Quo vadis, MSV?
13.11.2012 - 22:13 Uhr
22.11.2012 - 23:24 Uhr
Das Ende der Fahnenstange ist noch gar nicht erreicht. Ich bin der Meinung, dass wenn die von Kentsch gemachten Äußerungen die Alternativen zu W.H. sind, dann Gute Nacht.....dann können wir von 100 runterzählen bis zur Insolenz, wenn nicht jetzt, wann dann? Am Ende der Sasion....
Halten wir mal fest:
W.H. konnte sich mit seinem Konzept nicht durchsetzen....zuviel Macht für W.H, zuwenig Macht für den e. V.
0-Ton- Kentsch: (keine wirkliche Alternative)
Chapeau, er versucht JETZT (neue) Sponsoren zu generieren. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert!
Revalidierung ausgeschlossen
Spielerverkäufe möglich: Hoffmann und Wiedwald
Spielerverträge (13) laufen Ende der Saison aus.
Damit haben wir noch max. 15 Spieler für die Sasion 13/14
Mit Beginn der Saison werden mal wieder 4,5 Mio. Stadionmiete fällig.
Nächster Sponsor bricht weg: Stadtwerke Duisburg (siehe hierzu Bericht in der WAZ) 30 Mio. müssen eingespart werden- Fazit: Tribünensponsor weg, Trikotsponsor weg.
Man kann wählen: Insolvenz sofort oder Ende der Saison oder es kommt noch der "weiße Ritter"
Halten wir mal fest:
W.H. konnte sich mit seinem Konzept nicht durchsetzen....zuviel Macht für W.H, zuwenig Macht für den e. V.
0-Ton- Kentsch: (keine wirkliche Alternative)
Chapeau, er versucht JETZT (neue) Sponsoren zu generieren. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert!
Revalidierung ausgeschlossen
Spielerverkäufe möglich: Hoffmann und Wiedwald
Spielerverträge (13) laufen Ende der Saison aus.
Damit haben wir noch max. 15 Spieler für die Sasion 13/14
Mit Beginn der Saison werden mal wieder 4,5 Mio. Stadionmiete fällig.
Nächster Sponsor bricht weg: Stadtwerke Duisburg (siehe hierzu Bericht in der WAZ) 30 Mio. müssen eingespart werden- Fazit: Tribünensponsor weg, Trikotsponsor weg.
Man kann wählen: Insolvenz sofort oder Ende der Saison oder es kommt noch der "weiße Ritter"
22.11.2012 - 23:42 Uhr
Hey mal ganz ehrlich..mir ist es scheiß egal,ob Investoren hier mehr Macht bekommen.
Wenn sie ihre Arbeit gut machen und den Verein wieder auf gesunde Füße stellen,warum nicht.
Ich will den MSV weiter in der 2.Liga spielen sehen und nicht irgendwo in der 5.Liga.Hier geht es
um den Verein und nicht um einzelne Personen die an ihrem Posten kleben..
Wenn sie ihre Arbeit gut machen und den Verein wieder auf gesunde Füße stellen,warum nicht.
Ich will den MSV weiter in der 2.Liga spielen sehen und nicht irgendwo in der 5.Liga.Hier geht es
um den Verein und nicht um einzelne Personen die an ihrem Posten kleben..
23.11.2012 - 00:17 Uhr
@ Dietz:
Also auf die Reduzierung auf 1,5 Mio würde ich echt ein Bierchen anstossen.
Gerne wüßte ich, wie Du auf die Zahl kommst, denn wirtschaftlich begründbar ist sie nicht.
Nochmal:
Es gibt HARTE GRÜNDE für die 4,5 Mio, die der MSV zahlt.
Das wird innerhalb der StadiongmbH direkt durchgereicht für
a) Zins
b) Tilgung
c) Betreiberkosten (die der MSV anders als andere Vereine nicht selber tragen muss).
Wer also wird bereit sein, bei noch ca. 20 Mio aktueller Kreditvalutierung auf sein Geld zu verzichten?
ad c) Die Putzfrauen und Hausmeister und Co? Wohl kaum.
Folglich fallen die vor einigen Jahren mal gefallenen ca. TEU 500-800 Betreiberkosten wohl kaum weg.
b) bei der Tilgung die HSH? Wohl kaum. Denn wenn sie freiwillig ohne Zustimmung des Landes die Rückzahlung streckt, wird sie nach hinten raus für einen erheblichen Teil der verlängerten Kerditvalutierung keine Landesbürgschaft mehr haben. Folglich wird es für die HSH überhaupt erst "gefährlich", wenn sie der verlängerten Tilgung ohne Zustimmung NRW zustimmt.
Aber zumindest besteht hier eine Option, durch Tilgungsanteilsreduzierung unter Zustimmung des Landes und damit auch Verlängerung der Bürgschaft den laufenden Liquiditätsbedarf zu reduzieren.
c) bei den Zinsen die HSH? Warum? Der Kredit ist längst refinanziert. Seit Lehman sind gerade Spezialfinanzierer nicht mehr bereit, das Risiko einer laufzeitinkongruenten Refinanzierung langfristiger Kredite durch kurzfristige Eigenfinanzierung zu tragen. Das läuft laufzeitkongruent und damit risikoärmer. Für Nicht-Kaufleute: Wenn Du als Bank einen Kredit über 5 Jahre gewährst, machst Du das mit Geld, das Du Dir für 5 Jahre geliehen hast. Da aber die laufzeitkongruente Finanzierung (lange Laufzeit = hohe Zinskosten) teurer ist als eine laufzeitinkongruente (niedrige Laufzeit = niedrige Zinskosten), dürfte die HSH da kaum Verhandlungsspielraum in der Marge haben, ohne draufzuzahlen. Und nochmal: Warum sollte die HSH draufzahlen? Die HSH weiß genau: Platzt der Kredit, hab ich ne Bürgschaft vom Land NRW. Und schau Dir mal die Zahlen rund um die HSH an. Die brauchen genau wie der MSV jeden Cent.
Und jetzt mal schnell nachgerechnet:
20 Mio x 7% (nicht vergessen: Kredit aufgenommen Zinsniveau 2003 und Finanzierung einer kaum anders verwertbaren Immobilie, Schuldnerrisiko jedoch reduziert w/ Bürgschaft)
+ ca. 500-800 TEU
= 1,9 bis 2,2 Mio OHNE Tilgung.
Und Verzicht auf Tilgung wird es nicht geben.
Bestenfalls Reduzierung.
Würde man uns die Tilgung auf bspw. 12 Restjahre strecken, müssten wir inkl. Zins jährlich ca. 2,5 Mio aufbringen.
Dann landen wir aber immer noch bei in Summe 3 bis 3,3 Mio.
Um auf Deine 1,5 Mio zu kommen, müsste die HSH bereit sein, die Refinanzierungskosten vollständig selbst zu übernehmen, der StadiongmbH das Stadion somit zinsfrei zu finanzieren und die Tilgungsstreckung auf 20 Jahre zu ziehen...
mmmmhhh....
Ein wenig optimistisch, oder?
@ stoniegermany:
Die Stadionsgesellschafter müssen wahrscheinlich gar nichts mehr abschreiben und schon gar keine 18 Mio.
Die Stadiongesellschafter haben "nur" 7,5 Mio Eigenkapital eingesetzt.
Die 18 Mio sind der Kredit der HSH, die dafür jedoch eine Landesbürgschaft hat und deswegen keinerlei Risiko trägt.
Darüber hinaus dürfte jeder der Gesellschafter im Rahmen der geltenden Steuergesetzgebung den Wert seiner unternehmerischen Beteiligung an der StadiongmbH bereits weitestgehend steuerlich abgeschrieben haben. Verluste an einer Kapitalgesellschaft sind steuerlich in der Verrechnung mit positiven Einkünften ein sehr interessantes Vehikel zur Reduzierung der perönlichen Steuerlast.
@ all: Eine Prognose
Nur ein erhebliches Zugeständnis des Landes NRW aus Angst, die volle Bürgschaft wird gezogen, kann die Situation entspannen.
Das wird sich das Land aber etwas kosten lassen, und ich denke nicht, dass die Forderungen zur Reorganisation von Verein und GmbH&CoKGaA so wesentlich anders sein werden, als die von WH.
Den einzigen klitzekleinen positiven Aspekt, den das Ganze haben könnte, den ich mich aber kaum zu träumen wage, könnte sein...
Eine Rettung der GmbH&CoKGaA geht nur über eine finanzielle Neuaufstellung der StadiongmbH. Warum sollte man den 95% Privateigentümern der StadiongmbH diesen Gefallen aber tun? Dem MSV ja, aber den aktuellen Eigentümern der StadiongmbH?
Vielleicht macht ja das Land die finanzielle Neuaufstellung der StadiongmbH von einem erheblichen Abtritt von Eigentumsanteilen an das Land abhängig. Könnte z.B. durch eine 50%ige Kapitalerhöhung mit Verzicht der Alteigentümer auf ihr Bezugsrecht vonstatten gehen.
Das Land schießt lieber 8 Mio cash rein, reduziert damit Zins und Tilgung, rettet damit den MSV und wird zeitgleich 50% Eigentümer der StadiongmbH.
Und 8 Mio ist besser als 18 Mio, wenn die HSH die Bürgschaft zieht...
Aber selbst das löst "nur" das langfristige Problem.
DAmit haben wir immer noch nicht die ca. 3-5 Mio, die als kurzfristig notwendig diskutiert werden.
Hach Leute...
Ich wär so gern bei den AR-Sitzungen in Verein und/oder GmbH&CoKGaA dabei...
Gruß
Kalle
Also auf die Reduzierung auf 1,5 Mio würde ich echt ein Bierchen anstossen.
Gerne wüßte ich, wie Du auf die Zahl kommst, denn wirtschaftlich begründbar ist sie nicht.
Nochmal:
Es gibt HARTE GRÜNDE für die 4,5 Mio, die der MSV zahlt.
Das wird innerhalb der StadiongmbH direkt durchgereicht für
a) Zins
b) Tilgung
c) Betreiberkosten (die der MSV anders als andere Vereine nicht selber tragen muss).
Wer also wird bereit sein, bei noch ca. 20 Mio aktueller Kreditvalutierung auf sein Geld zu verzichten?
ad c) Die Putzfrauen und Hausmeister und Co? Wohl kaum.
Folglich fallen die vor einigen Jahren mal gefallenen ca. TEU 500-800 Betreiberkosten wohl kaum weg.
b) bei der Tilgung die HSH? Wohl kaum. Denn wenn sie freiwillig ohne Zustimmung des Landes die Rückzahlung streckt, wird sie nach hinten raus für einen erheblichen Teil der verlängerten Kerditvalutierung keine Landesbürgschaft mehr haben. Folglich wird es für die HSH überhaupt erst "gefährlich", wenn sie der verlängerten Tilgung ohne Zustimmung NRW zustimmt.
Aber zumindest besteht hier eine Option, durch Tilgungsanteilsreduzierung unter Zustimmung des Landes und damit auch Verlängerung der Bürgschaft den laufenden Liquiditätsbedarf zu reduzieren.
c) bei den Zinsen die HSH? Warum? Der Kredit ist längst refinanziert. Seit Lehman sind gerade Spezialfinanzierer nicht mehr bereit, das Risiko einer laufzeitinkongruenten Refinanzierung langfristiger Kredite durch kurzfristige Eigenfinanzierung zu tragen. Das läuft laufzeitkongruent und damit risikoärmer. Für Nicht-Kaufleute: Wenn Du als Bank einen Kredit über 5 Jahre gewährst, machst Du das mit Geld, das Du Dir für 5 Jahre geliehen hast. Da aber die laufzeitkongruente Finanzierung (lange Laufzeit = hohe Zinskosten) teurer ist als eine laufzeitinkongruente (niedrige Laufzeit = niedrige Zinskosten), dürfte die HSH da kaum Verhandlungsspielraum in der Marge haben, ohne draufzuzahlen. Und nochmal: Warum sollte die HSH draufzahlen? Die HSH weiß genau: Platzt der Kredit, hab ich ne Bürgschaft vom Land NRW. Und schau Dir mal die Zahlen rund um die HSH an. Die brauchen genau wie der MSV jeden Cent.
Und jetzt mal schnell nachgerechnet:
20 Mio x 7% (nicht vergessen: Kredit aufgenommen Zinsniveau 2003 und Finanzierung einer kaum anders verwertbaren Immobilie, Schuldnerrisiko jedoch reduziert w/ Bürgschaft)
+ ca. 500-800 TEU
= 1,9 bis 2,2 Mio OHNE Tilgung.
Und Verzicht auf Tilgung wird es nicht geben.
Bestenfalls Reduzierung.
Würde man uns die Tilgung auf bspw. 12 Restjahre strecken, müssten wir inkl. Zins jährlich ca. 2,5 Mio aufbringen.
Dann landen wir aber immer noch bei in Summe 3 bis 3,3 Mio.
Um auf Deine 1,5 Mio zu kommen, müsste die HSH bereit sein, die Refinanzierungskosten vollständig selbst zu übernehmen, der StadiongmbH das Stadion somit zinsfrei zu finanzieren und die Tilgungsstreckung auf 20 Jahre zu ziehen...
mmmmhhh....
Ein wenig optimistisch, oder?
@ stoniegermany:
Die Stadionsgesellschafter müssen wahrscheinlich gar nichts mehr abschreiben und schon gar keine 18 Mio.
Die Stadiongesellschafter haben "nur" 7,5 Mio Eigenkapital eingesetzt.
Die 18 Mio sind der Kredit der HSH, die dafür jedoch eine Landesbürgschaft hat und deswegen keinerlei Risiko trägt.
Darüber hinaus dürfte jeder der Gesellschafter im Rahmen der geltenden Steuergesetzgebung den Wert seiner unternehmerischen Beteiligung an der StadiongmbH bereits weitestgehend steuerlich abgeschrieben haben. Verluste an einer Kapitalgesellschaft sind steuerlich in der Verrechnung mit positiven Einkünften ein sehr interessantes Vehikel zur Reduzierung der perönlichen Steuerlast.
@ all: Eine Prognose
Nur ein erhebliches Zugeständnis des Landes NRW aus Angst, die volle Bürgschaft wird gezogen, kann die Situation entspannen.
Das wird sich das Land aber etwas kosten lassen, und ich denke nicht, dass die Forderungen zur Reorganisation von Verein und GmbH&CoKGaA so wesentlich anders sein werden, als die von WH.
Den einzigen klitzekleinen positiven Aspekt, den das Ganze haben könnte, den ich mich aber kaum zu träumen wage, könnte sein...
Eine Rettung der GmbH&CoKGaA geht nur über eine finanzielle Neuaufstellung der StadiongmbH. Warum sollte man den 95% Privateigentümern der StadiongmbH diesen Gefallen aber tun? Dem MSV ja, aber den aktuellen Eigentümern der StadiongmbH?
Vielleicht macht ja das Land die finanzielle Neuaufstellung der StadiongmbH von einem erheblichen Abtritt von Eigentumsanteilen an das Land abhängig. Könnte z.B. durch eine 50%ige Kapitalerhöhung mit Verzicht der Alteigentümer auf ihr Bezugsrecht vonstatten gehen.
Das Land schießt lieber 8 Mio cash rein, reduziert damit Zins und Tilgung, rettet damit den MSV und wird zeitgleich 50% Eigentümer der StadiongmbH.
Und 8 Mio ist besser als 18 Mio, wenn die HSH die Bürgschaft zieht...
Aber selbst das löst "nur" das langfristige Problem.
DAmit haben wir immer noch nicht die ca. 3-5 Mio, die als kurzfristig notwendig diskutiert werden.
Hach Leute...
Ich wär so gern bei den AR-Sitzungen in Verein und/oder GmbH&CoKGaA dabei...
Gruß
Kalle
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kalle_ausm_Pott am 23.11.2012 um 00:24 Uhr bearbeitet
23.11.2012 - 01:51 Uhr
http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/die-geldeinsammler-sind-unterwegs-1.3078789
Als das Stadion geplant wurde, gab die Stadt dem Verein das Gelände – in Erbpacht, wie es so mancher Hauseigentümer hier bestens kennt. Geht der Verein pleite, so fallen Grundstück und auch das darauf stehende Gebäude in den Besitz der Stadt. Tolle Sache, könnte man denken. Doch was soll Duisburg mit einer bundesligatauglichen Arena ohne dazu passende Fußballmannschaft?
Als das Stadion geplant wurde, gab die Stadt dem Verein das Gelände – in Erbpacht, wie es so mancher Hauseigentümer hier bestens kennt. Geht der Verein pleite, so fallen Grundstück und auch das darauf stehende Gebäude in den Besitz der Stadt. Tolle Sache, könnte man denken. Doch was soll Duisburg mit einer bundesligatauglichen Arena ohne dazu passende Fußballmannschaft?
23.11.2012 - 02:33 Uhr
aha ... ein großer Energiekonzern??? .... also doch wieder RWE???
23.11.2012 - 08:14 Uhr
Zitat von owlzebra:
Ich habe Herrn Kentsch in Bielefeld einige Male persönlich live und in Farbe erlebt und kann wenig persönliche Neigungen für ihn entwickeln. Ein Pils trinken würde ich mit ihm nicht.Trotzdem hat er
bei uns fachlich , so finde ich keine schlechte Arbeit geleistet.
Ist das so? Ich finde es bedenklich, dass zwei Vereine, bei denen er tätig war bzw. ist, kurz vor der Insolvenz standen bzw. stehen.
Ich habe Herrn Kentsch in Bielefeld einige Male persönlich live und in Farbe erlebt und kann wenig persönliche Neigungen für ihn entwickeln. Ein Pils trinken würde ich mit ihm nicht.Trotzdem hat er
bei uns fachlich , so finde ich keine schlechte Arbeit geleistet.
Ist das so? Ich finde es bedenklich, dass zwei Vereine, bei denen er tätig war bzw. ist, kurz vor der Insolvenz standen bzw. stehen.
23.11.2012 - 09:28 Uhr
@Kater Tobi & Kalle
Es wird denen am Ende gar nichts anderes übrig bleiben als es so zu machen . Weder dem Land NRW noch irgendeiner Bank . Oder sie schreiben es ab....
Vieleicht sind 1,5 Mio. nicht realisierbar aber mehr als 2 bis 2,5 Mio kann der Klub in dieser Situation niemals stemmen ohne zu jeder Lizensierung Probleme zu bekommen .
Ihr werdet es schon sehr bald sehen . :)
MfG
Es wird denen am Ende gar nichts anderes übrig bleiben als es so zu machen . Weder dem Land NRW noch irgendeiner Bank . Oder sie schreiben es ab....
Vieleicht sind 1,5 Mio. nicht realisierbar aber mehr als 2 bis 2,5 Mio kann der Klub in dieser Situation niemals stemmen ohne zu jeder Lizensierung Probleme zu bekommen .
Ihr werdet es schon sehr bald sehen . :)
MfG
23.11.2012 - 09:52 Uhr
Ich habe mir mal die Bilanzen der Stadion KG angesehen.
Hier gibt es ein paar Probleme. Die Gesellschafter laufen nunmehr in die Steuerpflicht. Die Verlustvorträge sind aufgebraucht.
Die erhaltenen Investitionszuschüsse sind im Sonderfall noch steuerlich wirksam aufzulösen. Bisher sind sie in der Passiva steuerneutral verbucht.
Die Liquidität der Gesellschaft ist auf Anschlag. Die Forderungen an den Verein blasen sich auf. In der vorliegenden Bilanz zum 31. Juni 2011 hat der MSV scheinbar bereits 400.000 Euro der Miete nicht bezahlt. Ob damit die vorgeschriebene Liquiditätsreserve von 500.000 Euro (für Instandhaltung etc.) gehalten werden kann, ist mehr als fraglich.
Die Freigabe muss das Land NRW erteilen. So ist auch nicht die Stadt Duisburg der Bürgschaftsgeber, sondern das Land NRW. Sie haben eine Ausfallbürgschaft von 80% in Höhe der Darlehen gegeben.
Die HSH Nordbank wird unter keinen Umständen auf Tilgungen oder Zinsen verzichten. Das kann ich hier aus dem hohen Norden schon mal ankündigen. Der Bank geht es selbst schlecht und ein solcher Vorgang wäre den Steuerzahlern in SH und HH nicht zu vermitteln.
Die Entscheidung liegt also im wesentlichen beim Land NRW. Die Frage stellt sich also, welches sind die Risiken für das Land bei einer Pleite der Stadion KG.
Hier muss die Analyse beginnen.
Bei einer drohenden Insolvenz der KG haftet nur die Stadion GmbH die allerdings nur gering kapitalisiert ist. Sollte die HSH Nordbank die Darlehen abschreiben müssen, wird sie natürlich auf Basis der Grundschuld die Zwangsverwaltung anordnen. Bei einem Restdarlehen von ca. Euro 20.000.000 könnte die Bank nun zwangsversteigern. Hier stellt sich die Frage, welchen Wert hat das Grundstück? Da es ja wahrscheinlich so um die 3 bis 4 ha. groß ist, dürfte sich der reine Grundstückswert auf mehr als die Grundschuld und des Darlehens summieren und da fangen die Probleme an. Sollte der Abriss des Stadions und eine Neubebauung rentabler sein und auch das Land weitestgehend von der Ausfallbürgschaft befreien, wird es für den Verein eng.
Die bisher aufgelaufenen Verbindlichkeiten bleiben bestehen, der Verein hätte aber kein Stadion mehr. Da allerdings die Verträge scheinbar bis 2019 geschlossen sind, wäre zu klären wer hier haftbar zu machen ist. Die Insolvenz der KG würde natürlich auch den verein unter Druck setzen. Ein Insolvenzverwalter muss auf Zahlung der bisher rückständigen Beträge bestehen. Der Verein muss zahlen.
Also Alles in Allem ein Teufelskreis.
Wer sind denn die Gesellschafter der Stadion KG?
Hier gibt es ein paar Probleme. Die Gesellschafter laufen nunmehr in die Steuerpflicht. Die Verlustvorträge sind aufgebraucht.
Die erhaltenen Investitionszuschüsse sind im Sonderfall noch steuerlich wirksam aufzulösen. Bisher sind sie in der Passiva steuerneutral verbucht.
Die Liquidität der Gesellschaft ist auf Anschlag. Die Forderungen an den Verein blasen sich auf. In der vorliegenden Bilanz zum 31. Juni 2011 hat der MSV scheinbar bereits 400.000 Euro der Miete nicht bezahlt. Ob damit die vorgeschriebene Liquiditätsreserve von 500.000 Euro (für Instandhaltung etc.) gehalten werden kann, ist mehr als fraglich.
Die Freigabe muss das Land NRW erteilen. So ist auch nicht die Stadt Duisburg der Bürgschaftsgeber, sondern das Land NRW. Sie haben eine Ausfallbürgschaft von 80% in Höhe der Darlehen gegeben.
Die HSH Nordbank wird unter keinen Umständen auf Tilgungen oder Zinsen verzichten. Das kann ich hier aus dem hohen Norden schon mal ankündigen. Der Bank geht es selbst schlecht und ein solcher Vorgang wäre den Steuerzahlern in SH und HH nicht zu vermitteln.
Die Entscheidung liegt also im wesentlichen beim Land NRW. Die Frage stellt sich also, welches sind die Risiken für das Land bei einer Pleite der Stadion KG.
Hier muss die Analyse beginnen.
Bei einer drohenden Insolvenz der KG haftet nur die Stadion GmbH die allerdings nur gering kapitalisiert ist. Sollte die HSH Nordbank die Darlehen abschreiben müssen, wird sie natürlich auf Basis der Grundschuld die Zwangsverwaltung anordnen. Bei einem Restdarlehen von ca. Euro 20.000.000 könnte die Bank nun zwangsversteigern. Hier stellt sich die Frage, welchen Wert hat das Grundstück? Da es ja wahrscheinlich so um die 3 bis 4 ha. groß ist, dürfte sich der reine Grundstückswert auf mehr als die Grundschuld und des Darlehens summieren und da fangen die Probleme an. Sollte der Abriss des Stadions und eine Neubebauung rentabler sein und auch das Land weitestgehend von der Ausfallbürgschaft befreien, wird es für den Verein eng.
Die bisher aufgelaufenen Verbindlichkeiten bleiben bestehen, der Verein hätte aber kein Stadion mehr. Da allerdings die Verträge scheinbar bis 2019 geschlossen sind, wäre zu klären wer hier haftbar zu machen ist. Die Insolvenz der KG würde natürlich auch den verein unter Druck setzen. Ein Insolvenzverwalter muss auf Zahlung der bisher rückständigen Beträge bestehen. Der Verein muss zahlen.
Also Alles in Allem ein Teufelskreis.
Wer sind denn die Gesellschafter der Stadion KG?
23.11.2012 - 09:54 Uhr
Zitat von Dietz:
@Kater Tobi & Kalle
Es wird denen am Ende gar nichts anderes übrig bleiben als es so zu machen . Weder dem Land NRW noch irgendeiner Bank . Oder sie schreiben es ab....
Vieleicht sind 1,5 Mio. nicht realisierbar aber mehr als 2 bis 2,5 Mio kann der Klub in dieser Situation niemals stemmen ohne zu jeder Lizensierung Probleme zu bekommen .
Ihr werdet es schon sehr bald sehen . :)
MfG
Das Grundstück auf dem das Stadion steht, ist doch aber nicht wertlos.
@Kater Tobi & Kalle
Es wird denen am Ende gar nichts anderes übrig bleiben als es so zu machen . Weder dem Land NRW noch irgendeiner Bank . Oder sie schreiben es ab....
Vieleicht sind 1,5 Mio. nicht realisierbar aber mehr als 2 bis 2,5 Mio kann der Klub in dieser Situation niemals stemmen ohne zu jeder Lizensierung Probleme zu bekommen .
Ihr werdet es schon sehr bald sehen . :)
MfG
Das Grundstück auf dem das Stadion steht, ist doch aber nicht wertlos.
23.11.2012 - 10:03 Uhr
Ergänzung: ein Verzicht auf die Stadionmiete kostet letztlich eventuell das Land NRW bei einer Laufzeit von 6 Jahren mehr 6*3.000.000,00 = 18.000.000,00 als eine Insolvenz der Gesellschaft.
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