FAQ
10.05.2021 - 23:19 Uhr
Zitat von Soyen
Dass man sich dem Konzept der dritten Liga annähern kann, ist diskussionwürdig und kann gerne zeitnah thematisiert werden. Wenn ich es richtig verstehe, hätte Neuer dann aber auch mit 33,34 nochmal auf über 40 Millionen angehoben werden müssen und jedes Jahr ohne Verlängerung müsste er um 1/3 abgewertet werden, sehe ich das richtig @Jojo1860 ?
Dass man sich dem Konzept der dritten Liga annähern kann, ist diskussionwürdig und kann gerne zeitnah thematisiert werden. Wenn ich es richtig verstehe, hätte Neuer dann aber auch mit 33,34 nochmal auf über 40 Millionen angehoben werden müssen und jedes Jahr ohne Verlängerung müsste er um 1/3 abgewertet werden, sehe ich das richtig @Jojo1860 ?
Jein. Erstens hinterfragen wir auch in der Marktwertanalyse auf Grundlage des Vertragswertes die Replizierbarkeit des Vertrags (Bekommt Neuer so ein Angebot nur von den Bayern oder auch woanders?). Und zweitens betrachten wir den hypotetischen Vertragswert, den der Spieler zum aktuellen Zeitpunkt auf dem Markt erhalten würde. Wir verwenden also eine dynamische Betrachtungsweise. Ähnlich wie bei der Einordnung der Ablösen bei auslaufenden Verträgen etc.
Daher hätte Neuers MW nicht jedes Jahr um 1/3 abgewertet werden müssen. Vielmehr würde man argumentieren, dass er zum aktuellen Zeitpunkt (mit bald 36 Jahren) auf dem Markt wahrscheinlich einen Zweijahresvertrag mit - was weiß ich - 12 Mio. € Gehalt bekommen würde. Entsprechend läge sein Marktwert dann circa bei 24 Mio. €.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jojo1860 am 14.10.2021 um 16:15 Uhr bearbeitet Zitat von DonRoxy
Guten Abend,
wie ist eigentlich die aktuelle Verfahrensweise bei Spielern, wo sich sukzessive ein Wettbieten andeutet? Das ist natürlich immer ein Frage der Prognose, da Vereine selten mit ihrem Interesse hausieren gehen, allerdings gibt es ja Spieler, wo das schon eher zu erwarten ist. Probiert man das nur darüber einzupreisen, dass man voraussetzt, dass Spieler einer bestimmten Qualität (und mit einigen anderen Faktoren (bspw. Alter, stark ansteigende Formkurve, hohes Leistungs- und/oder Wachstumspotenzial) grundsätzlich höher einsortiert werden (und es ohnehin immer zu einer gewissne Form des Wettbietens kommt, das dann so schwer prognostizierbar wird, dass man es gar nicht mehr gesondert einpreisen kann) oder lässt man das grundsätzlich außen vor, da man voraussetzt, dass man hier einen verzerrten Transferwert vorliegen hat? Natürlich redet man auch hier von fließenden Übergängen, die sich nie ganz klar vor- oder nachzeichnen lassen, aber gibt es hier einen Modus Operandi, der klar kommuniziert ist (hatte jetzt in der schnellen Strg+F-Suche in den Regeln der MWA nichts gefunden) oder handelt man hier von Fall zu Fall, sofern sich diesbezüglich etwas abzeichnet? Vielen Dank schonmal im Voraus für die Antwort
LG DonRoxy
Guten Abend,
wie ist eigentlich die aktuelle Verfahrensweise bei Spielern, wo sich sukzessive ein Wettbieten andeutet? Das ist natürlich immer ein Frage der Prognose, da Vereine selten mit ihrem Interesse hausieren gehen, allerdings gibt es ja Spieler, wo das schon eher zu erwarten ist. Probiert man das nur darüber einzupreisen, dass man voraussetzt, dass Spieler einer bestimmten Qualität (und mit einigen anderen Faktoren (bspw. Alter, stark ansteigende Formkurve, hohes Leistungs- und/oder Wachstumspotenzial) grundsätzlich höher einsortiert werden (und es ohnehin immer zu einer gewissne Form des Wettbietens kommt, das dann so schwer prognostizierbar wird, dass man es gar nicht mehr gesondert einpreisen kann) oder lässt man das grundsätzlich außen vor, da man voraussetzt, dass man hier einen verzerrten Transferwert vorliegen hat? Natürlich redet man auch hier von fließenden Übergängen, die sich nie ganz klar vor- oder nachzeichnen lassen, aber gibt es hier einen Modus Operandi, der klar kommuniziert ist (hatte jetzt in der schnellen Strg+F-Suche in den Regeln der MWA nichts gefunden) oder handelt man hier von Fall zu Fall, sofern sich diesbezüglich etwas abzeichnet? Vielen Dank schonmal im Voraus für die Antwort
LG DonRoxy
Moin DonRoxy,
grundsätzlich versuchen wir ja in einer perfekten Utopie jegliche Parameter, die nicht im Spieler selbst begründet liegen, sondern in der Situation, zu bereinigen. Was anders umschrieben auch als mittelfristiges, resp. reproduzierbares Ablösepotenzial/Gehaltspotenzial bezeichnet wird.
Um den Faktor eines Wettbietens als Bereinigungsfaktor für den Marktwert einzustufen, muss daher m.E. die Bedingung erfüllt sein, dass über dem eigentlichem Ablösepotenzial gezahlt wird. Ein Wettbieten hilft meiner Meinung nach dem aktuellen Verein dabei, das maximale Ablösepotenzial besser auszuschöpfen - (gerade im Kontext von auslaufenden Verträgen oder allgemein schlechter Verhandlungsposition wegen Geldnot, etc.), wenn man davon ausgeht, dass der interne Reservationspreis (=maximale Zahlungsbereitschaft) des Nachfragers ansonsten nicht zwingend erlöst wird - reicht jedoch alleine noch nicht aus, um das natürliche Ablösepotenzial zu überschreiten.
Nach der Logik, dass ein Verein die maximale im Spieler begründete Zahlungsbereitschaft ohne weitere zusätzliche Bereinigungsparamter nicht überschreitet, wäre dies also für den Marktwert irrelevant.
Argumentiert man jedoch damit, dass die maximale Zahlungsbereitschaft eines Vereins über den Reservationspreis steigen kann (womit ein kurzfristiger und nicht reproduzierbarer Reservationspreis gebildet wird), womit es sich um einen Bereinigungsfaktor handelt, müsste man bei perfekter Information, genau diese Differenz diskontieren.
Bei rationalem und reflektiertem Handeln der Akteure gehe ich eigentlich von ersterem aus, da eine Sache/Spieler/wasauchimmer den maximalen Reservationspreise nicht beeinträchtigen sollte. Setze ich mir bei einem Gut ein Limit und überschreite es im Bieterkampf (man denke an ebay), so ist dies nach meiner Einschätzung eher emotionalen Gründen oder Spieltrieb geschuldet.
Schwieriger wird es, wenn ich als nachfragender Verein nicht so einfach substituieren kann (was für mich ein potenzieller Druck- und somit Bereinigungsfaktor ist), weil ich bedarfsspezifisch in einer Drucksituation bin, die über das normale Maß einer Nachfragesituation hinaus geht. Man denke daran, dass ich bereits viel Zeit in einen möglichen Transfer gesteckt habe und kurz vor Transferschluss die anderen Optionen ausgehen. Dann sehe ich jedoch auch hier den Bereinigungsbedarf in dem anderen Faktor, der mich dazu bringt, das Bieten über die eigentliche Schmerzgrenze/ den Reservationspreis hinaus auszudehnen.
Eine weitere Perspektive, die man noch auffächern kann, ist dass der Wert des Spielers, ohne dessen Zutun und rein durch das Wettbieren steigen könnte, da sich seine Reputation/Begehrtheit hierbei mindestens mittelfristig erhöht. Nach der Sichtweise, dass jegliche Zahlungsbereitschaft im Spieler begründet liegen muss, wäre dies aber auch hier kein Bereinigungsfaktor, da eben dies zuträfe.
Wie du richtig anmerkst, sind die Grenzen immer fließend und jegliche Interpretation und v.a. Gewichtung der Bereinigungsfaktoren (in der das Wettbieten isoliert m.E. eher nicht fällt, dafür aber den Bereinigungsfaktor "schlechte Verhandlungsposition durch auslaufenden Vertrag, etc." egalisieren kann) ist stark subjektiv und in letzter Instanz auch immer vom Kontext abhängig. Das soll heißen, dass ich im Optimalfall viele Referenztransfers habe (=Kontext), um den einen Transfer einsortieren zu können und einzelnen Parametern (wie den Wechseln bei auslaufenden Verträgen) erst dadurch ihre Relevanz zuschreiben kann. Die Verhältnismäßigkeit hatten wir ja auch bspw. bei Cordoba erst dadurch angezweifelt, weil in diesem Segment eher deutlich schwächere Marktsignale beobachtbar waren. Das nur zur Frage eines Modus Operandi im Allgemeinen.
Ich hoffe die Ausführungen sind nachvollziehbar

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Soyen am 26.11.2021 um 18:50 Uhr bearbeitet Zitat von DonRoxy
Hey Soyen,
vielen Dank für deine äußerst umfangreiche und aufschlussreiche Antwort. Ich hätte nur eine kleine Nachfrage. Du nennst ja den Reservationspreis als Teil des normalen Marktgeschehens, der auch noch den Teil der "normal" zustande gekommenen Ablösesumme abdeckt. Ist nicht der Reservationspreis aber das Ergebnis eines Wettbietens?
Zitat von Soyen
Moin DonRoxy,
grundsätzlich versuchen wir ja in einer perfekten Utopie jegliche Parameter, die nicht im Spieler selbst begründet liegen, sondern in der Situation, zu bereinigen. Was anders umschrieben auch als mittelfristiges, resp. reproduzierbares Ablösepotenzial/Gehaltspotenzial bezeichnet wird.
Um den Faktor eines Wettbietens als Bereinigungsfaktor für den Marktwert einzustufen, muss daher m.E. die Bedingung erfüllt sein, dass über dem eigentlichem Ablösepotenzial gezahlt wird. Ein Wettbieten hilft meiner Meinung nach dem aktuellen Verein dabei, das maximale Ablösepotenzial besser auszuschöpfen - (gerade im Kontext von auslaufenden Verträgen oder allgemein schlechter Verhandlungsposition wegen Geldnot, etc.), wenn man davon ausgeht, dass der interne Reservationspreis (=maximale Zahlungsbereitschaft) des Nachfragers ansonsten nicht zwingend erlöst wird - reicht jedoch alleine noch nicht aus, um das natürliche Ablösepotenzial zu überschreiten.
Nach der Logik, dass ein Verein die maximale im Spieler begründete Zahlungsbereitschaft ohne weitere zusätzliche Bereinigungsparamter nicht überschreitet, wäre dies also für den Marktwert irrelevant.
Argumentiert man jedoch damit, dass die maximale Zahlungsbereitschaft eines Vereins über den Reservationspreis steigen kann (womit ein kurzfristiger und nicht reproduzierbarer Reservationspreis gebildet wird), womit es sich um einen Bereinigungsfaktor handelt, müsste man bei perfekter Information, genau diese Differenz diskontieren.
Bei rationalem und reflektiertem Handeln der Akteure gehe ich eigentlich von ersterem aus, da eine Sache/Spieler/wasauchimmer den maximalen Reservationspreise nicht beeinträchtigen sollte. Setze ich mir bei einem Gut ein Limit und überschreite es im Bieterkampf (man denke an ebay), so ist dies nach meiner Einschätzung eher emotionalen Gründen oder Spieltrieb geschuldet.
Schwieriger wird es, wenn ich als nachfragender Verein nicht so einfach substituieren kann (was für mich ein potenzieller Druck- und somit Bereinigungsfaktor ist), weil ich bedarfsspezifisch in einer Drucksituation bin, die über das normale Maß einer Nachfragesituation hinaus geht. Man denke daran, dass ich bereits viel Zeit in einen möglichen Transfer gesteckt habe und kurz vor Transferschluss die anderen Optionen ausgehen. Dann sehe ich jedoch auch hier den Bereinigungsbedarf in dem anderen Faktor, der mich dazu bringt, das Bieten über die eigentliche Schmerzgrenze/ den Reservationspreis hinaus auszudehnen.
Eine weitere Perspektive, die man noch auffächern kann, ist dass der Wert des Spielers, ohne dessen Zutun und rein durch das Wettbieren steigen könnte, da sich seine Reputation/Begehrtheit hierbei mindestens mittelfristig erhöht. Nach der Sichtweise, dass jegliche Zahlungsbereitschaft im Spieler begründet liegen muss, wäre dies aber auch hier kein Bereinigungsfaktor, da eben dies zuträfe.
Wie du richtig anmerkst, sind die Grenzen immer fließend und jegliche Interpretation und v.a. Gewichtung der Bereinigungsfaktoren (in der das Wettbieten isoliert m.E. eher nicht fällt, dafür aber den Bereinigungsfaktor "schlechte Verhandlungsposition durch auslaufenden Vertrag, etc." egalisieren kann) ist stark subjektiv und in letzter Instanz auch immer vom Kontext abhängig. Das soll heißen, dass ich im Optimalfall viele Referenztransfers habe (=Kontext), um den einen Transfer einsortieren zu können und einzelnen Parametern (wie den Wechseln bei auslaufenden Verträgen) erst dadurch ihre Relevanz zuschreiben kann. Die Verhältnismäßigkeit hatten wir ja auch bspw. bei Cordoba erst dadurch angezweifelt, weil in diesem Segment eher deutlich schwächere Marktsignale beobachtbar waren. Das nur zur Frage eines Modus Operandi im Allgemeinen.
Ich hoffe die Ausführungen sind nachvollziehbar
Moin DonRoxy,
grundsätzlich versuchen wir ja in einer perfekten Utopie jegliche Parameter, die nicht im Spieler selbst begründet liegen, sondern in der Situation, zu bereinigen. Was anders umschrieben auch als mittelfristiges, resp. reproduzierbares Ablösepotenzial/Gehaltspotenzial bezeichnet wird.
Um den Faktor eines Wettbietens als Bereinigungsfaktor für den Marktwert einzustufen, muss daher m.E. die Bedingung erfüllt sein, dass über dem eigentlichem Ablösepotenzial gezahlt wird. Ein Wettbieten hilft meiner Meinung nach dem aktuellen Verein dabei, das maximale Ablösepotenzial besser auszuschöpfen - (gerade im Kontext von auslaufenden Verträgen oder allgemein schlechter Verhandlungsposition wegen Geldnot, etc.), wenn man davon ausgeht, dass der interne Reservationspreis (=maximale Zahlungsbereitschaft) des Nachfragers ansonsten nicht zwingend erlöst wird - reicht jedoch alleine noch nicht aus, um das natürliche Ablösepotenzial zu überschreiten.
Nach der Logik, dass ein Verein die maximale im Spieler begründete Zahlungsbereitschaft ohne weitere zusätzliche Bereinigungsparamter nicht überschreitet, wäre dies also für den Marktwert irrelevant.
Argumentiert man jedoch damit, dass die maximale Zahlungsbereitschaft eines Vereins über den Reservationspreis steigen kann (womit ein kurzfristiger und nicht reproduzierbarer Reservationspreis gebildet wird), womit es sich um einen Bereinigungsfaktor handelt, müsste man bei perfekter Information, genau diese Differenz diskontieren.
Bei rationalem und reflektiertem Handeln der Akteure gehe ich eigentlich von ersterem aus, da eine Sache/Spieler/wasauchimmer den maximalen Reservationspreise nicht beeinträchtigen sollte. Setze ich mir bei einem Gut ein Limit und überschreite es im Bieterkampf (man denke an ebay), so ist dies nach meiner Einschätzung eher emotionalen Gründen oder Spieltrieb geschuldet.
Schwieriger wird es, wenn ich als nachfragender Verein nicht so einfach substituieren kann (was für mich ein potenzieller Druck- und somit Bereinigungsfaktor ist), weil ich bedarfsspezifisch in einer Drucksituation bin, die über das normale Maß einer Nachfragesituation hinaus geht. Man denke daran, dass ich bereits viel Zeit in einen möglichen Transfer gesteckt habe und kurz vor Transferschluss die anderen Optionen ausgehen. Dann sehe ich jedoch auch hier den Bereinigungsbedarf in dem anderen Faktor, der mich dazu bringt, das Bieten über die eigentliche Schmerzgrenze/ den Reservationspreis hinaus auszudehnen.
Eine weitere Perspektive, die man noch auffächern kann, ist dass der Wert des Spielers, ohne dessen Zutun und rein durch das Wettbieren steigen könnte, da sich seine Reputation/Begehrtheit hierbei mindestens mittelfristig erhöht. Nach der Sichtweise, dass jegliche Zahlungsbereitschaft im Spieler begründet liegen muss, wäre dies aber auch hier kein Bereinigungsfaktor, da eben dies zuträfe.
Wie du richtig anmerkst, sind die Grenzen immer fließend und jegliche Interpretation und v.a. Gewichtung der Bereinigungsfaktoren (in der das Wettbieten isoliert m.E. eher nicht fällt, dafür aber den Bereinigungsfaktor "schlechte Verhandlungsposition durch auslaufenden Vertrag, etc." egalisieren kann) ist stark subjektiv und in letzter Instanz auch immer vom Kontext abhängig. Das soll heißen, dass ich im Optimalfall viele Referenztransfers habe (=Kontext), um den einen Transfer einsortieren zu können und einzelnen Parametern (wie den Wechseln bei auslaufenden Verträgen) erst dadurch ihre Relevanz zuschreiben kann. Die Verhältnismäßigkeit hatten wir ja auch bspw. bei Cordoba erst dadurch angezweifelt, weil in diesem Segment eher deutlich schwächere Marktsignale beobachtbar waren. Das nur zur Frage eines Modus Operandi im Allgemeinen.
Ich hoffe die Ausführungen sind nachvollziehbar

Hey Soyen,
vielen Dank für deine äußerst umfangreiche und aufschlussreiche Antwort. Ich hätte nur eine kleine Nachfrage. Du nennst ja den Reservationspreis als Teil des normalen Marktgeschehens, der auch noch den Teil der "normal" zustande gekommenen Ablösesumme abdeckt. Ist nicht der Reservationspreis aber das Ergebnis eines Wettbietens?
In meiner Definition und Auffassung ist der natürliche (d.h. nur in der "Sache" befindliche) Reservationspreis mittelfristig konstant, das bedeutet, dass auch ein Wettbieten nicht über über diese Schwelle führt. Sowohl ein harter Verhandlungspartner als auch ein Wettbieten können m.E. dazu führen, dass diese Summe voll ausgeschöpft wird*.
Alles was nicht in der Sache/dem Spieler begründet liegt und den Reservationspreis kurzfristig ändert, wäre demnach zu bereinigen, ein Wettbieten führt m.E. nicht dazu, das ist aber nur meine persönliche Auffassung, vertritt man hingegen diese These, muss man diesen Faktor auf das Grundniveau bereinigen.
*Immer wenn das bei einem Transfer nicht der Fall ist, haben wir eine sogenannte Konsumentenrente; daher der Spieler wechselt unter der maximalen Zahlungsbereitschaft.
Zitat von DonRoxy
Daher tue ich mich zugleich schwer, die gezahlte Ablöse, die das Ergebnis eines Wettbietens, das ihr als Prozess, vorausging, schlicht als emotional zu begreifen.
Daher tue ich mich zugleich schwer, die gezahlte Ablöse, die das Ergebnis eines Wettbietens, das ihr als Prozess, vorausging, schlicht als emotional zu begreifen.
Da ich die Akteure im Geschäft als professionell und rational reflektiert ansehe, gehe ich nicht davon aus, dass hier die Impulskäufe (was dem langatmigen Verhandlungsprozess ja entgegensteht) eines normalen Konsumenten als Referenz genommen werden können. Ich wollte das eher davon abgrenzen.
Eher vertrittst du dann vll. die These, dass "dies" einen Einfluss auf die maximalen Zahlungsbereitschaften hat, was ich aber auch falsch deuten kann.
Zitat von DonRoxy
Wenngleich das Argument der Reproduzierbarkeit der Ablöse sicherlich deutlich(!) stärker zu gewichten ist. Denn letztlich ist ein Wettbieten oftmals das Ergebnis, wenn man von einem Spieler spricht, der eine sehr offene Potenziallimitierung (nach oben hin) besitzt und/oder seine Leistungsnachweise sehr gering, aber dafür über einen sehr kurzen Zeitraum enorm imposant waren. Hier spielt sicherlich der Begriff "Spekulation" eine sehr große Rolle, der aber auch rationalen Mustern folgt. Daher ist in diesen Fällen die Bewertung der Ablösesumme und auch die vorherige und nachgehende Einschätzung eines Marktwertes in diesen Fällen enorm schwierig. Denn das Verhalten ist für mich nicht direkt irrational, aber es setzt sicherlich die maximale Erwartungshaltung an das Potenzial des Spielers voraus. Dadurch muss man das natürlich bedenken, wenn man die Ablösesumme ins Verhältnis zu einem aktuellen bzw. künftigen Marktwert eines entsprechenden Spielers setzen will, allerdings tue ich mich aufgrund des erwartbaren Potentials und Wachstumsfaktors in Puncto Leistung/Potenzial schwer den Faktor auf den MW eines Spielers gleich null zu setzen, wenngleich ich ebenso der Meinung bin, dass man es nicht sonderlich hoch gewichten darf, schließlich stellt es meiner Meinung nach einen Indikator dar, welche Wachstumsmöglichkeiten bei einem Spieler von verschiedenen Marktteilnehmern (hier ist sicherlich auch die Anzahl nicht uninteressant) erwartet werden darf und von diesen eben auch erwartet/prognostiziert wird (Die Wachstumspotenziale können sich natürlich auch vorrangig auf monetäre Interessen, wie Vermarktung, etc. fokussieren; jedenfalls steht immer ein Wachstumsgedanke dahinter, den kein einzelner Marktteilnehmer bedient, sondern mehrere (wie gesagt daher auch mitentscheidend die Frage: Wie viele (absolut und prozentual)?)).
Wenngleich das Argument der Reproduzierbarkeit der Ablöse sicherlich deutlich(!) stärker zu gewichten ist. Denn letztlich ist ein Wettbieten oftmals das Ergebnis, wenn man von einem Spieler spricht, der eine sehr offene Potenziallimitierung (nach oben hin) besitzt und/oder seine Leistungsnachweise sehr gering, aber dafür über einen sehr kurzen Zeitraum enorm imposant waren. Hier spielt sicherlich der Begriff "Spekulation" eine sehr große Rolle, der aber auch rationalen Mustern folgt. Daher ist in diesen Fällen die Bewertung der Ablösesumme und auch die vorherige und nachgehende Einschätzung eines Marktwertes in diesen Fällen enorm schwierig. Denn das Verhalten ist für mich nicht direkt irrational, aber es setzt sicherlich die maximale Erwartungshaltung an das Potenzial des Spielers voraus. Dadurch muss man das natürlich bedenken, wenn man die Ablösesumme ins Verhältnis zu einem aktuellen bzw. künftigen Marktwert eines entsprechenden Spielers setzen will, allerdings tue ich mich aufgrund des erwartbaren Potentials und Wachstumsfaktors in Puncto Leistung/Potenzial schwer den Faktor auf den MW eines Spielers gleich null zu setzen, wenngleich ich ebenso der Meinung bin, dass man es nicht sonderlich hoch gewichten darf, schließlich stellt es meiner Meinung nach einen Indikator dar, welche Wachstumsmöglichkeiten bei einem Spieler von verschiedenen Marktteilnehmern (hier ist sicherlich auch die Anzahl nicht uninteressant) erwartet werden darf und von diesen eben auch erwartet/prognostiziert wird (Die Wachstumspotenziale können sich natürlich auch vorrangig auf monetäre Interessen, wie Vermarktung, etc. fokussieren; jedenfalls steht immer ein Wachstumsgedanke dahinter, den kein einzelner Marktteilnehmer bedient, sondern mehrere (wie gesagt daher auch mitentscheidend die Frage: Wie viele (absolut und prozentual)?)).
Dein Blickwinkel legt den Fokus sehr stark auf Potenzial, ich für meinen Teil denke, dass es am häufigsten zu einem Wettbieten kommt, wenn eine Gelegenheit günstig ist. Das heißt, wenn Verträge auslaufen oder eine AK unter Marktwert gezogen werden kann, also immer dann, wenn ich eine verhältnismäßig große Produzentenrente erwirtschaften könnte - in einem vollkommenen Markt mit vollständiger Information würde sich das nivellieren, da am Ende so lange geboten wird, bis der zweithöchste Reservationspreis überstiegen ist (was durchaus in den Gehaltsaspekt hineinragen kann). Dass das nicht immer bzw. seltener passiert, liegt meines Erachtens an unvollständiger Information aller Marktteilnehmer sowie Pionierstellungen in weit vorangeschrittenen Verhandlungen (da es sich bei einem Transfer um ein komplexeres Gebilde handelt, in der Verhandlungen Kosten erzeugen), die es später einsteigenden Interessenten erschwert einzugreifen.
Potenzial ist gerade bei hoher Unsicherheit (am höchsten vor Eintritt in den Profifußball) von großer Volatilität charakterisiert, je weniger Sicherheit man über tatsächliche Referenzen gewinnen kann, desto höher ist die kurzfristig zu erwartende Änderungsrate der Nachfrage, wenn neue Leistungen eine Prognose unter- oder überbieten.
Bei einer hohen Risikoaffinität ist meine Zahlungsbereitschaft auch entsprechend groß, die Frage ob ein Wettbieten diese noch verstärkt, würde ich eher verneinen. Jedoch kann man hier davon ausgehen, dass die Zahlungsbereitschaft aufgrund der Volatilität teilweise von eher kurzfristiger Natur sein kann und daher auch nicht immer meinem Definitionskriterium der Mittelfristigkeit (oder ähnlich dem allgemeinen verbreiteten Kriterium der Reproduzierbarkeit/Reproduzität) entsprechen muss.
Allgemein wird viel darüber diskutiert, ob Potenzial mit Leistung gleichgesetzt werden sollte. Für mich ist das ein klares ja, an vielen internationalen Schlüsselstellen sieht man das aber anders. Der Grund warum ich dafür bin, ist, dass Unsicherheit immer ein Teil eines jeden Transfers ist, ich kann bei einem gestandenen Profi davon ausgehen, dass sein Risiko, die Leistung bei einem anderen Verein nicht mehr abrufen zu können, sehr gering ist, aber ausschließen kann ich es nie. Selbiges Risiko ist auch bei Talenten sehr stark ausgeprägt, aber beide male ist es in der Transfersumme trotzdem eingepreist. In Zahlen ausgedrückt:, ist mein interner Risikozinsfuß bei einem Talent bei 95 %, bei einem bewährtem Profi nur noch bei 5 % so ergibt sich dennoch je ein fließender Übergang, der es m.E. unmöglich macht eine nachvollziehbare Trennlinie zu ziehen, ab wann Potenzial und Risiko nicht mehr eingepreist werden sollten. Dafür plädiere ich aber eben für Mittelfristigkeit in den Werten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Soyen am 30.11.2021 um 00:58 Uhr bearbeitet
Wegen OT aus dem Musiala-Thread:
Die Wahl ist ein Indikator, nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe darin jetzt nichts, was man weg moderieren müsste. Die Wahlen haben ihre Aussage, die Reflexion darüber wird in den Threads angestellt, diesen Prozess sehe ich nicht als störend an, da wir die Argumentationen im Auge haben und den Wert ja nicht davon abhängig machen, wenngleich er natürlich in das Gesamtbild einfließen kann.
Die aktuelle Debatte zu Musiala ist recht klar, es gibt 2 User, die aufgrund der Wahl eine Aufwertung fordern und deutlich mehr Gegenstimmen. Wie wir dazu stehen, dürfte jeder anhand der Qualität der einzelnen Argumentationslinien selbst herausfinden können. Wie Savarez03 schon betont hat, er hat einen sehr hohen Wert bekommen und das trotz sehr geringer Spielanteile, diese selektive Wahl bestätigt diese Anpassung.
Seither ist bei Musiala noch wenig passiert, was für eine erneute Aufwertung spricht. Da die Marktwerte sich in der Vergangenheit nie an den genauen Listenplätzen sortiert haben, wird sich daran jetzt auch nichts ändern, ich frage mich, woher diese These kommt?
Zitat von Aladine
Es geht doch gar nicht um die Wahl (welche man generell unterschiedlich bewerten mag) an sich, sondern, dass diese in der derzeitigen Debatte besonders hervorgehoben wird, ohne überhaupt zu wissen, welche "angeblichen" "Fach-Juroren überhaupt in diesem Award (Tutto Sport) ihre Stimme(n) abgaben. Loddar ist ja angeblich auch einer von diesen.
Ich habe lediglich angemerkt, dass ihr, - sprich TM- euch da einfach einmal positionieren solltet.
Wenn "euch" solche eine Wahl so wichtig ist, dann benötigen wir hier keine User Meinungen mehr, bzw. muss sich Niemand mehr an solchen Diskussionen beteiligen.
Hört sich vielleicht etwas provokativ und/oder böse an, ist aber meine Meinung.
Ihr müsst doch sehen, dass es gerade hier in der MWA immer wieder genau aus diesen Gründen zu ewigen (auch berechtigten Diskussionen) führt.
Diese permanente "Ungleichbehandlung" - wohl bemerkt nicht immer mit Belegen - macht es um so schwieriger.
Zitat von Savarez03
Für mich ist die Wahl eine Bestätigung der bisherigen Marktwertentwicklung. Dass die Marktwerte nie 1 zu 1 gleich sind wie die Siegerlisten ist den meisten hier auch klar.
Und wenn ich das Beispiel mit Kimmich lese müsste man den ja auf unter 70 Mio. abwerten, da er nicht auf der Liste der Top 30 Spieler stand, dennoch steht er aktuell bei einem MW von 90 Mio. berechtigt weiter oben beim Marktwert.
Musiala hat gerade eine nicht einfache Phase, aber das ist bei 18jährigen aus meiner Sicht auch erwartbar, vor allem wenn dann externe Faktoren wie Quarantäne dazu kommen, die man wenig beeinflussen kann.
Zitat von Aladine
Wie sagte ein User Kollege doch so schön
"Zitat von Libero85
Wie kann man sich denn so sehr an dieser Auszeichnung abarbeiten, herrje nocheins ^^"
Es ist mittlerweile derart nervig und zielt m.E. nach lediglich darauf hin, dass man "seinen" Spieler (in diesem Falle Musiala) als wertvoller für den internat. Markt betrachtet, was in keinster Weise belegbar ist.
Und da gebe ich auch TM eine hohe Mitschuld, ob das nun gut ankommt oder nicht.
Diese ganzen "angeblichen" Nebenfaktoren, was die Bewertung der MW betrifft, lesen sich mittlerweile als derart "überzüchtet" an, dass man diesen nicht mehr wirklich folgen kann.
Schlussendlich geht es den interessierten Vereinen, den Scouts und und dem "Geldbeutel" einzig und alleine darum, welche Leistungen (möglichst halbwegs kontinuierlich) der Spieler zeigt und was man sich von einem evtll. Transfer verspricht.
Da hilft es nicht, dass man sich darauf verlassen möchte, dass gewisse Diskussionen per PN ausgetragen werden sollten.
Da erwarte ich auch einmal eine ganz klare Aussage der Personen, welche den MW schlussendlich bestimmen.
Dass ihr @Savarez03 und @Soyen da zumeist den schwarzen Peter habt, die hier zumeist Farbe bekennen müssen kann ich zwar nachvollziehen, macht die ganze Diskussion oder besser gesagt die ganzen Diskussionen (die es ja nicht nur hier gibt) keineswegs besser.
Wie sagte ein User Kollege doch so schön
"Zitat von Libero85
Wie kann man sich denn so sehr an dieser Auszeichnung abarbeiten, herrje nocheins ^^"
Es ist mittlerweile derart nervig und zielt m.E. nach lediglich darauf hin, dass man "seinen" Spieler (in diesem Falle Musiala) als wertvoller für den internat. Markt betrachtet, was in keinster Weise belegbar ist.
Und da gebe ich auch TM eine hohe Mitschuld, ob das nun gut ankommt oder nicht.
Diese ganzen "angeblichen" Nebenfaktoren, was die Bewertung der MW betrifft, lesen sich mittlerweile als derart "überzüchtet" an, dass man diesen nicht mehr wirklich folgen kann.
Schlussendlich geht es den interessierten Vereinen, den Scouts und und dem "Geldbeutel" einzig und alleine darum, welche Leistungen (möglichst halbwegs kontinuierlich) der Spieler zeigt und was man sich von einem evtll. Transfer verspricht.
Da hilft es nicht, dass man sich darauf verlassen möchte, dass gewisse Diskussionen per PN ausgetragen werden sollten.
Da erwarte ich auch einmal eine ganz klare Aussage der Personen, welche den MW schlussendlich bestimmen.
Dass ihr @Savarez03 und @Soyen da zumeist den schwarzen Peter habt, die hier zumeist Farbe bekennen müssen kann ich zwar nachvollziehen, macht die ganze Diskussion oder besser gesagt die ganzen Diskussionen (die es ja nicht nur hier gibt) keineswegs besser.
Für mich ist die Wahl eine Bestätigung der bisherigen Marktwertentwicklung. Dass die Marktwerte nie 1 zu 1 gleich sind wie die Siegerlisten ist den meisten hier auch klar.
Und wenn ich das Beispiel mit Kimmich lese müsste man den ja auf unter 70 Mio. abwerten, da er nicht auf der Liste der Top 30 Spieler stand, dennoch steht er aktuell bei einem MW von 90 Mio. berechtigt weiter oben beim Marktwert.
Musiala hat gerade eine nicht einfache Phase, aber das ist bei 18jährigen aus meiner Sicht auch erwartbar, vor allem wenn dann externe Faktoren wie Quarantäne dazu kommen, die man wenig beeinflussen kann.
Es geht doch gar nicht um die Wahl (welche man generell unterschiedlich bewerten mag) an sich, sondern, dass diese in der derzeitigen Debatte besonders hervorgehoben wird, ohne überhaupt zu wissen, welche "angeblichen" "Fach-Juroren überhaupt in diesem Award (Tutto Sport) ihre Stimme(n) abgaben. Loddar ist ja angeblich auch einer von diesen.
Ich habe lediglich angemerkt, dass ihr, - sprich TM- euch da einfach einmal positionieren solltet.
Wenn "euch" solche eine Wahl so wichtig ist, dann benötigen wir hier keine User Meinungen mehr, bzw. muss sich Niemand mehr an solchen Diskussionen beteiligen.
Hört sich vielleicht etwas provokativ und/oder böse an, ist aber meine Meinung.
Ihr müsst doch sehen, dass es gerade hier in der MWA immer wieder genau aus diesen Gründen zu ewigen (auch berechtigten Diskussionen) führt.
Diese permanente "Ungleichbehandlung" - wohl bemerkt nicht immer mit Belegen - macht es um so schwieriger.
Die Wahl ist ein Indikator, nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe darin jetzt nichts, was man weg moderieren müsste. Die Wahlen haben ihre Aussage, die Reflexion darüber wird in den Threads angestellt, diesen Prozess sehe ich nicht als störend an, da wir die Argumentationen im Auge haben und den Wert ja nicht davon abhängig machen, wenngleich er natürlich in das Gesamtbild einfließen kann.
Die aktuelle Debatte zu Musiala ist recht klar, es gibt 2 User, die aufgrund der Wahl eine Aufwertung fordern und deutlich mehr Gegenstimmen. Wie wir dazu stehen, dürfte jeder anhand der Qualität der einzelnen Argumentationslinien selbst herausfinden können. Wie Savarez03 schon betont hat, er hat einen sehr hohen Wert bekommen und das trotz sehr geringer Spielanteile, diese selektive Wahl bestätigt diese Anpassung.
Seither ist bei Musiala noch wenig passiert, was für eine erneute Aufwertung spricht. Da die Marktwerte sich in der Vergangenheit nie an den genauen Listenplätzen sortiert haben, wird sich daran jetzt auch nichts ändern, ich frage mich, woher diese These kommt?
Zitat von LiridonCana19Shqip
Ich habe mal eine Frage. Kann mir vielleicht jemand sagen, wann das Update in England, Frankreich, Italien, Spanien, der Türkei und Österreich raus kommt? Finde nirgendwo die Daten von diesen Ligen. Danke im voraus.
Ich habe mal eine Frage. Kann mir vielleicht jemand sagen, wann das Update in England, Frankreich, Italien, Spanien, der Türkei und Österreich raus kommt? Finde nirgendwo die Daten von diesen Ligen. Danke im voraus.
Fahrplan für den Dezember:
15.12: Deutschland 2
16.12: Frankreich 1
16.12.: Österreich 1
21.12.: Deutschland 1
23.12.: England 1
27.12.: Portugal 1
28.12.: Italien 1
30.12.: Spanien 1
30.12.: Deutschland 3
Die Türkei folgt am 04.01.2022.
Zitat von charles23
Prozentual werden Bayern und Dortmund mehr abgewertet als Leipzig.
Nach dieser Hinrunde absolut unverständlich für mich.
Ich habe hier wirklich den Eindruck, dass bei Leipzig in Sachen Abwertung immer sehr zögerlich vorgegangen wird.
Ein Meunier wird radikal abgewertet, ein Orban ist nach wie vor noch bei 14 Millionen.
Ein Laimer steht noch bei 26 Millionen.
Ein Klostermann bei 23 Millionen.
Ein Mukiel bleibt weiterhin bei 25 Millionen.
Ein Poulsen ist jetzt mehr Wert als Weghorst.
Wer um Gottes Willen ist dann jetzt für die, für Leipziger Verhältnisse, grauenvolle Saison verantwortlich?
Prozentual werden Bayern und Dortmund mehr abgewertet als Leipzig.
Nach dieser Hinrunde absolut unverständlich für mich.
Ich habe hier wirklich den Eindruck, dass bei Leipzig in Sachen Abwertung immer sehr zögerlich vorgegangen wird.
Ein Meunier wird radikal abgewertet, ein Orban ist nach wie vor noch bei 14 Millionen.
Ein Laimer steht noch bei 26 Millionen.
Ein Klostermann bei 23 Millionen.
Ein Mukiel bleibt weiterhin bei 25 Millionen.
Ein Poulsen ist jetzt mehr Wert als Weghorst.
Wer um Gottes Willen ist dann jetzt für die, für Leipziger Verhältnisse, grauenvolle Saison verantwortlich?
Die gleiche Argumentation könnte man doch bei Stuttgart auch bringen, nur haben beide Teams die jüngste Altersstruktur im Kader. Natürlich verlaufen die Kaderwerte aufgrund dieser Tatsache möglicherweise anders.
Leipzig funktioniert gerade im Kollektiv nicht, die Einzelspieler per se sind trotzdem gefragt.
Poulsen ist 27 Jahre, Weghorst 29 Jahre, die Transferfenster zeigen einen großen Unterschied, da du bei ersterem quasi noch 2 Jahre länger hast, um zu verkaufen, etc.
Munier ist 30 Jahre und AV, Orban 29 Jahre und IV, die Innenverteidigung ist meines Wissens nicht so altersanfällig, wie die AV-Position auf der allgemein wenig bezahlt wird. Munier stand mit Anfang 29, also genau des jetzigen Alters von Orban bei 18 Mio., wir werden bei Orban einen ähnlichen Verlauf sehen.
Nordi Mukiele ist von seinen Anlagen her immernoch für die potentesten Vereine von Interesse. Die 25 Mio. kann er m.E. auch weiterhin am Markt erzielen.
Lukas Klostermann wurde im Verlauf von 38 auf 23 Millionen abgewertet, ohne Altersgründe. Trotzdem weißt er eine sehr gute Vita auf und sollte daher auch noch einen Markt in der Region besitzen. Trend ist weiter negativ, aber noch mehr wäre stand heute nicht angebracht gewesen.
Zitat von Aladine
Ich schließe mich da an, denke auch, dass es auch z.T. die Arbeit der Paten vereinfachen würde.
Und ja, ich weiß, dass auch dieses Thema schon zig mal durchgekaut wurde.... Aber warum lässt man den MW Thread eines Spieler nicht einmal für eine Saison stehen?
Ich finde dazu gerade keine Begründung (die es eigentlich auch nicht gibt, bzw. geben dürfte)
Es bringt doch Niemanden weiter immer und immer das Gleiche durchzukauen, sobald der MW Thread quasi wieder auf Null gesetzt wird, wenn eine neue oder auch alte MW Festsetzung erfolgt(e).
Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass TM dann aufgrund der Seitenanzahl explodieren würde.
Zitat von Savarez03
Das ist eine gute Idee, die ich beim nächsten Wechsel direkt probiere. Kann man ja als Moderationsbeitrag machen, dann ist es auch immer präsent. Danke für den Vorschlag
Zitat von VfB_Supporter
Hallo zusammen, ich habe einen Verbesserungsvorschlag für die MWA:
Immer wieder kommt es (vor allem bei Spielern, die gerade in die Bundesliga gewechselt sind) vor, dass in den Threads Posts geschrieben werden, die die Rahmenbedingungen des erfolgten Wechsels nicht berücksichtigen oder von falschen Annahmen ausgehen.
Es wäre aus meiner Sicht eine große Verbesserung, wenn im Startpost oder im 1. Post des Threads (dann angepinnt) die Rahmendaten des zurückliegenden Wechsels gepostet werden würden. Also zum Beispiel:
- Restvertragslaufzeit beim Wechsel
- Wurde eine KO gezogen oder nicht
- Gab es sonstige Besonderheiten
- Wurden (belastbare Infos vorausgesetzt) Boni vereinbart
Diese Infos könnten zum Beispiel von Datenscouts oder GK-Paten geliefert werden oder man etabliert so etwas wie "Transfer-Experten", die immer für einen Verein zuständig sind und solche Infos einspeisen.
Damit würde man allen Usern einen sehr einfachen und schnellen Zugriff auf sehr relevante Infos verschaffen, wodurch die Qualität der Posts aus meiner Sicht verbessert werden würde und auch die Diskussionskultur/Stimmung in den Threads sollte davon profitieren, wenn nicht immer wieder Korrekturposts nötig wären.
Was haltet Ihr davon?
Hallo zusammen, ich habe einen Verbesserungsvorschlag für die MWA:
Immer wieder kommt es (vor allem bei Spielern, die gerade in die Bundesliga gewechselt sind) vor, dass in den Threads Posts geschrieben werden, die die Rahmenbedingungen des erfolgten Wechsels nicht berücksichtigen oder von falschen Annahmen ausgehen.
Es wäre aus meiner Sicht eine große Verbesserung, wenn im Startpost oder im 1. Post des Threads (dann angepinnt) die Rahmendaten des zurückliegenden Wechsels gepostet werden würden. Also zum Beispiel:
- Restvertragslaufzeit beim Wechsel
- Wurde eine KO gezogen oder nicht
- Gab es sonstige Besonderheiten
- Wurden (belastbare Infos vorausgesetzt) Boni vereinbart
Diese Infos könnten zum Beispiel von Datenscouts oder GK-Paten geliefert werden oder man etabliert so etwas wie "Transfer-Experten", die immer für einen Verein zuständig sind und solche Infos einspeisen.
Damit würde man allen Usern einen sehr einfachen und schnellen Zugriff auf sehr relevante Infos verschaffen, wodurch die Qualität der Posts aus meiner Sicht verbessert werden würde und auch die Diskussionskultur/Stimmung in den Threads sollte davon profitieren, wenn nicht immer wieder Korrekturposts nötig wären.
Was haltet Ihr davon?
Das ist eine gute Idee, die ich beim nächsten Wechsel direkt probiere. Kann man ja als Moderationsbeitrag machen, dann ist es auch immer präsent. Danke für den Vorschlag

Ich schließe mich da an, denke auch, dass es auch z.T. die Arbeit der Paten vereinfachen würde.
Und ja, ich weiß, dass auch dieses Thema schon zig mal durchgekaut wurde.... Aber warum lässt man den MW Thread eines Spieler nicht einmal für eine Saison stehen?
Ich finde dazu gerade keine Begründung (die es eigentlich auch nicht gibt, bzw. geben dürfte)
Es bringt doch Niemanden weiter immer und immer das Gleiche durchzukauen, sobald der MW Thread quasi wieder auf Null gesetzt wird, wenn eine neue oder auch alte MW Festsetzung erfolgt(e).
Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass TM dann aufgrund der Seitenanzahl explodieren würde.
Bei dem Thema schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine Herz sagt, dass die Idee nicht schlecht ist und dass man dann auch bei der Festsetzung der neuen Marktwerte noch sieht was vorher diskutiert wurde.
Das andere Herz sagt, und das ist mittlerweile das dominierende, wenn ein Marktwert festgesetzt wurde, dann geht hier die Diskussion von vorne los. Unser Ziel ist, dass wir das hier und jetzt bewerten. @Soyen und ich stehen für jede Änderung hier zur Verfügung und gehen auch jede Diskussion mit.
Wenn jetzt die Diskussionen aus dem Frühjahr 2021 noch in den Threads stehen würde, dann würden da Dinge diskutiert werden, die inzwischen ein 3/4 Jahr alt sind und die bereits für eine Änderung des MWs beigetragen haben.
Aus diesen Gründen wird es aktuell nicht geändert, da User alte Kommentare zitieren würden und diese für eine Erklärung des neuen Marktwertes einbeziehen. Das würde am Ende ein riesiges Chaos verursachen.
Zitat von Singstar
Wann bekommen Jugendspieler einen Marktwert? Bischoff hat z.b.keinen Profivertrag und auch keine nennenswerte Einsätze.
Wann bekommen Jugendspieler einen Marktwert? Bischoff hat z.b.keinen Profivertrag und auch keine nennenswerte Einsätze.
Grundsätzlich gilt bei uns, dass wir bei Jugendspielern keinen Marktwert vergeben. Bischof ist hier die Ausnahme. Er hat die Sommervorbereitung bereits bei dem Profis absolviert und ist bei der TSG Hoffenheim in der 1. Mannschaft gelistet, das ist seine Stammmanschaft.
Da Bischof ein großes Talent ist, u.a. Interesse des FC Bayern oder des BVB vorliegen, haben wir uns entschieden hier den Weg zu wählen einen Marktwert zu vergeben.
Liebe Transfermarkt-Community,
heute ist für mich der Tag gekommen, Abschied zu nehmen. Dieses Komplettupdate ist für mich das letzte als Pate der 1.Bundesliga Marktwertanalyse.
Ein Amt, das ich nun über knapp 4 Jahre voller Leidenschaft ausgeführt habe. Meine Motivation war stets – und das weiß jeder, der mich kennt - dass die Marktwerte auf transfermarkt.de mit dem realen Marktgeschehen (im Dreijahresvertragskontext oder der Gehaltsorientierung) so gut wie möglich Schritt halten können. Dazu gehörten auch Umwertungen, die konträr zu den rein sportlichen Leistungen verlaufen – wie z.B. aktuell bei Hofmann aufgrund des Alters.
Bevor die Diskussionen zu den Werten starten, möchte ich im Rückblick heute meine Amtszeit auswerten und die Qualität der Werte in den vergangenen Perioden anhand des realen Marktgeschehens evaluieren – hierfür werde ich eine vereinfachte Gesamtanalyse heranziehen. Hierbei werden die individuellen Interpretationen zusätzlicher Faktoren, die viele Ablösesummen begleiten und verzerren, vernachlässigt.
Für die vereinfachte Evaluation wurden folgende Auswahl- und Anwendungskriterien für eine einheitliche Selektion und Verfahrensweise gewählt:
- Betrachtet wurden alle Transfers mit einer Ablöse von mindestens 1 Mio.*
- einer Restvertragslaufzeit von mindestens 9 Monaten**
- ohne Ausstiegsklauseln (AK) und Kaufoptionen (KO)***
- 50 % Einberechnung etwaiger kolportierter Boni (sofern keine genaue Aufschlüsselung bekannt war)****
- Durchschnittsmultiplikatoren von näherungsweise 1,58 bei 1 Jahr Restvertragslaufzeit und 1,15 bei 1,5 Jahren Restvertragslaufzeit**
- nur MW die zum Vertragszeitpunkt zuletzt von der 1.Bundesliga bewertet wurden und die nicht offensichtlich in Tauschgeschäften verrechnet wurden (z.B. Rebic - Silva)
- Leihgebühren wurden bei einer nachgehenden Festverpflichtung durch eine (realistisch bedingte) Kaufpflicht (KP) kumulativ eingepreist *****
- Bei Leihen mit Kaufpflichten (KP) ist das Datum des MW zum Leihbeginn (da zu diesem Zeitpunkt verhandelt wurde) und nicht der Realisierung der KP maßgeblich (da sich der Wert und MW des Spielers bis dahin geändert haben kann).
- Weiterverkaufsbeteiligungen wurden einfachheitshalber anteilig verrechnet
* das Gehalt wird hier oft bereits den höheren Stellenwert einnehmen (man denke z.B. an die 0,5 Mio. Ablöse für Nastasic bei kolportierten 4,5 Mio. € Grundgehalt exklusive Boni), weswegen die MWA sich hier häufig nicht mehr an der Ablöse sondern verstärkt am Gehaltspotenzial orientiert.
** siehe hierzu auch die ermittelten Durchschnittswerte aus den Leitlinien https://www.transfermarkt.de/-marktwertdefinition/thread/forum/67/thread_id/237454/page/1#anchor_822438 die sich nicht unbedingt für den Einzelfall eigenen, wenn andere Faktoren eine Rolle spielen, für den großen Durchschnitt aber geeigneter sind. Bei einem halben Jahr sind Varianz und Standardabweichung so hoch, dass eine Einordnung nicht mehr sinnvoll ist.
*** Kaufoptionen und Ausstiegsklauseln lassen keine präzisen Rückschlüsse zum Wert des Transferzeitpunkts zu, da die Beträge bereits vor dem Wechsel festgelegt wurden. Ein Spieler kann seinen Wert während einer Leihe bereits deutlich steigern, die ausgeübte Kaufoption repräsentiert dann nicht seinen aktuellen Wert (den der MW abbilden will). Bei Ausstiegsklauseln analog (nur ohne Leihe).
**** Boni sind abhängig von ihrer Erfüllungswahrscheinlichkeit ablösemindernd und müssen daher bei jeder Betrachtung der Ablösesumme einbezogen werden.
***** Bei Leihen ist der Ausgangspunkt für die Bewertung von Restverträgen der Leihbeginn, da alle Verhandlungspartner die abnehmende Vertragsdauer bereits zum Vertragsschluss einpreisen können. (Exkurs: Unter Annahme des Lock-in-Effekts muss die Leihgebühr anteilig auch bei hier nicht beachteten Kaufoptionen*** diskutiert werden.)
19/20 wurden mit den Auswahlkriterien 45 Transfers erfasst. Einer Marktwertsumme von 665,75 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 689,5 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (-) 3,4 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 25,9 %.
20/21 wurden mit den Auswahlkriterien 27 Transfers erfasst. Einer Marktwertsumme von 414,4 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 378,83 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (+) 9,5 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 26,7 %.
21/22 wurden mit den Auswahlkriterien 35 Transfers erfasst. Einer Marktwertsumme von 450,0 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 427,91 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (+) 5,2 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 27,8 %.
22/23 wurden aufgrund der erst abgeschlossenen Saison zum Stichtag nur 5 Transfers mit den Auswahlkriterien erfasst. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung beträgt 16,76 %, ist aber aufgrund der kleinen Stichprobe noch nicht aussagekräftig.
Insgesamt wurden so 112 Transfers erfasst – einer Marktwertsumme von 1.590,45 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 1.558,53 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (+) 2,0 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 26,3 %.
Die Transfers mit der höchsten individuellen Marktwert-Abweichung waren:
(1) Karim Rekik (Transfer von Hertha zu Sevilla) mit einem taxierten Marktwert von 8 Mio. und einer Ablösesumme von 2 Mio. bei einem Jahr Restvertrag, was bei angewandter Formel zu einer Marktwert-Abweichung von 169 % führt.
Bei den kolportierten 4 Mio. des Kicker wären es nur 34 % gewesen.
(2) Yevgen Konoplyanka (Transfer von Schalke zu Donetsk) mit einem taxierten Marktwert von 6,5 Mio. und einer Ablösesumme von 1,8 Mio. bei einem Jahr Restvertrag, was bei angewandter Formel zu einer Marktwert-Abweichung von 129 % führt.
Auch hier lässt sich schnell ein Grund identifizieren, da Konoplyanka auf Schalke 5 Mio. pro Jahr verdient haben soll.
(3) Kevin Möhwald (Transfer von Bremen zu Union Berlin) mit einem taxierten Marktwert von 3 Mio. hat Möhwald gerade mal 1 Mio. bei einem Jahr Restvertrag eingespielt, was bei angewandter Formel zu einer Marktwert-Abweichung von 90 % führt. Natürlich kann man im Abstieg eine Begründung suchen, da jedoch einige Absteiger über „Marktwert“ gewechselt sind, liegt der Fehler eher in der Bewertung per se. Möglicherweise ist der Transfer ein Indikator dafür, wie sehr ein unauffälliges Spielersegment an einem gebeutelten Markt verloren hat.
(4) Philipp Max (Transfer von Augsburg zu Eindhoven) ärgert mich im Nachhinein mit am meisten. Mit einem Marktwert von 15 Mio. konnte Max gerade 8 Mio. einspielen (kein Restvertrag) und deutete mit einer 88 % Marktwert-Abweichung unmissverständlich darauf hin, dass gewisse Außenverteidigertypen trotz seiner imposanten Scorer (14 Stück in seiner damaligen Saison) einfach zu hoch taxiert waren.
(5) Platz 5 teilen sich mit Marcel Sabitzer (Transfer von Leipzig zu Bayern: 42 Mio. MW vs. 15 Mio. Ablöse bei einem Jahr Restvertrag) und Martin Hinteregger (Transfer von Augsburg zu Eintracht Frankfurt: 16 Mio. MW vs. 9 Mio. Ablöse) zwei Spieler, die verdeutlichen, dass weiche Faktoren eine gewichtige Rolle spielen können und eine Interpretation der Werte häufig essentiell ist. Beide hatten eine Marktwert-Abweichung von je 77 %, beide wollten unbedingt zum jeweiligen Club wechseln und konnten Druck aufbauen, da ihr Verein sie nicht mehr auf dem Gesamtmarkt anbieten konnte. Wie groß dieser Einfluss ist, kann nicht quantifiziert werden. Dass beide auch nach einer Einpreisung des geschilderten Faktors zu hoch bewertet wären, ist sehr wahrscheinlich.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei @TKhamburg bedanken, dass er mir damals diese Möglichkeit gegeben und das Vertrauen ausgesprochen hat. Einen herzlichen Dank gebührt auch allen langjährigen Experten wie @Clinter, @DonRoxy, @danvifb, @Malbe, @WestGDB49, @Picupardo, @trenk, @Tont85, @Dreisamnappi, @Billy-diao, @Brownie, @herrmann13, @ThreeSixty, @RunderBall, @Footballive22, @ESPRIT-Arena und viele weitere User, die mich und @Savarez03 stets mit Einschätzungen per PN und/oder Listen versorgt haben, um die Werte aus der Community heraus wachsen zu lassen.
Ebenso möchte ich mich bei den zahlreichen Usern bedanken, die sich durch viele gute Beiträge und objektive Einschätzungen an der Marktwertanalyse beteiligt haben.
Danke auch an @xerxes für die Organisation der internationalen Abstimmungen und der Möglichkeit bei Entscheidungen wie zu Sonderupdates, Leitlinien oder Interviews mitwirken zu dürfen.
Mir ist die Entscheidung wirklich schwer gefallen, da ich aber nun neben meinem Beruf noch eine Nebentätigkeit als Dozent angenommen haben, ist es für mich neben Privatleben und zahlreichen anderen Hobbies nicht mehr leistbar, die Marktwerte nach meinem zeitintensiven Anspruch festzulegen und für euch Rede und Antwort zu stehen.
Es wäre nicht fair für die Werte, die User und vor allem @Savarez03, der sich unermüdlich für das Forum einsetzt, nicht die volle Unterstützung geben zu können.
heute ist für mich der Tag gekommen, Abschied zu nehmen. Dieses Komplettupdate ist für mich das letzte als Pate der 1.Bundesliga Marktwertanalyse.
Ein Amt, das ich nun über knapp 4 Jahre voller Leidenschaft ausgeführt habe. Meine Motivation war stets – und das weiß jeder, der mich kennt - dass die Marktwerte auf transfermarkt.de mit dem realen Marktgeschehen (im Dreijahresvertragskontext oder der Gehaltsorientierung) so gut wie möglich Schritt halten können. Dazu gehörten auch Umwertungen, die konträr zu den rein sportlichen Leistungen verlaufen – wie z.B. aktuell bei Hofmann aufgrund des Alters.
Bevor die Diskussionen zu den Werten starten, möchte ich im Rückblick heute meine Amtszeit auswerten und die Qualität der Werte in den vergangenen Perioden anhand des realen Marktgeschehens evaluieren – hierfür werde ich eine vereinfachte Gesamtanalyse heranziehen. Hierbei werden die individuellen Interpretationen zusätzlicher Faktoren, die viele Ablösesummen begleiten und verzerren, vernachlässigt.
Für die vereinfachte Evaluation wurden folgende Auswahl- und Anwendungskriterien für eine einheitliche Selektion und Verfahrensweise gewählt:
- Betrachtet wurden alle Transfers mit einer Ablöse von mindestens 1 Mio.*
- einer Restvertragslaufzeit von mindestens 9 Monaten**
- ohne Ausstiegsklauseln (AK) und Kaufoptionen (KO)***
- 50 % Einberechnung etwaiger kolportierter Boni (sofern keine genaue Aufschlüsselung bekannt war)****
- Durchschnittsmultiplikatoren von näherungsweise 1,58 bei 1 Jahr Restvertragslaufzeit und 1,15 bei 1,5 Jahren Restvertragslaufzeit**
- nur MW die zum Vertragszeitpunkt zuletzt von der 1.Bundesliga bewertet wurden und die nicht offensichtlich in Tauschgeschäften verrechnet wurden (z.B. Rebic - Silva)
- Leihgebühren wurden bei einer nachgehenden Festverpflichtung durch eine (realistisch bedingte) Kaufpflicht (KP) kumulativ eingepreist *****
- Bei Leihen mit Kaufpflichten (KP) ist das Datum des MW zum Leihbeginn (da zu diesem Zeitpunkt verhandelt wurde) und nicht der Realisierung der KP maßgeblich (da sich der Wert und MW des Spielers bis dahin geändert haben kann).
- Weiterverkaufsbeteiligungen wurden einfachheitshalber anteilig verrechnet
* das Gehalt wird hier oft bereits den höheren Stellenwert einnehmen (man denke z.B. an die 0,5 Mio. Ablöse für Nastasic bei kolportierten 4,5 Mio. € Grundgehalt exklusive Boni), weswegen die MWA sich hier häufig nicht mehr an der Ablöse sondern verstärkt am Gehaltspotenzial orientiert.
** siehe hierzu auch die ermittelten Durchschnittswerte aus den Leitlinien https://www.transfermarkt.de/-marktwertdefinition/thread/forum/67/thread_id/237454/page/1#anchor_822438 die sich nicht unbedingt für den Einzelfall eigenen, wenn andere Faktoren eine Rolle spielen, für den großen Durchschnitt aber geeigneter sind. Bei einem halben Jahr sind Varianz und Standardabweichung so hoch, dass eine Einordnung nicht mehr sinnvoll ist.
*** Kaufoptionen und Ausstiegsklauseln lassen keine präzisen Rückschlüsse zum Wert des Transferzeitpunkts zu, da die Beträge bereits vor dem Wechsel festgelegt wurden. Ein Spieler kann seinen Wert während einer Leihe bereits deutlich steigern, die ausgeübte Kaufoption repräsentiert dann nicht seinen aktuellen Wert (den der MW abbilden will). Bei Ausstiegsklauseln analog (nur ohne Leihe).
**** Boni sind abhängig von ihrer Erfüllungswahrscheinlichkeit ablösemindernd und müssen daher bei jeder Betrachtung der Ablösesumme einbezogen werden.
***** Bei Leihen ist der Ausgangspunkt für die Bewertung von Restverträgen der Leihbeginn, da alle Verhandlungspartner die abnehmende Vertragsdauer bereits zum Vertragsschluss einpreisen können. (Exkurs: Unter Annahme des Lock-in-Effekts muss die Leihgebühr anteilig auch bei hier nicht beachteten Kaufoptionen*** diskutiert werden.)
19/20 wurden mit den Auswahlkriterien 45 Transfers erfasst. Einer Marktwertsumme von 665,75 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 689,5 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (-) 3,4 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 25,9 %.
20/21 wurden mit den Auswahlkriterien 27 Transfers erfasst. Einer Marktwertsumme von 414,4 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 378,83 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (+) 9,5 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 26,7 %.
21/22 wurden mit den Auswahlkriterien 35 Transfers erfasst. Einer Marktwertsumme von 450,0 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 427,91 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (+) 5,2 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 27,8 %.
22/23 wurden aufgrund der erst abgeschlossenen Saison zum Stichtag nur 5 Transfers mit den Auswahlkriterien erfasst. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung beträgt 16,76 %, ist aber aufgrund der kleinen Stichprobe noch nicht aussagekräftig.
Insgesamt wurden so 112 Transfers erfasst – einer Marktwertsumme von 1.590,45 Mio. standen bereinigte Ablösesummen von 1.558,53 Mio. gegenüber, was einer durchschnittlichen gesamten Marktwert-Abweichung (kumulierte Abweichungen durch kumulierte Ablösesummen) von (+) 2,0 % entspricht. Die durchschnittliche individuelle Marktwert-Abweichung nach der Rechenart (Betrag von Ablöse minus Marktwert geteilt durch bereinigten Transferwert) beträgt 26,3 %.
Die Transfers mit der höchsten individuellen Marktwert-Abweichung waren:
(1) Karim Rekik (Transfer von Hertha zu Sevilla) mit einem taxierten Marktwert von 8 Mio. und einer Ablösesumme von 2 Mio. bei einem Jahr Restvertrag, was bei angewandter Formel zu einer Marktwert-Abweichung von 169 % führt.
Bei den kolportierten 4 Mio. des Kicker wären es nur 34 % gewesen.
(2) Yevgen Konoplyanka (Transfer von Schalke zu Donetsk) mit einem taxierten Marktwert von 6,5 Mio. und einer Ablösesumme von 1,8 Mio. bei einem Jahr Restvertrag, was bei angewandter Formel zu einer Marktwert-Abweichung von 129 % führt.
Auch hier lässt sich schnell ein Grund identifizieren, da Konoplyanka auf Schalke 5 Mio. pro Jahr verdient haben soll.
(3) Kevin Möhwald (Transfer von Bremen zu Union Berlin) mit einem taxierten Marktwert von 3 Mio. hat Möhwald gerade mal 1 Mio. bei einem Jahr Restvertrag eingespielt, was bei angewandter Formel zu einer Marktwert-Abweichung von 90 % führt. Natürlich kann man im Abstieg eine Begründung suchen, da jedoch einige Absteiger über „Marktwert“ gewechselt sind, liegt der Fehler eher in der Bewertung per se. Möglicherweise ist der Transfer ein Indikator dafür, wie sehr ein unauffälliges Spielersegment an einem gebeutelten Markt verloren hat.
(4) Philipp Max (Transfer von Augsburg zu Eindhoven) ärgert mich im Nachhinein mit am meisten. Mit einem Marktwert von 15 Mio. konnte Max gerade 8 Mio. einspielen (kein Restvertrag) und deutete mit einer 88 % Marktwert-Abweichung unmissverständlich darauf hin, dass gewisse Außenverteidigertypen trotz seiner imposanten Scorer (14 Stück in seiner damaligen Saison) einfach zu hoch taxiert waren.
(5) Platz 5 teilen sich mit Marcel Sabitzer (Transfer von Leipzig zu Bayern: 42 Mio. MW vs. 15 Mio. Ablöse bei einem Jahr Restvertrag) und Martin Hinteregger (Transfer von Augsburg zu Eintracht Frankfurt: 16 Mio. MW vs. 9 Mio. Ablöse) zwei Spieler, die verdeutlichen, dass weiche Faktoren eine gewichtige Rolle spielen können und eine Interpretation der Werte häufig essentiell ist. Beide hatten eine Marktwert-Abweichung von je 77 %, beide wollten unbedingt zum jeweiligen Club wechseln und konnten Druck aufbauen, da ihr Verein sie nicht mehr auf dem Gesamtmarkt anbieten konnte. Wie groß dieser Einfluss ist, kann nicht quantifiziert werden. Dass beide auch nach einer Einpreisung des geschilderten Faktors zu hoch bewertet wären, ist sehr wahrscheinlich.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei @TKhamburg bedanken, dass er mir damals diese Möglichkeit gegeben und das Vertrauen ausgesprochen hat. Einen herzlichen Dank gebührt auch allen langjährigen Experten wie @Clinter, @DonRoxy, @danvifb, @Malbe, @WestGDB49, @Picupardo, @trenk, @Tont85, @Dreisamnappi, @Billy-diao, @Brownie, @herrmann13, @ThreeSixty, @RunderBall, @Footballive22, @ESPRIT-Arena und viele weitere User, die mich und @Savarez03 stets mit Einschätzungen per PN und/oder Listen versorgt haben, um die Werte aus der Community heraus wachsen zu lassen.
Ebenso möchte ich mich bei den zahlreichen Usern bedanken, die sich durch viele gute Beiträge und objektive Einschätzungen an der Marktwertanalyse beteiligt haben.
Danke auch an @xerxes für die Organisation der internationalen Abstimmungen und der Möglichkeit bei Entscheidungen wie zu Sonderupdates, Leitlinien oder Interviews mitwirken zu dürfen.
Mir ist die Entscheidung wirklich schwer gefallen, da ich aber nun neben meinem Beruf noch eine Nebentätigkeit als Dozent angenommen haben, ist es für mich neben Privatleben und zahlreichen anderen Hobbies nicht mehr leistbar, die Marktwerte nach meinem zeitintensiven Anspruch festzulegen und für euch Rede und Antwort zu stehen.
Es wäre nicht fair für die Werte, die User und vor allem @Savarez03, der sich unermüdlich für das Forum einsetzt, nicht die volle Unterstützung geben zu können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Soyen am 09.06.2022 um 12:00 Uhr bearbeitet Zitat von Svense
hey kurze Frage: Wann kommen die Marktwerte für Jugendspieler, die neu in der ersten Mannschaft sind? Bei Hannover beispielsweise Tresoldi (Toptalent), Uhlmann, Lührs?
bzw wann gibt es deren eigenen Thread in der Marktwertanalyse?
hey kurze Frage: Wann kommen die Marktwerte für Jugendspieler, die neu in der ersten Mannschaft sind? Bei Hannover beispielsweise Tresoldi (Toptalent), Uhlmann, Lührs?
bzw wann gibt es deren eigenen Thread in der Marktwertanalyse?

Einen Marktwert-Thread bekommen die Spieler, sobald als Zweitverein die erste Mannschaft eingetragen ist.
Die Korrektur kannst auch du über das Rädchen im Spielerprofil eingeben, am besten mit der Quelle, dass sie jetzt zum Profi-Kader gehören.
Anschließend bekommen die Spieler spätestens im Zwischenupdate einen Marktwert. Teilweise auch früher, das kommt darauf an wie nah sie am Kader sind und oder bereits schon Einsätze haben.
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