das Stadion und Sponsoren ging. Damals ging es noch um BYD, bei denen das eine Rolle gespielt hat, am Ende ists dann Polestar geworden.

Der Verein plant definitiv im Hintergrund einen Neubau, das Grundstück wurde hierfür ebenfalls schon erworben - was weiß ich aus erster Hand. Jedoch gibt es nicht nur Gegenwind aus dem eigenen Verein, sondern insbesondere auch von der Stadt. Diese stellt sich vehement gegen einen Neubau, weshalb der Kauf der Grundstücke nicht offensichtlich dem BVB zuzuordnen ist.

Es sind eben nicht nur die fehlenden Mehreinnahmen, sondern auch die immer weiter steigenden Kosten für die Instandhaltung. Zudem fehlt es durch die angrenzenden Flächen (Rote Erde, Schwimmbad (und Zuglinie), Straße/Kleingärten, an Flächen um Parkplätze für die ,,neuen“ VIP-Flächen zu schaffen. Darüber hinaus entsprechen die zuletzt geschaffenen VIP-Räume unter der Westtribüne eben nicht dem Standard, den man gut zahlenden Kunden bieten sollte - diese werden trotzdem gekauft, weil es die einzige Möglichkeit ist, im unterrang West an eine ,,Dauerkarte“ zu kommen.

Der Verein plant also sehr wohl einen Neubau - alles andere wäre auch fahrlässig, wenn man nicht vorbereitet wäre - allerdings glaube ich nicht, dass dies die nächsten 10 Jahre öffentlich auf den Tisch kommt. Vielleicht hat der Verein mit der CDU aber jetzt Vertreter in der Politik, die einem etwaigen Neubau etwas offener gegenüberstehen.

Die Infrastruktur am potenziellen Standort gibt jedenfalls deutlich mehr Möglichkeiten auch abseits eines neuen Stadions mehr Einnahmemöglichkeiten zu schaffen.



Du bist doch wahrscheinlich nicht der PR Berater des BVBs, sprich doch mal klare Kante, welches riesige Grundstück der BVB "über Ecken" erworben haben soll, wenn du schon angeblich detailierte Kenntnisse besitzen solltest, anstatt hier nur Andeutungen zu machen. Würden sicherlich viele hier mit entsprechenden Ortskenntnissen einschätzen können, wie realistisch da ein Neubau zum Zeitpunkt XY ist ....


Die Diskussion gabsdoch schonmal vor ner Weile, und da gabs hier 2 User, die beide angebliche Insidernews hatten, nur dass sie sich komplett widersprochen haben^^

Ich glaube, dass Gelände, dass der BVB angeblich gekauft hat füs neue Stadion ist schon längst für irgendwas anderes verplant oder. Finde es aber auch immer wieder lustig, wie hier immer total Top Secret getan wird, als ob hier irgendwelche wichtigen Leute im Forum mitlesen würden, die so einen Deal dann platzen lassen grins
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fehlerteufel am 13.12.2025 um 17:52 Uhr bearbeitet
Westfalenstadion |#3700
13.12.2025 - 18:08 Uhr
Zitat von MAB09
Zitat von Austin_

Was die Ticketpreise angeht, muss ich sagen, dass ich generell nicht der Meinung bin, dass Ticketpreise absichtlich künstlich niedrig gehalten werden müssen.

Es ist nunmal so, dass sich im Leben alles verteuert. Wenn man die Ticketpreise immer nur an die Inflation anpasst (falls man das überhaupt tut), aber gleichzeitig die Löhne seit Jahrzehnten stärker steigen als die Inflation (was der Fall ist in Deutschland), dann werden die Tickets sogar relativ gesehen auf Dauer immer günstiger.

Sport, auch Fußball, ist im Endeffekt Entertainment. Ich sehe nicht, warum jeder in der Gesellschaft per se den ANSPRUCH darauf haben sollte, Teil einer populären Live-Entertainment-Veranstaltung zu sein. Fußball-Stadionbesuche gehören zu den attraktivsten und populärsten Freizeit-Entertainment-Aktivitäten der Deutschen. Ist auch immer direkt ausverkauft. Dementsprechend wäre es meiner Ansicht nach legitim, wenn ein Stück weit Angebot und Nachfrage hier den Preis regelt.

Es sagt ja auch niemand, dass jeder per se den Anspruch darauf habe, ein Ticket für die populärsten Konzerte der Welt zu bekommen. Wenn sehr viele das wollen und dementsprechend der Preis steigt (Angebot und Nachfrage), dann können es sich halt nicht mehr alle leisten. Aber so ist das Leben.

Und wenn sich das einer nicht leisten kann, kauft er sich eben Karten für ein kleineres/günstigeres Konzert. Genauso kann ja jemand im Fußball auch Tickets für zweite oder dritte Liga kaufen, wo es dann günstiger ist. Aber warum sollte jeder quasi qua Geburtsrecht ein Anspruch darauf haben, dass ein Premiumevent wie ein Fußball-Bundesligaspiel für ihn „bezahlbar“ bleibt - egal wie wenig er verdient?

Ist doch bei den TV-Rechten im Fußball auch nicht anders. Dort drehen Sky, Dazn und Co doch auch seit Jahren und Jahrzehnten an der Preisschraube, und da sagt ja auch keiner „Stopp jetzt damit - Fußball im Fernsehen muss bezahlbar bleiben!“ Aber bei den Ticketpreisen ist das hingegen immer das erste Argument.

In Wahrheit wäre es sogar „sozialer“, wenn man die Pay-TV Kosten für die Bundesliga begrenzen würde und die Stadiontickets NICHT begrenzen würde - weil ins Stadion kommt eh immer nur eine sehr begrenzte Anzahl an Leuten (wegen Kapazitätsgrenzen), während Pay TV nicht solchen natürlichen Kapazitätsgrenzen unterliegt. Daher wäre es aus Fussballsozialer Sicht viel wichtiger, dass sich jeder Pay TV leisten könnte als dass sich jeder einen Stadionbesuch leisten könnte.

Der BVB könnte ja sicherlich in jedem Heimspiel 100.000 Tickets und mehr verkaufen. Die Nachfrage ist also viel höher als das Angebot. Ich als ein Anhänger von Kapitalismus und Marktmechanismen sage da: wenn viel Nachfrage nach einem Entertainment(!)-Produkt ist, dann ist es auch legitim, den Preis zu erhöhen.

In meiner Stadt kostet es auch 40€ pro Stunde (!), sich ein Beachvolleyball-Feld zu buchen. Ich finde das auch extrem teuer, aber die Plätze sind halt jeden Tag voll, von daher ist es legitim vom Anbieter, diese Preise aufzurufen.

Etwas anderes ist es, wenn es um Bereiche der Grundversorgung wie zB der Gesundheitsversorgung geht. Dort halte ich es für wichtig, dass das für jeden bezahlbar bleibt, dies sollte also nicht nur der Markt regeln.

Aber Profi-Fussball ist Entertainment. Und damit ist es meiner Ansicht nach auch legitim, dieses Entertainment Marktlogiken zu unterwerfen.

Zumal ja selbst bei günstigen Preisen sowieso die meisten, die gerne den BVB im Stadion gucken wollen, dies gar nicht können - einfach weil die Kapazität begrenzt ist und daher alles immer direkt ausverkauft ist. Es ist also so oder so nur für eine kleine, sehr begrenzte Gruppe zugänglich



Ist eine legitime Sichtweise, wenn man keine Fan-Atmosphäre mehr möchte.


Es steht dem BVB sowieso frei, zu tun was immer er will. Es wäre auch legitim, sämtliche Tickets für je 5€ anzubieten. Wenn der Verein das will, kann er das tun.

Nur finde ich das halt dann nicht sinnvoll. Extrem beliebte Premium-Freizeitveranstaltungen haben ihren Preis. Einfach weil viele das sehen wollen. Daher finde ich es moralisch gesehen nicht verwerflich, dafür dann (nach den Regeln von Angebot und Nachfrage) auch entsprechende Preise zu verlangen. Denn es geht ja hierbei wie gesagt nicht um Grundversorgung a la Gesundheitssystem etc, sondern nur um die Fußball-Bundesliga, also um ein reines Freizeitprodukt.

Moralisch sehe ich daher überhaupt kein Problem an hohen Ticketpreisen. Wenn der BVB dennoch darauf verzichtet, ist das deren Sache, aber moralisch falsch fände ich es nicht.
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