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Kaderanalyse

02.02.2009 - 18:37 Uhr
Kaderanalyse |#2561
06.09.2020 - 14:06 Uhr
Am Ende finde ich - nach der aktuellen Situation im Kader - sollten wir 3-4-1-2 bzw ein 3-4-2-1 spielen.

Für die Liga sehe ich folgende Optionen als optimal für ein druckvolles Offensivspiel (von links nach rechts).
Tor: Kolke (unumstritten aber Luis Klatte bedenkenlos Lösung 1B)
Abwehr: Rossbach - Sonnenberg - Riedel
Mittelfeld: Scherff - Rother - Bahn - Neidhardt
Vollmann
Sturm: Engelhardt Verhoek

Tor: Kolke (unumstritten aber Luis Klatte bedenkenlos Lösung 1B)
Abwehr: Rossbach - Sonnenberg - Riedel
Mittelfeld: Scherff - Rother - Bahn - Neidhardt
Litka - Vollmann
Sturm: Breier

Subs: (Stürmer je nach System), Pulido, Schulz, Herzog/Daedlow, Löhmannsröben, Butzen, Klatte
Aktuell raus wegen Aufbau und Verletzung: Omladic, Reinthaler
Keine Perspektive: Straith (Spielstil), Voll (auf Einsätze)

Meiner Meinung nach fehlen uns auf den Flügeln noch (potentielle) u23-Stammspieler.

Unser Spielstil sollte jedem klar sein.
Wir spielen aus einer kompakten, sicher stehenden Abwehr hinten raus. Dafür sind viel Laufbereitschaft, sowie Pressing/Gegenpressing wichtig.

Für meine Aufstellung weiterhin:
Die Spieleröffnung erfolgt aus unserer IV auf die Schienenspieler oder einen zurückfallenden 6er.
Mit BBB haben wir jemanden für die Kreativität, taktische Übersicht und Raffinesse zum Überspielen/Umspielen der Gegnerischen 8er/6er neben unserem defensiveren Kämpfer Rother.
Auf Außen haben wir mit Lukas und Nico jeweils Pferdelungen als Spieler mit denen wir Gegner überlaufen und auskombinieren können.
Da Korbinian Vollmann aktuell im Hoch steckt, soll er auch unseren 10er geben.
Davor wären mit Verhoek eine Anspielstation zum Annehmen, Weiterleiten und Vollstrecken - in Erik Engelhardt haben wir einen wuseligen, ekelhaften Spieler mit schnellem Abschluss der um John herumspielen kann.
Oder wir haben neben Vollmann einen trickreichen Maurice Litka und vorne im Zentrum mit Pascal Breier einen Kombinationsstürmer.
Kaderanalyse |#2562
06.09.2020 - 16:00 Uhr
... nach Abschluss des letzten Vorbereitungsspiels in Kiel tut man sich mit einem Fazit schwer. Mit Abschluss der letzten Saison meinte Pieckenhagen „ Uns fehlten Gier und Konsequenz“ und Härtel ergänzte „ Wenn du nur einen hast der zweistellig getroffen hat ist das zu wenig“!
Ok das sehe ich genauso. Ich habe alle Vorbereitungsspiele gesehen und bin ein wenig skeptisch das die Neuen die Schwachpunkte der letzten Saison ausgleichen können, obwohl gute Transfers ( Litka, Bahn) dabei sind. Es fehlt aus meiner Sicht immer noch die Durchschlagskraft im Offensivspiel. Da sind wir, Strand jetzt, keinen Schritt weiter als letzte Saison.
Kaderanalyse |#2563
06.09.2020 - 21:21 Uhr
Zitat von BodoBallermann
... nach Abschluss des letzten Vorbereitungsspiels in Kiel tut man sich mit einem Fazit schwer. Mit Abschluss der letzten Saison meinte Pieckenhagen „ Uns fehlten Gier und Konsequenz“ und Härtel ergänzte „ Wenn du nur einen hast der zweistellig getroffen hat ist das zu wenig“!
Ok das sehe ich genauso. Ich habe alle Vorbereitungsspiele gesehen und bin ein wenig skeptisch das die Neuen die Schwachpunkte der letzten Saison ausgleichen können, obwohl gute Transfers ( Litka, Bahn) dabei sind. Es fehlt aus meiner Sicht immer noch die Durchschlagskraft im Offensivspiel. Da sind wir, Strand jetzt, keinen Schritt weiter als letzte Saison.



Ich denke das Problem haben wir und die Verantwortlichen auch erkannt. Es fehlt ein schneller kreativer Flügelspieler, der uns durch 1gg1 Situationen Räume schafft oder uns durch Konter entlasten kann

@spence hat dazu den besten Beitrag geschrieben.

Ich denke, dass hier auf die absolute Verstärkung gehofft und gewartet wird. Für mich hat Schulz bei seinen Auftritten immer einen sehr guten Eindruck hinterlassen, zumindest im Vergleich zur Erwartungshaltung. Er bringt alles für den modernen Geschwindigkeitsflügelspieler mit, aber das ist dann vielleicht nur meine Art den Fussball heutzutage zu interpretieren.

Mir gefällt unser Mittelfeld im Zentrum fast besser als im letzten Jahr, auch wenn man das nicht wirklich werten kann. Litka und Bahn als Spielgestalter, auch Herzog mit richtig starker Qualität, dahinter als 6er Löh oder Rother. Ich bin extrem gespannt wie unser Spiel dann mit Omladic aussehen wird, klar ist aber auch, dass man sich darauf nicht verlassen kann und nichtsdestotrotz 2 Verstärkungen notwendig sind.

Omladic erinnert mich da irgendwie an Evseev und Stevanovic. Du weißt, dass du eine enorme Qualität im Kader hast, aber du ziehst daraus keinen Nutzen.

•     •     •

----------------------------Vercoutre----------------------------
---Guilbert----------Djiku-------Da Silva----Guerreiro---
---------------------Kanté--------------Feret-------------------
---Karamoh-----------------------------------------Lemar---
--------------Rodelin---------------------Niang---------------
Kaderanalyse |#2564
07.09.2020 - 11:07 Uhr
Zitat von spence

Die Durchschlagskraft im Angriff macht mir aber noch größere Sorgen. Das liegt meiner Meinung nach aber nicht an den Angreifern allein. Wir haben gestern wieder gesehen, dass mit Engelhardt unsere alleinige Spitze total in der Luft hing. Das ging vorher Breier und Verhoek nicht anders. Ich bin kein Freund dieser Taktik, weil uns dafür die Außenspieler fehlen, die die jeweilige Spitze " füttern". Das Scherff das nicht kann, ist doch eigentlich schon lange klar, aber Härtel ist es offenbar wichtiger, dass er pausenlos die Linie rauf und runter rennt. Das dafür dann Pulido nach rechts muss, verstehe ich auch absolut nicht, weil er dort dann seine Stärken als Linksfuß auch nicht richtig ausspielen kann. So bleiben unsere Flügel doch etwas lahm und die Spitzen können einem eigentlich nur leid tun.
Das könnte sich natürlich ändern, wenn dort noch nachgerüstet wird.


So treffend der Beitrag sonst sein mag - aber die Aussage mit Scherff ist einfach taktisch komplett falsch. In dem System mit der 3er-Kette gibt es RAV/LAV (z.B. Neidhart und Scherff) und es gibt RA/LA (z.B. Vollmann und Pulido). Warum also sollte Pulido wegen Scherff nach rechts müssen? Scherff spielt den defensiveren und Pulido den offensiveren Part und beide können sich die linke Seite teilen, wenn Härtel das so vorhat. Wenn er Pulido rechts bringt, wird das schon seine Gründe haben, aber es hat mit Sicherheit nichts mit Scherff zu tun zwinker gegen Kiel hat Litka übrigens LA gespielt.
Kaderanalyse |#2565
07.09.2020 - 13:49 Uhr
Zitat von Domihansa
Zitat von spence

Die Durchschlagskraft im Angriff macht mir aber noch größere Sorgen. Das liegt meiner Meinung nach aber nicht an den Angreifern allein. Wir haben gestern wieder gesehen, dass mit Engelhardt unsere alleinige Spitze total in der Luft hing. Das ging vorher Breier und Verhoek nicht anders. Ich bin kein Freund dieser Taktik, weil uns dafür die Außenspieler fehlen, die die jeweilige Spitze " füttern". Das Scherff das nicht kann, ist doch eigentlich schon lange klar, aber Härtel ist es offenbar wichtiger, dass er pausenlos die Linie rauf und runter rennt. Das dafür dann Pulido nach rechts muss, verstehe ich auch absolut nicht, weil er dort dann seine Stärken als Linksfuß auch nicht richtig ausspielen kann. So bleiben unsere Flügel doch etwas lahm und die Spitzen können einem eigentlich nur leid tun.
Das könnte sich natürlich ändern, wenn dort noch nachgerüstet wird.


So treffend der Beitrag sonst sein mag - aber die Aussage mit Scherff ist einfach taktisch komplett falsch. In dem System mit der 3er-Kette gibt es RAV/LAV (z.B. Neidhart und Scherff) und es gibt RA/LA (z.B. Vollmann und Pulido). Warum also sollte Pulido wegen Scherff nach rechts müssen? Scherff spielt den defensiveren und Pulido den offensiveren Part und beide können sich die linke Seite teilen, wenn Härtel das so vorhat. Wenn er Pulido rechts bringt, wird das schon seine Gründe haben, aber es hat mit Sicherheit nichts mit Scherff zu tun zwinker gegen Kiel hat Litka übrigens LA gespielt.


Mir ging es darum zu begründen, dass unsere einzige Spitze etwas in der Luft hing. So wie Du es beschrieben hast, sollte es eigentlich funktionieren, aber leider waren Pulido und Vollmann jeweils auf der für sie
"falschen"Seite unterwegs, so dass ein Füttern des Stürmers mit Flanken nicht gerade zu erwarten war, da auch Scherff das nicht kann. Litka kam ja erst in der zweiten Halbzeit. Aber es stimmt, taktisch hatte das mit Scherff wirklich nichts zu tun.
Ich finde es einfach besser, wenn wir schon die top Außenstürmer nicht haben, dass die, die wir haben, dann wenigstens auf ihrer "richtigen" Seite spielen.
Kaderanalyse |#2566
07.09.2020 - 13:49 Uhr
Zitat von Ernsto27
Moin, moin,

Im Ergebnis könnten wir also unsere Aufstiegschancen auf Sicht der nächsten fünf Jahre von derzeit 41% auf 97% steigern, wenn wir den Profitetat um EUR 2,0 Mio. p.a. erhöhen würden.

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage ist dies leider utopisch. Helfen könnte nur der gute Herr Elgeti, dessen Geschäfte aber Corona wohl auch übel beeinträchtigt haben werden, ggf. in Kombination mit einer erfolgsabhängig verzinsten Fananleihe.

Will man das nicht (wofür es viele gute Gründe gibt), heißt es weiter Daumen drücken, dass uns der Fußballgott und die Schiedsrichter wohlgesonnen sind und wir unsere Minichance auf den Aufstieg nutzen können.

In diesem Sinne alles für den FCH und bleibt gesund!
hihi, Zettel-Ewald?
Kaderanalyse |#2567
07.09.2020 - 14:28 Uhr
Zitat von Ernsto27
Moin, moin,

nach Durchsicht der im Regelfall gut begründeten Fachmeinungen lässt sich die herrschende Meinung zur derzeitigen Kadersituation - wie folgt - beschreiben:

1. Die Abwehr ist uns erhalten geblieben, hat in der letzten Saison gut funktioniert und sollte so passen.

2. Das zentrale Mittelfeld sieht stärker aus als zuletzt, die Flügel sollten noch verstärkt werden.

3. Mit dem Sturm ist man eigentlich zufrieden, Euphorie will aber nicht aufkommen.

Insgesamt hofft man daher auf eine vernünftige Saison, an den Aufstieg glaubt aber so richtig keiner.

Die Hoffnung liegt auf den beiden letzten Patronen, die hoffentlich Schnelligkeit, Torgefahr und damit die letzten 10% in Richtung Liga 2 bringen werden.

Grundsätzlich teile ich diese Auffassung, möchte aber auf Folgendes hinweisen:

Aufgrund der in der 3. Liga relativ ausgewogenen Verteilung der Geldmittel haben am Ende des Tages auch (fast) alle Vereine einen vergleichbar guten Kader, denn Geld schießt bzw. verhindert eben doch Tore. Daher kann jeder jeden schlagen und der Aufstieg hängt am Ende oft von Zufälligkeiten (Glück/Pech bei den Schiedsrichterentscheidungen, Verletzungspech etc.) ab. Wir liegen mit unserem Etat im oberen Mittelfeld der Liga und kämpfen vermutlich mal wieder mit 8-10 anderen Mannschaften um den Aufstieg. Unsere Chance diesen dann tatsächlich zu schaffen, liegt mithin irgendwo bei +/- 10%, ist also leider eher niedrig. Wer sich ein bisschen mit Statistik auskennt, wird voller Schrecken feststellen, dass unsere Aufstiegschancen bei unveränderter Sachlage in den nächsten 5 Jahren in etwa so aussehen:

Aufstieg in einem Jahr: 10%; Aufstieg in den nächsten beiden Jahren: 19%; Aufstieg in den nächsten drei Jahren: 17%; Aufstieg in den nächsten 4 Jahren: 34%; Aufstieg in den nächsten 5 Jahren: 41%.

Das sind die statistischen Aufstiegschancen Stand heute. Mit jeder Nichtaufstiegssaison verschiebt sich die Wahrscheinlichkeitskurve natürlich um ein Jahr in die Zukunft.

Lange Rede, kurzer Sinn: Bei unveränderter Sachlage spricht alles dafür, dass wir auch in 5-10 Jahren noch in der 3. Liga rum dümpeln werden. Will man dies nicht, müssen wir unsere grundsätzliche Aufstiegschance p.a. erhöhen. Die einzige Möglichkeit, dies zu tun, ist, den Spieleretat dauerhaft (!) hoch zu fahren.

Derzeit liegen wir inklusive Prämien bei um die EUR 4,0 Mio p.a. Die spannende Frage ist, wie sich welche Erhöhung auf unsere Aufstiegschancen auswirken würde.

Folgende Annahmen halte ich für gut begründbar: Steigerung auf EUR 5,0 Mio. p.a. erhöht die jährliche Aufstiegschance von 10% auf 25%. Auf Sicht von fünf Jahren würden sich unsere Aufstiegschancen damit von 41% auf 1-0,75x0,75x0,75x0,75x0,75=76% erhöhen.

Sollten wir auf EUR 6,0 Mio. erhöhen, dürfte das unsere Chancen überproportional auf 50% p.a. erhöhen, weil wir dann jedenfalls in Sachen Etat ganz oben mit dabei wären. Auf Sicht von fünf Jahren hätten wir damit eine Aufstiegschance von 97%.

Im Ergebnis könnten wir also unsere Aufstiegschancen auf Sicht der nächsten fünf Jahre von derzeit 41% auf 97% steigern, wenn wir den Profitetat um EUR 2,0 Mio. p.a. erhöhen würden.

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage ist dies leider utopisch. Helfen könnte nur der gute Herr Elgeti, dessen Geschäfte aber Corona wohl auch übel beeinträchtigt haben werden, ggf. in Kombination mit einer erfolgsabhängig verzinsten Fananleihe.

Will man das nicht (wofür es viele gute Gründe gibt), heißt es weiter Daumen drücken, dass uns der Fußballgott und die Schiedsrichter wohlgesonnen sind und wir unsere Minichance auf den Aufstieg nutzen können.

In diesem Sinne alles für den FCH und bleibt gesund!


Da kennt sich aber jemand in Wahrscheinlichkeitsrechnung aus! zwinker
So wie ich das in der Schule verstanden habe, stimmt das auch tatsächlich so.
Wenn jetzt der menschliche Faktor nicht wäre, würde ein Aufstieg in 5 Jahren gar kein so großes Problem sein. Bei 2Mio pro Jahr mehr und etwa 10000 Mitgliedern müsste jeder von uns 200€ im Jahr spenden und schon ist die Sache geritzt. Natürlich über einen Zeitraum von max. 5 Jahren. Das sind etwa 17€ im Monat und wenn dann auch noch ein paar Tausend Nichtmitglieder mitmachen, dass wird das Licht am Ende des Tunnels noch schneller deutlich sichtbar. Wer von uns wäre nicht zu einer solchen Spende bereit? Doch wohl niemand! tongue
Alles könnte so einfach sein. Es lebe die Mathematik! daumen-hoch
Kaderanalyse |#2568
08.09.2020 - 11:12 Uhr
Zitat von Ernsto27
@spence: Die Umlageidee finde ich gut. Vielleicht sollte man das Ganze auf eine breitere Basis stellen.

Folgende Idee:

- Jährliches Benefiz-Konzert von Materia im Ostseestadion sollte locker 500-750k EUR bringen. Dafür bekommt er dann auch ein ordentlich befestigtes Denkmal vor dem Ostseestadion smile

- Jährliches Benefizspiel von Hansa-Altstars gegen attraktiven Gegner (analog zum Paule vs. Materia Spiel). Sollte auch EUR 200-300k bringen.

- Freiwillige Sonderumlage von EUR 50 p.a. für die Mitglieder. Wenn die Hälfte mitmacht, würde das auch EUR 250k bringen.

- Den zu EUR 2,0 Mio. fehlenden Rest (EUR 500-700k) spendiert Genosse Elgeti, der ja durch seine 40%-Beteiligung maßgeblich an einem Aufstieg partizipieren würde.

So könnte es gehen und schon bald würde die Kogge fröhlich durch Liga 2 segeln.


So utopisch hört sich das alles gar nicht an! Vielleicht liest Herr Marien hier ja mit. stark
Kaderanalyse |#2569
13.09.2020 - 22:47 Uhr
Ich habe vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Stuttgart heute leider dieselben Probleme gesehen, die wir in der letzten Saison hatten:

1. Wir spielen überhastet und unruhig bei eigenem Ballbesitz!
Das meine ich bezogen auf die Abschlüsse, aber vor allem auch auf das Passspiel. In Halbzeit 2 hatten wir gefühlt eine Passquote von 20% und lange Zeit so gut wie keine Ballbesitzphase, in der der Ball nicht nach spätestens 2 Stationen weg war.

2. Wir haben keine Spieler, die in 1gegen1-Situationen gehen!
Sobald bei uns ein Gegenspieler in der Nähe ist, spielen wir einen Pass zum Mitspieler (oder zum Gegner...), weil wir kaum Spieler haben, die sich 1gegen1-Situationen zutrauen. Dadurch ist unser Offensivspiel sehr statisch, weil ja gerade dann, wenn mal ein Gegenspieler stehengelassen wird, auf einmal Räume geöffnet werden und die gegnerische Abwehr irgendwo Lücken aufreißen muss. Das kommt bei uns aber wenig vor - stattdessen Passspiel und das (siehe 1.) auch noch eher schlecht...

3. Unser Offensivspiel wirkt, als würden wir nie mit dem Ball trainieren!
Ich finde, dass wir defensiv weiterhin gut verschieben, die Gegenspieler übergeben und auch an Einsatz und Wille hat es heute (bei den meisten) nicht gemangelt. Aber sobald wir den Ball erobert haben, sehe ich bei unseren Spielern ein großes Fragezeichen über dem Kopf: "Was sollen wir denn jetzt machen?" Je näher wir dem Tor kommen, desto schlimmer wird es. Ich sehe da keine Laufwege und auch keinen richtigen Plan, wie wir zu Torabschlüssen kommen könnten. Dass diese Abschlüsse dann häufig auch noch kläglich sind, steht auf einem anderen Blatt, aber es wirken viele letzte und vorletzte Pässe eher zufällig als einstudiert.


Ich bin etwas ernüchtert, dass ich genau die gleichen Probleme wie letzte Saison trotz der Neuzugänge wieder gesehen habe. Vielleicht lags am Gegner (wobei ich Stuttgart wirklich schwach fand), vielleicht spielt sich das noch ein. Aber die Qualität, sich 1gegen1-Situationen zuzutrauen, hat uns mit Opoku wohl endgültig verlassen...
Kaderanalyse |#2570
14.09.2020 - 06:52 Uhr
Zitat von Tomminho

Ich habe vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Stuttgart heute leider dieselben Probleme gesehen, die wir in der letzten Saison hatten:

1. Wir spielen überhastet und unruhig bei eigenem Ballbesitz!
Das meine ich bezogen auf die Abschlüsse, aber vor allem auch auf das Passspiel. In Halbzeit 2 hatten wir gefühlt eine Passquote von 20% und lange Zeit so gut wie keine Ballbesitzphase, in der der Ball nicht nach spätestens 2 Stationen weg war.

2. Wir haben keine Spieler, die in 1gegen1-Situationen gehen!
Sobald bei uns ein Gegenspieler in der Nähe ist, spielen wir einen Pass zum Mitspieler (oder zum Gegner...), weil wir kaum Spieler haben, die sich 1gegen1-Situationen zutrauen. Dadurch ist unser Offensivspiel sehr statisch, weil ja gerade dann, wenn mal ein Gegenspieler stehengelassen wird, auf einmal Räume geöffnet werden und die gegnerische Abwehr irgendwo Lücken aufreißen muss. Das kommt bei uns aber wenig vor - stattdessen Passspiel und das (siehe 1.) auch noch eher schlecht...

3. Unser Offensivspiel wirkt, als würden wir nie mit dem Ball trainieren!
Ich finde, dass wir defensiv weiterhin gut verschieben, die Gegenspieler übergeben und auch an Einsatz und Wille hat es heute (bei den meisten) nicht gemangelt. Aber sobald wir den Ball erobert haben, sehe ich bei unseren Spielern ein großes Fragezeichen über dem Kopf: "Was sollen wir denn jetzt machen?" Je näher wir dem Tor kommen, desto schlimmer wird es. Ich sehe da keine Laufwege und auch keinen richtigen Plan, wie wir zu Torabschlüssen kommen könnten. Dass diese Abschlüsse dann häufig auch noch kläglich sind, steht auf einem anderen Blatt, aber es wirken viele letzte und vorletzte Pässe eher zufällig als einstudiert.


Ich bin etwas ernüchtert, dass ich genau die gleichen Probleme wie letzte Saison trotz der Neuzugänge wieder gesehen habe. Vielleicht lags am Gegner (wobei ich Stuttgart wirklich schwach fand), vielleicht spielt sich das noch ein. Aber die Qualität, sich 1gegen1-Situationen zuzutrauen, hat uns mit Opoku wohl endgültig verlassen...


Das alles sehe ich genau so, habe genauso kritisiert eben gerade im Spieltags-Thread. "Was sollen wir denn jetzt machen?" ist vielleicht etwas sehr hart formuliert, drückt jedoch die mangende Fokussierung aus, ständig und immerzu eigenes Tun der Überlegung unterzuordnen, wie sofort die nächste Torchance kreiert werden kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Karl-Otto am 14.09.2020 um 07:02 Uhr bearbeitet
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