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Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27

18.05.2026 - 09:47 Uhr
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#311
06.07.2026 - 16:55 Uhr
Zitat von OneTeam
Zitat von DerForthioune

Zitat von OneTeam

Zitat von Block__8

Quelle: rp-online.de
Ende konkretisiert Arabis Pläne
Fortuna fehlen Spieler – was der Coach jetzt unbedingt noch braucht

Sportvorstand Samir Arabi hatte den Handlungsbedarf beim Drittligisten bereits skizziert. Nun legte Chefcoach Alexander Ende nach und wurde zu den Kaderplänen konkreter. Auf welchen Positionen der Klub noch handeln muss und warum Geduld jetzt Pflicht ist.
Alex Ende hat den Einkaufszettel kommuniziert und die Positionen genannt, auf denen der Kader zwingend noch erweitert werden soll. Es ist ein +-Artikel, aber die meisten interessierten & informierten Fortuna-Fans dürften sich ohnehin schon denken, welche Positionen das sind. Es deckt sich mit der Fan-Einschätzung.

Hier also der Einkaufszettel:

– TW (schon kolportiert; vermeintliche Nummer 1)
– LV (gehe hier von einem BU/Herausforderer für Risch aus)
– DM (ein Sechser mit einem klaren defensiven Profil)
– OM (dürfte dann mMn gerne ein etwas erfahrener Spieler sein, da die Position bisher sehr jung besetzt ist)

Außerdem hatte Arabi in einem anderen Artikel ja bereits davon gesprochen, dass sie ein paar interessante Ideen für die IV hätten. Inwieweit diese Ideen proaktiv angegangen werden oder lediglich als Planung für den Fall eines möglichen Egouli-Abgangs in der Schublade liegen, ist nicht weiter kolportiert. Meine Einschätzung deckt sich aber insoweit mit der der sportlichen Führung, als dass auch ich die oben aufgelisteten Positionen als die am dringlichsten einstufen würde.

Schon mal vorab: Solltet ihr den Einkaufszettel als Impuls nehmen wollen, um mit Spielervorschlägen aufzudribbeln, zieht hierfür bitte in den ohne Quelle-Thread um. In diesem Thread dreht es sich um den Kader im Allgemeinen, konkrete Transfervorschläge sind drüben besser aufgehoben.


Warum stehen auf dem Einkaufszettel eigentlich keine Flügelspieler? Wenn ich mir unseren Kader anschaue. Haben wir bisher gar keine grins

Die Diskussion wurde hier ja schon mit sehr differenzierten Meinungen geführt.

Vermutlich plant man den Kader - wie im Testspiel schon angedeutet - in dem berüchtigten Rautesystem von Ende (d.H. 4-3-1-2 oder 4-4-2 mit Raute).
In so einem System gibt es keine klassischen Flügelspieler, zumindest nicht unter Ende.

Das man sich aber lange noch intensiv um Iyoha bemüht hat und ihn dann auch offensiv einsetzen wollte, deutet daraufhin, dass man sich schon noch mit Spielern beschäftigt, die auch auf den Flügeln agieren können, was meiner Meinung nach durchaus sinnvoll wäre, um während eines Spieles, aber auch während der gesamten Saison taktisch flexibel zu bleiben.

Vermutlich ist es gerade aber nicht Prio Nr 1.
Ich bin gespannt wie man Bouchama einsetzen möchte. Er hat in seiner Karriere schon auf unterschiedlichen Positionen gespielt (ZOM, ZM, RM, RA, LA).
Ich gehe davon aus, dass er wie in Münster unter Ende die rechte Rautenposition spielen und sich dort mit Consbruch duellieren soll.

Wenn man noch einen LV und evtl (bei van der Sloot Abgang) RV verpflichtet, wird man bestimmt darauf achten, schnelle Spieler mit Offensivdrang zu bekommen. Denn in Endes System sind das die Spieler, die für die Breite sorgen.
Das wären dann vielleicht unsere „Flügelspieler“.


Ok dann werde ich in Zukunft den Diskussionsverlauf besser checken. Ich würde aber trotzdem einen schnellen Flügelspieler verpflichten, der dann hinten raus, wenn sich Lücken auftun, in diese hineinstechen kann bzw generell Lücken reißen kann.


Ich würde diesen spielertyp nicht zwingend auf "flügelspieler" festmachen, sondern diese Attribute passen auch oft auf halbstürmer-Typen. Einen schnellen dribbelstarken Spieler kann man auch auf die 10 oder eine der beiden Sturm Positionen stellen.

Daher hoffe ich darauf, dass mindestens noch so ein Spieler für die Offensive kommt.

Es ist in der aktuellen Situation aber schon verständlich wenn man erstmal den Kader auf das System des Trainers baut.
Nur muss einem bewusst sein, dass Endes System schon eher speziell ist und wenn es schiefgeht steht man mit einem Kader da, der keinen flügelspieler hat und jeder neue Trainer damit Probleme haben dürfte.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#312
06.07.2026 - 20:38 Uhr
Ich möchte hier gar keine schlechte Stimmung verbreiten oder die bisherigen Verpflichtungen als "ungenügend" einstufen...

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, mit Ende als Trainer und gewissen Transfers bauen wir hier eine Art "Preussen Münster 2.0" auf. Und wie es dem "Original" letzte Saison ergangen ist, scheint mir wenig zukunftsweisend, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Natürlich gibt es viel mehr Unterschiede, als Gemeinamkeiten, wenn man unseren aktuellen Kader mit dem von Münster letzte Saison vergleicht - mir geht es hier vielmehr um das Gefühl oder die Erwartungshaltung, die ich dem erwartbaren System und den damit verbundenen Erfolgsaussichten zugestehe.

Ja, Ende ist mit diesem System in Liga 3 erfolgreich gewesen und darauf kommt es eigentlich nur an. Aber ob er bzw. sein System und die dafür eindeutig geholten Spieler ein weiteres Mal funktioniert, da habe ich - ohne belegbare Argumente - meine Zweifel. Einfach, weil wir dadurch total berechenbar sind und wenig flexibel wirken. Wenn alles klappt, wie gewohnt, dann werde ich mich nicht beschweren. Wenn diese Mannschaft aber nicht funktioniert in Liga 3 und Ende dann in die Wüste geschickt wird, ist es für den Nachfolger nahezu unmöglich, mit dem Kader grundsätzlich etwas anderes zu gestalten. Und das macht mir Bauchschmerzen.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#313
06.07.2026 - 23:52 Uhr
Zitat von EmptyTankard

Ich möchte hier gar keine schlechte Stimmung verbreiten oder die bisherigen Verpflichtungen als "ungenügend" einstufen...

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, mit Ende als Trainer und gewissen Transfers bauen wir hier eine Art "Preussen Münster 2.0" auf. Und wie es dem "Original" letzte Saison ergangen ist, scheint mir wenig zukunftsweisend, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Natürlich gibt es viel mehr Unterschiede, als Gemeinamkeiten, wenn man unseren aktuellen Kader mit dem von Münster letzte Saison vergleicht - mir geht es hier vielmehr um das Gefühl oder die Erwartungshaltung, die ich dem erwartbaren System und den damit verbundenen Erfolgsaussichten zugestehe.

Ja, Ende ist mit diesem System in Liga 3 erfolgreich gewesen und darauf kommt es eigentlich nur an. Aber ob er bzw. sein System und die dafür eindeutig geholten Spieler ein weiteres Mal funktioniert, da habe ich - ohne belegbare Argumente - meine Zweifel. Einfach, weil wir dadurch total berechenbar sind und wenig flexibel wirken. Wenn alles klappt, wie gewohnt, dann werde ich mich nicht beschweren. Wenn diese Mannschaft aber nicht funktioniert in Liga 3 und Ende dann in die Wüste geschickt wird, ist es für den Nachfolger nahezu unmöglich, mit dem Kader grundsätzlich etwas anderes zu gestalten. Und das macht mir Bauchschmerzen.



Du hast absolut Recht, wir bauen uns ein Münster 2.0.
Ich hoffe einfach das es letztlich zum Aufstieg reicht und wir einfach mit der Art Fußball zu spielen, spielerisch dominieren können. Kampf und spielerische Lösungen in Kombination ist in Liga 3 sicherlich keine schlechte Idee.

Der Kader ist ganz klar auf AE ausgelegt und das Projekt im allgemeinen ebenfalls.
Der Nachteil ist hier sicherlich, falls es schief geht, muss der Trainer xy damit arbeiten.
Weiterer Nachteil: wir sind in der Theorie berechenbar.
Es gibt hier aber auch Vorteile:
Es ist einfacher Spieler von einem Projekt mit einer klaren Idee zu überzeugen und ihnen zu erklären welchen Part sie einnehmen.
Es spart einfach Geld, man investiert nur ins System und nicht in x Versionen.
Ein System mit Raute kann ebenfalls verschieden gespielt werden und ist sicherlich nicht auf ein 4 4 2 eng in Stein gemeißelt.

Was ich damit sagen will ist:
Ich verstehe die bedenken absolut, aber es gibt halt auch gute Gründe dafür. Was ich als positiv empfinde, es ist das erste Mal seit langem, eine klare Strategie beim Teambau.
Ich hoffe jetzt einfach das unsere erfahrene Achse gut durch die Saison kommt und wir bis zur letzten Saisonphase im Bereich top 6 sind.

Ich bin weiterhin enttäuscht aufgrund des unnötigen Abstiegs ! Ich bin aber auch sehr interessiert am Team wie noch nie und ich freu mich auf die neue Mannschaft.
Ich überlege mir das erste mal seit Jahren ein neues Trikot zu kaufen, nicht weil ich eins brauche, ich betrachte es als eine Art Spende. Fortuna braucht Geld und ich bekomme zumindest noch was dafür ( angezogen sieht das Trikot im übrigen gut aus ).

Eine Stadt wie Düsseldorf mit dieser Infrastruktur, diesen Stadion und diesen Klasse Fans ( gerne ohne Pyrotechnik) hat einfach die 1 oder zumindest 2 Liga verdient.
Das offizielle Ziel lautet zwar nicht Aufstieg, Demut darf dabei sein. Ich als Fan sage aber auch: ich wünsche mir viele coole spiele gegen Duisburg, Essen, Aachen etc. mit einem Ausgang Aufstieg ( als Fan muss träumen erlaubt sein ).

Wir sind Fortuna Düsseldorf, wir können alles ! Diese Saison bitte im positiven Sinn ! Unser Mindset als Fans sollte fair der neuen Mannschaft gegenüber sein und die Mannschaft unterstützen, wie in den letzten Heimspiele der alten Saison.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -F95- am 06.07.2026 um 23:54 Uhr bearbeitet
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#314
07.07.2026 - 07:18 Uhr
Ich bin etwas verwirrt...

Welcher Verein baut denn einen Kader entgegen den Vorstellungen des angestellten Trainers? Das was hier passiert, ist doch absolut normal. WIr haben einen Chefcoach, der ein präferiertes System hat und mit dem er die Verantwortlichen überzeugt hat, also versucht man ihm Spieler zur Verfügung zu stellen, die die Fähigkeiten besitzen den Fußball zu spielen, den der Trainer etablieren will.

Selbstverständlich lässt sich mit dem Spielerpool, den wir haben mehr spielen als ein 4-4-2 Raute oder ein 4-3-1-2. Alleine schon während eines Fußballspiels verändern sich Laufwege und die Systeme je nach Verlauf des Spiels. Wir fangen ja nicht mit Raute an und sagen "Ist mir egal, dass der Gegner auf die Flügel ausweicht. Ich bleibe im Zentrum, komme was wolle." Man wird schon dahingehen und den Gegner stellen und sich selbstverständlich auch auf Außen im Angriff anbieten, wie man auch schon gegen Monheim sah.

Der Grund warum diese Diskussion der "Ausrechenbarkeit" aufkommt, ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, dass wir den kompletten Kader der letzten Saison verbrannt haben und nun viele neue Spieler brauchen. Da ist es doch absolut logisch, dass wir Spieler für die Idee des Trainers holen und nicht sagen: "Wenn Ende gehen sollte, dann müssen wir ja schon alle anderen Systeme abdecken, damit der Nachfolger auch arbeiten kann." Meiner Meinung nach absolut unrealistisch.

Und wir sind jetzt ein Preussen Münster 2.0, weil wir Bouchama und Hendrix geholt haben und 4-4-2 spielen oder was ist da die Argumentationskette? Wir sind ja auch nicht Fortuna Düsseldorf Amateure 2.0, weil wir vier Spieler aus der Zwoten geholt haben.

Ich denke, dass es wichtig ist einem Trainer auch Säulen und Vertrautes an die Hand zu geben, wenn es sportlich und finanziell sinnhaft ist. Vor Allem wenn man aus dem Nichts ein Mannschaftsgefüge aus dem Boden stampfen muss. Ich bin sehr gespannt wie due Jungs sich schlagen werden und was sich im Kader noch bewegen wird. Zugegeben bin ich nach dem Monheim Auftritt erstmal positiv überrascht, aber eine Schwalbe macht ja keinen Sommer und ein Oberligist aus der unteren Tabellenhälfte bleibt ein Oberligist der unteren Tabellenhälfte.

Sorgen mache ich mir jedoch nicht so sehr um den Kader oder die taktische Ausrichtung, weil ich finde, dass hier sehr stringent und klar ein Plan verfolgt wird, was ich sehr positiv finde.
Viel mehr Sorgen mache ich mir was bei der nächsten Wahl mit unseren hohen Herren passiert. Denn wenn die alle im Sattel bleiben, wird der Kopf weiterhin vom Kopf her stinken.
Auch irgendwie eine beklemmende Metapher.
Unsere Fortuna schustert sich gerade eine neue sportliche Basis und lernt das Laufen, während ihr Kopf stinkt.

•     •     •

Mit dem Bizeps angeben, finde ich Oberarm.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#315
07.07.2026 - 07:26 Uhr
Zitat von EmptyTankard
Ich möchte hier gar keine schlechte Stimmung verbreiten oder die bisherigen Verpflichtungen als "ungenügend" einstufen...

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, mit Ende als Trainer und gewissen Transfers bauen wir hier eine Art "Preussen Münster 2.0" auf. Und wie es dem "Original" letzte Saison ergangen ist, scheint mir wenig zukunftsweisend, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Natürlich gibt es viel mehr Unterschiede, als Gemeinamkeiten, wenn man unseren aktuellen Kader mit dem von Münster letzte Saison vergleicht - mir geht es hier vielmehr um das Gefühl oder die Erwartungshaltung, die ich dem erwartbaren System und den damit verbundenen Erfolgsaussichten zugestehe.

Ja, Ende ist mit diesem System in Liga 3 erfolgreich gewesen und darauf kommt es eigentlich nur an. Aber ob er bzw. sein System und die dafür eindeutig geholten Spieler ein weiteres Mal funktioniert, da habe ich - ohne belegbare Argumente - meine Zweifel. Einfach, weil wir dadurch total berechenbar sind und wenig flexibel wirken. Wenn alles klappt, wie gewohnt, dann werde ich mich nicht beschweren. Wenn diese Mannschaft aber nicht funktioniert in Liga 3 und Ende dann in die Wüste geschickt wird, ist es für den Nachfolger nahezu unmöglich, mit dem Kader grundsätzlich etwas anderes zu gestalten. Und das macht mir Bauchschmerzen.

Also, diesen Kommentar kann ich mal so gar nicht nachvollziehen.

Ende hat ein System, in dem er sich wohl fühlt und in dem er in den vergangenen Jahren durchaus erfolgreich war. Warum er jetzt plötzlich alles anders machen sollte, erschließt sich mir nicht. Im Gegenteil können solche Experimente total nach hinten losgehen. Ein Problem der letzten Saison war auch, dass man im Sommer mit Thioune noch einen pressingintensiveren Ballbesitzfußball etablieren wollte - obwohl das überhaupt nicht Thiounes Stil ist. Ende vom Lied war, dass wir nach fünf Spieltagen alles über den Haufen geworfen haben und im Grunde die ganze Sommervorbereitung verschenkt hatten. Ein solches Szenario würde ich gerne vermeiden.

Es gibt kein Spielsystem und keine Grundformation, die für sich genommen besser oder schlechter ist als andere (mal von ganz exotischen Dingen abgesehen). Endes Raute ist daher erstmal eine Grundformation unter vielen. Und das macht einen auch nicht ausrechenbar, denn diese Grundformation kann - und wird er wegen einem größtenteils abweichenden Kader zwangsläufig - komplett anders auslegen als noch bei Münster. Hier wären wir wieder bei dem Punkt, dass die Grundformation in ihrer Bedeutung landläufig völlig überschätzt wird. Anderes Beispiel: Klopp hat während seiner Laufbahn fast nur 4-3-3 spielen lassen, jedenfalls galt das lange als sein Markenzeichen. Dennoch hat er im Grunde alles erreicht, was man als Trainer erreichen kann. Wenn der jetzt Trainer werden würde, würdest du dann auch Bauchschmerzen dabei haben, wenn er aus uns Liverpool 2.0 machen wollen würde? Sollte dein Misstrauen daher eher Ende als Trainer gelten, kann dir diese Sorgen aktuell niemand nehmen - und wir sind im falschen Thread.

Wichtig bei seiner solchen Systemfrage ist jedenfalls immer, dass man sich dann sich dann auch festlegt und EINE Idee durchzieht. Und genau das sehe ich gerade: Der Kader wird endlich mal klar auf die Bedürfnisse des Trainer angepasst und es werden genau die Spielerprofile geholt, die er für die unterschiedlichen Rollen braucht. Das wirkt bisher ziemlich aus einem Guss. Wo du/ihr prinzipiell einen Punkt habt: Es muss noch ein kleines bisschen mehr Variabilität in den Kader kommen. Insbesondere fehlt diesem bislang das Tempo und es wäre bestimmt nicht verkehrt, ein bis zwei Spieler zu haben, die sich (auch) auf den offensiven Außenbahnen wohlfühlen. Aber noch hat Arabi ein paar Tage Zeit, um das anzugehen. Das Grundgerüst steht (fast), jetzt kann man das alles noch aufhübschen…

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Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#316
07.07.2026 - 10:42 Uhr
Zitat von ForzaFortuna

Zitat von EmptyTankard

Wo du/ihr prinzipiell einen Punkt habt: Es muss noch ein kleines bisschen mehr Variabilität in den Kader kommen. Insbesondere fehlt diesem bislang das Tempo und es wäre bestimmt nicht verkehrt, ein bis zwei Spieler zu haben, die sich (auch) auf den offensiven Außenbahnen wohlfühlen. Aber noch hat Arabi ein paar Tage Zeit, um das anzugehen. Das Grundgerüst steht (fast), jetzt kann man das alles noch aufhübschen…


ich habe mal nur den Teil zitiert. Ich weiß es ist die Bild aber zumindest steht da heute im Artikel: Aber nicht für die Außen. Denn Ende plant nicht nur mit einer Raute und zwei Spitzen, sondern auch mit einem System mit zwei Flügeln. Dafür fehlen bisher aber die Spezialisten. Um flexibel zu bleiben, muss Arabi mit schnellen Außenstürmern nachlegen, Dribbler hat sein Kader mittlerweile genug. Arbeit hat der neue Manager also nach wie vor genug.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fortune1895 am 07.07.2026 um 10:42 Uhr bearbeitet
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#317
07.07.2026 - 10:57 Uhr
@EmptyTankard @ForzaFortuna

Interessante Meinungsgegenüberstellung, in der Tageszeitung würde sie als Kommentar mit „Pro“ und „Contra“ Sparte abgedruckt werden. Irgendwie habt ihr in meinen Augen beide einen Punkt – so paradox das bei gegenläufigen Standpunkten auch klingen mag.

Fangen wir mal beim System an: Es stimmt definitiv, dass die Bedeutung des Spielsystems als Frage der Grundordnung etwas „überschätzt“ wird. Das hört man auch von jedem fachkundigen Experten, dass Diskussionen über die Grundordnung meist etwas oberflächlich sind, da es lediglich die „Hülle“ darstellt. In der taktischen Betrachtung einer Mannschaft geht es allerdings deutlich tiefer, bspw. um die gruppentaktische Herangehensweise, zu bespielende Räume und spielerische Muster & Prinzipien – systemunabhängig. Trainer teilen den Spielvortrag einer Mannschaft in 4 (inzwischen 5) Elemente/Phasen/Cluster ein: 1. Spiel mit dem Ball, 2. Spiel gegen den Ball, 3. Umschaltspiel Ballverlust, 4. Umschaltspiel Ballgewinn, (5. Standardsituationen).

Diese Phasen werden mit einer fußballerischen Idee und einem mannschaftstaktischen Ansatz gefüttert, je nach Überzeugung des Trainers teils unterschiedlich gewichtet in ihrer erfolgsrelevanten Bedeutung. Ich gebe mal ein Beispiel: Wenn man einen Fußballkenner fragt, was das erste Wort ist, das ihm zum angesprochenen Jürgen Klopp einfällt, dann dürfte die Antwort in extrem vielen Fällen „Gegenpressing!“ lauten. Das tangiert unmittelbar die dritte genannte Phase „Umschaltspiel Ballverlust“. In den ersten 10 Sekunden nach Ballverlust, jagt erstmal die gesamte Mannschaft komplett hinterher und versucht eine unmittelbare Ballrückgewinnung zu erzielen oder zumindest dem Gegner nach Ballgewinn den Übergang in einen geordneten Spielvortrag maximal zu erschweren. Erst danach, wenn kein direkter Ballgewinn erzielt wurde, geht der Blick auf die defensive Grundordnung und Positionierung. Stellt man dem nun beispielsweise einen Carlo Ancelotti gegenüber, dann zieht er höchstens eine Augenbraue hoch. Sein Ansatz im „Umschaltspiel Ballverlust“ ist ein gänzlich anderer, als dass er sich relativ wenig für Gegenpressing interessiert, sondern vielmehr von seiner Mannschaft will, dass nach Ballverlust möglichst schnell möglichst viele hinter den Ball kommen, die Räume schließen und eine tiefere, defensive Ordnung her- & sicherstellen. Er trainierte in seiner Vita fast ausschließlich Mannschaften die qualitativ als Favorit ins Spiel gingen und setzte trotzdem – beispielsweise auch im Gegensatz zu Guardiola – gar nicht zwingend auf ein Übergewicht im Spiel mit Ball, sondern legt Wert auf das Spiel gegen den Ball, um dann im Umschaltspiel nach Ballgewinn die individuelle Qualität seiner Mannschaft zu nutzen. Es gibt da eine berühmte Anekdote von Mats Hummels, dass Ancelotti in seiner Bayern-Zeit seiner Mannschaft teils bereits in der Vorbereitung in Spielen gegen unterklassige Vereine wie Herzogenaurach die taktische Vorgabe gab den Gegner hinter der Mittellinie zu empfangen, passiv zu verteidigen und auf Konter zu spielen. Wirkt natürlich absolut Banane, aber es sollte eben bereits da in die Mannschaft eingebläut werden. Dass sein Vorgänger Pep Guardiola das vorher gänzlich anders aufgesetzt hat, brauche ich denk ich mal niemandem zu erzählen. Unterschiedliche Trainer haben unterschiedliche Ansätze. Das System ist dabei nebensächlich. Beide der genannten Trainer könnten dabei auf dem Papier das gleiche System spielen lassen und es sind dennoch Unterschiede wie Tag und Nacht.

Ich laufe Gefahr zu sehr abzuschweifen – daher zurück zu Fortuna und Alex Ende. Hier ist es in meinen Augen nämlich eine ziemliche Gradwanderung. Grundsätzlich ist es erstmal vollkommen richtig, dass der Trainer selbstverständlich „sein System“ implementieren sollte. Hier scheint Alex Ende auch eine sehr klare Vorstellung zu haben, wie seine Mannschaft grundsätzlich spielen soll. Meiner Meinung nach kann man Trainer gewissermaßen in einer Art Kontinuum einteilen, mit den Polen „Pragmatiker“ und „Systemverfechter“. Der Pragmatiker schaut sich das zur Verfügung stehende Spielermaterial an und versucht die bestmögliche Herangehensweise in Abhängigkeit des Gegners zu finden. Der Systemverfechters hat einen klaren Ansatz den er in seiner Mannschaft implementieren möchte – unabhängig des Gegners, sondern weitaus grundsätzlicher. Wenn man einen Christian Titz ins Haus holt, dann weiß man was man bekommt. Alex Ende sehe ich auf diesem selbsterstellen Kontinuum deutlich weiter auf der Seite des Systemverfechters. Das lässt sich nun auch bisher in der Vorbereitung beobachten und da er zu diesen Überzeugungstätern gehört ist es wie gesagt auch absolut richtig, dass er sein System durchziehen möchte. Er weiß, was er will und welche Idee vom Fußball sollte er seiner Mannschaft am besten übermitteln können, wenn ich die seiner eigenen Überzeugungen und Erfahrungen, die er bereits in der Implementation einer Spielidee gemacht hat. Das ist soweit vollkommen richtig. Da bin ich vollkommen bei @{forzafortuna}.

Warum ich dennoch von einer Gradwanderung schrieb? Das liegt daran, dass im ersten Eindruck der Einfluss dessen auch sehr weitreichend in die Kaderplanung rein ragt. Natürlich würde es absolut keinen Sinn ergeben, einem Systemverfechter einen Kader zur Verfügung zu stellen, der überhaupt nicht zum System passt. Das würde eine Inkohärenz darstellen, die zu Misserfolg führt. Ein solches Beispiel wurde ja in der Diskussion bereits mit dem Missmatch des letztjährigen Kaders und Thioune, den ich eher zu den Pragmatikern zählen würde, angebracht. Ein extremes Beispiel wäre noch der bereits genannte Christian Titz, der in seiner Spielidee unumstößlich immer einen spielstarken Torhüter braucht und so in Hannover letztes Jahr Kapitän, Vereinslegende und Leistungsträger Ron-Robert Zieler gehen musste, um den jungen Leih-Torhüter Nahuel Noll als neue Nummer 1, die besser ins System passt, zu installieren. Gerade diese Gretchenfrage über das Torhüterspiel in der Idee von Titz und auch den wechselseitigen Einfluss von Spielkonzept eines Trainers und Kaderplanung eines Vereins, hat im Übrigen vor ein paar Monaten zum schnellen Zerwürfnis mit Manager & Ex-Torhüter Schmadtke – der Titz schon mal in Aachen entlassen hat und es wieder tun wollte – geführt. Das würde jetzt aber zu weit gehen.

Die Frage wird jedoch auch bei uns sein, WIE weit man dem Kader an den Trainer anpassen sollte. Auf den ersten Blick ist es logisch, dass man nun bei einem Mannschaftsneubau die Idee des Trainers und die dafür benötigten Spielerprofile im Blick hat. Man kann sich so zumindest sicher sein, dass die oben geschilderte und zu Misserfolg führende Inkohärenz vermieden wird. Gleichzeitig sollte man sich allerdings auch bewusst sein, dass man dem Trainer mit seinem so starken Einfluss in der Kaderplanung auch enorm viel Macht gibt. In einer idealen Welt ist es nämlich genau andersherum: Der Verein steht ganzheitlich für einen gewissen Ansatz und spielerische Prinzipen und danach richtet sich dann auch die Rekrutierung des Trainers, die Kaderplanung erfolgt dann trainerunabhängig passend zur übergeordneten Strategie & Spielidee des Vereins. Das stellt dann insoweit allerdings kein Problem dar, als dass es ja ohnehin eine Stoßrichtung ist, die allerdings vom Verein ausgehend über allem steht. Das prominenteste Beispiel dürfte der FC Barcelona sein. Ein weniger prominentes Beispiel, das allerdings auch sehr klar so handelt und den Kreis an dieser Stelle perfekt schließt, ist: Der SC Verl. Der Ex-Verein von Alex Ende, die ihn damals als Nachfolger von Mitch Kniat verpflichtet haben, da er klar in die vom Verein ausgeschriebenen spielerischen Kriterien passte. Auf ihn folgte dann Tobias Strobl, der nun eine heiße Trainer-Aktie auf dem Markt war und von Wolfsburg abgeworben wurde. Die letzten drei Verl-Trainer wurden allesamt „von oben“ abgeworben. Das ist kein Zufall, dass die Trainerrekrutierung bei Verl so gut klappt. Das liegt an dem ganzheitlichen Konzept, für das der Verein steht und nach dem sich alles ausrichtet.

So weit zur idealen Welt, in der der Verein ganzheitlich für eine Stoßrichtung steht und seine Trainer- & Spielerrekrutierung stringent danach ausrichtet. In (m-)einer idealen Welt, spielt Fortuna allerdings auch nicht in der 3. Liga. Insofern ist es in meinen Augen aktuell ein Für & Wider. Es hat definitiv Vorteile, dass wir uns mit Alex Ende nun im Kaderneuaufbau an konkreten Profilen orientieren können. Es sollte dann allerdings mit Ende auch klappen, sonst kann es definitiv auch zum Problem reifen. Daher wird, wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe, der Saisonstart durchaus wichtig. Und auch wir Fans müssen uns an der ein oder anderen Stelle vermutlich in der herausfordernden und strapazierenden Fähigkeit der Geduld beweisen.

Womit ich ein klein wenig ein Problem habe, ist mit Ende´s Faible/Bias (je nachdem, wie man es sehen mag) für Ex-Spieler. Der ist nämlich definitiv vorhanden. Ich find meinen alten Beitrag leider nicht mehr, aber ich hatte es schon mal geschrieben, dass sich das bei Ende so ein klein wenig durchzieht, dass er irgendwie immer gerne ehemalige Weggefährten mitnehmen möchte. Wenn es sich dabei dann auch trainerunabhängig für den Verein um hoffnungsvolle Spieler handelt, dann ist auch das natürlich ein logischer Schritt. Die Spieler kennen den Trainer und sein Konzept. Es sollte halt nur nicht darauf hinauslaufen, dass Spieler verpflichtet werden, weil der Trainer aufgrund seines Faibles einem Bias unterliegt und die Qualität der Spieler nur aufgrund vorheriger Zusammenarbeit (über-)schätzt. Bei uns hat er jetzt Hendrix geholt, was ich auch aus sportlichen Gesichtspunkten als gut erachte. Dann gingen allerdings auch Gerüchte um Lars Lokotsch – den er bereits von Fortuna Köln zu Verl und von Verl zu Preußen Münster mitgenommen hat – um. Hier wäre für mich so ein klassischer Fall von einem Bias. Es ist offensichtlich, dass Münster den Spieler ausschließlich auf Trainerwunsch verpflichtet hat – obwohl eigentlich zu hinterfragen wäre, ob der Spieler überhaupt das Format & Potenzial für die 2. Bundesliga hat, in der sich Münster zum damaligen Zeitpunkt befand. Dieses Hinterfragen fand scheinbar weder beim Verein noch bei Ende statt, er wusste was er am Spieler hat, hat aber nicht hinterfragt, ob es für die neue, höhere Aufgabe passt. Das Ergebnis ist bekannt. Bei Münster hat er sich übrigens ganze Drei seiner Ex-Spieler (Lokotsch, Benger, OBM) gewünscht. Bei uns folgt auf Hendrix jetzt Bouchama. Ich mag mich täuschen, aber ich habe gestern ja schon geschrieben, dass ich bei der Verpflichtung etwas skeptisch bin. Aus dem Münster-Lager hört man – unabhängig vom Spieler – teilweise auch schon Sätze wie „Ende macht die gleichen Fehler wie in Münster schon wieder“. Ich denke mal, dass das genau auf diesen geschilderten Punkt mit seinem Faible bzw. seiner zu hohen persönlichen Einschätzung von Ex-Spielern, ohne auf die neue sportliche Station/Situation zu schauen, abzielt.

Damit abschließend wieder zurück zur Gradwanderung: Ja, Alex Ende sollte auf dem Platz und in der Arbeit mit der Mannschaft logischerweise definitiv sein Konzept, seine Idee vom Fußball durchziehen. Ja, es ist selbstverständlich gut, dass er damit schon Erfahrungen hat – sei es beim Implementieren in eine neue Mannschaft, sei es in der künftigen Liga. Ja, es ergibt durchaus Sinn die mit der angestrebten Spielidee einhergehenden Spielerprofile auch in der Kaderplanung zu berücksichtigen. Aber: Gleichzeitig darf sich nicht der gesamte Verein darauf ausrichten. Das betrifft dann auch die Kaderplanung, es können nicht nur „Trainerspieler“ kommen. Das wäre definitiv zu riskant, falls es – was wir natürlich alle nicht hoffen – nicht klappt mit Alex Ende. Hier gilt es meiner Meinung nach ein gesundes Gleichgewicht zu finden. Einerseits sollten die Spieler in erster Linie für den Verein in seiner gegenwärtigen Lage und mit Blick auf die kommende Herausforderung interessant sein. Das sehe ich aber bisher auch bei der Mehrzahl der Neuzugänge erfüllt. Andererseits sollte natürlich auch der Trainer mit im Boot sitzen und nicht gar nichts mit einem Neuzugang anfangen können. Auch wenn ich persönlich das „Einerseits“ wie gesagt bei der Mehrzahl der Neuzugänge erfüllt sehe (z. B. Lord, Heintz, Schleusener, Consbruch, …), sind sie was den Ansatz betrifft schon ein ähnliches Profil, was einhergeht mit der fußballerischen Idee von Ende. Es ist klar ersichtlich, dass er einen hohen Stellenwert auf das „Spiel mit Ball“ – um abschließend nochmal auf die anfänglich erwähnten Spielphasen zurückzukommen – legt. Wir sollten hier aufpassen, dass wir keiner zu einseitigen Fokussierung unterlaufen. Beispielsweise fehlt dem Kader definitiv noch Tempo (ein weiterer Kritikpunkt an Bouchama). Hier scheint es, dass Ende dem in seinem Idealbild vom zentrumsorientierten Ballbesitzfußball einen untergeordneten Stellenwert zuschreibt. Hier sollte allerdings der Trainereinfluss in der Kaderplanung nicht zu groß sein und der Verein darauf achten dennoch einen ausgewogenen Kader auf die Beine zu stellen und nicht einen, indem einzelne Fähigkeiten (z. B. Tempo für „Umschaltspiel Ballgewinn“) aufgrund von Trainerpräferenz zu deutlich abgehen. Wie gesagt, ein Gradwanderung.

Noch ist die Transferphase offiziell allerdings auch gerade mal eine Woche erst auf und die Saisonvorbereitung läuft gerade erst an. Es ist deutlich zu früh, um den Stab zu brechen. „Alles wird gut“ – Die Toten Hosen.

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Fortuna Düsseldorf

Football isn't just a sport - it's life.
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#318
07.07.2026 - 11:09 Uhr
Zitat von ForzaFortuna
Wo du/ihr prinzipiell einen Punkt habt: Es muss noch ein kleines bisschen mehr Variabilität in den Kader kommen. Insbesondere fehlt diesem bislang das Tempo und es wäre bestimmt nicht verkehrt, ein bis zwei Spieler zu haben, die sich (auch) auf den offensiven Außenbahnen wohlfühlen. Aber noch hat Arabi ein paar Tage Zeit, um das anzugehen.


Und genau daran wird laut Bild noch gearbeitet, da AE nicht nur mit Raute spielen will, sondern flexibel sein möchte. Deswegen werden definitiv noch zwei Aussenbahnspieler kommen… Dazu wohl noch ein IV was wohl einen Abgang von Egouli bedeutet und einen weiteren LV. Das hört sich für mich nach einem Plan an.

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Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#319
07.07.2026 - 12:20 Uhr
Zunächst einmal: Klasse Diskussion und klasse Diskussionskultur! So langsam scheint der große Frust der letzten Wochen zu verfliegen. Diejenigen, die an den Diskussionen beteiligt sind, schreiben wohltuend objektiv und nüchtern, dafür will ich mich bedanken!

Ich finde, ein Punkt findet hier viel zu selten Beachtung bei der Betrachtung der Spieler und des Kaders: Streng genommen hat Fortuna gar kein Geld, mit dem man den Kader aufbauen kann. Aktuell wird zwar mit einem gewissen Etat kalkuliert und geplant, aber dafür braucht es nun mal zunächst Einnahmen, z.B. durch Merch- oder Kartenerlöse (also: alle Dauerkarten bestellen und die Trikots kaufen zwinker ) oder durch Spielerverkäufe. Solange es da nichts Festes gibt, kann man auch nicht mit Geld planen. Zwar weist @ESPRIT-Arena darauf hin, dass ein Suso-Transfer sich der Zielgerade nähert, aber fix ist er nun mal noch nicht, ergo hat sich auch noch kein Geld auf Fortunas Konto verirrt.

Die Spieler, die in den letzten Tagen zum Verein gestoßen sind (Goncalves, Consbruch, Bouchama, Rieß), sind allesamt Spieler, die kaum Risiko mitbringen, wenig bis "nichts" kosten und - da darf man sehr sicher sein - nicht alle für die erste Elf eingeplant sind. Es geht aktuell nicht darum, mit jedem Transfer ein neues "Wow"-Erlebnis bei den Fans zu schaffen, sondern überhaupt erstmal den Kader voll zu bekommen. Und da ist es durchaus hilfreich, wenn man einen Trainer mit einem klaren Plan hat und einen Sportvorstand, der ganz offensichtlich mit äußerst kühlem Kopf seiner Arbeit nachgeht. In der Summe wird es dann ein Kader, der:

- eine klare Altersstruktur hat
- eine klare Hierarchie aufweist
- zur Idee vom Fußball passt, den AE spielen lassen möchte (wie schon richtigerweise angemerkt wurde: keine Systemfrage)

Die Saison wird - da bin ich mir auch sicher - genau in einem Monat für uns starten mit dem Eröffnungsspiel der 3. Liga. Bis dahin wird es sicherlich Spieler geben, die erstmal den Kader erweitern, aber es wird auch sehr sicher noch Spieler geben, bei denen auch wieder ein "WOW" bei den Fans kommen wird.

Eins noch zum Thema Tempo: Wir dürfen davon ausgehen, dass Fortuna in aller Regel keine offenen Räume im letzten Drittel vorfinden wird. Wichtiger ist das Tempo also nicht vorn, sondern meiner Meinung nach hinten. Sofern Egouli bleiben sollte, würden wir unseren schnellsten Spieler der letzten Saison halten und haben mit Risch einen LV, der ebenfalls mit ordentlich Speed ausgestattet ist. Was wir vorn benötigen, sind 1 vs. 1 Spieler, die es schaffen, überhaupt ins letzte Drittel zu kommen. Und da bin ich insbesondere bei Sauck (so er denn bleiben sollte) und Anhari sehr gespannt, weil die das Dribbling absolut drauf haben.

Ich bin in Summe bisher mehr als einverstanden mit den Transfers, weil augenscheinlich mit Sinn und Verstand agiert wird. Das kann man retrospektiv von der letzten Saison nicht behaupten...
Kaderdiskussionen zur Saison 2026/27 |#320
07.07.2026 - 13:01 Uhr
Zitat von BB1895
.... Ich bin in Summe bisher mehr als einverstanden mit den Transfers, weil augenscheinlich mit Sinn und Verstand agiert wird. Das kann man retrospektiv von der letzten Saison nicht behaupten...


Da und auch in weiten anderen Teilen deines Beitrages bin ich völlig bei Dir. 👍️

Stand heute (ich hab ausnahmsweise auch mal wochentags Zeit) haben wir einen 25 Mann Kader zusammen, das war ja bis vor kurzem mehr als fraglich. Altersstruktur, Hierarchie und Spielkonzepte des Trainers scheinen hier gut berücksichtigt. Das ist mehr als man befürchten musste bis vor kurzem. Auch Samir Arabi muss ich da ein Lob aussprechen, denn mit leerem Geldbörse einzukaufen ist nicht einfach.

Die Geldbörse könnte in Kürze aber durchaus eine schöne Füllung erhalten, denn (ich hab mir privat ein paar Infos aus den italienischen Quellen übersetzen lassen) Sima Suso ist nicht nur beim FC Venedig auf dem Zettel. Ein paar gut vernetzte italienische Spielerbeobachter/Vermittler haben ihn ausgemacht, und die stehen mit einer Reihe von Vereinen in Kontakt. Wann das was wird und wie viel dabei herumkommt, kann ich natürlich nicht einschätzen. Auch wenn sie schwere Verhandlungspartner sind, fackeln diese Leuchte jedoch nicht lange wenn es passt. Lassen wir uns überraschen.

Beim Mitgliederforum wurde übrigens auch eine große Spanne im Budget genannt, die nur durch einträgliche Einnahmen aus Spielerablösen zu erklären sind. Klar kann man es erst ausgeben wenn man es hat, und der aktuelle Kader von heute bietet ja auch Gestaltungsfreiraum zum Ende des Transferfensters.

Außerordentlich gut gefällt mir das viele junge Spieler aus dem NLZ im aktuellen Kader stehen, wobei @BB1895 richtig anmerkte das dies nicht das letzte Wort ist. Die jetzt oder vor kurzem hochgezogenen Spieler werden sich beweisen dürfen, und sollten sie noch keine Verstärkung für den Profikader sein dann überwiegend in der Zwoten ihren Dienst versehen. Das ist völlig ok, man muss auch an die Zukunft denken.

Mit ein paar namhaftere Verpflichtungen rechne ich auch noch. Allerdings muss dafür A) das Geld zur Verfügung stehen und B) ergeben sich zu einem späteren Zeitpunkt sicher noch die ein oder andere Gelegenheit. Das jetzt aber bereits ein gefüllter wenn auch nicht fertiger Kader steht, findet ebenfalls meine absolute Zustimmung. Die Torwart Lösung lässt mich zwar skeptisch zurück, aber im Großen und Ganzen ist das schon ordentlich.

Gruß E.-A.

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"Es ist nicht wichtig was die Leute von Dir denken wenn Du kommst.
Es ist wichtig was sie denken wenn Du gehst."

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