Ex-Lautrer
31.07.2015 - 09:17 Uhr
11.10.2023 - 17:31 Uhr
Zitat von Zocat
Ehrmann hatte in dem ersten Fall Recht und der FCK nicht. Wie kann man daraus dann aber ein "Und damit auch Boris Schommers" folgern? Die Themen haben doch überhaupt nichts miteinander zu tuen, wieso kommt man dann mit dem "Rechtsstaat" um die Ecke? Der hat sich doch nur eins der beiden Themen angeschaut.
Zitat von Newtrial
Und wir leben in einem Rechtsstaat, was auch die angesprochene tm-Bubble zu akzeptieren hat: Gerry hat sich in der Folge dieses kompletten Desasters - formales Konstrukt "Vergleich" hin oder her - juristisch in einem Maße gegen den FCK durchgesetzt, welches er gerne als kompletten Sieg verbuchen darf. Hätte das damals vom Verein kolportierte - und hier breit getretene - Narrativ gegriffen, wäre dies vor Gericht so niemals möglich gewesen. Fazit: Gerry hatte Recht, der Verein hatte Unrecht. Und damit auch Boris Schommers!
Was hat das vom FCK aufgelöste Vertragsverhältnis zwischen Ehrmann und FCK mit der Suspendierung von Ehrmann unter Schommers zu tuen? Und wir leben in einem Rechtsstaat, was auch die angesprochene tm-Bubble zu akzeptieren hat: Gerry hat sich in der Folge dieses kompletten Desasters - formales Konstrukt "Vergleich" hin oder her - juristisch in einem Maße gegen den FCK durchgesetzt, welches er gerne als kompletten Sieg verbuchen darf. Hätte das damals vom Verein kolportierte - und hier breit getretene - Narrativ gegriffen, wäre dies vor Gericht so niemals möglich gewesen. Fazit: Gerry hatte Recht, der Verein hatte Unrecht. Und damit auch Boris Schommers!
Ehrmann hatte in dem ersten Fall Recht und der FCK nicht. Wie kann man daraus dann aber ein "Und damit auch Boris Schommers" folgern? Die Themen haben doch überhaupt nichts miteinander zu tuen, wieso kommt man dann mit dem "Rechtsstaat" um die Ecke? Der hat sich doch nur eins der beiden Themen angeschaut.
Hier der damalige tm-Bericht. Darin (weil nicht alle den Link mit der Quelle anklicken werden, ausnahmsweise mal zu Fuß zitiert) das Vereinsstatement:
„In den vergangenen drei Tagen, beginnend am Freitag vor dem wichtigen Heimspiel gegen den FSV Zwickau, ist es jedoch mehrfach durch Gerry Ehrmann zu massiven, substantiellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam gekommen. Diese Vorkommnisse sind dabei unter Zeugen aus dem Trainer- und Betreuerteam passiert sowie dokumentiert und haben in ihren Auswirkungen auch die Mannschaft erreicht."
Der FCK stützt seine fristlose Kündigung nach eigenem Bekunden also ausschließlich auf dokumentierte Bekundungen aus dem Trainer- und Betreuerstab. Und das Gericht folgt dem dann nicht. Und jetzt sagst du, dass eine habe mit dem anderen doch gar nichts zu tun.
Es gab keine "zwei Themen", sondern nur eines, weil der FCK sich nur auf Bekundungen aus dem Trainer- und Betreuerstab gestützt hat. Und daher mein Fazit: "Gerry hatte Recht, der Verein hatte Unrecht. Und damit auch Boris Schommers!" Schommers stützte seine Entscheidung, die er natürlich treffen durfte, auf die gleichen Dinge, auf die der Verein seine fristlose Kündigung stützte. "Zwei Themen" gäbe es, wenn Schommers sich mit der Begründung von Gerry getrennt hätte, dass dessen Training dem modernen Fußball mit einem mitspielenden TW nicht mehr gerecht werde. Dann hätte man eine normale, fristgerechte Kündigung vornehmen müssen. Das war aber weder der Fall, noch die Intention.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 11.10.2023 um 17:44 Uhr bearbeitet
11.10.2023 - 17:36 Uhr
Zitat von Zocat
Der hat sich doch nur eins der beiden Themen angeschaut.
Der hat sich doch nur eins der beiden Themen angeschaut.
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
11.10.2023 - 17:41 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
Zitat von Zocat
Der hat sich doch nur eins der beiden Themen angeschaut.
Der hat sich doch nur eins der beiden Themen angeschaut.
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
Formal natürlich nicht. Aber ein Verein lässt sich auf so eine Regelung nur ein, wenn das Gericht ihm klar signalisiert, dass ein Urteil deutlich zu seinen Ungunsten ausfallen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 11.10.2023 um 17:43 Uhr bearbeitet
11.10.2023 - 17:51 Uhr
Zitat von Newtrial
Formal natürlich nicht. Aber ein Verein lässt sich auf so eine Regelung nur ein, wenn das Gericht ihm klar signalisiert, dass ein Urteil klar zu seinen Ungunsten ausfallen würde.
Zitat von Roon_Bub
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
Formal natürlich nicht. Aber ein Verein lässt sich auf so eine Regelung nur ein, wenn das Gericht ihm klar signalisiert, dass ein Urteil klar zu seinen Ungunsten ausfallen würde.
Vielleicht. Das wäre eine der möglichen Sichtweisen. Vielleicht war es aber auch anders und die internen Kräfteverhältnisse wurden durch den Vergleich zurechtgerückt.
Am Ende ist es aber auch EGAL. Gerry ist ja nicht auf den vollen Sieg gegangenn (wahrscheinlich hat ihm sein Anwalt auch dazu geraten es gut sein zu lassen) und sich damit abgefunden nicht mehr Torwarttrainer zu sein.
11.10.2023 - 17:53 Uhr
Zitat von Newtrial
Formal natürlich nicht. Aber ein Verein lässt sich auf so eine Regelung nur ein, wenn das Gericht ihm klar signalisiert, dass ein Urteil deutlich zu seinen Ungunsten ausfallen würde.
Ehrmann wurde verhaltensbedingt gekündigt. Dabei sind bestimmte Vorgaben einzuhalten - insbesondere regelmäßig eine vorherige ordnungsgemäße Abmahnung. Vor allem aber trägt der Arbeitgeber die Beweislast für die Pflichtverletzung des Arbeitnehmers und dafür, dass er die sonstigen Voraussetzungen einer Kündigung eingehalten hat. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Gericht der Auffassung war, dass Ehrmann zuvor hätte abgemahnt werden müssen (ob das notwendig ist, hängt eben auch von der Schwere der Pflichtverletzung ab), und der FCK bereits diesen Nachweis nicht erbringen konnte. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass der FCK die Pflichtverletzung selbst im Prozess nicht beweisen konnte; dafür genügt es, dass Ehrmann die ihm unterstellten Vorfälle zurückweist, ein Herr B. S. sie bestätigt und eine dritte anwesende Person sich nicht mehr erinnert. Und dann besteht die Möglichkeit, dass es diese Vorfälle - zumindest im behaupteten Rahmen - nie gab. Daraus, dass es einen Vergleich gab, lässt sich zumindest nicht eindeutig ableiten, dass „der Gerry nix gemacht hat“. Das ist aber so der Tenor (sic!), wenn man sich anhört, wie sich viele Fans über das Thema austauschen. Klar ist nur, dass der FCK auf einer von mehreren Ebenen (oder eben auf mehreren) die (zurecht hohen!) Vorgaben, die Gesetzgeber und gerichtliche Praxis an eine außerordentliche Kündigung stellen, nicht eingehalten hat.Zitat von Roon_Bub
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
Der Rechtsstaat hat auch kein Urteil gefällt, nicht Recht gesprochen.
Der Vergleich ist somit auch kein Freispruch.
Formal natürlich nicht. Aber ein Verein lässt sich auf so eine Regelung nur ein, wenn das Gericht ihm klar signalisiert, dass ein Urteil deutlich zu seinen Ungunsten ausfallen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 11.10.2023 um 17:56 Uhr bearbeitet
11.10.2023 - 18:18 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Daraus, dass es einen Vergleich gab, lässt sich zumindest nicht eindeutig ableiten, dass „der Gerry nix gemacht hat“. ... Klar ist nur, dass der FCK auf einer von mehreren Ebenen (oder eben auf mehreren) die (zurecht hohen!) Vorgaben, die Gesetzgeber und gerichtliche Praxis an eine außerordentliche Kündigung stellen, nicht eingehalten hat.
Daraus, dass es einen Vergleich gab, lässt sich zumindest nicht eindeutig ableiten, dass „der Gerry nix gemacht hat“. ... Klar ist nur, dass der FCK auf einer von mehreren Ebenen (oder eben auf mehreren) die (zurecht hohen!) Vorgaben, die Gesetzgeber und gerichtliche Praxis an eine außerordentliche Kündigung stellen, nicht eingehalten hat.
Es gibt eine Unschuldsvermutung. Wenn ich juristisch etwas nicht nachweisen kann, habe ich unrecht. Punkt. Und nicht eventuell doch irgendwie in der Sache recht, konnte aber die hohen Ansprüche des Rechtssystems leider nicht erfüllen.
Mal eine kleine Nachfrage: Ist es dann nicht ein noch größerer Skandal, dass der FCK nun einen Angestellten in neuer Funktion beschäftigt, der zu "massiven, substantiellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam" neigt?

Das macht doch kein Verein, der sich in der Sache im Recht wähnt.
Mir geht das tierisch auf den Sack! Natürlich hat der Trainer- und Betreuerstab dies alles nicht frei erfunden! Er hat es aber in einer Weise bewertet, die in der Verhandlung einfach nicht geteilt wurde. War sicherlich irgendwas zwischen "rauher Fußballersprache" und "reichlich drüber".
Wir leben in einer toxischen Medienöffentlichkeit, in der du dich von Vorwürfen einfach nicht mehr reinwaschen kannst und in der das Kalkül lautet: "Irgendwas bleibt immer hängen!" In der guten alten Zeit gab es den Tatbestand der "üblen Nachrede". Damit sollte man wirklich all jene konsequent mit Klagen überziehen, die ehrabschneidende Vorwürfe öffentlich vorbringen und sie dann nicht beweisen können; satte Schadensersatzforderungen obendrauf gepackt. Ich könnte jetzt noch ein aktuelles Beispiel aus der Musikbranche mit erstunkenen und erlogenen, aber per hochwirksamer Medienkampagne verbreiteten Anschuldigungen bringen, aber dann werde ich hier gesperrt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 11.10.2023 um 18:34 Uhr bearbeitet
11.10.2023 - 18:32 Uhr
Zitat von Newtrial
Natürlich hat der Trainer- und Betreuerstab dies alles nicht frei erfunden! Er hat es aber in einer Weise bewertet, die in der Verhandlung einfach nicht geteilt wurde. War sicherlich irgendwas zwischen "rauher Fußballersprache" und "reichlich drüber".
Natürlich hat der Trainer- und Betreuerstab dies alles nicht frei erfunden! Er hat es aber in einer Weise bewertet, die in der Verhandlung einfach nicht geteilt wurde. War sicherlich irgendwas zwischen "rauher Fußballersprache" und "reichlich drüber".
Es ging, so weit ich erinnere, nicht nur um verbale Entgleisungen, sondern zuvor um fachliche Differenzen mit dem CHEFtrainer. Und der ist eben der CHEFtrainer und hat das Recht, dem ihm unterstellten Spartentrainer Arbeitsanweisungen zu geben.
Die Bewertung wurde dann von der Geschäftsführung vorgenommen.
Die Geschäftsführung bekam "Rücken", der CHEFtrainer wurde nach 2 Niederlagen zu Saisonbeginn gefeuert und die Fürsprecher der Ikone waren so potent, dass der Vergleich geschlossen werden konnte.
Wahrscheinlich war der Vergleich sogar das Beste für alle Seiten.
11.10.2023 - 18:52 Uhr
Zitat von Newtrial
In der guten alten Zeit gab es den Tatbestand der "üblen Nachrede". Damit sollte man wirklich all jene konsequent mit Klagen überziehen, die ehrabschneidende Vorwürfe öffentlich vorbringen und sie dann nicht beweisen können; satte Schadensersatzforderungen obendrauf gepackt.
Das ist ein weites Feld in einem Konfliktbereich in unserer Rechtsordnung. Die Integrität eines zu unrecht Beschuldigten gegen das Ausgleichsinteresse einer geschädigten Person. Du hast ja selbst ein anderes Beispiel angerissen. Gerade über diesen Bereich kann man wochenlang diskutieren. Wir müssen und sollten das hier aber wahrscheinlich nicht vertiefen. In der guten alten Zeit gab es den Tatbestand der "üblen Nachrede". Damit sollte man wirklich all jene konsequent mit Klagen überziehen, die ehrabschneidende Vorwürfe öffentlich vorbringen und sie dann nicht beweisen können; satte Schadensersatzforderungen obendrauf gepackt.
Es gibt jedenfalls einen Unterschied zwischen der Frage, ob jemand in der Sache die Wahrheit sagt und derjenigen, ob jemand sein Ansinnen auch vor Gericht durchsetzen kann. Jedenfalls dürften wir uns aber darin einig sein, dass man vor solchen drastischen Statements die Sache juristisch wasserdicht haben sollte. Und genau das ist in einem Kündigungsschutzprozess halt nicht so ohne. Ob der FCK hier handwerklich schlecht gearbeitet hat - würde ins damalige Bild passen - oder ob die Behauptungen gegen Ehrmann erfunden sind, kann ich anhand des mir zur Verfügung stehenden Wissens jedenfalls nicht beurteilen. Viele Fans sind sich da aber einig: Boris Schommers hat gelogen.
Dass man sich aufs Glatteis begibt, wenn man sich hier als Arbeitgeber nicht absichert, ist allerdings glasklar.
11.10.2023 - 19:17 Uhr
Zitat von Berwartstein
... keiner ( ... ) bezahlt aus Spaß an der Freude einen Betrag in der Höhe, um den hier verhandelt wurde.
... keiner ( ... ) bezahlt aus Spaß an der Freude einen Betrag in der Höhe, um den hier verhandelt wurde.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Die Frage ist doch, was es andersrum "gekostet" hätte. Der Fanszuspruch für Ehrmann wurde ja schon angesprochen. Auch das Image von der "FCK Familie" hätte noch mehr Schaden genommen.
Die Geschäftsführung muss eine Entscheidung in dieser (finanziellen) Tragweite dem Beirat zum Abnicken vorlegen. Das ist damals wohl geschehen, sonst hätte SOV rechtswidrig gehandelt und seine Entscheidung wäre nichtig gewesen.
Da es aber vor Gericht ging war dem wohl nicht so und der Beirat stand zur Entscheidung des Geschäftsführers.
Und da im Beirat auch die Investoren sitzen, waren die auch Teil der Entscheidung und hatten später dafür auch gerade zu stehen.
Oder sehe ich etwas falsch?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 11.10.2023 um 19:19 Uhr bearbeitet
11.10.2023 - 19:25 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Ob der FCK hier handwerklich schlecht gearbeitet hat - würde ins damalige Bild passen - oder ob die Behauptungen gegen Ehrmann erfunden sind, kann ich anhand des mir zur Verfügung stehenden Wissens jedenfalls nicht beurteilen. Viele Fans sind sich da aber einig: Boris Schommers hat gelogen.
Ob der FCK hier handwerklich schlecht gearbeitet hat - würde ins damalige Bild passen - oder ob die Behauptungen gegen Ehrmann erfunden sind, kann ich anhand des mir zur Verfügung stehenden Wissens jedenfalls nicht beurteilen. Viele Fans sind sich da aber einig: Boris Schommers hat gelogen.
Wie gesagt: Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand kommt man da durchaus weiter. Es ging um den "Trainer- und Betreuerstab", nicht nur um Schommers. Es grenzt an VT, zu behaupten, die hätten alle gelogen. Aus meiner Sicht geht es da vielmehr um die krass unterschiedliche Bewertung real getätigter Aussagen von Gerry. Kann mir gut vorstellen, dass Schommers da etwas in der Hitze des Gefechts (und in einer sich schon länger aufheizenden Atmosphäre) von Gerry Vorgebrachtes in die Richtung "Dafür krieg ich dich jetzt dran!" gedreht hat.
Den anderen Punkt in Sachen gesunden Menschenverstand hab ich ja eben schon genannt: Wenn sämtliche Vereinsverantwortliche dies in der Sache glasklar so bewerten, dann darf man dem Mann doch nicht mehr bei den Amas einen neuen Job geben.
Mir ist klar, dass Recht haben und Recht kriegen zweierlei ist. Mir ist auch klar, dass es da einen Herrn Buchholz im Hintergrund gab und gibt. Mir geht es eher darum, wie Menschen in solchen Vorgängen gezielt und vorsätzlich dauerhaft beschädigt werden, ohne dass sie das Geringste dagegen tun könnten. Es gab und gibt immer wieder Stimmen, die Gerry als einen im direkten Kontakt durchaus angenehmen Menschen bezeichnen bzw. bezeichnet haben, der halt eine andere Seite auspackt, wenn es um "seinen" FCK geht. Und dessen Sozialformen und Ausdrucksweisen mitunter reichlich aus der Zeit gefallen erscheinen. "Rauhbein", "ehrliche Haut" und "FCK'ler durch und durch" waren über Jahrzehnte die Charakterisierungen seiner Person in der Öffentlichkeit. Einer Öffentlichkeit, die er übrigens mied, so gut es ging. Daher kommt das Attribut "Zurückhaltung" noch dazu. Und dann dreht sich der Wind und die Charakterisierungen gehen in Richtung "Macho", "vereinspolitische Einflußnahme" (nur strafbar, weil auf der falschen Seite ausgeübt, versteht sich), "veraltete Trainingslehre" und dann auch noch das von mir schon mehrfach zitierte Wortfeld aus dem desolaten FCK-Statement, das sich im Nachgang dann als extrem teuer für den Verein erweisen sollte.
Naja, führt vielleicht wirklich zu weit. Ich frage mich halt, warum man einen Mitarbeiter, der in eine sich ändernde Vereinskultur mit neuen Job-Anforderungen (mitspielender TW) nicht mehr reinpasst, nicht in allen Ehren verabschieden kann. Dass man für so etwas auf jeden Fall noch dessen persönliche Integrität in der Medienöffentlichkeit per offizieller PM untergraben muss. Für mein Rechtsempfinden war diese PM des FCK schlicht und ergreifend strafbar. So etwas möchte ich von meine Verein nicht sehen müssen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 11.10.2023 um 19:45 Uhr bearbeitet
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