VfL im Preiskampf erfolgreich
Stuttgart verpflichtet Pejcinovic aus Wolfsburg – Unter teuersten Verkäufen eines Absteigers
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Der VfB Stuttgart hat die Verpflichtung von Stürmer Dzenan Pejcinovic bestätigt. Nach dem Abstieg mit dem VfL Wolfsburg zieht es den 21-Jährigen zu den Schwaben, die sich im Preiskampf den Wölfen am Ende geschlagen gegeben haben. Pejcinovic, der in der vergangenen Saison zwölf Treffer in 34 Einsätzen erzielte, erhält beim VfB einen Vertrag bis 2031 und zählt nun zu den teuersten Einkäufen der Klubgeschichte.
Die Wolfsburger Forderung von 25 Millionen Euro hat der VfB nach mehreren Offerten dem Vernehmen nach doch noch erfüllt, auch weil RB Leipzig nach dem jüngst gescheiterten Transfer von TSG-Angreifer Fisnik Asllani noch Interesse angemeldet haben soll. Gestartet waren die Stuttgarter mit 16 Mio. Euro plus Boni, doch VfL-Sportchef Dieter Hecking hatte stets betont, dass es „keinerlei Verhandlungsspielraum“ gebe, weil man den Spieler nicht verkaufen müsse. Selbst nach für Zweitligaverhältnisse teuren Verpflichtungen etwa von Fabian Reese oder Muhammed Damar hielt sich die Transferbilanz der Wölfe mithilfe lukrativer Verkäufe von beispielsweise Konstantinos Koulierakis, Patrick Wimmer oder Lovro Majer im grünen Bereich. Pejcinovic sorgt nun für ein deutliches Einnahmeplus (alle VfL-Transfers in der Übersicht).
Zweitliga-Historie: Pejcinovic unter teuersten Verkäufen
Beim VfB war nur DFB-Stürmer Deniz Undav vor zwei Jahren bei seiner Festverpflichtung nach Leihe von Brighton mit 26,7 Mio. Euro teurer. Pejcinovic verdrängt Ermedin Demirovic, einen weiteren neuen Sturmpartner, von Platz zwei (zu den teuersten Einkäufen des VfB). In Wolfsburg brachten sechs Abgänge mehr ein als der Pejcinovic-Verkauf. Am teuersten war vor nunmehr schon elf Jahren Kevin De Bruyne (zu den teuersten Wolfsburger Verkäufen).
In der Zweitliga-Historie mischt Pejcinovic nun auch unter den teuersten Verkäufen mit. Der VfB Stuttgart verzeichnete mit Timo Werner (2016/17) und Benjamin Pavard (2019/20) zwei der fünf teuersten Abgänge von deutschen Zweitligisten – ebenfalls jeweils unmittelbar nach dem Abstieg. Neben Pavard, Werner und dem Ex-Kölner Anthony Modeste (2018/19) rückt Pejcinovic nun auf einen Top-5-Platz der höchstdotierten Abgänge eines Klubs nach dem Bundesliga-Abstieg.
Pejcinovic zum VfB Stuttgart: Das sind die Stimmen
„Ich kann es kaum erwarten, beim VfB loszulegen, die Vorfreude ist riesig. Ich kenne schon einige meiner neuen Mitspieler aus den Nachwuchsteams des DFB und hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, deshalb musste ich nicht lange überlegen, als ich vom Interesse des VfB gehört habe. Jetzt möchte ich so schnell wie möglich richtig ankommen und meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison für den VfB beitragen“, sagte Pejcinovic.
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ergänzte: „Wir haben uns intern sehr früh darauf verständigt, Dzenan Pejcinovic zu verpflichten. Wir sind zum einen von seinen fußballerischen Fähigkeiten überzeugt, zum anderen war es unser Bestreben, den Kader für die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga, in der Champions League und im DFB-Pokal weiter zu verstärken. Dzenan bringt alles mit, um sofort eine wertvolle Option in der Offensive zu sein, gleichzeitig hat er als junger Spieler noch viel Entwicklungspotenzial. Nicht zuletzt ist es ein tolles Signal, dass sich ein am Markt sehr begehrter Spieler für einen Wechsel zu uns entschieden hat. Auch das bestätigt den kontinuierlichen Aufwärtstrend des VfB Stuttgart in den vergangenen Jahren.“
Wolfsburgs Sportchef Dieter Hecking meinte: „Auf dem Weg, der vor uns liegt, hätten wir Dzenan sehr gern dabeigehabt. Dass er uns verlässt, ist sportlich wie menschlich ein Verlust. Es war Dzenans klarer Wunsch, sich zu verändern. Wir wünschen ihm in Stuttgart alles Gute und werden seine weitere Entwicklung verfolgen.“
Auch der Angreifer wurde in der Mitteilung des VfL zu seinem Abgang zitiert: „Mein Wunsch, zum VfB Stuttgart zu wechseln, ist keine Entscheidung gegen den VfL Wolfsburg. Ich habe mich sowohl im Verein als auch in der Stadt sehr wohlgefühlt und werde meine Zeit hier mit allen Höhen und Tiefen immer in Erinnerung behalten. Ich sehe jetzt aber die Möglichkeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen und mich bei einem Top-Verein und Champions-League-Teilnehmer weiterzuentwickeln. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen des VfL Wolfsburg, dass sie mir diese Chance ermöglichen.“
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