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Fußball ist das Spiel. Borussia seine Seele - Der Talkthread

10.06.2026 - 11:36 Uhr
Hier bei uns spielen immer noch etliche Kinder Fußball.
Mit dem Interesse am Fußball ist es differenziert.
Ich kenne schon aus früheren Zeiten viele Männer, die sich nie für Fußball interessierten.

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Auch bei uns rollt die Hitzewelle.
Aber das Topthema bleibt die WM.

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von CocoBall am 23.06.2026 um 10:32 Uhr bearbeitet
Zitat von Borsigplatz
Mal eine kleine Beobachtung aus meinem Berufsalltag heute:

Ich habe hier schon mehrmals beschrieben, dass ich bei der heutigen Jugend ein immer stärker Desinteresse am Fußball festmache. Anlässlich der WM habe ich diese heute mit meiner 2. Klasse (16 Jungen, 10 Mädchen) mal ein wenig thematisiert. Fazit (was mir in Teilen vorher schon bewusst war, ich aber trotzdem nochmal krass fand): 2/3 der Klasse interessiert sich überhaupt nicht für Fußball. Sei es als eigenes Spiel für den Pausenhof oder als Interesse an der Nationalmannschaft oder dem Vereinsfußball. Beim letzten Drittel hast du dann einige, die gerne auf dem Pausenhof Fußball spielen. Sich wirklich nennenswert für Fußball, die Nationalmannschaft oder die Bundesliga interessieren sich vielleicht 2-3 Kinder. Als Nationalspieler kennt man vielleicht Neuer und Kimmich. In meiner persönlichen Beobachtung war das in den letzten Jahren schon ähnlich, verstärkt sich aber immer weiter.

Zum Vergleich: 2014 hatte jedes Kind (auch schon vor dem WM Titel) großes Interesse an der WM. Fast allen Kindern war die Bundesliga ein Begriff, entsprechend hatte man dort auch einen Lieblingsverein. Heutzutage gibt es in der Hinsicht de facto nur noch Bayern, Dortmund und die ganzen internationalen Topclubs.

Das lässt sich sicherlich nicht aufs ganze Land übertragen. Ich erwarte in Zukunft aber ein großes Nachwuchsproblem für den deutschen Fußball und ein stark abnehmendes Interesse an der Bundesliga.

Und noch zur Einschätzung: Wir sind hier im Ballungsgebiet, wo man innerhalb von einer Stunde nach Gladbach, Dortmund, Schalke, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Leverkusen und Köln fahren kann. Sprich: Wir leben hier nicht in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit.


interessante Sichtweise und danke für diesen echt tollen Beitrag. Ich habe einen Sohn, der ist vier und bei ihm schaffe ich es auch nicht, Interesse für den Fussball zu wecken. Ein wenig Spielen geht, Schauen mag er überhaupt nicht. Weiß nicht, ob das noch kommt.

Weil viele hier meinen, dass ein Kind das macht, was ihm die Eltern vorleben. Ich denke, so einfach ist es nicht. ich bringe meinen zum Traininng, Turnieren, kaufe ihm Dress und trotzdem Interesse fast bei 0 grins

Woran machst du das fest? Was interessiert die Kids mehr? Wenn ich mit Freunden rede, die sich nicht für Fussball interessieren, dann kommt immer zuerst, dass Fussball langeweilig ist, es zuw enig zur Sache geht, viel zu lange dauert, Zeitspiel, Rückpass etc.

Ich schaue in letzter Zeit Futsal und das ist viel geiler zum Schauen, da passiert einfach viel mehr. Auch taktisch ist es nochmal eine Spur interessanter zb. der Torwart darf den Ball nicht länger als 7 Sekunden halten, Einwurf muss auch schnell ausgeführt werden, nur ein Rückpass zum Torhüter erlaubt, etc...

Es ist aber sicherlich auch generell weniger Interesse an Sport, weil es aktuell viel mehr Möglchkeiten gibt. Zu meiner Zeit gab es den Fussball, Computerspiele kamen erst später. Heute hängen die Kids praksitsch schon mit 5 vor der Glotze oder Handy /PC.

Es ist ja generell so, dass sich immer mehr Menschen für die Vereinsarbeit begeistern lassen.
Zitat von Marox09
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von Borsigplatz

Mal eine kleine Beobachtung aus meinem Berufsalltag heute:

Ich habe hier schon mehrmals beschrieben, dass ich bei der heutigen Jugend ein immer stärker Desinteresse am Fußball festmache. Anlässlich der WM habe ich diese heute mit meiner 2. Klasse (16 Jungen, 10 Mädchen) mal ein wenig thematisiert. Fazit (was mir in Teilen vorher schon bewusst war, ich aber trotzdem nochmal krass fand): 2/3 der Klasse interessiert sich überhaupt nicht für Fußball. Sei es als eigenes Spiel für den Pausenhof oder als Interesse an der Nationalmannschaft oder dem Vereinsfußball. Beim letzten Drittel hast du dann einige, die gerne auf dem Pausenhof Fußball spielen. Sich wirklich nennenswert für Fußball, die Nationalmannschaft oder die Bundesliga interessieren sich vielleicht 2-3 Kinder. Als Nationalspieler kennt man vielleicht Neuer und Kimmich. In meiner persönlichen Beobachtung war das in den letzten Jahren schon ähnlich, verstärkt sich aber immer weiter.

Zum Vergleich: 2014 hatte jedes Kind (auch schon vor dem WM Titel) großes Interesse an der WM. Fast allen Kindern war die Bundesliga ein Begriff, entsprechend hatte man dort auch einen Lieblingsverein. Heutzutage gibt es in der Hinsicht de facto nur noch Bayern, Dortmund und die ganzen internationalen Topclubs.

Das lässt sich sicherlich nicht aufs ganze Land übertragen. Ich erwarte in Zukunft aber ein großes Nachwuchsproblem für den deutschen Fußball und ein stark abnehmendes Interesse an der Bundesliga.

Und noch zur Einschätzung: Wir sind hier im Ballungsgebiet, wo man innerhalb von einer Stunde nach Gladbach, Dortmund, Schalke, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Leverkusen und Köln fahren kann. Sprich: Wir leben hier nicht in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit.


Ein Kind indet glaube ich alles gut, was ihm seine Identifikationsperson vorlebt.

Meine Wahrnehmung ist, dass Fußballschauen aus den Wohnzimmern verschwindet. Keine Sportschau, kein Europapokal. Wenn WM etc ist, ist nicht mehr nur WM sondern immer noch alles andere.

Mein Sohn kennt den BVB auch nur von bvb.tv auf dem Handy Highlights schauen. Er spielt bei Sankt Pauli, findets aber belanglos, Fußball spielt sonst keine Rolle in unserem Alltag.

In Hamburg ist's glaub ich generell noch "besser" bestellt, weil der HSV hier Identifikation für viele ist, sehr im Stadtbild, in unseren Wohlstandsvierteln natürlich eher Sankt Pauli.

Man kann es auch so sagen, man darf mittlerweile Fußball WMs egal finden und nicht schauen, und dadurch sinkt auch die wahrgenommene Bedeutung.


Man merkt es auch im Jugendfußball: Bei uns im Sauerland hatte vor 20 Jahren jedes 1.000-Einwohner-Dorf in jeder Altersklasse mind. eine Mannschaft. Heute müssen sich zwei bis vier Dörfer oder Vereine zusammentun, um irgendwie eine Mannschaft pro Jahrgang melden zu können.

Aktuell haben sich bspw. zwei Jugendspielgemeinschaften, die ohnehin schon aus jeweils drei Vereinen bestanden, zusammengeschlossen. Das heißt, diese neue Jugendspielgemeinschaft besteht aus sechs Vereinen!


Bei uns in der Gegend (Raum Hannover) ist es zwar auch so, dass sich immer mehr Vereine zusammenschließen, egal ob als Spielgemeinschaft oder eine komplette Verschmelzung eingehen.
Ich sehe das Problem aber weniger darin, dass das Interesse am Fußball schwindet, sondern viel mehr das es einige wenige Klubs gibt, wo bereits in den untersten Ligen (Kreisliga, Kreisklasse) mit Geld um sich geschmissen wird.
So kommt es vor, dass dann diese Teams teils drei oder vier Herrenmannschaften stellen können, weil sie Spieler von anderen Vereinen abwerben können.
Da ist es dann egal ob es nur um Ausstattung geht (Trainingsanzüge, Aufwärmshirts, etc.) oder sogar darum monatlich fürs Kicken in der Kreisliga schon Geld zu bekommen.
Da ist es für die "Dorfklubs" halt schwerer mitzuhalten und am Ende eben sogar problematisch ohne eine SG oder eine Fusion überhaupt eine Mannschaft stellen zu können.

Und das geht ja bereits schon in der Jugend los.
Ich sehe das bei uns im Verein. Während wir von der G-Jugend bis zur E-Jugend noch eigenständige Teams auf die Beine gestellt bekommen, müssen wir bereits ab der D-Jugend eine Spielgemeinschaft mit einem benachbarten Verein bilden, weil schon in in diesen Altersklassen ordentlich an den Kids gebaggert und die abgeworben werden.
Das zieht sich dann bis zur A-Jugend so durch, sodass man am Ende nur noch eine A-Jugend hat, die eine Spielgemeinschaft aus zwei Vereinen ist, wo beide Vereine darum kämpfen müssen, dass die A-Jugendlichen dann in ihren jeweiligen Herrenteam spielen werden.

Das ist schon echt traurig, aber wenn mittlerweile in den untersten Ligen mit so harten Bandagen gekämpft wird, dann ist es nur logisch, dass da kleinere Vereine auf der Strecke bleiben und die sich dann, wenn sie keine SG oder Fusion eingehen, komplett auflösen.
Das ist dann gerade für Kids, die aus den Orten bzw. der Umgebung kommen sehr ärgerlich, weil die eben nicht jedes Mal 15-20 oder noch mehr Kilometer fahren wollen bzw. die Eltern ihre Kids nicht jedes Mal so weit fahren wollen, damit die Kinder zum Fußballtraining gehen können.
Auch das ist ein Grund, warum es in den bevölkerungsärmeren Gegenden immer weniger Kinder gibt, die sich für Fußball interessieren.
Wenn ich da an meine Kindheit zurück erinnere, hatte ich damals die Auswahl zwischen fünf Vereinen, die unmittelbar in der Nähe zu meinem damaligen Wohnort lagen, wo ich hätte Fußball spielen können.
Von diesen fünf Vereinen gibt es aktuell leider nur noch drei Vereine.
Zitat von Lidjo123
Zitat von Borsigplatz

Mal eine kleine Beobachtung aus meinem Berufsalltag heute:

Ich habe hier schon mehrmals beschrieben, dass ich bei der heutigen Jugend ein immer stärker Desinteresse am Fußball festmache. Anlässlich der WM habe ich diese heute mit meiner 2. Klasse (16 Jungen, 10 Mädchen) mal ein wenig thematisiert. Fazit (was mir in Teilen vorher schon bewusst war, ich aber trotzdem nochmal krass fand): 2/3 der Klasse interessiert sich überhaupt nicht für Fußball. Sei es als eigenes Spiel für den Pausenhof oder als Interesse an der Nationalmannschaft oder dem Vereinsfußball. Beim letzten Drittel hast du dann einige, die gerne auf dem Pausenhof Fußball spielen. Sich wirklich nennenswert für Fußball, die Nationalmannschaft oder die Bundesliga interessieren sich vielleicht 2-3 Kinder. Als Nationalspieler kennt man vielleicht Neuer und Kimmich. In meiner persönlichen Beobachtung war das in den letzten Jahren schon ähnlich, verstärkt sich aber immer weiter.

Zum Vergleich: 2014 hatte jedes Kind (auch schon vor dem WM Titel) großes Interesse an der WM. Fast allen Kindern war die Bundesliga ein Begriff, entsprechend hatte man dort auch einen Lieblingsverein. Heutzutage gibt es in der Hinsicht de facto nur noch Bayern, Dortmund und die ganzen internationalen Topclubs.

Das lässt sich sicherlich nicht aufs ganze Land übertragen. Ich erwarte in Zukunft aber ein großes Nachwuchsproblem für den deutschen Fußball und ein stark abnehmendes Interesse an der Bundesliga.

Und noch zur Einschätzung: Wir sind hier im Ballungsgebiet, wo man innerhalb von einer Stunde nach Gladbach, Dortmund, Schalke, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Leverkusen und Köln fahren kann. Sprich: Wir leben hier nicht in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit.


interessante Sichtweise und danke für diesen echt tollen Beitrag. Ich habe einen Sohn, der ist vier und bei ihm schaffe ich es auch nicht, Interesse für den Fussball zu wecken. Ein wenig Spielen geht, Schauen mag er überhaupt nicht. Weiß nicht, ob das noch kommt.

Weil viele hier meinen, dass ein Kind das macht, was ihm die Eltern vorleben. Ich denke, so einfach ist es nicht. ich bringe meinen zum Traininng, Turnieren, kaufe ihm Dress und trotzdem Interesse fast bei 0 grins

Woran machst du das fest? Was interessiert die Kids mehr? Wenn ich mit Freunden rede, die sich nicht für Fussball interessieren, dann kommt immer zuerst, dass Fussball langeweilig ist, es zuw enig zur Sache geht, viel zu lange dauert, Zeitspiel, Rückpass etc.

Ich schaue in letzter Zeit Futsal und das ist viel geiler zum Schauen, da passiert einfach viel mehr. Auch taktisch ist es nochmal eine Spur interessanter zb. der Torwart darf den Ball nicht länger als 7 Sekunden halten, Einwurf muss auch schnell ausgeführt werden, nur ein Rückpass zum Torhüter erlaubt, etc...

Es ist aber sicherlich auch generell weniger Interesse an Sport, weil es aktuell viel mehr Möglchkeiten gibt. Zu meiner Zeit gab es den Fussball, Computerspiele kamen erst später. Heute hängen die Kids praksitsch schon mit 5 vor der Glotze oder Handy /PC.

Es ist ja generell so, dass sich immer mehr Menschen für die Vereinsarbeit begeistern lassen.


Gibt denke ich sehr viele Gründe. Die Kinder sind heute länger in der Schule (Ganztag), wodurch weniger Zeit am Nachmittag bleibt. Es gibt viel mehr Konkurrenz für Hobbys, sodass Fußball nicht mehr die einzige Sportart ist, die effektiv in kleinen Orten ausgeübt werden kann. Dazu kommt dann natürlich auch, dass die Kinder weniger Zeit draußen verbringen und die Zeit an digitalen Endgeräten verbracht wird. Dann ist der Fußball in Deutschland ja auch noch fast komplett im Pay TV, sodass man überhaupt keine Berührungspunkte zur Bundesliga findet. Daraus resultierend haben die Kinder dann eher internationale Vorbilder, rennen mit allen möglichen Trikots (Inter Miami, Al Nassr, Real, ManCity, PSG) herum, aber kaum mit Trikots der lokalen Vereine.

Die Begeisterung wird aber garantiert wieder zunehmen, wenn man zum Beispiel ins Halbfinale kommen sollte. Das Spiel am Samstag haben bei mir in der Klasse beispielsweise die meisten Kinder trotz der Uhrzeit gesehen. In Summe ist das Interesse trotzdem deutlich abnehmend.

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Borussia Dortmund - Für immer Deutscher Meister

Deutscher Meister: 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
DFB-Pokal: 1965, 1989, 2012, 2017, 2021
Deutscher Supercup: 1989, 1995, 1996, 2008, 2013, 2014, 2019
Pokal der Pokalsieger: 1966
UEFA Champions League: 1997
Weltpokal: 1997

Es gibt nie nie nie einen anderen Verein
Zitat von Borsigplatz
Mal eine kleine Beobachtung aus meinem Berufsalltag heute:

Ich habe hier schon mehrmals beschrieben, dass ich bei der heutigen Jugend ein immer stärker Desinteresse am Fußball festmache. Anlässlich der WM habe ich diese heute mit meiner 2. Klasse (16 Jungen, 10 Mädchen) mal ein wenig thematisiert. Fazit (was mir in Teilen vorher schon bewusst war, ich aber trotzdem nochmal krass fand): 2/3 der Klasse interessiert sich überhaupt nicht für Fußball. Sei es als eigenes Spiel für den Pausenhof oder als Interesse an der Nationalmannschaft oder dem Vereinsfußball. Beim letzten Drittel hast du dann einige, die gerne auf dem Pausenhof Fußball spielen. Sich wirklich nennenswert für Fußball, die Nationalmannschaft oder die Bundesliga interessieren sich vielleicht 2-3 Kinder. Als Nationalspieler kennt man vielleicht Neuer und Kimmich. In meiner persönlichen Beobachtung war das in den letzten Jahren schon ähnlich, verstärkt sich aber immer weiter.

Zum Vergleich: 2014 hatte jedes Kind (auch schon vor dem WM Titel) großes Interesse an der WM. Fast allen Kindern war die Bundesliga ein Begriff, entsprechend hatte man dort auch einen Lieblingsverein. Heutzutage gibt es in der Hinsicht de facto nur noch Bayern, Dortmund und die ganzen internationalen Topclubs.

Das lässt sich sicherlich nicht aufs ganze Land übertragen. Ich erwarte in Zukunft aber ein großes Nachwuchsproblem für den deutschen Fußball und ein stark abnehmendes Interesse an der Bundesliga.

Und noch zur Einschätzung: Wir sind hier im Ballungsgebiet, wo man innerhalb von einer Stunde nach Gladbach, Dortmund, Schalke, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Leverkusen und Köln fahren kann. Sprich: Wir leben hier nicht in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit.


Ich empfinde es genauso.

Ich komme ursprünglich vom Dorf, wo ich ungefährt einmal im Monat auch weiterhin die Familie für ein Wochenende besuche.

Als ich ein Kind war, habe ich den Ball gegen die Wand geschossen, mit rechts und mit links, hab den Ball jongliert, Szenen aus Spielen imitiert und ich habe alles geschaut. Bei Eurosport gab es noch Eurogoals, bei DSF lief FUJUMA usw. Später dann Doppelpass, im Winter Hallenturniere usw.
Der Fußballplatz war die Straße runter und gerade wenn das Wetter einigermaßen gut war, war ich jeden Tag mit dem halben Dorf auf dem Platz. Da haben dann Kinder sämtlicher Altersklassen zusammen gespielt.
Und dazu kommt dann noch, dass man morgens vor der Schule auf dem kleinen Platz der Grundschule schon gespielt hat, in den Pausen sowieso...

Jedes Dorf hatte seinen eigenen Verein samt Jugend. Bei uns selbst fing es dann erst ca. ab der C Jugend an, dass wir mit dem nächst größeren Ort eine Spielgemeinschaft hatten. Wir selber hatten ca. 1000 Einwohner. Die Spielgemeinschaften waren damals noch relativ überschaubar und haben Sinn ergeben. Nachbardörfer spielen ab einem gewissen Punkt in der Jugend zusammen und ab der Herren hat dann wirklich jeder Ort seine eigene Mannschaft. Und darüber hinaus gab es sogar eine zweite Herren, bei den etwas größeren Orten mir 4.000 plus Einwohnern sogar mehr.

Jetzt schaue ich der Mannschaft meines Neffen zu und stelle fest, dass die Spielgemeinschaften immer früher beginnen und es nicht mehr zwei Orte sind, sondern teilweise 3-5, die sich zusammenschließen.

Mein Neffe spielt zwar gerne, aber YouTube, Playstation usw. sind definitiv interessanter. Die Konsolen kamen in meiner Generation zwar auch irgendwann dazu, aber wir haben trotzdem noch bis 16-18 auf dem Bolzplatz gespielt.

Für mich wäre es als Kind auch das größte gewesen, mit meinem Vater ins Stadion zu fahren. Er hatte aber kein Interesse an Fußball und dementsprechend hatten wir auch kein Premiere etc.

Mein Neffe wächst jetzt aber mit einem fußballverrückten Vater auf und kann ständig ins Stadion, außerdem gibt es dort zu Hause alle Streamingdienste, er hat sämtliche Trikots usw.

Aber man merkt einfach, dass es ihn nicht so krass interessiert wie mich früher.

Und was auch immer mehr auffällt. Die Kinder sind nicht mehr wirklich Fan einer Mannschaft. Mein Neffe ist 9 und findet die Bundesliga schon langweilig.

Ein komplettes Spiel kann er eh nicht verfolgen, weil zu wenig passiert. Die Aufmerksamkeitsspanne ist krass gesunken. Wenn wir mal irgendwelche Brettspiele oder Kartenspiele spielen, verliert er schnell den Fokus, vor allem wenn er nicht gewinnt.

Ich mache den Kindern da keinen Vorwurf.

Der Fußball hat sich krass verändert.

Während man früher bei Eurosport und DSF noch spannende Formate sehen konnte, die CL bei ARD und ZDF lief (immer ein deutsches Spiel), gibt es heute 0 Formate mehr für Kinder und im Free TV kommt gefühlt nichts mehr.

Und logischerweise sinkt die Geburtenrate auch immer weiter. Es war klar, dass sich das auch im Vereinsleben spiegelt.

Aber das tut es schon bei Gen Z.

Für mich wäre es früher nicht in Frage gekommen, ein Training oder ein Spiel aus Faulheit abzusagen. Heute ist es bei mir in der Hobbytruppe schon so, dass Spieler gar nicht erst abstimmen, spontan noch absagen usw.
Nach dem Spiel kurz zusammensitzen, was trinken (muss nicht mal Alkohol sein) gibt es auch nicht mehr.

Und wenn man sich über Fußball unterhält, bekommt man das Gefühl, man wäre ein primitiver ***** . "Wie du guckst Fußball?".

Selbst die krassesten Fußball Fans, die ich kenne, sind mittlerweile teilweise so. Es ist uncool geworden, Fußball zu schauen. Vor allem die Nationalmannschaft.

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When people listen to you, don't you know it means a lot,
Cause you've got to work so hard for everything you've got.
Can't rest on your laurels now,
Not when you've got none.
You'll find yourself in a gutter,
Right back where you came from.
Das ist ja wirklich heftig, was da bei der Bahn im gesamten Bundesland heute wieder los ist, mein Beileid an alle Gestrandeten, ob Nah- oder Fernverkehr!

Kollege schreibt gerade, dass er irgendwo im tiefsten Nordbayern im Regio feststeckt und der Schaffner schon die Lichter ausknipst, damit sich die Zugfahrenden "nächtlich einrichten" können. Warm genug, dass keine Decken verteilt werden müssen, ist es ja zum Glück. 🤪
Als Taxiunternehmer besteht heute Goldgräberstimmung, da werden jetzt Passagiere teilweise für weite Strecken hunderte €uro zahlen oder sich halt entsprechend, wenn das gleiche Ziel besteht, zusammenschließen, um heute Abend doch noch im eigenen Bett zu nächtigen.

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R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 23.06.2026 um 23:57 Uhr bearbeitet
Zitat von Borsigplatz
Mal eine kleine Beobachtung aus meinem Berufsalltag heute:

Ich habe hier schon mehrmals beschrieben, dass ich bei der heutigen Jugend ein immer stärker Desinteresse am Fußball festmache. Anlässlich der WM habe ich diese heute mit meiner 2. Klasse (16 Jungen, 10 Mädchen) mal ein wenig thematisiert. Fazit (was mir in Teilen vorher schon bewusst war, ich aber trotzdem nochmal krass fand): 2/3 der Klasse interessiert sich überhaupt nicht für Fußball. Sei es als eigenes Spiel für den Pausenhof oder als Interesse an der Nationalmannschaft oder dem Vereinsfußball. Beim letzten Drittel hast du dann einige, die gerne auf dem Pausenhof Fußball spielen. Sich wirklich nennenswert für Fußball, die Nationalmannschaft oder die Bundesliga interessieren sich vielleicht 2-3 Kinder. Als Nationalspieler kennt man vielleicht Neuer und Kimmich. In meiner persönlichen Beobachtung war das in den letzten Jahren schon ähnlich, verstärkt sich aber immer weiter.

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Wow, das ist eine hohe Belegung der Klasse mit 26 Kindern.
Hier an meinen Schulen im Umfeld liegt die Klassenstärke so bei 18-22.

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Bekannte von mir haben eine Tochter, die mit sehr viel Eifer bei der Leichtathletik ist. Sie könnte weiter gehen, und die Familie sagt, dass sie da finanziell sehr stark zusteuern müssen.

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Zitat von Borusse91
Das ist ja wirklich heftig, was da bei der Bahn im gesamten Bundesland heute wieder los ist, mein Beileid an alle Gestrandeten, ob Nah- oder Fernverkehr!

Kollege schreibt gerade, dass er irgendwo im tiefsten Nordbayern im Regio feststeckt und der Schaffner schon die Lichter ausknipst, damit sich die Zugfahrenden "nächtlich einrichten" können. Warm genug, dass keine Decken verteilt werden müssen, ist es ja zum Glück. 🤪
Als Taxiunternehmer besteht heute Goldgräberstimmung, da werden jetzt Passagiere teilweise für weite Strecken hunderte €uro zahlen oder sich halt entsprechend, wenn das gleiche Ziel besteht, zusammenschließen, um heute Abend doch noch im eigenen Bett zu nächtigen.


Bei späten Zug-Ausfällen immer nach Beratern Ausschau halten, die nehmen einen gern im Taxi mit. Zweimal schon die Schwiegermutter so vorm Stranden in Hannover bewahrt. Ich bekam jeweils das Taxameter die 400€ überschritt.
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