Unsere Finanzen
18.05.2011 - 15:52 Uhr
30.08.2011 - 12:56 Uhr
Ich habe gerade einen interessanten Artikel gelesen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Weil wir die Diskussion um die Gehälter schon öfter hatten, pack ichs jetzt einfach mal hier rein:
Zitat
Weil die Gehälter der absoluten Topstars steigen, bleibt fürs Fußvolk weniger übrig. Und ausgesorgt haben die wenigsten, schätzt zumindest: "Vielleicht zehn Prozent der Profis können nach ihrer Karriere allein von dem leben, was sie sich zusammengespielt haben." Ein durchschnittlicher Bundesligakicker verdient nach Angaben der VdV monatlich im Schnitt 20.000 bis 25.000 Euro Grundgehalt. Ein Zweitligaspieler liege im Mittel bei 7000 bis 15.000 Euro, sagte Lars Kindgen, ebenfalls Geschäftsführer der VdV, der "Süddeutschen Zeitung".
Jetzt können sich einige evtl. zurückerinnern, dass man sich nie vorstellen konnte wie ein Hübener in Liga 3 Topverdiener mit 10.000 € (Grundgehalt + Prämien) im Monat nach hause gehen konnte. Das war also keineswegs unrealistisch. Rechnet man die Zahlen mal hoch, kann man für 4,2 Mio einen ganz vernünftigen Kader zusammenstellen.
den gesamten Artikel könnt ihr hier lesen:
http://www.n-tv.de/sport/fussball/Letzte-Hoffnung-Felix-Magath-article4171816.html
Zitat
Weil die Gehälter der absoluten Topstars steigen, bleibt fürs Fußvolk weniger übrig. Und ausgesorgt haben die wenigsten, schätzt zumindest: "Vielleicht zehn Prozent der Profis können nach ihrer Karriere allein von dem leben, was sie sich zusammengespielt haben." Ein durchschnittlicher Bundesligakicker verdient nach Angaben der VdV monatlich im Schnitt 20.000 bis 25.000 Euro Grundgehalt. Ein Zweitligaspieler liege im Mittel bei 7000 bis 15.000 Euro, sagte Lars Kindgen, ebenfalls Geschäftsführer der VdV, der "Süddeutschen Zeitung".
Jetzt können sich einige evtl. zurückerinnern, dass man sich nie vorstellen konnte wie ein Hübener in Liga 3 Topverdiener mit 10.000 € (Grundgehalt + Prämien) im Monat nach hause gehen konnte. Das war also keineswegs unrealistisch. Rechnet man die Zahlen mal hoch, kann man für 4,2 Mio einen ganz vernünftigen Kader zusammenstellen.
den gesamten Artikel könnt ihr hier lesen:
http://www.n-tv.de/sport/fussball/Letzte-Hoffnung-Felix-Magath-article4171816.html
30.08.2011 - 13:27 Uhr
Richtig, aber bspw. bei Prämien ist davon auszugehen, dass die in den erwähnten Zahlen enthalten sind. Der Hinweis zum Etat ist umso erstaunlicher, wenn man die Sozialabgaben in die Betrachtung mit einbezieht. Vor allem in Hinsicht des Verhandlungsgeschicks unseres Sportlichen Leiters.
Ich finde vor allem die Relationen sehr interessant.
Ich finde vor allem die Relationen sehr interessant.
30.08.2011 - 13:36 Uhr
Die Zahlen erfassen mMn wirklich nur das Grundgehalt evtl. mit Versicherungen. Prämien gehen extra. Aber damit scheinen mir doch die 11.000 Grundgehalt bei unserem Trojan bestätigt zu sein. Und da der mit Sicherheit eher in der oberen Gehaltshälfte des Kaders steht, lässt sich wirklich sagen, dass der Menze für die 4,1 Mio., wobei das inzwischen vielleicht auch 4,5 Mio. sind, ordentlich was zusammenverhandelt hat.
07.09.2011 - 08:22 Uhr
Die MOPO schreibt heute davon, dass Dynamo Schulden in Millionenhöhe gegenüber der Projektgesellschaft im Bezug auf das Stadion haben soll. Hat da jemand eventuell mehr Infos? Das wurde ja schon vor einiger Zeit mal angedeutet, dass da irgendwas im Busch ist ... :/:
07.09.2011 - 11:13 Uhr
Die Millionenhöhe kommt wahrscheinlich daher, dass der Streit schon eine geraume Zeit dauert und die entsprechende Kostenstelle mittlerweile eine derartige Höhe erreicht haben dürfte. Die Kosten entstehen über die Nutzung und fallen damit regelmäßig an, wachsen also in dem Maße, wie sie verursacht werden.
Das alles ist aber weniger beunruhigend. Die Kosten sind bekannt, man hat ordnungsgemäß Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Verbindlichkeiten (noch sind es keine, erst dann, wenn der Rechtsstreit aus Dynamo-Sicht verloren gehen sollte) gebildet. Da man das in der vergangenen Saison getan hat, ist davon auszugehen, dass man das auch diese Saison macht. Es wird also keine Liquiditätslücke geben, die die Insolvenz bedeuten kann.
Dennoch ist die Situation als äußerst ungünstig anzusehen, zumindest was die Sicht der Stadt angeht. Die hätte ja dank ihrer Bürgschaft dann das Stadion mitsamt den Kosten an der Backe, müsste also selbst den Betrieb übernehmen. Wie dann die Vertragskonstellation aussieht, weiß im Moment wahrscheinlich nicht einmal jemand von den Beteiligten. Also wer welche Einnahmen bekommt bzw. Kosten zu übernehmen hat. Bedeutet demnach wieder viel Streiterei zwischen HBM, Stadt und Dynamo. Da werden wieder viele ihre Nerven lassen. Immerhin haben die Zeitungen dann mal wieder was, worüber sie schreiben können.
Was die im Artikel genannten Summen angeht: immer ein bisschen differenziert herangehen, da sich selbst die MoPo nur vorsichtig ausdrückt: "angeblich"
Ein typischer Rechtsstreit über Kosten, die in keinem Vertrag geregelt wurden und die dann wie immer keiner übernehmen will. Sollte die Summe auf die SGD zurückfallen, heißt das einen einmaligen Verlust. Im Folgejahr kann über Reduzierung dieses und anderer Kostenblöcke darauf reagiert und an die Einnahmen-Situation angepasst werden. Nichts wirklich bedrohliches also. Wir werden demnach nicht pleite gehen. Gegebenenfalls muss halt mal ein Spieler verkauft oder Verträge nicht verlängert und neue Sponsoren gewonnen werden (ich weiß, das sagt sich leichter als es ist...).
Eine realisierbare Maßnahme würde mir spontan einfallen: Flutlicht bei Spielen am Nachmittag auslassen, das war mir beim Paderborn-Spiel nicht "einleuchtend", warum man das da angeschmissen hat, so dunkel war es nun auch wieder nicht (es sei denn die Forderung kam vom TV).
Das alles ist aber weniger beunruhigend. Die Kosten sind bekannt, man hat ordnungsgemäß Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Verbindlichkeiten (noch sind es keine, erst dann, wenn der Rechtsstreit aus Dynamo-Sicht verloren gehen sollte) gebildet. Da man das in der vergangenen Saison getan hat, ist davon auszugehen, dass man das auch diese Saison macht. Es wird also keine Liquiditätslücke geben, die die Insolvenz bedeuten kann.
Dennoch ist die Situation als äußerst ungünstig anzusehen, zumindest was die Sicht der Stadt angeht. Die hätte ja dank ihrer Bürgschaft dann das Stadion mitsamt den Kosten an der Backe, müsste also selbst den Betrieb übernehmen. Wie dann die Vertragskonstellation aussieht, weiß im Moment wahrscheinlich nicht einmal jemand von den Beteiligten. Also wer welche Einnahmen bekommt bzw. Kosten zu übernehmen hat. Bedeutet demnach wieder viel Streiterei zwischen HBM, Stadt und Dynamo. Da werden wieder viele ihre Nerven lassen. Immerhin haben die Zeitungen dann mal wieder was, worüber sie schreiben können.
Was die im Artikel genannten Summen angeht: immer ein bisschen differenziert herangehen, da sich selbst die MoPo nur vorsichtig ausdrückt: "angeblich"
Ein typischer Rechtsstreit über Kosten, die in keinem Vertrag geregelt wurden und die dann wie immer keiner übernehmen will. Sollte die Summe auf die SGD zurückfallen, heißt das einen einmaligen Verlust. Im Folgejahr kann über Reduzierung dieses und anderer Kostenblöcke darauf reagiert und an die Einnahmen-Situation angepasst werden. Nichts wirklich bedrohliches also. Wir werden demnach nicht pleite gehen. Gegebenenfalls muss halt mal ein Spieler verkauft oder Verträge nicht verlängert und neue Sponsoren gewonnen werden (ich weiß, das sagt sich leichter als es ist...).
Eine realisierbare Maßnahme würde mir spontan einfallen: Flutlicht bei Spielen am Nachmittag auslassen, das war mir beim Paderborn-Spiel nicht "einleuchtend", warum man das da angeschmissen hat, so dunkel war es nun auch wieder nicht (es sei denn die Forderung kam vom TV).
07.09.2011 - 11:40 Uhr
Zitat
Bühne auf zum nächsten Riesentheater im „glücksgas stadion“! Ab sofort gibt’s kein Flutlicht mehr auf dem Kunstrasenplatz hinterm Stadion und das energiefressende Entmüdungsbecken für die Profi-Kicker bleibt aus. Es wird gespart. Damit zog gestern der Arena-Betreiber die Bandagen im Kampf um strittige Mietforderungen gegenüber Dynamo an! Es war der vorläufige Höhepunkt eines zurzeit hinter den Kulissen erbarmungslos geführten Streites zwischen den juristischen Abteilungen beider Parteien. Laut MOPO-Informationen sollen die Schwarz-Gelben Verbindlichkeiten gegenüber der Stadion-Projektgesellschaft in Höhe von 1,5 Millionen Euro (!) haben. Davon sollen 700 000 Euro strittig sein (unterschiedliche Auslegung des Nutzungsvertrages). 800 000 Euro würde angeblich der Zweitligist nicht bezahlen, solange das erste Problem nicht geklärt ist. Der Bauherr des Stadions, die HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH, ist gleichzeitig mit seiner Tochterfirma der Betreiber. Zu den aktuellen Problemen wollte sich HBM-Geschäftsführer Axel Eichholtz nicht äußern: „Momentan kein Kommentar.“ Und der Stadion-Boss Hans-Jörg Otto verwies auf Eichholtz. Dynamos Hauptgeschäftsführer Volker Oppitz wies dagegen die Vorwürfe zurück: Wir haben keine Verbindlichkeiten.“ Er räumt nur ein, dass aus der Saison 2009/2010 rund 360 Euro offen sind. Allerdings glauben die Schwarz-Gelben, dass dieses Geld ihnen zusteht. Unter anderem geht’s um die Frage, ob die Einnahmen aus Business- und VIP-Tickets nach Abzug der Cateringkosten nach einem geregelten Schlüssel aufgeteilt werden oder nicht. „Wir haben eine klare Position, die sogar durch den von der Stadtverwaltung beauftragten Wirtschaftsprüfer bestätigt wird“, so Oppitz. „So hat er immerhin unseren Etat bestätigt.“ Danach bekäme Dynamo seinen Anteil vom kompletten Betrag. Ob die Auslegung zutrifft, wollte im Rathaus keiner sagen. Die Verwaltung hält sich zurzeit fein raus. Allerdings kann Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann schneller reingezogen werden, als ihm lieb ist, Sollte Dynamo wirklich mit 1,5 Mio. Euro bei der Projektgesellschaft in der Kreise stehen und HBM das Defizit nicht ausgleichen, könnte der Stadion-Betreiber pleite gehen. Die Folge: Die 40-Millionen-Euro-Bürgschaft der Stadt hätte die Arena an der Backe.
Habs mal abgetippt.
Bühne auf zum nächsten Riesentheater im „glücksgas stadion“! Ab sofort gibt’s kein Flutlicht mehr auf dem Kunstrasenplatz hinterm Stadion und das energiefressende Entmüdungsbecken für die Profi-Kicker bleibt aus. Es wird gespart. Damit zog gestern der Arena-Betreiber die Bandagen im Kampf um strittige Mietforderungen gegenüber Dynamo an! Es war der vorläufige Höhepunkt eines zurzeit hinter den Kulissen erbarmungslos geführten Streites zwischen den juristischen Abteilungen beider Parteien. Laut MOPO-Informationen sollen die Schwarz-Gelben Verbindlichkeiten gegenüber der Stadion-Projektgesellschaft in Höhe von 1,5 Millionen Euro (!) haben. Davon sollen 700 000 Euro strittig sein (unterschiedliche Auslegung des Nutzungsvertrages). 800 000 Euro würde angeblich der Zweitligist nicht bezahlen, solange das erste Problem nicht geklärt ist. Der Bauherr des Stadions, die HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH, ist gleichzeitig mit seiner Tochterfirma der Betreiber. Zu den aktuellen Problemen wollte sich HBM-Geschäftsführer Axel Eichholtz nicht äußern: „Momentan kein Kommentar.“ Und der Stadion-Boss Hans-Jörg Otto verwies auf Eichholtz. Dynamos Hauptgeschäftsführer Volker Oppitz wies dagegen die Vorwürfe zurück: Wir haben keine Verbindlichkeiten.“ Er räumt nur ein, dass aus der Saison 2009/2010 rund 360 Euro offen sind. Allerdings glauben die Schwarz-Gelben, dass dieses Geld ihnen zusteht. Unter anderem geht’s um die Frage, ob die Einnahmen aus Business- und VIP-Tickets nach Abzug der Cateringkosten nach einem geregelten Schlüssel aufgeteilt werden oder nicht. „Wir haben eine klare Position, die sogar durch den von der Stadtverwaltung beauftragten Wirtschaftsprüfer bestätigt wird“, so Oppitz. „So hat er immerhin unseren Etat bestätigt.“ Danach bekäme Dynamo seinen Anteil vom kompletten Betrag. Ob die Auslegung zutrifft, wollte im Rathaus keiner sagen. Die Verwaltung hält sich zurzeit fein raus. Allerdings kann Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann schneller reingezogen werden, als ihm lieb ist, Sollte Dynamo wirklich mit 1,5 Mio. Euro bei der Projektgesellschaft in der Kreise stehen und HBM das Defizit nicht ausgleichen, könnte der Stadion-Betreiber pleite gehen. Die Folge: Die 40-Millionen-Euro-Bürgschaft der Stadt hätte die Arena an der Backe.
Habs mal abgetippt.
07.09.2011 - 11:50 Uhr
Zitat von Astralkuhglocke:
Habs mal abgetippt.
Danke für die Mühe, aber:
http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/presse/details/artikel/millionenstreit-stadionbetreiber-dreht-bei-dynamo-jetzt-den-saft-ab.html
:p
Habs mal abgetippt.
Danke für die Mühe, aber:
http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/presse/details/artikel/millionenstreit-stadionbetreiber-dreht-bei-dynamo-jetzt-den-saft-ab.html
:p
07.09.2011 - 11:52 Uhr
Na toll, muss ich wohl doch zukünftig im 10-Minutentakt die Website aktualisieren. :ugly
07.09.2011 - 14:36 Uhr
Zitat von Astralkuhglocke:
Zitat
Die Folge: Die 40-Millionen-Euro-Bürgschaft der Stadt hätte die Arena an der Backe.
Mal davon abgesehen, dass dieser Satz selbst das normale Mopo-Niveau unterbietet, könnte sich das für die Stadt eventuell rechnen.
Wenn man davon ausgeht, dass Dynamo innerhalb der nächsten fünf Jahre in die 1. Bundesliga aufsteigt, wirft das Stadion zukünftig deutlich mehr Geld ab. Vielleicht will sich die Stadt so einfach den ganzen Kuchen einverleiben.
Beim Abstieg von Dynamo gehen dafür im Rathaus die Lichter aus.
Zitat
Die Folge: Die 40-Millionen-Euro-Bürgschaft der Stadt hätte die Arena an der Backe.
Mal davon abgesehen, dass dieser Satz selbst das normale Mopo-Niveau unterbietet, könnte sich das für die Stadt eventuell rechnen.
Wenn man davon ausgeht, dass Dynamo innerhalb der nächsten fünf Jahre in die 1. Bundesliga aufsteigt, wirft das Stadion zukünftig deutlich mehr Geld ab. Vielleicht will sich die Stadt so einfach den ganzen Kuchen einverleiben.
Beim Abstieg von Dynamo gehen dafür im Rathaus die Lichter aus.
07.09.2011 - 16:38 Uhr
Mal abgesehen von der Undurchsichtigkeit des ganzen Sachverhalts - bin ja gespannt, ob man da als Mitglied mal ein paar Details erfährt - finde ich es ziemlich daneben, dass der Stadionbetreiber nun quasi die Mannschaft als Geisel nimmt, um seine Rechtsposition durchzusetzen. Das ist ja das Benehmen eines Miethais, aber keiner seriösen Gesellschaft. Entweder das Ganze wird vor Gericht ausgefochten und falls der Verein rechtskräftig verliert, muss er dann halt aus den Rücklagen was bedienen. Oder man einigt sich auf einen Vergleich. Aber nun da was erpressen zu wollen, ist doch Wildwest. Bin ja gespannt, ob am Montag die Lichter leuchten im RHS. Allerdings ist es auch nicht die feine englische Art, wenn der Verein unstrittige Zahlungen zurückhält, weil der Betreiber bei den strittigen an seiner Forderung festhält. Irgendwie dachte ich, wir hätten hier sowas wie einen Rechtsstaat.
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