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Perspektive der Eintracht

15.02.2009 - 01:30 Uhr
Perspektive der Eintracht |#4321
09.08.2025 - 09:53 Uhr
Zitat von RoyalTL
Zitat von ruhrpott_adler

Zitat von RoyalTL

Zitat von Frankurt1988

Zitat von RoyalTL

Zitat von Frankurt1988

Wenn deine drei 20+ Mio Transfers Doan, Burkardt und Wahi sind ist das aber leider kein Ausweis für Qualität. Keiner dieser Spieler hat internationale Klasse oder das Potenzial diese zu erreichen. Letztlich ist das teuer erkauften gutes Bundesliganiveau. Wie gut das bei Vereinen wie deem BVB (Nico Schulz, Torgan Hazard etc) funktioniert hat kann sich jeder selbst anschauen.

Ja, das passt. Nico Schulz und Thorgan Hazard mit Burkardt und Doan zu vergleichen, ist genau die Qualität an Kommentaren die wir von dir gewohnt sind.. 🤷

Das waren auch keine schlechten Spieler als der BvB sie geholt hat. Zu der Zeit als sie geholt wurden war die Bewertung ähnlich wie jetzt bei der Eintracht wenn man sich mal die Reaktionen anschaut. Ergebnis ist bekannt.

Das ist Quatsch. Niemand, weder Fans, noch Medien, noch Experten haben den Schulz Transfer zu Dortmund gefeiert. Im Gegensatz zum Doan Transfer.
Der Transfer wurde sehr kritisch gesehen, vor allem für den Preis.

Und Hazard war ein sehr guter Transfer und würde auch so bewertet!
Der Spieler hat in seiner ersten Saison in Dortmund 20 Scorer gemacht - nur allein in der Liga. Er war absoluter Stammspieler in allen Wettbewerben.
Wenn Doan so einschlägt, wie Hazard damals in Dortmund, würde ich das total feiern. Das wären dann nämlich genau die 20 Scorer von Hugo, die er liefern würde.
Im 2. Jahr war Hazard dann leider 50% der Spiele verletzt und musste sich in der Folge hinter Reus und Sancho anstellen - was halt irgendwie logisch ist. Genau dafür würde er ja geholt, als Backup für die beiden Stars, Reus und Sancho.

Wenn du Doan also mit Hazard vergleichen willst, obwohl die Voraussetzungen völlig andere sind (Backup vs neuer Stammspieler), dann solltest du auch bei den Fakten bleiben, und die sind, dass Hazard im ersten Jahr hervorragend und danach leider viel verletzt war.

Als guten Vergleich für Burkardt könnte man Guirassy nehmen - bester Stürmer vom direkten Konkurrenten, Qualität bereits nachgewiesen.

Oder man könnte Doan mit Reus vergleichen: bester Spieler von direkten Konkurrenten, nachgewiesene Qualität in der Bundesliga, vielfacher Nationalspieler...

Gibt noch unzählige andere Beispiele, wo Dortmund sehr gute Transfers getätigt hat, indem sie die besten, oder zumindest sehr gute Spieler von Mainz (Diallo), Bremen (Delaney), Freiburg (Schlotterbeck), Hoffenheim (Beier), oder Stuttgart (Kobel) geholt hat.
Aber ist mir schon klar, wenn man es objektiv betrachtet, dann funktioniert das Narrativ leider nicht mehr, das du versuchst zu setzen. 🤷

Ich stimme dir weitestgehend zu, dass man die genannten Spieler sowohl individuell als auch die Rahmenbedingungen der Transfers nicht vergleichen kann.

Aaaber zur Objektivität gehört dann auch dazu, dass Hazard zwar eine Top-Saison gespielt hat, danach viel verletzt war, aber auch in den fitten Spielen nicht mehr ansatzweise an seine vorherige Produktivität anknüpfen konnte.
Und auch Delaney ist in der Aufzählung fragwürdig, weil er nur eine Saison gespielt hat, in denen er Dortmund wirklich entscheidend geholfen hat.

Die beiden Spieler haben 25 und 20 Mio. € gekostet, waren 26 und 27 Jahre alt, haben jeweils eine gute Saison als Stammspieler gespielt und waren dann verletzt oder Einwechseloptionen und sind dann jeweils mit 30 Jahren fürn Appel undn Ei weggegangen.

Da würde ich schon anzweifeln, ob sich die Investments gelohnt haben bzw. positiv bewertet werden können.
Zum Zeitpunkt der Transfers haben sie allerdings schon Sinn gemacht und waren sofortige Verstärkungen ohne Anlaufzeit.


Aber das ist ja im Grunde auch der Knackpunkt dabei, den ich versucht habe heraus zu arbeiten: Der Fehler des BVB war es nicht, so viel Geld für zB Hazard und Delaney auszugeben, sondern diesen Spielern, trotz der großen Investition, andere Spieler vor die Nase zu setzen, die objektiv einfach besser waren / sind.
Bei Hazard waren es Sancho und Reus und später Malen.
Und Delaney musste mit Witsel, Emre Can und Jude Bellingham um Einsätze konkurrieren.
Von daher finde ich es nicht verwunderlich, dass beide nicht dauerhaft Stammspieler waren für den BVB.

Und das ist eben der Unterschied zwischen den genannten Spielern und Burkardt und Doan: wir haben nicht einfach 2 Spieler von Mainz und Freiburg geholt als weitere Option auf ihrer jeweiligen Position, weil sie gerade verfügbar waren und grundsätzlich ins System passen, sondern wir haben aus Überzeugung die beiden besten und für uns bezahlbaren Spieler in der Bundesliga auf ihren jeweiligen Positionen geholt, weil sie perfekt ins Anforderungsprofil passen. 🤷‍♂️


Danke dass du dies so perfekt geschrieben hast, hat mir viel Denk- und Schreibarbeit erspart !

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Perspektive der Eintracht |#4322
09.08.2025 - 10:37 Uhr
Trapp und Götze gehen zumindest auf dem Papier in Ihr letztes Jahr, auch Chandler hat ein Jahresvertrag unterschrieben. Unabhängig davon, ob sie nochmal für 2026/27 unterschreiben, müssen die Drei perspektivisch ersetzt werden; nicht nur sportlich, sondern auf der Führungsebene und als erfahrene Spieler.

Insofern ist die Vertragsverlängerung von Koch als zentraler Spieler einer Achse ein wichtiger Schachzug. Die Verpflichtung von Burkardt ist auch als Vorgriff zu sehen, der nicht unbedingt nur Ekitike sportlich ersetzt, sondern vielmehr Führungsaufgaben (von Götze) übernehmen wird. Zumindest sind das die beiden Gesichter der Eintracht, die sich zukünftig vor die Kamera stellen werden.

Doan sehe ich nicht als klassischen Führungsspieler, sondern vielmehr als fehlendes spielerisches Element auf der Rechtsaußenposition. Ihn schätze ich nicht als Lautsprecher ein, sondern jemanden, der im Hintergrund auf die Mannschaft wirkt.

Ich finde die Mannschaft grundsätzlich interessant und erstmalig recht ausgewogen. Sie muss sich aber entwickeln, vor allem aber die Offensivpower und Scorer von Omar und Hugo ersetzen. Wir müssen uns da schon ein Stück weit neu erfinden und vor allem als Mannschaft Lösungen finden. Das dauert wieder etwas Zeit. Aber wir haben mehr Möglichkeiten und sind meiner Meinung nach offensiv schwerer auszurechnen.

Im Gegensatz zu den hier genannten Dortmundern halte ich die Verpflichtung von Burkardt und Doan als intelligente Schachzüge, die nicht unseren eingeschlagenen Talentweg entgegenspricht. Denn beide nehmen keinen Talenten die Plätze weg. Knauff wird seine Spiele bekommen, gerade dort wo Tempo gefragt ist. Ich sehe auch Wahi nicht bei wenig Spielzeit, weil er derzeit einen Sprung nach vorne gemacht hat und auch mit Burkardt zusammen spielen kann. Es wird situativ Spiele mit einem der beiden geben, aber eben auch eine Doppelspitze. Ich denke schon, das wir beide mit Sinn und Verstand geholt haben, zumal wir ja noch die dreifach Belastung haben.

Ein bisschen Sorge macht mir, das wir in der CL nicht so rotieren können, wie in der EL. In der CL muss schon die stärkste Mannschaft spielen, damit wir ins Achtelfinale kommen. Das wird sicherlich das Ziel sein: Vorrunde überstehen. Das bedeutet, das wir in der Bundesliga mehr rotieren müssen, aber eben auch weniger Körner haben. Daher sehe ich die Bundesliga und Qualifikation für die CL nur gegeben, wenn Bayern, BVB, Leverkusen oder Leipzig patzen, aber wir auch wirklich genug Körner haben und eine sehr starke Hinrunde spielen. Da müssen wir auch mal mit dreckigen Siegen oder Remis leben, auch wenn unser Kader vielleicht mehr hergeben müsste.

Vielleicht fehlt noch der ein oder andere IV oder DM, aber da sind wir dann wieder dabei, ob wir dann nicht unseren Talenten den Weg verbauen bzw. Spielzeit nehmen. Wir brauchen auch die Entwicklung von den jungen Spielern, damit wir wieder 50+-Transfers generieren. Ich denke nicht, das wir ohne solche Transfers auskommen. Insofern müssen wir schauen, das die Jungs sich weiter entwickeln und wir dann den ein oder anderen Spieler wieder teuer verkaufen.

Ich denke, das wir mit dem Kader die Hinrunde bespielen und dann sehen, ob wir zur Rückrunde noch nachlegen. Vielleicht kommt für Larsson ein 80+Angebot im Winter rein, ich denke, dann kommt auch noch mal Bewegung rein. Vielleicht geht Wahi auch durch die Decke. Wissen tun wir das alle nicht, denn der "Handel mit den Spielern" ist ein Handel mit Wahrscheinlichkeiten und da haben wir bisher hohe Wahrscheinlichkeiten, das wir solche Transfers machen. Insofern warten wir mal ab, was die anderen so machen.

Bayern bekommt nicht die Spieler, die sie gerne haben möchten. Dortmund hält sich auch zurück, da sehe ich aber auch keine Verbesserung zu letzter Saison. In Leverkusen ist ein sehr großer Umbruch mit sicherlich auch spannenden Spielern, aber eben ein neuer Trainer. Das braucht Zeit. Auch in Leipzig ist ein Umbruch, der Vorteil hier ist sicherlich, das sie kein internationales Geschäft bespielen und somit Trainingszeit haben. Aber ob Werner der richtige Trainer ist? Das werden wir sehen. Freiburg hat sich intelligent verstärkt und sind konstant im Trainerteam, die sind sicherlich auch in der oberen Hälfte dabei. Ich denke, das alle ihre Probleme haben werden und haben, so dass es eine spannende Spielzeit geben wird.
Perspektive der Eintracht |#4323
04.09.2025 - 20:18 Uhr
Die Perspektive unserer Eintracht, bekam gerade „Kinder“ zum schreiben vorgeschlagen, passt ja auch irgendwie, war noch nie so gut wie in dieser Saison.
Früher musste man immer Bobic, Krösche, Kovac, Hütter, Glasner und auch Toppmöller verteidigen, zumindest hatte ich hierfür immer das Bedürfnis.
Heute Saison 25/26 bekamen wir Spieler aus Mainz, Freiburg und Bremen und ich reibe mir bei der Entwicklung unseres Vereins noch immer die Augen.
Es wurde mit bedacht und Augenmaß ein Kader zusammengestellt, den wir noch vor Jahren uns nie hätten leisten können.
Wir sprechen momentan von Wettbewerben wie Bundesliga, DFB Pokal und Champions League, das ist schon eine ordentliche Hausnummer!!
Junge Spieler möchten nach Frankfurt da sie sich entwickeln können und bei Erfolg und angemessener Ablöse dürfen sie uns wieder verlassen.
Von meiner Sicht ist das nur positiv.
Wenn wir uns am Ende der Saison wieder unter den ersten sechs befinden bin ich, von meiner Warte aus im Reinen.
Die Anfänge sind gemacht und wir waren erfolgreich, auch spielerisch, von daher ist alles gut.
Fühlt sich gut an!
Im Augenblick sind wir, meiner Meinung nach, das interessanteste Team der Liga. Es wird Höhen, und hoffentlich weniger Tiefen geben, aber das sieht schon alles sehr gut aus!
Mehr als gut!!!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerrHood am 04.09.2025 um 20:26 Uhr bearbeitet
Perspektive der Eintracht |#4324
10.09.2025 - 11:14 Uhr
Die Tage meinte ein Arbeitskollege, dass die Eintracht gegen Galatasaray gewinnen müsse, da die Champions League sonst ein Kipppunkt für die SGE sein könnte.

Ich musste erstmal nachfragen was er meinte, da mir unklar war worauf er hinaus wollte.

„Würden wir sang und klanglos aus der CL ausscheiden, könnte dies negative Auswirkungen auf die Liga haben“ so war seine Überlegung.

„Es kommt darauf an, wie man die Situation einordnet“ erwiderte ich ihm.
Wenn man jetzt erwartet, dass wir in dieser Gruppe den ein oder anderen Favoriten schlagen und möglicherweise sogar weiterkommt, dann kann es natürlich eine Enttäuschung geben, die dann wiederum auf die gesamte Stimmung ausschlagen kann.

Wenn man jedoch realistisch herangeht und folgende Punkte mit in die Bewertung einfließen lässt, dann sollte man das so einordnen können, dass am Ende das Ergebnis steht, dass wir die stärkste Gruppe zugelost bekommen haben und hier haushoher Außenseiter sind.
Und wenn man zu diesem Ergebnis kommt, dann bleibt eine größere Enttäuschung bei Ausscheiden aus.
Die Punkte sind folgende:

1. haben wir uns nun zum ersten Mal über die Liga für die CL qualifiziert.
2. spielen wir überwiegend gegen Mannschaften die in der CL Dauergast sind und die Intensität hier kennen.
3. Haben diese Gegner überwiegend das Geld, erfahrene Mannschaften zu stellen, die sich auf höchstem Niveau schon Jahre bewiesen haben.
4. sechs unserer Gegner sind unter den ersten zwanzig Mannschaften mit den höchsten Marktwerten!
5. wir hingegen sind organisch gewachsen und stellen viele junge Spieler
6. wir stellen viele Spieler, die zum ersten Mal überhaupt CL spielen und die sehr aufgeregt sein werden und sich erstmal an diese deutlich höhere Qualität beim Gegner gewöhnen müssen.

Man könnte noch weitere Punkte nennen aber das reicht in meinen Augen schon aus um zu zeigen wie die Kräfteverhältnisse sind.
Dabei mache ich uns nicht schlecht, ganz im Gegenteil, die Leistung die uns an diesen Punkt geführt hat, ist nicht hoch genug einzuschätzen und nötigt mir größeren Respekt ab als das was diverse Konstrukte auf die Beine stellen, denn das ist keine Kunst.

Ich möchte nur darauf hinaus, dass man unserem Verein, unseren Verantwortlichen, die über Jahre überragende Arbeit geleistet haben, nun auch mal zugesteht, dass man bei Athletico, Barca oder gegen Liverpool auch mal unter die Räder kommen kann.
Bergamo und Galatasaray sind erfahrene CL Mannschaften und Neapel hat zweimal in den letzten drei Jahren die italienische Meisterschaft gewonnen. Und wenn man mal darüber nachdenkt, dass man gemäß einiger „gegen Galatasaray gewinnen muss“, dann sollte man nicht vergessen, wer da so mitspielt. Wer gegen Oshimen, Sane, Sanchez, Torreira, Icardi und co „gewinnen muss“ um nur den Hauch einer Chance auf das Weiterkommen zu haben, der hat es wirklich nicht leicht getroffen in der Gruppe.

Abschließend…

Man sollte nicht vergessen, wie lange wir gebraucht haben um an diesem Punkt zu kommen…das hat viele Jahre gedauert. Viele Jahre absolute Toparbeit um sich zu etablieren und zu entwickeln. Das kam nicht von heute auf morgen.

Geben wir den Verein und den vielen jungen Spielern nun die Zeit in der CL (die eine ganz andere Hausnummer ist als die Bundesliga) anzukommen, sich zu etablieren und sich zu entwickeln (hieran zu wachsen).

Das sollte eine der Lehren der letzten Jahre um die SGE sein, dass man nichts erzwingen kann, das haben andere versucht und sind hieran gescheitert. Wir gehen den anderen Weg und dafür gebührt den Verantwortlichen größter Respekt. Lasst uns daher nun Geduld in der Cl an den Tag legen, dann wird dies (so oder so) keine negativen Auswirkungen („Kipppunkte“) auf unser Brot- und Buttergeschäft, die Bundesliga haben und dann werden wir wieder eine gute Runde in der Liga spielen.
Perspektive der Eintracht |#4325
10.09.2025 - 11:29 Uhr
Da muss man meiner Meinung nach unterscheiden:

1. Wie wäre die Stimmung bei den Fans/dem Umfeld/den Medien?
2. Wie wäre die Stimmung in der Mannschaft?
3. Wie wäre der Einfluss von 1 auf 2?

Also wenn man davon ausgeht, dass die Eintracht wenig in der CL reißt, gehe ich davon aus, dass Dino die Stimmung in der Mannschaft gut händeln könnte. Für unsere erfahreneren Spieler (Zetterer, Koch, Kristensen, Theate, Skhiri, Batsuhayi) ist die CL immernoch ein besonderer Bonus, die nicht so einzukalkulieren war bei ihrem Wechsel nach Frankfurt. Götze ist sowieso abgebrüht. Die Talente peilen größtenteils eine CL-Karriere ein, da wird es auch niemanden aus der Bahn werfen, wenn die erste in die Binsen geht. Damit würde ich Punkt 2 vernachlässigen.

Punkt 1 kann immer ein Thema werden, wenn ein Teil den Anspruch maßlos überschätzt. Das ist der Nachteil bei "Traditionsvereinen". Der Vorteil ist, dass man im Erfolgsfall von Zehntausenden Menschen auf dem Weg zum Römer gefeiert wird wie 2018 und 2022.

Punkt 3 kann man glaube ich nicht wirklich bewerten, wenn man nicht Teil davon ist. Es gibt Mannschaften, die sich gut abschotten können und durch solche Widerstände stärker werden können, genauso gibt es Mannschaften, die unter diesem Druck zusammenbrechen wie die Eintracht 20/21 unter Hütter im Saisonfinale.
Perspektive der Eintracht |#4326
10.09.2025 - 11:29 Uhr
Zitat von corleone82
Die Tage meinte ein Arbeitskollege, dass die Eintracht gegen Galatasaray gewinnen müsse, da die Champions League sonst ein Kipppunkt für die SGE sein könnte.

Ich musste erstmal nachfragen was er meinte, da mir unklar war worauf er hinaus wollte.

„Würden wir sang und klanglos aus der CL ausscheiden, könnte dies negative Auswirkungen auf die Liga haben“ so war seine Überlegung.

„Es kommt darauf an, wie man die Situation einordnet“ erwiderte ich ihm.
Wenn man jetzt erwartet, dass wir in dieser Gruppe den ein oder anderen Favoriten schlagen und möglicherweise sogar weiterkommt, dann kann es natürlich eine Enttäuschung geben, die dann wiederum auf die gesamte Stimmung ausschlagen kann.

Wenn man jedoch realistisch herangeht und folgende Punkte mit in die Bewertung einfließen lässt, dann sollte man das so einordnen können, dass am Ende das Ergebnis steht, dass wir die stärkste Gruppe zugelost bekommen haben und hier haushoher Außenseiter sind.
Und wenn man zu diesem Ergebnis kommt, dann bleibt eine größere Enttäuschung bei Ausscheiden aus.
Die Punkte sind folgende:

1. haben wir uns nun zum ersten Mal über die Liga für die CL qualifiziert.
2. spielen wir überwiegend gegen Mannschaften die in der CL Dauergast sind und die Intensität hier kennen.
3. Haben diese Gegner überwiegend das Geld, erfahrene Mannschaften zu stellen, die sich auf höchstem Niveau schon Jahre bewiesen haben.
4. sechs unserer Gegner sind unter den ersten zwanzig Mannschaften mit den höchsten Marktwerten!
5. wir hingegen sind organisch gewachsen und stellen viele junge Spieler
6. wir stellen viele Spieler, die zum ersten Mal überhaupt CL spielen und die sehr aufgeregt sein werden und sich erstmal an diese deutlich höhere Qualität beim Gegner gewöhnen müssen.

Man könnte noch weitere Punkte nennen aber das reicht in meinen Augen schon aus um zu zeigen wie die Kräfteverhältnisse sind.
Dabei mache ich uns nicht schlecht, ganz im Gegenteil, die Leistung die uns an diesen Punkt geführt hat, ist nicht hoch genug einzuschätzen und nötigt mir größeren Respekt ab als das was diverse Konstrukte auf die Beine stellen, denn das ist keine Kunst.

Ich möchte nur darauf hinaus, dass man unserem Verein, unseren Verantwortlichen, die über Jahre überragende Arbeit geleistet haben, nun auch mal zugesteht, dass man bei Athletico, Barca oder gegen Liverpool auch mal unter die Räder kommen kann.
Bergamo und Galatasaray sind erfahrene CL Mannschaften und Neapel hat zweimal in den letzten drei Jahren die italienische Meisterschaft gewonnen. Und wenn man mal darüber nachdenkt, dass man gemäß einiger „gegen Galatasaray gewinnen muss“, dann sollte man nicht vergessen, wer da so mitspielt. Wer gegen Oshimen, Sane, Sanchez, Torreira, Icardi und co „gewinnen muss“ um nur den Hauch einer Chance auf das Weiterkommen zu haben, der hat es wirklich nicht leicht getroffen in der Gruppe.

Abschließend…

Man sollte nicht vergessen, wie lange wir gebraucht haben um an diesem Punkt zu kommen…das hat viele Jahre gedauert. Viele Jahre absolute Toparbeit um sich zu etablieren und zu entwickeln. Das kam nicht von heute auf morgen.

Geben wir den Verein und den vielen jungen Spielern nun die Zeit in der CL (die eine ganz andere Hausnummer ist als die Bundesliga) anzukommen, sich zu etablieren und sich zu entwickeln (hieran zu wachsen).

Das sollte eine der Lehren der letzten Jahre um die SGE sein, dass man nichts erzwingen kann, das haben andere versucht und sind hieran gescheitert. Wir gehen den anderen Weg und dafür gebührt den Verantwortlichen größter Respekt. Lasst uns daher nun Geduld in der Cl an den Tag legen, dann wird dies (so oder so) keine negativen Auswirkungen („Kipppunkte“) auf unser Brot- und Buttergeschäft, die Bundesliga haben und dann werden wir wieder eine gute Runde in der Liga spielen.


aus der CL rauszufliegen ist bei den Gegnern keine Schande und ich erwarte, insofern das eintritt, keine schlimmen psychologischen Folgen für die Mannschaft. Du hast es ja gut beschrieben.
Katastrophenszenarien im Vorfeld finde ich ohnehin müßig und destruktiv
Perspektive der Eintracht |#4327
10.09.2025 - 12:01 Uhr
Finde das kann man immer nur für sich selbst bewerten. Natürlich bin ich, als bekennender Optimist hinsichtlich der SGE, mit einer gewissen Erwartungshaltung ausgestattet. Aber dadurch bin ich auch dran gewöhnt, dass diese Haltung ziemlich sicher Enttäuschungen mit sich bringt. Über die zürnt man 2 Stunden, beklagt sie weitere 2 Tage und lebt 2 weitere Tage damit, bevor sich grenzenlose Euphorie fürs nächste Spiel anschließt. 🤪

Also, solange es keine deftigen Klatschen hagelt, ist doch eigentlich alles im Lot. Natürlich kommt dann - ihr werdet sehen - auch die Fraktion "man kann ja gegen <hier Top Mannschaft einsetzen> verlieren, ABER (!) die Art und Weise...... Joa.
Die Art und Weise war doch save Shice sonst hätte man ja eben nicht verloren.
Und klar wird es auch Spiele geben wo man "wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt". Das müssen wir dann schon aushalten. Aber(!) die Belohnung wenn man den ein oder anderen Punkt oder gar Sieg erkämpft, das ist doch super. Wartet es ab, wir kommen unerwartet unter die Top 24 und spielen die Zwischenrunde. Mark my Words.

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Perspektive der Eintracht |#4328
10.09.2025 - 12:47 Uhr
Sehe negative Ergebnisse in der CL auch als größte Gefahr für den Saisonverlauf und zwar mit zweierlei Möglichkeiten.
1. Mehrere hohe Niederlagen mit direkten Einfluss auf einige Spieler.
2. Indirekten Einfluss auf die Spieler, wenn das Umfeld unzufrieden ist (das müssen dann keine hohen Niederlagen sein, sondern kann auch z.B. ein frühzeitiges Scheitern verursachen).

Letztendlich ist die Frage, wie realistisch man an die Sache herangeht.
Ich für meinen Teil halte ein Ausscheiden in der Vorrunde für etwas wahrscheinlicher als ein Weiterkommen und schliesse auch 2-3 höhere Niederlagen (Liverpool, Neapel, Barcelona?) nicht aus.

Von daher ist meine Erwartungshaltung eher gering, was aber nichts daran ändert, dass die Vorfreude riesig ist und ich mir die Laune auch nicht verderben lassen werde!

•     •     •

Mind.100 Bundesligaspiele (Positionen laut TM):
Hradecky, Stein, Trapp
Berthold, Binz, Hinteregger, Körbel, Ndicka, Neuberger, Pezzey, Tuta
Bein, Götze, Hölzenbein, Kostic, Möller, Nachtweih, Nickel, Rode
Cha, Grabowski, Meier, Yeboah
***
Ein Experte ist jemand der dir heute vorhersagt, was morgen passieren wird und der dir übermorgen erklärt, warum es gestern anders gekommen ist.
Perspektive der Eintracht |#4329
22.09.2025 - 10:01 Uhr
Puh das gestern war schon ein Dämpfer !
Klar wusste man das es nach der Party am Donnerstag nicht Leicht wird den Schalter wieder auf Bundesliga umzulegen. Trotzdem ist die Bundesliga unser Alltag und unsere Möglichkeit wieder in die CL zu kommen.
Und genau das wird seit Wochen von den Verantwortlichen erzählt. Man wird nicht müde zu betonen, dass man sich über die Bundesliga wieder für internationale Partyspiele qualifizieren will, aber bekommt es nicht hin Konstanz in die Spiele zu bringen.

Wir haben aus den letzten drei Spielen 8! Gegentore bekommen und sind relativ früh in Rückstand geraten.
Wenn man so viele einfache Gegentore bekommt und jedes mal einem Rückstand hinterher laufen muss, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wir haben in der defensive die Qualität nicht oder wir haben einen falschen Matchplan bezüglich Verteidigung bzw. Restverteidigung.
Da unsere Jungs ihre Qualität schon unter beweis gestellt haben, kann es also nur am Matchplan liegen.
Und da kommt Dino ins Spiel.
Allen voran gestern war es defensiv katastrophal. Spätestens nach dem 2:0 muss er sich was überlegen.
Zu Hause vier Gegentore zu bekommen, geht gegen keinen Gegner gut aus !

Dahingehend erwarte ich gegen Gladbach eine Steigerung. Hinten müssen wir stabiler sein !

Collins muss mal raus. Der Junge hatte durch die U21 EM kaum Pause und ist völlig überspielt.
Da Frage ich mich dann warum das Trainerteam nicht sieht, dass der Junge mal durchatmen muss.
Wir haben mit Buta und vor allem Baum zwei gute Jungs in der Hinterhand, die man ohne Probleme reinwerfen kann.
Von Koch und Theate erwarte ich mir in den nächsten Wochen auch wieder mehr Stabilität. Beide liefern sich aktuell zu viele Nachlässigkeiten und verunsichern somit das gesamte Konstrukt.

Auch die Torwart Position ist für mich eine Baustelle, die wir zum aktuellen Zeitpunkt völlig unnötig aufgemacht haben.
Klar wird Kaua irgendwann die Nummer eins, aber in der aktuellen Situation brauchen wir auch da Kontinuität und Erfahrung. Wir haben auf dem ganzen Platz fast nur junge Spieler und da braucht es auch 3-5 erfahrene Spieler, die den Laden führen.
Zetti hat gute Spiele gemacht, hilft uns mit der Spieleröffnung und kann mit anführen.
Mir ist klar, dass es bei der Entscheidung pro Kaua auch um seinen Marktwert geht, aber aktuell wäre er für mich eher in der Herausforderer Rolle wiederzufinden, anstatt ihn direkt vorzuziehen.
Im Winter könnte man die Position dann neu bewerten.


Die nächsten Wochen werden spannend !
Ich hoffe Toppmöller sieht die Probleme in der defensive und geht sie zügig an.
Perspektive der Eintracht |#4330
22.09.2025 - 11:17 Uhr
Für mich gar nicht, das war alles, nur kein Dämpfer.

Es war allemal ärgerlich und nach dem kompletten Spielverlauf auch absolut vermeidbar, dass wir das Spiel verlieren - aber das war und ist für mich gaaanz weit weg von einem Dämpfer.

Insgesamt haben wir einen passablen Saisonstart gehabt mit der saisonal erlebten Niederlage in Leverkusen (die auch eigentlich dieses mal gar nicht so zwingend war wie die Jahre teilweise zuvor) und 2 Siegen gegen Teams, die wir schlagen müssen normalerweise und dann eben gestern die erste unnötige, vermeidbare und sehr ärgerliche Niederlage.

Dass es insgesamt eine schwere Saison werden wird, haben wir alle schon seit Tag 1 der Vorbereitung gewusst, da machen wir uns doch bitte weiterhin nichts vor.

Die ganz jungen Spieler fokussieren sich (natürlich, ist ja bei allen so) primär auf die CL-Erlebnisse; dennoch liefern sie ja auch bisher in der Liga großteils ab.

Dass wir nicht jede Saison die letzte toppen können, ist nur logisch und daher war, bin und werde ich weiterhin absolut zufrieden damit sein, wenn wir am Ende wieder einen Rang erreichen, der für das internationale Geschäft reicht. EL wäre schon eher das Mindeste, da für die CL wirklich viel passen muss (andere schwächeln, man selbst muss relativ konstant agieren, kaum schwere Verletzungen, usw.).

Wir sind souverän im Pokal weiter (was auch zu erwarten war, dennoch erleben wir immer wieder, dass das auch gehörig schief gehen kann), haben das erste CL-Spiel überragend absolviert und haben für mich einen ganz passablen Liga-Start gehabt.

Klaro wären 7 oder 9 Punkte besser als nun "nur" 6, aber es passt alles für mich, absolut keine Probleme damit.
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