Diskussionsrunde

Ist Herthas Einspruch verwerflich?

16.05.2012 - 22:52 Uhr
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#61
17.05.2012 - 10:16 Uhr
Zitat von osna4ever:
Ich finde es ziemlich schwach von der Hertha, dass man jetzt auf eine Wiederansetzung pocht, nach einer Saison, in der man schon durch eine unschöne Trainerentlassung aufgefallen ist und den Abstieg zumindest sportlich absolut verdient hätte.
Es ist schon an der Grenze zur Lächerlichkeit, dass Spieler wie Kobiashvilli, der nach dem Spiel noch dem Schiedsrichter in den Nacken geschlagen haben soll, nun behaupten, sie wären sich Leib und Leben nicht mehr sicher gewesen.
Natürlich war es nicht fein, was da vorgefallen ist, allerdings hat Hertha daraus keinen wirklich sportlichen Nachteil gezogen und sollte deshalb nicht von den Vorfällen profitieren.
Eine Strafe für Fortuna halte ich aber für absolut angemessen.


"ziemlich schwach" ist juristisch wenig aussagekräftig ...
"unschöne Trainerentlassung" hat mit der Sache nun gar nichts zu tun.
Es ist nicht "lächerlich", wenn Kobiashvilli dem Schiedsrichter in den Nacken geschlagen hat (und nicht) haben soll; denn wenn ihm das nachzuweisen ist, dann wird er wohl für Monate gesperrt und zwar zu Recht.

Deine Argumentationsweise ist "gut gemeint" - leider nicht mehr!
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#62
17.05.2012 - 10:16 Uhr
Es ist schon erstaunlich, wie oft hier die immer gleichen Argumente vorgetragen werden, egal wie unlogisch sie sind.

Wer die Nachspielzeit verursacht hat, ist völlig irrelevant! Wenn eine Mannschaft in Führung liegend das Spiel verzögert und in der 90. in Rückstand liegt, hat sie trotzdem Anrecht auf die extra Minuten. Genauso hatte Hertha hier Anrecht auf weitere Spielminuten. Eigentlich hätte die Nachspielzeit noch höher ausfallen müssen, da die Unterbrechungen durch Bengalos sicher länger als der 3:30-Anteil an der Nachspielzeit, die Herr Stark angesetzt hat, waren.

Auch der Einwand, die Hertha hätte aufgrund ihrer Leistung sowieso nicht die 1. Liga verdient, ist nicht nur irrelevant (da es hier nicht um Verdienste geht), sondern entspricht auch nicht den Tatsachen. Selbst in der Rückrundentabelle waren die Berliner immer noch das 16.-beste Team. Es ist nun mal so, dass zwei Vereine die Leistungen der Hertha noch unterboten haben, somit entsprach das Erreichen der Relegation genau der Leistung des Vereins.

Wie hier bereits mehrfach erwähnt wurde, ist der Einspruch aufgrund der Tragweite der Entscheidung natürlich zwingend nötig. Jeder Verein darf fragwürdige Entscheidungen anzweifeln, und fragwürdig war das Spielende definitiv. Sollte der Einspruch abgelehnt werden, so ist die Situation geklärt und man kann sich auf die neue Situation einstellen.
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#63
17.05.2012 - 10:17 Uhr
Zitat von Ulf11:
Zitat von Kuemmjen:
Zitat von Ulf11:
Ich kann die Spieler da schon verstehen, wenn sie von Angst sprechen.


Als sie sich bei den vorherigen Unterbrechungen vor die eigene Fankurve stellten, aus denen es bergeweise Bengalos hagelte*, waren sie ja noch richtiggehend todesmutig...! :o ;)


*) ... übrigens genau dann, als die Hertha KEIN Tor geschossen hatte, weil es ja hier immer heißt: was wäre bei nem Berliner Tor passiert...?!


Willst du damit die Gefahr bei nem Tor der Berliner vor der Kurve der Düsseldorfer wegreden? Die Leute standen hinter den Banden, hatten schon einmal das Feld gestürmt. Und jetzt sollten Tausende sagen: Na gut, dann eben nächstes Jahr.


Ich weiß es nicht, ein Restrisiko hätte sicher bestanden, jedoch muss man deutlich festhalten, dass die einzigen Fans, die während des Spiels erhöhtes "Aggressionspotenzial" gezeigt haben, die Berliner Fans waren. Wie schon 2010.

Außerdem: Standen überhaupt noch so viele Fans hinter den Banden? Ich weiß es grad wirklich nicht, aber soweit ich mich erinnern kann, hatten sie die allermeisten wieder auf die Tribünen vertrollt...?!

•     •     •

»Le club, c'est moi.«
(Uli Hoeneß)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kuemmjen am 17.05.2012 um 10:18 Uhr bearbeitet
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#64
17.05.2012 - 10:17 Uhr
Zitat von BMGcs77:
Also meiner Meinung nach ist der Einspruch mehr als verwerflich.
Vor allem hinter dem Hintergrund, dass nurnoch ca 60 Sekunden zu spielen waren.


Also tolerierst du diesen Eingriff ins Spielgeschehen? Darf jetzt ein jeder Fan in der Nachspielzeit aufs Spielfeld laufen, wenn es eng werden sollte?

Man stelle sich vor sowas würde beim Cl Finale passieren. Ich wüsste jedenfalls wie ich meiner Mannschaft als Fan in diesem Moment am besten helfen kann. Und scheinbar ist da nach deiner Logik sogar nichts verwerfliches daran. :rolleyes
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#65
17.05.2012 - 10:21 Uhr
Zitat von el doctor:
Man stelle sich vor sowas würde beim Cl Finale passieren. Ich wüsste jedenfalls wie ich meiner Mannschaft als Fan in diesem Moment am besten helfen kann. Und scheinbar ist da nach deiner Logik sogar nichts verwerfliches daran. :rolleyes


"Ich wüsste jedenfalls wie ich meiner Mannschaft als Fan in diesem Moment am besten helfen kann." - Das "wussten" die Berliner Fans ja auch, sonst hätten sie kaum nach dem 2:1 versucht, auf Teufel komm raus einen Spielabbruch zu forcieren... :ugly

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»Le club, c'est moi.«
(Uli Hoeneß)
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#66
17.05.2012 - 10:25 Uhr
Zitat von Kuemmjen:
Zitat von el doctor:
Man stelle sich vor sowas würde beim Cl Finale passieren. Ich wüsste jedenfalls wie ich meiner Mannschaft als Fan in diesem Moment am besten helfen kann. Und scheinbar ist da nach deiner Logik sogar nichts verwerfliches daran. :rolleyes


"Ich wüsste jedenfalls wie ich meiner Mannschaft als Fan in diesem Moment am besten helfen kann." - Das "wussten" die Berliner Fans ja auch, sonst hätten sie kaum nach dem 2:1 versucht, auf Teufel komm raus einen Spielabbruch zu forcieren... :ugly


Wie oft denn noch, ein Verein, der einen Spielabbruch hervorruft, darf nie von ihm profitieren. Wär das Spiel zu dem Zeitpunkt abgebrochen worden, wär die Fortuna automatisch aufgestiegen.
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#67
17.05.2012 - 10:26 Uhr
Zitat von Kuemmjen:
Zitat von Ulf11:
Zitat von Kuemmjen:
Zitat von Ulf11:
Ich kann die Spieler da schon verstehen, wenn sie von Angst sprechen.


Als sie sich bei den vorherigen Unterbrechungen vor die eigene Fankurve stellten, aus denen es bergeweise Bengalos hagelte*, waren sie ja noch richtiggehend todesmutig...! :o ;)


*) ... übrigens genau dann, als die Hertha KEIN Tor geschossen hatte, weil es ja hier immer heißt: was wäre bei nem Berliner Tor passiert...?!


Willst du damit die Gefahr bei nem Tor der Berliner vor der Kurve der Düsseldorfer wegreden? Die Leute standen hinter den Banden, hatten schon einmal das Feld gestürmt. Und jetzt sollten Tausende sagen: Na gut, dann eben nächstes Jahr.


Ich weiß es nicht, ein Restrisiko hätte sicher bestanden, jedoch muss man deutlich festhalten, dass die einzigen Fans, die während des Spiels erhöhtes "Aggressionspotenzial" gezeigt haben, die Berliner Fans waren. Wie schon 2010.

Außerdem: Standen überhaupt noch so viele Fans hinter den Banden? Ich weiß es grad wirklich nicht, aber soweit ich mich erinnern kann, hatten sie die allermeisten wieder auf die Tribünen vertrollt...?!


Ja es standen keine mehr hinter der Bande. Waren alle wieder auf der Tribüne. Es waren also keine anderen Vorraussetzungen als bei jedem anderen Spiel auch. Natürlich wäre es brisant gewesen wenn das 3:2 gefallen wäre,aber das wäre es immer in so einem Spiel.

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Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#68
17.05.2012 - 10:27 Uhr
Zitat von uamini:
Wie oft denn noch, ein Verein, der einen Spielabbruch hervorruft, darf nie von ihm profitieren. Wär das Spiel zu dem Zeitpunkt abgebrochen worden, wär die Fortuna automatisch aufgestiegen.


Ja, ich weiß. Aber ich hab auch einen IQ der höher ist als die Raumtemperatur. Und da wäre ich mir bei denjenigen Berliner "Fans", die die Bengalos aufs Feld geworfen haben, nicht so sicher... :D

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»Le club, c'est moi.«
(Uli Hoeneß)
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#69
17.05.2012 - 10:27 Uhr
Zitat von el doctor:
Zitat von BMGcs77:
Also meiner Meinung nach ist der Einspruch mehr als verwerflich.
Vor allem hinter dem Hintergrund, dass nurnoch ca 60 Sekunden zu spielen waren.


Also tolerierst du diesen Eingriff ins Spielgeschehen? Darf jetzt ein jeder Fan in der Nachspielzeit aufs Spielfeld laufen, wenn es eng werden sollte?

Man stelle sich vor sowas würde beim Cl Finale passieren. Ich wüsste jedenfalls wie ich meiner Mannschaft als Fan in diesem Moment am besten helfen kann. Und scheinbar ist da nach deiner Logik sogar nichts verwerfliches daran. :rolleyes


Tolerieren darf man sowas nicht und da wird auf Düsseldorf noch einiges zukommen, aber man muss sich immer hinterfragen warum die auf das Spielfeld gelaufen sind!

Aus Aggressionen? Wohl kaum, sie waren mit diesem Ergebnis aufgestiegen. Aus Frust? Nein. Einfach aus purer Freude und weil sie,fälschlicherweise, einen Apfiff gehört haben.

Die Berliner sprechen von Todesangst? Reden sie gerade etwa von den letzten Hertha Abstieg? Da sind nämlich die Fans auf den Platz gestürmt um nicht zu feiern, sondern um Gewalt anzuwenden!

Diese beide Situationen sind völlig anders zu bewerten, wie wurde Hertha bestraft? Mit Geldstrafe? Womöglich.

Für Düsseldorf darf es keine härtere Strafe geben, da es sich hier nicht um Gewaltbereite Fans handelten, sondern, um freudige Fans, die den Aufstieg feiern wollten, weil Hertha schlicht und ergreifend zu schlecht war, um das Spiel zu gewinnen!

Strafe ja, Wiederholungsspiel auf keinen Fall.
Ist Herthas Einspruch verwerflich? |#70
17.05.2012 - 10:27 Uhr
Ich sage mal, verwerflich ist der Einspruch nicht. Das ist der Strohhalm nach dem jeder Verein greifen würe.

Ob Hertha die 1. Liga verdient hat oder nicht steht nicht zur Diskussion, das wird/wurde auf dem Platz entschieden. Das kann jedem Verein passieren (siehe 2010/11 Bor. Mönchengladbach)

Meine persönliche Meinung (auch in der Sache irrelevant) ist, hätte man statt Babbel den Preetz gefeuert, dann wäre es u.U. zu dieser Relegation erst garnicht gekommen.

Warten wir doch einfach mal die Entscheidung am Freitag ab, danach kann man über das Ergebnis diskutieren. Zumindest wird uns da eine diskussionswürdige Begründung mitgeliefert.

Eines kann ich sagen, das was da von beiden Seiten ablief war unterirdisch!

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Wer tot ist, der merkt das nicht, genau so ist es bei denen die dumm sind!
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