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Peter Bosz
Geburtsdatum 21.11.1963
Alter 62
Nat. Niederlande  Niederlande
Funktion Trainer
Akt. Verein PSV Eindhoven

Peter Bosz [Trainer]

06.06.2017 - 13:06 Uhr
Peter Bosz [Trainer] |#1691
05.09.2017 - 12:55 Uhr
Zitat von Tribal
Zitat von Fibonacci1123

Zitat von Trendeman

Zitat von Fibonacci1123

Zitat von mbvbq

Zitat von gelbschreib

Zitat von t0x1m

Bild Plus geht so langsam richtig auf die Nüsse, wisst ihr das? In jedem zweiten Thread gefühlt ne Frage "wer kann mir sagen was in dem Artikel steht". Nicht nur das der Großteil dieses Käseblatts eh nicht das Papier wert ist auf welches es gedruckt wurde, muss hier doch nicht noch andauernd Werbung dafür gemacht werden?

Ach zu Bosz, guter Saisonstart- bin sehr zufrieden, weiter so grins


Vor allem WEISS man doch, dass da nichts mit SUbstanz drinsteht. Schon gar nicht taktisch. Wenn es um Transfergerüchte geht sehe ich die Neugier ja noch ein, aber Bild(PLUS) und Taktik? Was soll man da schon erwarten? Das ist doch selbst im Kicker oft oberflächlich.

Und ? Lass doch die Leute die das interessiert nachfragen. Ob die Infos dann hochwertig sind oder nicht kann jeder selbst bewerten. Nachdem so oft gefragt wird scheint es denn meisten ja auch nicht zu viel Wert zu sein. Zumal das ganze Forum eben auf Spekulation und Kommunikation aufgebaut ist. Wenn hier nur noch hochwertige und korrekte substanzielle Dinge gepostet werden wird's schnell leer werden im Forum. Aber das ist doch das schöne dass es ein Hobby ist, ein nicht bierernster Zeitvertreib... Und mehr bietet Bild und vor allen Bild plus halt nicht. Find ich aber auch nicht schlimm. Kann wie geschrieben ja jeder selbst bewerten.


1. Werbung für Bild+ ist es garantiert nicht, wenn man darauf trainiert wird, dass man die Artikel ohnehin gratis zu lesen bekommt in solchen Foren.
2. Fußball ist doch mehr als nur das Spiel auf dem Platz und die Wirtschaft hinter den Kulissen. Fußball ist Emotion und lebt auch vom Boulevard und solchen scheinbar sinnlosen Geschichten.
Woran erinnert man sich bei der Saison 1988/89? Daran dass die Bayern am Ende wieder souverän Meister wurden oder an die legendäre Verbalschlacht zwischen Daum und Hoeneß im Sportstudio (Heynckes war auch da, muss man aber schon mit der Lupe suchen)? Das war doch mehr Boulevard als jeder Bild+ Artikel.
3. Wenn die Bild gegen "S04-Deppen" bzw. "Königs-Deppen" hetzt, dann lesen das die meisten BVB-Fans vermutlich mit Hochgenuss. Journalistisch und menschlich unter aller Sau, aber stört das jemanden?
http://www.bild.de/sport/fussball/schalke/die-gesichter-der-schalke-krise-45514948.bild.html
http://www.bild.de/sport/fussball/schalke/hilft-heides-toennies-aus-der-fan-falle-45514940.bild.html

PS: Was steht denn nun in dem Bosz-Artikel? grins



Umbruch in Dortmund
Bosz entTUCHELt den BVB
Das macht der Holländer jetzt alles anders

Gestern Morgen um 10.30 Uhr beim BVB-Training: Erstmals seit 20 Monaten schaut Chef-Scout Sven Mislintat (44) wieder vorbei.
Unter Ex-Trainer Thomas Tuchel (44) war die rechte Hand von Manager Michael Zorc (54) unerwünscht, nachdem ein Transfer nicht zustande gekommen war...

Das zeigt: In Dortmund ist jetzt vieles anders! Vor allem dank Trainer Peter Bosz (53), der den BVB quasi entTUCHELt...

► Die Spieler dürfen wieder essen, was sie wollen! Tuchel setzte u.a. auf Dinkelbrot und Vollkorn-Nudeln. Er achtete streng drauf, dass sich die Stars nur in Maßen mit Kohlenhydraten ernähren. Zucker stand auf dem Index! Unter Bosz ist der Koch zwar derselbe, aber unter dem Holländer geht‘s lockerer zu. Folge: Die Spieler posten stolz im Internet Fotos von Burgern und Pizza.
► Schluss mit transzendentaler Meditation! Die hatte Tuchel eingeführt. Bosz setzt nicht drauf.
► Mehr Planungssicherheit! Tuchel gab die Trainingszeiten fast immer erst nach der letzten Einheit bekannt. Bosz plant die Woche im Voraus, so dass die Spieler genau wissen, wann sie frei haben. Er gibt seine Pläne immer schon am Freitag der Vorwoche bekannt.
► Klare Linie! Tuchel stellte das System während eines Spiels mehrfach um, fuchtelte dazu öfter wild umher. Sorgte für Verwirrung bei den Stars. Bosz schwört auf sein Holland-System, hält an seinem 4-3-3 fest.
► Bessere Stimmung im Training! Konditionstrainer Rainer Schrey (58) war nicht beliebt bei den Spielern. Er musste mit Tuchel gehen. Athletiktrainer Andreas Beck (41) hat seine Aufgaben unter Bosz übernommen. Seine Art kommt im Team viel besser an.
► Neuer Ton! Tuchel kritisierte auch Einzelne vor versammelter Mannschaft. Bosz holt die Spieler für Kritik einzeln in sein Trainerbüro.


Danke sehr! Herrlich, wie Bild den nächsten Heiligen aufbaut und den Schurken demontiert. Noch lustiger wird es dann irgendwann in der nahen Zukunft, wenn Bild willkürlich die Rollen vertauscht.

#Essen
Ich habe mal als Studium Generale ein Fach über Ernährung belegt, das von Prof. Heseker (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) unterrichtet wurde. Er meinte, dass sich die Erkenntnisse über Ernährung ohnehin alle paar Jahre ändern und oft widersprechen. Heute ist Butter böse und Margarine gut, morgen umgekehrt. Der löste das Problem ganz einfach: Er kauft abwechseln Butter und Margarine.
Das nur mal zu dem Kohlenhydrate-Wahn und den ganzen anderen umstrittenen Konzepten.
Am Ende muss ein Sportler auf Ernährung achten, aber er soll auch bitteschön noch Freude daran haben. Sich Tofu runterzuwürgen macht auch keinen gesunden Menschen.
Bosz vs. Tuchel 1:0



Warum du hier bei der Ernährung den Punkt an Bosz gibst bleibt mir ein Rätsel.
Ich war leider nicht beim essen der Mannschaft vor Ort jedoch sagt mir doch schon der gesunde Menschenverstand, dass gesundes Essen ala Gemüse, nährstoffreiche Lebensmittel, Vollkorn Produkte etc um einiges besser ist als Fast Food. Hier gibt es auch unzählige Studien zu.
Schau dir doch die dicken Amis an, Herzkreislauf Krankheiten und Krebs ganz oben auf der Liste. Was nicht zuletzt mit der Massentierhaltung und Fastfoodketten gestiegen ist.
Und es geht jetzt auch nicht darum sich den Tofu runterzuwürgen sondern dort einen guten Mittwelweg zu finden wenn man bei der Umstellung nicht gleich alles mag.
Mats z.b macht es gut vor in dem er auf Milch verzichtet und sich von Sojamilch ernährt.
Aber das Thema ist einfach viel zu Komplex. Ist halt nur meine Meinung und bleibt jedem selbst überlassen.


Mein Punkt war, dass die Ernährung unter Bosz mit Sicherheit gut genug sein wird.
Es ging nicht um den Vergleich "Tofu vs. doppelt frittierte Hühnerhaut", dann hätte ich Tuchel den Punkt gegeben. Es ging vielmehr darum, dass man es mit dem Ernährungswahn auch übertreiben kann (Matthias Sammer erfand das Cola-Verbot) und die Sachlage nicht immer eindeutig ist. Wäre Tuchel der Ernährungs-Coach von Usain Bolt, dann hätte er ihm vermutlich den Verzehr von 20 Chicken Wings pro Tag (oder wieviel Bolt auch immer gegessen hat) untersagt.

Dass die Spieler jetzt ein Foto von Burger und Pizza posten und sicherlich nicht repräsentativ für deren normalen Ernährungsplan. Es ist viel mehr ein Befreiungsschlag und eine Art Stinkefinger Richtung Tuchel. So würde ich das jedenfalls interpretieren.

PS: Informiere dich mal was passiert, wenn du zu viele Soja-Produkte konsumierst bevor du einfach Soja-Milch lobst.
Peter Bosz [Trainer] |#1692
05.09.2017 - 12:59 Uhr
Man muss sich nun aber von einem BILD-Artikel nicht gleich wieder verrückt machen lassen. Der Hypetrain kann schneller stoppen, als einem lieb ist, auch wenn bislang kaum Anhaltspunkte dafür erkennbar sind.
Bosz hinterlässt bei mir bislang aufgrund seiner Ausstrahlung einen sehr guten Eindruck. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeiten (Bosz vs. Tuchel) nun miteinander vergleichen zu wollen, halte ich ehrlich gesagt dennoch für wenig förderlich. In Tuchels erster Saison gab es kaum Grund zu meckern und dementsprechend schien die Welt auch in Ordnung. In seiner zweiten Spielzeit gab es dann vermehrt kritische Stimmen, aber ebenso auch weiterhin Befürworter, was ich eher für die Regel, denn die Ausnahme halte. So ist es schließlich mit fast allen Trainern oder generell Personal in Führungspositionen. Letztlich dürfen wir auch nicht vergessen, dass wir uns in der Beurteilung fast ausschließlich auf Berichte Dritter verlassen müssen, die eben auch stark subjektiv geprägt sind.

Bislang befinden wir uns in ruhigem Fahrwasser. Die sportliche Leistung stimmt, auch wenn die Herausforderungen noch nicht riesig waren, der Konkurrenzkampf (m.M.n. ein potenziell brodelnder Unruheherd) ist faktisch noch nicht vorhanden und einige Dinge sind noch "neu", weshalb Abläufe und Gepflogenheiten für die Spieler tendenziell noch eher spannend als ermüdend sind. Die Dembele-Posse hat Bosz gut über die Bühne gebracht, insbesondere auch, weil alle Verantwortlichen (+ Spieler) in der Außendarstellung an einem Strang gezogen haben. Da konnte der Holländer vor allem in der Medienwelt kräftig Pluspunkte sammeln.
Die Mammutaufgabe steht allerdings bald erst an: Bosz wird einen (m.M.n.) zu großen Kader moderieren und die versammelte Mannschaft bei Laune halten müssen, während die sportlichen Hürden gleichzeitig deutlich höher werden. Einige Spieler werden mit ihrer sportlichen Situation nicht zufrieden sein können, was fast zwangsläufig zu kritischen Stimmen führen wird. Da wird der Coach beweisen müssen, inwieweit er in der Lage dazu ist, auch mit unruhigeren Konstellationen im Kader umzugehen (Sokratis/Toprak; Guerreiro/Schmelzer; Sahin/Weigl; Kagawa/Dahoud/Castro; Pulisic/Schürrle/Yarmolenko/Reus, da könnte zur Rückrunde Feuer reinkommen!), was eine seiner Hauptaufgaben sein wird. Stimmen die sportlichen Ergebnisse, macht das die Situation durchaus leichter. Den worst case will ich an dieser Stelle nichtmal ansprechen, das führt ohnehin zu Schwarzmalerei, wozu es derzeit keine begründete Sorge gibt.

Nüchtern betrachtet: Der Ersteindruck passt voll und ganz (das entnehme ich vor allem meiner persönlichen Einschätzung aus Pressekonferenzen/Interviews), ist für mich aber längst noch kein wirklicher Gradmesser! Die wirklichen Herausforderungen kommen in den kommenden Monaten auf Bosz und sein Trainerteam zu, weshalb man sich meiner Ansicht nach auch erst dann ein umfangreicheres Bild von unserem neuen Cheftrainer machen kann. Solange man sportlich im Soll ist, brauchen wir über Ernährung oder eine "längere" Leine eigentlich gar nicht reden. Das kommt im Falle des Misserfolgs schon von ganz alleine ...

Guter Start, so darf es gerne weitergehen.
Peter Bosz [Trainer] |#1693
05.09.2017 - 13:04 Uhr
Dass der Einfluss der Ernährung nicht so massiv sein kann, zeigt sich schlicht darin, dass er keine notwenige Bedingung für Erfolg im Spitzensport ist, wo alle in etwa gleich viel trainieren und maximal fit sein müssen. Es ist eben nicht so, dass alle Teams oder Individualsportler die Titel gewinnen, das nur unter strengster Diät geschafft hätten.
Dennoch: wenn ein Trainer die Mannschaft von einer Sache überzeugt und die auch dran glaubt und damit einen Beitrag zur maximalen Fokussiertheit und Professionalität des Projekts beiträgt, kann das sicher was bringen.

Ebenso gab es schon immer autoritäre bzw. perfektionistische Trainer, die sehr erfolgreich waren (Magath, van Gaal, Mourinho, Sammer, Guardiola und eben auch Tuchel), wie es Trainer gab die mit einem eher auf Teambuildung und Selbstverantwortung/Freiheit basierendem Führungsstil Erfolg hatten (del Bosque, Heynckes, Hitzfeld, Ancelotti u.a.).
Es kann durchaus funktionieren, wenn Spieler sich stark kontrolliert fühlen und fast Angst vor ihrem Vorgesetzten haben. Das bündelt alle Sinne, Energie und Aufmerksamkeit, Unterordnung unter eine strenge Hand und das gemeinsame Ziel. Dass es meist eher kurzfristig von Erfolg gekrönt ist sieht man daran, dass diese Trainer selten all zu lange bei einem Club bleiben (sie wissen auch selbst, dass ihre Autorität mit der Zeit Risse bekommt).
Aber auch der Ansatz "11 (eher 25) Freunde müsst ihr sein" hat viel für sich, wenn so wie beispielsweise bei Klopp aus der guten Bindung und dem Mannschaftsgefühl heraus eine positive Dynamik entsteht, die von Spaß und Euphorie getragen ist.

Welcher Führungsstil am besten passt, hängt halt sehr von der Passung des "Führers" und den Charakteren in der Mannschaft bzw. den Eigenheiten des Teams ab, also Variablen wie Alter, intrinsischer Motivation, Vereinsidentifikation, Kohäsion, Vorerfahrungen mit letzten Trainern (der Machiavelli-Vergleich gefällt mir sehr gut!)
Ich denke ein guter Trainer sieht, ob eine Mannschaft eher mehr Führung von oben braucht, oder ob zum Beispiel, wie es m.E. beim BVB der Fall ist, schon teaminterne Strukturen aus langjährigen Führungsspielern bestehen, die eine hohe Fokussierung des Teams kultivieren und auch gewisse etablierte Normen in der Gruppe durchsetzen und als Korrektiv fungieren.

•     •     •

Wir sind kein Verein, wir sind eine Aktiengesellschaft, wir sind eine Fußball-Firma, wir sind eine Fußball produzierende Firma.

Und wie jede Firma haben wir auch Kunden!

(Paul Breitner)
Peter Bosz [Trainer] |#1694
05.09.2017 - 13:35 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von Harlekin

Wenn (!) die Informationen aus dem Blöd-Artikel stimmen, dann passt das zu dem Eindruck, den man bisher gewinnen konnte über Bosz:

Der neue Trainer achtet offenbar auch auf das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Trainerteam und Mannschaft. Für mein Gefühl ist das auch unbedingt notwendig, wenn man eine Mannschaft (oder sich selbst) nicht in recht hohem Tempo verbrennen will.

Bosz' Verhalten scheint mir ganz klar darauf abzuzielen, 'menschliche' Lösungen zu finden. Die Trianingszeiten ein paar Tage vorher bekannt zu geben, schadet im Normalfall nicht. Und wenn mal der Baum brennt oder man kurzfristig umplanen muss, dann wird man das natürlich durchziehen und trotzdem kurzfristig was ändern. Es schadet aber der Mannschaft und den Trainingsplänen nicht oder nur im Promillebereich, wenn der Trainer die Trainingskorridore (!) frühzeitig benennt. Das Leben für die Spieler wird so aber planbarer, man fühlt sich weniger 'gegängelt', weniger 'ohnmächtig', respektiert etc.

Bei Geschichten wie Kritik hinter verschlossener Tür gilt das umso mehr. Da wird - offenbar - einfach der Respekt, den man haben muss vor anderen Menschen beachtet. Wir wollen im Betrieb auch nicht vor versammelter Mannschaft zur Sau gemacht werden. Das gehört sich auch nicht.

Wenn ich jetzt tippen müsste, würde ich schon auch sagen, dass genau dieses Verhalten bei Tuchel nicht oder in weit geringerem Maße gegeben war (ob das alles so stimmt, wie von der Blöd behauptet, sei mal dahingestellt). Und natürlich führt das dazu, dass die Mannschaft aufbegehrt. Und zwar vor allem die Spieler, die schon was erfahrener sind, die vernünftig behandelt werden wollen und die nicht noch eigentlich Schulkinder wären (die also auch noch gar nicht zwingend den Anspruch oder Willen haben, selbständig sein zu dürfen).

Wie soll das denn unter Tuchel abgelaufen sein?
Es wird doch kaum so gewesen sein, dass die Spieler keine Ahnung hatten, ob sie nun in zwei Tagen frei haben oder sechs Stunden trainieren müssen. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass es da keine Regelmäßigkeit gab. Vielleicht hat sich Tuchel nur bezüglich der Trainingsinhalte nicht festgelegt, ansonsten aber mehr oder weniger feste Trainingszeiten?

Wie kritisierte Tuchel einzelne Spieler vor der Mannschaft?
Beispielsweise wird quasi jeder Trainer auf dem Platz mal laut und faltet einzelne Spieler mal zusammen. Wahrscheinlich ist das bei Bosz im Vergleich viel weniger der Fall, da er ein ruhiger, umgänglicher Typ zu sein scheint. Aber ob Tuchel's Verhalten im Training deswegen gleich unmenschlich war? Oder, wie Du schreibst, "natürlich dazu führt, dass die Mannschaft aufbegehrt"?

Der Artikel ist für mich zu sehr "Schwarz-Weiß-Zeichnen" (wie bei Bild üblich). Hier soll jeder Aspekt eines ungeliebten Trainers besonders negativ dargestellt werden. Ich denke nicht, dass alles so schlimm für die Spieler war wie von der Bild suggeriert.

Nebenbei bemerkt finde ich es gut, wenn der Trainer auch auf die Ernährung seiner Spieler achtet. Spätestens seitdem Hummel's Fehlverhalten diesbezüglich bekannt ist, bin ich ein starker Befürworter dieser Regelung.


Mehrere Punkte:
- Ich weiß nicht, wie das Zeitmanagement unter Tuchel abgelaufen ist. Wenn ich davon ausgehe, dass die Bild sich nicht komplett etwas aus den Fingern saugt (machen sie zwar auch hin und wieder; meistens spitzen sie ja Informationen extrem zu und 'vereinseitigen' sie im Sinne ihrer Kampagne) und wenn ich das nun auf einen normalen Trainingsalltag beziehe und mir Tuchel als Trainer imaginiere: Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Tuchel die Spieler gerne a) lange und b) mit offenem Ende auf dem Trainingsgelände hatte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er zumindest das Ende eines Trainings erst am Vortag bestimmt hat bzw. dass Tuchel sehr individuell und 'spontan' hat trainieren lassen. Denn Tuchel ist ein Perfektionist, ein Getriebener, der ja gerade nicht in fixierten Bahnen agieren will (was ja auch seine Stärken sind). Ein Beispiel zu c), dem flexiblen Trainingsbeginn: Da bemerkst Du im Training, dass eine Übung noch nicht sitzt, die aber morgen Grundlage für Deine komplexere Übung sein soll. Die wiederum soll das Spiel am nächsten Wochenende vorbereiten. Tuchel hat dann einfach das Training etwas früher angesetzt, um das Programm durchzukriegen. Vergleichbares lässt sich auch für Trainingsintensitäten und -umfänge sagen (Stichwort Belastungssteuerung, die Tuchel ja infolge von ständigem Messen der Daten sehr groß geschrieben hat...).

Tuchel wird sich nicht gedacht haben: Ich Gagamel stecke die Schlümpfe möglichst lange in den Trainingsplatzsack. Das ist natürlich Quark. Sondern er wird sachliche Gründe gehabt haben, die man auch nachvollziehen kann. Dennoch hat ein solches Verhalten ja auch Folgen. Ein Chef, der Dich Arbeitszeiterfassung betreiben lässt, auch wenn Du ständig/mehrheitlich Außendienst hast - und also dann viel Papierkram erledigen musst, nur um die Arbeitszeiterfassung korrekt zu halten, 'nervt'. Das mag wohlbegründet sein - und berechtigt sowie gerechtfertigt. Es 'nervt' trotzdem.

- Spielerkritik: Es geht immer um die Fragen von Grundsatzkritik (salopp z.B.: "da muss mehr kommen, taktisch unkonzentriert in letzter Zeit, lass dich nicht so hängen, was ist los mit dir") und konkreter Kritik in einer Situation auf dem Feld: Bei zweiterem rufst Du als Trainer rein oder besprichst das im Kreis. Natürlich. Aber ersteres ist auch notwendig. Natürlich. Und sowas kannst Du eher 'öffentlich' machen oder eher 'privat'. Und Tuchel hat das - das pfeifen zumindest auch jenseits der Bild die Gerüchtespatzen von den Dächern - eher öffentlich gemacht und wohl bei einigen Spielern durchaus auch mal 'bevorzugt'. Das mag einen psychologischen Sinn gehabt haben (den Spieler gegenüber der Mannschaft verpflichten oder was weiß ich was). Aber es bringt natürlich die Mannschaft einen Stück weit gegen den Trainer auf: Es ist einfach unschöner Umgang.

- S/W-Artikel: Natürlich ist das Bild des Artikels zu simpel. Es ist die Blöd. Und ich schreibe ja auch: Sofern man dem Artikel Glauben schenken darf. Ich nehme ihn nicht für voll. Allerdings fügt sich der Artikel auch ins Gesamtbild beider Trainer stimmig ein. Man kann also davon ausgehen, dass die Bild in dem Fall nicht einfach irgendwie 'draufloslügt' (was sie durchaus auch mal macht).

- Spielerernährung: Es gibt eine Differenz zwischen 'Drauf achten' und 'Ernährung vorschreiben'. Wichtig bei Ernäherung ist das, was hinten bei rauskommt. Ernährung ist zudem höchst individuell (das beginnt schon bei der Frage: Wann isst man wie viel?). Da apodiktische Regeln zu setzen, empfinden viele Spieler nicht zu Unrecht als bevormundend. Ein Ernährungsbewusstsein sollten Spieler allerdings schon haben - und ich bin mir sicher, dass Bosz auf einen leicht übergewichtigen Spieler zugehen würde und ihm hinter verschlossenen Türen ( zwinker ) die Leviten läse.

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"der alte Gaukler namens 'Don Quijote'" (mit Dank an Czerkus und THE-GAME)
Peter Bosz [Trainer] |#1695
05.09.2017 - 13:47 Uhr
Ich kann nur sagen das mich bis jetzt die Spielphilosophie beeindruckt.

Man sieht die Handschrift von Bosz.

Auch wenn jetzt viele auf mich böse sein werden, aber haben die aus dem Süden unter Pep nicht auch so gespielt, frühes Pressing viel Ballbesitz, ich mag das, ich denke Bosz wird hier sehr erfolgreich sein, die Frage ist halt ob er rotieren lässt und nach Trainingsleistung aufstellt oder Stur an seiner Stamm 11 festhält.

Aber die ersten beide Spiele waren sehr gut, mal sehen wie die Spiele in der Champions League werden
Peter Bosz [Trainer] |#1696
05.09.2017 - 13:48 Uhr
Zitat von Muschelschrubber12

Transzendentale Meditation wtf silent


Ich kann die Vorurteile durchaus verstehen, da ich das früher auch merkwüdig empfand. Aber ich meditiere jetzt seit 15 Jahren und kann sagen, dass es das beste ist, was meinem Leben je passiert ist.

Am besten selbst ausprobieren, aber nicht nach einer Woche Erfolge erwarten. Das ist wie Zähneputzen, da siehst du den Erfolg auch erst nach Jahren.

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"Zeige Anmut beim Sieg und Demut in der Niederlage"
Peter Bosz [Trainer] |#1697
05.09.2017 - 14:06 Uhr
Zitat von Dunkelheit
Zitat von Muschelschrubber12

Transzendentale Meditation wtf silent


Ich kann die Vorurteile durchaus verstehen, da ich das früher auch merkwüdig empfand. Aber ich meditiere jetzt seit 15 Jahren und kann sagen, dass es das beste ist, was meinem Leben je passiert ist.

Am besten selbst ausprobieren, aber nicht nach einer Woche Erfolge erwarten. Das ist wie Zähneputzen, da siehst du den Erfolg auch erst nach Jahren.



Solche Sachen muss doch aber jeder Mensch für sich selber herausfinden. Wenn man davon nicht überzeugt ist, ist es doch sinnlos.
Krönung sind ja die angeblichen Begrüßungstänze die es gegeben haben soll.
Das sind alles junge Männer zwischen 18 und 30 mal grob gesagt, die meisten deutlich unter 30.
Wenn mir einer irgendwas von nem Begrüßungstänzchen erzählt hätte als ich 25 war, hätte ich dem nen Vogel gezeigt.
Und das werden 99% aller Männer in dem Alter so sehen, wenn ich mal tippen soll.

Das aller Wichtigste ist das man ein gutes und respektvolles Miteinander hat. Das ist nunmal Grundlage jeglichen Erfolges.

Es wird auch unter Bosz irgendwann mal ne Niederlage geben (ich sage nur Pokal grins), oder ne schwierige Phase, wo sicher dann auch Kritik geübt wird (siehe Klopp). Aber generell muss man die Arbeit bis jetzt erstmal positiv bewerten.
Peter Bosz [Trainer] |#1698
05.09.2017 - 14:12 Uhr
Zitat von ice-te
Zitat von Dunkelheit

Zitat von Muschelschrubber12

Transzendentale Meditation wtf silent


Ich kann die Vorurteile durchaus verstehen, da ich das früher auch merkwüdig empfand. Aber ich meditiere jetzt seit 15 Jahren und kann sagen, dass es das beste ist, was meinem Leben je passiert ist.

Am besten selbst ausprobieren, aber nicht nach einer Woche Erfolge erwarten. Das ist wie Zähneputzen, da siehst du den Erfolg auch erst nach Jahren.



Solche Sachen muss doch aber jeder Mensch für sich selber herausfinden. Wenn man davon nicht überzeugt ist, ist es doch sinnlos.
Krönung sind ja die angeblichen Begrüßungstänze die es gegeben haben soll.
Das sind alles junge Männer zwischen 18 und 30 mal grob gesagt, die meisten deutlich unter 30.
Wenn mir einer irgendwas von nem Begrüßungstänzchen erzählt hätte als ich 25 war, hätte ich dem nen Vogel gezeigt.
Und das werden 99% aller Männer in dem Alter so sehen, wenn ich mal tippen soll.

Das aller Wichtigste ist das man ein gutes und respektvolles Miteinander hat. Das ist nunmal Grundlage jeglichen Erfolges.

Es wird auch unter Bosz irgendwann mal ne Niederlage geben (ich sage nur Pokal grins), oder ne schwierige Phase, wo sicher dann auch Kritik geübt wird (siehe Klopp). Aber generell muss man die Arbeit bis jetzt erstmal positiv bewerten.


#Begrüßungstänzchen
Peter Bosz [Trainer] |#1699
05.09.2017 - 14:34 Uhr
Zitat von Harlekin
Zitat von mba123

Zitat von Harlekin

Wenn (!) die Informationen aus dem Blöd-Artikel stimmen, dann passt das zu dem Eindruck, den man bisher gewinnen konnte über Bosz:

Der neue Trainer achtet offenbar auch auf das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Trainerteam und Mannschaft. Für mein Gefühl ist das auch unbedingt notwendig, wenn man eine Mannschaft (oder sich selbst) nicht in recht hohem Tempo verbrennen will.

Bosz' Verhalten scheint mir ganz klar darauf abzuzielen, 'menschliche' Lösungen zu finden. Die Trianingszeiten ein paar Tage vorher bekannt zu geben, schadet im Normalfall nicht. Und wenn mal der Baum brennt oder man kurzfristig umplanen muss, dann wird man das natürlich durchziehen und trotzdem kurzfristig was ändern. Es schadet aber der Mannschaft und den Trainingsplänen nicht oder nur im Promillebereich, wenn der Trainer die Trainingskorridore (!) frühzeitig benennt. Das Leben für die Spieler wird so aber planbarer, man fühlt sich weniger 'gegängelt', weniger 'ohnmächtig', respektiert etc.

Bei Geschichten wie Kritik hinter verschlossener Tür gilt das umso mehr. Da wird - offenbar - einfach der Respekt, den man haben muss vor anderen Menschen beachtet. Wir wollen im Betrieb auch nicht vor versammelter Mannschaft zur Sau gemacht werden. Das gehört sich auch nicht.

Wenn ich jetzt tippen müsste, würde ich schon auch sagen, dass genau dieses Verhalten bei Tuchel nicht oder in weit geringerem Maße gegeben war (ob das alles so stimmt, wie von der Blöd behauptet, sei mal dahingestellt). Und natürlich führt das dazu, dass die Mannschaft aufbegehrt. Und zwar vor allem die Spieler, die schon was erfahrener sind, die vernünftig behandelt werden wollen und die nicht noch eigentlich Schulkinder wären (die also auch noch gar nicht zwingend den Anspruch oder Willen haben, selbständig sein zu dürfen).

Wie soll das denn unter Tuchel abgelaufen sein?
Es wird doch kaum so gewesen sein, dass die Spieler keine Ahnung hatten, ob sie nun in zwei Tagen frei haben oder sechs Stunden trainieren müssen. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass es da keine Regelmäßigkeit gab. Vielleicht hat sich Tuchel nur bezüglich der Trainingsinhalte nicht festgelegt, ansonsten aber mehr oder weniger feste Trainingszeiten?

Wie kritisierte Tuchel einzelne Spieler vor der Mannschaft?
Beispielsweise wird quasi jeder Trainer auf dem Platz mal laut und faltet einzelne Spieler mal zusammen. Wahrscheinlich ist das bei Bosz im Vergleich viel weniger der Fall, da er ein ruhiger, umgänglicher Typ zu sein scheint. Aber ob Tuchel's Verhalten im Training deswegen gleich unmenschlich war? Oder, wie Du schreibst, "natürlich dazu führt, dass die Mannschaft aufbegehrt"?

Der Artikel ist für mich zu sehr "Schwarz-Weiß-Zeichnen" (wie bei Bild üblich). Hier soll jeder Aspekt eines ungeliebten Trainers besonders negativ dargestellt werden. Ich denke nicht, dass alles so schlimm für die Spieler war wie von der Bild suggeriert.

Nebenbei bemerkt finde ich es gut, wenn der Trainer auch auf die Ernährung seiner Spieler achtet. Spätestens seitdem Hummel's Fehlverhalten diesbezüglich bekannt ist, bin ich ein starker Befürworter dieser Regelung.


Mehrere Punkte:
- Ich weiß nicht, wie das Zeitmanagement unter Tuchel abgelaufen ist. Wenn ich davon ausgehe, dass die Bild sich nicht komplett etwas aus den Fingern saugt (machen sie zwar auch hin und wieder; meistens spitzen sie ja Informationen extrem zu und 'vereinseitigen' sie im Sinne ihrer Kampagne) und wenn ich das nun auf einen normalen Trainingsalltag beziehe und mir Tuchel als Trainer imaginiere: Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Tuchel die Spieler gerne a) lange und b) mit offenem Ende auf dem Trainingsgelände hatte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er zumindest das Ende eines Trainings erst am Vortag bestimmt hat bzw. dass Tuchel sehr individuell und 'spontan' hat trainieren lassen. Denn Tuchel ist ein Perfektionist, ein Getriebener, der ja gerade nicht in fixierten Bahnen agieren will (was ja auch seine Stärken sind). Ein Beispiel zu c), dem flexiblen Trainingsbeginn: Da bemerkst Du im Training, dass eine Übung noch nicht sitzt, die aber morgen Grundlage für Deine komplexere Übung sein soll. Die wiederum soll das Spiel am nächsten Wochenende vorbereiten. Tuchel hat dann einfach das Training etwas früher angesetzt, um das Programm durchzukriegen. Vergleichbares lässt sich auch für Trainingsintensitäten und -umfänge sagen (Stichwort Belastungssteuerung, die Tuchel ja infolge von ständigem Messen der Daten sehr groß geschrieben hat...).

Tuchel wird sich nicht gedacht haben: Ich Gagamel stecke die Schlümpfe möglichst lange in den Trainingsplatzsack. Das ist natürlich Quark. Sondern er wird sachliche Gründe gehabt haben, die man auch nachvollziehen kann. Dennoch hat ein solches Verhalten ja auch Folgen. Ein Chef, der Dich Arbeitszeiterfassung betreiben lässt, auch wenn Du ständig/mehrheitlich Außendienst hast - und also dann viel Papierkram erledigen musst, nur um die Arbeitszeiterfassung korrekt zu halten, 'nervt'. Das mag wohlbegründet sein - und berechtigt sowie gerechtfertigt. Es 'nervt' trotzdem.

- Spielerkritik: Es geht immer um die Fragen von Grundsatzkritik (salopp z.B.: "da muss mehr kommen, taktisch unkonzentriert in letzter Zeit, lass dich nicht so hängen, was ist los mit dir") und konkreter Kritik in einer Situation auf dem Feld: Bei zweiterem rufst Du als Trainer rein oder besprichst das im Kreis. Natürlich. Aber ersteres ist auch notwendig. Natürlich. Und sowas kannst Du eher 'öffentlich' machen oder eher 'privat'. Und Tuchel hat das - das pfeifen zumindest auch jenseits der Bild die Gerüchtespatzen von den Dächern - eher öffentlich gemacht und wohl bei einigen Spielern durchaus auch mal 'bevorzugt'. Das mag einen psychologischen Sinn gehabt haben (den Spieler gegenüber der Mannschaft verpflichten oder was weiß ich was). Aber es bringt natürlich die Mannschaft einen Stück weit gegen den Trainer auf: Es ist einfach unschöner Umgang.

- S/W-Artikel: Natürlich ist das Bild des Artikels zu simpel. Es ist die Blöd. Und ich schreibe ja auch: Sofern man dem Artikel Glauben schenken darf. Ich nehme ihn nicht für voll. Allerdings fügt sich der Artikel auch ins Gesamtbild beider Trainer stimmig ein. Man kann also davon ausgehen, dass die Bild in dem Fall nicht einfach irgendwie 'draufloslügt' (was sie durchaus auch mal macht).

- Spielerernährung: Es gibt eine Differenz zwischen 'Drauf achten' und 'Ernährung vorschreiben'. Wichtig bei Ernäherung ist das, was hinten bei rauskommt. Ernährung ist zudem höchst individuell (das beginnt schon bei der Frage: Wann isst man wie viel?). Da apodiktische Regeln zu setzen, empfinden viele Spieler nicht zu Unrecht als bevormundend. Ein Ernährungsbewusstsein sollten Spieler allerdings schon haben - und ich bin mir sicher, dass Bosz auf einen leicht übergewichtigen Spieler zugehen würde und ihm hinter verschlossenen Türen ( zwinker ) die Leviten läse.

Ich denke auch nicht, dass die Bild alles frei erfunden hat. Die angesprochenen Unterschiede erscheinen mir glaubhaft und wurden eben auch schon von anderen Medien angesprochen. Mich stört halt nur die Interpretation, dass das vorher alles schlecht war und jetzt sind diese Punkte alle gut (und in Zukunft wahrscheinlich wieder schlecht). Bild typisch wird hier wieder Meinung gemacht.

Zum Zeitmanagement:
Dein Beispiel gefällt mir. Ich sehe das aber eher positiv. Wenn ein wichtiger Trainingsinhalt vermittelt werden muss, hängt man eben etwas Zeit hinten ran.
Vergleichbares wird auch den meisten Arbeitnehmern passieren. Das heißt aber noch nicht, dass man andauernd Überstunden abreißen muss oder seine Freizeit nicht planen kann, weil jederzeit die Arbeit rufen kann.
Tuchel wird die Spieler aufgrund der Belastungssteurung nicht überfordert haben und vermutlich nur etwas Flexibilität eingefordert haben. Aber das ist natürlich auch nur eine Einschätzung meinerseits. Mir geht es ja eher darum, dass der Bild Artikel viele Teile von Tuchel's Arbeit verurteilt, obwohl die genannten Fakten das nicht hergeben.

Zur Spielerkritik:
Tuchel wird, denke ich, sicherlich mal sehr unangenehm für einzelne Spieler gewesen sein. So schätze ich ihn auch als Typ ein. Aber waren das Einzelfälle oder war das eher Teil des täglichen Trainings?
Einige Spieler sprechen auch gut über Tuchel und in den Videos aus den Trainingslagern und was sonst noch verfügbar war, schien mir die Stimmung bei der täglichen Arbeit ebenfalls gut zu sein. Das machte auf mich nicht den Eindruck als wäre Tuchel die meiste Zeit als Unmensch unterwegs (vielleicht war es am Ende anders?).
Dieser Punkt wurde von der Bild allerdings nicht sehr drastisch formuliert. Hier bin ich eher darauf angesprungen, dass Du ein Aufbegehren der Mannschaft ins Spiel gebracht hast.

Wie bereits geschrieben, schätze ich Bosz als den im Umgang deutlich angenehmeren Trainer ein.

Zur Ernährung:
Hier kommt es für mich darauf an, was genau vorgegeben wurde. Auch wird Tuchel nicht komplett Kontrolle über die Ernährung der Spieler gehabt haben.
Ich weiß schlicht nicht, ob Tuchel's Vorgaben zu restriktiv waren und ob sie beispielsweise Hummels' "Frustessen" hätten verhindern können.
Ernährung ist aber ein Punkt, der, meiner Meinung nach, nicht vernachlässigt werden sollte. Die beste Art dies anzugehen, kenne ich aber nicht.
Ich erwarte jetzt aber auch keine besonderen Probleme, weil Bosz diesen Aspekt lockerer behandelt (Hummels spielt ja nicht mehr bei uns Zunge raus).


Bild möchte eben immer polarisieren und mich wundert es, dass so viele darauf anspringen (nicht nur auf diesen Artikel bezogen).

PS: Was soll mit "transzendentaler Meditation" gemeint sein?
Saßen die Spieler im Kreis und haben Mantras rezitiert? tongue
Peter Bosz [Trainer] |#1700
05.09.2017 - 14:53 Uhr

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"Da ich sehe, dass du dich wahrscheinlich vom Kugelspiel ermüdet, in den Sessel zurückgezogen hast, möchte ich mir erlauben, mit dir über dieses Spiel zu sprechen, wenn es dir angenehm ist."

Nikolaus von Kues, De ludo globi
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