Die DFL hat ja mit dem folgenden aus dem schreiben des Kartellamtes einen Auftrag.
7. Ist der Zusagenvorschlag der DFL zur Förderausnahme geeignet, die 50+1-Regel rechtssicher zu machen?
Im Ausgangspunkt kann der Zusagenvorschlag nach Auffassung des Bundeskartellamtes einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Anwendung der 50+1-Regel leisten. Denn er sieht die Streichung der Förderausnahme und damit die Beendigung der Möglichkeit vor, unter bestimmten Voraussetzungen von der Vorgabe der Vereinsprägung und damit der partizipativen Mitbestimmung abzusehen. Dadurch wird eine Ungleichbehandlung zwischen den Ligateilnehmern abgestellt.
Die derzeitige Ausgestaltung der Bestandsschutzregel für die Klubs, die bereits eine Förderausnahme erhalten haben, würde jedoch dem vom Europäischen Gerichtshof aufgestellten Anforderungen an eine konsistente Verfolgung des Gemeinwohlziels und homogene regulatorische Wettbewerbsbedingungen zuwiderlaufen. Denn die für den Bestandsschutz vorgesehenen Bedingungen verlangen zwar mehr Mitgliederpartizipation und gegebenenfalls die Zahlung eines monetären Vorteilsausgleichs. Sie sehen aber nicht vor, dass ein für Neumitglieder zugänglicher Verein vergleichbaren Einfluss auf die Profiabteilung erhält wie bei den Regelklubs.
Also der Bestandsschutz wäre wohl möglich, wenn ... "Neumitglieder zugänglicher Verein vergleichbaren Einfluss auf die Profiabteilung erhält wie bei den Regelklubs". Mehr Mitbestimmung des Muttevereins möglich wäre.
Zumindest interpretiere ich das ganze so. Aber das ist ja bei all diesen Sachen immer relativ subjektiv und man kann für vieles Argumente finden. Es stellt sich auch die Frage inwieweit das auch andere Vereine betrifft, wo andere Rechtsformen vorherrschen und trotz mehr als 51% der Anteile beim Mutterverein keine reale Mitbestimmung der Mitglieder möglich ist.
@DoppelWobber Die Kritik kann ich grundsätzlich verstehen. Wobei ich da insgesamt zu 50+1 eine ganz andere Meinung habe und ich nicht sehe warum man Vereinen vorschreiben will, wie sie sich Wirtschaftlich aufstellen wollen. Wenn man sich die falschen Partner aussucht ist das halt dann das selbst gewählte Schicksal und die Mitglieder der jeweiligen e.V. könnten ja theoretisch wählen und somit dann entscheiden.
Ich finde unsere Konstellation eigentlich absolut stabil und in Ordnung. Wir sind seit je her mit Unternehmen, Stadt und co. Verbunden. Warum sollte also diese traditionelle und seit Jahrzenten existierende Verbindung nicht entsprechend genutzt werden.
In der Bundesliga und im Fußball wird man sowieso nie einen Wirtschaftlich 100% fairen Wettbewerb erschaffen können, da es da viel zu viele unterschiedliche Parameter gibt.
Grundsätzlich würde ich mir bei uns mehr Nachhaltigkeit und Visionen wünschen. Ich bin seit Anfang der 90er dabei und eine wirkliche Vision wie dieser Verein aussehen und wofür er stehen will gibt es nicht. Da gibt es andauernd neue Punchlines. Aber es wird nie richtig Durchdacht und dann auch so gehandelt. Erinner dich an das geplante neue Trainings- und Akademie Zentrum, wo alle U-Mannschaften (Jungs und Mädels) gewesen wären und auch die Profis ihr neues Trainingsdomizil gehabt hätten. Das Geld wäre wesentlich besser in Steine und Infrastruktur eingesetzt gewesen als in einen Jenz, Majer, Amoura und weitere mehr ... vielleicht würde man dann auch mal mehr Potenzielle Kandidaten aus den U-Teams im Kader haben.









