Ligatalk - Alles rund um die Regionalliga Nordost
29.05.2012 - 16:57 Uhr
15.01.2026 - 19:15 Uhr
Quelle: www.mdr.de
An diesem Donnerstag geht es in der DFB-Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform ans Eingemachte. In der Sitzung in Frankfurt am Main wird über den Streitpunkt der vergangenen Jahre diskutiert: den Zuschnitt von vier Staffeln.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Karl-Bodo-Ef am 15.01.2026 um 19:16 Uhr bearbeitet
25.01.2026 - 12:05 Uhr
Soweit es die Witterungsverhältnisse vor Ort zulassen stehen am kommenden Freitag die ersten vier Partien nach der Winterpause auf dem Programm. Ich hab' im Forum des 1. FC Magdeburg eine statistische Zwischenbilanz zur bisherigen Spielzeit in der RL Nordost gezogen. Evtl. hat ja der ein oder andere von euch Lust einen Blick darauf zu werfen. Es handelt sich um den Beitrag #109:
https://www.transfermarkt.de/statistiken-rund-um-den-club/thread/forum/564/thread_id/500/page/11
Der Staffelsieger muss nach dem Ende der laufenden Saison leider noch in zwei Relegationsspielen gegen den Vertreter der RL Bayern antreten. Kurioserweise haben die beiden Spitzenreiter nach 19 absolvierten Partien eine fast identische Bilanz vorzuweisen:
1. FC Lokomotive Leipzig
46 Punkte, 19 Spiele (15-1-3), 41:14 Tore (+27)
1. FC Nürnberg II
46 Punkte, 19 Spiele (15-1-3), 40:21 Tore (+19)
Es ist allerdings noch nicht sicher, ob der 1. FC Nürnberg die Lizenz für die 3. Liga beantragen wird: "Eine weitreichende Entscheidung": Peilt die Club-U-23 als Herbstmeister die 3. Liga an?
Auf den Rängen 2 und 3 folgen Unterhaching und Würzburg mit jeweils 39 Zählern. Der Viertplatzierte FV Illerissten (37) wird aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen (Stadion, fehlendes Zuschauerinteresse) m. E. auf keinen Fall eine Lizenz beantragen. Das hat der FVI in der Vergangenheit, genau wie der 1. FC Nürnberg II, noch nie getan.
Auch für die RL Bayern habe ich eine entsprechende Zwischenbilanz gezogen (Beitrag: #49):
https://www.transfermarkt.de/statistiken-zur-regionalliga-bayern/thread/forum/364/thread_id/168/page/5
Hinsichtlich der Attraktivität der beiden Spielklassen (Vereine, Zuschauerzahlen) kann es aus neutraler Sicht eigentlich keine zwei Meinungen geben. Da hat die RL Nordost die Nase ganz klar vorne. Das gilt aber mittlerweile auch im Vergleich zu den anderen drei Staffeln Südwest, Nord und West.
Aus Sicht der RL Nordost kann man nur hoffen, dass in dieser Saison der Meister aus dieser Liga aufsteigt. Sollte der Staffelsieger erneut in der Relegation scheitern und im schlimmsten Fall noch der FC Erzgebirge Aue (aktuell Platz 17) aus der 3. Liga absteigen, dann würde dass die Lage der zahlreichen großen Traditionsvereine für die nächsten Jahre in Sachen Aufstieg noch mehr erschweren. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass die angepeilte und längst überfällige Reform der Regionaligen bereits ab der Saison 2027/28 greift und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ehrlich gesagt befürchte ich aber, dass das frühestens ab 2028/29 der Fall sein wird.
Sportliche Grüße aus dem frostigen Bayerischen Wald
ScottishLion
https://www.transfermarkt.de/statistiken-rund-um-den-club/thread/forum/564/thread_id/500/page/11
Der Staffelsieger muss nach dem Ende der laufenden Saison leider noch in zwei Relegationsspielen gegen den Vertreter der RL Bayern antreten. Kurioserweise haben die beiden Spitzenreiter nach 19 absolvierten Partien eine fast identische Bilanz vorzuweisen:
1. FC Lokomotive Leipzig
46 Punkte, 19 Spiele (15-1-3), 41:14 Tore (+27)
1. FC Nürnberg II
46 Punkte, 19 Spiele (15-1-3), 40:21 Tore (+19)
Es ist allerdings noch nicht sicher, ob der 1. FC Nürnberg die Lizenz für die 3. Liga beantragen wird: "Eine weitreichende Entscheidung": Peilt die Club-U-23 als Herbstmeister die 3. Liga an?
Auf den Rängen 2 und 3 folgen Unterhaching und Würzburg mit jeweils 39 Zählern. Der Viertplatzierte FV Illerissten (37) wird aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen (Stadion, fehlendes Zuschauerinteresse) m. E. auf keinen Fall eine Lizenz beantragen. Das hat der FVI in der Vergangenheit, genau wie der 1. FC Nürnberg II, noch nie getan.
Auch für die RL Bayern habe ich eine entsprechende Zwischenbilanz gezogen (Beitrag: #49):
https://www.transfermarkt.de/statistiken-zur-regionalliga-bayern/thread/forum/364/thread_id/168/page/5
Hinsichtlich der Attraktivität der beiden Spielklassen (Vereine, Zuschauerzahlen) kann es aus neutraler Sicht eigentlich keine zwei Meinungen geben. Da hat die RL Nordost die Nase ganz klar vorne. Das gilt aber mittlerweile auch im Vergleich zu den anderen drei Staffeln Südwest, Nord und West.
Aus Sicht der RL Nordost kann man nur hoffen, dass in dieser Saison der Meister aus dieser Liga aufsteigt. Sollte der Staffelsieger erneut in der Relegation scheitern und im schlimmsten Fall noch der FC Erzgebirge Aue (aktuell Platz 17) aus der 3. Liga absteigen, dann würde dass die Lage der zahlreichen großen Traditionsvereine für die nächsten Jahre in Sachen Aufstieg noch mehr erschweren. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass die angepeilte und längst überfällige Reform der Regionaligen bereits ab der Saison 2027/28 greift und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ehrlich gesagt befürchte ich aber, dass das frühestens ab 2028/29 der Fall sein wird.
Sportliche Grüße aus dem frostigen Bayerischen Wald
ScottishLion
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ScottishLion am 25.01.2026 um 12:10 Uhr bearbeitet
11.02.2026 - 11:40 Uhr
Puh, für das kommende Wochenende fallen schon wieder 7/9 Spielen aus, womit sich die Zahl der Nachholer erneut erhöht. Für Zehlendorf und den BFC Preußen stehen nun schon mindestens 5 englische Wochen an, aber auch die meisten anderen Teams haben 2-4 Nachholer vor sich. Die allseits ungeliebten englischen Wochen werden also in einer enormen Häufigkeit in der Rückrunde auftreten, womit keiner glücklich sein dürfte. Ob eine Chancengleichheit gegeben ist, sei zudem ebenfalls in Frage gestellt. Einerseits fahren eben nicht alle Teams Profibedingungen und stehen vor organisatorischen Herausforderungen, andererseits verschiebt sich auch die Tabellensituation immer weiter. Besonders letzteres Problem wird angesichts der Menge an Nachholern auch nicht schnell gelöst sein. Sehr schwierige Situation.
Ich wüsste allerdings auch nicht, wie man perspektivisch damit umgehen soll. Will man die Winterpause verlängern, muss man entweder eher in die Saison starten oder mehr englische Wochen unter der Saison in Kauf nehmen. Ich glaube beide Aspekte stoßen nur bedingt auf Zufriedenheit. Oder man müsste die Liga von 18 auf 16 Teams verkleinern, damit es generell weniger Spiele gibt. Wie seht ihr das Thema?
Ich wüsste allerdings auch nicht, wie man perspektivisch damit umgehen soll. Will man die Winterpause verlängern, muss man entweder eher in die Saison starten oder mehr englische Wochen unter der Saison in Kauf nehmen. Ich glaube beide Aspekte stoßen nur bedingt auf Zufriedenheit. Oder man müsste die Liga von 18 auf 16 Teams verkleinern, damit es generell weniger Spiele gibt. Wie seht ihr das Thema?
11.02.2026 - 12:31 Uhr
Ich tippe mal darauf, dass im Februar der Großteil der angesetzten Spiele ausfällt.
13.02.2026 - 09:33 Uhr
Zitat von Pasta1953
Ich wüsste allerdings auch nicht, wie man perspektivisch damit umgehen soll. Will man die Winterpause verlängern, muss man entweder eher in die Saison starten oder mehr englische Wochen unter der Saison in Kauf nehmen. Ich glaube beide Aspekte stoßen nur bedingt auf Zufriedenheit. Oder man müsste die Liga von 18 auf 16 Teams verkleinern, damit es generell weniger Spiele gibt. Wie seht ihr das Thema?
Ich wüsste allerdings auch nicht, wie man perspektivisch damit umgehen soll. Will man die Winterpause verlängern, muss man entweder eher in die Saison starten oder mehr englische Wochen unter der Saison in Kauf nehmen. Ich glaube beide Aspekte stoßen nur bedingt auf Zufriedenheit. Oder man müsste die Liga von 18 auf 16 Teams verkleinern, damit es generell weniger Spiele gibt. Wie seht ihr das Thema?
Ich denke, man könnte es schon entschärfen, indem man eine Woche früher im Sommer anfängt und diese Saison hätte man auch noch locker ein Wochenende mehr im Dezember spielen können.
Im November/Dezember fallen seltener Spiele aus, als im Januar/Februar. Zwar lassen sich - gerade bedingt durch Neuschnee - auch Spielausfälle im Dezember nicht verhindern, aber Richtung Weihnachten wird es meist eher warm. Also auf jeden Fall bis kurz vor Weihnachten durchziehen.
Mit eine Woche früher anfangen und eine Woche länger im Dezember spielen hat man schon mal zwei Wochenenden Ende Januar und im Februar gespart. Ein weiteres ließe sich durch eine (auch unbeliebt natürlich) weitere von vorne herein geplante feste englische Woche im Frühjahr (vielleicht rund um Ostern?) einsparen.
Dann ist die Liga zwar sicherlich noch immer nicht frei von vielen Nachholern, aber die krasse Masse wie jetzt würde nicht entstehen.
13.02.2026 - 16:42 Uhr
Es gibt Veränderungen im neuen Spieljahr, denen 2 Drittel der Vereine zugestimmt haben.
https://www.tag24.de/sport/fussball/regionalliga/regionalliga-nordost-ein-drittel-dagegen-nofv-beschliesst-weitere-wochen-spieltage-3469954
https://www.tag24.de/sport/fussball/regionalliga/regionalliga-nordost-ein-drittel-dagegen-nofv-beschliesst-weitere-wochen-spieltage-3469954
14.02.2026 - 18:24 Uhr
16.02.2026 - 09:10 Uhr
Zitat von Karl-Bodo-Ef
Neues zur Reform:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/regionalligareform-dfb-arbeitsgruppe-vier-staffeln-100.html
Neues zur Reform:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/regionalligareform-dfb-arbeitsgruppe-vier-staffeln-100.html
Ich bin sehr erleichtert. Die dynamische Einteilung ist aus meiner Sicht die einzige sinnvolle Lösung. Ohne mich zu sehr beweihräuchern zu wollen (deswegen auch kein direktes Zitat
), war das schon lange mein Credo. In ein paar Details hätte ich mir das zwar anders vorgestellt, aber das wichtigste ist eben: Jeden Sommer neu einteilen, klarer Fokus auf kurze Reisewege, Genöhle derjenigen Vereine aushalten, die gerne in eine andere Staffel zugeordnet worden wären.
Für die Nordost wird das eine ziemlich einschneidende Konsequenz haben, darauf muss man sich gefasst machen: Einige Vereine aus dem südlichen Verbandsgebiet (insb. Zwickau, Chemnitz, zukünftig Aue; wahrscheinlich meist auch Jena und Erfurt) werden eher mit den Vereinen aus Bayern in eine Staffel kommen. Für den nördlicheren Teil der aktuellen Staffel könnte es bis nach Flensburg hoch gehen. Das ist teils bitter, weil weniger Ostschlager zustande kommen. Zwei Gedanken aber dazu:
- So geil die Duelle in den letzten Jahren waren: Bei fehlendem Aufstieg (wie die letzten Jahre ja der Fall) und vielfältiger Wiederholung dieser Duelle würde unweigerlich eine Abnutzung eintreten
- Durch die faktische Trennung der Nordost-Staffel, die wir erleben werden, haben die Spitzenteams eine realistischere Chance, aufzusteigen. Klar, der Erstplatzierte steigt fix auf, das ist schonmal ein Fortschritt. Statt aber gegen alle großen Namen aus dem Nordosten zu konkurrieren, kommen die vermeintlich "kleineren" Namen aus dem Norden und Bayern rein, bei denen zumindest bisher nicht so heftig die 3. Liga forciert wurde. Natürlich wird in den neuen Ligen nicht jedes Jahr ein Nordost-Vertreter Meister werden, das wäre ja völlig vermessen, anzunehmen. Aber grundsätzlich gibt es für den Nordost-Bereich zuküntig statt 0,5 Aufstiegsplätzen potentielle 2. Das ist wirklich, wirklich ein Fortschritt in meinen Augen.
16.02.2026 - 11:22 Uhr
Die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs könnte steigen, genauso wie die der sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben für den Großteil der Vereine. 😎
16.02.2026 - 11:27 Uhr
Wenn die vier neuen Staffeln nach den Himmelsrichtungen benannt werden, wäre es doch Quatsch, den Osten aufzuteilen. (Wo liegt dann die zukünftige Staffel Ost, in der Mitte Deutschlands?) Natürlich würden Greifswald und Burghausen wegen der Entfernung nicht gemeinsam in diese Staffel eingeteilt werden, da müsste mindestens einer woanders hin. Das Problem sehe ich eher bei den bisherigen Staffeln West und Südwest, zu viele Vereine, die ihr bisheriges Territorium verlassen müssten, da nicht für alle Platz ist. Von Freiburg nach Burghausen wäre es auch zu weit, da könnte ich mir Burghausen im Süden und Freiburg im Westen vorstellen. Demzufolge wäre von Südbaden bis zum Rheinland der Westen und die nördlichen NRW-Vereine müssten dann in den Norden.
Auch wenn ich Frymuth für einen Betonkopf halte, in dem Fall hätte ich sogar etwas Verständnis für seine ablehnende Haltung. Sein Herrschaftsgebiet soll mit einer Linie geteilt werden. Noch eine, neben der Benrather Linie.
Auch wenn ich Frymuth für einen Betonkopf halte, in dem Fall hätte ich sogar etwas Verständnis für seine ablehnende Haltung. Sein Herrschaftsgebiet soll mit einer Linie geteilt werden. Noch eine, neben der Benrather Linie.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.






