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Sommervorbereitung 2016/17

01.06.2016 - 13:29 Uhr
Sommervorbereitung 2016/17 |#501
15.08.2016 - 13:32 Uhr
Falsch, Ballbesitzfussball zeichnet sich, Überraschung, durch mehr Ballbesitz als der Gegner ihn hat aus.
Nicht wo man ihn hat, sondern wie lange man ihn hat.
Denn über allem steht beim Ballbesitzfussball der Grundgedanke "wenn ich den Ball habe, kann der Gegner kein Tor schiessen".
Das zumindest scheint gegen Lazio funktioniert zu haben.
Daraus jedoch eine erfolgreiche Offensive zu entwickeln ist für uns ja nicht neu, damit haben wir seit Jahren Probleme und dies ist, wie eigentlich allgemein bekannt, auch das grosse Problem dieser Art des Fussball spielens für Mannschaften die nicht die individuelle Klasse von Bayern oder Barca haben.
Der Gegner wird zwar leichter hinten reingedrängt, jedoch werden gleichzeitig die Räume enger und der Weg zum Tor verstellt. Hat man nicht überragende Individualisten wie Messi oder Ribery/Robben etc., dann ist es eben sehr schwer diese Enge aufzulösen und Tore zu erzielen.
Wir versuchen jetzt, mit einer weiter nach hinten verlagerten Ballzirkulation, die Räume weit zu belassen, um unseren schnellen Offensiven wie PH/Hahn/Traore den nötigen Platz zu geben.
Eigentlich eine logische Konsequenz, die für eine Symbiose zwischen weniger Gegentore bekommen und trotzdem Platz für eine schnelle Offensive zu haben, schaffen soll.
Ob das dann der Weisheit letzter Schluss ist und auch in Pflichtspielen verstärkt zum Einsatz kommt, wir werden es sehen.
Wie bei jeder Spielidee gibt natürlich es auch hier ein Für und Wider.
Sommervorbereitung 2016/17 |#502
15.08.2016 - 14:17 Uhr
Gut du hast Recht, ich verbessere mich in praktikablen Ballbesitzfußball, denn Ballbesitz am eigenen Sechzehner dürfte nur was für Theoretiker und Wortklaubereien sein.

Aber ich möchte nochmals daran erinnern, dass es darum geht Spiele zu gewinnen. Ballbesitz damit der Gegner kein Tor erzielt, dürfte eher ein was für das schwächere Team sein. Wer will kann natürlich in Jubel ausbrechen, weil Lazio kein Tor erzielt hat. Gehörst du auch dazu?
Sommervorbereitung 2016/17 |#503
15.08.2016 - 14:25 Uhr
Zitat von Oskar01
Gut du hast Recht, ich verbessere mich in praktikablen Ballbesitzfußball, denn Ballbesitz am eigenen Sechzehner dürfte nur was für Theoretiker und Wortklaubereien sein.

Aber ich möchte nochmals daran erinnern, dass es darum geht Spiele zu gewinnen. Ballbesitz damit der Gegner kein Tor erzielt, dürfte eher ein was für das schwächere Team sein. Wer will kann natürlich in Jubel ausbrechen, weil Lazio kein Tor erzielt hat. Gehörst du auch dazu?


Auch, wenn ich nicht angesprochen bin, eine kurze Replik:

Stimmst du denn nicht zu, dass man nicht nur kein Tor kassiert, sondern auch ein deutliches Chancenplus hatte gegen Lazio? Das sollte für die Bewertung des Funktionierens eines Systems ausreichend sein, denn dass der Ball z.B. bei Hahns Abschluss an die Latte springt oder Raffael völlig freistehend aus 5m nur ans Außennetz schießt, hat nun wirklich nichts mit Spielidee oder der Taktik zu tun.

•     •     •

Ob Norden, Süden, Osten, Westen...
Sommervorbereitung 2016/17 |#504
15.08.2016 - 14:29 Uhr
Zitat von filigran60
Wir versuchen jetzt, mit einer weiter nach hinten verlagerten Ballzirkulation, die Räume weit zu belassen, um unseren schnellen Offensiven wie PH/Hahn/Traore den nötigen Platz zu geben.
Eigentlich eine logische Konsequenz, die für eine Symbiose zwischen weniger Gegentore bekommen und trotzdem Platz für eine schnelle Offensive zu haben, schaffen soll.

Man kann sich jetzt nur noch darüber streiten, ob das Absicht ist oder ob es einfach so passiert, weil einem in diesen Momenten die Mittel fehlen. grins
Sommervorbereitung 2016/17 |#505
15.08.2016 - 14:30 Uhr
Zitat von filigran60
Falsch, Ballbesitzfussball zeichnet sich, Überraschung, durch mehr Ballbesitz als der Gegner ihn hat aus.
Nicht wo man ihn hat, sondern wie lange man ihn hat.
Denn über allem steht beim Ballbesitzfussball der Grundgedanke "wenn ich den Ball habe, kann der Gegner kein Tor schiessen".
Das zumindest scheint gegen Lazio funktioniert zu haben.
Daraus jedoch eine erfolgreiche Offensive zu entwickeln ist für uns ja nicht neu, damit haben wir seit Jahren Probleme und dies ist, wie eigentlich allgemein bekannt, auch das grosse Problem dieser Art des Fussball spielens für Mannschaften die nicht die individuelle Klasse von Bayern oder Barca haben.
Der Gegner wird zwar leichter hinten reingedrängt, jedoch werden gleichzeitig die Räume enger und der Weg zum Tor verstellt. Hat man nicht überragende Individualisten wie Messi oder Ribery/Robben etc., dann ist es eben sehr schwer diese Enge aufzulösen und Tore zu erzielen.
Wir versuchen jetzt, mit einer weiter nach hinten verlagerten Ballzirkulation, die Räume weit zu belassen, um unseren schnellen Offensiven wie PH/Hahn/Traore den nötigen Platz zu geben.
Eigentlich eine logische Konsequenz, die für eine Symbiose zwischen weniger Gegentore bekommen und trotzdem Platz für eine schnelle Offensive zu haben, schaffen soll.
Ob das dann der Weisheit letzter Schluss ist und auch in Pflichtspielen verstärkt zum Einsatz kommt, wir werden es sehen.
Wie bei jeder Spielidee gibt natürlich es auch hier ein Für und Wider.


Ralf Rangnick hat übrigens zuletzt in einen Interview eine interessante Bemerkung gemacht. Es sei erwiesen, das nach ein Ballbesitz von mehr als 15 Sekunden pro Angriff die Wahrscheinlichkeit gen 0 tendiert, das der Angriff zu einem Tor führt.

Für alle Verfechter des Ballbesitzfußballs: Man kann sich auch zu Tode kombinieren....

Gruß aus dem Schwarzwald
Sommervorbereitung 2016/17 |#506
15.08.2016 - 14:36 Uhr
Zitat von Elpocho10
Stimmst du denn nicht zu, dass man nicht nur kein Tor kassiert, sondern auch ein deutliches Chancenplus hatte gegen Lazio?

Ich bin auch nicht angesprochen, aber egal Lachend
Gegen Lazio stimmt das im Ergebnis, ist aber dann doch etwas zu einfach gedacht. Dazu war Lazio einfach zu harmlos.
Gegen pressingstarke Gegner (ich nenn mal als Beispiel den Super-Cup gestern) wirste da ziemlich unter Druck geraten, da brauchste dann schon enorm ballsichere und zweikampfstarke Spieler. Gegen Bern wird das wohl ähnlich aussehen. Wenn wir da dauernd hintenrum den Ball laufen lassen wollen, sind wir ruck-zuck in den eigenen 16er zurückgedrängt und werden sicherlich das eine oder andere 1:1 hinten verlieren.
Gegen Gegner wie Lazio (an dem einen Tag zumindest) haut das natürlich hin.
Sommervorbereitung 2016/17 |#507
15.08.2016 - 14:43 Uhr
Zitat von Schwarzwaldborusse


Ralf Rangnick hat übrigens zuletzt in einen Interview eine interessante Bemerkung gemacht. Es sei erwiesen, das nach ein Ballbesitz von mehr als 15 Sekunden pro Angriff die Wahrscheinlichkeit gen 0 tendiert, das der Angriff zu einem Tor führt.

Für alle Verfechter des Ballbesitzfußballs: Man kann sich auch zu Tode kombinieren....

Gruß aus dem Schwarzwald


Wenn Rangnick das sagt ... .zwinker

Aber viele Mannschaften spielen Fußball, als wenn man das Spiel gewinnt sobald man nur deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner hat.
Das kann dann auf Grund der erheblich höheren Individuellen Klasse zu einer total langweiligen Deutschen Meisterschaft führen, aber gegen ähnlich gute Gegner zeigen sich dann in jedem Aufeinandertreffen die großen Nachteile dieser Taktik.
Sommervorbereitung 2016/17 |#508
15.08.2016 - 14:59 Uhr
Zitat von Herr_Jemine
Zitat von Elpocho10

Stimmst du denn nicht zu, dass man nicht nur kein Tor kassiert, sondern auch ein deutliches Chancenplus hatte gegen Lazio?

Ich bin auch nicht angesprochen, aber egal Lachend
Gegen Lazio stimmt das im Ergebnis, ist aber dann doch etwas zu einfach gedacht. Dazu war Lazio einfach zu harmlos.
Gegen pressingstarke Gegner (ich nenn mal als Beispiel den Super-Cup gestern) wirste da ziemlich unter Druck geraten, da brauchste dann schon enorm ballsichere und zweikampfstarke Spieler. Gegen Bern wird das wohl ähnlich aussehen. Wenn wir da dauernd hintenrum den Ball laufen lassen wollen, sind wir ruck-zuck in den eigenen 16er zurückgedrängt und werden sicherlich das eine oder andere 1:1 hinten verlieren.
Gegen Gegner wie Lazio (an dem einen Tag zumindest) haut das natürlich hin.


Natürlich sieht das gegen Mannschaften, die ein gutes Pressing spielen anders aus. Dass das München und Dortmund können ist ja keine neue Erkenntnis. Ob da Bern jetzt in der Lage und willens zu ist kann ich nicht beurteilen. Spielt man das Pressing nämlich nicht richtig geht das ganz schnell nach hinten los, und so Situationen sind dann wie gemalt für unsere Offensive. Ich kann mir sogar eher vorstellen, dass Bern sich da über weite Strecken voll in seine Außenseiterrolle begibt und uns mal machen lässt - und dann kommst Du vielleicht genau in die Situation wie am Samstag. Mit einem 0-0 können wir sicher gut leben, auch wenn es vielleicht nicht das Traumergebnis ist. Und Ballkontrolle und Ballbesitz ist immer noch das beste Mittel um Spiel und Rhythmus zu bestimmen.

Grundsätzlich muss man doch sagen, dass genau in dem Punkt Balance zwischen Ballkontrolle und Angriff häufig die Spiele entschieden werden. Und da gibt es auch kein Pauschalrezept was gut oder schlecht ist. Unter Schubert haben wir in der letzten Saison die Balance zunächst eher Richtung Risiko und Offensive verschoben, was dann zur Folge hatte, dass man hinten ein paar Tore zuviel schlucken musste. Danach wurde das etwas angepasst und die Balance stimmte dann auch besser.

•     •     •

Die Seele brennt!
Sommervorbereitung 2016/17 |#509
15.08.2016 - 15:18 Uhr
Ich meine damit nun ganz ausdrücklich keinen einzelnen User, auch nicht implizit, weil ich nicht weiß und nicht nachgucken will, ob entsprechende Statements von jeweils gleichen User kamen. Ist auch nicht wichtig. Aber ich stimme @filigran60 zu, dass es als Beobachter (oder auch Teilnehmer) der Diskussion etwas befremdlich wirkt, wie die Gewichtung durch nur ein Testspiel von „wir spielen hinten nicht geordnet genug, vorne läuft's schon“ zu „wir stehen zwar recht sicher, aber haben keinen Plan nach vorne“ wechseln kann. Wahrscheinlich ist jede These für sich durchaus gut begründbar, aber in der Gesamtschau ist's halt schon irgendwie witzig.

•     •     •

"Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen."
Sommervorbereitung 2016/17 |#510
15.08.2016 - 15:49 Uhr
Zitat von Herr_Jemine

Gegen pressingstarke Gegner (ich nenn mal als Beispiel den Super-Cup gestern) wirste da ziemlich unter Druck geraten, da brauchste dann schon enorm ballsichere und zweikampfstarke Spieler. Gegen Bern wird das wohl ähnlich aussehen. Wenn wir da dauernd hintenrum den Ball laufen lassen wollen, sind wir ruck-zuck in den eigenen 16er zurückgedrängt und werden sicherlich das eine oder andere 1:1 hinten verlieren.
Gegen Gegner wie Lazio (an dem einen Tag zumindest) haut das natürlich hin.


Man könnte sich ja auch vorstellen, dass man gegen pressingstarke Gegner evtl. anders spielt, weil man die nicht aus der massierten Abwehr locken muss. Ich glaube nicht, dass Borussia so stark ist, dass sie sich auf eine Spielidee festlegen kann, die sie unabhängig vom Gegner durchzieht.

Apropos "nicht erkennbare Spielidee": Kann das nicht auch Flexibilität, also ein Vorteil sein? Erkennt der Gegner keine Spielidee, kann er sich auch nicht darauf einstellen.
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