Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
16.05.2020 - 19:07 Uhr
12.07.2022 - 19:20 Uhr
Zitat von Borussenpower1
Für welche Schulart studieren die bzw haben die studiert? Es wurde und wird, nach meiner Kenntnis, Breit in Richtung Gymnasium studiert. Verständlich, wenn die Studenten von dieser Schule kommen.
Bei uns in Bayern kommt daher vor allem die Grund- und Mittelschule nicht mehr hinterher. Bei der Realschule und im Gymnasium sieht es noch besser aus, aber auch hier scheiden zunehmend mehr Lehrkräfte (gesundheits- und altersbedingt) aus. Corona hat da seinen Teil dazu beigetragen. Zudem ist es ganz was anderes an einer Mittelschule zu unterrichten, das wollen viele einfach nicht.
Zitat von CocoBall
Wenn ich immer höre, er herrsche so viel Lehrermangel, kann ich auch nur staunen. Die meisten Abiturienten hier an unserem Gymnasium treten seit Jahren in ein Lehramtsstudium ein und schließen es auch ab. Ich habe noch nie so viele junge fertige und angehende Lehrer und Lehrerinnen gekannt wie in den letzten Jahren.
Zitat von Borussenpower1
Freunde hatten neben dem Lehramtsstudium in u.a. noch den Master in Mathe drauf gesetzt. Die sind dann in die Wirtschaft, klar, denn da verdienst du weitaus mehr bzw fast das Doppelte und haste bessere Arbeitszeiten.
Das Ref würde ich nie wieder machen, da verlieren zusätzlich nicht wenige Leute die Lust am Beruf. Die Erwartungen sind teilweise absurd. Ein Freund der vor zwei Jahren fertig wurde hat kürzlich geschrieben: Ich würde gerne mal wieder unterrichten und nicht die Zeit mit dem anderen Schmarrn (Organisatorisches…) opfern müssen.
Wie es zu der Fehlberechnung an Lehrkräften kommt gibt mir aber immer noch ein Rätsel auf. Die Zahlen sind weitgehend bekannt und so kann auch zumindest mittelfristig ein Bedarf ermittelt werden. Aber anstatt den Beruf attraktiver zu gestalten, werden die Anforderungen angezogen und Vorteile zusammengekürzt.
Eine Kollegin hat gesagt, dass das System dieses Jahr zusammen bricht, da viel bzw noch mehr SuS erwartet werden und die Stunden seit längerem auf Kante genäht sind.
Zitat von de_Lek
In der Einführungsveranstaltung meines Studiums wurde uns eine Grafik gezeigt: Supply&Demand von Lehrern nach Fächern. Gesucht wurden vor allem Lehrer in den Naturwissenschaften - Mathe, Physik, Chemie. In anderen Fächern - Sport, Religion, Erdkunde, Philosophie - wurden eher wenige Lehrer gesucht. Eines meiner Fächer war eines der weniger gesuchten und was soll ich sagen... die Hörsäle und Seminarräume waren aber immer voll (zumindest in der ersten Veranstaltung im Semester). Und das hat sich auch bis zum Ende des Bachelor in diesem Fach so nicht geändert, wohingegen ich von Kommilitonen, die bspw. Chemie hatten gehört habe, dass sich die Reihen relativ stark gelichtet hatten am Ende des Studiums.
Von Kommilitonen, die vor mir fertig wurden habe ich gehört, dass es für die sehr schwer war, eine Einstellung zu finden, wo sie beide ihre Fächer unterrichten konnten. Die meisten wurden dann "nur" für ihr mehr nachgefragtes Hauptfach eingestellt, wohingegen das Nebenfach meist nicht berücksichtigt wurde.
Und der Mangel an Lehrern im Naturwissenschaftlichen Bereich deckt sich ja auch mit dem immer steigenden Bedarf von Personal im Technischen Bereich auf dem normalen Arbeitsmarkt. Und wenn da schon Leute fehlen, wo sollen dann die Lehrer herkommen? Viele Technische Unis werben ja sogar damit, dass man nach bestimmten Studiengängen eine Jobgarantie bekommt. Und wenn technisch/naturwissenschaftlich interessierte Leute dann mehr Geld bei einem 9-5 Job angeboten bekommen, als sie jemals als Lehrer verdienen können, warum sollen sie dann den Lehrerberuf wählen?
Zitat von Copperfield
Hallo zusammen,
ich hatte während des Studiums immer das Gefühl das doch sehr viele Kommilitonen und Kommilitoninnen sich für das Lehramt entschieden haben. So hatte ich es zumindest wahrgenommen. Woher kommt also der Lehrermangel?
Zitat von Borsigplatz
Im kommenden Schuljahr bin ich sogar ein Mann mit Klassen.
#Lehrermangel
Zitat von Reus_Fan
Also ich stehe vor meinen Examensprüfungen und dann hoffentlich bald vor dem Ref. Super wenn das alles so einfach und toll wird
Und warum mach ich das?
Damit ich ein "Mann mit Klasse" sein kann!
Zitat von Borsigplatz
Ich finde es auch immer sehr schade, dass sehr viele Menschen wissen, wie unfassbar chillig dieser Job ist, wie viel Freizeit wir haben und wie viel Geld wir verdienen (ist ja für jeden mit drei Klicks einsehbar). Auf der anderen Seite haben wir dann aber doch einen akuten Lehrermangel, der in den nächsten Jahren sicherlich nicht kleiner werden wird. Schade, dass all diese Vorzüge des Jobs am Ende trotzdem nicht ausreichen, in den Lehrerberuf einzusteigen.
Ich finde es auch immer sehr schade, dass sehr viele Menschen wissen, wie unfassbar chillig dieser Job ist, wie viel Freizeit wir haben und wie viel Geld wir verdienen (ist ja für jeden mit drei Klicks einsehbar). Auf der anderen Seite haben wir dann aber doch einen akuten Lehrermangel, der in den nächsten Jahren sicherlich nicht kleiner werden wird. Schade, dass all diese Vorzüge des Jobs am Ende trotzdem nicht ausreichen, in den Lehrerberuf einzusteigen.
Also ich stehe vor meinen Examensprüfungen und dann hoffentlich bald vor dem Ref. Super wenn das alles so einfach und toll wird
Und warum mach ich das?
Damit ich ein "Mann mit Klasse" sein kann!
Im kommenden Schuljahr bin ich sogar ein Mann mit Klassen.
#Lehrermangel
Hallo zusammen,
ich hatte während des Studiums immer das Gefühl das doch sehr viele Kommilitonen und Kommilitoninnen sich für das Lehramt entschieden haben. So hatte ich es zumindest wahrgenommen. Woher kommt also der Lehrermangel?
In der Einführungsveranstaltung meines Studiums wurde uns eine Grafik gezeigt: Supply&Demand von Lehrern nach Fächern. Gesucht wurden vor allem Lehrer in den Naturwissenschaften - Mathe, Physik, Chemie. In anderen Fächern - Sport, Religion, Erdkunde, Philosophie - wurden eher wenige Lehrer gesucht. Eines meiner Fächer war eines der weniger gesuchten und was soll ich sagen... die Hörsäle und Seminarräume waren aber immer voll (zumindest in der ersten Veranstaltung im Semester). Und das hat sich auch bis zum Ende des Bachelor in diesem Fach so nicht geändert, wohingegen ich von Kommilitonen, die bspw. Chemie hatten gehört habe, dass sich die Reihen relativ stark gelichtet hatten am Ende des Studiums.
Von Kommilitonen, die vor mir fertig wurden habe ich gehört, dass es für die sehr schwer war, eine Einstellung zu finden, wo sie beide ihre Fächer unterrichten konnten. Die meisten wurden dann "nur" für ihr mehr nachgefragtes Hauptfach eingestellt, wohingegen das Nebenfach meist nicht berücksichtigt wurde.
Und der Mangel an Lehrern im Naturwissenschaftlichen Bereich deckt sich ja auch mit dem immer steigenden Bedarf von Personal im Technischen Bereich auf dem normalen Arbeitsmarkt. Und wenn da schon Leute fehlen, wo sollen dann die Lehrer herkommen? Viele Technische Unis werben ja sogar damit, dass man nach bestimmten Studiengängen eine Jobgarantie bekommt. Und wenn technisch/naturwissenschaftlich interessierte Leute dann mehr Geld bei einem 9-5 Job angeboten bekommen, als sie jemals als Lehrer verdienen können, warum sollen sie dann den Lehrerberuf wählen?
Freunde hatten neben dem Lehramtsstudium in u.a. noch den Master in Mathe drauf gesetzt. Die sind dann in die Wirtschaft, klar, denn da verdienst du weitaus mehr bzw fast das Doppelte und haste bessere Arbeitszeiten.
Das Ref würde ich nie wieder machen, da verlieren zusätzlich nicht wenige Leute die Lust am Beruf. Die Erwartungen sind teilweise absurd. Ein Freund der vor zwei Jahren fertig wurde hat kürzlich geschrieben: Ich würde gerne mal wieder unterrichten und nicht die Zeit mit dem anderen Schmarrn (Organisatorisches…) opfern müssen.
Wie es zu der Fehlberechnung an Lehrkräften kommt gibt mir aber immer noch ein Rätsel auf. Die Zahlen sind weitgehend bekannt und so kann auch zumindest mittelfristig ein Bedarf ermittelt werden. Aber anstatt den Beruf attraktiver zu gestalten, werden die Anforderungen angezogen und Vorteile zusammengekürzt.
Eine Kollegin hat gesagt, dass das System dieses Jahr zusammen bricht, da viel bzw noch mehr SuS erwartet werden und die Stunden seit längerem auf Kante genäht sind.
Wenn ich immer höre, er herrsche so viel Lehrermangel, kann ich auch nur staunen. Die meisten Abiturienten hier an unserem Gymnasium treten seit Jahren in ein Lehramtsstudium ein und schließen es auch ab. Ich habe noch nie so viele junge fertige und angehende Lehrer und Lehrerinnen gekannt wie in den letzten Jahren.
Für welche Schulart studieren die bzw haben die studiert? Es wurde und wird, nach meiner Kenntnis, Breit in Richtung Gymnasium studiert. Verständlich, wenn die Studenten von dieser Schule kommen.
Bei uns in Bayern kommt daher vor allem die Grund- und Mittelschule nicht mehr hinterher. Bei der Realschule und im Gymnasium sieht es noch besser aus, aber auch hier scheiden zunehmend mehr Lehrkräfte (gesundheits- und altersbedingt) aus. Corona hat da seinen Teil dazu beigetragen. Zudem ist es ganz was anderes an einer Mittelschule zu unterrichten, das wollen viele einfach nicht.
Außerdem kommt es auf die Gegend drauf an. In den Städten ist es oft einfacher, auf dem platten Land hingegen relativ schwer. Meine Frau hat bspw Angebote von tollen Schulen erhalten, müsste dafür aber vorher zwei Jahre in einer Schule jwd arbeiten.
12.07.2022 - 19:55 Uhr
Auf die debatte um Puffmama Layla geb ich mir erstmal ein Jan Pillemann und danach 10 nackte Frisösen.
wenn ich höre, dass die Kritikdaran ist, dass Layla nur auf ihr äußeres in dem Lied reduziertwird... alter es ist ***** ing Kunst! Ich warte nur noch auf den Tag wo Bilder im Kunstmuseum abgehangen werden, weil Frauen auf den Bildern auch nur auf ihr äußeres reduziert werden... und jetzt fällt mir ein... Nanas wird es im Kunstuntericht dann auch nicht mehr geben...
wenn ich höre, dass die Kritikdaran ist, dass Layla nur auf ihr äußeres in dem Lied reduziertwird... alter es ist ***** ing Kunst! Ich warte nur noch auf den Tag wo Bilder im Kunstmuseum abgehangen werden, weil Frauen auf den Bildern auch nur auf ihr äußeres reduziert werden... und jetzt fällt mir ein... Nanas wird es im Kunstuntericht dann auch nicht mehr geben...
12.07.2022 - 20:00 Uhr
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
12.07.2022 - 20:31 Uhr
Zitat von Borussenpower1
Für welche Schulart studieren die bzw haben die studiert? Es wurde und wird, nach meiner Kenntnis, Breit in Richtung Gymnasium studiert. Verständlich, wenn die Studenten von dieser Schule kommen.
Bei uns in Bayern kommt daher vor allem die Grund- und Mittelschule nicht mehr hinterher. Bei der Realschule und im Gymnasium sieht es noch besser aus, aber auch hier scheiden zunehmend mehr Lehrkräfte (gesundheits- und altersbedingt) aus. Corona hat da seinen Teil dazu beigetragen. Zudem ist es ganz was anderes an einer Mittelschule zu unterrichten, das wollen viele einfach nicht.
Zitat von CocoBall
Wenn ich immer höre, er herrsche so viel Lehrermangel, kann ich auch nur staunen. Die meisten Abiturienten hier an unserem Gymnasium treten seit Jahren in ein Lehramtsstudium ein und schließen es auch ab. Ich habe noch nie so viele junge fertige und angehende Lehrer und Lehrerinnen gekannt wie in den letzten Jahren.
Zitat von Borussenpower1
Freunde hatten neben dem Lehramtsstudium in u.a. noch den Master in Mathe drauf gesetzt. Die sind dann in die Wirtschaft, klar, denn da verdienst du weitaus mehr bzw fast das Doppelte und haste bessere Arbeitszeiten.
Das Ref würde ich nie wieder machen, da verlieren zusätzlich nicht wenige Leute die Lust am Beruf. Die Erwartungen sind teilweise absurd. Ein Freund der vor zwei Jahren fertig wurde hat kürzlich geschrieben: Ich würde gerne mal wieder unterrichten und nicht die Zeit mit dem anderen Schmarrn (Organisatorisches…) opfern müssen.
Wie es zu der Fehlberechnung an Lehrkräften kommt gibt mir aber immer noch ein Rätsel auf. Die Zahlen sind weitgehend bekannt und so kann auch zumindest mittelfristig ein Bedarf ermittelt werden. Aber anstatt den Beruf attraktiver zu gestalten, werden die Anforderungen angezogen und Vorteile zusammengekürzt.
Eine Kollegin hat gesagt, dass das System dieses Jahr zusammen bricht, da viel bzw noch mehr SuS erwartet werden und die Stunden seit längerem auf Kante genäht sind.
Zitat von de_Lek
In der Einführungsveranstaltung meines Studiums wurde uns eine Grafik gezeigt: Supply&Demand von Lehrern nach Fächern. Gesucht wurden vor allem Lehrer in den Naturwissenschaften - Mathe, Physik, Chemie. In anderen Fächern - Sport, Religion, Erdkunde, Philosophie - wurden eher wenige Lehrer gesucht. Eines meiner Fächer war eines der weniger gesuchten und was soll ich sagen... die Hörsäle und Seminarräume waren aber immer voll (zumindest in der ersten Veranstaltung im Semester). Und das hat sich auch bis zum Ende des Bachelor in diesem Fach so nicht geändert, wohingegen ich von Kommilitonen, die bspw. Chemie hatten gehört habe, dass sich die Reihen relativ stark gelichtet hatten am Ende des Studiums.
Von Kommilitonen, die vor mir fertig wurden habe ich gehört, dass es für die sehr schwer war, eine Einstellung zu finden, wo sie beide ihre Fächer unterrichten konnten. Die meisten wurden dann "nur" für ihr mehr nachgefragtes Hauptfach eingestellt, wohingegen das Nebenfach meist nicht berücksichtigt wurde.
Und der Mangel an Lehrern im Naturwissenschaftlichen Bereich deckt sich ja auch mit dem immer steigenden Bedarf von Personal im Technischen Bereich auf dem normalen Arbeitsmarkt. Und wenn da schon Leute fehlen, wo sollen dann die Lehrer herkommen? Viele Technische Unis werben ja sogar damit, dass man nach bestimmten Studiengängen eine Jobgarantie bekommt. Und wenn technisch/naturwissenschaftlich interessierte Leute dann mehr Geld bei einem 9-5 Job angeboten bekommen, als sie jemals als Lehrer verdienen können, warum sollen sie dann den Lehrerberuf wählen?
Zitat von Copperfield
Hallo zusammen,
ich hatte während des Studiums immer das Gefühl das doch sehr viele Kommilitonen und Kommilitoninnen sich für das Lehramt entschieden haben. So hatte ich es zumindest wahrgenommen. Woher kommt also der Lehrermangel?
Zitat von Borsigplatz
Im kommenden Schuljahr bin ich sogar ein Mann mit Klassen.
#Lehrermangel
Zitat von Reus_Fan
Also ich stehe vor meinen Examensprüfungen und dann hoffentlich bald vor dem Ref. Super wenn das alles so einfach und toll wird
Und warum mach ich das?
Damit ich ein "Mann mit Klasse" sein kann!
Zitat von Borsigplatz
Ich finde es auch immer sehr schade, dass sehr viele Menschen wissen, wie unfassbar chillig dieser Job ist, wie viel Freizeit wir haben und wie viel Geld wir verdienen (ist ja für jeden mit drei Klicks einsehbar). Auf der anderen Seite haben wir dann aber doch einen akuten Lehrermangel, der in den nächsten Jahren sicherlich nicht kleiner werden wird. Schade, dass all diese Vorzüge des Jobs am Ende trotzdem nicht ausreichen, in den Lehrerberuf einzusteigen.
Ich finde es auch immer sehr schade, dass sehr viele Menschen wissen, wie unfassbar chillig dieser Job ist, wie viel Freizeit wir haben und wie viel Geld wir verdienen (ist ja für jeden mit drei Klicks einsehbar). Auf der anderen Seite haben wir dann aber doch einen akuten Lehrermangel, der in den nächsten Jahren sicherlich nicht kleiner werden wird. Schade, dass all diese Vorzüge des Jobs am Ende trotzdem nicht ausreichen, in den Lehrerberuf einzusteigen.
Also ich stehe vor meinen Examensprüfungen und dann hoffentlich bald vor dem Ref. Super wenn das alles so einfach und toll wird
Und warum mach ich das?
Damit ich ein "Mann mit Klasse" sein kann!
Im kommenden Schuljahr bin ich sogar ein Mann mit Klassen.
#Lehrermangel
Hallo zusammen,
ich hatte während des Studiums immer das Gefühl das doch sehr viele Kommilitonen und Kommilitoninnen sich für das Lehramt entschieden haben. So hatte ich es zumindest wahrgenommen. Woher kommt also der Lehrermangel?
In der Einführungsveranstaltung meines Studiums wurde uns eine Grafik gezeigt: Supply&Demand von Lehrern nach Fächern. Gesucht wurden vor allem Lehrer in den Naturwissenschaften - Mathe, Physik, Chemie. In anderen Fächern - Sport, Religion, Erdkunde, Philosophie - wurden eher wenige Lehrer gesucht. Eines meiner Fächer war eines der weniger gesuchten und was soll ich sagen... die Hörsäle und Seminarräume waren aber immer voll (zumindest in der ersten Veranstaltung im Semester). Und das hat sich auch bis zum Ende des Bachelor in diesem Fach so nicht geändert, wohingegen ich von Kommilitonen, die bspw. Chemie hatten gehört habe, dass sich die Reihen relativ stark gelichtet hatten am Ende des Studiums.
Von Kommilitonen, die vor mir fertig wurden habe ich gehört, dass es für die sehr schwer war, eine Einstellung zu finden, wo sie beide ihre Fächer unterrichten konnten. Die meisten wurden dann "nur" für ihr mehr nachgefragtes Hauptfach eingestellt, wohingegen das Nebenfach meist nicht berücksichtigt wurde.
Und der Mangel an Lehrern im Naturwissenschaftlichen Bereich deckt sich ja auch mit dem immer steigenden Bedarf von Personal im Technischen Bereich auf dem normalen Arbeitsmarkt. Und wenn da schon Leute fehlen, wo sollen dann die Lehrer herkommen? Viele Technische Unis werben ja sogar damit, dass man nach bestimmten Studiengängen eine Jobgarantie bekommt. Und wenn technisch/naturwissenschaftlich interessierte Leute dann mehr Geld bei einem 9-5 Job angeboten bekommen, als sie jemals als Lehrer verdienen können, warum sollen sie dann den Lehrerberuf wählen?
Freunde hatten neben dem Lehramtsstudium in u.a. noch den Master in Mathe drauf gesetzt. Die sind dann in die Wirtschaft, klar, denn da verdienst du weitaus mehr bzw fast das Doppelte und haste bessere Arbeitszeiten.
Das Ref würde ich nie wieder machen, da verlieren zusätzlich nicht wenige Leute die Lust am Beruf. Die Erwartungen sind teilweise absurd. Ein Freund der vor zwei Jahren fertig wurde hat kürzlich geschrieben: Ich würde gerne mal wieder unterrichten und nicht die Zeit mit dem anderen Schmarrn (Organisatorisches…) opfern müssen.
Wie es zu der Fehlberechnung an Lehrkräften kommt gibt mir aber immer noch ein Rätsel auf. Die Zahlen sind weitgehend bekannt und so kann auch zumindest mittelfristig ein Bedarf ermittelt werden. Aber anstatt den Beruf attraktiver zu gestalten, werden die Anforderungen angezogen und Vorteile zusammengekürzt.
Eine Kollegin hat gesagt, dass das System dieses Jahr zusammen bricht, da viel bzw noch mehr SuS erwartet werden und die Stunden seit längerem auf Kante genäht sind.
Wenn ich immer höre, er herrsche so viel Lehrermangel, kann ich auch nur staunen. Die meisten Abiturienten hier an unserem Gymnasium treten seit Jahren in ein Lehramtsstudium ein und schließen es auch ab. Ich habe noch nie so viele junge fertige und angehende Lehrer und Lehrerinnen gekannt wie in den letzten Jahren.
Für welche Schulart studieren die bzw haben die studiert? Es wurde und wird, nach meiner Kenntnis, Breit in Richtung Gymnasium studiert. Verständlich, wenn die Studenten von dieser Schule kommen.
Bei uns in Bayern kommt daher vor allem die Grund- und Mittelschule nicht mehr hinterher. Bei der Realschule und im Gymnasium sieht es noch besser aus, aber auch hier scheiden zunehmend mehr Lehrkräfte (gesundheits- und altersbedingt) aus. Corona hat da seinen Teil dazu beigetragen. Zudem ist es ganz was anderes an einer Mittelschule zu unterrichten, das wollen viele einfach nicht.
Die meisten wollen Grundschullehrer (m/w) werden. Ein paar Gymnasiallehrer. Zur Regelschule (bei uns in Thüringen) wollen von den Lehramtsstudenten noch die wenigsten.
12.07.2022 - 20:32 Uhr
Zitat von Joschi09
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
https://m.tagesspiegel.de/politik/vorgehen-bei-gasknappheit-habeck-stellt-schutz-von-privaten-haushalten-infrage-und-bekommt-gegenwind/28500152.html
Und es kommt noch härter.
12.07.2022 - 20:49 Uhr
Zitat von Nightclaw
https://m.tagesspiegel.de/politik/vorgehen-bei-gasknappheit-habeck-stellt-schutz-von-privaten-haushalten-infrage-und-bekommt-gegenwind/28500152.html
Und es kommt noch härter.
Zitat von Joschi09
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
https://m.tagesspiegel.de/politik/vorgehen-bei-gasknappheit-habeck-stellt-schutz-von-privaten-haushalten-infrage-und-bekommt-gegenwind/28500152.html
Und es kommt noch härter.
Mir egal, was man jetzt von mir hält, aber die grüne ideologische Sch... geht einem auf den Sack.. Wir sind denen doch egal.. Ich bin mal gespannt, bis es die ersten auf den Straßen verschlägt, sollten die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können.. Deutschland rettet die Welt... Genau.. Und dann noch faseln Europa müsse ja den gasvorrat Teilen.. Das glaube ich nicht.. Hier ist sich jeder am nächsten... Erst mein Land und dann mal schauen...
12.07.2022 - 21:29 Uhr
Zitat von Joschi09
Und dann noch faseln Europa müsse ja den gasvorrat Teilen
Und dann noch faseln Europa müsse ja den gasvorrat Teilen
Problem hier ist (leider) folgendes:
Das Gas wird von Russland nach DE und von dort weiter nach Tschechien geleitet. Wenn RU nun weniger liefert, wird weniger weitergeleitet. Man kann halt als EU-Mitglied nicht einem anderen EU-Partner gegenüber Vertragsbruch begehen...
12.07.2022 - 21:47 Uhr
Zitat von Joschi09
Mir egal, was man jetzt von mir hält, aber die grüne ideologische Sch... geht einem auf den Sack.. Wir sind denen doch egal.. Ich bin mal gespannt, bis es die ersten auf den Straßen verschlägt, sollten die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können.. Deutschland rettet die Welt... Genau.. Und dann noch faseln Europa müsse ja den gasvorrat Teilen.. Das glaube ich nicht.. Hier ist sich jeder am nächsten... Erst mein Land und dann mal schauen...
Zitat von Nightclaw
https://m.tagesspiegel.de/politik/vorgehen-bei-gasknappheit-habeck-stellt-schutz-von-privaten-haushalten-infrage-und-bekommt-gegenwind/28500152.html
Und es kommt noch härter.
Zitat von Joschi09
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
So damit haben die neue Gaspreise meine Eltern erreicht. 3000€ für ein warmes Haus inkl. Warmwasser.. Da wird einem schlecht..
https://m.tagesspiegel.de/politik/vorgehen-bei-gasknappheit-habeck-stellt-schutz-von-privaten-haushalten-infrage-und-bekommt-gegenwind/28500152.html
Und es kommt noch härter.
Mir egal, was man jetzt von mir hält, aber die grüne ideologische Sch... geht einem auf den Sack.. Wir sind denen doch egal.. Ich bin mal gespannt, bis es die ersten auf den Straßen verschlägt, sollten die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können.. Deutschland rettet die Welt... Genau.. Und dann noch faseln Europa müsse ja den gasvorrat Teilen.. Das glaube ich nicht.. Hier ist sich jeder am nächsten... Erst mein Land und dann mal schauen...
Was ist denn an der aktuellen Gasknappheit grüner ideologischer Scheißdreck? Du scheinst ja detaillierte Kenntnisse zu haben!
12.07.2022 - 22:31 Uhr
Vorhin beim Bierchen nach'm Sport über dasselbe Thema geredet und alle waren sich einig, dass da noch ganz dunkle Zeiten auf uns zukommen und bestimmt 70,80% der Leute nichmal wissen, was da noch kommen wird.
Den Russen ist es doch scheiß egal, vertickt er das Zeug halt woanders hin. Letzendlich schaden wir uns mit den ganzen Sanktionen nur selbst und es kann einem eigentlich nur große Sorgen bereiten, wo das noch alles hinführen soll.
Den Russen ist es doch scheiß egal, vertickt er das Zeug halt woanders hin. Letzendlich schaden wir uns mit den ganzen Sanktionen nur selbst und es kann einem eigentlich nur große Sorgen bereiten, wo das noch alles hinführen soll.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Piekato am 12.07.2022 um 22:32 Uhr bearbeitet
12.07.2022 - 22:37 Uhr
Zitat von Piekato
Vorhin beim Bierchen nach'm Sport über dasselbe Thema geredet und alle waren sich einig, dass da noch ganz dunkle Zeiten auf uns zukommen und bestimmt 70,80% der Leute nichmal wissen, was da noch kommen wird.
Den Russen ist es doch scheiß egal, vertickt er das Zeug halt woanders hin. Letzendlich schaden wir uns mit den ganzen Sanktionen nur selbst und es kann einem eigentlich nur große Sorgen bereiten, wo das noch alles hinführen soll.
Vorhin beim Bierchen nach'm Sport über dasselbe Thema geredet und alle waren sich einig, dass da noch ganz dunkle Zeiten auf uns zukommen und bestimmt 70,80% der Leute nichmal wissen, was da noch kommen wird.
Den Russen ist es doch scheiß egal, vertickt er das Zeug halt woanders hin. Letzendlich schaden wir uns mit den ganzen Sanktionen nur selbst und es kann einem eigentlich nur große Sorgen bereiten, wo das noch alles hinführen soll.
Sorgen sind natürlich nicht unbegründet, trotzdem darf man nicht vergessen das Russland definitiv von Europa abhängig ist. Dieses "dann verkauft er das halt woanders hin" sagt sich immer leicht, aber Europa ist definitiv eine der wirtschaftlich relevantesten Spots und Putin würd sich damit selber nur ins Bein schießen. Ebenso wird es China gehen, die werden niemals 100% zu Russland stehen weil die damit die größten Absatzmärkte der Welt verlieren würden, sicher werden die nächsten Monate definitiv nicht einfach aber ich bin überzeugt das wir da am Ende nicht so beschissen darstehen wie es häufig herausgestellt wird.
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