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Edin Terzic
Geburtsdatum 30.10.1982
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Athletic Bilbao

Edin Terzic [Trainer]

13.12.2020 - 15:19 Uhr
Edin Terzic [Trainer] |#3941
11.03.2021 - 18:28 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ich würde bspw. Sevilla keineswegs über uns stellen, von daher, als Vergleich:
Kann es nicht sein, dass wir vielleicht keine 2 Hakimis und Co. haben, dass Edin für so einen Fussball ganz einfach das Spielermaterial fehlt, das zB Sevilla hat?

Ich bin nach wie vor immer und immer davon überzeugt, dass dieser Vorsichts- und Rückpass-Fussball, LF schuld war, der wurde solange und wahrscheinlich bis zum Erbrechen trainiert, bis selbst die letzten sg. Mentalitätsspieler nicht mehr konnten/wollten.

Man kann Edin auch viel ankreiden, keine Frage, und ich habe da so manchmal (mit zB. späten oder komischen Einwechslungen)…

•     •     •

Nichts war früher besser.
Aber es gab Dinge, die waren früher einfach gut.
Und das wären sie auch heute noch. Wenn man die Finger davon gelassen hätte.
© J. Malmsheimer
Edin Terzic [Trainer] |#3942
11.03.2021 - 18:31 Uhr
Zitat von Zeh-Lizenz
Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ich würde bspw. Sevilla keineswegs über uns stellen, von daher, als Vergleich:
Kann es nicht sein, dass wir vielleicht keine 2 Hakimis und Co. haben, dass Edin für so einen Fussball ganz einfach das Spielermaterial fehlt, das zB Sevilla hat?

Ich bin nach wie vor immer und immer davon überzeugt, dass dieser Vorsichts- und Rückpass-Fussball, LF schuld war, der wurde solange und wahrscheinlich bis zum Erbrechen trainiert, bis selbst die letzten sg. Mentalitätsspieler nicht mehr konnten/wollten.

Man kann Edin auch viel ankreiden, keine Frage, und ich habe da so manchmal (mit zB. späten oder komischen Einwechslungen)…


Natürlich fehlt das Spielermaterial für den gewünschten Fussball. Wenn man sich dann aber hinstellt, dass man es trotzdem kann, aber nicht nur nicht liefert, sondern das Gegenteil, dann hat nicht Favre Schuld ...
Edin Terzic [Trainer] |#3943
11.03.2021 - 18:50 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Zeh-Lizenz

Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ich würde bspw. Sevilla keineswegs über uns stellen, von daher, als Vergleich:
Kann es nicht sein, dass wir vielleicht keine 2 Hakimis und Co. haben, dass Edin für so einen Fussball ganz einfach das Spielermaterial fehlt, das zB Sevilla hat?

Ich bin nach wie vor immer und immer davon überzeugt, dass dieser Vorsichts- und Rückpass-Fussball, LF schuld war, der wurde solange und wahrscheinlich bis zum Erbrechen trainiert, bis selbst die letzten sg. Mentalitätsspieler nicht mehr konnten/wollten.

Man kann Edin auch viel ankreiden, keine Frage, und ich habe da so manchmal (mit zB. späten oder komischen Einwechslungen)…


Natürlich fehlt das Spielermaterial für den gewünschten Fussball. Wenn man sich dann aber hinstellt, dass man es trotzdem kann, aber nicht nur nicht liefert, sondern das Gegenteil, dann hat nicht Favre Schuld ...


Nun gut, das kann man natürlich so sehen, vielleicht hat er die Lage falsch eingeschätzt oder seine Fähigkeiten bezüglich der Dauer einer solchen Umstellung unterschätzt. Aber ich kann jetzt bei aller sachbezogenen Kritik an Terzic nicht erkennen, daß er als junger Trainer Novize wesentlich schlechter performt als der alte Hase Favre, der internationale Stationen vorweisen kann und im dritten Jahr keine erkennbare Weiterentwicklung des Teams und der Spielweise vorweisen konnte.
Edin Terzic [Trainer] |#3944
11.03.2021 - 18:57 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ist es Absicht das du mich zitiert hast? Ich sehe ehrlich gesagt wenig Zusammenhang mit meinen Worten. Oder sollte es als Ergänzung dienen?

Nur der reine Wille eine neue Spielphilosophie zu wollen, wenn alles ok und im Plan ist, wird niemals für einen Trainerrauswurf beim BVB führen. Erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt mitten in der Saison. Und Entschuldigung für die direkten Worte jetzt, aber wenn man, überspitzt formuliert, wirklich denkt, dass der Trainerrauswurf dadurch begründet ist, dass wir jetzt mal eben in einer heilen Welt Bock auf anderen Fußball haben und eben den Trainer rauswirft, dann reimt man sich Märchen zusammen an das man Zuhause in einer Traumwelt glauben kann und kehrt andere Punkte unters Sofa.
Die Abkehr von Favre bzw. Änderung der Kommunikation/Spielansätze mag selbstverständlich ein Nebenprodukt/eine Folge sein, ist aber sicherlich nicht der ausschlaggebende Punkt der Entlassung zu dem Zeitpunkt.
Im Detail können wir selbstverständlich nur spekulieren, aber wenn Schlüsselspieler bzw. die halbe Mannschaft kein Bock mehr auf Favre und dessen Art/Herangehensweise hat und dementsprechend psychisch und physisch nicht mehr in der Lage ist Leistung zu bringen und das gesamte Mannschaftsgefüge gestört ist, dann ist es logisch, dass man als Nachfolger natürlich eine gewisse Abgrenzung betreibt und eine andere Richtung im Spiel und in der Kommunikation einschlägt.
Die Punkte waren sicherlich auffällig, aber daraus jetzt auf die Grundproblematik der Trainerentlassung zu schließen finde ich arg weit hergeholt, da dieser kausale Zusammenhang nicht mal annähernd existent ist.

Zum spielerischen selbst wollte ich eigentlich nicht viel schreiben, weil es wie du es auch andeutest, schon öfters hoch und runter diskutiert habe. Die spielerischen Mängel und Fehler Terzics habe ich oben im Post auch schon angedeutet und mehrmals hier im Thread niedergeschrieben.
Anmerken will ich aber noch, dass ich bei der Personalsituation und Belastungssituation nach wie vor eine grundlegende Änderung des Spielstils bzw eine Implementierung eines neuen Spielstils für fast unmöglich halte.
Selbst in Topform war es bei Favre oft nötig, dass wir durch "frischen Wind" nachlegen mussten und es spielentscheidend war. Dieser Aspekt geht uns zur Zeit völlig verloren und darüber hinaus gehen wir gerade eigentlich physisch unterlegen in jedes Spiel.
Auch würde ich den Ausfall von Witsel nicht zu niedrig bewerten. Zwar war er oft Buhmann, aber für mich ist er ein wesentlicher Bestandteil der Ballsicherheit und Pressingresistenz unseres Spiels und trägt so auch zur Dominanz bei und kontrolliertem Ballbesitzspiel.
Neben den Fehlern Terzics ist das für mich auch ein Mitgrund warum es dann in der Hinsicht etwas bergab mit dem BVB ging und unser Spiel nicht mehr so kontrolliert war.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rm-woogie am 11.03.2021 um 19:16 Uhr bearbeitet
Edin Terzic [Trainer] |#3945
11.03.2021 - 19:18 Uhr
Zitat von TomChen
Zitat von derRealDennis

Der Großteil der Kritik fußt ja darauf, dass angeblich keine spielerische Entwicklung da sein soll, gepaart mit der noch schwankenden Punkteausbeute.

Letzteres wurde hier ja schon durchgekaut ohne Ende und lässt sich ja ziemlich gut einordnen.

Aber der Kritikpunkt der "fehlenden spielerischen Entwicklung" ist aufgebauscht und schlicht in der Härte übertrieben.

Gegen ein starkes Sevilla und Bayern, ist es das Normalste auf der Welt, sich auch reindrängen zu lassen. ManU hat gestern im Prinzip dasselbe gemacht, eben weil sie auch eine 2:0 Führung im Rücken hatten. Paris hat ähnlich agiert.

Gerne wird auch dann Bielefeld und Schalke vergessen, aber auch andere Auftritte, wie z.B phasenweise gegen Mainz, in der es unsere Borussia endlich mal geschafft hat, spielerische Lösungen gegen tiefstehende Gegner zu entwickeln. Das war etwas sehr auffälliges und definitiv eine dringend gebrauchte Veränderung.

Gegen mitspielende Gegner sah man oftmals auch mit dem Favrestil gut aus. Das Genick bricht uns nicht die jährliche Niederlage in München. Deshalb sollte man schon mal mehr darauf achten, wie genau wir jetzt spielen. Von Ballgeschiebe und Geduld ist nicht mehr viel zu sehen. Man flankt wieder mehr, man schießt wieder mehr, man verlagert auch mal. Man startet auch mal Angriffe durchs Zentrum, sprich über Dahoud.

Alles in allem ist also eine Weiterentwicklung zu sehen. Ich denke, dass man daran arbeiten wird, dass wir im Mittelfeld den Ball besser zirkulieren lassen müssen.

Aber keine spielerische Entwicklung zu sehen, ist mir dann zu sehr auf die Punkte geschielt, als wirklich aufs Spiel.


Durchaus berechtigt schaut man auf die Punkteausbeute, wenn man sich mal auf der Zunge zergehen lässt, dass wir in den letzten 9 Spielen (also ab den besagten Mainz Spiel) 11 von 27 Punkten geholt haben.

Bei ungefähr 1/3 der möglichen Spiele. Das ist einfach aus meiner Sicht zu wenig gegen Gegner wie Freiburg, Hoffenheim, Gladbach, Mainz, Augsburg, Schalke, Bielefeld und Kusen. Für ein Abstiegskandidaten vollkommen in Ordnung, aber für eine CL Mannschaft? In dieser Phase wurde leider Gottes zu viel liegen gelassen.

Die Statistik sagt auch, dass wir insgesamt weniger Tore schießen, weniger Torchancen erspielen und mehr Tore fangen.

Die Zeit viel zu erarbeiten hat Terzic auch gar nicht mehr. In 10 BL Spielen ist die Saison vorbei. Dann kommt Rose. Was soll noch groß probiert werden?

Wie viele hier schon angemerkt haben, muss nun konstant gepunktet werden. Ausrutscher, wie vor Schalke, darf man sich eigentlich nicht mehr erlauben.

In den nächsten 10 Spieltagen haben wir noch Leipzig, Frankfurt, Leverkusen, Wolfsburg, Stuttgart und Union vor der Brust. Auch Bremen weiß wie man uns ärgern kann. Das wird kein Selbstläufer, vor allen Dingen nicht mit weiteren Spielerausfällen und zum Teil ohne Sancho.

Hier würde vermutlich auch keiner auf Terzic eindreschen, hatten wir in den Spielen vor Schalke mehr zählbares nach Hause gebracht. Nicht falsch verstehen wir sind definitiv noch auf Schlagdistanz, aber Kritik war hier definitiv berechtigt und dies nicht nur hinsichtlich der Punkteausbeute --> Belastungssteuerung, Ingame Coaching, Wechsel.

Ich halte menschlich viel von Terzic. Er hat die Mannschaft hinter sich und tritt sehr sympathisch auf. Fachlich konnte er mich nicht überzeugen. Dennoch sehe ich auch durchaus die positiven Aspekte, die du angesprochen hast, die leider bis dato nicht genug Erfolg brachten. Auch wenn es immer mehr den Anschein hat, dass es wieder in den Pragmatismus von Favre zurück geht. Hoffen wir, dass wir in den nächsten Spielen in die Regionen kommen, in denen wir uns alle sehen wollen. Wäre ne schöne Geschichte und immens wichtig für den Club.


Ah, Tomchen wieder. Ziemlich am Thema vorbei, da du auf meinen Post antwortest.

Ich schreibe, Kritik an fehlender spielerischer Entwicklung in der _Härte_ übertrieben:

Erster Satz von dir spricht eine magere Punkteausbeute an.augen-zuhalten während ich sofort am Anfang genau das schreibe:

"Letzteres (Punkteausbeute) wurde hier ja schon durchgekaut ohne Ende und lässt sich ja ziemlich gut einordnen."

Ich kaue mit dir jetzt bestimmt nicht nochmal durch, dass Entwicklung und Punkteausbeute nicht unbedingt Hand in Hand gehen müssen.

Auch interessant, dass du Statistiken ansprichst, die ich in meinem Post nicht lobe. Sollten das deine Gegenargumente sein? Klar, interessiert auch jeden, ob wir 5 oder 10% mehr oder weniger Torchancen haben oder Ballbesitz. Wer´s braucht....

Und dann kommen Durchhalteparolen?? Man muss jetzt konstant punkten? Ach, echt? Krass, danke für die Info!

Schöner Beitrag. Als Antwort auf meinen völlig nutzlos, aber ok.
Edin Terzic [Trainer] |#3946
11.03.2021 - 19:31 Uhr
Zitat von rm-woogie
Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ist es Absicht das du mich zitiert hast? Ich sehe ehrlich gesagt wenig Zusammenhang mit meinen Worten. Oder sollte es als Ergänzung dienen?

Nur der reine Wille eine neue Spielphilosophie zu wollen, wenn alles ok und im Plan ist, wird niemals für einen Trainerrauswurf beim BVB führen. Erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt mitten in der Saison. Und Entschuldigung für die direkten Worte jetzt, aber wenn man, überspitzt formuliert, wirklich denkt, dass der Trainerrauswurf dadurch begründet ist, dass wir jetzt mal eben in einer heilen Welt Bock auf anderen Fußball haben und eben den Trainer rauswirft, dann reimt man sich Märchen zusammen an das man Zuhause in einer Traumwelt glauben kann und kehrt andere Punkte unters Sofa.
Die Abkehr von Favre bzw. Änderung der Kommunikation/Spielansätze mag selbstverständlich ein Nebenprodukt/eine Folge sein, ist aber sicherlich nicht der ausschlaggebende Punkt der Entlassung zu dem Zeitpunkt.
Im Detail können wir selbstverständlich nur spekulieren, aber wenn Schlüsselspieler bzw. die halbe Mannschaft kein Bock mehr auf Favre und dessen Art/Herangehensweise hat und dementsprechend psychisch und physisch nicht mehr in der Lage ist Leistung zu bringen und das gesamte Mannschaftsgefüge gestört ist, dann ist es logisch, dass man als Nachfolger natürlich eine gewisse Abgrenzung betreibt und eine andere Richtung im Spiel und in der Kommunikation einschlägt.
Die Punkte waren sicherlich auffällig, aber daraus jetzt auf die Grundproblematik der Trainerentlassung zu schließen finde ich arg weit hergeholt, da dieser kausale Zusammenhang nicht mal annähernd existent ist.

Zum spielerischen selbst wollte ich eigentlich nicht viel schreiben, weil es wie du es auch andeutest, schon öfters hoch und runter diskutiert habe. Die spielerischen Mängel und Fehler Terzics habe ich oben im Post auch schon angedeutet und mehrmals hier im Thread niedergeschrieben.
Anmerken will ich aber noch, dass ich bei der Personalsituation und Belastungssituation nach wie vor eine grundlegende Änderung des Spielstils bzw eine Implementierung eines neuen Spielstils für fast unmöglich halte.
Selbst in Topform war es bei Favre oft nötig, dass wir durch "frischen Wind" nachlegen mussten und es spielentscheidend war. Dieser Aspekt geht uns zur Zeit völlig verloren und darüber hinaus gehen wir gerade eigentlich physisch unterlegen in jedes Spiel.
Auch würde ich den Ausfall von Witsel nicht zu niedrig bewerten. Zwar war er oft Buhmann, aber für mich ist er ein wesentlicher Bestandteil der Ballsicherheit und Pressingresistenz unseres Spiels und trägt so auch zur Dominanz bei und kontrolliertem Ballbesitzspiel.
Neben den Fehlern Terzics ist das für mich auch ein Mitgrund warum es dann in der Hinsicht etwas bergab mit dem BVB ging und unser Spiel nicht mehr so kontrolliert war.

Favres Entlassung wurde schon vor der Entscheidung hier und in den Medien diskutiert. Gründe für eine Entlassung haben also einige gesehen, ohne dass es irgendwelche unbekannten internen Vorfälle gegeben haben müsste.
Edin Terzic [Trainer] |#3947
11.03.2021 - 20:00 Uhr
Das Problem ist alleine die Mannschaft. Dort laufen zu viele Heulsusen rum.
Schaut man das Spiel gegen Bayern an, hat man gesehen wo die Probleme sind.
Wenn ein Spieler wie Reus nach dem Spiel den Schiri kritisiert, muss man den Kopf nur schütteln.
Wenn man Offensiv spielt und 2:0 führt, danach meint man hat das Spiel schon gewonnen und nur noch defensiv spielt, sowas sollte man mal erklären.
Nochmal zu den Schiedsrichterentscheidungen im Spiel:
Das Foul zum Elfmeter wurde erst durch den VAR gegeben obwohl der Schiri klarste Sicht hatte.
Dass Herr Reus ein klares Handspiel im eigenen Strafraum machte und nicht gepfiffen wurde, sowas wird nicht erwähnt.
Daher sollten mal sich die Spieler fragen wer überhaupt Eier in der Hose hat.
Die haben nach meiner Ansicht nur die Bayern Spieler, denn die haben wieder einmal bewiesen was Kampfgeist und Wille sind ein Spiel gegen seinen Erzfeind zu gewinnen.
Und das fehlt einfach in Dortmund.
Da wird es jeder Trainer schwer haben, wenn die Spieler das vorgegebene nicht umsetzen.


Zitat von Baskball
Zitat von Vero-amore

Der Hammer ist ja, das uns Terzic auch nächste Saison erhalten bleibt, ich finde den so kompetent, sympathisch, dazu echter Dortmunder Junge von der Süd, mein Herz geht auf.


Ich weiß ehrlich gesagt nicht was daran "Hammer" sein soll. Terzic war auch die letzten Jahre unter Favre schon unser Co-Trainer. Wenn ich dann hier die Forenmeinung zu Favres Arbeit zugrunde lege, so war der positive Einfluss von Terzic wohl maximal marginal.

Das finde ich allgemein recht amüsant in der Diskussion um Terzic. Ich habe hier nun öfter gelesen, dass Terzic von Favre quasi einen "Trümmerhaufen" übernommen hätte. Mal abgesehen davon, dass der Punkteschnitt in den ersten 11 Ligaspielen höher war als in den folgenden 13 unter Terzic, so stand Terzic auch bei den ersten 11 Begegnungen mit in der Verantwortung. Wie groß sein Einfluss war, das können wir von außen schlecht beurteilen, aber Einfluss wird er sicherlich gehabt haben. Das ist dann letztendlich auch die Frage: Wie groß wird der Einfluss von Terzic unter Rose ausfallen?

Grundsätzlich kann zusätzliche Kompetenz im Trainerteam kaum schaden, von demher freue ich mich auch, sollte Terzic hier tatsächlich kommende Saison noch als Co-Trainer an der Seitenlinie stehen. Das ist meines Erachtens auch ein Szenario, das seiner derzeitigen Arbeit hilft, da er so nicht als "lame duck" unterwegs ist, sondern auch kommende Saison noch Einfluss besitzt.

Insgesamt finde ich derweil eine Bewertung der Arbeit von Terzic schwierig. Mir persönlich driftet das in beide Richtungen zu sehr in Extreme ab. Das Abschneiden in den Pokalwettbewerben ist sicherlich als sehr positiv zu bewerten, man sollte dabei aber auch nicht gänzlich außer acht lassen, dass wir etwas Losglück hatten mit Gegnern wie Paderborn, Braunschweig und Sevilla. Zumal unsere Auftritte auch keineswegs immer wahnsinnig souverän waren. Nichtsdestotrotz zählt am Ende das Ergebnis auf der Anzeigetafel und das ist sehr positiv zu bewerten. Die Punktausbeute in der Meisterschaft fällt hingegen zweifelsfrei zu niedrig aus und die Bundesliga ist noch immer das Tagesgeschäft, die Qualifikation für die kommende Champions League das A und O, zu wichtig ist die Teilnahme an diesem Wettbewerb für das Prestige, die Spieler und die Finanzen. Klar ist für mich, dass Terzic letztendlich maßgeblich daran beurteilt wird, ob er die Champions League erreicht. Hier muss er in den verbleibenden 10 Spielen liefern. Ein Abschneiden hinter Vereinen wie Wolfsburg und Frankfurt wäre im Grunde inakzeptabel. Hier hat er aber bis zum Saisonende noch Zeit, das Ruder herumzureißen und seine Zeit als Cheftrainer zu einem positiven Abschluss zu bringen.

Ganz ehrlich: Ich bin da derzeit noch nicht wahnsinnig optimistisch und sehe uns durchaus abhängig von dem ein oder anderen Hänger der Mannschaften vor uns. Ich sehe uns nicht so konstant, dass wir den Rest der Saison jetzt mit 23-25 Punkten abschließen. Dies gilt schon gar nicht solange Spieler wie Sancho und Guerreiro uns weiterhin fehlen. Da wird schon Berlin am Samstag eine nicht zu unterschätzende Hürde, die hier direkt für einen massiven Stimmungsumschwung sorgen könnte.

Was mich generell ein wenig stört sind die unterschiedlichen Bewertungsmaßstäbe, die hier herangezogen werden. Unter Favre war alles unter Platz 2 völlig inakzeptabel, mit Terzic wäre Platz 3-4 ein herausragendes Ergebnis. Da zählt für mich auch die Bewertung der letzten Auftritte mit hinein. Wenn ich mich nur an die ersten 45 Minuten gegen Leipzig oder Bayer erinnere, an die zweite Hälfte im Hinspiel gegen Sevilla, das Spiel gerade gegen die Bayern oder auch das Rückspiel gegen Sevilla. Favre wäre da für seinen passiven "Angsthasenfußball" zerrrissen worden. Terzic sieht man das nach, weil er Dortmunder Junge und so sympathisch ist bzw. am Ende teilweise das Ergebnis stimmte. Leider haben wir unterm Strich trotz positiver Ansätze noch immer einige Probleme, die unser Spiel schon unter Favre prägten. Sevilla war da ein hervorragendes Beispiel, ebenso zuvor das Spiel gegen die Bayern. Spielen wir passiv, geraten wir schnell hinten unter Druck, finden kaum mehr Wege aus dem gegnerischen Pressing und Gegentore sind fast eine Frage der Zeit. Wir haben dann trotz des maschinellen Laufwunders Haaland vorne drin Probleme diesen in Szene zu setzen. Sind wir jedoch aktiv, stören auch mal früher, so ergeben sich spontane Räume, die wir deutlich einfacher bespielen können. Gegen Sevilla war es vorgestern die erste gelungene Pressingaktion des Spiels, die uns in Führung bringt. Mein persönlicher Eindruck ist auch, dass unsere Defensive mit einer aktiven Spielweise sicherer steht als mit einer passiveren Gangart.

Letztendlich hat Terzic hier durchaus Positives bewirkt, aber er ist weiterhin gefordert, an der ein oder anderen Stellschraube zu drehen. Das Tagesgeschäft, die Bundesliga, muss nun Priorität genießen und der restliche Saisonverlauf besser gestaltet werden. Wir brauchen zwingend die Qualifikation für die Champions League und mit dem Titel in der Champions League zu planen, wäre da als möglicher Weg doch eher vermessen. Stand heute stehen wir unter Terzic bei 20 Punkten aus 13 Spielen, das ist deutlich von unseren Ansprüchen entfernt. Nun benötigt es wohl mindestens 20 Punkte aus den verbleibenden 10 Partien, bzw. insbesondere Punkte aus den direkten Duellen gegen VW, Frankfurt und Bayer.
Edin Terzic [Trainer] |#3948
11.03.2021 - 20:41 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ist es Absicht das du mich zitiert hast? Ich sehe ehrlich gesagt wenig Zusammenhang mit meinen Worten. Oder sollte es als Ergänzung dienen?

Nur der reine Wille eine neue Spielphilosophie zu wollen, wenn alles ok und im Plan ist, wird niemals für einen Trainerrauswurf beim BVB führen. Erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt mitten in der Saison. Und Entschuldigung für die direkten Worte jetzt, aber wenn man, überspitzt formuliert, wirklich denkt, dass der Trainerrauswurf dadurch begründet ist, dass wir jetzt mal eben in einer heilen Welt Bock auf anderen Fußball haben und eben den Trainer rauswirft, dann reimt man sich Märchen zusammen an das man Zuhause in einer Traumwelt glauben kann und kehrt andere Punkte unters Sofa.
Die Abkehr von Favre bzw. Änderung der Kommunikation/Spielansätze mag selbstverständlich ein Nebenprodukt/eine Folge sein, ist aber sicherlich nicht der ausschlaggebende Punkt der Entlassung zu dem Zeitpunkt.
Im Detail können wir selbstverständlich nur spekulieren, aber wenn Schlüsselspieler bzw. die halbe Mannschaft kein Bock mehr auf Favre und dessen Art/Herangehensweise hat und dementsprechend psychisch und physisch nicht mehr in der Lage ist Leistung zu bringen und das gesamte Mannschaftsgefüge gestört ist, dann ist es logisch, dass man als Nachfolger natürlich eine gewisse Abgrenzung betreibt und eine andere Richtung im Spiel und in der Kommunikation einschlägt.
Die Punkte waren sicherlich auffällig, aber daraus jetzt auf die Grundproblematik der Trainerentlassung zu schließen finde ich arg weit hergeholt, da dieser kausale Zusammenhang nicht mal annähernd existent ist.

Zum spielerischen selbst wollte ich eigentlich nicht viel schreiben, weil es wie du es auch andeutest, schon öfters hoch und runter diskutiert habe. Die spielerischen Mängel und Fehler Terzics habe ich oben im Post auch schon angedeutet und mehrmals hier im Thread niedergeschrieben.
Anmerken will ich aber noch, dass ich bei der Personalsituation und Belastungssituation nach wie vor eine grundlegende Änderung des Spielstils bzw eine Implementierung eines neuen Spielstils für fast unmöglich halte.
Selbst in Topform war es bei Favre oft nötig, dass wir durch "frischen Wind" nachlegen mussten und es spielentscheidend war. Dieser Aspekt geht uns zur Zeit völlig verloren und darüber hinaus gehen wir gerade eigentlich physisch unterlegen in jedes Spiel.
Auch würde ich den Ausfall von Witsel nicht zu niedrig bewerten. Zwar war er oft Buhmann, aber für mich ist er ein wesentlicher Bestandteil der Ballsicherheit und Pressingresistenz unseres Spiels und trägt so auch zur Dominanz bei und kontrolliertem Ballbesitzspiel.
Neben den Fehlern Terzics ist das für mich auch ein Mitgrund warum es dann in der Hinsicht etwas bergab mit dem BVB ging und unser Spiel nicht mehr so kontrolliert war.

Favres Entlassung wurde schon vor der Entscheidung hier und in den Medien diskutiert. Gründe für eine Entlassung haben also einige gesehen, ohne dass es irgendwelche unbekannten internen Vorfälle gegeben haben müsste.


Dem kann ich nicht zustimmen bzw. meine Wahrnehmung war anders. Natürlich gab es gewisse Diskussionen über Favre. Hier im Forum und auch in den Medien. Aber gerade in den Medien (und das Forum halte ich in Bezug auf die Entscheidung nicht mal ansatzweise für relevant) ging es aber fast ausschließlich darum ob Favre langfristig der richtige Mann für den BVB ist. Und nicht um eine direkte Entlassung. Forderungen nach einer Trainerentlassung waren in den Runden so gut wie nicht existent bzw. gar nicht existent. Und besonders nicht Wochen voraus.

Und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat sich sogar kurz vor der Entlassung hier im Forum noch die Meinung gehalten, dass eine Verlängerung des Vertrages nur an Favre hängt. Hätte es derart krasse „Vorahnungen“ gegeben, wäre das wohl nicht verbreitet gewesen.


Wie gesagt. Meine Worte zu einer Trainerentlassung a la „alles top, wir wollen uns nur eben neu ausrichten“ habe ich oben verdeutlicht.
Aber diese Diskussion will ich hier jetzt auch nicht führen und ist in diesem Thread fehl am Platz.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von rm-woogie am 11.03.2021 um 20:53 Uhr bearbeitet
Edin Terzic [Trainer] |#3949
11.03.2021 - 22:45 Uhr
Zitat von derRealDennis


Ah, Tomchen wieder. Ziemlich am Thema vorbei, da du auf meinen Post antwortest.

Ich schreibe, Kritik an fehlender spielerischer Entwicklung in der _Härte_ übertrieben:

Erster Satz von dir spricht eine magere Punkteausbeute an.augen-zuhalten während ich sofort am Anfang genau das schreibe:

"Letzteres (Punkteausbeute) wurde hier ja schon durchgekaut ohne Ende und lässt sich ja ziemlich gut einordnen."



Ich kaue mit dir jetzt bestimmt nicht nochmal durch, dass Entwicklung und Punkteausbeute nicht unbedingt Hand in Hand gehen müssen.

Auch interessant, dass du Statistiken ansprichst, die ich in meinem Post nicht lobe. Sollten das deine Gegenargumente sein? Klar, interessiert auch jeden, ob wir 5 oder 10% mehr oder weniger Torchancen haben oder Ballbesitz. Wer´s braucht....

Und dann kommen Durchhalteparolen?? Man muss jetzt konstant punkten? Ach, echt? Krass, danke für die Info!

Schöner Beitrag. Als Antwort auf meinen völlig nutzlos, aber ok.


Ok ich habe einige deiner Punkte aufgegriffen und um einige erweitert. War dir der Text wieder zu lang?

Mir ist klar, dass du auf die Punkteausbeute als auch auf die statistischen Werte nicht näher eingehen möchtest, da die im Grunde deine Thesen von der Weiterentwicklung widerlegen. Und ka nenn mich altmodisch, aber wenn wir bei dem Kader punkten, wie ein Abstiegskandidat kann der sportliche Verantwortliche schon in der Kritik stehen. Wenn du eine andere Meinung hast, die will ich dir nicht nehmen :P

Auf was baust du deine Argumentation hinsichtlich der Weiterentwicklung denn auf? Dass wir angeblich mehr flanken, schießen, mehr verlagern und durch Zentrum spielen? Subjektive Wahrnehmung oder fundierte Auswertungen? Interessiert es da einen ob wir 5 % mehr Flanken? Na wer es brauch xD Merkst du wie einfach man deinen Diskussionsstil durchführen kann. Das hält nichts stand grins

Wenn ich an das Mainz Spiel denke, denke ich an Ingame Coaching, das zur Folge hatte, dass wir das Zentrum quasi aufgelöst haben. Unsere Stürmer sind aufgrund, der fehlenden Verbindung damals verhungert. Finde ich als Beispiel dann unglücklich gewählt.

Sind es Durchhalteparolen? Es ist die blanke Realität, wo man nun nach 3 Monaten auch nicht mehr nach Favre schreien kann. Aber ich bin eigentlich optimistisch, dass wir gegen Hertha und Köln mit unserem Kader was holen. Dahoud ist in Form, Rapha kommt vielleicht wieder zurück , dazu noch Hazard und Reus wird auch wieder etwas besser...einer von denen wird den schon zu Haaland durchgesteckt bekommen.
Den Fußball den Terzic in der Theorie hier spielen will und vereinzelt auch mal in den Spielen zu sehen ist...dagegen habe ich nichts. Ganz im Gegenteil ich würde ihn sogar sehr begrüßen. Aber wenn du für dieses System nicht den richtigen Fit an Spielern hast und es trotzdem weiter probierst...naja lassen wir das. Es geht zu teilen ja auch schon wieder in die andere Richtung.


Danke für deine Antwort lieber Dennis. Auch wenn du wieder mehr gebissen hast, als du kauen konntest.

•     •     •

Es ist unerträglich, in welchem Maße die Unparteiischen, die nicht auf Wiederholung, Zeitlupen und sogar mathematische Berechnungen zurückgreifen können, öffentlich an den Pranger gestellt werden. Dies kann und sollte künftig verhindert werden« - Karl-Heinz Rummenigge 2014


"Es ist völlig ausgeschlossen, dass alle drei nächstes Jahr nicht für Borussia Dortmund spielen. Das kann ich ausschließen". Hans Joachim Watzke 2016



Edin Terzic [Trainer] |#3950
11.03.2021 - 23:18 Uhr
Zitat von rm-woogie
Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von mba123

Zitat von rm-woogie

Zitat von TheInternational

Es ist und bleibt in jedem Fall total kritikwürdig das man jemanden ohne Erfahrung als Chef-Trainer in der damaligen Situation ans Ruder gelassen hat. Dafür war die Chance mit Favre die CL Plätze zu erreichen einfach noch zu realistisch und keine sofortige ernsthafte Alternative greifbar. Die Begründung "Emotionalität" und die Tatsache das Terzic für die Entwicklung als Teil des Trainerteams mitverantwortlich war tat dabei noch ihr übriges. Viel zu hohes Gefahrenpotential bei dem was auf dem Spiel stand/steht.


Sry, dass ich mir nur ein paar Punkte herausgreife. Aber vieles kann ich nachvollziehen bzw sehe ich genauso, deswegen lasse ich einiges weg.

Das man in der Situation auf einen unerfahrerenen Mann gesetzt hat, sehe ich genauso kritisch. Dortmund ist kein kleines Unternehmen und die Situation war kompliziert und angespannt, da ist es schon sehr mutig bzw. leichtsinnig die sportliche Führung in derart unerfahrene Hände zu geben. Und die Folge hat man ja in einigen Spielen zweifeslfrei gesehen.
Das man Favre allerdings leichtsinnig vom Stuhl geworfen hat glaube ich nicht. Dafür ist der BVB bzw. Zorc/Watzke nicht bekannt. Da kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Platzierungsabfall auf Platz 5 nicht der ausschlaggebende Punkt waren, dass man die CL-Qualifikation gefährdet gesehen hat. Neben dem spielerischen Kompletteinbruch waren die Zeichen aus der Mannschaft danach zu eindeutig um von einem "weiter so" ausgehen zu können.
Da halte ich es für ausgeschlossen, dass das alleinige sportliche Abfallen, wohlgemerkt unter relativ guten Bedingungen, der einzige Grund gewesen ist. Da werden im Punkt Mannschaftsführung/Team usw. einiges im Argen gewesen sein. Sonst wäre man den Schritt nicht gegangen. Und erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt.
Von dem Gedanken dass es so einfach mit Favre weitergelaufen wäre, kann man sich eigentlich getrost verabschieden und es gab auch keinerlei Anzeichen dafür, dass er Lösungen hatte das Ruder rumzureißen.
Weder in der Mannschaftsführung noch im sportlichen Bereich. Da hatte er 2,5 Jahre Zeit zu und Lösungen wie das Jahr zuvor mit einem neuen System Akzente zu setzen waren ausgeschöpft und externe Reizpunkte zu setzen (Haaland/Can) waren auch nicht möglich.
Eigentlich gab es keinerlei Anzeichen und Gründe dafür, dass Favre die Probleme auf all den Ebenen lösen kann. Gerade weil er eben auch maßgeblichen Einfluss auf die Ursachen hat.

Zitat von TheInternational

Von den Ergebnissen her ist es durchwachsen, aber da konnte man doch wirklich auch nichts anderes erwarten wenn man die ganze Saison verfolgt hat. Die Mannschaft musste nicht vom Trainer "erlöst" werden wie die Bayern von Kovac. Völlig andere Nummer, daher auch kein echter Trainerwechsel-Effekt sichtbar.


Glaubst du das in der Phase überhaupt ein wirklich signifikanter Trainerwechseleffekt möglich war? Also nicht auf das Team bezogen, sondern generell?
Wir befanden uns dort gerade in der 4ten englischer Woche in Folge. Personell war es schon etwas dünn und wurde dann noch dünner während die intensive Belastung dann mit 3 Spielen in 7 Tagen weiter ging.
Es wurde in der Zeit nicht ein einziges Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert und die Mannschaft begann dort wirlich die Belastung der intensiven Wochen zu spüren.
Wo soll da ein merklicher Effekt enstehen? Also generell und dann erst recht mit einer internen Besetzung.
In dieser Belastungsphase wird man nicht groß psychische Effekte auslösen können oder "Kräfte" freisetzen können. Da ging es nur noch um Regeneration und erfolgreiches bestehen der Spiele.

Allgemein hatte ich auch den Eindruck das alle Trainerwechsel zu der Zeit mehr oder weniger verpufft sind.
Dass es dann in der Folge schon Effekte gab, sehe ich schon wenn ich die Mannschaft betrachte.

Aber leider bringt das nichts, wenn man spielerisch so dürftige Leistungen gezeigt hat bzw. Terzic falsche spielerische Lösungsansätze und Herangehensweisen gewählt hat (womit wir wieder beim Thema Unerfahrenheit wären).

Für mich klang es so, dass unsere Verantwortlichen und Spieler einen aggressiveren, temporeicheren Fußball wollten. Die Interviews, die Kritik an Favre, Terzics Worte als neuer Cheftrainer, all dies fiel in diese Kerbe.
Genau wie einige hier im Forum, wurde in einer anderen Spielphilosophie der Schlüssel zu einem erfolgreicheren Fußball gesehen, denke ich.

Mir fällt es schwer zu sehen, was Terzic von den Vorstellungen bei seiner Beförderung umgesetzt hat.
Ich meine, @BVBBC hatte darlegt, dass vom versprochenen Pressing kaum etwas zu sehen ist. Zuletzt war die Herangehensweise sogar extrem passiv, meiner Meinung nach.
Auch sorgt die höhere Vertikalität unter Terzic eher für schnelle Ballverluste anstatt die Torgefährlichkeit zu erhöhen, finde ich.

Bezüglich der Spielanlage sehe ich bisher wenig Positives. Es kann zwar gut sein, dass das mit einer Sommervorbereitung besser aussähe, aber für mich klang das so, als sollte das auch schon in dieser Saison relativ schnell nach "Powerfußball" aussehen.

Positiv finde ich bisher einige Personalentscheidungen. Beispielsweise passt das Dreierzentrum Delaney, Bellingham und Dahoud zu der Spielweise mit vielen Ballverlusten und intensivem Arbeiten gegen den Ball.
Auch Sancho auf Guerreiros Seite zu ziehen, fand ich gut. So ist Sancho dadurch weniger isoliert.
Reus aus dem Zentrum zu nehmen, hat vor allem defensiv etwas gebracht, wenn Delaney, Bellingham und Dahoud die zuvor großen Lücken im Zentrum schlossen. Der spielerische Zuwachs, beispielsweise wenn statt Reus Brandt oder Reyna ins Zentrum rückten, blieb bisher aus.

Unsere Spielanlage wirkt bisher sehr ernüchternd auf mich. Ich erkenne darin nichts besonders Positives.
Passend finde ich aber, wie Terzic das Personal auf seine Spielweise angepasst hat. Auch die Spielanpassungen in den Aufstellungen stimmen, denke ich. Entwicklungspotenzial ist sicherlich vorhanden.


Ist es Absicht das du mich zitiert hast? Ich sehe ehrlich gesagt wenig Zusammenhang mit meinen Worten. Oder sollte es als Ergänzung dienen?

Nur der reine Wille eine neue Spielphilosophie zu wollen, wenn alles ok und im Plan ist, wird niemals für einen Trainerrauswurf beim BVB führen. Erst Recht nicht zu dem Zeitpunkt mitten in der Saison. Und Entschuldigung für die direkten Worte jetzt, aber wenn man, überspitzt formuliert, wirklich denkt, dass der Trainerrauswurf dadurch begründet ist, dass wir jetzt mal eben in einer heilen Welt Bock auf anderen Fußball haben und eben den Trainer rauswirft, dann reimt man sich Märchen zusammen an das man Zuhause in einer Traumwelt glauben kann und kehrt andere Punkte unters Sofa.
Die Abkehr von Favre bzw. Änderung der Kommunikation/Spielansätze mag selbstverständlich ein Nebenprodukt/eine Folge sein, ist aber sicherlich nicht der ausschlaggebende Punkt der Entlassung zu dem Zeitpunkt.
Im Detail können wir selbstverständlich nur spekulieren, aber wenn Schlüsselspieler bzw. die halbe Mannschaft kein Bock mehr auf Favre und dessen Art/Herangehensweise hat und dementsprechend psychisch und physisch nicht mehr in der Lage ist Leistung zu bringen und das gesamte Mannschaftsgefüge gestört ist, dann ist es logisch, dass man als Nachfolger natürlich eine gewisse Abgrenzung betreibt und eine andere Richtung im Spiel und in der Kommunikation einschlägt.
Die Punkte waren sicherlich auffällig, aber daraus jetzt auf die Grundproblematik der Trainerentlassung zu schließen finde ich arg weit hergeholt, da dieser kausale Zusammenhang nicht mal annähernd existent ist.

Zum spielerischen selbst wollte ich eigentlich nicht viel schreiben, weil es wie du es auch andeutest, schon öfters hoch und runter diskutiert habe. Die spielerischen Mängel und Fehler Terzics habe ich oben im Post auch schon angedeutet und mehrmals hier im Thread niedergeschrieben.
Anmerken will ich aber noch, dass ich bei der Personalsituation und Belastungssituation nach wie vor eine grundlegende Änderung des Spielstils bzw eine Implementierung eines neuen Spielstils für fast unmöglich halte.
Selbst in Topform war es bei Favre oft nötig, dass wir durch "frischen Wind" nachlegen mussten und es spielentscheidend war. Dieser Aspekt geht uns zur Zeit völlig verloren und darüber hinaus gehen wir gerade eigentlich physisch unterlegen in jedes Spiel.
Auch würde ich den Ausfall von Witsel nicht zu niedrig bewerten. Zwar war er oft Buhmann, aber für mich ist er ein wesentlicher Bestandteil der Ballsicherheit und Pressingresistenz unseres Spiels und trägt so auch zur Dominanz bei und kontrolliertem Ballbesitzspiel.
Neben den Fehlern Terzics ist das für mich auch ein Mitgrund warum es dann in der Hinsicht etwas bergab mit dem BVB ging und unser Spiel nicht mehr so kontrolliert war.

Favres Entlassung wurde schon vor der Entscheidung hier und in den Medien diskutiert. Gründe für eine Entlassung haben also einige gesehen, ohne dass es irgendwelche unbekannten internen Vorfälle gegeben haben müsste.


Dem kann ich nicht zustimmen bzw. meine Wahrnehmung war anders. Natürlich gab es gewisse Diskussionen über Favre. Hier im Forum und auch in den Medien. Aber gerade in den Medien (und das Forum halte ich in Bezug auf die Entscheidung nicht mal ansatzweise für relevant) ging es aber fast ausschließlich darum ob Favre langfristig der richtige Mann für den BVB ist. Und nicht um eine direkte Entlassung. Forderungen nach einer Trainerentlassung waren in den Runden so gut wie nicht existent bzw. gar nicht existent. Und besonders nicht Wochen voraus.

Und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat sich sogar kurz vor der Entlassung hier im Forum noch die Meinung gehalten, dass eine Verlängerung des Vertrages nur an Favre hängt. Hätte es derart krasse „Vorahnungen“ gegeben, wäre das wohl nicht verbreitet gewesen.


Wie gesagt. Meine Worte zu einer Trainerentlassung a la „alles top, wir wollen uns nur eben neu ausrichten“ habe ich oben verdeutlicht.
Aber diese Diskussion will ich hier jetzt auch nicht führen und ist in diesem Thread fehl am Platz.


Also da täuscht dicg deine Erinnerung aber. Favre war bereits ein Jahr vorher praktisch weg, als er dann sein Endspiel in Berlin gewann und es danach etwas aufwärts ging. Aber quasi ab da war Favre praktisch ständig in der Kritik. Selbst wenn die Ergebnisse stimmten wurde in der Presse und im TV die Art unseres Fussballs kritisiert. Die meisten Experten waren sich einig das mit dieser Mannschaft besserer Fussball möglich sein müsste.

Wenns dann mal ne Niederlage gab, war praktisch direkt die gesamte Woche ne Favre Diskussion am laufen. Als die Ergebnisse dann länger schwankte war es ne Dauer Diskussion. Als er dann entlassen wurde war das eigentlich keine Überraschung. Weder für die Presse noch für mich als Fan.

Und ne Verlängerung war quasi auch schon ewig nicht mehr Thema. Bereits vor dieser Saison waren sich eigentlich alle einig das es Favre letzte Saison ist wenn nicht absolute Wunder Dinge passieren. Es gab ja auch vor der Entlassung schon viele Gerüchte rund u. Rose bzw Marsch.

Also ich weiß nicht in welcher Bubble du die letzten 1,5 Jahre warst. Aber bei Favre gings definitiv praktisch nur noch drum wann er geht und nicht ob...
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