Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
18.01.2025 - 13:04 Uhr
07.02.2025 - 22:09 Uhr
In zwei Wochen wird gewählt. Also habe ich auch mal den Test gemacht, um einen ungefähren Überblick über die Positionen der Kartoffeln zu erfahren und weil ich noch relativ unentschlossen bin. Hier in NRW werden auch nur 18 der 23 Kartoffeln auf dem Stimmzettel stehen: z.B. Kumpir ist leider nur in Berlin wählbar. Entspricht eigentlich genau meinen geschmacklichen Vorstellungen, aber mit normalen Kartoffeln kann man auch nichts falsch machen. Mal gucken, ich werde es mir bis dahin noch überlegen. Ich hoffe einfach nur, dass die ultraradikalen Smiley-Pommes nicht so viele Stimmen bekommen.
Ihr Potat-O-Mat-Ergebnis:
1. Ofenkartoffeln 86,3 %
2. Kartoffelpuffer 85,7 %
3. Heringsstipp mit Pellkartoffeln 84,3 %
4. Kartoffelsalat 83,3 %
5. Kartoffel-Schupfnudeln 82,4 %
6. Kumpir 82,3 %
7. Normale Kartoffeln 81,4 %
8. Bratkartoffeln 81,2 %
9. Kroketten 80,4 %
10. Hash Browns 79,4 %
11. Pommes Frites 75,5 %
12. Kartoffel-Wedges 72,5 %
13. Kartoffeltaschen mit Frischkäse 69,6 %
14. Kartoffelbrot 64,7 %
15. Kartoffelpüree 59,8 %
16. Gnocchi 56,9 %
17. Süßkartoffeln 53,9 %
18. Chips 50 %
19. Kartoffelauflauf 43,1 %
20. Kartoffelgratin 42,6 %
21. Kartoffelklöße 41,2 %
22. Kartoffelsuppe 34,3 %
23. Smiley-Pommes 21,6 %
Hohe Übereinstimmungen Ihrer Antworten mit mehreren Kartoffeln bedeuten nicht zwangsläufig eine inhaltliche Nähe dieser Kartoffeln zueinander.
Ihr Potat-O-Mat-Ergebnis:
1. Ofenkartoffeln 86,3 %
2. Kartoffelpuffer 85,7 %
3. Heringsstipp mit Pellkartoffeln 84,3 %
4. Kartoffelsalat 83,3 %
5. Kartoffel-Schupfnudeln 82,4 %
6. Kumpir 82,3 %
7. Normale Kartoffeln 81,4 %
8. Bratkartoffeln 81,2 %
9. Kroketten 80,4 %
10. Hash Browns 79,4 %
11. Pommes Frites 75,5 %
12. Kartoffel-Wedges 72,5 %
13. Kartoffeltaschen mit Frischkäse 69,6 %
14. Kartoffelbrot 64,7 %
15. Kartoffelpüree 59,8 %
16. Gnocchi 56,9 %
17. Süßkartoffeln 53,9 %
18. Chips 50 %
19. Kartoffelauflauf 43,1 %
20. Kartoffelgratin 42,6 %
21. Kartoffelklöße 41,2 %
22. Kartoffelsuppe 34,3 %
23. Smiley-Pommes 21,6 %
Hohe Übereinstimmungen Ihrer Antworten mit mehreren Kartoffeln bedeuten nicht zwangsläufig eine inhaltliche Nähe dieser Kartoffeln zueinander.
07.02.2025 - 22:45 Uhr
Zitat von Holzschuh85
@BVBBC liefert hier einen entscheidenden Beitrag: 1. was ich will und 2. was verhältnismäßig und machbar ist, das ist Welten voneinander entfernt.
Ich glaube an diese Verfassung.
Also braucht es andere Lösungen.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
@BVBBC liefert hier einen entscheidenden Beitrag: 1. was ich will und 2. was verhältnismäßig und machbar ist, das ist Welten voneinander entfernt.
Ich glaube an diese Verfassung.
Also braucht es andere Lösungen.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Gerade die Vermögensteuer ist in meinen Augen ein hochgradig unsachlich bis populistisch geführtes Thema, weil es nur kurzfristig betrachtet wird, aber nicht langfristig. Die Erbschaftsteuer als effektiv vorhandene Vermögensteuer wird schließlich bewusst ausgeklammert, wodurch das Thema in vielen Fällen fast schon irreführend ist.
Nehmen wir bspw. mal einen faulen Privatier an, der es trotz seiner Faulheit schafft gute 6% Rendite im Jahr zu generieren. Nehmen wir weiterhin an, dass dieser Privatier recht jung an sein Vermögen per Erbschaft von 18,6 Mio. (26,4 Mio. vor Erbschaftsteuer - ab hier werden 30% als Höchstsatz entrichtet bei direkter Erbfolge, sonst sogar mehr) gekommen ist, daher noch 40 Jahre lebt sowie über das Geld verfügt. Dazu gehen wir von jährlich exakt 2% Inflation aus und davon, dass der Privatier 0,5% seines Vermögens jedes Jahr für den Konsum verwendet.
Ohne Vermögensteuer fallen in 40 Jahren insgesamt 27,4 Mio. Kapitalertragsteuer an. Der nächste Erbe erhält dann ein Vermögen von stolzen 83,2 Mio. (kaufkraftbereinigt 38,5 Mio.), das wieder versteuert werden muss. Bei denselben Steuersätzen in der Zukunft, würde das 24,8 Mio. Erbschaftsteuer bedeuten. In Summe würden vom generierten Vermögen dieses Privatiers also 52,3 Mio. als Steuern an den Staat gehen.
Mit Vermögensteuer (soweit ich mich erinnere, lag bei der letzten Wahl der SPD Vorschlag bei 1% und 3 Mio. Freibetrag), würden nur noch 22,3 Mio. Kapitalertragsteuer anfallen. Dazu kommen 13 Mio. Vermögensteuer. Zu Lebzeiten wird das Vermögen also höher besteuert, um knapp 8 Mio.. Dadurch steigt der Wert des Vermögens "nur" auf 59,2 Mio. an, was Konsequenzen für die Erbschaftsteuer hat. Diese beträgt in diesem Szenario dann auch "nur" 17,6 Mio., womit in Summe also das Vermögen 52,9 Mio. an direkten Steuern generiert hat.
Allerdings muss man auch noch indirekte Steuern bedenken. Bei 0,5% des Vermögens als jährliches Budget ergeben sich schließlich gänzlich andere Beträge, die letztendlich in den Wirtschaftskreislauf einfließen. Nehmen wir hierfür mal an, dass für 70% dieses Geldes 19% MwSt. in Deutschland fällig sind und ignorieren mal die restlichen 30% des Konsums. Ohne Vermögensteuer kämen dann weitere 1,2 Mio. an Steuern dazu. Mit Vermögensteuer wären es 0,9 Mio.. Die Lücke im Steueraufwand in beiden Szenarien wird also immer kleiner.
Selbst wenn wir beim Konsum von einem Fixbetrag, der in den Folgejahren um die jährliche Inflation erhöht wird, ausgehen würden, sähe es folgendermaßen aus:
Konsum in Jahr 1 | Steuern mit Vermögensteuer | ohne Vermögensteuer
60.000€ | 57,0 Mio. | 57,2 Mio.
250.000€ | 44,5 Mio. 45,6 Mio.
500.000€ | 28,0 Mio. | 30,3 Mio.
Mit anderen Worten: eine Vermögensteuer generiert kurzfristig höhere Steuereinnahmen, langfristig aber nicht. Wer das Geld zudem auf den Kopf haut, zahlt langfristig effektiv am wenigsten Steuern, vererbt aber auch irgendwann nichts mehr, was auch danach noch versteuert werden kann. Du kommst mit der Vermögensteuer also gerade an das Geld der protzenden Reichen nicht ran, selbst wenn sie nicht zu Steuerflüchtlingen werden.
Es ist in meinen Augen zwar vollkommen klar: wer gut verdient, egal wie, muss auch mehr für die Allgemeinheit leisten, in Form von Steuern, aber der Staat muss sich denke ich etwas besseres als eine Vermögensteuer einfallen lassen, wie er davon profitieren kann, dass es Menschen im Land gibt, die offenbar besser verstehen, wie man Geld generiert als der Staat selbst. Unabhängig davon, dass das Geld als Investition in Deutschland eben auch noch etwas bewirken kann, um indirekt Einnahmen für den Staat zu generieren. Gerade die Problematik wäre für Unternehmer nochmal ein deutlich komplexeres Thema. Denn spätestens dann hängen direkt Arbeitsplätze dran und die beste langfristige Einnahmequelle des Staates bleiben immer noch möglichst viele Menschen mit möglichst hohen Löhnen. Ob eine Vermögensteuer dafür aber produktiv ist? Ich hege da so meine Zweifel ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 07.02.2025 um 22:48 Uhr bearbeitet
07.02.2025 - 22:53 Uhr
Zitat von Holzschuh85
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Ich sehe es eher so, dass Worte und Ansichten wie deine das Land immer weiter auseinander treiben.
Ansichten wie zum Beispiel die bösen Reichen, die alle nur auf der faulen Haut liegen und allen das Geld aus dem Portmonee treiben.
Wir leben in einer Welt in der der Populismus immer weiter voran schreitet. In der vermeintliche Moral und Ideologie immer mehr vortritt über Sachlichkeit gewinnt. In der auch in den Medien oft keine sachlich gut aufbereiteten Diskussionen und Beiträge mehr vorhanden sind. In der es immer mehr ein Gegeneinander gibt, anstatt ein Miteinander zu forcieren - alles unter dem Deckmanter der vermeintlichen Moralüberlegenheit und vermeintlich besseren Ziele.
07.02.2025 - 23:57 Uhr
Sorry, Menschen mit großem Vermögen in diesem Land wissen sehr genau wie Sie Steuern umgehen können. Es kann nicht sein, dass wir ein Hochsteuer- und Abgabenland sind was Einkommen angeht und beim Vermögen schauen wir zu wie die Schere immer weiter auseinander geht.
Das dann immer wieder Leute, die gut verdienen, aber nicht gemeint sind, wenn man meint, dass man diese zur Kasse bitten muss, den richtig Reichen zur Verteidigung zur Seite springen (und Nein, damit ist nicht Oma mit ihrem Einfamilienhaus gemeint) geht mir echt nicht in den Kopf.
https://www.youtube.com/watch?v=j-gffOyYNyE
Die Diskussion vor knapp 2 Jahren war zu dem Thema sehr interessant. Lohnt sich eigentlich die ganze Sendung zu sehen.
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/oxfam-studie-reichtum-armut-100.html
"Oxfam hat nach eigenen Angaben errechnet, dass 36 Prozent des Gesamtvermögens von Milliardärinnen und Milliardären aus Erbschaften stammt. In Deutschland seien es sogar 71 Prozent."
"Wachsenden Einfluss hätten die Superreichen auch auf die Steuergesetzgebung, heißt es. Beispielsweise bei der Senkung von Unternehmenssteuern, einer unzureichenden Besteuerung von Kapitalerträgen, Ausnahmeregelungen bei Erbschaftssteuern und der Abschaffung von Vermögenssteuern."
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" - Warren Buffett
https://de.wikiquote.org/wiki/Warren_Buffett
https://www.youtube.com/watch?v=aDIGf865duA
Ab Minute 7:40 auch nochmal die Bestätigung wieviele der Superreichen die Erbschaftssteuer umgehen.
Das dann immer wieder Leute, die gut verdienen, aber nicht gemeint sind, wenn man meint, dass man diese zur Kasse bitten muss, den richtig Reichen zur Verteidigung zur Seite springen (und Nein, damit ist nicht Oma mit ihrem Einfamilienhaus gemeint) geht mir echt nicht in den Kopf.
https://www.youtube.com/watch?v=j-gffOyYNyE
Die Diskussion vor knapp 2 Jahren war zu dem Thema sehr interessant. Lohnt sich eigentlich die ganze Sendung zu sehen.
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/oxfam-studie-reichtum-armut-100.html
"Oxfam hat nach eigenen Angaben errechnet, dass 36 Prozent des Gesamtvermögens von Milliardärinnen und Milliardären aus Erbschaften stammt. In Deutschland seien es sogar 71 Prozent."
"Wachsenden Einfluss hätten die Superreichen auch auf die Steuergesetzgebung, heißt es. Beispielsweise bei der Senkung von Unternehmenssteuern, einer unzureichenden Besteuerung von Kapitalerträgen, Ausnahmeregelungen bei Erbschaftssteuern und der Abschaffung von Vermögenssteuern."
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" - Warren Buffett
https://de.wikiquote.org/wiki/Warren_Buffett
https://www.youtube.com/watch?v=aDIGf865duA
Ab Minute 7:40 auch nochmal die Bestätigung wieviele der Superreichen die Erbschaftssteuer umgehen.
08.02.2025 - 00:20 Uhr
Zitat von BVBBC
Gerade die Vermögensteuer ist in meinen Augen ein hochgradig unsachlich bis populistisch geführtes Thema, weil es nur kurzfristig betrachtet wird, aber nicht langfristig. Die Erbschaftsteuer als effektiv vorhandene Vermögensteuer wird schließlich bewusst ausgeklammert, wodurch das Thema in vielen Fällen fast schon irreführend ist.
Nehmen wir bspw. mal einen faulen Privatier an, der es trotz seiner Faulheit schafft gute 6% Rendite im Jahr zu generieren. Nehmen wir weiterhin an, dass dieser Privatier recht jung an sein Vermögen per Erbschaft von 18,6 Mio. (26,4 Mio. vor Erbschaftsteuer - ab hier werden 30% als Höchstsatz entrichtet bei direkter Erbfolge, sonst sogar mehr) gekommen ist, daher noch 40 Jahre lebt sowie über das Geld verfügt. Dazu gehen wir von jährlich exakt 2% Inflation aus und davon, dass der Privatier 0,5% seines Vermögens jedes Jahr für den Konsum verwendet.
Ohne Vermögensteuer fallen in 40 Jahren insgesamt 27,4 Mio. Kapitalertragsteuer an. Der nächste Erbe erhält dann ein Vermögen von stolzen 83,2 Mio. (kaufkraftbereinigt 38,5 Mio.), das wieder versteuert werden muss. Bei denselben Steuersätzen in der Zukunft, würde das 24,8 Mio. Erbschaftsteuer bedeuten. In Summe würden vom generierten Vermögen dieses Privatiers also 52,3 Mio. als Steuern an den Staat gehen.
Mit Vermögensteuer (soweit ich mich erinnere, lag bei der letzten Wahl der SPD Vorschlag bei 1% und 3 Mio. Freibetrag), würden nur noch 22,3 Mio. Kapitalertragsteuer anfallen. Dazu kommen 13 Mio. Vermögensteuer. Zu Lebzeiten wird das Vermögen also höher besteuert, um knapp 8 Mio.. Dadurch steigt der Wert des Vermögens "nur" auf 59,2 Mio. an, was Konsequenzen für die Erbschaftsteuer hat. Diese beträgt in diesem Szenario dann auch "nur" 17,6 Mio., womit in Summe also das Vermögen 52,9 Mio. an direkten Steuern generiert hat.
Allerdings muss man auch noch indirekte Steuern bedenken. Bei 0,5% des Vermögens als jährliches Budget ergeben sich schließlich gänzlich andere Beträge, die letztendlich in den Wirtschaftskreislauf einfließen. Nehmen wir hierfür mal an, dass für 70% dieses Geldes 19% MwSt. in Deutschland fällig sind und ignorieren mal die restlichen 30% des Konsums. Ohne Vermögensteuer kämen dann weitere 1,2 Mio. an Steuern dazu. Mit Vermögensteuer wären es 0,9 Mio.. Die Lücke im Steueraufwand in beiden Szenarien wird also immer kleiner.
Selbst wenn wir beim Konsum von einem Fixbetrag, der in den Folgejahren um die jährliche Inflation erhöht wird, ausgehen würden, sähe es folgendermaßen aus:
Konsum in Jahr 1 | Steuern mit Vermögensteuer | ohne Vermögensteuer
60.000€ | 57,0 Mio. | 57,2 Mio.
250.000€ | 44,5 Mio. 45,6 Mio.
500.000€ | 28,0 Mio. | 30,3 Mio.
Mit anderen Worten: eine Vermögensteuer generiert kurzfristig höhere Steuereinnahmen, langfristig aber nicht. Wer das Geld zudem auf den Kopf haut, zahlt langfristig effektiv am wenigsten Steuern, vererbt aber auch irgendwann nichts mehr, was auch danach noch versteuert werden kann. Du kommst mit der Vermögensteuer also gerade an das Geld der protzenden Reichen nicht ran, selbst wenn sie nicht zu Steuerflüchtlingen werden.
Es ist in meinen Augen zwar vollkommen klar: wer gut verdient, egal wie, muss auch mehr für die Allgemeinheit leisten, in Form von Steuern, aber der Staat muss sich denke ich etwas besseres als eine Vermögensteuer einfallen lassen, wie er davon profitieren kann, dass es Menschen im Land gibt, die offenbar besser verstehen, wie man Geld generiert als der Staat selbst. Unabhängig davon, dass das Geld als Investition in Deutschland eben auch noch etwas bewirken kann, um indirekt Einnahmen für den Staat zu generieren. Gerade die Problematik wäre für Unternehmer nochmal ein deutlich komplexeres Thema. Denn spätestens dann hängen direkt Arbeitsplätze dran und die beste langfristige Einnahmequelle des Staates bleiben immer noch möglichst viele Menschen mit möglichst hohen Löhnen. Ob eine Vermögensteuer dafür aber produktiv ist? Ich hege da so meine Zweifel ...
Zitat von Holzschuh85
@BVBBC liefert hier einen entscheidenden Beitrag: 1. was ich will und 2. was verhältnismäßig und machbar ist, das ist Welten voneinander entfernt.
Ich glaube an diese Verfassung.
Also braucht es andere Lösungen.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
@BVBBC liefert hier einen entscheidenden Beitrag: 1. was ich will und 2. was verhältnismäßig und machbar ist, das ist Welten voneinander entfernt.
Ich glaube an diese Verfassung.
Also braucht es andere Lösungen.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Gerade die Vermögensteuer ist in meinen Augen ein hochgradig unsachlich bis populistisch geführtes Thema, weil es nur kurzfristig betrachtet wird, aber nicht langfristig. Die Erbschaftsteuer als effektiv vorhandene Vermögensteuer wird schließlich bewusst ausgeklammert, wodurch das Thema in vielen Fällen fast schon irreführend ist.
Nehmen wir bspw. mal einen faulen Privatier an, der es trotz seiner Faulheit schafft gute 6% Rendite im Jahr zu generieren. Nehmen wir weiterhin an, dass dieser Privatier recht jung an sein Vermögen per Erbschaft von 18,6 Mio. (26,4 Mio. vor Erbschaftsteuer - ab hier werden 30% als Höchstsatz entrichtet bei direkter Erbfolge, sonst sogar mehr) gekommen ist, daher noch 40 Jahre lebt sowie über das Geld verfügt. Dazu gehen wir von jährlich exakt 2% Inflation aus und davon, dass der Privatier 0,5% seines Vermögens jedes Jahr für den Konsum verwendet.
Ohne Vermögensteuer fallen in 40 Jahren insgesamt 27,4 Mio. Kapitalertragsteuer an. Der nächste Erbe erhält dann ein Vermögen von stolzen 83,2 Mio. (kaufkraftbereinigt 38,5 Mio.), das wieder versteuert werden muss. Bei denselben Steuersätzen in der Zukunft, würde das 24,8 Mio. Erbschaftsteuer bedeuten. In Summe würden vom generierten Vermögen dieses Privatiers also 52,3 Mio. als Steuern an den Staat gehen.
Mit Vermögensteuer (soweit ich mich erinnere, lag bei der letzten Wahl der SPD Vorschlag bei 1% und 3 Mio. Freibetrag), würden nur noch 22,3 Mio. Kapitalertragsteuer anfallen. Dazu kommen 13 Mio. Vermögensteuer. Zu Lebzeiten wird das Vermögen also höher besteuert, um knapp 8 Mio.. Dadurch steigt der Wert des Vermögens "nur" auf 59,2 Mio. an, was Konsequenzen für die Erbschaftsteuer hat. Diese beträgt in diesem Szenario dann auch "nur" 17,6 Mio., womit in Summe also das Vermögen 52,9 Mio. an direkten Steuern generiert hat.
Allerdings muss man auch noch indirekte Steuern bedenken. Bei 0,5% des Vermögens als jährliches Budget ergeben sich schließlich gänzlich andere Beträge, die letztendlich in den Wirtschaftskreislauf einfließen. Nehmen wir hierfür mal an, dass für 70% dieses Geldes 19% MwSt. in Deutschland fällig sind und ignorieren mal die restlichen 30% des Konsums. Ohne Vermögensteuer kämen dann weitere 1,2 Mio. an Steuern dazu. Mit Vermögensteuer wären es 0,9 Mio.. Die Lücke im Steueraufwand in beiden Szenarien wird also immer kleiner.
Selbst wenn wir beim Konsum von einem Fixbetrag, der in den Folgejahren um die jährliche Inflation erhöht wird, ausgehen würden, sähe es folgendermaßen aus:
Konsum in Jahr 1 | Steuern mit Vermögensteuer | ohne Vermögensteuer
60.000€ | 57,0 Mio. | 57,2 Mio.
250.000€ | 44,5 Mio. 45,6 Mio.
500.000€ | 28,0 Mio. | 30,3 Mio.
Mit anderen Worten: eine Vermögensteuer generiert kurzfristig höhere Steuereinnahmen, langfristig aber nicht. Wer das Geld zudem auf den Kopf haut, zahlt langfristig effektiv am wenigsten Steuern, vererbt aber auch irgendwann nichts mehr, was auch danach noch versteuert werden kann. Du kommst mit der Vermögensteuer also gerade an das Geld der protzenden Reichen nicht ran, selbst wenn sie nicht zu Steuerflüchtlingen werden.
Es ist in meinen Augen zwar vollkommen klar: wer gut verdient, egal wie, muss auch mehr für die Allgemeinheit leisten, in Form von Steuern, aber der Staat muss sich denke ich etwas besseres als eine Vermögensteuer einfallen lassen, wie er davon profitieren kann, dass es Menschen im Land gibt, die offenbar besser verstehen, wie man Geld generiert als der Staat selbst. Unabhängig davon, dass das Geld als Investition in Deutschland eben auch noch etwas bewirken kann, um indirekt Einnahmen für den Staat zu generieren. Gerade die Problematik wäre für Unternehmer nochmal ein deutlich komplexeres Thema. Denn spätestens dann hängen direkt Arbeitsplätze dran und die beste langfristige Einnahmequelle des Staates bleiben immer noch möglichst viele Menschen mit möglichst hohen Löhnen. Ob eine Vermögensteuer dafür aber produktiv ist? Ich hege da so meine Zweifel ...
Bei der Vermögenssteuer geht es gar nicht mal so sehr darum Einnahmen zu generieren sondern v. a. Macht aber auch um die Kapitalnachfrage auf so etwas wie Immobilien zu begrenzen. Das ist am Ende ein ungelöstes Problem in der mathematischen Logik des Kapitalismus - zumindest falls man eine Demokratie wie die unsere erhalten will. Wie verhinderst du es, dass oben die Leute davon rennen und irgendwann alles besitzen. Denn genau das passiert wenn du es laufen lässt. Und dann würdest du wieder im Feudalismus landen.
Ich halte deshalb überhaupt nichts davon Themen wie die Vermögenssteuer einfach nur als Einnahmequelle für den Staat zu betrachten. Das ist viel zu kurz gegriffen. Unsere Demokratie ist am Ende des Tages daraus entstanden, dass die Menschen es nicht mehr hinnehmen wollten, dass allen Besitz und alle Macht ein paar wenige hatten. Jetzt bewegen wir uns wieder in genau diese Richtung und man theoretisiert dann wegen Belanglosigkeiten herum. Die Gefahr wird völlig unterschätzt aus meiner Sicht. In den USA sehen wir erste Ausläufer dessen was passiert wenn man das zulässt.
08.02.2025 - 01:22 Uhr
Zitat von A-Lizenz
Bei der Vermögenssteuer geht es gar nicht mal so sehr darum Einnahmen zu generieren sondern v. a. Macht aber auch um die Kapitalnachfrage auf so etwas wie Immobilien zu begrenzen. Das ist am Ende ein ungelöstes Problem in der mathematischen Logik des Kapitalismus - zumindest falls man eine Demokratie wie die unsere erhalten will. Wie verhinderst du es, dass oben die Leute davon rennen und irgendwann alles besitzen. Denn genau das passiert wenn du es laufen lässt. Und dann würdest du wieder im Feudalismus landen.
Ich halte deshalb überhaupt nichts davon Themen wie die Vermögenssteuer einfach nur als Einnahmequelle für den Staat zu betrachten. Das ist viel zu kurz gegriffen. Unsere Demokratie ist am Ende des Tages daraus entstanden, dass die Menschen es nicht mehr hinnehmen wollten, dass allen Besitz und alle Macht ein paar wenige hatten. Jetzt bewegen wir uns wieder in genau diese Richtung und man theoretisiert dann wegen Belanglosigkeiten herum. Die Gefahr wird völlig unterschätzt aus meiner Sicht. In den USA sehen wir erste Ausläufer dessen was passiert wenn man das zulässt.
Zitat von BVBBC
Gerade die Vermögensteuer ist in meinen Augen ein hochgradig unsachlich bis populistisch geführtes Thema, weil es nur kurzfristig betrachtet wird, aber nicht langfristig. Die Erbschaftsteuer als effektiv vorhandene Vermögensteuer wird schließlich bewusst ausgeklammert, wodurch das Thema in vielen Fällen fast schon irreführend ist.
Nehmen wir bspw. mal einen faulen Privatier an, der es trotz seiner Faulheit schafft gute 6% Rendite im Jahr zu generieren. Nehmen wir weiterhin an, dass dieser Privatier recht jung an sein Vermögen per Erbschaft von 18,6 Mio. (26,4 Mio. vor Erbschaftsteuer - ab hier werden 30% als Höchstsatz entrichtet bei direkter Erbfolge, sonst sogar mehr) gekommen ist, daher noch 40 Jahre lebt sowie über das Geld verfügt. Dazu gehen wir von jährlich exakt 2% Inflation aus und davon, dass der Privatier 0,5% seines Vermögens jedes Jahr für den Konsum verwendet.
Ohne Vermögensteuer fallen in 40 Jahren insgesamt 27,4 Mio. Kapitalertragsteuer an. Der nächste Erbe erhält dann ein Vermögen von stolzen 83,2 Mio. (kaufkraftbereinigt 38,5 Mio.), das wieder versteuert werden muss. Bei denselben Steuersätzen in der Zukunft, würde das 24,8 Mio. Erbschaftsteuer bedeuten. In Summe würden vom generierten Vermögen dieses Privatiers also 52,3 Mio. als Steuern an den Staat gehen.
Mit Vermögensteuer (soweit ich mich erinnere, lag bei der letzten Wahl der SPD Vorschlag bei 1% und 3 Mio. Freibetrag), würden nur noch 22,3 Mio. Kapitalertragsteuer anfallen. Dazu kommen 13 Mio. Vermögensteuer. Zu Lebzeiten wird das Vermögen also höher besteuert, um knapp 8 Mio.. Dadurch steigt der Wert des Vermögens "nur" auf 59,2 Mio. an, was Konsequenzen für die Erbschaftsteuer hat. Diese beträgt in diesem Szenario dann auch "nur" 17,6 Mio., womit in Summe also das Vermögen 52,9 Mio. an direkten Steuern generiert hat.
Allerdings muss man auch noch indirekte Steuern bedenken. Bei 0,5% des Vermögens als jährliches Budget ergeben sich schließlich gänzlich andere Beträge, die letztendlich in den Wirtschaftskreislauf einfließen. Nehmen wir hierfür mal an, dass für 70% dieses Geldes 19% MwSt. in Deutschland fällig sind und ignorieren mal die restlichen 30% des Konsums. Ohne Vermögensteuer kämen dann weitere 1,2 Mio. an Steuern dazu. Mit Vermögensteuer wären es 0,9 Mio.. Die Lücke im Steueraufwand in beiden Szenarien wird also immer kleiner.
Selbst wenn wir beim Konsum von einem Fixbetrag, der in den Folgejahren um die jährliche Inflation erhöht wird, ausgehen würden, sähe es folgendermaßen aus:
Konsum in Jahr 1 | Steuern mit Vermögensteuer | ohne Vermögensteuer
60.000€ | 57,0 Mio. | 57,2 Mio.
250.000€ | 44,5 Mio. 45,6 Mio.
500.000€ | 28,0 Mio. | 30,3 Mio.
Mit anderen Worten: eine Vermögensteuer generiert kurzfristig höhere Steuereinnahmen, langfristig aber nicht. Wer das Geld zudem auf den Kopf haut, zahlt langfristig effektiv am wenigsten Steuern, vererbt aber auch irgendwann nichts mehr, was auch danach noch versteuert werden kann. Du kommst mit der Vermögensteuer also gerade an das Geld der protzenden Reichen nicht ran, selbst wenn sie nicht zu Steuerflüchtlingen werden.
Es ist in meinen Augen zwar vollkommen klar: wer gut verdient, egal wie, muss auch mehr für die Allgemeinheit leisten, in Form von Steuern, aber der Staat muss sich denke ich etwas besseres als eine Vermögensteuer einfallen lassen, wie er davon profitieren kann, dass es Menschen im Land gibt, die offenbar besser verstehen, wie man Geld generiert als der Staat selbst. Unabhängig davon, dass das Geld als Investition in Deutschland eben auch noch etwas bewirken kann, um indirekt Einnahmen für den Staat zu generieren. Gerade die Problematik wäre für Unternehmer nochmal ein deutlich komplexeres Thema. Denn spätestens dann hängen direkt Arbeitsplätze dran und die beste langfristige Einnahmequelle des Staates bleiben immer noch möglichst viele Menschen mit möglichst hohen Löhnen. Ob eine Vermögensteuer dafür aber produktiv ist? Ich hege da so meine Zweifel ...
Zitat von Holzschuh85
@BVBBC liefert hier einen entscheidenden Beitrag: 1. was ich will und 2. was verhältnismäßig und machbar ist, das ist Welten voneinander entfernt.
Ich glaube an diese Verfassung.
Also braucht es andere Lösungen.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
@BVBBC liefert hier einen entscheidenden Beitrag: 1. was ich will und 2. was verhältnismäßig und machbar ist, das ist Welten voneinander entfernt.
Ich glaube an diese Verfassung.
Also braucht es andere Lösungen.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Gerade die Vermögensteuer ist in meinen Augen ein hochgradig unsachlich bis populistisch geführtes Thema, weil es nur kurzfristig betrachtet wird, aber nicht langfristig. Die Erbschaftsteuer als effektiv vorhandene Vermögensteuer wird schließlich bewusst ausgeklammert, wodurch das Thema in vielen Fällen fast schon irreführend ist.
Nehmen wir bspw. mal einen faulen Privatier an, der es trotz seiner Faulheit schafft gute 6% Rendite im Jahr zu generieren. Nehmen wir weiterhin an, dass dieser Privatier recht jung an sein Vermögen per Erbschaft von 18,6 Mio. (26,4 Mio. vor Erbschaftsteuer - ab hier werden 30% als Höchstsatz entrichtet bei direkter Erbfolge, sonst sogar mehr) gekommen ist, daher noch 40 Jahre lebt sowie über das Geld verfügt. Dazu gehen wir von jährlich exakt 2% Inflation aus und davon, dass der Privatier 0,5% seines Vermögens jedes Jahr für den Konsum verwendet.
Ohne Vermögensteuer fallen in 40 Jahren insgesamt 27,4 Mio. Kapitalertragsteuer an. Der nächste Erbe erhält dann ein Vermögen von stolzen 83,2 Mio. (kaufkraftbereinigt 38,5 Mio.), das wieder versteuert werden muss. Bei denselben Steuersätzen in der Zukunft, würde das 24,8 Mio. Erbschaftsteuer bedeuten. In Summe würden vom generierten Vermögen dieses Privatiers also 52,3 Mio. als Steuern an den Staat gehen.
Mit Vermögensteuer (soweit ich mich erinnere, lag bei der letzten Wahl der SPD Vorschlag bei 1% und 3 Mio. Freibetrag), würden nur noch 22,3 Mio. Kapitalertragsteuer anfallen. Dazu kommen 13 Mio. Vermögensteuer. Zu Lebzeiten wird das Vermögen also höher besteuert, um knapp 8 Mio.. Dadurch steigt der Wert des Vermögens "nur" auf 59,2 Mio. an, was Konsequenzen für die Erbschaftsteuer hat. Diese beträgt in diesem Szenario dann auch "nur" 17,6 Mio., womit in Summe also das Vermögen 52,9 Mio. an direkten Steuern generiert hat.
Allerdings muss man auch noch indirekte Steuern bedenken. Bei 0,5% des Vermögens als jährliches Budget ergeben sich schließlich gänzlich andere Beträge, die letztendlich in den Wirtschaftskreislauf einfließen. Nehmen wir hierfür mal an, dass für 70% dieses Geldes 19% MwSt. in Deutschland fällig sind und ignorieren mal die restlichen 30% des Konsums. Ohne Vermögensteuer kämen dann weitere 1,2 Mio. an Steuern dazu. Mit Vermögensteuer wären es 0,9 Mio.. Die Lücke im Steueraufwand in beiden Szenarien wird also immer kleiner.
Selbst wenn wir beim Konsum von einem Fixbetrag, der in den Folgejahren um die jährliche Inflation erhöht wird, ausgehen würden, sähe es folgendermaßen aus:
Konsum in Jahr 1 | Steuern mit Vermögensteuer | ohne Vermögensteuer
60.000€ | 57,0 Mio. | 57,2 Mio.
250.000€ | 44,5 Mio. 45,6 Mio.
500.000€ | 28,0 Mio. | 30,3 Mio.
Mit anderen Worten: eine Vermögensteuer generiert kurzfristig höhere Steuereinnahmen, langfristig aber nicht. Wer das Geld zudem auf den Kopf haut, zahlt langfristig effektiv am wenigsten Steuern, vererbt aber auch irgendwann nichts mehr, was auch danach noch versteuert werden kann. Du kommst mit der Vermögensteuer also gerade an das Geld der protzenden Reichen nicht ran, selbst wenn sie nicht zu Steuerflüchtlingen werden.
Es ist in meinen Augen zwar vollkommen klar: wer gut verdient, egal wie, muss auch mehr für die Allgemeinheit leisten, in Form von Steuern, aber der Staat muss sich denke ich etwas besseres als eine Vermögensteuer einfallen lassen, wie er davon profitieren kann, dass es Menschen im Land gibt, die offenbar besser verstehen, wie man Geld generiert als der Staat selbst. Unabhängig davon, dass das Geld als Investition in Deutschland eben auch noch etwas bewirken kann, um indirekt Einnahmen für den Staat zu generieren. Gerade die Problematik wäre für Unternehmer nochmal ein deutlich komplexeres Thema. Denn spätestens dann hängen direkt Arbeitsplätze dran und die beste langfristige Einnahmequelle des Staates bleiben immer noch möglichst viele Menschen mit möglichst hohen Löhnen. Ob eine Vermögensteuer dafür aber produktiv ist? Ich hege da so meine Zweifel ...
Bei der Vermögenssteuer geht es gar nicht mal so sehr darum Einnahmen zu generieren sondern v. a. Macht aber auch um die Kapitalnachfrage auf so etwas wie Immobilien zu begrenzen. Das ist am Ende ein ungelöstes Problem in der mathematischen Logik des Kapitalismus - zumindest falls man eine Demokratie wie die unsere erhalten will. Wie verhinderst du es, dass oben die Leute davon rennen und irgendwann alles besitzen. Denn genau das passiert wenn du es laufen lässt. Und dann würdest du wieder im Feudalismus landen.
Ich halte deshalb überhaupt nichts davon Themen wie die Vermögenssteuer einfach nur als Einnahmequelle für den Staat zu betrachten. Das ist viel zu kurz gegriffen. Unsere Demokratie ist am Ende des Tages daraus entstanden, dass die Menschen es nicht mehr hinnehmen wollten, dass allen Besitz und alle Macht ein paar wenige hatten. Jetzt bewegen wir uns wieder in genau diese Richtung und man theoretisiert dann wegen Belanglosigkeiten herum. Die Gefahr wird völlig unterschätzt aus meiner Sicht. In den USA sehen wir erste Ausläufer dessen was passiert wenn man das zulässt.
Hätte ich nicht besser schreiben können. Danke dafür! @A-Lizenz
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MitGlied am 08.02.2025 um 01:23 Uhr bearbeitet
08.02.2025 - 01:25 Uhr
Das Trump-Regime hat gerade die effektiven Budgets aller Unis in den USA massiv gekürzt. Langfristig wird das über höhere Studiengebühren einigermaßen ausgeglichen werden können (zumindest von den guten Unis), aber kurzfristige Kürzungen im Budget bedeuten, dass Forschungs- und Fachpersonalbudget zusammengestrichen werden muss und daher eine Menge Wissenschaftler, vor allem die jungen Talente, freigesetzt werden, quer durch alle Fachdisziplinen. Wenn wir sowas wie ein ernsthaftes Land wären, würden wir jetzt darüber reden, wie wir möglichst viele davon nach Deutschland holen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ganduin am 08.02.2025 um 01:25 Uhr bearbeitet
08.02.2025 - 05:51 Uhr
Zitat von Ganduin
Das Trump-Regime hat gerade die effektiven Budgets aller Unis in den USA massiv gekürzt. Langfristig wird das über höhere Studiengebühren einigermaßen ausgeglichen werden können (zumindest von den guten Unis), aber kurzfristige Kürzungen im Budget bedeuten, dass Forschungs- und Fachpersonalbudget zusammengestrichen werden muss und daher eine Menge Wissenschaftler, vor allem die jungen Talente, freigesetzt werden, quer durch alle Fachdisziplinen. Wenn wir sowas wie ein ernsthaftes Land wären, würden wir jetzt darüber reden, wie wir möglichst viele davon nach Deutschland holen können.
Das Trump-Regime hat gerade die effektiven Budgets aller Unis in den USA massiv gekürzt. Langfristig wird das über höhere Studiengebühren einigermaßen ausgeglichen werden können (zumindest von den guten Unis), aber kurzfristige Kürzungen im Budget bedeuten, dass Forschungs- und Fachpersonalbudget zusammengestrichen werden muss und daher eine Menge Wissenschaftler, vor allem die jungen Talente, freigesetzt werden, quer durch alle Fachdisziplinen. Wenn wir sowas wie ein ernsthaftes Land wären, würden wir jetzt darüber reden, wie wir möglichst viele davon nach Deutschland holen können.
Faktisch haben private Firmen in den USA seit langem mit das attraktivste Forschungsumfeld. Daran wird sich nichts ändern. Schon in der Vergangenheit war es in der regel so, dass Leute, die auf dem akademischen US Job market keinen Erfolg hatten, zum Research von Tech, Banken, Pharma, oder Consulting gegangen sind.
Wir sind nicht annähernd wettbewerbsfähig was Gehalt und benefits angeht. Gerade im akademischen Bereich wo man noch eher auf Geld verzichtet, um den idealen Job zu haben, ist jeder, der gehen würde ohnehin schon hier.
Was wir bieten können, ist unsere hervorragende Uni Qualität zu null kosten. Du müsstest versuchen, die Masterstudiengänge voll zu bekommen. Bzw. qualitativ besser gefüllt zu bekommen. So günstig bekommt man die Menschen nie wieder ins Land.
Aber was soll ich sagen, ich musste die Abgabe der Arbeit meiner Studierenden immer so timen, dass sie ihre Aufenthaltserlaubnis nicht verlieren. Kostenlos studieren, ja bitte. Su willst mit deinem Abschluss hier bleiben und arbeiten, auf keinen Fall. Das gilt natürlich nicht für das "gute" Ausland.
Kurz gesagt. Mit ein wenig Pragmatismus und gesunden Menschenverstand können wir schon viel mehr aus dem machen, was da ist.
08.02.2025 - 07:03 Uhr
Zitat von Ganduin
Das Trump-Regime hat gerade die effektiven Budgets aller Unis in den USA massiv gekürzt. Langfristig wird das über höhere Studiengebühren einigermaßen ausgeglichen werden können (zumindest von den guten Unis), aber kurzfristige Kürzungen im Budget bedeuten, dass Forschungs- und Fachpersonalbudget zusammengestrichen werden muss und daher eine Menge Wissenschaftler, vor allem die jungen Talente, freigesetzt werden, quer durch alle Fachdisziplinen. Wenn wir sowas wie ein ernsthaftes Land wären, würden wir jetzt darüber reden, wie wir möglichst viele davon nach Deutschland holen können.
Das Trump-Regime hat gerade die effektiven Budgets aller Unis in den USA massiv gekürzt. Langfristig wird das über höhere Studiengebühren einigermaßen ausgeglichen werden können (zumindest von den guten Unis), aber kurzfristige Kürzungen im Budget bedeuten, dass Forschungs- und Fachpersonalbudget zusammengestrichen werden muss und daher eine Menge Wissenschaftler, vor allem die jungen Talente, freigesetzt werden, quer durch alle Fachdisziplinen. Wenn wir sowas wie ein ernsthaftes Land wären, würden wir jetzt darüber reden, wie wir möglichst viele davon nach Deutschland holen können.
Gibt momentan wirklich keinen Tag, wo man nicht mit irgendeiner seltsamen Nachricht über Donald Trump aufwacht..
08.02.2025 - 09:26 Uhr
Zitat von rm-woogie
Ich sehe es eher so, dass Worte und Ansichten wie deine das Land immer weiter auseinander treiben.
Ansichten wie zum Beispiel die bösen Reichen, die alle nur auf der faulen Haut liegen und allen das Geld aus dem Portmonee treiben.
Wir leben in einer Welt in der der Populismus immer weiter voran schreitet. In der vermeintliche Moral und Ideologie immer mehr vortritt über Sachlichkeit gewinnt. In der auch in den Medien oft keine sachlich gut aufbereiteten Diskussionen und Beiträge mehr vorhanden sind. In der es immer mehr ein Gegeneinander gibt, anstatt ein Miteinander zu forcieren - alles unter dem Deckmanter der vermeintlichen Moralüberlegenheit und vermeintlich besseren Ziele.
Zitat von Holzschuh85
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Ich bin da für viele Wege offen, aber so wie es aktuell in Deutschland ist, treibt das Land auseinander.
Ich sehe es eher so, dass Worte und Ansichten wie deine das Land immer weiter auseinander treiben.
Ansichten wie zum Beispiel die bösen Reichen, die alle nur auf der faulen Haut liegen und allen das Geld aus dem Portmonee treiben.
Wir leben in einer Welt in der der Populismus immer weiter voran schreitet. In der vermeintliche Moral und Ideologie immer mehr vortritt über Sachlichkeit gewinnt. In der auch in den Medien oft keine sachlich gut aufbereiteten Diskussionen und Beiträge mehr vorhanden sind. In der es immer mehr ein Gegeneinander gibt, anstatt ein Miteinander zu forcieren - alles unter dem Deckmanter der vermeintlichen Moralüberlegenheit und vermeintlich besseren Ziele.
Aus meiner Sicht gehörst du mit solchen Aussagen aber genauso dazu:
"In der vermeintliche Moral und Ideologie immer mehr vortritt über Sachlichkeit gewinnt"
" alles unter dem Deckmanter der vermeintlichen Moralüberlegenheit"
Also alles die bösen moralischen Linkspopulismus, die die Welt besser machen wollen (und dabei teilweise übermoralisieren, da gehe ich mit).
Wenn ich die Medien schau kriege ich folgendes:
"Windräder abbauen, weil sie hässlich sind" - Merz
"Keine Zahnarzttermine, weil Flüchtlinge sich die Zähne machen lassen" - Merz
Habeck ist Schuld, weil er 3 Atomkraftwerke länger laufen lassen hat, während Söder mit Rücktritt gedroht hat, kommt der Atomausstieg nicht und unter seiner Regierungsbeteiligung wurden dann 21 oder so von den Dingern abgeschaltet. Söder wirft es Habeck jeden zweiten Tag vor.
"Die Grünen diskutieren dann noch, ob man nicht lieber Insekten wie die Hausgrille oder den Getreideschimmel-Käfer essen soll" - Söder
"Wir erleben mittlerweile einen Sozialtourismus dieser Flüchtlinge: nach Deutschland, zurück in die Ukraine, nach Deutschland, zurück in die Ukraine." - Merz
Glaubst du, dieser ganze Populismus (und das ist nur was mir auf Anhieb einfällt und beinhaltet nicht mal die AfD) stammt aus einer vermeintlichen Moralüberlegenheit?
Über 50 % der Deutschen wollen CDU oder AfD wählen, welche durch eine populistische Aussage nach der anderen auffallen. Aber Schuld am Populismus sind natürlich hypermoralisierende Linke?
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