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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread

18.01.2025 - 13:04 Uhr
Zitat von de_Lek

Zitat von MCU_71

Ein Spitzen Frieden, gerade für die Ukraine, die einfach nur Pech haben, näher an Russland dran zu liegen, als andere Länder.


Von einem moralischen Standpunkt aus hast Du natürlich Recht. Aber wenn es um eine schnelle Abwicklung des Krieges geht, dann ist ein "status quo"-Frieden die einfachste Lösung. Und wenn die Ukraine belastbare Sicherheitsgarantien bekommt - ein EU Beitritt ist effektiv genau das - dann bedeutet das ein langfristiger Erhalt der staatlichen Souveränität des Landes.

Ich war vom ersten Entwurf auch nicht begeistert, aber der zweite Entwurf sieht da schon besser aus. Irgendwann muss man eben feststellen, dass weiter zu kämpfen keine nennenswerten Änderungen der Gebietskontrolle bringt.

Die Geschichte zeigt, dass eine richtige Aufarbeitung eines Krieges nur dann stattfindet, wenn die "Guten" gewinnen - bspw. WW2. Friedensvereinbarungen, aus der beide Seiten mit ihrer staatlichen Souveränität heraus gehen, sehen häufig so aus, wie dieser Vorschlag: Was erobert wurde, bleibt unter der Kontrolle, der Eroberer und die Nachkiegsordnung ist relativ liberal gehandhabt.

Und man muss auch bedenken, dass dieser Frieden Vorteile für den Westen hat: Die Ukraine wird in die westliche Staatengemeinschaft integriert, Getreide und natürlich Rohstoffe in der Ukraine können wieder geliefert/gefördert werden, ein Zwang nach hohen Militärausgaben zum Schutz vor Russland ist erstmal wieder weniger und die Lockerung der Sanktionen gegen Russland werden gegenseitige Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, insbesondere in Europa haben; Energiepreise werden sinken, Investitionsmöglichkeiten durch den Wiederaufbau und die Öffnung des russischen Marktes werden geschaffen und man vermeidet, Russland noch mehr in die Arme Chinas zu treiben.

Der Preis? Die Ukraine verliert die Gebiete, die Russland militärisch erobert hat. Kann man sich aktuell einen Weg vorstellen, diese militärisch zurück zu erobern? Nur mit aktiver militärischer Präsenz der NATO. Willst Du eingezogen werden und dafür kämpfen? Ich nicht.


In diesem Entwurf hat die Ukraine nur Sachen zugestanden, über die sie aktuell sowieso keine Kontrolle hat: Die Gebiete sind jetzt schon weg. Wahlen will man sowieso durchführen und EU/NATO-Beitritte sind ein Prozess, über den man selbst nur bedingt Kontrolle hat. Die Begrenzung der Ukrainische Armee auf 800.000 Mann ist auf dem Papier ein Zugeständnis, aktuell stehen allerdings geschätzt 900.000 Mann unter Waffen, viel gibt man damit also nicht auf.

Kurzum: Was gibt die Ukraine auf, was sich in absehbarer Zeit militärisch gewinnen ließe? Das einzige, was ich hier sehe ist die moralische Deutungshoheit - diese ist zwar wichtig, wenn man in Deutschland auf der Couch sitzt, den Menschen in der Ukraine, die tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzen, um ihr Land zu verteidigen, wird das aber herzlich wenig interessieren.


Es geht aber eben nicht nur um die Ukraine.
Die hätte von Anfang an keine Chance gegen die russische Armee gehabt.
Das Ganze geht doch nur so lange, weil Europa, USA und viele Menschen weltweit größere Interessen hegen.
Der Kampf gegen den Feind vor der Haustür, gegen autokratische Systeme, gegen Menschenrechtsverächter, gegen kommunistische Großmachtfantasien...da gibt es viele Ebenen. Auch wenn die Ukraine ganz direkt und mit Blut bezahlt, so sind die Konsequenzen dieses Kriegsausganges deutlich größer.

Das wird natürlich auch positive Effekte haben, aber ich sehe das ähnlich wie in der Klimadebatte. Natürlich kann man kurzfristig ein wenig Entlastung erzeugen, aber das wird ganz klar zulasten langfristiger Effekte gehen.

Ich finde es daher absolut wichtig, aus europäischer Perspektive weiterhin standhaft auf dem ursprünglichen Weg zu bleiben und ggf. sogar die Unterstützung für die Ukraine nochmal auf ein neues Level zu heben.

@TheInternational ich glaube sehr wohl, dass Trump aktuell Erfolge in der Ukraine-Situation braucht, sowas zumindest ist schon häufig ein Rettungsanker für wankende Präsidenten gewesen und Trump wankt ganz schön, obwohl er ja angeblich mit der Zollpolitik genau das getan hat, was seine Wähler wollten.

Ich glaube, dass Europa aktuell vor allem eine Chance ergreifen muss: in den USA Einfluss generieren, um den amerikanischen Großmachtsgeist in der amerikanischen Bevölkerung wieder so umzudeuten, dass dies vor allem auch mit internationaler Verantwortung einhergeht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 24.11.2025 um 20:56 Uhr bearbeitet
Zitat von Holzschuh85

Ich glaube, dass Europa aktuell vor allem eine Chance ergreifen muss: in den USA Einfluss generieren, um den amerikanischen Großmachtsgeist in der amerikanischen Bevölkerung wieder so umzudeuten, dass dies vor allem auch mit internationaler Verantwortung einhergeht.


Großmachtsgeist der amerikanischen Bevölkerung? Und gleichzeitig sollen die jetzt bitte wieder Weltpolizei für uns spielen? Wie passt das denn zusammen? Es ist jetzt an Europa Verantwortung für Europa zu übernehmen.
Zitat von de_Lek

Der Preis? Die Ukraine verliert die Gebiete, die Russland militärisch erobert hat. Kann man sich aktuell einen Weg vorstellen, diese militärisch zurück zu erobern? Nur mit aktiver militärischer Präsenz der NATO. Willst Du eingezogen werden und dafür kämpfen? Ich nicht.

Kurzum: Was gibt die Ukraine auf, was sich in absehbarer Zeit militärisch gewinnen ließe? Das einzige, was ich hier sehe ist die moralische Deutungshoheit - diese ist zwar wichtig, wenn man in Deutschland auf der Couch sitzt, den Menschen in der Ukraine, die tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzen, um ihr Land zu verteidigen, wird das aber herzlich wenig interessieren.


Russland blutet gerade komplett aus. Dieses Angebot anzunehmen bedeutet, dass sie sich wieder in aller Ruhe stärken können, um in ein paar Jahren das nächste Land zu überfallen. Warum übersieht man das wieder? Die werden nur aufhören, wenn sie endlich ihre Niederlage einstecken und in dem Maße, dass sie gezwungen werden abzurüsten. Momentan läuft es für die Ukraine nicht so schlecht. Man hat eine Strategie die allmählich ihre Wirkung zeigt.

Kein Abkommen hat Putin bisher aufhalten können und das wird diese Vereinbarung auch nicht. Zumal ich nicht ganz verstehe, weshalb die Ukraine einen Preis bezahlen soll. Eigentlich müsste es der Aggressor sein, nur wird die Debatte wieder komplett verdreht.

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HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
Zitat von TheKillingJoke
Zitat von de_Lek

Der Preis? Die Ukraine verliert die Gebiete, die Russland militärisch erobert hat. Kann man sich aktuell einen Weg vorstellen, diese militärisch zurück zu erobern? Nur mit aktiver militärischer Präsenz der NATO. Willst Du eingezogen werden und dafür kämpfen? Ich nicht.

Kurzum: Was gibt die Ukraine auf, was sich in absehbarer Zeit militärisch gewinnen ließe? Das einzige, was ich hier sehe ist die moralische Deutungshoheit - diese ist zwar wichtig, wenn man in Deutschland auf der Couch sitzt, den Menschen in der Ukraine, die tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzen, um ihr Land zu verteidigen, wird das aber herzlich wenig interessieren.


Russland blutet gerade komplett aus. Dieses Angebot anzunehmen bedeutet, dass sie sich wieder in aller Ruhe stärken können, um in ein paar Jahren das nächste Land zu überfallen. Warum übersieht man das wieder? Die werden nur aufhören, wenn sie endlich ihre Niederlage einstecken und in dem Maße, dass sie gezwungen werden abzurüsten. Momentan läuft es für die Ukraine nicht so schlecht. Man hat eine Strategie die allmählich ihre Wirkung zeigt.

Kein Abkommen hat Putin bisher aufhalten können und das wird diese Vereinbarung auch nicht. Zumal ich nicht ganz verstehe, weshalb die Ukraine einen Preis bezahlen soll. Eigentlich müsste es der Aggressor sein, nur wird die Debatte wieder komplett verdreht.
Und welches Land deiner Einschätzung nach?
Zitat von TheInternational
Zitat von Holzschuh85

Ich glaube, dass Europa aktuell vor allem eine Chance ergreifen muss: in den USA Einfluss generieren, um den amerikanischen Großmachtsgeist in der amerikanischen Bevölkerung wieder so umzudeuten, dass dies vor allem auch mit internationaler Verantwortung einhergeht.


Großmachtsgeist der amerikanischen Bevölkerung? Und gleichzeitig sollen die jetzt bitte wieder Weltpolizei für uns spielen? Wie passt das denn zusammen? Es ist jetzt an Europa Verantwortung für Europa zu übernehmen.


Du kannst es auch gerne die größenwahnsinnige amerikanische Seele nennen. Mir ist der Name wurscht. Das Konzept ist aber ziemlich unstrittig (#MAGA)
Ganz praktisch:
ohne die USA geht es aktuell nicht.
Wenn die Europäer jetzt Verantwortung übernehmen (diese Einstellung teile ich mit dir) sind sie vlt in 10 Jahren bereit für Alleingänge. Aktuell aber auf keinen Fall. Ich persönliche wünsche mir die USA definitiv nicht als Weltpolizei, aber in dem Russland-Ukraine-Krieg sind sie definitiv eine entscheidende Hilfe.
Zitat von Holzschuh85
Zitat von TheInternational

Zitat von Holzschuh85

Ich glaube, dass Europa aktuell vor allem eine Chance ergreifen muss: in den USA Einfluss generieren, um den amerikanischen Großmachtsgeist in der amerikanischen Bevölkerung wieder so umzudeuten, dass dies vor allem auch mit internationaler Verantwortung einhergeht.


Großmachtsgeist der amerikanischen Bevölkerung? Und gleichzeitig sollen die jetzt bitte wieder Weltpolizei für uns spielen? Wie passt das denn zusammen? Es ist jetzt an Europa Verantwortung für Europa zu übernehmen.


Du kannst es auch gerne die größenwahnsinnige amerikanische Seele nennen. Mir ist der Name wurscht. Das Konzept ist aber ziemlich unstrittig (#MAGA)
Ganz praktisch:
ohne die USA geht es aktuell nicht.
Wenn die Europäer jetzt Verantwortung übernehmen (diese Einstellung teile ich mit dir) sind sie vlt in 10 Jahren bereit für Alleingänge. Aktuell aber auf keinen Fall. Ich persönliche wünsche mir die USA definitiv nicht als Weltpolizei, aber in dem Russland-Ukraine-Krieg sind sie definitiv eine entscheidende Hilfe.


Sie haben sich längst entschieden. Mit der Wahl von Trump ist die Ukraine aus amerikanischer Sicht aufgegeben. Europa wenn dann müsste ein Interesse daran haben, diesen Krieg zu gestalten. Hat aber offensichtlich mit sich selbst genug zu tun. UK ist kein Teil mehr, diverse der größeren Länder sind über die letzten 20 Jahre in enorm schwache Positionen gerutscht, in der EU gibt es einige Länder, zumindest Kräfte, die sich Russland näher wähnen.

Wer Engagement zeigt, ist Deutschland, Benelux, Polen, die baltischen und die skandinavischen Staaten. Eben allen, denen mit einem starken, expandieren Russland einiges verloren gehen kann. Das ist zu wenig.

Die EU müsste erstmal wissen, was sie täte, wenn ein EU Land überfallen wird. Ich sehe da keine Handlungsbereitschaft (in jedem Sinne des Wortes).
Zitat von Holzschuh85
Zitat von TheInternational

Zitat von Holzschuh85

Ich glaube, dass Europa aktuell vor allem eine Chance ergreifen muss: in den USA Einfluss generieren, um den amerikanischen Großmachtsgeist in der amerikanischen Bevölkerung wieder so umzudeuten, dass dies vor allem auch mit internationaler Verantwortung einhergeht.


Großmachtsgeist der amerikanischen Bevölkerung? Und gleichzeitig sollen die jetzt bitte wieder Weltpolizei für uns spielen? Wie passt das denn zusammen? Es ist jetzt an Europa Verantwortung für Europa zu übernehmen.


Du kannst es auch gerne die größenwahnsinnige amerikanische Seele nennen. Mir ist der Name wurscht. Das Konzept ist aber ziemlich unstrittig (#MAGA)
Ganz praktisch:
ohne die USA geht es aktuell nicht.
Wenn die Europäer jetzt Verantwortung übernehmen (diese Einstellung teile ich mit dir) sind sie vlt in 10 Jahren bereit für Alleingänge. Aktuell aber auf keinen Fall. Ich persönliche wünsche mir die USA definitiv nicht als Weltpolizei, aber in dem Russland-Ukraine-Krieg sind sie definitiv eine entscheidende Hilfe.


Der Begriff Größenwahn stört mich, was dort passiert bzgl. MAGA ist wirtschaftlicher Protektionismus. Den Weltpolizisten USA wird es erstmal so nicht mehr geben. Das Europa sich engagieren muss hören wir nun seit Clinton von jedem US Präsidenten, ich finde es als Europäer (erst recht als Deutscher) tatsächlich vermessen bzgl. der Ukraine mit dem Finger auf die USA zu zeigen und was von Größenwahn zu erzählen.
Die haben uns Jahrzehnte zum Nulltarif beschützt während wir hier wie die Made im Speck gelebt, gehandelt und uns fleißig mit billigem Strom und Gas aus Russland eingedeckt haben. Nun ist es eben vorbei.

Natürlich braucht man die USA, alleine schon weil nur die eine abschreckende Militärmacht sind. Die USA werden aber nicht für uns den Preis bezahlen, es wird alles von den Europäern, bzw. der Koalition der Willigen getragen werden müssen. Und hier muss auch jetzt schon mehr kommen, man tut immer so viel um die Ukraine so grade am Leben zu halten. Von Anfang an. Mit dieser Salamitaktik muss auch mal Schluss sein. Jeder Politiker erklärt uns immer wieder das Putin nur Stärke versteht, passieren tut dann aber nix bzw. nur mit Handbremse (vgl. Langstreckenwaffen).

Was mir in den Diskussionen auch völlig untergeht: Putin hat ganz Russland in den Kriegsmodus umgerüstet, durch den Krieg werden täglich Erfahrungen gesammelt und die Armee lernt technisch und taktisch wie ein Krieg heutzutage funktioniert und geführt werden muss. Was geht wie und was geht nicht. Logistik, Technik etc. Diese Fähigkeiten gehen allen europäischen Armeen völlig ab. Echte Gefechtserfahrung kann man nicht simulieren. Ein Land was auf Kriegsproduktion umgestellt wurde lässt sich zudem nicht mal so eben wieder in einen Normalzustand versetzen. Für Putin persönlich wäre ein Kriegsende wohl sein eigenes Ende, denn dann würden die wirtschaftlichen Scherbenhaufen auf einmal für alle sichtbar werden und die Feinde im eigenen Lager aus allen Ecken kommen. Da funktioniert nur noch Krieg, deshalb bin ich auch überzeugt das er damit nicht mehr aufhören wird, es ein denn es passiert etwas ganz unvorhergesehenes wie z.B. der Verlust eines Partners wie China, was wenig wahrscheinlich ist. Also das Putin Interesse an einem Frieden hat kann ich mir nicht vorstellen. Ich sehe auch kein Russland was jetzt zeitnah ausblutet, ausbluten tun nur die Ukrainischen Soldaten und das jeden Tag.

Die USA bzw. Trump schenkt ihm durch sein hin und her genau die Zeit die Putin haben will und braucht, und die Europäer stehen an der Seitenlinie und versuchen einen Fuß in die Tür zu bekommen, damit man hinterher auch moralisch was beitragen kann. Also ich weiß auch überhaupt nicht wie das alles enden kann, aber auf die Amerikaner zu hoffen scheint eher keine Lösung zu sein.
@WalterFroschsErbe eine Einschätzung der Gesamtlage, die ich grundsätzlich teile, aber nicht für einen irreversiblen Zustand halte.

Zitat von TheInternational

Zitat von Holzschuh85

Zitat von TheInternational

Zitat von Holzschuh85

Ich glaube, dass Europa aktuell vor allem eine Chance ergreifen muss: in den USA Einfluss generieren, um den amerikanischen Großmachtsgeist in der amerikanischen Bevölkerung wieder so umzudeuten, dass dies vor allem auch mit internationaler Verantwortung einhergeht.


Großmachtsgeist der amerikanischen Bevölkerung? Und gleichzeitig sollen die jetzt bitte wieder Weltpolizei für uns spielen? Wie passt das denn zusammen? Es ist jetzt an Europa Verantwortung für Europa zu übernehmen.


Du kannst es auch gerne die größenwahnsinnige amerikanische Seele nennen. Mir ist der Name wurscht. Das Konzept ist aber ziemlich unstrittig (#MAGA)
Ganz praktisch:
ohne die USA geht es aktuell nicht.
Wenn die Europäer jetzt Verantwortung übernehmen (diese Einstellung teile ich mit dir) sind sie vlt in 10 Jahren bereit für Alleingänge. Aktuell aber auf keinen Fall. Ich persönliche wünsche mir die USA definitiv nicht als Weltpolizei, aber in dem Russland-Ukraine-Krieg sind sie definitiv eine entscheidende Hilfe.


Der Begriff Größenwahn stört mich, was dort passiert bzgl. MAGA ist wirtschaftlicher Protektionismus. Den Weltpolizisten USA wird es erstmal so nicht mehr geben.
Das Europa sich engagieren muss hören wir nun seit Clinton von jedem US Präsidenten, ich finde es als Europäer (erst recht als Deutscher) tatsächlich vermessen bzgl. der Ukraine mit dem Finger auf die USA zu zeigen und was von Größenwahn zu erzählen.


Mein Eindruck: hier willst du mich ganz bewusst falsch verstehen.
1. Ich bezog mich auf ein Sendungsbewusstsein, das tief in die amerikanische Gesellschaft eingesickert ist und im Kern auf der Verfassung fußt...startend mit dem "Manifest Destiny" im 19. Jhdt., dem "Leader of the free world" während WW2, der Leuchtturm-Rhetorik zahlreicher US-Präsidenten und Schulbücher, der Freiheitsstatue selbst etc.
--> das wird garantiert nicht weggehen, nur weil aktuell der Präsident Trump heißt
2. MAGA hat deutlich mehr mit 1. zu tun als mit wirtschaftlichem Protektionismus...du meinst eher "America First"
3. sagte ich bereits, dass es mir nicht um die Wortwahl geht, also was bringt es dir, da jetzt wortklauberisch zu sein?

Ich sehe uns Europäer massiv in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Aber das reicht aktuell nicht.
Wir Europäer brauchen die USA und wir sollten sie daran erinnern, dass Hilfe (und im Zweifel auch Führungsstärke) im Kern der Identität dieser Nation steckt.
Denn u.a. genau dieser Kern macht "America great"...

Die haben uns Jahrzehnte zum Nulltarif beschützt während wir hier wie die Made im Speck gelebt, gehandelt und uns fleißig mit billigem Strom und Gas aus Russland eingedeckt haben. Nun ist es eben vorbei.


Korrekt.
Was hat das mit meinem Beitrag zu tun?
Außerdem haben die USA genauso von dieser Beschützerstellung profitiert. Mit denen braucht man kein Mitleid haben...

Was mir in den Diskussionen auch völlig untergeht: Putin hat ganz Russland in den Kriegsmodus umgerüstet, durch den Krieg werden täglich Erfahrungen gesammelt und die Armee lernt technisch und taktisch wie ein Krieg heutzutage funktioniert und geführt werden muss. Was geht wie und was geht nicht. Logistik, Technik etc. Diese Fähigkeiten gehen allen europäischen Armeen völlig ab. Echte Gefechtserfahrung kann man nicht simulieren. Ein Land was auf Kriegsproduktion umgestellt wurde lässt sich zudem nicht mal so eben wieder in einen Normalzustand versetzen. Für Putin persönlich wäre ein Kriegsende wohl sein eigenes Ende, denn dann würden die wirtschaftlichen Scherbenhaufen auf einmal für alle sichtbar werden und die Feinde im eigenen Lager aus allen Ecken kommen. Da funktioniert nur noch Krieg, deshalb bin ich auch überzeugt das er damit nicht mehr aufhören wird, es ein denn es passiert etwas ganz unvorhergesehenes wie z.B. der Verlust eines Partners wie China, was wenig wahrscheinlich ist. Also das Putin Interesse an einem Frieden hat kann ich mir nicht vorstellen. Ich sehe auch kein Russland was jetzt zeitnah ausblutet, ausbluten tun nur die Ukrainischen Soldaten und das jeden Tag.


Finde ich treffend formuliert und wichtig!
Ist für mich absolut umso mehr ein Grund jetzt die Ukraine nicht fallen zu lassen.

Die USA bzw. Trump schenkt ihm durch sein hin und her genau die Zeit die Putin haben will und braucht, und die Europäer stehen an der Seitenlinie und versuchen einen Fuß in die Tür zu bekommen, damit man hinterher auch moralisch was beitragen kann. Also ich weiß auch überhaupt nicht wie das alles enden kann, aber auf die Amerikaner zu hoffen scheint eher keine Lösung zu sein.


Bis auf den letzten Satz sehe ich es genauso.
Deshalb ja mein Appell an die Europäer, die USA auf andere Weise zurück ins Boot zu holen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holzschuh85 am 25.11.2025 um 16:08 Uhr bearbeitet
Wer wird den Machtkampf gewinnen? Vance oder Rubio? Etwas anderes als Rubio will ich mir nicht vorstellen...

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Zitat von CocoBall
Wer wird den Machtkampf gewinnen? Vance oder Rubio? Etwas anderes als Rubio will ich mir nicht vorstellen...


Werden wir Donnerstag oder Freitag dann wohl erfahren.....

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„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

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