| Geburtsdatum | 09.10.1973 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Maik Walpurgis [ehemaliger Trainer]
11.09.2018 - 16:38 Uhr
19.12.2018 - 12:14 Uhr
Geißler meinte, dass man UN über den Sommer angesehen hat, dass er mit dem neuen großen Trainerteam nicht zufrieden war bzw. dass das nicht seine Art ist zu arbeiten. Das hat Minge bejaht. Im Sommer hätte UN den Weg nach der langen Analyse mit KW wohl noch mitgehen wollen, als Minge nach der Sommervorbereitung wieder da war und vertrauensvolle Gespräche mit UN hatte kristallisierte sich heraus, dass UN vom eingeschlagenen Weg nicht überzeugt ist. Nach dem Rödinghausen-Spiel hat das UN wohl auch nochmal verstärkt in den Gesprächen kundgetan. Die Konsequenzen sind bekannt.
Minge ließ auch durchblicken, dass UN eher ein Vatertyp war und den Spielern sehr viel Verantwortung übertragen hat. Es klang so an, als wäre das zu vielen Spielern wohl zu Kopf gestiegen. Er meinte daraufhin, dass man wieder einen autoritäreren Trainer wollte. Dazu kam das festgefahrene Ballbesitzspiel (O-Ton Geißler, Zustimmung Minge). MW hat seine Stärken im Umschaltspiel - diesen "konträren Ansatz" wollte man bewusst wählen, um die Verkrampfung des Ballbesitzfußballs erstmal zu lösen und nun soll im Wintertrainingslager aber von MW eine "gesunde Mischung" gefunden werden. Aus diesen Gründen hat man sich für MW entschieden (natürlich unter Berücksichtung der für Dynamo verfügbaren Trainer).
Nochmal kurz zum Leitbild "wir spielen mutigen, attraktiven Fußball". Umschaltspiel kann auch sehr attraktiv sein (siehe Dortmund) und hat auch etwas mit Mut zu tun. Man muss nämlich den direkten Weg mit (Risiko)Pässen in die Spitze suchen und darf nicht lange drüber nachdenken. Dass wir aktuell definivit keinen attraktiven und mutigen Fußball spielen ist korrekt. Da wird auch kein "Hexer-Fan" widersprechen. Ich sehe nur nicht, dass Walpurgis Fußball...wenn er denn richtig umgesetzt wird so wie gegen den HSV, in Regensburg, in den 1. HZ in Magdeburg und gegen Ingolstadt grundsätzlich unattraktiv und nicht mutig ist. Wie gesagt, ich rede vom Optimum. Jetzt bitte nicht wieder mit den schlechten Spielen kommen, das ist auch mir klar, dass das absoluter Müll war. Aber zum Thema mutiger Fußball: den gab's unter UN in letzter Zeit auch nicht mehr. Da hatten wir leider auch zuhauf den Fall "oh eine Lücke könnte entstehen, aber die Lücke ist ganz schön klein, ich spiele lieber zurück".
Minge ließ auch durchblicken, dass UN eher ein Vatertyp war und den Spielern sehr viel Verantwortung übertragen hat. Es klang so an, als wäre das zu vielen Spielern wohl zu Kopf gestiegen. Er meinte daraufhin, dass man wieder einen autoritäreren Trainer wollte. Dazu kam das festgefahrene Ballbesitzspiel (O-Ton Geißler, Zustimmung Minge). MW hat seine Stärken im Umschaltspiel - diesen "konträren Ansatz" wollte man bewusst wählen, um die Verkrampfung des Ballbesitzfußballs erstmal zu lösen und nun soll im Wintertrainingslager aber von MW eine "gesunde Mischung" gefunden werden. Aus diesen Gründen hat man sich für MW entschieden (natürlich unter Berücksichtung der für Dynamo verfügbaren Trainer).
Nochmal kurz zum Leitbild "wir spielen mutigen, attraktiven Fußball". Umschaltspiel kann auch sehr attraktiv sein (siehe Dortmund) und hat auch etwas mit Mut zu tun. Man muss nämlich den direkten Weg mit (Risiko)Pässen in die Spitze suchen und darf nicht lange drüber nachdenken. Dass wir aktuell definivit keinen attraktiven und mutigen Fußball spielen ist korrekt. Da wird auch kein "Hexer-Fan" widersprechen. Ich sehe nur nicht, dass Walpurgis Fußball...wenn er denn richtig umgesetzt wird so wie gegen den HSV, in Regensburg, in den 1. HZ in Magdeburg und gegen Ingolstadt grundsätzlich unattraktiv und nicht mutig ist. Wie gesagt, ich rede vom Optimum. Jetzt bitte nicht wieder mit den schlechten Spielen kommen, das ist auch mir klar, dass das absoluter Müll war. Aber zum Thema mutiger Fußball: den gab's unter UN in letzter Zeit auch nicht mehr. Da hatten wir leider auch zuhauf den Fall "oh eine Lücke könnte entstehen, aber die Lücke ist ganz schön klein, ich spiele lieber zurück".
19.12.2018 - 12:43 Uhr
Danke Chris, dass ist nun mal eine vollständige und gut dargelegte Begründung über die Entscheidungsfindung, die ich nun deutlich besser nachvollziehen kann.
Eine Umstellung auf einen autoritäreren Stil hätte ich auch sofort befürwortet.
Dass sich UN ungern reinreden läßt, dies aber durch die Umstrukturierung auf Teamwork im Trainerstab erforderlich ist, ist auch ein verständlicher Trennungsgrund, mit der für mich neuen Info auch der Zeitpunkt.
Ob nun die totale Umstellung die Verkrampfung löst oder vergrößert... Kann man vorher nicht wissen sondern nur ausprobieren.
Jetzt muss nur noch der Plan aufgehen... oder schlimmstenfalls der nächste Plan geschmiedet.
Hauptsache es geht aufwärts.
Eine Umstellung auf einen autoritäreren Stil hätte ich auch sofort befürwortet.
Dass sich UN ungern reinreden läßt, dies aber durch die Umstrukturierung auf Teamwork im Trainerstab erforderlich ist, ist auch ein verständlicher Trennungsgrund, mit der für mich neuen Info auch der Zeitpunkt.
Ob nun die totale Umstellung die Verkrampfung löst oder vergrößert... Kann man vorher nicht wissen sondern nur ausprobieren.
Jetzt muss nur noch der Plan aufgehen... oder schlimmstenfalls der nächste Plan geschmiedet.
Hauptsache es geht aufwärts.
19.12.2018 - 13:22 Uhr
Zitat von Dynamo59
Hatte bei dir vom "desolaten Trainer" der "überhaupt nicht zu Dynamo passt" gelesen. Darauf meine Bemerkung. Beim Rest sind wir praktisch einer Meinung.
Mich ärgert viel mehr die Reaktion der "Hexerfans". Darunter verstehe ich diese User, die unbedingt
der in Liga 2 vorherrschenden"Antifussball" als wahrscheinlich erfolgsversprechender bevorzugen und daher dem Verfechter diesen Stils, MW, alles verzeihen wollen und die häufige Kackeleistung mit übermächtige Gegner, Pech und sonstwas relativieren wollen. Und dabei immer wieder die schwächsten Leistungen unter UN als Vergleich heranziehen, als hätte es unter ihm nie gute gegeben. Es geht manchmal soweit, dass für die schlechten Leistungen unter MW mittelbar doch UN schuld ist, weil er den miesen Kader mit ausgewählt hat.
Zitat von DD_82
Ist ja im Grunde genommen das, was ich in meinem vorhergehenden Post geschrieben habe...
Zitat von Dynamo59
@DD_82 Ich halte MW auch für den Falschen und sehe die Entwicklung negativ. Auch ich hatte ihn nicht als Teil von Dynamo betrachtet sondern als ein Fremdkörper, da ich lieber Kreisel sehe als Betonmix.
Habe aber eingesehen, dass er ein Teil von Dynamo ist und daher respektvoll behandelt werden muss.
Man muss die bucklige Verwandschaft nicht immer mögen, aber man muss akzeptieren, dass sie da ist. Uns alle verbindet die Liebe zu Dynamo-Siege, auch MW, egal was er alles falsch macht
@DD_82 Ich halte MW auch für den Falschen und sehe die Entwicklung negativ. Auch ich hatte ihn nicht als Teil von Dynamo betrachtet sondern als ein Fremdkörper, da ich lieber Kreisel sehe als Betonmix.
Habe aber eingesehen, dass er ein Teil von Dynamo ist und daher respektvoll behandelt werden muss.
Man muss die bucklige Verwandschaft nicht immer mögen, aber man muss akzeptieren, dass sie da ist. Uns alle verbindet die Liebe zu Dynamo-Siege, auch MW, egal was er alles falsch macht
Ist ja im Grunde genommen das, was ich in meinem vorhergehenden Post geschrieben habe...
Hatte bei dir vom "desolaten Trainer" der "überhaupt nicht zu Dynamo passt" gelesen. Darauf meine Bemerkung. Beim Rest sind wir praktisch einer Meinung.
Mich ärgert viel mehr die Reaktion der "Hexerfans". Darunter verstehe ich diese User, die unbedingt
der in Liga 2 vorherrschenden"Antifussball" als wahrscheinlich erfolgsversprechender bevorzugen und daher dem Verfechter diesen Stils, MW, alles verzeihen wollen und die häufige Kackeleistung mit übermächtige Gegner, Pech und sonstwas relativieren wollen. Und dabei immer wieder die schwächsten Leistungen unter UN als Vergleich heranziehen, als hätte es unter ihm nie gute gegeben. Es geht manchmal soweit, dass für die schlechten Leistungen unter MW mittelbar doch UN schuld ist, weil er den miesen Kader mit ausgewählt hat.
Ich weiß gar nicht, ob es hier "Hexer"-Fans gibt. Ich denke, jede und jeder, die/der unsere SGD und den Fußball liebt, wird Spielen wie dem 5:0 gegen den VfB nachtrauern und insgesamt UNs Fußball in den ersten beiden Jahren. Nicht nur, aber auch weil er die Erinnerung an vergangene große Zeiten wachrief. Und weil er dem Pressing/Umschaltansatz spielkulturell allemal vorzuziehen ist.
Leider braucht man die Spieler dafür und muss sich vergegenwärtigen, dass der hier gern als Betonfußball verunglimpfte Ansatz in der Regel erfolgreicher ist, wenn beim Ballbesitzfußball nicht alles passt. Das hat es unter UN im dritten Jahr nicht mehr. Warum ist im gestrigen Talk wieder etwas offensichtlicher geworden. Die sportliche Leitung hat aus dem Umstand, dass man in Liga 2 für dominanten erfolgreichen Ballbesitzfußball den Etat von Köln oder dem HSV haben muss, um damit die dafür notwendige spielerische Qualität in den Kader zu holen, den Schluss gezogen, dass die Mannschaft - aus Sicht der Ballbesitzfans - einen Schritt zurück gehen und das Umfeld den modernen Trends entsprechend entwickelt werden muss, um eine neuerliche Zitterpartie zu verhindern.
UN hat diesen Weg zunächst mitgetragen, mit wie viel innerer Überzeugung kann nur er selbst sagen. Später war diese Überzeugung offenbar nicht mehr vorhanden. Ob der danach vollzogene "konträre Ansatz" wirklich zur Demotivation der Spieler beiträgt, da habe ich so meine Zweifel. Nicht nur weil Pipo schon letzte Saison unter UN nicht gerade ein Laufwunder war. Zwar hat er im MW-System weniger Ballaktionen und damit Möglichkeiten, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Aber andererseits ist seine Bedeutung als Flügelspieler deutlich gewachsen, hängt die Mannschaft viel mehr von seiner Bereitschaft ab, diese Aufgabe zu erfüllen.
Ich will es auch mal am Beispiel von Dulle erklären. Die bosnische Nationalmannschaft spielt zwar im 4:3:3, aber nicht wirklich Ballbesitzfußball. Sie hat aber mit Pjanic als 10er und Dzeko als MS zwei überragende Spieler, so dass Dulle dort als echter LA und Gegenpressingakteur gebraucht wird. Die beiden genannten sind eben in der Lage, Dulle-Pässe zu verarbeiten, auch wenn sie nicht so punktgenau sind. Und sie haben den Blick, in welchen Raum sie laufen müssen, damit Dulle auch nach dem dritten Haken noch eine Anspielstation hat. Bei uns sucht man diese Qualität logischerweise vergebens. Dulle wäre eigentlich gerade wegen seiner Dribblingfähigkeiten prädestiniert, als schwimmender Zehner für Koné oder sein Pendant Lücken zu reißen, aber warum auch immer scheint er diese Rolle für sich nicht annehmen zu wollen. Also eigentlich hätte er auf dieser Position einen größeren Aktionsradius und ein größeres Gewicht, doch er lässt zweien den Vortritt, die ihm fußballerisch normalerweise nicht das Wasser reichen können.
Insofern liegt es nicht am "konträren Ansatz", sondern eher an individueller Sicht und Motivation. Allerdings hat das 1:8 im Unterbewusstsein sicher Zweifel hinterlassen, ob der Ansatz überhaupt tragfähig ist. So erkläre zumindest ich mir die mentale Schwäche der Mannschaft in den letzten Spielen. Die Verletzung von Korsettstangen tut ein Übriges dazu. Und MW hat es bisher nicht verstanden, diese Zweifel auszuräumen. Sicher ist es vor dem Hintergrund der Ausfälle schwierig, den Gegner mal mit etwas Unausrechenbarem zu überraschen. Aber in der Richtung fehlt mir was bei seinen Matchplänen, das der Mannschaft den Glauben an sich zurückbringt.
19.12.2018 - 14:01 Uhr
Zitat von linksverteidiger60
Ich weiß gar nicht, ob es hier "Hexer"-Fans gibt. Ich denke, jede und jeder, die/der unsere SGD und den Fußball liebt, wird Spielen wie dem 5:0 gegen den VfB nachtrauern und insgesamt UNs Fußball in den ersten beiden Jahren. Nicht nur, aber auch weil er die Erinnerung an vergangene große Zeiten wachrief. Und weil er dem Pressing/Umschaltansatz spielkulturell allemal vorzuziehen ist.
Ich weiß gar nicht, ob es hier "Hexer"-Fans gibt. Ich denke, jede und jeder, die/der unsere SGD und den Fußball liebt, wird Spielen wie dem 5:0 gegen den VfB nachtrauern und insgesamt UNs Fußball in den ersten beiden Jahren. Nicht nur, aber auch weil er die Erinnerung an vergangene große Zeiten wachrief. Und weil er dem Pressing/Umschaltansatz spielkulturell allemal vorzuziehen ist.
Ballbesitzfussball schließt die Kultur des Pressings und Umschaltens nicht aus. Im Gegenteil. Es gehört für erfolgreichen Fußball alles zusammen.
Zitat von linksverteidiger60
Dulle wäre eigentlich gerade wegen seiner Dribblingfähigkeiten prädestiniert, als schwimmender Zehner für Koné oder sein Pendant Lücken zu reißen, aber warum auch immer scheint er diese Rolle für sich nicht annehmen zu wollen. Also eigentlich hätte er auf dieser Position einen größeren Aktionsradius und ein größeres Gewicht, doch er lässt zweien den Vortritt, die ihm fußballerisch normalerweise nicht das Wasser reichen können.
Dulle wäre eigentlich gerade wegen seiner Dribblingfähigkeiten prädestiniert, als schwimmender Zehner für Koné oder sein Pendant Lücken zu reißen, aber warum auch immer scheint er diese Rolle für sich nicht annehmen zu wollen. Also eigentlich hätte er auf dieser Position einen größeren Aktionsradius und ein größeres Gewicht, doch er lässt zweien den Vortritt, die ihm fußballerisch normalerweise nicht das Wasser reichen können.
Welche Informationen geben dir die Veranlassung zu schreiben,dass Haris die Rolle des schwimmenden Zehners nicht annehmen will?
Zitat von linksverteidiger60
Insofern liegt es nicht am "konträren Ansatz", sondern eher an individueller Sicht und Motivation.
Insofern liegt es nicht am "konträren Ansatz", sondern eher an individueller Sicht und Motivation.
Motivation und konträrer Ansatz hängen meines Erachtens kausal zusammen. Woraus ergibt sich deiner Meinung nach Motivation?
Zu 98 Prozent treffen Menschen Entscheidungen unbewusst. Das heißt, wir treffen Entscheidungen aus Gefühlen und Emotionen heraus. Am Beispiel Heise heisst das: er hat wsh bereits nach dem Abgang von Kutscke unter Neuhaus gespürt, dass ihm im Zentrum jemand fehlt,der seine Eingaben verwerten kann und dass kein adäquater Ersatz geholt worden ist. Nicht nur, dass im Sturm qualitativ eine Abwertung stattgefunden hat. Zudem wurde Heise um seinen wichtigsten Beitrag für die Mannschsft gebracht: gefährliche Flanken zwischen Fünfer und Sechzehner zu schlagen, die verwertet werden. Aus der Sicht von Heise: warum soll ich hier jedes mal die Linie rauf und runter rennen, wenn meine Flanken sowieso keiner verwertet. Er wird sich das nicht bewusst einreden. Aber unterbewusst spürt er, dass sein Beitrag nicht mehr viel wert ist. Euphorie, Glaube und Zutrauen weichen Resignation. Aus meiner Sicht verständlich. Dazu kommt jetzt noch die konträre Umstellung des Spielstils, in der er noch weniger eingebunden wird und seine wenigen Aktionen zudem trotzdem keinerlei Abnehmer finden. Aus meiner Sicht fühlt er sich zunehmend fehl am Platz. Ein schleichender emotionaler Prozess. Verursacht durch Entwicklungen, die sich nachteilig auf seine Qualitäten und Beitragsmöglichkeiten ausgewirkt haben.
Edith: dies könnte man auch für andere Spieler wie Duljevic, Ebert, Atik oder auch Kone herleiten, deren Frustration über den Ist-Zustand in ihre frustrierten Gesichter gemeißelt steht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von COtheBrain am 19.12.2018 um 14:14 Uhr bearbeitet
19.12.2018 - 14:14 Uhr
Zitat von COtheBrain
Zudem wurde Heise um seinen wichtigsten Beitrag für die Mannschsft gebracht: gefährliche Flanken zwischen Fünfer und Sechzehner zu schlagen, die verwertet werden. Aus der Sicht von Heise: warum soll ich hier jedes mal die Linie rauf und runter rennen, wenn meine Flanken sowieso keiner verwertet. Er wird sich das nicht bewusst einreden. Aber unterbewusst spürt er, dass sein Beitrag nicht mehr viel wert ist. Euphorie, Glaube und Zutrauen weichen Resignation. Aus meiner Sicht verständlich. Dazu kommt jetzt noch die konträre Umstellung des Spielstils, in der er noch weniger eingebunden wird und seine wenigen Aktionen zudem trotzdem keinerlei Abnehmer finden. Aus meiner Sicht fühlt er sich zunehmend fehl am Platz. Ein schleichender emotionaler Prozess. Verursacht durch Entwicklungen, die sich nachteilig auf seine Qualitäten und Beitragsmöglichkeiten ausgewirkt haben.
Zudem wurde Heise um seinen wichtigsten Beitrag für die Mannschsft gebracht: gefährliche Flanken zwischen Fünfer und Sechzehner zu schlagen, die verwertet werden. Aus der Sicht von Heise: warum soll ich hier jedes mal die Linie rauf und runter rennen, wenn meine Flanken sowieso keiner verwertet. Er wird sich das nicht bewusst einreden. Aber unterbewusst spürt er, dass sein Beitrag nicht mehr viel wert ist. Euphorie, Glaube und Zutrauen weichen Resignation. Aus meiner Sicht verständlich. Dazu kommt jetzt noch die konträre Umstellung des Spielstils, in der er noch weniger eingebunden wird und seine wenigen Aktionen zudem trotzdem keinerlei Abnehmer finden. Aus meiner Sicht fühlt er sich zunehmend fehl am Platz. Ein schleichender emotionaler Prozess. Verursacht durch Entwicklungen, die sich nachteilig auf seine Qualitäten und Beitragsmöglichkeiten ausgewirkt haben.
Heise ist aber nun mal LV. Die Flanken kann und soll er bringen, allerdings hatte er offenkundig keine Lust auf den zweiten Teil seiner Arbeit, den er eindrucksvoll mit dem Satz "Wenn da Lücken entstehen gibt es ja noch andere Spieler die sie stopfen könnten" untermauert hat.
Das ist für mich ein absolutes Unding und wir haben gesehen was passiert, wenn beide AV vorne umherirren: Statt im Rückwärtsgang fünf Spieler zu haben, welche die Räume dicht machen, waren es nur noch drei. Einstudiert wurde aber was ganz anderes.
Daher ist die Freistellung auch absolut überfällig gewesen.
19.12.2018 - 14:40 Uhr
Zitat von COtheBrain
Ballbesitzfussball schließt die Kultur des Pressings und Umschaltens nicht aus. Im Gegenteil. Es gehört für erfolgreichen Fußball alles zusammen.
Welche Informationen geben dir die Veranlassung zu schreiben,dass Haris die Rolle des schwimmenden Zehners nicht annehmen will?
Motivation und konträrer Ansatz hängen meines Erachtens kausal zusammen. Woraus ergibt sich deiner Meinung nach Motivation?
Zu 98 Prozent treffen Menschen Entscheidungen unbewusst. Das heißt, wir treffen Entscheidungen aus Gefühlen und Emotionen heraus. Am Beispiel Heise heisst das: er hat wsh bereits nach dem Abgang von Kutscke unter Neuhaus gespürt, dass ihm im Zentrum jemand fehlt,der seine Eingaben verwerten kann und dass kein adäquater Ersatz geholt worden ist. Nicht nur, dass im Sturm qualitativ eine Abwertung stattgefunden hat. Zudem wurde Heise um seinen wichtigsten Beitrag für die Mannschsft gebracht: gefährliche Flanken zwischen Fünfer und Sechzehner zu schlagen, die verwertet werden. Aus der Sicht von Heise: warum soll ich hier jedes mal die Linie rauf und runter rennen, wenn meine Flanken sowieso keiner verwertet. Er wird sich das nicht bewusst einreden. Aber unterbewusst spürt er, dass sein Beitrag nicht mehr viel wert ist. Euphorie, Glaube und Zutrauen weichen Resignation. Aus meiner Sicht verständlich. Dazu kommt jetzt noch die konträre Umstellung des Spielstils, in der er noch weniger eingebunden wird und seine wenigen Aktionen zudem trotzdem keinerlei Abnehmer finden. Aus meiner Sicht fühlt er sich zunehmend fehl am Platz. Ein schleichender emotionaler Prozess. Verursacht durch Entwicklungen, die sich nachteilig auf seine Qualitäten und Beitragsmöglichkeiten ausgewirkt haben.
Edith: dies könnte man auch für andere Spieler wie Duljevic, Ebert, Atik oder auch Kone herleiten, deren Frustration über den Ist-Zustand in ihre frustrierten Gesichter gemeißelt steht.
Zitat von linksverteidiger60
Ich weiß gar nicht, ob es hier "Hexer"-Fans gibt. Ich denke, jede und jeder, die/der unsere SGD und den Fußball liebt, wird Spielen wie dem 5:0 gegen den VfB nachtrauern und insgesamt UNs Fußball in den ersten beiden Jahren. Nicht nur, aber auch weil er die Erinnerung an vergangene große Zeiten wachrief. Und weil er dem Pressing/Umschaltansatz spielkulturell allemal vorzuziehen ist.
Ich weiß gar nicht, ob es hier "Hexer"-Fans gibt. Ich denke, jede und jeder, die/der unsere SGD und den Fußball liebt, wird Spielen wie dem 5:0 gegen den VfB nachtrauern und insgesamt UNs Fußball in den ersten beiden Jahren. Nicht nur, aber auch weil er die Erinnerung an vergangene große Zeiten wachrief. Und weil er dem Pressing/Umschaltansatz spielkulturell allemal vorzuziehen ist.
Ballbesitzfussball schließt die Kultur des Pressings und Umschaltens nicht aus. Im Gegenteil. Es gehört für erfolgreichen Fußball alles zusammen.
Zitat von linksverteidiger60
Dulle wäre eigentlich gerade wegen seiner Dribblingfähigkeiten prädestiniert, als schwimmender Zehner für Koné oder sein Pendant Lücken zu reißen, aber warum auch immer scheint er diese Rolle für sich nicht annehmen zu wollen. Also eigentlich hätte er auf dieser Position einen größeren Aktionsradius und ein größeres Gewicht, doch er lässt zweien den Vortritt, die ihm fußballerisch normalerweise nicht das Wasser reichen können.
Dulle wäre eigentlich gerade wegen seiner Dribblingfähigkeiten prädestiniert, als schwimmender Zehner für Koné oder sein Pendant Lücken zu reißen, aber warum auch immer scheint er diese Rolle für sich nicht annehmen zu wollen. Also eigentlich hätte er auf dieser Position einen größeren Aktionsradius und ein größeres Gewicht, doch er lässt zweien den Vortritt, die ihm fußballerisch normalerweise nicht das Wasser reichen können.
Welche Informationen geben dir die Veranlassung zu schreiben,dass Haris die Rolle des schwimmenden Zehners nicht annehmen will?
Zitat von linksverteidiger60
Insofern liegt es nicht am "konträren Ansatz", sondern eher an individueller Sicht und Motivation.
Insofern liegt es nicht am "konträren Ansatz", sondern eher an individueller Sicht und Motivation.
Motivation und konträrer Ansatz hängen meines Erachtens kausal zusammen. Woraus ergibt sich deiner Meinung nach Motivation?
Zu 98 Prozent treffen Menschen Entscheidungen unbewusst. Das heißt, wir treffen Entscheidungen aus Gefühlen und Emotionen heraus. Am Beispiel Heise heisst das: er hat wsh bereits nach dem Abgang von Kutscke unter Neuhaus gespürt, dass ihm im Zentrum jemand fehlt,der seine Eingaben verwerten kann und dass kein adäquater Ersatz geholt worden ist. Nicht nur, dass im Sturm qualitativ eine Abwertung stattgefunden hat. Zudem wurde Heise um seinen wichtigsten Beitrag für die Mannschsft gebracht: gefährliche Flanken zwischen Fünfer und Sechzehner zu schlagen, die verwertet werden. Aus der Sicht von Heise: warum soll ich hier jedes mal die Linie rauf und runter rennen, wenn meine Flanken sowieso keiner verwertet. Er wird sich das nicht bewusst einreden. Aber unterbewusst spürt er, dass sein Beitrag nicht mehr viel wert ist. Euphorie, Glaube und Zutrauen weichen Resignation. Aus meiner Sicht verständlich. Dazu kommt jetzt noch die konträre Umstellung des Spielstils, in der er noch weniger eingebunden wird und seine wenigen Aktionen zudem trotzdem keinerlei Abnehmer finden. Aus meiner Sicht fühlt er sich zunehmend fehl am Platz. Ein schleichender emotionaler Prozess. Verursacht durch Entwicklungen, die sich nachteilig auf seine Qualitäten und Beitragsmöglichkeiten ausgewirkt haben.
Edith: dies könnte man auch für andere Spieler wie Duljevic, Ebert, Atik oder auch Kone herleiten, deren Frustration über den Ist-Zustand in ihre frustrierten Gesichter gemeißelt steht.
Deine Denkweise ist eher die meine als die vom LV60.
19.12.2018 - 15:34 Uhr
@COtheBrain, durchaus nachvollziehbar, wie du die sinkende Motivation beschreibst, dennoch bleibt, dass das "konträre System" der Antwortversuch darauf ist, dass man für das Ursprüngliche auf dem 2.Liga-Niveau nicht mehr die Spieler bekommen hat, mit denen es erfolgreich durchzuziehen ist. Bisher hat noch keiner hier mal beschrieben, wie eine Alternative aussehen könnte. Dass auch zum Ballbesitzfußball Pressing und Umschalten gehört, weiß ich wohl - genauso ist das 5:0 gegen den VfB zustande gekommen. Ich habe lediglich eine Umschreibung für den konträren Ansatz versucht, die ohne das Wort Beton auskommen sollte, weil mir diese Sichtweise auch wieder zu eng ist.
Insofern könnte es dann auch eine Kommunikationsfrage sein, dass möglicherweise zu wenig erklärt wurde, warum man es jetzt so versuchen will und welche Stärken von jedem einzelnen dann gefragt sind. Letztlich war die Verpflichtung von Hama ein klares Signal an Pipo, dass er sich strecken und einbringen muss.
Ich hatte geschrieben, dass Dulle die Rolle nicht anzunehmen scheint. D.h. ich weiß das natürlich nicht, sondern habe es daraus geschlossen, dass er mit seinen Fähigkeiten Atik und Aosman eigentlich in den Sack stecken müsste, wenn er nur will.
Insofern könnte es dann auch eine Kommunikationsfrage sein, dass möglicherweise zu wenig erklärt wurde, warum man es jetzt so versuchen will und welche Stärken von jedem einzelnen dann gefragt sind. Letztlich war die Verpflichtung von Hama ein klares Signal an Pipo, dass er sich strecken und einbringen muss.
Ich hatte geschrieben, dass Dulle die Rolle nicht anzunehmen scheint. D.h. ich weiß das natürlich nicht, sondern habe es daraus geschlossen, dass er mit seinen Fähigkeiten Atik und Aosman eigentlich in den Sack stecken müsste, wenn er nur will.
19.12.2018 - 18:07 Uhr
Zitat von Ch19r53is
Könnte mir auch gut vorstellen wie zumindest einer dieser Spieler heiset.
Zitat von Cookie_Monster
Es dürfte auch so ziemlich klar sein welcher Spieler das ist.
Zitat von Siggi_DD
Im DFF meinte ein User, dass sich wohl schon 1-2 Spieler mehr als negativ gegen den Trainer geäußert haben. Ob das stimmt kann natürlich niemand ratifizieren, für unmöglich halte ich es aber nicht.
Zitat von teegesel
Mal eine andere Frage:
Ist von hier ab & an einer zum Training?
Mir fallen zwei Sachen in der letzten Zeit auf.
1) anscheinend gibt´s einen Riss in der Mannschaft. Wenn man die diversen Interviews hört bekomme ich so ein Gefühl.
Ist da was erkennbar?
Mal eine andere Frage:
Ist von hier ab & an einer zum Training?
Mir fallen zwei Sachen in der letzten Zeit auf.
1) anscheinend gibt´s einen Riss in der Mannschaft. Wenn man die diversen Interviews hört bekomme ich so ein Gefühl.
Ist da was erkennbar?
Im DFF meinte ein User, dass sich wohl schon 1-2 Spieler mehr als negativ gegen den Trainer geäußert haben. Ob das stimmt kann natürlich niemand ratifizieren, für unmöglich halte ich es aber nicht.
Es dürfte auch so ziemlich klar sein welcher Spieler das ist.
Könnte mir auch gut vorstellen wie zumindest einer dieser Spieler heiset.
... jetzt wissens wohl alle.
Finde ich richtig, evtl wechselt er ja zur Winterpause. Da können wir noch nen "Pfeng" machen.
20.12.2018 - 20:17 Uhr
Jo schlimm immer, diese vielen Buchstaben. Kriegt man richtig Kopfschmerzen und schlechte Laune von.
23.12.2018 - 15:42 Uhr
Zitat von DD_82
Ich bin mir sicher das wir auch gegen Duisburg verlieren weil er die Truppe einfach überhaupt nicht im Griff hat und ständig dubiose Entscheidungen trifft. Sei es Taktik oder Aufstellung....
Ich bin mir sicher das wir auch gegen Duisburg verlieren weil er die Truppe einfach überhaupt nicht im Griff hat und ständig dubiose Entscheidungen trifft. Sei es Taktik oder Aufstellung....
Zum Glück für uns, dass die ganz, ganz sicheren Meinungen über zukünftige Ereignisse manchmal doch nicht so eintreten
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