| Geburtsdatum | 09.04.1972 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Dänemark |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Kasper Hjulmand [Ex-Trainer]
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Brausewind am 17.02.2015 um 12:21 Uhr bearbeitet Weiß man schon mehr über die Umstände der Verpflichtung, seit wann man miteinander spricht, oder ist das alles noch unbekannt?
Das ganze passiert so schnell und herrlich unaufgeregt, dass ich das Gefühl habe, da tritt einer seinen Dienst einfach schon ein Jahr früher an als geplant. :) Also genau wird man es nie Wissen. Aber wenn man den Aussagen von Heidel glauben schenken mag. Hatte er mit einem Abgang von Tuchel in 2015 gerechnet und dementsprechend schon ein paar Kandidaten im Auge. Zu diesen zählte sicher auch Kasper. Gesprochen haben diese beiden allerdings erst nach dem Hjulmand schon seinen Vertrag aufgelöst hatte(siehe Zitat), dass war vor Rund sechs also müssen Heidel und KH in dem Zeitraum der letzten Wochen das erste mal zusammengekommen sein.
Wann er sich mit Kasper Hjulmand getroffen habe? Das genaue Datum wisse er nicht mehr, sagt Heidel. „Aber es war an dem Tag, als Nordsjaelland gegen Esbjerg mit 0:1 verloren hat.“ Dann war es wohl der 14. April.
Einen ersten Eindruck vom Dänen hatte der Mainzer Manager allerdings schon vor rund anderthalb Jahren gewonnen. Im November 2012 habe er aus anderen Gründen im Nachbarland geweilt und ein Spiel zwischen Nordsjaelland gegen Randers (2:2) gesehen. Auffällig sei gewesen, dass Nordsjaelland einen ganz anderen Fußball spielte als in Dänemark üblich. „Nicht die englische Variante, sondern mit Kurzpassspiel und Pressing. Ich habe dann meinen Nachbarn darauf angesprochen, und der sagte, Nordsjaelland habe einen anderen Trainer, der sich sehr viel mit Taktik beschäftige."
Damals habe er nicht weiter darüber nachgedacht, sagt Heidel. Doch als er vor ein paar Wochen loszog, um einen neuen Trainer zu finden, erinnerte der Manager sich an das Erlebnis. Ein Anruf bei der Spielerberateragentur von Ivan Benes, dem Manager unter anderem von Bo Svensson und Niki Zimling, brachte den 05-Macher auf die richtige Spur. „Die Jungs haben mir gesagt, da gebe es in Dänemark nur einen Trainer, auf den die Beschreibung passe: Kasper Hjulmand."
Beeindruckendes Treffen
Die Agentur organisierte auch ein erstes Treffen – und Heidel war von Hjulmand „total beeindruckt. „Weil er Dinge erzählt hat, die wir in Mainz seit zehn Jahren hören.“ Taktisch, das wurde Heidel schnell klar, liegt der 42-Jährige offenbar auf einer Wellenlänge mit Tuchel. Pressing, Gegenpressing, schnelles Umschaltspiel gehören dazu, auch eine gewisse Detailversessenheit.
Es folgten mehrere gegenseitige Besuche, „er war auch mit seiner kompletten Familie hier“. Hjulmand entwickelte sich für Heidel zum Favoriten auf den Trainerposten, für den es wohl nur einen weiteren Kandidaten gab – und das war Martin Schmidt, der Trainer der 05-Amateure. „Wir wollen nicht großartig was verändern“, sagt Heidel. „Es gab für uns nur die Alternative, entweder die interne Lösung oder wir finden jemanden, der unsere Philosophie teilt und mit der Mannschaft vielleicht den nächsten Schritt gehen kann.“ Die Entscheidung für Hjulmand sei keine Entscheidung gegen die interne Lösung.
Vertrag bis 2017
Am Dienstag einigten sich Heidel und Hjulmand auf einen Vertrag bis 2017; dass in der Zwischenzeit auch Klubs aus der englischen Premier League auf den Trainer aufmerksam geworden waren, änderte an dessen Entscheidung nichts. „Als ich bei ihm zu Hause war, hat er schon Pläne zu Trainingssteuerung und solchen Dingen auf dem Tisch.“
Das Gerücht, der FSV Mainz 05 hole einen Trainer aus einem laufenden Vertrag heraus, stimme übrigens nicht, sagt Heidel. Hjulmand habe sich schon Anfang des Jahres mit seinem Präsidenten in Nordsjaelland darauf verständigt, den Kontrakt am Saisonende auslaufen zu lassen. „Das nimmt ihm dort anscheinend auch niemand übel“, sagt Heidel, „ich habe mit dem Präsidenten geredet, der hat Kasper geradezu glorifiziert.“ Um die Saison nicht noch zu gefährden, hätten Verein und Trainer diesen Entschluss allerdings erst im April verkündet.
Svenssons Verbleib noch ungeklärt
Dass der FSV Mainz 05 jetzt Bo Svensson als Assistenztrainer einstelle, damit der als Dolmetscher für seinen Landsmann fungiere, werde sicher nicht passieren. „Jedenfalls nicht als Dolmetscher“, sagt Heidel, Hjulmand spreche selbst hervorragend Deutsch. „Aber er ist Perfektionist, er will keine Fehler machen. Ich bin mir sicher, dass er bis zum Trainingsstart noch intensiv lernen wird.“
Gleichwohl sei nicht ausgeschlossen, dass der gerade aus dem Kader verabschiedete Svensson den 05ern in anderer Funktion erhalten bleibt. Darüber wollte Heidel mit dem Innenverteidiger schon vor einigen Tagen reden, musste dies jedoch aufgrund der aktuellen Entwicklung verschieben. „Wir haben jetzt eine neue Konstellation“, sagt der Manager, „und wir müssen erst einmal abwarten, was der neue Trainer eigentlich will".
Svensson kenne Hjulmand im Übrigen nicht persönlich. Er habe nur über seinen besten Kumpel vom neuen 05-Trainer gehört – „und der“, sagt Heidel, „schwärmt von Kasper.“
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Atila am 15.05.2014 um 23:49 Uhr bearbeitet Mainz 05 hat einen neuen Trainer. Der in Deutschland weitgehend unbekannte Däne Kasper Hjulmand übernimmt wie erwartet den Europa-League-Teilnehmer. Eine Einigung mit dem freiwillig aus dem Amt geschiedenen Vorgänger Tuchel steht derweil noch aus.
An diesem Donnerstag hat der 42-Jährige nun einen Drei-Jahres-Vertrag bei Mainz 05 unterschrieben, als Nachfolger des zurückgetretenen Thomas Tuchel. Angedeutet hatte sich das erstmals Mitte April, als Heidel in Kopenhagen zwei Stunden mit Hjulmand plauschte. „Das war ein Gespräch, wie ich es noch nie erlebt habe“, berichtet Heidel. „Das hat mich sehr beeindruckt, da hat es Klick gemacht.“
Heidel: „Wir haben immer nur über Sommer 2015 geredet.“
Dabei ging es zunächst noch gar nicht um ein sofortiges Engagement in Mainz. „Wir haben immer nur über 2015 geredet.“ Doch kurz darauf änderte sich die Lage in Mainz dramatisch, weil Tuchel seine interne Ankündigung vom Januar unwiderruflich bestätigte, er werde im Sommer aufhören. Heidel begann zu recherchieren, stieß bei seinen Überlegungen immer wieder auf den eloquenten Strategiefuchs Hjulmand, der Nordsjaelland 2012 zum Meistertitel und in die Champions League geführt hatte.
Allerdings glaubte Heidel da noch nicht an einen Vertragsschluss, weil Hjulmand seinen Entschluss, ein Jahr vor Vertragsablauf in Nordsjaelland auszusteigen, noch nicht publik gemacht hatte. „Da habe ich den Rechtsanwalt angerufen, der Hjulmand vertritt, und gesagt: Wir suchen schon für 2014. Dessen Antwort: Das Problem ist nicht so groß.“
Die Geschichte nahm Fahrt auf. „Je mehr ich über Mainz erfahren habe, desto sicherer war ich, dass dies der richtige Verein für mich ist“, sagte Hjulmand am Donnerstag. Dreimal besuchte Heidel ihn, zweimal kam dieser mit Familie nach Mainz. „Da hat er Blut geleckt, das hat man gemerkt“, lächelt Heidel, der vom 1,90 Meter großen, perfekt Englisch und gut Deutsch sprechenden Coach schwärmt: „Er hat mir sehr imponiert. Er ist intelligent, sozial engagiert, sympathisch. Der wird hier gut ankommen.“
Hjulmand: „Große Übereinstimmung in Werten und Philosophie.“
Vor allem aber ist Hjulmand Fußball-Experte durch und durch, der das Geschehen in ganz Europa genau verfolgt, sich viele Gedanken über Taktik und die Entwicklung von Talenten macht. Alles Faktoren, die Hjulmand bei Mainz 05 einbringen will: „Es gibt eine große Übereinstimmung bei unseren Werten, unserer Philosophie und im Wunsch, sich weiterzuentwickeln.“ Heidel gibt das Lob zurück: „Er erfüllt alle Bedingungen, die wir an einen Trainer stellen.“
Bis zum Mainzer Trainingsauftakt (voraussichtlich am 26. Juni) muss der neue Coach nun noch den Mainzer Kader modellieren und seinen Assistenten benennen. „Die Situation im Kader ist in diesem Sommer nicht so dramatisch, wir werden das in Ruhe angehen“, sagt Heidel.
„Mainz ist ein ruhiger Klub mit der größten Kontinuität in Deutschland“, sagte Hjulmand weiter. „Sie gehen dort ihren eigenen Weg, mit Anstand und Leidenschaft. Sie trauen sich, Dinge anders anzupacken. In einem vielleicht etwas konservativen Land wie Deutschland, in dem Namen viel bedeuten, würde man das nicht unbedingt erwarten.“ Sein Vorgänger Tuchel habe einen „fantastischen Job“ gemacht, „viele wollen Mainz kopieren“. Deshalb müsse er „nichts revolutionieren. Ich werde in Ruhe schauen, wie die Spieler zu meinen Ideen passen, und darauf aufbauen.“ Der ungewohnte Erwartungsdruck und die Zusatzbelastung durch die Europa League schreckt Kasper Hjulmand nicht: „Wir haben die Herausforderungen gründlich besprochen – und wir sind bereit, sie anzugehen.“
Trainingsauftakt wird wohl doch um 10 Tage verschoben. Fand den 16.06. ohnehin etwas zu früh.
Hjulmands Einschätzungen zu Mainz 05 finde ich sehr sehr gut. Für Externe ist die richtige Einschätzung manchmal etwas schwieriger, aber bei unserem Kasper merkt man, dass er sich intensiv mit dem Klub beschäftigt hat und eine sehr professionelle Einstellung hat.
Hjulmand: „Das ist noch nicht beschlossen. Wie gesagt: Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die Thomas Tuchel und sein Trainerteam geleistet haben. Ich bringe sicher keine sieben, acht Leute aus Nordsjaelland mit. Wir werden eine gute Mischung finden.“
MAINZ. - Der Trainer ist weg, es lebe der Trainer. Nach dem spektakulären Abgang von Thomas Tuchel präsentiert der FSV Mainz 05 an diesem Montag um 13 Uhr in einer Pressekonferenz den Nachfolger, Kasper Hjulmand. Um 13 Uhr wird der bisherige Coach des dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland an seinem neuen Arbeitsplatz von Manager Christian Heidel vorgestellt. Und für alle Mainz-05-Fans, die nicht vor Ort dabei sein können, übertragen wir an dieser Stelle die Pressekonferenz live.
Der Prototyp aus dem Labor
Kasper Hjulmand und Mainz 05 scheinen wie füreinander gemacht. Der Däne tritt gewiss ein schweres Erbe an, bringt aber alle Qualitäten seiner Vorgänger mit - und sogar noch ein bisschen mehr.
Etwas älterer (hier war ja bis vor wenigen Tagen noch dicht), aber dennoch lesenswerter Artikel über unseren neuen Trainer auf spox.
In zwölf Tagen gehts dann (in kleineren Kreis) auch erst richtig los. So recht weiß ich noch nicht, was uns erwarten wird, mal schaun, ob ichs zum ein oder anderen Testkick schaffe!
Er nutzte den dänischen Nationalfeiertag am Donnerstag und den Brücken-Freitag, um sich mit Ehefrau Vibeke und den Kindern Marcus (15), Mikkel (12), sowie Liva (5) Häuser und Schulen anzuschauen. Außerdem schaute er sich das Länderspiel Deutschland gegen Armenien in der Arena an.
Hier noch ein aktuerller Artikel aus unserer aller Lieblingsgazette.
Der neue Mainzer Trainer Kasper Hjulmand holt zwei Landsmänner von seinem alten Klub an den Bruchweg. An diesem Montag starten die Profis in die Saisonvorbereitung.
Mainz nun in Vikinger Hand. Gibt es in Deutschland einen Verein der Trainer für die Offensive und Defensive hat? Kenne das bisher nur aus der NFL.
Hjulmand bleibt seiner Philosophie treu
Trainer Kasper Hjulmand will auch nach dem Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals an seiner Spielidee festhalten. „Ich werde meiner Philosophie treu bleiben und weiter hart arbeiten”, sagte der Däne einen Tag nach der 4:5-Niederlage am Freitag im Elfmeterschießen bei Drittliga-Tabellenführer Chemnitzer FC.
Die Mainzer offenbarten dabei große Schwächen im Abwehrverhalten. Nach 120 Minuten hatte es 5:5 gestanden. „Es ist immer eine Balance zwischen Offensive und Defensive”, sagte Tuchel-Nachfolger Hjulmand.
Die Mainzer waren zuvor schon in der Qualifikation zur Europa League am griechischen Außenseiter Asteras Tripolis gescheitert. Zum Bundesligaauftakt gastiert der FSV nächste Woche Sonntag bei Aufsteiger SC Paderborn. „Das Wichtigste ist jetzt, dass wir in der Bundesliga punkten”, sagte Hjulmand.
Gut möglich das diese Einstellung ihn, über kurz oder lang, den Kopf kostet. Vielleicht bekommt er es auch hin. Hätte Zaki seine beiden Chancen verwertet, würden wir jetzt anders schreiben.
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