Die Kurve
04.04.2013 - 17:27 Uhr
Enttäuschend ist einfach das niedrige Niveau eines Großteil der aktiven Fanszene.
Wenig Stil, nichts Geistreiches in den Aktionen.
Man hätte beispielsweise Pauli nach der Nummer aus dem letzten Jahr den Spiegel vorhalten und diese der Scheinheiligkeit überführen können...
Und Böller, Raketen, Leuchtspur... im eigenen Stadion und auswärts auf den Rasen oder in Richtung von Familienblöcken? Das war armselig.
Kann mir mal jemand erklären, warum man nicht mitgemacht hat bei der Aktion mit den Schokotalern?
Man müsste wieder einen drauf setzen.
Die Prügeleien mit Ordnern und die Eskalation haben wahrscheinlich ganz andere Hintergründe, die nie richtig aufgearbeitet werden.
Sind das wirklich Südgänger oder welche aus Block 8/9, die nicht mehr drauf haben als den Schiedsrichter als ... zu bezeichnen und dafür zu sorgen, dass man permanent aufstehen muss, obwohl das Spiel auf dem Rasen selten bis nie Grund zur Ekstase bietet?
Auswärts fühle ich mich schon lange so deplatziert, dass ich lieber abseits sitze, wenn ich überhaupt noch fahre.
Die Fanszene verspielt ihren Ruf und es scheint ihr egal.
Wenig Stil, nichts Geistreiches in den Aktionen.
Man hätte beispielsweise Pauli nach der Nummer aus dem letzten Jahr den Spiegel vorhalten und diese der Scheinheiligkeit überführen können...
Und Böller, Raketen, Leuchtspur... im eigenen Stadion und auswärts auf den Rasen oder in Richtung von Familienblöcken? Das war armselig.
Kann mir mal jemand erklären, warum man nicht mitgemacht hat bei der Aktion mit den Schokotalern?
Man müsste wieder einen drauf setzen.
Die Prügeleien mit Ordnern und die Eskalation haben wahrscheinlich ganz andere Hintergründe, die nie richtig aufgearbeitet werden.
Sind das wirklich Südgänger oder welche aus Block 8/9, die nicht mehr drauf haben als den Schiedsrichter als ... zu bezeichnen und dafür zu sorgen, dass man permanent aufstehen muss, obwohl das Spiel auf dem Rasen selten bis nie Grund zur Ekstase bietet?
Auswärts fühle ich mich schon lange so deplatziert, dass ich lieber abseits sitze, wenn ich überhaupt noch fahre.
Die Fanszene verspielt ihren Ruf und es scheint ihr egal.
Hab mir mittlerweile von mehreren Seiten Infos geholt, sowohl Polizei als auch Fans. Die Eskalation geht natürlich immer von den Anderen aus. (
)
Ich werde jetzt keine Interna preisgeben, aber für mich ist die Sache ziemlich deutliches Versagen der Kinderstube seitens der "Fans". Eigentlich kann man die so gar nicht bezeichnen, sind ja mehr auf Zoff aus als auf Fußball.
Kurzsachverhalt: Es wurden einige stark unter BTM stehende Leute nicht rein gelassen und einige, die drin waren, wollten das nicht zulassen und haben sich durchgeboxt. => Eskalation. Als die Lage sich entspannt hatte, ging alles normal weiter.
In dem Zuge wurden meine Leute von den eigenen Fans angegriffen (zum Glück waren die so breit, dass deren kognitive Fähigkeiten gegen Null gingen). Für mich hat das aber zum Anlass, dass die sich alle gepflegt aus den Kurven verpissen können, bevor ich da wieder einen Schritt rein setze, außer ich muss da dienstlich hin.
Und was die Süd und allgemeine Stimmung im Block angeht. Ich supporte gerne, wenn ich da bin. Früher war ich nach fast jedem Spiel heiser. Aber diese ewigen Hass- und Schmähgesänge gehen mir am Allerwertesten vorbei. Da mache ich nicht mit.
Mittlerweile fahre ich lieber in umliegende Stadien und schaue mir diese Spiele an, weil mich diese Fanproblematik noch mehr ankotzt als die sportliche Leistung. Bei RWE bin ich ja eh oft.
) Ich werde jetzt keine Interna preisgeben, aber für mich ist die Sache ziemlich deutliches Versagen der Kinderstube seitens der "Fans". Eigentlich kann man die so gar nicht bezeichnen, sind ja mehr auf Zoff aus als auf Fußball.
Kurzsachverhalt: Es wurden einige stark unter BTM stehende Leute nicht rein gelassen und einige, die drin waren, wollten das nicht zulassen und haben sich durchgeboxt. => Eskalation. Als die Lage sich entspannt hatte, ging alles normal weiter.
In dem Zuge wurden meine Leute von den eigenen Fans angegriffen (zum Glück waren die so breit, dass deren kognitive Fähigkeiten gegen Null gingen). Für mich hat das aber zum Anlass, dass die sich alle gepflegt aus den Kurven verpissen können, bevor ich da wieder einen Schritt rein setze, außer ich muss da dienstlich hin.
Und was die Süd und allgemeine Stimmung im Block angeht. Ich supporte gerne, wenn ich da bin. Früher war ich nach fast jedem Spiel heiser. Aber diese ewigen Hass- und Schmähgesänge gehen mir am Allerwertesten vorbei. Da mache ich nicht mit.
Mittlerweile fahre ich lieber in umliegende Stadien und schaue mir diese Spiele an, weil mich diese Fanproblematik noch mehr ankotzt als die sportliche Leistung. Bei RWE bin ich ja eh oft.
Auch wenn ich ungern einen Meinungsbeitrag der Bild poste, trifft er gut den Kern:
https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/nachgehakt-darum-kann-ich-die-kurve-nicht-ernst-nehmen-86472202.bildMobile.html
Sicher, eine Lösung kann auch der Allwissende Herr Draxler nicht präsentieren, dennoch muss ich ihm zustimmen. Die Fanszenen schafft ihren Einfluss so nach und nach ab, wodurch sich die Vereine immer mehr von der Basis entfernen (müssen).
https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/nachgehakt-darum-kann-ich-die-kurve-nicht-ernst-nehmen-86472202.bildMobile.html
Sicher, eine Lösung kann auch der Allwissende Herr Draxler nicht präsentieren, dennoch muss ich ihm zustimmen. Die Fanszenen schafft ihren Einfluss so nach und nach ab, wodurch sich die Vereine immer mehr von der Basis entfernen (müssen).
Zitat von BennySweden
Auch wenn ich ungern einen Meinungsbeitrag der Bild poste, trifft er gut den Kern:
https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/nachgehakt-darum-kann-ich-die-kurve-nicht-ernst-nehmen-86472202.bildMobile.html
Sicher, eine Lösung kann auch der Allwissende Herr Draxler nicht präsentieren, dennoch muss ich ihm zustimmen. Die Fanszenen schafft ihren Einfluss so nach und nach ab, wodurch sich die Vereine immer mehr von der Basis entfernen (müssen).
Auch wenn ich ungern einen Meinungsbeitrag der Bild poste, trifft er gut den Kern:
https://m.bild.de/sport/fussball/fussball/nachgehakt-darum-kann-ich-die-kurve-nicht-ernst-nehmen-86472202.bildMobile.html
Sicher, eine Lösung kann auch der Allwissende Herr Draxler nicht präsentieren, dennoch muss ich ihm zustimmen. Die Fanszenen schafft ihren Einfluss so nach und nach ab, wodurch sich die Vereine immer mehr von der Basis entfernen (müssen).
Finde ich tatsächlich nicht. Eine absolute Darstellung - wie auch sonst bei der Bild.
Viele Fanszenen haben eine funktionierende Selbstreinigung- nicht alle, aber doch so einige.
Hier zeigt sich meiner Meinung nach eher der Bärendienst, den unsere Fanszene hier den Szenen Deutschlandweit geleistet hat.
Das es anderes geht, haben alle anderen Szenen am vergangenen Wochenende gezeigt.
Den Dialog einzustellen halte ich an der Stelle für eher nicht zielführend und auch das Beispiel der Frankfurt Fans ist in dem Fall doch eher unpassend.
Zitat von dudley
Hab mir mittlerweile von mehreren Seiten Infos geholt, sowohl Polizei als auch Fans. Die Eskalation geht natürlich immer von den Anderen aus. (
)
Ich werde jetzt keine Interna preisgeben, aber für mich ist die Sache ziemlich deutliches Versagen der Kinderstube seitens der "Fans". Eigentlich kann man die so gar nicht bezeichnen, sind ja mehr auf Zoff aus als auf Fußball.
Kurzsachverhalt: Es wurden einige stark unter BTM stehende Leute nicht rein gelassen und einige, die drin waren, wollten das nicht zulassen und haben sich durchgeboxt. => Eskalation. Als die Lage sich entspannt hatte, ging alles normal weiter.
In dem Zuge wurden meine Leute von den eigenen Fans angegriffen (zum Glück waren die so breit, dass deren kognitive Fähigkeiten gegen Null gingen). Für mich hat das aber zum Anlass, dass die sich alle gepflegt aus den Kurven verpissen können, bevor ich da wieder einen Schritt rein setze, außer ich muss da dienstlich hin.
Und was die Süd und allgemeine Stimmung im Block angeht. Ich supporte gerne, wenn ich da bin. Früher war ich nach fast jedem Spiel heiser. Aber diese ewigen Hass- und Schmähgesänge gehen mir am Allerwertesten vorbei. Da mache ich nicht mit.
Mittlerweile fahre ich lieber in umliegende Stadien und schaue mir diese Spiele an, weil mich diese Fanproblematik noch mehr ankotzt als die sportliche Leistung. Bei RWE bin ich ja eh oft.
Hab mir mittlerweile von mehreren Seiten Infos geholt, sowohl Polizei als auch Fans. Die Eskalation geht natürlich immer von den Anderen aus. (
) Ich werde jetzt keine Interna preisgeben, aber für mich ist die Sache ziemlich deutliches Versagen der Kinderstube seitens der "Fans". Eigentlich kann man die so gar nicht bezeichnen, sind ja mehr auf Zoff aus als auf Fußball.
Kurzsachverhalt: Es wurden einige stark unter BTM stehende Leute nicht rein gelassen und einige, die drin waren, wollten das nicht zulassen und haben sich durchgeboxt. => Eskalation. Als die Lage sich entspannt hatte, ging alles normal weiter.
In dem Zuge wurden meine Leute von den eigenen Fans angegriffen (zum Glück waren die so breit, dass deren kognitive Fähigkeiten gegen Null gingen). Für mich hat das aber zum Anlass, dass die sich alle gepflegt aus den Kurven verpissen können, bevor ich da wieder einen Schritt rein setze, außer ich muss da dienstlich hin.
Und was die Süd und allgemeine Stimmung im Block angeht. Ich supporte gerne, wenn ich da bin. Früher war ich nach fast jedem Spiel heiser. Aber diese ewigen Hass- und Schmähgesänge gehen mir am Allerwertesten vorbei. Da mache ich nicht mit.
Mittlerweile fahre ich lieber in umliegende Stadien und schaue mir diese Spiele an, weil mich diese Fanproblematik noch mehr ankotzt als die sportliche Leistung. Bei RWE bin ich ja eh oft.
Naja, es war zu erwarten, dass da nicht grundlos Eskalation war. Sofern die Polizei nicht per Reizgas und Knüppel in einen Block mit Unbeteiligten Eskalieren, sehe ich gegen die direkten Verursacher auch kein Problem daran.
Mir ist auch diese "Scheiss St. Pauli", "ACAB" usw zu dumm.
Da setze ich beim Fangesang und Support immer aus, dafür gibts keine Zustimmung durch mich.
Positiver Support der eigenen Mannschaft gibts immer, selbst wenn man sich auf der Tribüne leise ärgert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Keule93 am 20.12.2023 um 10:25 Uhr bearbeitet
"Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind."
Ich bin ehrlich an dem Punkt, wo ich sage, dass es so nicht weitergehen darf. Man schämt sich mittlerweile, Fan von Hansa Rostock zu sein und das liegt nicht am Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft. Ich glaube 98% der Hansafans würden Hansa die Stange halten, wenn man in die Regionalliga absteigen würde oder nochmal ganz unten anfangen müsste. Nein, man schämt sich, weil der Begriff "Hansafan" inzwischen in ganz Deutschland assoziiert wird mit "gewaltbereit, rechts, kriminell". Ich bin vor 15 Jahren aus dem beschaulichen M-V gen Westen gezogen und kann mich noch erinnern, dass es diese Vorurteile damals schon ganz leicht und vereinzelt gab und ich sehr überrascht davon war, dass eine verhältnismäßig so kleine Gruppe in unserer Fanszene für diese Außendarstellung aller sorgt. Heutzutage kann ich es verstehen: die Dummen sind halt auch immer die Lautesten und persönlich kann ich auch gut nachvollziehen, dass man im direkten Kontakt mit diesem Mob nicht zwingend die Zivilcourage aufbringt, da einzuschreiten. Ich persönlich habe ja schon vor ca. einem Jahr meine Story geteilt, als meine südamerikanische Freundin mit einem Becher Bier beworfen worden ist und der Feigling sofort weggerannt ist. Ich weiß aus Berichten von Freunden und Bekannten, dass dies kein Einzelfall war und verbunden mit den heftigen Strafen, die der Verein immer wieder für diese Schwachmaten zahlen muss ist mittlerweile die Grenze erreicht, wo man aus meiner Sicht mal einen konstruktiven Dialog führen sollte, wie man dieses Problem angehen kann.
Dazu habe ich direkt mal einige Fragen, weil ich weder im Sicherheits-/Ordnerprozess noch in der organisierten Fanszene wirklich Kompetenzen habe:
a) es wird immer davon gesprochen, dass unsere Ultras den Verein ziemlich im Griff hätten und eine umfängliche Rückendeckung gewährt wird. Ist dem so? Soweit ich weiß gibt es lediglich einen Sitz im Aufsichtsrat für einen Vertreter der Fanszene, was ich nicht unüblich finde und was ja nun auch keinen großen Anteil ausmacht.
b) aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Durchsuchung am Eingang wahnsinnig lax und bestenfalls oberflächlich ist. Bisher war ich einmal auf der Süd und wurde damals überhaupt nicht kontrolliert, aber aus einem Ereignis möchte ich jetzt keine dauerhaften Schlüsse ableiten. Die mangelhafte Kontrolle hat sicherlich auch mit der Infrastruktur und zeitlichen Anforderungen zu tun, aber gibt es noch andere Gründe, warum hier so gar nicht eingegriffen wird?
Ansatzpunkt für mich wäre im ersten Schritt ein offener Brief der mehrheitlich leisen Fans an den Verein, dass dieses Verhalten nicht mehr geduldet und schon gar nicht für gut befunden wird. Aus meiner Sicht müssen sowohl der Verein (tiefgründige Kontrollen, deutliche Strafen bei Zuwiderhandlung, evtl. personalisierte Tickets?) als auch wir Fans (deutliches Pfeifen bei Schmähgesängen und gemeinsame Zivilcourage) zukünftig deutlich dagegen vorgehen, damit auch die letzten Hinterwäldler merken, dass ihr Verhalten nicht für die Werte von Hansa steht.
Ich finde, es ist an der Zeit, dass die stille Mehrheit in dieser Thematik wach und aktiv wird. Ja, ich mag den lautstarken Support, der auch Auswärtsspiele immer mal wieder in eine Heimatmosphäre verwandelt. Aber ich würde jederzeit eine gemäßigtere, leisere Fanszene vorziehen, wenn es weniger Gewalt, weniger Hass und weniger Strafen für unseren Verein bedeutet.
Ich bin ehrlich an dem Punkt, wo ich sage, dass es so nicht weitergehen darf. Man schämt sich mittlerweile, Fan von Hansa Rostock zu sein und das liegt nicht am Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft. Ich glaube 98% der Hansafans würden Hansa die Stange halten, wenn man in die Regionalliga absteigen würde oder nochmal ganz unten anfangen müsste. Nein, man schämt sich, weil der Begriff "Hansafan" inzwischen in ganz Deutschland assoziiert wird mit "gewaltbereit, rechts, kriminell". Ich bin vor 15 Jahren aus dem beschaulichen M-V gen Westen gezogen und kann mich noch erinnern, dass es diese Vorurteile damals schon ganz leicht und vereinzelt gab und ich sehr überrascht davon war, dass eine verhältnismäßig so kleine Gruppe in unserer Fanszene für diese Außendarstellung aller sorgt. Heutzutage kann ich es verstehen: die Dummen sind halt auch immer die Lautesten und persönlich kann ich auch gut nachvollziehen, dass man im direkten Kontakt mit diesem Mob nicht zwingend die Zivilcourage aufbringt, da einzuschreiten. Ich persönlich habe ja schon vor ca. einem Jahr meine Story geteilt, als meine südamerikanische Freundin mit einem Becher Bier beworfen worden ist und der Feigling sofort weggerannt ist. Ich weiß aus Berichten von Freunden und Bekannten, dass dies kein Einzelfall war und verbunden mit den heftigen Strafen, die der Verein immer wieder für diese Schwachmaten zahlen muss ist mittlerweile die Grenze erreicht, wo man aus meiner Sicht mal einen konstruktiven Dialog führen sollte, wie man dieses Problem angehen kann.
Dazu habe ich direkt mal einige Fragen, weil ich weder im Sicherheits-/Ordnerprozess noch in der organisierten Fanszene wirklich Kompetenzen habe:
a) es wird immer davon gesprochen, dass unsere Ultras den Verein ziemlich im Griff hätten und eine umfängliche Rückendeckung gewährt wird. Ist dem so? Soweit ich weiß gibt es lediglich einen Sitz im Aufsichtsrat für einen Vertreter der Fanszene, was ich nicht unüblich finde und was ja nun auch keinen großen Anteil ausmacht.
b) aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Durchsuchung am Eingang wahnsinnig lax und bestenfalls oberflächlich ist. Bisher war ich einmal auf der Süd und wurde damals überhaupt nicht kontrolliert, aber aus einem Ereignis möchte ich jetzt keine dauerhaften Schlüsse ableiten. Die mangelhafte Kontrolle hat sicherlich auch mit der Infrastruktur und zeitlichen Anforderungen zu tun, aber gibt es noch andere Gründe, warum hier so gar nicht eingegriffen wird?
Ansatzpunkt für mich wäre im ersten Schritt ein offener Brief der mehrheitlich leisen Fans an den Verein, dass dieses Verhalten nicht mehr geduldet und schon gar nicht für gut befunden wird. Aus meiner Sicht müssen sowohl der Verein (tiefgründige Kontrollen, deutliche Strafen bei Zuwiderhandlung, evtl. personalisierte Tickets?) als auch wir Fans (deutliches Pfeifen bei Schmähgesängen und gemeinsame Zivilcourage) zukünftig deutlich dagegen vorgehen, damit auch die letzten Hinterwäldler merken, dass ihr Verhalten nicht für die Werte von Hansa steht.
Ich finde, es ist an der Zeit, dass die stille Mehrheit in dieser Thematik wach und aktiv wird. Ja, ich mag den lautstarken Support, der auch Auswärtsspiele immer mal wieder in eine Heimatmosphäre verwandelt. Aber ich würde jederzeit eine gemäßigtere, leisere Fanszene vorziehen, wenn es weniger Gewalt, weniger Hass und weniger Strafen für unseren Verein bedeutet.
Zitat von Blue_Lightning
"Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind."
Ich bin ehrlich an dem Punkt, wo ich sage, dass es so nicht weitergehen darf. Man schämt sich mittlerweile, Fan von Hansa Rostock zu sein und das liegt nicht am Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft. Ich glaube 98% der Hansafans würden Hansa die Stange halten, wenn man in die Regionalliga absteigen würde oder nochmal ganz unten anfangen müsste. Nein, man schämt sich, weil der Begriff "Hansafan" inzwischen in ganz Deutschland assoziiert wird mit "gewaltbereit, rechts, kriminell". Ich bin vor 15 Jahren aus dem beschaulichen M-V gen Westen gezogen und kann mich noch erinnern, dass es diese Vorurteile damals schon ganz leicht und vereinzelt gab und ich sehr überrascht davon war, dass eine verhältnismäßig so kleine Gruppe in unserer Fanszene für diese Außendarstellung aller sorgt. Heutzutage kann ich es verstehen: die Dummen sind halt auch immer die Lautesten und persönlich kann ich auch gut nachvollziehen, dass man im direkten Kontakt mit diesem Mob nicht zwingend die Zivilcourage aufbringt, da einzuschreiten. Ich persönlich habe ja schon vor ca. einem Jahr meine Story geteilt, als meine südamerikanische Freundin mit einem Becher Bier beworfen worden ist und der Feigling sofort weggerannt ist. Ich weiß aus Berichten von Freunden und Bekannten, dass dies kein Einzelfall war und verbunden mit den heftigen Strafen, die der Verein immer wieder für diese Schwachmaten zahlen muss ist mittlerweile die Grenze erreicht, wo man aus meiner Sicht mal einen konstruktiven Dialog führen sollte, wie man dieses Problem angehen kann.
Dazu habe ich direkt mal einige Fragen, weil ich weder im Sicherheits-/Ordnerprozess noch in der organisierten Fanszene wirklich Kompetenzen habe:
a) es wird immer davon gesprochen, dass unsere Ultras den Verein ziemlich im Griff hätten und eine umfängliche Rückendeckung gewährt wird. Ist dem so? Soweit ich weiß gibt es lediglich einen Sitz im Aufsichtsrat für einen Vertreter der Fanszene, was ich nicht unüblich finde und was ja nun auch keinen großen Anteil ausmacht.
b) aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Durchsuchung am Eingang wahnsinnig lax und bestenfalls oberflächlich ist. Bisher war ich einmal auf der Süd und wurde damals überhaupt nicht kontrolliert, aber aus einem Ereignis möchte ich jetzt keine dauerhaften Schlüsse ableiten. Die mangelhafte Kontrolle hat sicherlich auch mit der Infrastruktur und zeitlichen Anforderungen zu tun, aber gibt es noch andere Gründe, warum hier so gar nicht eingegriffen wird?
Ansatzpunkt für mich wäre im ersten Schritt ein offener Brief der mehrheitlich leisen Fans an den Verein, dass dieses Verhalten nicht mehr geduldet und schon gar nicht für gut befunden wird. Aus meiner Sicht müssen sowohl der Verein (tiefgründige Kontrollen, deutliche Strafen bei Zuwiderhandlung, evtl. personalisierte Tickets?) als auch wir Fans (deutliches Pfeifen bei Schmähgesängen und gemeinsame Zivilcourage) zukünftig deutlich dagegen vorgehen, damit auch die letzten Hinterwäldler merken, dass ihr Verhalten nicht für die Werte von Hansa steht.
Ich finde, es ist an der Zeit, dass die stille Mehrheit in dieser Thematik wach und aktiv wird. Ja, ich mag den lautstarken Support, der auch Auswärtsspiele immer mal wieder in eine Heimatmosphäre verwandelt. Aber ich würde jederzeit eine gemäßigtere, leisere Fanszene vorziehen, wenn es weniger Gewalt, weniger Hass und weniger Strafen für unseren Verein bedeutet.
"Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind."
Ich bin ehrlich an dem Punkt, wo ich sage, dass es so nicht weitergehen darf. Man schämt sich mittlerweile, Fan von Hansa Rostock zu sein und das liegt nicht am Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft. Ich glaube 98% der Hansafans würden Hansa die Stange halten, wenn man in die Regionalliga absteigen würde oder nochmal ganz unten anfangen müsste. Nein, man schämt sich, weil der Begriff "Hansafan" inzwischen in ganz Deutschland assoziiert wird mit "gewaltbereit, rechts, kriminell". Ich bin vor 15 Jahren aus dem beschaulichen M-V gen Westen gezogen und kann mich noch erinnern, dass es diese Vorurteile damals schon ganz leicht und vereinzelt gab und ich sehr überrascht davon war, dass eine verhältnismäßig so kleine Gruppe in unserer Fanszene für diese Außendarstellung aller sorgt. Heutzutage kann ich es verstehen: die Dummen sind halt auch immer die Lautesten und persönlich kann ich auch gut nachvollziehen, dass man im direkten Kontakt mit diesem Mob nicht zwingend die Zivilcourage aufbringt, da einzuschreiten. Ich persönlich habe ja schon vor ca. einem Jahr meine Story geteilt, als meine südamerikanische Freundin mit einem Becher Bier beworfen worden ist und der Feigling sofort weggerannt ist. Ich weiß aus Berichten von Freunden und Bekannten, dass dies kein Einzelfall war und verbunden mit den heftigen Strafen, die der Verein immer wieder für diese Schwachmaten zahlen muss ist mittlerweile die Grenze erreicht, wo man aus meiner Sicht mal einen konstruktiven Dialog führen sollte, wie man dieses Problem angehen kann.
Dazu habe ich direkt mal einige Fragen, weil ich weder im Sicherheits-/Ordnerprozess noch in der organisierten Fanszene wirklich Kompetenzen habe:
a) es wird immer davon gesprochen, dass unsere Ultras den Verein ziemlich im Griff hätten und eine umfängliche Rückendeckung gewährt wird. Ist dem so? Soweit ich weiß gibt es lediglich einen Sitz im Aufsichtsrat für einen Vertreter der Fanszene, was ich nicht unüblich finde und was ja nun auch keinen großen Anteil ausmacht.
b) aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Durchsuchung am Eingang wahnsinnig lax und bestenfalls oberflächlich ist. Bisher war ich einmal auf der Süd und wurde damals überhaupt nicht kontrolliert, aber aus einem Ereignis möchte ich jetzt keine dauerhaften Schlüsse ableiten. Die mangelhafte Kontrolle hat sicherlich auch mit der Infrastruktur und zeitlichen Anforderungen zu tun, aber gibt es noch andere Gründe, warum hier so gar nicht eingegriffen wird?
Ansatzpunkt für mich wäre im ersten Schritt ein offener Brief der mehrheitlich leisen Fans an den Verein, dass dieses Verhalten nicht mehr geduldet und schon gar nicht für gut befunden wird. Aus meiner Sicht müssen sowohl der Verein (tiefgründige Kontrollen, deutliche Strafen bei Zuwiderhandlung, evtl. personalisierte Tickets?) als auch wir Fans (deutliches Pfeifen bei Schmähgesängen und gemeinsame Zivilcourage) zukünftig deutlich dagegen vorgehen, damit auch die letzten Hinterwäldler merken, dass ihr Verhalten nicht für die Werte von Hansa steht.
Ich finde, es ist an der Zeit, dass die stille Mehrheit in dieser Thematik wach und aktiv wird. Ja, ich mag den lautstarken Support, der auch Auswärtsspiele immer mal wieder in eine Heimatmosphäre verwandelt. Aber ich würde jederzeit eine gemäßigtere, leisere Fanszene vorziehen, wenn es weniger Gewalt, weniger Hass und weniger Strafen für unseren Verein bedeutet.
Das hast du sehr schön geschrieben. Ich denke auch, dass Handlungen erfolgen müssen und einen Dialog schießt das ja nie aus. Das würde auch parallel funktionieren. Zu Thematik "fest im Griff" will ich nicht viel sagen. Aber alle Profivereine Wissen, dass auf sie was zu kommt, wenn sie unverhältnismäßig handeln. Ging mir vor 15Jahren nicht anders. Der Spielraum ist da, aber die Gefahr zu viele zu bestrafen muss beachtet werden und erschwert Handlungen.
Außerdem sollte in der Diskussion zwischen Heim/Auswärts deutlich unterschieden werden. Dazu noch die Thematik Süd und 9a.
Sicherheitskontrollen sind oft so locker, weil sie nicht wirklich was bringen. Niemand hat das Recht in deinen Intimbereich zu fassen (was gut so ist) und daher bringt eine Kontrolle wenig. Außerdem werden einige Dinge dort Wochen vorher versteckt. Hier könnten aus meiner Sicht nur "Time Slots" was bringen. Aber auch nur wieder bedingt, weil die "Fans" mit Absicht alle zu selben Zeit kommen und Druck auf die 100-200 Fans ausüben, die nichts dafür können. Dann werden die Kontrollen beschleunigt, damit niemand verletzt wird. Kontrollen sind alle sehr sehr schwer effektiv umzusetzen. Thema wäre Spürhunde. Aber nicht jeder der Pyro zündet nimmt auch ein Klo auseinander.
Den Ansatz mit dem Brief finde ich spannend. Aber die organisierten Fans befinden sich eben eher auf der erlebnisorientieren Seite. Organisieren ist schwer, sehr schwer! Und die Zivilcourage eben auch "Schiri du *****" wird nicht mitgesungen, aber danach wird in alles andere eingestimmt. Da entsteht überhaupt nicht das Gefühl, dass die Mehrheit das anders sieht. Was wir ja offziell auch gar nicht wissen. Man könnte den Verein dazu beauftragen in der Mitgliederversammlung. Ich als Verein würde mich davor hüten, wenn man bedenkt, wie das medial zerlegt wird, wenn da nur wenig Leute unterschreiben.
Es ist sehr kompliziert und schwer. Aber ich gebe dir recht. Ich schäme mich auch und hoffe, dass diese ***** wirklich auf den Videos erkannt wurden und in den nächsten Jahren die Spiele auf der Polizeidirektion gucken dürfen. Außerdem hoffe ich, dass die Fanszene sieht, dass sie es eben nicht alleine reguliert bekommen und sich die privilegien nicht verspielen wollen. Aus den eigenen reihen kommen meistens die besten Ideen nur traut sich keiner sie laut auszusprechen.
Passt hier vlt nicht ganz hinein, aber ist die Stadt vlt schon mal auf die Idee gekommen die Sonnenblumen zu übermalen oder für Kunst/ Streetart/ Message freizugeben?
Zitat von Schmerpoesel
Passt hier vlt nicht ganz hinein, aber ist die Stadt vlt schon mal auf die Idee gekommen die Sonnenblumen zu übermalen oder für Kunst/ Streetart/ Message freizugeben?
Passt hier vlt nicht ganz hinein, aber ist die Stadt vlt schon mal auf die Idee gekommen die Sonnenblumen zu übermalen oder für Kunst/ Streetart/ Message freizugeben?
Weshalb sollte sie?
Für die Mitglieder gab es nun nochmals eine „Stellungnahme“ zu den Spielen gegen Pauli, Schalke und Paderborn. Darin enthalten sind auch diverse Strafen und Präventions- sowie Schutzmaßnahmen und klarste Worte!
Mit den Maßnahmen, die ich erstmal nicht erwähnen will, weil ich nicht weiß, ob sie schon öffentlich gemacht werden dürfen, bin ich äußerst zufrieden, da alle Punkte, die ich kritisiert habe, beachtet wurden.
Ich hoffe und gelobe nun Besserung!
Mit den Maßnahmen, die ich erstmal nicht erwähnen will, weil ich nicht weiß, ob sie schon öffentlich gemacht werden dürfen, bin ich äußerst zufrieden, da alle Punkte, die ich kritisiert habe, beachtet wurden.
Ich hoffe und gelobe nun Besserung!
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