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Finanzthread ab 09/2006

04.09.2006 - 10:06 Uhr
Finanzthread ab 09/2006 |#61
30.04.2007 - 09:21 Uhr

Schalker Finanzen – zwischen Tradition, sportlichen Ansprüchen und wirtschaftlicher Notwendigkeit

Dr. Günter Vornholz∗ •

0. Einleitung

In den vergangenen Jahren waren immer wieder negative Meldungen über die Finanzen des Vereins FC Schalke 04 in den Medien zu lesen, wobei aber jeweils immer nur auf einzelne Aspekte eingegangen wurde. So wurde dem Verein z.B. Bilanzverfälschung aufgrund der Bewertung des Parkstadions oder die Neubewertung der Tochtergesellschaften sowie insbe-sondere die Höhe der Verbindlichkeiten vorgeworfen. Bislang gab es aber keine umfassende Analyse der finanziellen Entwicklung und der gesamten finanzwirtschaftlichen Verhältnisse. Neben diesem Ziel soll die Studie auch einen Vergleich mit den Finanzverhältnissen der üb-rigen Bundesligavereine geben.
Betrachtet wird im Folgenden nur die Zeit von 1994 bis 2006, die der Amtszeit des jetzigen Vorstands entspricht. Der Beginn war durch die Altlasten der vorangegangenen Jahre ge-prägt, die einen Lizenzentzug und Konkurs nur noch als Frage der Zeit erscheinen ließen. Die bisherige Zeit von Gerhard Rehberg als 1. Vorsitzender des FC Schalke 04 lässt sich grob in drei Phasen unterscheiden. Die erste Phase war durch die Sanierung und Stabilisie-rung der Vereinsfinanzen geprägt. Die zweite Phase war die Aufbauphase, die durch eine starke Expansion sowohl im wirtschaftlichen als auch im sportlichen Bereich gekennzeichnet war und mit der Eröffnung der Arena AufSchalke beendet wurde. Die neue Arena stellt die Basis für die noch anhaltende dritte Phase dar, die als Ertragsphase bezeichnet werden kann, da nun die Erträge der Investitionen aus der Vorphase realisiert werden können.
Schwierigkeiten bei einer derart langfristigen Betrachtung ergeben sich aufgrund der be-schränkten Vergleichbarkeit der Daten. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass es wieder-holt Umstellungen bei einzelnen Positionsabgrenzungen gegeben hat und Bewertungsvor-schriften (teilweise durch DFL-Vorgaben) geändert worden sind. So sind z.B. Transferaus-gaben seit 2002 zu aktivieren und über die Laufzeit der Verträge abzuschreiben, früher wur-den die gesamten Ausgaben direkt als Kosten verbucht. Des Weiteren ergeben sich durch die veränderte Rechnungsperiodenabgrenzung des Vereins Vergleichsprobleme: Die ersten sieben Rechnungsperioden, die sich auf die Saison beziehen, stellen die Situation des Ver-eins mit Spielen im Parkstadion dar. Die folgenden Perioden mit den Jahren 2002 bis 2005 beziehen sich auf das jeweilige Kalenderjahr, in denen der Verein in der Arena AufSchalke bzw. Veltins-Arena spielte.

1. Entwicklung der Schalker Finanzen

1.1. Ende der 80er- / Anfang der 90er Jahre: Skandale und Misserfolge

Um die sportliche und finanzielle Entwicklung korrekt beurteilen zu können, ist es erforder-lich, kurz die Situation vor 1993 (also vor dem Vorstandsvorsitzenden Gerhard Rehberg) zu skizzieren. Sportlich war der FC Schalke 04 eine „Fahrstuhlmannschaft“ zwischen der I. und II. Liga. Einer der größten sportlichen „Erfolge“ in dieser Zeit bestand darin, dass mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison 1988/89 der Abstieg in die III. Liga verhindert werden konnte.
Die Vereinsführung selbst war in dieser Zeit von vielen Wechseln und hoher Unseriosität gekennzeichnet. Immer wieder lieferten der Verein bzw. die Verantwortlichen Skandale und negative Schlagzeilen für die Öffentlichkeit. Auch finanziell sah es düster aus. Zwar konnte der Bundesligaaufstieg im Jahr 1991 in der Zeit des Präsidenten Günter Eichberg wieder erreicht werden, jedoch nur durch viel zu starke finanzielle Anstrengungen. So kam es zu einem stetigen Anstieg der Verbindlichkeiten auf knapp 10 Mio. Euro und einem negativen Vereinsvermögen von über 5 Mio. Euro. Allein in der Saison 92/93 erwirtschaftete der Verein aufgrund einer geringen Ertragskraft einen Verlust von knapp 5 Mio. Euro. Im Herbst 1993 stellte sich die Liquiditätssituation besonders kritisch dar, es drohte sogar die Zahlungsunfä-higkeit. Aufgrund der Wahl von H. Kremers zum Präsidenten wurden Kredit-, Bürgschafts- und Sponsorenverträge gekündigt. Das wirtschaftliche Fehlverhalten führt dazu, dass der DFB dem Verein zunächst die Lizenz entzog; letztlich aber kam es „nur“ zu einer Geldstrafe.

1.2. 1993 – 1996: Sanierungsphase

Nachdem schon 1993 Rudi Assauer und Peter Peters in den Vorstand des Vereins kamen, wurden im Dezember 1994 Gerhard Rehberg zum 1. Vorsitzenden und Josef Schnusenberg zum stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeister gewählt. Die organisatorische Neu-formierung mit einer neuen, für die damalige Zeit einmaligen Satzung, mit einem Vorstand und einem diesen bestimmenden und kontrollierenden Aufsichtsrat führte zu einer deutlichen Stabilisierung und Beruhigung im Verein. Die entscheidende Aufgabe für den neuen Vor-stand war aber, die zerrütteten Vereinsfinanzen in Ordnung zu bringen.
Geplant war vom Vorstand eine dreijährige Konsolidierungsphase, um die finanzielle Situati-on des Vereins zu stabilisieren. In der ersten Saison (1994/95) konnte ein Gewinn von 2 Mio. Euro erzielt werden. Die Verbindlichkeiten wurden durch Tilgungen um mehr als 5 Mio. Euro verringert, was aber zu Lasten der sportlichen Leistungsfähigkeit ging. In der folgenden Sai-son schon konnte die Konsolidierungsphase erfolgreich abgeschlossen werden. Die langfris-tigen Verbindlichkeiten waren durch entweder Liquidität oder werthaltige Forderungen aus-geglichen; ebenfalls konnte die Abhängigkeit von externen Bürgschaften beseitigt werden.
Das finanzielle Potenzial des Vereins blieb aber sehr begrenzt; bis zum Jahr 1996 lag das maximale Umsatzpotenzial bei rund 20 Mio. Euro (s. Schaubild 4). Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass der Verein mit dem Parkstadion nur sehr begrenzt seine Möglichkeiten ausnutzen konnte und an keinem europäischen Wettbewerb teilnahm.

1.3. 1996 – 2001: Aufbauphase

Der sportliche Erfolg mit dem Erreichen von Platz 3 in der Saison 1995/96 ebnete den Weg in die europäischen Wettbewerbe, der im Mai 1997 sogar zum Gewinn des UEFA-Pokals in Mailand führte. Die Expansionsphase war auch die erste „europäische Phase“, in der ein Umsatz von jeweils rund 40 Mio. Euro erreicht werden konnte. Erst der außerordentliche sportliche Erfolg mit Vizemeisterschaft und Pokalsieg führte zu einem Umsatz von knapp 60 Mio. Euro in der Saison 2000/01. Insbesondere stiegen, wie in der Bundesliga allgemein, die Einnahmen aus der TV- und Hörfunkverwertung.
In dieser Phase konnte die sportliche und personelle Wettbewerbsfähigkeit zur deutschen Spitzengruppe (wieder)hergestellt werden. Die sportliche Aufwärtsentwicklung war verbun-den mit einem wirtschaftlichen Aufbau, der sich sowohl bei den Investitionen zeigte als auch in den finanziellen Daten widerspiegelte. Die ersten Investitionen in Höhe von 1 Mio. Euro wurden in der Saison 1996/97 für den Ausbau der Geschäftsstelle verwendet, hierdurch stie-gen gleichzeitig die Verbindlichkeiten leicht an.

Die folgenden vier Jahre waren gekennzeichnet durch eine stark expansive Vereinspolitik mit massiven Investitionen in „Steine und Beine“. Jeweils rund 30 Mio. Euro wurden einerseits ausgegeben für Investitionen in Gebäude und Anlagen und andererseits für Ablösesummen neuer Spieler. In der Saison 1997/98 wurde ein Leistungszentrum für rund 5 Mio. Euro ge-baut. In den Folgejahren wurden Baumaßnahmen wie das Fußball-Leistungszentrum sowie das Jugendinternat und Trainingsplätze durchgeführt. Danach wurde das Gelände rund um die Geschäftsstelle mit dem Leistungszentrum (Fan-Shop und die Gaststätte „Der Schalker“ ) aus- sowie der Kabinentrakt und die Trainingsplätze umgebaut. Die neue Arena wurde in dieser Phase geplant und gebaut; die Arena AufSchalke war gleichzeitig der Kernpunkt wie auch das Prunkstück des Schalker Aufbaus und somit der Schlusspunkt der zweiten Phase.

1.4. seit 2002: Ertragsphase

Im August 2001 erfolgte die Eröffnung der Arena AufSchalke und leitete damit ein neues Zeitalter ein. Der Bau der vereinseigenen Arena ist das zentrale wirtschaftliche Entwick-lungsprojekt der Vereinsgeschichte und stellt damit die Basis für die wirtschaftliche und sportliche Entwicklung dar. Bis zum Jahresende 2006 wurden knapp 200 Veranstaltungen mit fast 11 Mio. Besuchern durchgeführt, davon allein 125 Fußball-Pflichtspiele des FC Schalke 04.
Der finanzielle Schub durch die Arena zeigte sich bei der Umsatzhöhe bereits im ersten Jahr nach Fertigstellung der Arena. Verbunden mit dem sportlichen Erfolg – Pokalsieg und 3 Heimspiele im UEFA-Cup – erhöhte sich der Umsatz auf rund 120 Mio. Euro. Aber auch in den beiden folgenden Jahren lag der Umsatz noch über 90 Mio. Euro und damit um mehr als 50 v.H. über dem des letzten Spieljahres im Parkstadion. Die Heimspiele im UEFA-Cup und die damit verbundenen Mehrerlöse konnten den deutlichen Rückgang der TV-Erlöse auf-grund der Kirch-Krise nur bedingt kompensieren. Mit Pokalfinale und Vizemeisterschaft als sportliche Höhepunkte und u.a. drei Heimspielen in der Champions League, konnten 2005 die Erträge auf 130 Mio. Euro gesteigert werden.
Neben dem Bau der Arena wurden weitere Investitionen durch den Verein vorgenommen, so wurde u.a. 2002 in den Geschäftsstellenumbau investiert. Es wurden insbesondere in Berei-chen Finanzierungen vorgenommen, die in engem Zusammenhang mit dem Fußball bzw. dem Arenabetrieb stehen. Das betrifft z.B. das Ticketing, die Security oder die Einrichtungen der Rehabilitation. Dies wurde vorwiegend durch die Gründung von Tochtergesellschaften organisiert, so dass die Kontrolle weiterhin beim Verein bzw. Vorstand liegt.

2. Vergleichende Analyse

2.1. Die Vermögensentwicklung

Im Folgenden wird die Vermögensentwicklung vom FC Schalke 04 sowohl bei den Aktiva als auch bei den Passiva im Zeitablauf analysiert und weiterhin mit der Gesamtentwicklung der Bundesliga verglichen.

Die Aktiva setzen sich vor allem zusammen aus dem Umlauf- und Anlagevermögen, was wiederum aus erstens den immateriellen Vermögensgegenständen, wie Spielerwerte oder Rechte, und zweitens den Sachanlagen, wie Grundstücke, Bauten oder Betriebs- und Ge-schäftsausstattungen, sowie drittens den Finanzanlagen besteht. In der ersten Phase be-stand das Vermögen vor allem aus den Spielerwerten (knapp 1,5 Mio. Euro), Sachanlagen waren nur in Höhe von 500.000 Euro vorhanden; erst 1996 konnte die erste Beteiligung an einem Unternehmen aktiviert werden.

In der zweiten Expansionsphase stieg das Anlagevermögen um über 25 Mio. Euro an, ob-wohl die Spielerwerte in der Bilanz nicht mehr erfasst wurden, sondern erst wieder im Ab-schluss 2002. Der Sprung im Anlagevermögen von 4 Mio. (Juni 1998) auf knapp 20 Mio. Euro in der Folgesaison basiert vorwiegend auf übernommene Grundstücke und der Über-nahme finanzieller Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Bau der Arena AufSchalke. Allein 11 Mio. Euro betrug der Kommanditanteil des Vereins an der Stadionbesitzgesell-schaft. Auch der Anstieg 2000/01 steht im Zusammenhang mit dem Bau der Arena.
Mit dem Geschäftsabschluss 2002 ist wiederum ein deutlicher Zuwachs beim Anlagevermö-gen festzustellen. Zum einen wurden die Spielerwerte in die Bilanz aufgenommen. Die Spie-lerwerte im Anlagevermögen sind bilanzielle Werte, die anhand der gezahlten Transferent-schädigungen einschließlich Nebenkosten (insbesondere Beraterkosten) ermittelt werden und nicht die wahren Werte, die bei einem möglichen Weiterverkauf der Spieler erzielt wer-den könnten. Bei der Einführung der neuen Regelung im Jahr 2002 betrug das Vermögen an Spielerwerten über 35 Mio. Euro. Zum anderen erhöhten sich die Ausleihungen des Vereins an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis (Tochterunternehmen) besteht, um mehr als 10 Mio. Euro.

In der dritten Phase erhöhte sich das Anlagevermögen nochmals um rund 70 Mio. Euro und das, obwohl die Spielerwerte aufgrund einer veränderten Transferpolitik des Vereins um 10 Mio. Euro sanken. Hinzu kamen noch Abschreibungen auf die Spielerwerte von fast 50 Mio. Euro in den Jahren von 2002 bis 2005, die das Spielervermögen verringerten. So war der Anstieg fast ausschließlich auf das Wachstum der Finanzanlagen um über 120 Mio. Euro zurückzuführen. Rund die Hälfte des Anstiegs wurde allein durch das Aufdecken stiller Re-serven von rund 66 Mio. Euro erzielt. Im Zuge der gesellschaftlichen Umstrukturierung des Beteiligungsbesitzes mit der Neugründung einer Holding und einer Rechteverwertungsge-sellschaft wurde das Vermögen der Tochtergesellschaften neu bewertet und so stiegen die Finanzanlagen („Anteile an verbundenen Unternehmen“ ). Die mit dem Verein verbundenen 16 Tochtergesellschaften bestimmen heute somit maßgeblich die Vermögenslage des Ver-eins FC Schalke 04.

Die Verbindlichkeiten lagen beim Amtsantritt bei gut 5 Mio. Euro, die aber in den ersten bei-den Jahren durch Sparmaßnahmen deutlich reduziert wurden. In den Jahren von 1997 bis 2001 wurden rund 60 Mio. Euro sowohl in Spieler als auch in das Vereinsgelände investiert. Da diese Investitionen teilweise durch eigene Mittel finanziert wurden, betrug der Anstieg der Verbindlichkeiten nur rund 40 Mio. Euro. In den Folgejahren war die Entwicklung bei den Schulden teilweise auf den Bau der Arena zurückzuführen. Ein wichtiger Faktor war aber auch die sportliche Seite, da trotz massiver Investitionen in die Mannschaft nicht der erwarte-te sportliche Erfolg eintrat. Aber auch der unerwartete Einbruch bei den Einnahmen aus der TV- und Hörfunkverwertung trug zum Anstieg der Schulden bei.
Im Jahresabschluss 2005 machte die sogenannte Schechter-Anleihe in Höhe von rund 85 Mio. Euro den größten Anteil der Verbindlichkeiten des Vereins aus. Diese Anleihe wurde 2003 und 2004 als Asset Backed Securities (ABS) aufgelegt und dient der Finanzierung des Vereins, da sowohl langfristige Bankverbindlichkeiten als auch kurzfristige Verpflichtungen abgelöst wurden. Die Umfinanzierungsmaßnahme wurde finanziert von institutionellen Inves-toren aus den USA und England. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 23 Jahren und ist durch die Zuschauereinnahmen aus der Veltins-Arena über den gleichen Zeitraum gesichert. Durch die Schechter-Anleihe wurde zum einen die Unabhängigkeit von weiteren Kreditgebern er-höht, zum anderen wurde durch die Umwandlung der Altverbindlichkeiten die Laufzeit der Verbindlichkeiten deutlich erhöht. Dies führte aber auch zu höheren Zinsen, so dass insge-samt ein jährlicher Schuldendienst für Zinsen und Tilgung in Höhe von mehr als 9 Mio. Euro fällig wird.
Weitere Verbindlichkeiten sind durch den Bau der Veltins-Arena entstanden, die aber nicht in der Vereinsbilanz aufgeführt werden, sondern in der Bilanz der Tochtergesellschaft Stadion-Besitzgesellschaft. Die Veltins-Arena hat knapp 200 Mio. Euro gekostet, wobei rund 50 Mio. Euro durch Eigenkapital und Zuschüsse gedeckt wurden. Hinzu kam eine Beteiligung der Stadt Gelsenkirchen in Höhe von 10 Mio. Euro, die marktmäßig verzinst werden muss. Dar-lehen von den Fans (Bausteine) und von HBM (Bauunternehmen) sowie größtenteils von der Bank HSH Nordbank vervollständigen die Finanzierung. Für Zinsen und Tilgung der Arena zahlt die Besitzgesellschaft jährlich 11,6 Mio. Euro. Ursprünglich war geplant, die Schulden der Arena bis zum Jahr 2025 zurückzuzahlen. Aufgrund z.B. geringerer Zinsen können nun aber die Verbindlichkeiten bereits bis zum Jahr 2018 abgezahlt werden. Da üblicherweise eine Nutzungsdauer für eine Arena von rund 30 Jahren unterstellt wird, erhält der Verein ab dem Jahr 2018 die Einnahmen aus der Arena, ohne eine Belastung durch den Schulden-dienst zu haben. Völlig unbekannt in der Öffentlichkeit ist, dass bereits seit 2001 Tilgungen in Höhe von 25 Mio. Euro für Kredite der Arena vorgenommen worden sind.
Bei dem Vergleich wesentlicher Bilanzpositionen mit anderen Vereinen der Bundesliga zeigt sich die weit überdurchschnittliche Entwicklung des FC Schalke 04. Innerhalb des Zeitraums 2000/01 bis 2005 hat sich das Anlagevermögen mehr als verfünffacht, während es sich im Ligadurchschnitt nur um gut 50 v.H. erhöht hat. Auch bei den anderen Bilanzpositionen Um-laufvermögen und Verbindlichkeiten ist der Zuwachs deutlich überproportional. Im Vergleich zu den Vermögenspositionen sind die Verbindlichkeiten jedoch unterproportional angestie-gen. Für die früheren Zeiten liegen keine vergleichbaren Daten der Bundesliga vor.

2.2. Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit

In der Sanierungsphase lagen die Erträge des FC Schalke 04 bei rund 20 Mio. Euro und damit um rund 10 v.H. unter dem Ligadurchschnitt. Erst in der zweiten Phase erreichte der Verein den Ligadurchschnitt, wobei dies vor allem auf den sportlichen Erfolg in den internati-onalen Wettbewerben basierte. Die Arena stellt eine Zäsur in der wirtschaftlichen Entwick-lung des Vereins dar. Hinzu kam die erstmalige Teilnahme an der Champions League, so dass allein im II. Halbjahr 2001 ein Umsatz von über 62 Mio. Euro erreicht wurde (mehr als in der kompletten vorangegangenen Saison 2000/01). Durch die wesentlich verbesserten Ein-nahmemöglichkeiten der Veltins-Arena lag der Umsatz seit 2002 ständig über 90 Mio. Euro. Die konkreten Erlöse ergaben sich vorwiegend durch den sportlichen Erfolg. Der in den Jah-ren 2003 und 2004 erfolgte Umsatzrückgang ergab sich aufgrund geringerer TV-Erlöse und durch schwächere sportliche Leistungen. Hingegen führte die Teilnahme an der Champions League zu Erträgen, die bei über 125 Mio. Euro liegen. Seit 2002 lag der Umsatz des FC Schalke 04 zwischen 60 und 90 v.H. über dem Ligadurchschnitt.

Das untenstehende Schaubild 4 zeigt die eindrucksvolle Umsatzentwicklung. Innerhalb von 10 Jahren schaffte es der FC Schalke 04 von einem unterdurchschnittlichen Umsatz zu einer Situation, in der die Erträge sehr deutlich über dem Mittel der Bundesliga liegen. Dieser äu-ßerst positive Trend zeigt sich auch in den einzelnen Ertragskomponenten.

Die Spielerträge des Vereins stiegen von rund 7 Mio. Euro in der ersten Phase auf durch-schnittlich rund 30 Mio. Euro in der Veltins-Arena. Der Anteil an den Gesamteinnahmen ist aber deutlich gesunken: waren es Mitte der 90er Jahr noch knapp 40 v.H., sind es aktuell nur noch gut 20 v.H. Der absolute Zuwachs ist sowohl auf höhere Zuschauerzahlen als auch auf leicht gestiegene Eintrittspreise zurückzuführen. Beim FC Schalke 04 ist die durchschnittli-che Anzahl der Besucher um gut 30 v.H. gestiegen, gegenüber dem letzten Jahr im Parksta-dion mit rund 45.000 Zuschauern (gesamt rund 750.000) kamen allein bei den Bundesliga-spielen jeweils rund 1 Mio. Besucher pro Saison. Die Zuschauereinnahmen aus der Bundes-liga lagen in der Saison 2005/06 bei gut 15 Mio. Euro und damit um mehr als das Doppelte über denen der letzen Saison im Parkstadion. Der durchschnittliche Eintrittspreis liegt aktuell bei rund 14 Euro und damit deutlich unter dem anderer Vereine, so verlangen Mönchenglad-bach, der Hamburger SV oder Bayern München durchschnittlich knapp 20 Euro Eintritt (ohne Mehrwertsteuer).
Die Erlöse aus Medien-Übertragungsrechte haben sich für den Verein in den vergangenen Jahren verzehnfacht und betrugen 2005 rund 35 Mio. Euro. Die Entwicklung ist zum einen darauf zurückzuführen, dass durch die Zentralvermarktung in der Bundesliga diese Einnah-men, wenn auch mit zwischenzeitlichem Einbruch, allgemein gestiegen sind. Zum anderen zahlte sich der sportliche Erfolg aus, da in der Bundesliga die Zahlungen von der sportlichen Platzierung abhängen sowie zusätzliche Erträge aus den europäischen Wettbewerben erzielt wurden.
Die Werbeerlöse lagen Mitte der 90er Jahre bei rund 4 Mio. Euro und stiegen danach auf gut 8 Mio. Euro. In der letzten Saison im Parkstadion wurden gut 12 Mio. Euro eingenommen, was sich durch erfolgsabhängige Zahlungen (Pokalsieg und Vizemeisterschaft) begründete. Durch den Umzug in die Veltins-Arena stiegen die Erlöse auf einmal um rund 15 Mio. Euro. Auch in den Folgejahren ging der Anstieg weiter. Die Teilnahme an der Champions League führte 2005 zu nochmaligem Wachstum ebenso wie die Vergabe der Namensrechte der A-rena. Schalke hat ab der Saison 2005/06 Veltins als Namensgeber der Arena gewonnen, wobei das Unternehmen auch schon vorher namensgeber-ähnliche Rechte besaß. Beim Catering bietet die Veltins-Arena mehr Angebote und ermöglicht höhere Umsätze. Im Vergleich zum Parkstadion stiegen die Umsätze pro Zuschauer deutlich auf durchschnittlich rund 5,50 Euro pro Besucher, so dass einige Millionen Euro Mehrerlöse beim Verein verblei-ben.
Durch den VIP-Bereich mit den Logen und Business-Seats in der Veltins-Arena konnten die Einnahmen deutlich gesteigert werden. Während im Parkstadion nur ein kleiner VIP-Bereich verfügbar war, kann der FC Schalke 04 nun mit Bruttoeinnahmen von rund 18 Mio. Euro pro Jahr rechnen. Eine weitere Einnahmeposition sind außerordentliche oder sonstige Erträge, wobei hier insbesondere die Erträge aus Beteiligungen interessieren. Der Verein FC Schalke 04 ist sowohl an der Arena Besitz- und Betriebsgesellschaft beteiligt als auch an Unterneh-men, die Dienstleistungen rund um die Arena anbieten. Dies sind z.B. die für Catering oder Security zuständigen Unternehmen. Während im Jahr 2002 hier noch keine Einnahmen er-zielt werden konnten, waren dies 2005 Erlöse in Höhe von fast 5 Mio. Euro. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass zwischen dem Verein und seinen Tochterunternehmen häufig Ver-rechnungspreise angesetzt werden, die nicht mit den Marktpreisen übereinstimmen.
Insgesamt hat der FC Schalke 04 sowohl in der kurzen Frist, also seit der letzten Saison im Parkstadion, als auch längerfristig eine im Ligavergleich weit überdurchschnittliche Entwick-lung erreicht. Die Gesamterträge stiegen in den letzten 10 Jahren um das siebenfache an, während die Erlöse des Ligadurchschnitts nur halb so stark anwuchsen. Bei keiner Erlös-komponente war der Erlösanstieg beim Verein unterdurchschnittlich; längerfristig verzehn-fachten sich fast die Medien- und Werbeerträge beim Verein. Vergleicht man die aktuellen Umsätze mit den letzten Erträgen im Parkstadion, so ist festzustellen, dass sich diese ver-doppelt haben. In der gleichen Zeit lag der Zuwachs in der Bundesliga mit 50 v.H. weiter un-ter dem Wachstum vom FC Schalke 04.

In den vergangenen 10 Jahren sind aber nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Kosten deutlich gestiegen. Für die Bundesliga kommt die Deutsche Fußball Liga zu der Feststellung, dass dem Wachstum der Erlöse ein Anstieg der Aufwendungen folgt, der alle Bereiche in etwa gleichermaßen betrifft. Deutliche Zuwächse entstanden bei den Material- bzw. Spiel-aufwendungen. Als Mieter im kommunalen Stadion hatte der FC Schalke 04 für das Parksta-dion eine Pacht von ungefähr 1,5 Mio. Euro an die Stadt Gelsenkirchen zu zahlen, musste jedoch weder für den Schuldendienst noch für die Betriebskosten aufkommen. Heute betra-gen die jährlichen Zins- und Tilgungszahlungen für die Arena rund 14 Mio. Euro, wobei ein Teil durch Mieteinnahmen aus Events bzw. Konzerten der Arena-Betriebsgesellschaft aufge-bracht wird. Daneben sind auch die Aufwendungen für den laufenden Betrieb der Arena in Form der Geschäftsführungs- und Betriebskosten deutlich angestiegen. Ebenfalls sind lau-fende Modernisierungsinvestitionen sowie Ausgaben für Wartung und Instandhaltung not-
wendig, um die Attraktivität der Arena zu erhalten. Diese Kosten sind für den FC Schalke 04 in den vergangenen 10 Jahren von rund 8 Mio. Euro auf gut 55 Mio. Euro angestiegen.
Die Personalaufwendungen für die Lizenzspielerabteilung sind der mit Abstand größte Anteil an den Gesamtaufwendungen. Im Spieljahr 1994/95 betrugen sie durchschnittlich knapp 6 Mio. Euro und wiesen eine Personalkostenquote von rund 30 v.H. auf. Nach einem kontinu-ierlichen Anstieg betrug die Quote in der Saison 2000/01 rund 55 v.H. Die Personalkosten stiegen im ersten Betriebsjahr (2002) der Arena deutlich an. Durch eine restriktive Ausgabe-politik in diesem Bereich aber auch durch die deutliche Ausweitung der Einnahmen konnte die Personalkostenquote auf nur noch gut 40 v.H. reduziert werden. Während im Vergleich zum Umsatz beim Materialaufwand noch ein deutlicher Anstieg bestand, nahmen die Perso-nalkosten in den 90er Jahren überdurchschnittlich zu: die Umsätze verdreifachten sich und die Personalkosten stiegen um über 600 v.H. In der kürzeren Frist seit 2000/01 kam es da-gegen zu einer Trendwende; aufgrund der restriktiven Vereinspolitik stiegen die Personal-aufwendungen im Vergleich zum Umsatz nur noch unterdurchschnittlich an.
In der Gewinn- und Verlustrechnung stellen die Abschreibungen auf die Spielerwerte einen wesentlichen Faktor dar. Durch die Neuordnung 2002 sind die Vereine verpflichtet, ihre Spie-lerwerte während der Vertragslaufzeit abzuschreiben. Bis 2005 entstanden allein dadurch dem FC Schalke 04 kalkulatorische Kosten in Höhe von fast 50 Mio. Euro. Diese Kostenbe-lastung hat nicht nur zu den teilweise sehr hohen Verlusten geführt, sondern auch zu einem Umdenken in der Transferpolitik mit der Verpflichtung hauptsächlich ablösefreier Spieler ge-führt.
Auch bei den Aufwendungen ist die außerordentliche Entwicklung vom FC Schalke 04 im Vergleich zur gesamten Bundesliga festzustellen. In der kurzen Frist, dem Vergleich der ak-tuellen Daten mit der Saison 2000/01 stieg der Materialaufwand beim FC Schalke 04 um ungefähr das Dreifache, während in der Bundesliga nur ein Anstieg von durchschnittlich gut 50 v.H. zu verzeichnen war. Im langfristigen 10-Jahres-Vergleich war der Zuwachs beim Verein höher als in der Bundesliga. Beim Personalaufwand zeigt sich der sportliche Erfolg, so stieg dieser beim Verein sowohl in der kurzen als auch der langen Frist überdurchschnitt-lich an.

In der Saison 2004/05 war bei den Aufwendungen ein deutlicher Unterschied innerhalb der Bundesliga festzustellen. Im Durchschnitt fielen rund 70 Mio. Euro an Aufwand an, wobei aber diese bei den Vereinen aus dem ersten Tabellendrittel rund 80 v.H. höher waren. Der Aufwand der Vereine im unteren Tabellendrittel betrug dagegen nur rund die Hälfte, so dass der Aufwand der ersten Sechs das Dreifache dessen betrug, was die letzten Sechs ausga-
ben. In der vergangenen Saison zeigten sich ebenso die sehr starken Unterschieden zwi-schen den Vereinen im oberen und unteren Tabellendritten.
Der Jahresüberschuss bzw. Gewinn eines Vereins ist anders zu beurteilen als der eines Un-ternehmens. Während der Gewinn von Personen- und Kapitalgesellschaften u.a. als Grund-lage für die Ausschüttungen an die Eigentümer dient, verbleibt dieser beim Verein selbst. So fällt der Gewinn bei den Fußballbundesligisten auch relativ gering aus: im Ligadurchschnitt lagen die Gewinne in den 90er Jahren üblicherweise unter 1 Mio. Euro und beim FC Schalke 04 unter 2 Mio. Euro. Auch in den Folgejahren lagen die Gewinne in der Bundesliga im Schnitt zwischen minus 3 und plus 4 Mio. Euro, wobei aber bei einzelnen Vereinen deutlich höhere Beträge möglich waren.
Beim FC Schalke 04 wurden insbesondere die Jahresabschlüsse aus den Jahren 2003 und 2004 intensiv diskutiert. 2003 lag das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (d.h. Fußballaktivität) aufgrund geringer sportlicher Erfolge bei rund minus 19 Mio. Euro. Durch den Kauf des Parkstadions von der Stadt Gelsenkirchen und einer Neubewertung des Stadi-ons konnte ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 15,6 Mio. Euro erzielt werden. Der Jah-resüberschuss betrug damit nur noch minus 4 Mio. Euro. Ursprüngliche Betrugsvorwürfe und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wurden in der Zwischenzeit eingestellt. Das Rekorder-gebnis des Jahres 2004 wurde allein durch das Aufdecken von stillen Reserven und damit verbundenen außerordentlichen Erträgen von rund 65 Mio. Euro erreicht. Durch eine Um-strukturierung der Beteiligungen und Überführung dieser in eine Holding konnten die einzel-nen Beteiligungen neu bewertet werden und so entstanden die a.o. Erträge. Statt eines ne-gativen Ergebnisses aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (rund 23 Mio. Euro) wurde somit ein Jahresüberschuss in Höhe von 43 Mio. Euro gewonnen.

3. Bewertung

Die Traditionsvereine im Fußball agieren in einem besonderen Umfeld, was im Besonderen für den FC Schalke 04 gilt. Für diesen Traditionsverein gibt es zum einen eine günstige Aus-gangsposition für vielfältige Expansionsmöglichkeiten, zum anderen ist der Verein aber auch der Tradition verpflichtet, was Einschränkungen mit sich bringen kann. Der Verein ist eng verbunden mit den „alten Werten“, was durch Begriffe wie „Glück auf“, „Knappe“ oder „Kum-pel“ etc. symbolisiert wird. Die Fans verbindet mit ihrem FC Schalke 04 eine besondere Be-ziehung, so wird das Vereinsgeschehen mit starken Emotionen verfolgt. Sie sind einerseits ausgesprochen stolz auf ihren Verein und sehr eng mit ihrem Verein verbunden, anderer-seits haben sie hohe Ansprüche an diesem (einschließlich Vorstand und Mannschaft).
Ein deutliches Zeichen für den Traditionsverein ist, dass die Profiabteilung nicht wie bei an-deren Bundesligisten in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert, sondern weiterhin integraler Bestandteil des Vereins ist. Entsprechende Planungen im Verein würden gegen die Traditi-onsvorstellungen der Fans verstoßen und vermutlich in einer Mitgliederversammlung nur schwerlich durchsetzbar sein. Der Gegensatz zu einem Traditionsverein wird nicht selten in einem stark kommerzialisierten Verein gesehen, bei dem die Vermarktung bzw. finanzielle Aspekte sehr stark im Vordergrund stehen. Diesen Vereinen wird eine weitestgehende Kommerzialisierung des Fußballs und ihres Vereins vorgeworfen.
Die Fans eines Traditionsvereins wollen aber auch den sportlichen Erfolg sehen, wenn auch nicht unter Ausnutzung aller Vermarktungsmöglichkeiten und der vollständigen Kommerziali-sierung. Gleichwohl ist üblicherweise der sportliche Erfolg nicht ohne einen hohen finanziel-len Aufwand zu erreichen. Zwar gibt es immer wieder Ausnahmen, bei denen auch Vereine mit einem geringen Etat sportlichen Erfolg haben. Es zeigt sich aber, dass im Allgemeinen zwischen der Höhe des Vereinsetats und dem sportlichen Erfolg ein starker Zusammenhang besteht. So haben die Vereine im obersten Tabellendrittel der Saison 2003/04 Gesamtein-nahmen, die um rund 50 v.H. über dem des Durchschnitts der Bundesliga lagen. In der dar-auf folgenden Saison waren es sogar schon knapp 75 v.H. Die Vereine, die auf den Plätzen 13 bis 18 landeten, hatten Erträge, die knapp 50 v.H. (Saison 2003/04) und danach sogar gut 52 v.H. unter dem Ligadurchschnitt lagen. In der Saison 2004/05 verfügten die Vereine im oberen Tabellendrittel über Einnahmen, die fast viermal so hoch waren wie die in dem unteren Tabellendrittel.

Der FC Schalke 04 stand Mitte der 90er Jahre bei der Entscheidung über zukünftige Investi-tionen vor einem Spagat. Als Traditionsverein verfügte der Verein über ein weit überdurch-schnittliches Potenzial sowohl bei Fans als auch bei möglichen Sponsoren, was er aber auf-grund der mangelnden Infrastruktur nicht ausschöpfen konnte. Das Parkstadion war einer-seits stark sanierungsbedürftig und bot andererseits geringe Erlöspotenziale. Die Einnahmen lagen sogar in der ersten Phase unterhalb des Ligadurchschnitts; selbst in der Aufbauphase von 1996 bis 2001 erzielte der Verein nur einen durchschnittlichen Umsatz. Für den Vor-stand bestand die Alternative darin, entweder mit einer eher restriktiven Investitionspolitik eine Entwicklung zu erreichen, die ähnlich der anderer Bundesligisten war, oder mit sehr ambitionierten Investitionen zwar ein gewisses Risiko einzugehen, aber gleichzeitig auch das vorhandene hohe Potenzial auszunutzen. Um den sportlichen Erfolg (in Deutschland und Europa) zu erreichen, bedurfte es sehr hoher Investitionen einerseits in Mannschaft und an-derseits in das Stadion und dessen Umfeld. Trotz dieses hohen Engagements galt es aber, nicht die Werte zu verlieren, die diesen Traditionsverein auszeichnen. Wie das Schaubild 3 zeigt, konnte erst mit der Veltins-Arena der Sprung in eine andere Umsatzdimension erreicht werden.
Seit dem Amtsantritt von Gerhard Rehberg im Jahr 1993 hat der FC Schalke 04 insgesamt weit über 400 Mio. Euro für Investitionen ausgegeben. Dabei wurden über 320 Mio. Euro für Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben, allein gut 200 Mio. Euro für die neue Arena. Dabei erfolgte der Bau der Arena aus eigenen Mitteln, während bei anderen Vereinen ein Einsatz erheblicher öffentlicher Mittel erfolgte. Da nun auch der Schuldendienst vollständig vom FC Schalke 04 getragen werden muss, besteht eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten der anderen Vereine, die von den zusätzlichen Einnahmen profitieren, aber die Kosten der Gesellschaft anlasten.
Weitere Investitionen wurden für Infrastrukturleistungen aufgewandt, so z.B. für ein Trai-ningszentrum mit mehreren Rasen- und Kunstrasenplätzen, das vorbildlich für die Bundesli-ga ist. Auch für den Abriss des alten Parkstadions musste der Verein aufkommen. Im Mittel-punkt stand indessen das Ziel, die fußballnahen Geschäftsfelder soweit wie möglich selbst bzw. mittels Tochtergesellschaften auszubauen und gleichzeitig vom Verein zu steuern. Dar-über hinaus besitzt der Verein auch noch alle Vermarktungsrechte und hat diese nicht wie andere Vereine an Sportrechtevermarkter verkauft. Durch diesen Verzicht auf eine einmalige Zahlung bleiben aber alle zukünftigen Einnahmen beim Verein, und es muss nicht wie bei anderen Vereinen ein Teil an die Vermarkter gezahlt werden.

In den vergangenen 10 Jahren stieg das Anlagevermögen, bereinigt um Abschreibungen von knapp 2 Mio. Euro, auf rund 200 Mio. Euro Ende 2005. Weitere rund 80 Mio. Euro wurden für Spieler an Ablösesummen ausgegeben. Dies führt auch zu der eindrucksvollen Entwicklung des Wertes des Spielerkaders, der 1995 nur 1 Mio. Euro betrug und zum Jahresende 2005 rund 27 Mio. Euro. Für den sprunghaften Anstieg der gesamten Einnahmen war vor allem der Wechsel vom Parkstadion in die Veltins-Arena verantwortlich. Die eher kurzfristigen Schwankungen lassen sich auf sportliche Erfolge bzw. Misserfolge in den einzelnen Wettbe-werben zurückführen.
Das ist das beeindruckende Ergebnis einer auf Expansion setzenden Strategie des Vorstan-des. Diese Strategie ist aber auch mit deutlichen Risiken verbunden, da der sportliche Erfolg nicht planbar ist. Der selbstständig herbeigeführte Aufschwung schlägt sich in hohen Ver-bindlichkeiten nieder, wie bei vielen anderen Unternehmen auch, die in den Ausbau ihrer Produktions- oder Vertriebsaktivitäten investieren. Wenn das auch von Teilen der Fans, die sich vor allem mit dem „Traditionsverein“ verbunden sehen, anders gesehen wird. Aus fi-nanzwirtschaftlicher Sicht ist der FC Schalke 04 wie ein Unternehmen bzw. ein Haushalt zu beurteilen. Wie bei vergleichbaren Großinvestitionen von Unternehmen oder für den Haus-bau von Haushalten werden neben eigenen Mitteln hierbei üblicherweise auch umfangreiche Kredite von Banken in Anspruch genommen. Diese sind zwar bilanziell erstmalig belastend, sie können aber längerfristig zu einer stabilen Ertragskraft führen. Dieses normale Vorgehen in der Wirtschaft gilt auch im Profisport, wenn auch sportlicher Erfolg einerseits nicht unbe-dingt erzwingbar ist. Andererseits ist ohne hohe Investitionen ein nachhaltiger sportlicher Erfolg nicht möglich, wie der Vergleich der Einnahmesituation in der Bundesliga zeigt.
In den vergangnen Jahren wurden die Grundlagen geschaffen, die Voraussetzung für eine herausragende langfristige Perspektive sein können. Allein durch den eigenständigen Bau der Arena hat sich bereits ein gewaltiger Schub bei den Einnahmen ergeben, zudem sind es vor allem die Aussichten, die überzeugen. Nach 2018 wird die Arena schuldenfrei sein und damit alle Einnahmen dem Verein allein (d.h. ohne Belastung aus dem Schuldendienst) zur Verfügung stehen. Zusätzlich ergeben sich durch die vorgenommene Ausweitung der Ge-schäftstätigkeit höhere Erlöspotenziale. Schon jetzt verfügt der Verein über eine im Vergleich zu Beginn der 90er Jahre wesentlich stärkere Mannschaft und zusammen mit den vorge-nannten Argumenten über eine größere sportliche und finanzielle Wettbewerbsfähigkeit. Das Vereinsvermögen resultiert aus den Investitionen der Vergangenheit und versetzt den Verein nachhaltig in die Lage, hohe Umsatzerlöse zu erzielen und diese sogar noch zu steigern. Mittel- bis längerfristig kann die Unternehmensentwicklung vom FC Schalke 04 zu einem potenziellen Wettbewerbsvorteil in der Bundesliga werden. Die anstehenden Aufgaben be-stehen darin, die Arena nachhaltig rentabel zu nutzen und das Umfeld („Schalker Feld“ ) schrittweise auszubauen. Dies wird den Verein sowohl wirtschaftlich als auch sportlich noch weiter voranbringen können.
In der Vergangenheit wurde dem Verein wiederholt unterstellt, seine finanziellen Potenziale überschritten und zu viele Verbindlichkeiten aufgenommen zu haben. Die hohen Investitio-nen in die gesamte Infrastruktur und die Arena führen zu hohen zukünftigen Belastungen, und auch eine national und international wettbewerbsfähige Mannschaft erfordert hohe Per-sonalkosten. Die hohen jährlichen Kosten erfordern einen entsprechenden sportlichen Erfolg. Jedoch sollte bedacht werden, dass große Unternehmen eine ebenso hohe Nachfrage benö-tigen. Die Kriterien zur Beurteilung der Vereinspolitik sind zum einen die Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit des Vereins vor dem Hintergrund dieser Investitionen. Zum anderen ist es die Entwicklung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Vereins, die daran zu beurteilen ist, ob die Liquidität nachhaltig ausreichend ist, um den Schuldendienst bedienen zu können. An diesen Kriterien wird sich der Vereinsvorstand messen lassen müssen, wobei ein abschließendes Urteil sich erst in der Zukunft ergeben wird.

∗ Dr. Günter Vornholz ist Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln.
• Die Studie basiert auf der Auswertung der Geschäftsberichte des FC Schalke 04 und di-verser Artikel.

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Schalke 04, ein mysteriöser Verein
- Giuseppe Marotta -


Dieser Beitrag wurde zuletzt von falkone am 30.04.2007 um 09:26 Uhr bearbeitet
Finanzthread ab 09/2006 |#62
30.04.2007 - 09:44 Uhr
Man beachte den letzten Satz. Ich liebe ellenlange Studien und am Ende kommt dann,dass die Zukunft erst ein echtes Urteil zulässt. So bleibt es schön unverbindlich und man kann sein Gesicht wahren und sich im Nachhinein alles zurecht reden.

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Pro: S04, Hoffenheim, Tottenham, Barca, Inter Mailand
Contra: BVB, Bayern, VfB, FCK
Schalke-Fan seit: 1988
Finanzthread ab 09/2006 |#63
30.04.2007 - 09:46 Uhr
Man beachte den letzten Satz. Ich liebe ellenlange Studien und am Ende kommt dann,dass die Zukunft erst ein echtes Urteil zulässt. So bleibt es schön unverbindlich und man kann sein Gesicht wahren und sich im Nachhinein alles zurecht reden.

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Pro: S04, Hoffenheim, Tottenham, Barca, Inter Mailand
Contra: BVB, Bayern, VfB, FCK
Schalke-Fan seit: 1988
Finanzthread ab 09/2006 |#64
02.05.2007 - 11:53 Uhr
Ich finde unsere neue Philosophie unter AM ja OK, dass heisst Verbindlichkeiten empfindlich abbauen! Aber darüber hinaus sollte man sein Flaggschiff dennoch weiter ausbauen um nämlich weiterhin über Jahre oben unter die ersten 3 zu kommen, dass bezweifle ich mit dem momentanen Kader, denn einige wichtige Spieler werden nicht jünger. Leider! :( ;)
Sollte wir Meister oder erneut Vizemeister werden, sollte man dennoch noch 1 oder 2 Spieler als Verstärkung holen, Schober und Jones reichen da beiweitem nicht, und Westermann wird so wie ich sehe bleibt die Arminia in der Bundesliga zu teuer und wird erst 2008 kommen, nämlich ablösefrei!

Gruß Balou

•     •     •

S04 die Macht vom Revier!!!
Finanzthread ab 09/2006 |#65
02.05.2007 - 12:53 Uhr
Zitat von falkone:
Da schließe ich mich doch mal spontan an. Allerdings wird der besagte Transfer dann eher nicht aus den besagten Einnahmen finanziert, sondern aus Transfererlösen (gibt ja noch einige Verkaufskandidaten). Denn, und das hat sich auch mit diesem Artikel nicht geändert, die 20 Mio. (wird auch noch einiges mehr) stehen kaum für die diesjährige Sommer-Transferperiode zur Verfügung. Den Großteil der CL-Einnahmen gibt es erst später und die Prämien von Gazprom werden mehr oder weniger komplett an die Mannschaft weitergegeben.

Der generelle Kurs gefällt mir, allerdings bleibt eine Frage offen:

Wieso Festgeldkonto wenn man auch Schulden tilgen könnte??? :o :o :o

Es gibt nur einen (betriebswirtschaftlich sinnvollen) Grund: die Zinserträge wären höher als die eingesparten Zinsaufwendungen.

Wahrscheinlich, weil Sondertilgungen so hohe Vertragsstrafen beinhalten würden, dass es sich nicht lohnt. Das würde auch erklären, dass man eigentlich nie erwähnt hat, außerplanmäßig tilgen zu wollen. :/:



es gibt aber auch noch einen grund, festgeld zu horten anstatt außerplanmäßig zu tilgen: und zwar um eine kriegskasse vorzuhalten, wenn man ansonsten große probleme hätte, neue (wahrscheinlich kurzfristige) kredite für irgendwelche investitonen aufzunehmen
Finanzthread ab 09/2006 |#66
04.05.2007 - 09:17 Uhr
Das könnte sogar hinkommen, wenn man nur die aktuelle Situation überprüft. Mir ist trotzdem nicht bange, wenn der eingeschlagene Weg beibehalten wird. In ein paar Jahren dürften wir den vorletzten Platz dauerhaft verlassen haben ;) ...

Übrigens: Bayer das erste Mal seit 2003 nicht erster????? Wer soll den davor wirtschaftlich gesünder gewesen sein?
Spontan fallen mir nur Leverkusen und der BxB ein... Bei letzterem würde ich mir als DFL andere Auskunfteien suchen, bei ersterm muss man auch bedenken, dass die Bayer-Werke immense Summen auch außerplanmäßig in den Verein gepumt haben... Ich denke zumindest, dass eine Studie, in der die Bayern nicht die letzten 20 Jahre erster waren, von Haus aus nen Denkfehler haben muss...


Glück auf...

•     •     •

SCHALKE & DER FCN ! ! !
Finanzthread ab 09/2006 |#67
04.05.2007 - 09:34 Uhr
Du meinst nicht Bayer sondern Bayern (FCB)!

Gruß Balou

•     •     •

S04 die Macht vom Revier!!!
Finanzthread ab 09/2006 |#68
04.05.2007 - 13:21 Uhr
Zitat
Übrigens: Bayer das erste Mal seit 2003 nicht erster????? Wer soll den davor wirtschaftlich gesünder gewesen sein?
Spontan fallen mir nur Leverkusen und der BxB ein... Bei letzterem würde ich mir als DFL andere Auskunfteien suchen,



Die DFL hat mit der Studie ja nichts zu tun .
Diese wurde von der Creditreform erstellt ( wie zuletzt schon einmal in 2004 oder 2005 ) .

Bzgl. der Aussagekraft einer solchen Studie bin ich sehr skeptisch - zumindest solange die genauen Kriterien zur Erstellung des Rankings und die hierfür herangezogenen Zahlen nicht bekannt sind .
Finanzthread ab 09/2006 |#69
20.05.2007 - 01:23 Uhr
Hier die Abrechnung der TV-Gelder aus dieser Bundesliga-Saison:


Die Prämien setzen sich dabei aus zwei Töpfen zusammen:
(a) die Inlandsvermarktung (Arena, ARD, ZDF, DSF, T-Com, Hörfunk etc.)
(b) die Auslandsvermarktung (Bwin)


● Endstand der Auswertung aus der Inlandsvermarktung (a)

Rang . Verein ...................... *GesPkt ......... *DTabplz . *Pkt . *AusgPkt ......... TV-Prämie
1....... Bayern München........... 348,40 ............. 3,65 .... 33,35 ... 215 ............. 24.186.000 €
2....... Werder Bremen............ 347,36 ............. 2,41 .... 34,59 ... 209 ............. 23.518.800 €
3....... Schalke 04................... 337,88 ............. 2,28 .... 34,72 ... 199 ............. 22.851.600 €
4....... VfB Stuttgart................. 310,24 ............. 4,69 .... 32,31 ... 181 ............. 22.184.400 €
5....... Bayer Leverkusen.......... 308,52 ............. 7,87 .... 29,13 ... 192 ............. 21.517.200 €
6....... Hertha BSC Berlin.......... 306,88 ............. 6,28 .... 30,72 ... 184 ............. 20.850.000 €
7....... Borussia Dortmund........ 289,72 ............. 9,82 .... 27,18 ... 181 ............. 20.182.800 €
8....... Hamburger SV.............. 281,76 ............. 13,81 .. 23,19 ... 189 ............. 19.515.500 €
9....... 1. FC Nürnberg.............. 275,28 ............. 5,93 .... 31,07 ... 151 ............. 18.806.700 €
10..... Hannover 96................. 252,12 ............. 11,97 .. 25,03 ... 152 ............. 18.097.800 €
11..... VfL Wolfsburg............... 249,28 ............. 11,93 .. 25,07 ... 149 ............. 17.388.900 €
12..... Borussia M'gladbach...... 242,48 ............. 14,13 .. 22,87 ... 151 ............. 16.638.300 €
13..... Arminia Bielefeld........... 240,00 ............. 11,25 .. 25,75 ... 137 ............. 15.887.700 €
14..... 1. FSV Mainz 05............ 235,12 ............. 14,72 .. 22,28 ... 146 ............. 15.095.400 €
15..... Eintracht Frankfurt......... 222,84 ............. 11,79 .. 25,21 ... 122 ............. 14.303.100 €
16..... VfL Bochum.................. 216,64 ............. 14,84 .. 22,16 ... 128 ............. 13.510.800 €
17..... Alemannia Aachen........ 187,24 ............. 12,69 .. 24,31 ... 90 ............... 12.801.900 €
18..... Energie Cottbus............ 177,16 ............. 10,96 .. 26,04 ... 73 ............... 12.093.000 €

Die mittleren Spalten sind nicht wirklich relevant. Interessant ist nur die Punktzahl in der ersten Spalte und natürlich der damit verbundene TV-Betrag. ;) (Die Punktzahl errechnet sich über die Platzierungen der letzten drei Jahre (*AusgPkt) und der Durchschnittsplatzierung der abgelaufenen Saison (*DTabplz).)


● Verrechnung mit den Beträgen aus der Auslandsvermarktung (b) und Gesamtprämie (a+b)

Die Beträge aus der Auslandsvermarktung hängen lediglich vom Tabellenplatz nach dem 34. Spieltag ab und staffeln sich in mehreren Stufen:

Verein ........... Endplatzierung . Auslandsvermarktung .......... Gesamtprämie 1. Bundesliga
VfB Stuttgart................. 01 ............... 4,000 Mio € ......................... 26.184.400 €
Schalke 04................... 02 ............... 3,000 Mio € ......................... 25.851.600 €
Werder Bremen............ 03 ............... 2,000 Mio € ......................... 25.518.800 €
Bayern München........... 04 ............... 1,000 Mio € ......................... 25.186.000 €
Bayer Leverkusen.......... 05 ............... 1,000 Mio € ......................... 22.517.200 €
1. FC Nürnberg.............. 06 ............... 0,750 Mio € ......................... 19.556.700 €
Hamburger SV.............. 07 ............... 0,750 Mio € ......................... 20.265.500 €
VfL Bochum.................. 08 ............... 0,364 Mio € ......................... 13.874.800 €
Borussia Dortmund........ 09 ............... 0,364 Mio € ......................... 20.546.800 €
Hertha BSC Berlin.......... 10 ............... 0,364 Mio € ......................... 21.214.000 €
Hannover 96................. 11 ............... 0,364 Mio € ......................... 18.461.800 €
Arminia Bielefeld........... 12 ............... 0,364 Mio € ......................... 16.251.700 €
Energie Cottbus............ 13 ............... 0,364 Mio € ......................... 12.457.000 €
Eintracht Frankfurt......... 14 ............... 0,364 Mio € ......................... 14.667.100 €
VfL Wolfsburg............... 15 ............... 0,364 Mio € ......................... 17.752.900 €
1. FSV Mainz 05............ 16 ............... 0,364 Mio € ......................... 15.459.400 €
Alemannia Aachen........ 17 ............... 0,364 Mio € ......................... 13.165.900 €
Borussia M'gladbach...... 18 ............... 0,364 Mio € ......................... 17.002.300 €


● Ausgangssituation für 2007/08: Ausgangspunkte 1. Liga

Die Ausgangspunkte basieren auf den Platzierungen der letzten drei Jahre.

1 Bayern München...........207
2 Werder Bremen............206
2 Schalke 04...................206
4 VfB Stuttgart.................196
5 Bayer Leverkusen..........191
6 Hamburger SV..............187
7 Hertha BSC Berlin..........176
8 Borussia Dortmund........174
8 1. FC Nürnberg..............174
10 Hannover 96.................155
11 Arminia Bielefeld...........147
12 VfL Bochum..................144
13 VfL Wolfsburg...............138
14 Eintracht Frankfurt.........131
15 Energie Cottbus............109
16 MSV Duisburg*............106 (als zweiter Aufsteiger), 103 (als dritter Aufsteiger)
17 SC Freiburg*................100 (als zweiter Aufsteiger), 97 (als dritter Aufsteiger)
18/19 FC Hansa Rostock*..89 (als zweiter Aufsteiger), 86 (als dritter Aufsteiger)
19/18 Karlsruher SC........88


* nur im Falle eines Aufstiegs.



Nähere Fragen zur Berechnung könnt ihr gerne im Thread “Fernsehgelder für Tabellenplatz“ in der Diskussionsrunde stellen. http://www.transfermarkt.de/de/forum/6/diskussionsforum/thread/96686/anzeige.html&p=8

Gruß heizinger.

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Krummer Storch lernt fliegen.

Alles hat zwei Seiten, nur die Wurst hat eine.
Finanzthread ab 09/2006 |#70
20.05.2007 - 15:54 Uhr
Servus,

auch auf die gefahr hin, dass ihr die frage tausend mal hört, aber gibt es eine möglichkeit irgendwie licht in das finazwirwarr zu bekommen? wie hoch ist unser club verschuldet? wie viel gewinne (wenn überhaupt) werden erzielt? wann sind wir schuldenfrei? gibt es veröffentlichte bilanzen? Irgendwas dass mal eine klare lage zu unsere finanzlage gibt

•     •     •

No one is left now
my one and only land
I laugh at what I've done
I am the Killing Hand

--John Petrucci--
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