Perspektive der Eintracht
15.02.2009 - 01:30 Uhr
23.03.2026 - 14:58 Uhr
Zitat von VFB-FAN08
Zuerst einmal, sehr interessante Gedanken hier.
Die Frage wer noch sehr ballbesitzorientiert spielt ist mit Leverkusen und Stuttgart zu beantworten.
Über die Saison hinweg bei je 57 % liegend, hinter Bayern mir 61% auf Platz 2, bzw 3.
Ich bin bei euch zu wenig im Thema drin, aber die Einzelspieler sehen insgesamt besser aus als das Team,bzw. die Ergebnisse es vermuten lassen. Ist das eher (auch) Verletzungspech , oder ist der Kader schlecht aufeinander abgestimmt?
Zuerst einmal, sehr interessante Gedanken hier.
Die Frage wer noch sehr ballbesitzorientiert spielt ist mit Leverkusen und Stuttgart zu beantworten.
Über die Saison hinweg bei je 57 % liegend, hinter Bayern mir 61% auf Platz 2, bzw 3.
Ich bin bei euch zu wenig im Thema drin, aber die Einzelspieler sehen insgesamt besser aus als das Team,bzw. die Ergebnisse es vermuten lassen. Ist das eher (auch) Verletzungspech , oder ist der Kader schlecht aufeinander abgestimmt?
Richtig. Leverkusen und Stuttgart haben deutlich mehr den Ball als ihre Gegner. Dennoch würde ich ihren Fußball nicht auf Ballbesitzfußball reduzieren wollen. Und genau das ist die Tendenz, die wir bei Toppmöller in dessen erster Spielzeit erlebt haben, die sich jetzt bei Riera wiederholt. Das erinnert mich immer an die letzte Phase von Löw als Nationaltrainer, der zB bei der WM in Russland nur noch versucht hat, alles über Ballbesitz zu lösen und damit letztlich gescheitert ist. Viele versuchen den spanischen Fußball zu kopieren und etablieren Ballbesitz als alleiniges Mittel. Es werden Konter abgebrochen und das Tempo verschleppt. Rückpässe, Querpässe und unzählige Ballkontakte in völlig ungefährlichen Räumen suggerieren eine gewisse Dominanz, die sich aber nicht in Chancen niederschlägt. Bei Leverkusen und Stuttgart stellt Ballbesitz ein wichtiges Element dar, aber eben nicht alles. Gerade Stuttgart nutzt Ballbesitz, um den Gegner zu locken, nicht um ein Positionsspiel in der gegnerischen Hälfte aufzuziehen.
Die Frage, warum es bei der Eintracht diese Saison nicht läuft, lässt sich sicherlich nicht auf einen Aspekt reduzieren. Klar, es gab viele Verletzungen: Kaua Santos und Uzun sind zweimal länger ausgefallen, Larsson zu Saisonbeginn, Burkardt von November bis März, jetzt Kristensen und Theate. Verletzungen waren also sicher ein Grund für die Probleme.
Schwierig war die Champions League Saison. Da hatten wir den Höhepunkt im September beim 5:1 Heimsieg gegen Galatasaray. Es folgte am 26.9. die 6:0 Gala in der ersten Halbzeit gegen Gladbach. Da wurden wir schon als Bayern-Jäger gehandelt. Gefühlt ist seit dieser Halbzeitpause in Gladbach alles zusammengebrochen was man sich erarbeitet hatte. Es folgten die vier Gegentore gegen Gladbach in Halbzeit 2 und dann die beiden 1:5 Niederlagen gegen Liverpool und Atletico Madrid in der Champions League. Von da an ging praktisch nichts mehr und spätestens nach dem 0:6 gegen Leipzig Anfang Dezember war unter Toppmöller die Luft komplett draußen.
Der Kader war mit dieser Dreifachbelastung und den extrem starken Gegnern, die uns in der Champions League zugelost wurden, total überfordert. Hohe Niederlagen, wenig Trainingszeiten durch das straffe Programm, kaum Möglichkeiten, diesen Negativlauf beispielsweise durch taktische oder personelle Anpassungen abzuwenden.
Der Wechsel zu Riera kam spät. Bei ihm stellt sich das Problem, dass er die Liga, die einzelnen Mannschaften und erst recht die Spieler der Teams nicht oder kaum kennt. Das hat er auch zuletzt bei einer PK angedeutet als er über die Bedeutung des inländischen Analysten gesprochen hat, der sehr viel näher an der Liga dran ist als alle, die Riera mitbringen könnte.
Ich habe daher Zweifel, dass er aktuell wirklich immer einen passenden Matchplan erarbeiten kann. Gegen Mainz wirkte das Team überrascht als Mainz in einigen Situationen überfallartig mit fünf, sechs Spielern im Vollsprint und mehreren Wellen Richtung Tor stürmte. Das muss man wissen, darauf muss man vorbereitet sein.
Es fehlt daher vermutlich am dem, was Riera den Spielern bieten möchte, nämlich Lösungen anzubieten für alle Situationen, die im Spiel auftreten können.
Ein weiteres Problem ist, dass Riera nach den besten Positionen für seine Leistungsträger sucht. Doan wurde zum 8er umfunktioniert, Larsson zum alleinigen 6er als eine Art Mischung aus tiefem Spielmacher und Holding6. Kalimuendo muss als Rechtsaußen ran. Brown musste auf der rechten Seite als inverser Fullback spielen, vermutlich weiß der auch nicht so genau, was das heißen soll. Das ist natürlich alles sehr unglücklich und für die Spieler ungewohnt.
Die Taktikbesprechungen sind wohl recht lange und nicht gerade leichte Kost. Einige Spieler sollen schon gesagt haben, es sei zu viel Input. Ich will die Spieler da nicht in den Schutz nehmen. Wenn wir eine berufliche Fortbildung machen müssen, ist das auch nicht immer ein Vergnügen, aber es muss halt sein, um sich weiterzuentwickeln. Dennoch muss man fragen, was in welcher Saisonphase wieviel Sinn macht.
Das Defensivkonzept ist relativ einfach, es wird sehr mannorientiert gespielt. Das versteht jeder, sei bei deinem Mann! Aber das Spiel in Ballbesitz wirkt sehr bemüht und wenig zielstrebig.
Der Kader ist sicher auch nicht optimal zusammengestellt, auch wenn viele gute Einzelspieler vorhanden sind. Auf einigen Positionen sind wir tendenziell überbesetzt, auf anderen fehlt es. Beispielsweise haben wir mit Burkardt, Kalimuendo und Ebnoutalib drei sehr starke (Mittel-)Stürmer für eine Position. Dafür fehlt uns ein Taktgeber im zentralen (defensiven) Mittelfeld, der auch mal vertikale Pässe durch die nächste Linie spielen kann.
Im Ergebnis sind es mehrere Ursachen, weshalb der eigentlich sehr starke Kader, der auf Position 5 oder 6 sein sollte, nicht die Leistung abrufen kann, die zumindest individuell in ihm steckt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 23.03.2026 um 15:04 Uhr bearbeitet
23.03.2026 - 17:45 Uhr
Ja Wahnsinn, vielen Dank für diese sehr ausführliche Aufschlüsselung. Genial!
Und viel Erfolg für den Rest der Saison!
Und viel Erfolg für den Rest der Saison!
18.04.2026 - 20:48 Uhr
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
18.04.2026 - 22:37 Uhr
Zitat von Ridikulus
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
19.04.2026 - 09:33 Uhr
Zitat von thwasu
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
Zitat von Ridikulus
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
Ich mag ihn nicht verteidigen aber unrecht hat er nicht. Leipzig hat gestern gezeigt, dass uns die Spitze enteilt ist. Gladbach und den HSV sehe ich unterhalb von uns aber Köln hat aktuell kein schlechteres Niveau. Riera hat es bisher nicht geschafft ein Team zu bilden. Man bekommt Woche für Woche den Eindruck, dass jeder für sich selbst spielt.
Deshalb glaube ich auch, dass am Ende Freiburg vor uns stehen wird, weil das ein gutes Team ist, trotz insgesamt schwächerer Einzelspieler.
19.04.2026 - 11:06 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Ich mag ihn nicht verteidigen aber unrecht hat er nicht. Leipzig hat gestern gezeigt, dass uns die Spitze enteilt ist. Gladbach und den HSV sehe ich unterhalb von uns aber Köln hat aktuell kein schlechteres Niveau. Riera hat es bisher nicht geschafft ein Team zu bilden. Man bekommt Woche für Woche den Eindruck, dass jeder für sich selbst spielt.
Deshalb glaube ich auch, dass am Ende Freiburg vor uns stehen wird, weil das ein gutes Team ist, trotz insgesamt schwächerer Einzelspieler.
Zitat von thwasu
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
Zitat von Ridikulus
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
Ich mag ihn nicht verteidigen aber unrecht hat er nicht. Leipzig hat gestern gezeigt, dass uns die Spitze enteilt ist. Gladbach und den HSV sehe ich unterhalb von uns aber Köln hat aktuell kein schlechteres Niveau. Riera hat es bisher nicht geschafft ein Team zu bilden. Man bekommt Woche für Woche den Eindruck, dass jeder für sich selbst spielt.
Deshalb glaube ich auch, dass am Ende Freiburg vor uns stehen wird, weil das ein gutes Team ist, trotz insgesamt schwächerer Einzelspieler.
Weil Köln gegen uns Unentschieden gespielt hat oder was? Wie kommt man auf so einen Blödsinn?
19.04.2026 - 11:14 Uhr
Zitat von Concor_aquila
Ich mag ihn nicht verteidigen aber unrecht hat er nicht. Leipzig hat gestern gezeigt, dass uns die Spitze enteilt ist. Gladbach und den HSV sehe ich unterhalb von uns aber Köln hat aktuell kein schlechteres Niveau. Riera hat es bisher nicht geschafft ein Team zu bilden. Man bekommt Woche für Woche den Eindruck, dass jeder für sich selbst spielt.
Deshalb glaube ich auch, dass am Ende Freiburg vor uns stehen wird, weil das ein gutes Team ist, trotz insgesamt schwächerer Einzelspieler.
Zitat von thwasu
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
Zitat von Ridikulus
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Das Spiel ist leider der nächste eindrückliche Beweis dafür, dass uns die Spitze sowas von enteilt ist und wir uns im Grunde auf dem Niveau vom HSV, Köln und Gladbach befinden. Und all das innerhalb eines Jahres.
Tabelle und Punktstände lesen klappt also auch nicht.
Ich mag ihn nicht verteidigen aber unrecht hat er nicht. Leipzig hat gestern gezeigt, dass uns die Spitze enteilt ist. Gladbach und den HSV sehe ich unterhalb von uns aber Köln hat aktuell kein schlechteres Niveau. Riera hat es bisher nicht geschafft ein Team zu bilden. Man bekommt Woche für Woche den Eindruck, dass jeder für sich selbst spielt.
Deshalb glaube ich auch, dass am Ende Freiburg vor uns stehen wird, weil das ein gutes Team ist, trotz insgesamt schwächerer Einzelspieler.
Die Spitze enteilt, das stimmt zunächst mal für diese Saison, kann nächste aber schon wieder ganz anders aussehen (siehe Stuttgart oder Leipzig letzte und diese Saison), von daher kann ich nachvollziehen was ihr damit meint, finde den Begriff dafür aber (noch) etwas zu groß.
Über Riera brauchen wir nicht zu sprechen, den sehe ich auch mit großer Skepsis, auch wenn ich wie immer gegen zu frühe Urteile bin und man ihn frühestens nach einer kompletten Vorbereitung wirklich beurteilen kann (die Frage ist eher ob man das nach den ersten Eindrücken will).
Und ich stimme dir auch zu, dass Freiburg vermutlich am Ende vor uns stehen wird.
Aber neben der Aussage mit der Spitze war seine (nicht deine) Hauptaussage, dass wir ein Niveau mit diessen drei Vereinen haben, die nun mal punktetechnisch in etwa genauso weit entfernt sind wie Platz 5 (von dem wir ja auch eher weit entfernt sind) und die alle 3 noch in ernsthafte Abstiegsgefahr kommen können.
Von daher halte ich meinen Satz nach wie vor für vollkommen richtig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von thwasu am 19.04.2026 um 11:16 Uhr bearbeitet
19.04.2026 - 11:36 Uhr
Ich habe das Gefühl man hat zu lange den Trainer als Pro lem auserkoren und zu wenig auf die Probleme im Kader, der Zusammenstellung und der Teamchemie geschaut.
Meine unpopular opinion: Mit Toppmöller stünde man nicht schlechter da, wie man jetzt dasteht, hätte man die Krise anders moderiert. Man hätte sich dann immer noch einvernehmlich zum Saisonende trennen können und hätte nicht jetzt schon nen teils beschädigten neuen Trainer.
Egal ob Toppmöller, Riera oder das Interimsgespann. Alle bekommen keine Balance zwischen Offensive und Defensive hin, alle müssen Spieler positionsfremd einsetzen und alle hatten unter unfassbaren individuellen Fehlern zu leiden.
Meine unpopular opinion: Mit Toppmöller stünde man nicht schlechter da, wie man jetzt dasteht, hätte man die Krise anders moderiert. Man hätte sich dann immer noch einvernehmlich zum Saisonende trennen können und hätte nicht jetzt schon nen teils beschädigten neuen Trainer.
Egal ob Toppmöller, Riera oder das Interimsgespann. Alle bekommen keine Balance zwischen Offensive und Defensive hin, alle müssen Spieler positionsfremd einsetzen und alle hatten unter unfassbaren individuellen Fehlern zu leiden.
19.04.2026 - 13:45 Uhr
Da es ja um die Perspektive insgesamt der Eintracht geht, ist es wenig zielführend, sich da immer wieder an gewissen Positionen "abzuarbeiten" in meinen Augen.
Wenn man die gesamte Situation insgesamt weiterhin bewertet, dann ist unsere Perspektive weiterhin eine richtig Gute.
Man muss sich nur die grade veröffentliche Doku in der ARD ansehen (wegen Investoren im Fussball, usw.), was da auch ein mittlerweile als Unbeteiligter draufsehender Oli Bierhoff über uns sagt.
Da sind wir im gesamten Blickfeld der Liga bzw. im Fussball weiterhin richtig gut angesehen und jeder weiß, was die SGE insgesamt in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat (wirtschaftlich, Infrastrukturell und auch beim Kaderwert).
Klaro ist diese Saison die Erst seit einigen Jahren, wo wir nicht mehr die "überragenden Offensivstars" im Kader haben und das merkt man sehr deutlich.
Diese hatten uns (logischerweise, daher gabs ja auch so viel an Ablösen für die drei) sinngemäß in den letzten Jahren auch große Teile der jeweiligen Saisons gerettet; diese hat man aber nicht jedes Jahr.
Daher ist es eine zugegeben mühsame gesamte Saison bis auf wenige Ausnahmen gewesen - aber wir sind dennoch weiterhin in einer "schwächeren" Saison in absoluter Reichweite zu den internationalen Rängen und weit weg von Abstiegsgefahr.
Das sind daher weiterhin "Luxus-Probleme", die wir haben und bei denen man alles gerne machen kann, aber es besteht 0,0 % - Anlass für eine übertriebene negative Stimmung, die halt seit langem teiweise bei manchen vorherrscht (nicht nur hier, auch ganz allgemein).
Letztes Jahr hatte RB diese "komische" Saison und ein VFB Stuttgart hatte "dank" der CL-Teilnahme dann auch eine in Relation zum Können eher schwache Bundesliga-Saison abgeliefert.
War aber alles erklärbar bzw. kommt eben immer wieder mal vor - nun auch mal bei uns.
Daher wird man nach der Saison wieder alles gut analysieren (das machen die ja pausenlos) und dann wird wieder neu attackiert.
Dass wir schon ein Verein sind, der garantiert immer ins internationale Geschäft kommen MUSS, ist eben nicht so, das müssen sich einige immer wieder klar machen.
Es ist völlig richtig, wenn auch die SGE intern diese Ziele vor einer Saison vorgibt und dann auch öffentlich so kommuniziert - dennoch weiß ein Hellmann, ein Krösche, usw. sehr gut, dass es mitnichten in Stein gemeißelt ist, dass wir immer wieder unter die ersten 6 kommen.
Wenn die direkte Konkurrenz mal weniger bis gar nicht patzt wie eben dieses Jahr RB und auch der VFB und dazu auch eine Überraschungsmannschaft a la Hoffenheim sehr gut abliefert, dann sind wir eben nicht unter den ersten 6 OHNE dass das eine "furchtbare" Leistung oder Saison war.
Mir gefallen die Spiele auch nicht oft zuletzt, das kann auch keinem gefallen, aber dennoch muss man eben immer alles im Gesamten betrachten.
Wenn man die gesamte Situation insgesamt weiterhin bewertet, dann ist unsere Perspektive weiterhin eine richtig Gute.
Man muss sich nur die grade veröffentliche Doku in der ARD ansehen (wegen Investoren im Fussball, usw.), was da auch ein mittlerweile als Unbeteiligter draufsehender Oli Bierhoff über uns sagt.
Da sind wir im gesamten Blickfeld der Liga bzw. im Fussball weiterhin richtig gut angesehen und jeder weiß, was die SGE insgesamt in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat (wirtschaftlich, Infrastrukturell und auch beim Kaderwert).
Klaro ist diese Saison die Erst seit einigen Jahren, wo wir nicht mehr die "überragenden Offensivstars" im Kader haben und das merkt man sehr deutlich.
Diese hatten uns (logischerweise, daher gabs ja auch so viel an Ablösen für die drei) sinngemäß in den letzten Jahren auch große Teile der jeweiligen Saisons gerettet; diese hat man aber nicht jedes Jahr.
Daher ist es eine zugegeben mühsame gesamte Saison bis auf wenige Ausnahmen gewesen - aber wir sind dennoch weiterhin in einer "schwächeren" Saison in absoluter Reichweite zu den internationalen Rängen und weit weg von Abstiegsgefahr.
Das sind daher weiterhin "Luxus-Probleme", die wir haben und bei denen man alles gerne machen kann, aber es besteht 0,0 % - Anlass für eine übertriebene negative Stimmung, die halt seit langem teiweise bei manchen vorherrscht (nicht nur hier, auch ganz allgemein).
Letztes Jahr hatte RB diese "komische" Saison und ein VFB Stuttgart hatte "dank" der CL-Teilnahme dann auch eine in Relation zum Können eher schwache Bundesliga-Saison abgeliefert.
War aber alles erklärbar bzw. kommt eben immer wieder mal vor - nun auch mal bei uns.
Daher wird man nach der Saison wieder alles gut analysieren (das machen die ja pausenlos) und dann wird wieder neu attackiert.
Dass wir schon ein Verein sind, der garantiert immer ins internationale Geschäft kommen MUSS, ist eben nicht so, das müssen sich einige immer wieder klar machen.
Es ist völlig richtig, wenn auch die SGE intern diese Ziele vor einer Saison vorgibt und dann auch öffentlich so kommuniziert - dennoch weiß ein Hellmann, ein Krösche, usw. sehr gut, dass es mitnichten in Stein gemeißelt ist, dass wir immer wieder unter die ersten 6 kommen.
Wenn die direkte Konkurrenz mal weniger bis gar nicht patzt wie eben dieses Jahr RB und auch der VFB und dazu auch eine Überraschungsmannschaft a la Hoffenheim sehr gut abliefert, dann sind wir eben nicht unter den ersten 6 OHNE dass das eine "furchtbare" Leistung oder Saison war.
Mir gefallen die Spiele auch nicht oft zuletzt, das kann auch keinem gefallen, aber dennoch muss man eben immer alles im Gesamten betrachten.
20.04.2026 - 07:55 Uhr
Zitat von eagle1978
…Dass wir schon ein Verein sind, der garantiert immer ins internationale Geschäft kommen MUSS, ist eben nicht so, das müssen sich einige immer wieder klar machen...
…Dass wir schon ein Verein sind, der garantiert immer ins internationale Geschäft kommen MUSS, ist eben nicht so, das müssen sich einige immer wieder klar machen...
Ich weiß nicht, ob man das noch so sagen kann.
Durch den massiven Anstieg der Personalkosten ist die Eintracht endgültig in eine Situation geraten, in der die laufenden Kosten nicht mehr aus den herkömmlichen Einnahmen durch Spielbetrieb und Sponsoring gedeckt werden können, sondern zwingend Transferüberschüsse benötigt werden.
Die Tage hatte ein User den benötigten Transferüberschuss lt. Medienberichten auf rund 20 Millionen Euro beziffert. Manche Medien sprechen sogar von einem benötigten Transferüberschuss von 35 Millionen Euro. Wenn wir keinerlei internationale Einnahmen erzielen, steigt das Defizit weiter an. Möglicherweise sinken auch die Prämien und die Kosten gehen somit auch zurück, aber insgesamt führt das Verfehlen des internationalen Wettbewerbs sicher zu weiterem Finanzbedarf, um den Kader in seiner aktuellen Struktur bezahlen zu können.
Kurzum, wir werden uns ohne Europapokal keine solche Mannschaft mehr leisten können.
Man kann sicher darüber diskutieren, ob uns die Transferausgaben von jeweils über 20 Millionen bei Doan, Wahi und Burkardt so viel besser gemacht haben und ob wir nicht wieder ein, zwei Regale weiter unten einkaufen sollten. Aber die Strahlkraft und das Bemühen, näher an die Top4 heranzukommen, hängt nunmal von Transfers in dieser Größenordnung ab.
Das Wachstum der letzten Jahre lässt sich wahrscheinlich nur mit einer konstanten Europapokalteilnahme fortsetzen. Weil das der ausgegebene Weg sein soll, sind wir irgendwie schon darauf angewiesen, uns zumindest für die Europa League zu qualifizieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 20.04.2026 um 07:58 Uhr bearbeitet
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