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Perspektive der Eintracht

15.02.2009 - 01:30 Uhr
Perspektive der Eintracht |#4541
20.04.2026 - 11:51 Uhr
Nun ja, die laufenden Kosten wurden bereits in den letzten Jahren nicht 1:1 aus dem laufenden Wettbewerb beglichen - daher sagten und sagen unsere Verantwortlichen eben schon seit Jahren, dass wir auf gute Transfererlöse (wie der Großteil der Vereine) eben angewiesen sind.

Das kann daher doch bitte sehr keinen wirklich überraschen...!

Dann wurde auch - ganz allgemein - von Krösche, Hellmann und Co. in den letzten Jahren ebenfalls diverse Male gesagt, dass wir auch mal 1-2 Jahre OHNE internationalen Wettbewerb "überleben" (ich schreibe es extra mal so drastisch); bzw. ohne dass wir in nennenswerte wirtschaftliche Probleme kommen.

Ich weiß jetzt seit Wochen oder Monaten nicht, warum einige das hier dann für diesen Fall, der nun zum ersten Male seit Jahren wieder eintreten könnte, mehr oder weniger negieren und von "großen" Problemen sprechen, die dann ggf. auf die SGE zukommen könnten (sowohl Medien als auch User hier).

Es sprechen also schon mal die klaren, langjährigen Aussagen unserer Leute im Verein klar dagegen (und nur diese kennen die Zahlen 1:1 bzw. genau; wir alle wissen ja gar nicht ansatzweise konkret Bescheid wie der aktuelle Stand ist und beziehen uns auf die LETZTE Saison, die heuer überhaupt keine Rolle mehr spielt).

Dass es ganz allgemein nicht so gut ist, diese internationalen Einnahmen zu verpassen, ist doch sonnenklar, wer verzichtet sinngemäß auf Geld/Einnahmen gerne?!?

Dafür würden für diesen Fall diverse Boni nicht fällig an die Spieler und Trainer, etc. (genau diese waren ja letzte Saison am Ende für das negative Bilanzergebnis verantwortlich) und auch die Gehälter sind dadurch bei weitem nicht mehr so hoch wie in dieser Saison (weil dann ab kommender Saison eben auch keine internationalen Leistungen bezahlt werden müssten).

Das dürfte am Ende sicherlich nicht 1:1 aufwiegen -aber es reduziert eben auch sehr deutlich den Kostenaufwand beim Personal auf dem grünen Rasen.


Daher ist es INSGESAMT (immer wieder darauf hingewiesen, manche sprechen immer nur von Etappen oder einer Saison, aber das wird dem Ganzen in meinen Augen eben nicht gerecht) für uns weiterhin eine sehr gute, angenehme und gute Basis bzw. Perspektive.

Ich für meinen Teil könnte auch wunderbar damit leben, wenn wir uns von diesem "Wunschbild", dass wir nun die ersten 4 der Liga attackieren könnten, auch verabschieden würden bzw. dann werden - weil das einfach nicht drin ist dauerhaft; so wie wir wirtschaften (was ich wie gesagt sehr, sehr gut und richtig finde!!) haben wir da gar keine Chance, uns dauerhaft dort einzunisten.

Wenn wir wieder ein Verein werden bzw. bleiben, der in einer starken und guten Saison (mit wenig Verletzungen, weniger Schiri-Pech und natürlich auch weniger Fehlern im eigenen Spiel) durchaus Chancen hat, mal unter die ersten 4 zu rutschen und ansonsten immer um die internationalen Ränge mitspielt (sie aber eben auch mal verpassen kann, das normalste der Welt im Sport), dann reicht mir persönlich das weiterhin völlig aus - und das ist auch das "Model", was in meinen Augen nur zu Eintracht Frankfurt passt.

Alles andere wäre definitiv zu viel Risiko oder mit einem Weg verbunden, den wir ja alle nicht wollen.

Ergo, ich bin weiterhin sehr zufrieden mit allem und wir stehen wirklich gut da und das muss man sich immer auch mal wieder "einimpfen".
Dieser Beitrag wurde zuletzt von eagle1978 am 20.04.2026 um 12:00 Uhr bearbeitet
Perspektive der Eintracht |#4542
20.04.2026 - 14:50 Uhr
Zitat von eagle1978

…Alles andere wäre definitiv zu viel Risiko oder mit einem Weg verbunden, den wir ja alle nicht wollen.


Wir gehen doch schon seit Jahren einen sehr risikoreichen Weg, den Bruchhagen beispielsweise nicht gehen wollte. Dadurch, dass unsere Neuzugänge Burkardt, Doan und Wahi inzwischen 20 Millionen Ablöse kosten und mehr verdienen, ist auch das Risiko weiter gestiegen. Wenn der Wiederverkaufswert sinkt und der sportliche Erfolg ausbleibt, müssen wir ggf. auch mal Spieler mit Verlust verkaufen und verlieren dabei Kapital.

Ich finde das Geschäftsmodell junge, entwicklungsfähige Spieler zu verpflichten, zu entwickeln und mit Gewinn weiterzuverkaufen, prinzipiell schon einen guten Ansatz, aber Wahi, Burkardt und Doan waren sicher keine unerkannten Talente und die mögliche Marktwertsteigerung war überschaubar. Wir sind zuletzt ein bisschen von dem Weg abgekommen, den wir bei Pacho, Lindström und anderen gegangen sind.

Die Gewinnchancen müssen größer sein als das Risiko und ich habe Zweifel, dass die letzten Entscheidungen da noch so ganz gepasst haben.

Ich finde das jetzt aber auch nicht dramatisch, wir sollten nur über den weiteren Kurs nachdenken und diesen ggf. etwas korrigieren. Die Personalkosten sollten gesenkt werden, die Ablösesummen, für die wir einkaufen, sollten maximal bei 10 - 12 Millionen liegen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 20.04.2026 um 14:54 Uhr bearbeitet
Perspektive der Eintracht |#4543
21.04.2026 - 08:55 Uhr
Zitat von Satorius
Zitat von eagle1978

…Alles andere wäre definitiv zu viel Risiko oder mit einem Weg verbunden, den wir ja alle nicht wollen.


Wir gehen doch schon seit Jahren einen sehr risikoreichen Weg, den Bruchhagen beispielsweise nicht gehen wollte. Dadurch, dass unsere Neuzugänge Burkardt, Doan und Wahi inzwischen 20 Millionen Ablöse kosten und mehr verdienen, ist auch das Risiko weiter gestiegen. Wenn der Wiederverkaufswert sinkt und der sportliche Erfolg ausbleibt, müssen wir ggf. auch mal Spieler mit Verlust verkaufen und verlieren dabei Kapital.

Ich finde das Geschäftsmodell junge, entwicklungsfähige Spieler zu verpflichten, zu entwickeln und mit Gewinn weiterzuverkaufen, prinzipiell schon einen guten Ansatz, aber Wahi, Burkardt und Doan waren sicher keine unerkannten Talente und die mögliche Marktwertsteigerung war überschaubar. Wir sind zuletzt ein bisschen von dem Weg abgekommen, den wir bei Pacho, Lindström und anderen gegangen sind.

Die Gewinnchancen müssen größer sein als das Risiko und ich habe Zweifel, dass die letzten Entscheidungen da noch so ganz gepasst haben.

Ich finde das jetzt aber auch nicht dramatisch, wir sollten nur über den weiteren Kurs nachdenken und diesen ggf. etwas korrigieren. Die Personalkosten sollten gesenkt werden, die Ablösesummen, für die wir einkaufen, sollten maximal bei 10 - 12 Millionen liegen.


Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Bei Wiederverkaufsgewinnmöglichkeiten (was ein Wort) Wahi, Burkhart, Doan aufzuzählen ist nicht korrekt, dieses Transfers zielen nur sehr untergeordnet darauf ab. Hier hättest du Brown, Uzun, Larsson, Bahoya und - wenn es frischer sein darf- Ayoube aufzählen müssen. Ayoube kam im Januar für 200k. Sollte er im Sommer schon wechseln, wäre das irgendwo zwischen 5 und 10 Mio. Das sind die Transfers die dieser Strategie entsprechen und das funktioniert noch immer sehr gut.

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Nur die SGE

#StandwithUkraine
Perspektive der Eintracht |#4544
21.04.2026 - 10:20 Uhr
Man muß da beide Seiten betrachten. Das Konzept mit jungen Talenten gehört dazu, um auch fertige teurere Spieler zu verpflichten.
Und darin bestehen diese zwei Möglichkeiten. Chancen und Risiko.
Perspektive der Eintracht |#4545
21.04.2026 - 12:12 Uhr
Es ist doch recht einfach, es gibt keine Alternative zu den Verkäufen. Selbst die Bayern haben ihre Grenzen und werden nicht jeden halten können . Wir haben nicht die Einnahmen um da oben ohne den Weg mitzuhalten.

Das heißt nicht, dass man den Weg vielleicht etwas optimieren kann. So finde ich z.B. dass wir die Kartenpreise bei den Stehplätzen anheben sollten. Ich finde die Preise auf einem Niveau für Kinder. Neben anderer Einnahme Optionen muss man vielleicht schauen, dass man die Kadergröße besser im Griff hat. Natürlich ist das schwer, weil die langen Verträge auch wichtig sind. Ich glaube aber das Potential liegt in der "Führungsriege", da sind Spieler im Kader ohne großen Einfluss. Dahoud, Batshuay, aber auch Skhiri, Götze hatten nicht den Einfluss. Dazu haben auch Koch, Theate, Doan geschwächelt. 2 teure Torhüter?
Es sagt sich so einfach, wenn man die Arbeit besser macht, passt es auch, aber ich finde in der Kaderplanung war es schon vorher offensichtlich, dass da Spieler ohne Perspektive sind und Geld blockieren oder zumindest nötige Verstärkungen verhindert haben. Da gibt es schon so ein wenig Potential zu sparen. Ich sehe aber trotzdem keine notwendige Änderung, weil die Finanzen ganz gut durchgeplant sind und bei uns einiges an stillen Reserven schlummert, die in den Bilanzen nicht auftauchen.
Weil hier von Bruchhagen gesprochen wurde. Verkaufen wir Collins und Wahi sind wir im positiven Bereich und dann habe ich immer noch einen starken Kader.
Unsere Erwartung nach Muani, Marmoush und Ekitike sind leider auch ein wenig explodiert und da sollte man sich auch immer mal dran erinnern!

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Tradition kann man nicht kaufen!
Perspektive der Eintracht |#4546
21.04.2026 - 13:48 Uhr
Sehr lesenswert @jochen! 🤗

Da haste auch mit allem Recht; natürlich gibt es immer auch Optimierungs-Potenzial (überall wo Menschen arbeiten, klappt eben nicht alles wie erhofft, ganz normal) und selbstredend sind auch bei einigen die Erwartungen an den gesamten Verein schlichtweg zu hoch geworden.

Nicht bei mir, nicht bei vielen anderen hier, aber es gibt ja junge Fans der SGE, die nicht mal die 2016er Relegation noch bewusst mitbekommen haben und seitdem gings ja quasi nur bergauf.

Die Realität ist eben weiterhin die, dass wir mittlerweile zwar in einer für unsere Geschichte gesehen sehr, sehr guten Ausgangsbasis sind und auch daher eine sehr gute Perspektive aufweisen - aber eben dennoch weiterhin sehr weit weg von den Top 4 - Teams sind und auch einige sehr gute Konkurrenten im saisonalen Kampf um Europa haben.

Da erwischt es einfach nach und nach jeden Verein mal und man wird eben auch mal wieder international vertreten sein.

Es gibt auch eine neue Doku in der Mediathek von ARD mit dem Titel "Frankfurts Weg - Reicht es wieder für Europa?" - erneut sehr, sehr sehenswert.

Da gehen Basti Red, aber natürlich vor allem Hellmann und Krösche und auch einmal kurz Zamberk auf die hier sehr gerne (und im Finanz-Thread) debattierten Themen ein und ordnen das alles in meinen Augen sehr realistisch ein.

Ist wie gesagt zu empfehlen, schaut sie Euch gerne auch mal an (geht ca. 15 Minuten).
Perspektive der Eintracht |#4547
21.04.2026 - 13:56 Uhr
„Perspektive der Eintracht“

Was ist die Perspektive eines Vereins ohne Grossinvestor?

Hier ist auch nochmal zwischen kurz- und langfristiger Sicht zu unterscheiden.

Es gibt einen Verein in Deutschland, für den ist die Perspektive bei guter und normaler Arbeit: Meister. Bei schlechter Arbeit, durchaus mal Rang zwei, vielleicht drei.

Das ist Bayern München.


Es gibt danach drei Vereine, die mit richtig guter Arbeit auf Rang 1 kommen können, mit normaler Arbeit irgendwo zwischen Rang zwei und sieben landen. Und mit richtig schlechter Arbeit vielleicht mal auf Rang 10 abrutschen.

Das sind RB, Dortmund und Leverkusen…das ist deren Perspektive.


Danach kommen viele (fast alle anderen) Vereine.

Mit richtig guter Arbeit, können sie kurzfristig recht weit oben landen. Mit richtig, richtig guter Arbeit über Jahre können sie sogar Titel gewinnen und wenn alles passt, aber wirklich alles, dann können sie auch mal ganz oben in der Liga anklopfen…die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt wohl im Promillebereich.

Ganz vorne zu nennen ist hier Eintracht Frankfurt!

Hier wurde über Jahre derart toll gearbeitet, dass wir letztes Jahr den dritten Platz belegt haben. Wir haben dabei Dortmund und RB hinter uns gelassen, zwei Mannschaften, die vom Gesamtgefüge doch deutlich vor uns anzusiedeln sind.

Nebenbei haben wir die letzten Jahre den DFB Pokal gewonnen, den Eurocup, sind noch einmal ins DFB Pokalfinale eingezogen, ins EL Halbfinale und ins Achtelfinale der CL.

Das ist schon was…eigentlich Wahnsinn, wenn man bedenkt wo wir die Jahrzehnte davor standen.

Es gibt wie gesagt viele weitere Vereine, die ähnliche Voraussetzungen (Perspektiven) haben wie wir, die jedoch nicht das geschafft haben, was hier geschafft worden ist, denn das ist schon wirklich was besonderes gewesen.

Besonders ist es deshalb, weil bei normaler Arbeit eben dann Platz 7 bis vielleicht 10,12 steht (je nachdem über welchen Verein wir sprechen) und bei schlechter Arbeit der Abstieg droht . Es ist einfach nicht selbstverständlich, über einen derart langen Zeitraum so zu liefern wie es bei uns gemacht worden ist und deswegen ist die Arbeit der Verantwortlichen nicht hoch genug einzuschätzen.

Nun ist es jedoch so, ich denke zu der Einschätzung kommt man auch im Verein, dass diese Saison nicht alles rund gelaufen ist. Die extrem gute Quote zwischen hervorragenden Entscheidungen und weniger guten, die uns über Jahre nach oben katapultiert hat und um die uns fast alle Konkurrenten beneidet haben, ist dieses Mal zum ersten Mal nicht mehr gehalten worden.

Es wurde das ein oder andere nicht richtig eingeschätzt und das trifft uns nunmal härter als die Vereine, die das einfach mit Geld locker wieder korrigieren können.

Bei uns dauert das länger, das sollte uns gewiss sein…oder sagen wir so…es könnte länger dauern. Denn ein wirkliches Fundament, auf dem man aufbauen kann, ist, wenn man ehrlich ist, aktuell nicht zu sehen.
Dieses muss erst wieder aufgebaut werden um danach hierauf aufzusetzen.

Das kann schnell gehen, die Regel sagt jedoch eher etwas anderes.

Ich hoffe daher, dass man im Verein Ruhe hält, sich nicht treiben lässt von der Unruhe, die teils außen herrscht und sich darauf besinnt, was uns über Jahre lag stark gemacht hat (darauf kann man stolz sein).

Schaffen wir dies, dann können wir den nächsten Anlauf nehmen und zwar aus einer Position die deutlich stärker ist als die vor zehn Jahren. Damals hatten wir keine Werte und kaum Geld.
Heute haben wir immense Werte im Kader und dadurch Sicherheiten, die wir seit Jahrzehnten so nicht hatten. Das ist der große Unterschied zu vielen vielen Jahren der Vergangenheit und das zeigt, dass unser Geschäftsmodell sehr wohl tragfähig ist und war. Ohne dieses wären wir nämlich nicht so weit nach vorne gekommen wie wir es geschafft haben, hätten bei weitem nicht diese Werte von heute. Hätten nicht die besonderen Spieler gesehen und die Titel gefeiert, über die wir uns hier alle gefreut haben.

Daher…gestehen wir den Verantwortlichen auch mal eine Delle zu…jeder liegt mal daneben aber es gehört eben dazu, dass man denjenigen die so viel Gutes gemacht haben, die Chance gibt, Dinge zu korrigieren!
Perspektive der Eintracht |#4548
22.04.2026 - 09:43 Uhr
Mit nur guter Arbeit nach oben zu kommen ist nicht leicht, aber machbar. Mit nur guter Arbeit dort zu bleiben, ist ungleich schwerer, wenn die Ansprüche steigen. Für den nächsten Schritt muss über einen langen Zeitraum nachhaltig sehr gut gearbeitet werden und gleichzeitig eine Resilienz gegen Rückschläge entwickelt werden.

Wie sagte Krösche so treffend vor 2 Jahren "im Erfolg macht man die größten Fehler". Und wir haben halt keinen doppelten Boden wie viele andere Vereine. aber das macht es auch so besonders wenn es funktioniert.

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Perspektive der Eintracht |#4549
22.04.2026 - 09:53 Uhr
Zitat von corleone82
„Perspektive der Eintracht“

Was ist die Perspektive eines Vereins ohne Grossinvestor?

Hier ist auch nochmal zwischen kurz- und langfristiger Sicht zu unterscheiden.

Es gibt einen Verein in Deutschland, für den ist die Perspektive bei guter und normaler Arbeit: Meister. Bei schlechter Arbeit, durchaus mal Rang zwei, vielleicht drei.

Das ist Bayern München.


Es gibt danach drei Vereine, die mit richtig guter Arbeit auf Rang 1 kommen können, mit normaler Arbeit irgendwo zwischen Rang zwei und sieben landen. Und mit richtig schlechter Arbeit vielleicht mal auf Rang 10 abrutschen.

Das sind RB, Dortmund und Leverkusen…das ist deren Perspektive.


Danach kommen viele (fast alle anderen) Vereine.

Mit richtig guter Arbeit, können sie kurzfristig recht weit oben landen. Mit richtig, richtig guter Arbeit über Jahre können sie sogar Titel gewinnen und wenn alles passt, aber wirklich alles, dann können sie auch mal ganz oben in der Liga anklopfen…die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt wohl im Promillebereich.

Ganz vorne zu nennen ist hier Eintracht Frankfurt!

Hier wurde über Jahre derart toll gearbeitet, dass wir letztes Jahr den dritten Platz belegt haben. Wir haben dabei Dortmund und RB hinter uns gelassen, zwei Mannschaften, die vom Gesamtgefüge doch deutlich vor uns anzusiedeln sind.

Nebenbei haben wir die letzten Jahre den DFB Pokal gewonnen, den Eurocup, sind noch einmal ins DFB Pokalfinale eingezogen, ins EL Halbfinale und ins Achtelfinale der CL.

Das ist schon was…eigentlich Wahnsinn, wenn man bedenkt wo wir die Jahrzehnte davor standen.

Es gibt wie gesagt viele weitere Vereine, die ähnliche Voraussetzungen (Perspektiven) haben wie wir, die jedoch nicht das geschafft haben, was hier geschafft worden ist, denn das ist schon wirklich was besonderes gewesen.

Besonders ist es deshalb, weil bei normaler Arbeit eben dann Platz 7 bis vielleicht 10,12 steht (je nachdem über welchen Verein wir sprechen) und bei schlechter Arbeit der Abstieg droht . Es ist einfach nicht selbstverständlich, über einen derart langen Zeitraum so zu liefern wie es bei uns gemacht worden ist und deswegen ist die Arbeit der Verantwortlichen nicht hoch genug einzuschätzen.

Nun ist es jedoch so, ich denke zu der Einschätzung kommt man auch im Verein, dass diese Saison nicht alles rund gelaufen ist. Die extrem gute Quote zwischen hervorragenden Entscheidungen und weniger guten, die uns über Jahre nach oben katapultiert hat und um die uns fast alle Konkurrenten beneidet haben, ist dieses Mal zum ersten Mal nicht mehr gehalten worden.

Es wurde das ein oder andere nicht richtig eingeschätzt und das trifft uns nunmal härter als die Vereine, die das einfach mit Geld locker wieder korrigieren können.

Bei uns dauert das länger, das sollte uns gewiss sein…oder sagen wir so…es könnte länger dauern. Denn ein wirkliches Fundament, auf dem man aufbauen kann, ist, wenn man ehrlich ist, aktuell nicht zu sehen.
Dieses muss erst wieder aufgebaut werden um danach hierauf aufzusetzen.

Das kann schnell gehen, die Regel sagt jedoch eher etwas anderes.

Ich hoffe daher, dass man im Verein Ruhe hält, sich nicht treiben lässt von der Unruhe, die teils außen herrscht und sich darauf besinnt, was uns über Jahre lag stark gemacht hat (darauf kann man stolz sein).

Schaffen wir dies, dann können wir den nächsten Anlauf nehmen und zwar aus einer Position die deutlich stärker ist als die vor zehn Jahren. Damals hatten wir keine Werte und kaum Geld.
Heute haben wir immense Werte im Kader und dadurch Sicherheiten, die wir seit Jahrzehnten so nicht hatten. Das ist der große Unterschied zu vielen vielen Jahren der Vergangenheit und das zeigt, dass unser Geschäftsmodell sehr wohl tragfähig ist und war. Ohne dieses wären wir nämlich nicht so weit nach vorne gekommen wie wir es geschafft haben, hätten bei weitem nicht diese Werte von heute. Hätten nicht die besonderen Spieler gesehen und die Titel gefeiert, über die wir uns hier alle gefreut haben.

Daher…gestehen wir den Verantwortlichen auch mal eine Delle zu…jeder liegt mal daneben aber es gehört eben dazu, dass man denjenigen die so viel Gutes gemacht haben, die Chance gibt, Dinge zu korrigieren!


herzlichen Dank für diesen sehr guten und ausgewogenen Beitrag, der meine Stimmung trifft👋
rund um den Verein, sei es bei den Fans, aber besonders medial, ist eine Stimmung, die ich eigentlich nur zu Abstiegskampf Zeiten kenne. Einerseits verstehe ich die Stimmung, die ganze Saison läuftl gefühlt total daneben, anderseits sind mir diese Untergangsstimmungen auch völlig überzogen. Schlechtere Runden sind normal und das muss man akzeptieren. Die richtigen Schlüsse und Analysen daraus zu ziehen, das ist ab Mitte Mai dringend nötig.
Perspektive der Eintracht |#4550
06.06.2026 - 10:56 Uhr
Ich befürchte fast, dass wir das zweite Schalke 04 werden. Wir lassen Talente gehen und verpflichten fast nur noch teure Spieler und das Silber ist verkauft worden oder wird verkauft.
Und irgend wann ist das Geld auch weg und wir haben nur noch eine Mannschaft, die weit weg ist von dem, was sie einmal war. Auch Werder Bremen lässt grüßen.

Muß nicht so kommen. Aber ich persönlich habe Angst davor
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