Die deutsche Nationalmannschaft
04.06.2018 - 11:44 Uhr
30.06.2026 - 02:28 Uhr
Zitat von Dannyscf
Wie kommst du bitte auf hochverdient? Da muss schon sehr viel Missgunst mitschwingen.
Mit einem normalen Schiri, wäre das Spiel sehr eindeutig geworden.
Zitat von BaMeLu
Ein hochverdientes ausscheiden und es war tatsächlich absehbar !
Da Lob ich mir unsere sc Mentalitäts Spieler ginter, Treu und Eggestein
Ein hochverdientes ausscheiden und es war tatsächlich absehbar !
Da Lob ich mir unsere sc Mentalitäts Spieler ginter, Treu und Eggestein
Wie kommst du bitte auf hochverdient? Da muss schon sehr viel Missgunst mitschwingen.
Mit einem normalen Schiri, wäre das Spiel sehr eindeutig geworden.
Wir haben absolut scheiße gespielt, "sehr eindeutig" finde ich genauso gewagt.
Wir hatten quasi keine klare Torchancen. Wir dürfen niemals darauf angewiesen sein, dass wir am Ende dem Schiri die Schuld geben trotz der Fehlentscheidung in einer Verlängerung.
Hier spielte Deutschland gegen Paraguay, nicht der SV Meppen gegen Union Berlin.
Da ja so oft das Marktwert Thema aufgemacht wird, wenn wir verlieren gegen die Großen, hier sollte man besser nicht nachschauen wie es heute aussah.
30.06.2026 - 02:43 Uhr
Hm, leider ein bitteres Ausscheiden. Ein Comeback im Elfmeterschießen, nachdem der Gegner zwei Matchbälle hatte, wäre historisch gewesen und hätte mich auch für neuer gefreut. Aber ganz ehrlich, hat irgendwer gedacht, dass die Mannschaft nach diesem Spiel und Turnier das Selbstvertrauen hat, die drohende Blamage im Mind-Games-Scheibenschießen abzuwenden? Gerade Woltemade und Musiala Hut ab, dass sie sich den Ball genommen haben.
Im Spiel war es wirklich erschreckend, wie wenig der Mannschaft einfiel. Wie Streich richtig gesagt hat, war rechts so viel Platz, dass selbst der IV Anton offensiv antreiben konnte. Wo war Kimmich das ganze Spiel? Bzw. warum wird die Taktik gegen kleinere Gegner so gewählt, wo wir doch gerade da Breite brauchen und nicht Kimmichs nervige Chip-Bälle. Auf Sane wird wieder draufgehauen, aber wenn er halt nie hinterlaufen wird oder Hilfe erhält, muss er immer ins 1 gegen 2, wie heute oft zu sehen. Da bist dann halt verloren.
Bei Musiala ist es bemerkenswert, wie ihm einfach so gut wie gar nichts gelingt. Hoffentlich kann er in der nächsten Saison zu alter Stärke finden. Wirtz mit der Leistung, die die Form seiner Saison zeigt. Bemüht mit hellen Momenten, aber kein absoluter Unterschiedsspieler wie die Jahre zuvor im Verein.
Defensiv fand ich es von den IV und Brown heute im Großen und Ganzen ordentlich. Kleinere Wackler gab’s und beim Gegentor gepennt, aber sonst viel gut wegverteidigt. Pavlovic und Nmecha auf der 6 bemüht, aber viel zu pomadig. Ich fand es heute auch z. B. bei Rüdiger bemerkenswert, wie lange er mit der Ballverarbeitung gebraucht hat. Wie auch Nagelsmann im Interview gesagt hat, gingen die Verlagerungen viel zu langsam, sodass man den Gegner nicht ins Laufen gekriegt hat und nicht auseinanderziehen konnte. Zusätzlich gab es dann auch zu wenig Bewegung in der Mitte. Kaum Tiefenläufe, wenig Kreativität in der Besetzung der Räume. Häufig hatte ein Spieler im Zentrum oder auf dem Flügel den Ball und kaum Angebote. Dann ging es erstmal hintenrum und viel zu langsam.
Es ist auch wirklich ein Armutszeugnis, wenn wir schon nach einer Stunde anfangen, hauptsächlich auf Halbfeldflanken zu setzen und dass, nach Nagelsmanns Interview zu schließen, auch die Taktik war. Sollte man nicht nicht mehr Rezepte haben, einen tiefstehenden Gegner zu knacken. Dann klappt die Taktik aber und wir gleichen aus. Das Momentum konnten wir dann nicht richtig nutzen, was auch ein bisschen Pech war. Körperlich hat die Mannschaft gut dagegengehalten und es ist auch eine gewisse Ironie, dass das wohl spielentscheidende 2:1 wegen eines sehr soften Kontakts aberkannt wird.
Was bleibt jetzt von der WM? Wir sind irgendwie eine sehr biedere Truppe. Nicht (nur), weil die Spieler nicht wollen. Wir haben eher keine Rezepte, Gegner zu knacken und gefühlt auch nicht die richtigen Spielertypen. Ist das Nagelsmanns Schuld? Teilweise ja. Seine Nominierungen haben Schwächen im Kader offengelassen, wie dass der eigentlich zentrale Spieler einer Dreierkette mit Anton auf einmal RV-Backup war. Das kann doch nicht von Beginn an der Plan gewesen sein? Ob Ginter hier mehr performt hätte? Bin ich mir unsicher, an sich hat Anton heute ordentlich gespielt und Ginter ist auch nicht der Flügelflitzer. Es ist auch fast ironisch, dass Nagelsmann mit Undavs Startelfnominierung heute einmal seine Sturheit abgelegt hat, nicht das zu tun, was Deutschland will und es so gescheitert ist. Man muss aber auch sagen, dass wir keine Flügelspieler und kaum Außenverteidiger auf Top-Niveau haben und der Bundestrainer keine Taktik gefunden hat, die Wirtz, Musialas und Havertz Stärke auf die Platte bekommen hat. Wir scheinen also zum einen ein Problem in der Ausbildung zu haben, aber auch mit Nagelsmanns System, das die Stärken seiner Spieler nicht zur Entfaltung bringen konnte. Heute haben wir gegen eine Mannschaft überhaupt kein Mittel gefunden, die, wie erwartet, körperlich verteidigt und auf Konter gespielt hat. Wieviele Torschüsse hatten wir in 120 Minuten? 2? 3? Das ist tatsächlich ein Offenbarungseid, mit der schon erwähnten, früh ausgepackten Brechstange. Ich würde einfach gerne sehen, ob ein anderer Trainer es anders schafft.
Es braucht nun eine Veränderung in der Nationalmannschaft. Schade, dass es mit der letzten nach Flick nicht geklappt hat. Aber die Jahre seit der WM waren einfach zu schwach, als dass ein weiter so Sinn macht. Eigentlich müsste man auch bei den Spieler einen Schnitt machen, aber beim Trainer ist das halt einfacher. Wir brauchen eine Aufbruchsstimmung im Land und deshalb ist eine Veränderung notwendig. Es braucht aber auch eine Veränderung bei Medien, Influencern und Fans. Man hatte das Gefühl, dass nur darauf gewartet und sich nach Eintreten darüber gefreut wurde, wenn Dinge schiefgingen. Ein Zusammenstehen im Land für eine erfolgreiche WM war nicht ersichtlich. Man muss der DFB-Elf aber auch mehr Kredit geben, sonst wird das nichts.
Im Spiel war es wirklich erschreckend, wie wenig der Mannschaft einfiel. Wie Streich richtig gesagt hat, war rechts so viel Platz, dass selbst der IV Anton offensiv antreiben konnte. Wo war Kimmich das ganze Spiel? Bzw. warum wird die Taktik gegen kleinere Gegner so gewählt, wo wir doch gerade da Breite brauchen und nicht Kimmichs nervige Chip-Bälle. Auf Sane wird wieder draufgehauen, aber wenn er halt nie hinterlaufen wird oder Hilfe erhält, muss er immer ins 1 gegen 2, wie heute oft zu sehen. Da bist dann halt verloren.
Bei Musiala ist es bemerkenswert, wie ihm einfach so gut wie gar nichts gelingt. Hoffentlich kann er in der nächsten Saison zu alter Stärke finden. Wirtz mit der Leistung, die die Form seiner Saison zeigt. Bemüht mit hellen Momenten, aber kein absoluter Unterschiedsspieler wie die Jahre zuvor im Verein.
Defensiv fand ich es von den IV und Brown heute im Großen und Ganzen ordentlich. Kleinere Wackler gab’s und beim Gegentor gepennt, aber sonst viel gut wegverteidigt. Pavlovic und Nmecha auf der 6 bemüht, aber viel zu pomadig. Ich fand es heute auch z. B. bei Rüdiger bemerkenswert, wie lange er mit der Ballverarbeitung gebraucht hat. Wie auch Nagelsmann im Interview gesagt hat, gingen die Verlagerungen viel zu langsam, sodass man den Gegner nicht ins Laufen gekriegt hat und nicht auseinanderziehen konnte. Zusätzlich gab es dann auch zu wenig Bewegung in der Mitte. Kaum Tiefenläufe, wenig Kreativität in der Besetzung der Räume. Häufig hatte ein Spieler im Zentrum oder auf dem Flügel den Ball und kaum Angebote. Dann ging es erstmal hintenrum und viel zu langsam.
Es ist auch wirklich ein Armutszeugnis, wenn wir schon nach einer Stunde anfangen, hauptsächlich auf Halbfeldflanken zu setzen und dass, nach Nagelsmanns Interview zu schließen, auch die Taktik war. Sollte man nicht nicht mehr Rezepte haben, einen tiefstehenden Gegner zu knacken. Dann klappt die Taktik aber und wir gleichen aus. Das Momentum konnten wir dann nicht richtig nutzen, was auch ein bisschen Pech war. Körperlich hat die Mannschaft gut dagegengehalten und es ist auch eine gewisse Ironie, dass das wohl spielentscheidende 2:1 wegen eines sehr soften Kontakts aberkannt wird.
Was bleibt jetzt von der WM? Wir sind irgendwie eine sehr biedere Truppe. Nicht (nur), weil die Spieler nicht wollen. Wir haben eher keine Rezepte, Gegner zu knacken und gefühlt auch nicht die richtigen Spielertypen. Ist das Nagelsmanns Schuld? Teilweise ja. Seine Nominierungen haben Schwächen im Kader offengelassen, wie dass der eigentlich zentrale Spieler einer Dreierkette mit Anton auf einmal RV-Backup war. Das kann doch nicht von Beginn an der Plan gewesen sein? Ob Ginter hier mehr performt hätte? Bin ich mir unsicher, an sich hat Anton heute ordentlich gespielt und Ginter ist auch nicht der Flügelflitzer. Es ist auch fast ironisch, dass Nagelsmann mit Undavs Startelfnominierung heute einmal seine Sturheit abgelegt hat, nicht das zu tun, was Deutschland will und es so gescheitert ist. Man muss aber auch sagen, dass wir keine Flügelspieler und kaum Außenverteidiger auf Top-Niveau haben und der Bundestrainer keine Taktik gefunden hat, die Wirtz, Musialas und Havertz Stärke auf die Platte bekommen hat. Wir scheinen also zum einen ein Problem in der Ausbildung zu haben, aber auch mit Nagelsmanns System, das die Stärken seiner Spieler nicht zur Entfaltung bringen konnte. Heute haben wir gegen eine Mannschaft überhaupt kein Mittel gefunden, die, wie erwartet, körperlich verteidigt und auf Konter gespielt hat. Wieviele Torschüsse hatten wir in 120 Minuten? 2? 3? Das ist tatsächlich ein Offenbarungseid, mit der schon erwähnten, früh ausgepackten Brechstange. Ich würde einfach gerne sehen, ob ein anderer Trainer es anders schafft.
Es braucht nun eine Veränderung in der Nationalmannschaft. Schade, dass es mit der letzten nach Flick nicht geklappt hat. Aber die Jahre seit der WM waren einfach zu schwach, als dass ein weiter so Sinn macht. Eigentlich müsste man auch bei den Spieler einen Schnitt machen, aber beim Trainer ist das halt einfacher. Wir brauchen eine Aufbruchsstimmung im Land und deshalb ist eine Veränderung notwendig. Es braucht aber auch eine Veränderung bei Medien, Influencern und Fans. Man hatte das Gefühl, dass nur darauf gewartet und sich nach Eintreten darüber gefreut wurde, wenn Dinge schiefgingen. Ein Zusammenstehen im Land für eine erfolgreiche WM war nicht ersichtlich. Man muss der DFB-Elf aber auch mehr Kredit geben, sonst wird das nichts.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SCFerstklassig am 30.06.2026 um 03:01 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 03:14 Uhr
Zitat von SCFerstklassig
Man hatte das Gefühl, dass nur darauf gewartet und sich nach Eintreten darüber gefreut wurde, wenn Dinge schiefgingen. Ein Zusammenstehen im Land für eine erfolgreiche WM war nicht ersichtlich. Man muss der DFB-Elf aber auch mehr Kredit geben, sonst wird das nichts.
Man hatte das Gefühl, dass nur darauf gewartet und sich nach Eintreten darüber gefreut wurde, wenn Dinge schiefgingen. Ein Zusammenstehen im Land für eine erfolgreiche WM war nicht ersichtlich. Man muss der DFB-Elf aber auch mehr Kredit geben, sonst wird das nichts.
DEN Eindruck hatte ich definitiv nicht. Die ÖR haben die Jubelperser gegeben und alles gemacht um ihr teuren Lizenzen zu vermarkten. Für die ist das frühe Ausscheiden eine echte Pleite. Wie die das "Event" gepusht haben hat alle Grenzen der Peinlichkeit überschritten.
30.06.2026 - 06:57 Uhr
Zitat von Dannyscf
Das Problem ist: der Schiri ist zu 100% Schuld.
Nagelsmann ist der Falsche. Keine Frage. Aber mit einem Normalen Schiri gewinnst du das 5:1.
Zitat von _Badener_
Bitter. Aber das war einfach zu wenig.Namen statt Leistung. Dann passiert das.
Bin gespannt was der Trainergott erzählen wird. Mit dem Schiedsrichter hat man sicherlich schon die Ausrede parat.
Aber klar ist, dass man hier erneut einen Neuanfang braucht.
Aus SC Sicht positiv das kein Freiburger mit dieser Truppe in Kontakt steht. .
Bitter. Aber das war einfach zu wenig.Namen statt Leistung. Dann passiert das.
Bin gespannt was der Trainergott erzählen wird. Mit dem Schiedsrichter hat man sicherlich schon die Ausrede parat.
Aber klar ist, dass man hier erneut einen Neuanfang braucht.
Aus SC Sicht positiv das kein Freiburger mit dieser Truppe in Kontakt steht. .
Das Problem ist: der Schiri ist zu 100% Schuld.
Nagelsmann ist der Falsche. Keine Frage. Aber mit einem Normalen Schiri gewinnst du das 5:1.
Ja, das Tor hätte zählen müssen. Dann hätte man dreckig 2:1 gewonnen. Vermutlich um dann von den Franzosen aus dem Stadion geschossen zu werden.
Wer die Niederlage aber auf diese Szene reduziert, dem ist nicht mehr helfen. Wo hätten da denn 5 Tore herkommen sollen? Es waren in 120 Minuten 5 Schüsse auf das Tor. Gegen einen echt limitierten Gegner...
Nagelsmann muss weg! Die Nomierung war inklusive der Kommunikation um Neuer unterirdisch. Es wurde nicht nach Leistung nominiert, sondern nach "best friends" (Beispiel Sahne). Und ich habe auch in keinem Spiel wirklich ein Konzept gesehen...
Und am Besten brauchen viele Spieler (inkl. Kimmich) auch nicht mehr anzureisen...
Wir brauchen jetzt mal einen echten Schnitt. Für mich steht fest: Solange Nagelsmann Trainer ist, schaue ich kein Spiel der Nationalmannschaft mehr an
30.06.2026 - 07:08 Uhr
Als Bundestrainer braucht es jemanden, der Spieler mitreißen kann, wie beispielsweise Klopp oder Streich. JN hat in der Bundestrainerlaufbahn noch nichts von so einem Typen gezeigt. Er passt vielleicht bei einem Verein, aber als Bundestrainer braucht es jemanden, der die Spieler auch weiterzuentwickeln versteht und das beste aus ihnen raus kitzelt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BeiFreunden am 30.06.2026 um 07:13 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 07:18 Uhr
Zitat von Fossibaer76
Ja, das Tor hätte zählen müssen. Dann hätte man dreckig 2:1 gewonnen. Vermutlich um dann von den Franzosen aus dem Stadion geschossen zu werden.
Wer die Niederlage aber auf diese Szene reduziert, dem ist nicht mehr helfen. Wo hätten da denn 5 Tore herkommen sollen?
Zitat von Dannyscf
Das Problem ist: der Schiri ist zu 100% Schuld.
Nagelsmann ist der Falsche. Keine Frage. Aber mit einem Normalen Schiri gewinnst du das 5:1.
Zitat von _Badener_
Bitter. Aber das war einfach zu wenig.Namen statt Leistung. Dann passiert das.
Bin gespannt was der Trainergott erzählen wird. Mit dem Schiedsrichter hat man sicherlich schon die Ausrede parat.
Aber klar ist, dass man hier erneut einen Neuanfang braucht.
Aus SC Sicht positiv das kein Freiburger mit dieser Truppe in Kontakt steht. .
Bitter. Aber das war einfach zu wenig.Namen statt Leistung. Dann passiert das.
Bin gespannt was der Trainergott erzählen wird. Mit dem Schiedsrichter hat man sicherlich schon die Ausrede parat.
Aber klar ist, dass man hier erneut einen Neuanfang braucht.
Aus SC Sicht positiv das kein Freiburger mit dieser Truppe in Kontakt steht. .
Das Problem ist: der Schiri ist zu 100% Schuld.
Nagelsmann ist der Falsche. Keine Frage. Aber mit einem Normalen Schiri gewinnst du das 5:1.
Ja, das Tor hätte zählen müssen. Dann hätte man dreckig 2:1 gewonnen. Vermutlich um dann von den Franzosen aus dem Stadion geschossen zu werden.
Wer die Niederlage aber auf diese Szene reduziert, dem ist nicht mehr helfen. Wo hätten da denn 5 Tore herkommen sollen?
Es geht mir nicht um das Tor. Mit einem normalen Schiri wären nur die unendlichen Schauspieleinlagen von Paraguay bestraft geworden und du spielst nach 60 Minuten 11gg8. Wie oft sich ohne Kontakt hingeworfen und gewälzt wurde um nach 3 Sekunden aufzustehen ist vollkommen krank.
Ich hab es auch während dem Spiel geschrieben. Galazar hätte alleine! 13 gelbe Karten sehen können. Dass der am Ende antreten darf ist eine absolute Frechheit. Jedes Kopf halten, ohne dort getroffen zu werden ist nach Regelwerk zwingend ein Platzverweis. Alleine das kam 3 Mal vor gestern.
Das schlimme ist, dass gestern die Fairness mit Füßen getreten wurde und mieses Verhalten belohnt wurde.
Deutschland war mit Nichten gut. Besser als Paraguay aber halt schon, die sich mit fairen Mitteln auch nicht wehren konnten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dannyscf am 30.06.2026 um 07:26 Uhr bearbeitet
30.06.2026 - 07:34 Uhr
Zitat von Dannyscf
Es geht mir nicht um das Tor. Mit einem normalen Schiri wären nur die unendlichen Schauspieleinlagen von Paraguay bestraft geworden. Wie oft sich ohne Kontakt hingeworfen und gewälzt wurde um nach 3 Sekunden aufzustehen ist vollkommen krank.
Ich hab es auch während dem Spiel geschrieben. Galazar hätte alleine! 13 gelbe Karten sehen können. Dass der am Ende antreten darf ist eine absolute Frechheit.
Das schlimme ist, dass gestern die Fairness mit Füßen getreten wurde und mieses Verhalten belohnt wurde.
Deutschland war mit Nichten gut. Besser als Paraguay aber halt schon, die sich mit fairen Mitteln auch nicht wehren konnten.
Zitat von Fossibaer76
Ja, das Tor hätte zählen müssen. Dann hätte man dreckig 2:1 gewonnen. Vermutlich um dann von den Franzosen aus dem Stadion geschossen zu werden.
Wer die Niederlage aber auf diese Szene reduziert, dem ist nicht mehr helfen. Wo hätten da denn 5 Tore herkommen sollen?
Zitat von Dannyscf
Das Problem ist: der Schiri ist zu 100% Schuld.
Nagelsmann ist der Falsche. Keine Frage. Aber mit einem Normalen Schiri gewinnst du das 5:1.
Zitat von _Badener_
Bitter. Aber das war einfach zu wenig.Namen statt Leistung. Dann passiert das.
Bin gespannt was der Trainergott erzählen wird. Mit dem Schiedsrichter hat man sicherlich schon die Ausrede parat.
Aber klar ist, dass man hier erneut einen Neuanfang braucht.
Aus SC Sicht positiv das kein Freiburger mit dieser Truppe in Kontakt steht. .
Bitter. Aber das war einfach zu wenig.Namen statt Leistung. Dann passiert das.
Bin gespannt was der Trainergott erzählen wird. Mit dem Schiedsrichter hat man sicherlich schon die Ausrede parat.
Aber klar ist, dass man hier erneut einen Neuanfang braucht.
Aus SC Sicht positiv das kein Freiburger mit dieser Truppe in Kontakt steht. .
Das Problem ist: der Schiri ist zu 100% Schuld.
Nagelsmann ist der Falsche. Keine Frage. Aber mit einem Normalen Schiri gewinnst du das 5:1.
Ja, das Tor hätte zählen müssen. Dann hätte man dreckig 2:1 gewonnen. Vermutlich um dann von den Franzosen aus dem Stadion geschossen zu werden.
Wer die Niederlage aber auf diese Szene reduziert, dem ist nicht mehr helfen. Wo hätten da denn 5 Tore herkommen sollen?
Es geht mir nicht um das Tor. Mit einem normalen Schiri wären nur die unendlichen Schauspieleinlagen von Paraguay bestraft geworden. Wie oft sich ohne Kontakt hingeworfen und gewälzt wurde um nach 3 Sekunden aufzustehen ist vollkommen krank.
Ich hab es auch während dem Spiel geschrieben. Galazar hätte alleine! 13 gelbe Karten sehen können. Dass der am Ende antreten darf ist eine absolute Frechheit.
Das schlimme ist, dass gestern die Fairness mit Füßen getreten wurde und mieses Verhalten belohnt wurde.
Deutschland war mit Nichten gut. Besser als Paraguay aber halt schon, die sich mit fairen Mitteln auch nicht wehren konnten.
Bei allem verständlichen Ärger, am Schiedsrichter lag es nicht. Beide Entscheidungen (Hand und Foul) waren „kann“, und vertretbar. Die Spielweise von Paraguay war erwartungsgemäss, die Härte ist da und kein Schiedsrichter wird das unterbinden. Unsere Zweikampfhärte ist dem nicht gewachsen gewesen, leider muss man da anders aufstellen. Unsere Startaufstellung ist dem nicht gerecht geworden. Unsere N11 hat erst nach vielen Wechseln überhaupt mal ein setup gehabt um Druck auf das Tor zu machen, die erste Halbzeit gab es keinen Abschluss an den ich mich erinnern kann. Goretzka, Anton, Woltemade haben da die richtige Körperlichkeit reingebracht und damit auch einem Musiala mehr Spiel ermöglicht.
Wenn man Fehler sucht muss man beim Bundestrainer anfangen, Taktik, Aufstellung und Einstellung einfach mangelhaft..
30.06.2026 - 07:42 Uhr
Ich muss ehrlich sagen, ich finde bis heute kaum die richtigen Worte für dieses Ausscheiden. Die Enttäuschung ist riesig – bei den Fans genauso wie bei der Mannschaft. Mit einem Aus gegen Paraguay haben die wenigsten ernsthaft gerechnet. Natürlich gibt es immer diejenigen, die im Vorfeld alles schlechtreden und behaupten, dass Deutschland gegen jeden Gegner verlieren kann. Aber unabhängig davon ist dieses frühe Aus eine gewaltige Enttäuschung.
Was mich allerdings am meisten beschäftigt, ist gar nicht das Ausscheiden selbst, sondern dass wir mittlerweile wieder genau an dem Punkt angekommen sind, an dem wir in den letzten zehn Jahren schon mehrfach standen. Nach jedem schwachen Turnier wurde von einem Neuanfang gesprochen, doch am Ende wurden die grundlegenden Probleme nie wirklich angegangen. Genau das macht mir Sorgen. Irgendwann muss man aus Fehlern lernen. Stattdessen wiederholen wir dieselben Fehler immer wieder.
Für mich persönlich fühlt sich das mittlerweile fast wie ein Trauma an. Seit ich Fußball bewusst verfolge, kenne ich von der Nationalmannschaft eigentlich fast nur Enttäuschungen. Die WM 2014 habe ich als Fußballfan noch gar nicht richtig erlebt. Alles, was danach kam, waren frühe WM-Aus, schwache Turniere und ständig dieselben Diskussionen. Auch als Freiburg-Fan ist man es gewohnt, dass nicht jedes Jahr um Titel gespielt wird. Dort definiert sich Erfolg über Entwicklung, Identifikation und das Erreichen der eigenen Ziele. Bei der Nationalmannschaft gelten aber andere Ansprüche. Dort geht es darum, bei großen Turnieren konkurrenzfähig zu sein. Und genau das sind wir inzwischen seit Jahren nicht mehr.
Dabei begann das Turnier zunächst gar nicht schlecht. Der deutliche Auftaktsieg sorgte für Euphorie, auch wenn der Gegner wenig Gegenwehr leistete. Gegen die Elfenbeinküste zeigte die Mannschaft nach einem Rückstand Moral und gewann gegen einen körperlich starken Gegner. Nach diesem Spiel hatte ich wirklich das Gefühl, dass sich ein positiver Lauf entwickeln könnte.
Im Nachhinein war das Ecuador-Spiel aber vermutlich der Wendepunkt. Natürlich ging es sportlich um nicht mehr viel, trotzdem muss eine Mannschaft lernen, Konzentration und Intensität hochzuhalten. Genau das ist nicht gelungen. Die Mannschaft verlor ihren Rhythmus, wirkte plötzlich wieder verunsichert und die Wechsel sowie taktischen Anpassungen sorgten eher für zusätzliche Unruhe als für Stabilität. Statt Selbstvertrauen für die K.o.-Phase aufzubauen, nahm man genau das Gegenteil mit.
Das Spiel gegen Paraguay war dann aus meiner Sicht ein Offenbarungseid. Ich frage mich bis heute, was eigentlich der Matchplan war. Jeder wusste vorher, dass Paraguay tief verteidigen und auf Konter spielen würde. Genau solche Gegner gehören bei einer Weltmeisterschaft zum Standard. Trotzdem hatte Deutschland über 120 Minuten praktisch keine Lösungen. Es fehlte an Ideen, Kreativität und Tempo.
Der Ballvortrag war viel zu langsam. Immer wieder wurde der Ball angenommen, erst einmal der Kopf gehoben und dann nach einer sicheren Lösung gesucht. Dadurch konnte Paraguay sich jedes Mal problemlos sortieren. Statt den ersten Kontakt direkt mitzunehmen, Tempo aufzunehmen oder sofort vertikal zu spielen, wurde nahezu jede Aktion verschleppt. Genau das war schon in den Gruppenspielen zu erkennen und wurde trotzdem nicht verbessert.
Auch die Verlagerungen waren viel zu langsam. Wenn überhaupt einmal die Seite gewechselt wurde, konnte Paraguay längst wieder verschieben. Dabei lebt das Spiel gegen einen tiefen Block genau davon, den Gegner ständig in Bewegung zu bringen. Schnelle Seitenwechsel, viele kurze Kombinationen und permanente Positionswechsel hätten Paraguay müde laufen lassen können. Stattdessen musste die paraguayische Defensive kaum arbeiten. Nach 120 Minuten wirkte sie körperlich immer noch erstaunlich frisch, weil Deutschland sie kaum zum Verschieben gezwungen hat.
Besonders auffällig war die fehlende Bewegung ohne Ball. Immer wieder hatte ein Spieler im Zentrum oder auf dem Flügel den Ball und praktisch keine Anspielstation. Kaum Tiefenläufe, kaum Läufe zwischen die Linien und viel zu wenig Kreativität in der Raumaufteilung. Also ging der Ball wieder zurück, der nächste Querpass folgte und das Spiel wurde noch langsamer.
Hinzu kam die schlechte Strafraumbesetzung. Immer wieder wurde auf Halbfeldflanken gesetzt, obwohl dafür kaum geeignete Abnehmer vorhanden waren. Havertz wich häufig selbst auf die Außen aus, wodurch im Zentrum niemand mehr stand. Trotzdem wurde weiter Flanke um Flanke geschlagen. Das kann gegen einen tiefstehenden Gegner keine dauerhafte Lösung sein.
Auch die Flügelbesetzung fand ich fragwürdig. Wirtz und Sané mussten permanent ins Eins-gegen-Zwei oder sogar Eins-gegen-Drei. Unterstützung durch hinterlaufende Außenverteidiger gab es kaum. Gleichzeitig spielten beide häufig auf ihren inversen Seiten, wodurch jede Flanke erst noch auf den starken Fuß gelegt werden musste. Paraguay konnte sich perfekt darauf einstellen und konsequent die Mitte schließen.
Besonders unverständlich fand ich erneut den Spielaufbau mit drei Spielern hinten. Ich sehe weiterhin keinen Mehrwert darin, Joshua Kimmich dauerhaft tief in den Aufbau einzubinden. Gerade gegen einen tiefstehenden Gegner braucht man ihn deutlich weiter vorne, wo seine Flanken, Chipbälle und sein Passspiel tatsächlich Unterschied machen können. Stattdessen spielte er häufig neben den Innenverteidigern und war viel zu weit vom eigentlichen Geschehen entfernt. Dadurch fehlte auf der rechten Seite Breite und Dynamik.
Defensiv war die Leistung dagegen insgesamt gar nicht das große Problem. Brown machte über weite Strecken ein ordentliches Spiel, auch die Innenverteidigung verteidigte vieles sauber weg. Natürlich gab es kleinere Unsicherheiten und beim Gegentor sah man nicht gut aus, insgesamt lag das Ausscheiden aber ganz klar nicht an der Defensive.
Auch Pavlovic und Nmecha waren bemüht, agierten aber häufig zu langsam und zu wenig dynamisch. Generell fehlte der Mannschaft im Zentrum Athletik, Tempo und Körperlichkeit. Genau diese Spielertypen fehlen Deutschland seit Jahren. Früher hatte man Spieler wie Khedira, die Präsenz, Zweikampfstärke und Intensität mitgebracht haben. Dieses Profil existiert aktuell kaum noch.
Offensiv war die Form vieler Leistungsträger ebenfalls enttäuschend. Musiala spielte weit unter seinem eigentlichen Niveau und wirkte während des gesamten Turniers gehemmt. Wirtz hatte zwar einzelne gute Aktionen, konnte seiner Rolle als Unterschiedsspieler aber ebenfalls nicht gerecht werden. Beide können deutlich mehr und ich hoffe, dass sie in der kommenden Saison wieder zu ihrer Bestform finden.
Sané wurde erneut zum Hauptkritikpunkt vieler Fans gemacht. Ich sehe das differenzierter. Natürlich spielte auch er kein gutes Turnier. Gleichzeitig wurde er aber ständig alleine gelassen. Wenn ein Flügelspieler permanent gegen zwei Gegenspieler antreten muss und kaum Unterstützung bekommt, wird es für jeden extrem schwierig.
Das Elfmeterschießen hätte nach zwei vergebenen Strafstößen des Gegners beinahe noch historisch werden können. Trotzdem hatte ich ehrlich gesagt nie das Gefühl, dass diese Mannschaft das nötige Selbstvertrauen besitzt, um ein solches Elfmeterschießen noch komplett zu drehen. Genau dieser Glaube hat über das gesamte Turnier gefehlt.
Für mich trägt Julian Nagelsmann die Hauptverantwortung für dieses Ausscheiden. Natürlich ist der Kader nicht auf dem Niveau von Frankreich, Spanien oder England. Diese Nationen verfügen aktuell über deutlich mehr Weltklassespieler und vor allem über eine wesentlich größere Breite. Trotzdem reicht die Qualität unseres Kaders absolut aus, um Paraguay zu schlagen.
Das Problem lag deshalb nicht allein bei den Spielern, sondern vor allem auf der Trainerbank. Nagelsmann hat es nicht geschafft, eine funktionierende Spielidee gegen tiefstehende Gegner zu entwickeln. Bereits in der Gruppenphase waren dieselben Probleme sichtbar. Trotzdem gab es keinerlei Anpassungen. Auch seine Kaderzusammenstellung war aus meiner Sicht nicht optimal. Es fehlten Tempo, Eins-gegen-Eins-Spieler, Körperlichkeit und teilweise sogar klare Alternativen auf bestimmten Positionen. Dazu kamen Entscheidungen, die nur schwer nachvollziehbar waren.
Auch die Personalie Manuel Neuer sehe ich kritisch. Seine Karriere für Deutschland war herausragend und daran wird dieses Turnier nichts ändern. Trotzdem hätte das Leistungsprinzip gelten müssen. Baumann absolvierte die Qualifikation, Neuer kam zurück und erhielt sofort wieder den Stammplatz. Im Nachhinein war das keine gute Entscheidung. Nach dieser WM sollte auf der Torhüterposition konsequent ein Neuanfang erfolgen.
Generell braucht die Nationalmannschaft jetzt einen echten Umbruch. Nicht, weil alle erfahrenen Spieler schlecht sind, sondern weil wir endlich anfangen müssen, langfristig zu denken. Es bringt nichts, weiter auf Spieler zu setzen, die bei der nächsten Weltmeisterschaft oder teilweise schon bei der Europameisterschaft keine tragende Rolle mehr spielen können.
Im Tor würde ich den Neuaufbau mit jungen Torhütern beginnen. Namen wie Urbig, Atubolu, Backhaus oder Seimen müssen jetzt Schritt für Schritt integriert werden. In der Innenverteidigung sollten Schlotterbeck, Thiaw, Bisseck oder Jeltsch die Zukunft bilden. Brown hat sich auf der linken Seite ebenfalls empfohlen.
Im Mittelfeld verfügen wir mit Pavlovic, Nmecha, Stiller oder perspektivisch auch Ouedraogo über interessante Spieler. Gleichzeitig fehlt dort weiterhin ein athletischer, zweikampfstarker Spielertyp, der Präsenz und Körperlichkeit mitbringt.
Offensiv müssen Musiala, Wirtz und Havertz weiterhin das Gerüst bilden. Gleichzeitig müssen Talente wie El Mala, Karl oder perspektivisch Tresoldi konsequent aufgebaut werden. Deutschland braucht wieder mehr Tempo, mehr Eins-gegen-Eins-Qualität und deutlich mehr Dynamik.
Gleichzeitig muss der DFB langfristig auch seine Nachwuchsarbeit hinterfragen. Seit Jahren bilden wir hervorragende Passspieler aus, aber viel zu wenige Spieler mit außergewöhnlicher Athletik, Tempo oder Eins-gegen-Eins-Stärke. Andere Nationen entwickeln genau diese Profile deutlich konsequenter. Dazu muss der Verband bei Spielern mit doppelter Staatsbürgerschaft aktiver werden und verhindern, dass weitere große Talente verloren gehen.
Auch das Umfeld sollte sich hinterfragen. Mir hat während des gesamten Turniers oft das Gefühl gefehlt, dass Mannschaft, Medien und Fans wirklich gemeinsam hinter diesem Team stehen. Gleichzeitig darf Kritik nach einem solchen Turnier selbstverständlich geäußert werden. Entscheidend ist aber, dass daraus Konsequenzen gezogen werden.
Für mich bedeutet das konkret: Julian Nagelsmann sollte nach diesem Turnier nicht Bundestrainer bleiben. Ich glaube nicht, dass sich unter ihm grundlegend etwas verändern würde. Nach mehreren enttäuschenden Turnieren braucht die Nationalmannschaft einen echten Neustart – sowohl sportlich als auch emotional. Wer dieser Trainer sein könnte, ist eine schwierige Frage. Natürlich fällt sofort der Name Jürgen Klopp. Ob das realistisch ist, weiß niemand. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem, dass ein Trainer kommt, der eine klare Spielidee hat, junge Spieler entwickelt, eine Mannschaft formen kann und wieder Aufbruchsstimmung erzeugt.
Der DFB muss jetzt Verantwortung übernehmen. Eine Vertragsverlängerung bis 2028 noch vor der Weltmeisterschaft war im Nachhinein unglücklich und erschwert die Situation zusätzlich. Trotzdem dürfen finanzielle Aspekte oder mögliche Abfindungen jetzt keine Rolle spielen. Wenn der Verband überzeugt ist, dass ein anderer Trainer die bessere Lösung ist, dann muss diese Entscheidung getroffen werden. Ein "Weiter so" darf es nach diesem Turnier nicht geben.
Ich sehe die Zukunft trotz allem nicht komplett pessimistisch. Deutschland verfügt weiterhin über viele talentierte junge Spieler. Die U17 wurde Weltmeister, auch in den Nachwuchsmannschaften gibt es viel Qualität. Aber aus Talent allein entsteht noch keine erfolgreiche Nationalmannschaft. Jetzt braucht es endlich klare Entscheidungen, Mut zu Veränderungen und einen konsequenten Neuaufbau. Nur wenn wir bereit sind, aus den Fehlern der vergangenen Jahre zu lernen, kann die Nationalmannschaft wieder dorthin zurückkehren, wo sie eigentlich hingehört.
Was mich allerdings am meisten beschäftigt, ist gar nicht das Ausscheiden selbst, sondern dass wir mittlerweile wieder genau an dem Punkt angekommen sind, an dem wir in den letzten zehn Jahren schon mehrfach standen. Nach jedem schwachen Turnier wurde von einem Neuanfang gesprochen, doch am Ende wurden die grundlegenden Probleme nie wirklich angegangen. Genau das macht mir Sorgen. Irgendwann muss man aus Fehlern lernen. Stattdessen wiederholen wir dieselben Fehler immer wieder.
Für mich persönlich fühlt sich das mittlerweile fast wie ein Trauma an. Seit ich Fußball bewusst verfolge, kenne ich von der Nationalmannschaft eigentlich fast nur Enttäuschungen. Die WM 2014 habe ich als Fußballfan noch gar nicht richtig erlebt. Alles, was danach kam, waren frühe WM-Aus, schwache Turniere und ständig dieselben Diskussionen. Auch als Freiburg-Fan ist man es gewohnt, dass nicht jedes Jahr um Titel gespielt wird. Dort definiert sich Erfolg über Entwicklung, Identifikation und das Erreichen der eigenen Ziele. Bei der Nationalmannschaft gelten aber andere Ansprüche. Dort geht es darum, bei großen Turnieren konkurrenzfähig zu sein. Und genau das sind wir inzwischen seit Jahren nicht mehr.
Dabei begann das Turnier zunächst gar nicht schlecht. Der deutliche Auftaktsieg sorgte für Euphorie, auch wenn der Gegner wenig Gegenwehr leistete. Gegen die Elfenbeinküste zeigte die Mannschaft nach einem Rückstand Moral und gewann gegen einen körperlich starken Gegner. Nach diesem Spiel hatte ich wirklich das Gefühl, dass sich ein positiver Lauf entwickeln könnte.
Im Nachhinein war das Ecuador-Spiel aber vermutlich der Wendepunkt. Natürlich ging es sportlich um nicht mehr viel, trotzdem muss eine Mannschaft lernen, Konzentration und Intensität hochzuhalten. Genau das ist nicht gelungen. Die Mannschaft verlor ihren Rhythmus, wirkte plötzlich wieder verunsichert und die Wechsel sowie taktischen Anpassungen sorgten eher für zusätzliche Unruhe als für Stabilität. Statt Selbstvertrauen für die K.o.-Phase aufzubauen, nahm man genau das Gegenteil mit.
Das Spiel gegen Paraguay war dann aus meiner Sicht ein Offenbarungseid. Ich frage mich bis heute, was eigentlich der Matchplan war. Jeder wusste vorher, dass Paraguay tief verteidigen und auf Konter spielen würde. Genau solche Gegner gehören bei einer Weltmeisterschaft zum Standard. Trotzdem hatte Deutschland über 120 Minuten praktisch keine Lösungen. Es fehlte an Ideen, Kreativität und Tempo.
Der Ballvortrag war viel zu langsam. Immer wieder wurde der Ball angenommen, erst einmal der Kopf gehoben und dann nach einer sicheren Lösung gesucht. Dadurch konnte Paraguay sich jedes Mal problemlos sortieren. Statt den ersten Kontakt direkt mitzunehmen, Tempo aufzunehmen oder sofort vertikal zu spielen, wurde nahezu jede Aktion verschleppt. Genau das war schon in den Gruppenspielen zu erkennen und wurde trotzdem nicht verbessert.
Auch die Verlagerungen waren viel zu langsam. Wenn überhaupt einmal die Seite gewechselt wurde, konnte Paraguay längst wieder verschieben. Dabei lebt das Spiel gegen einen tiefen Block genau davon, den Gegner ständig in Bewegung zu bringen. Schnelle Seitenwechsel, viele kurze Kombinationen und permanente Positionswechsel hätten Paraguay müde laufen lassen können. Stattdessen musste die paraguayische Defensive kaum arbeiten. Nach 120 Minuten wirkte sie körperlich immer noch erstaunlich frisch, weil Deutschland sie kaum zum Verschieben gezwungen hat.
Besonders auffällig war die fehlende Bewegung ohne Ball. Immer wieder hatte ein Spieler im Zentrum oder auf dem Flügel den Ball und praktisch keine Anspielstation. Kaum Tiefenläufe, kaum Läufe zwischen die Linien und viel zu wenig Kreativität in der Raumaufteilung. Also ging der Ball wieder zurück, der nächste Querpass folgte und das Spiel wurde noch langsamer.
Hinzu kam die schlechte Strafraumbesetzung. Immer wieder wurde auf Halbfeldflanken gesetzt, obwohl dafür kaum geeignete Abnehmer vorhanden waren. Havertz wich häufig selbst auf die Außen aus, wodurch im Zentrum niemand mehr stand. Trotzdem wurde weiter Flanke um Flanke geschlagen. Das kann gegen einen tiefstehenden Gegner keine dauerhafte Lösung sein.
Auch die Flügelbesetzung fand ich fragwürdig. Wirtz und Sané mussten permanent ins Eins-gegen-Zwei oder sogar Eins-gegen-Drei. Unterstützung durch hinterlaufende Außenverteidiger gab es kaum. Gleichzeitig spielten beide häufig auf ihren inversen Seiten, wodurch jede Flanke erst noch auf den starken Fuß gelegt werden musste. Paraguay konnte sich perfekt darauf einstellen und konsequent die Mitte schließen.
Besonders unverständlich fand ich erneut den Spielaufbau mit drei Spielern hinten. Ich sehe weiterhin keinen Mehrwert darin, Joshua Kimmich dauerhaft tief in den Aufbau einzubinden. Gerade gegen einen tiefstehenden Gegner braucht man ihn deutlich weiter vorne, wo seine Flanken, Chipbälle und sein Passspiel tatsächlich Unterschied machen können. Stattdessen spielte er häufig neben den Innenverteidigern und war viel zu weit vom eigentlichen Geschehen entfernt. Dadurch fehlte auf der rechten Seite Breite und Dynamik.
Defensiv war die Leistung dagegen insgesamt gar nicht das große Problem. Brown machte über weite Strecken ein ordentliches Spiel, auch die Innenverteidigung verteidigte vieles sauber weg. Natürlich gab es kleinere Unsicherheiten und beim Gegentor sah man nicht gut aus, insgesamt lag das Ausscheiden aber ganz klar nicht an der Defensive.
Auch Pavlovic und Nmecha waren bemüht, agierten aber häufig zu langsam und zu wenig dynamisch. Generell fehlte der Mannschaft im Zentrum Athletik, Tempo und Körperlichkeit. Genau diese Spielertypen fehlen Deutschland seit Jahren. Früher hatte man Spieler wie Khedira, die Präsenz, Zweikampfstärke und Intensität mitgebracht haben. Dieses Profil existiert aktuell kaum noch.
Offensiv war die Form vieler Leistungsträger ebenfalls enttäuschend. Musiala spielte weit unter seinem eigentlichen Niveau und wirkte während des gesamten Turniers gehemmt. Wirtz hatte zwar einzelne gute Aktionen, konnte seiner Rolle als Unterschiedsspieler aber ebenfalls nicht gerecht werden. Beide können deutlich mehr und ich hoffe, dass sie in der kommenden Saison wieder zu ihrer Bestform finden.
Sané wurde erneut zum Hauptkritikpunkt vieler Fans gemacht. Ich sehe das differenzierter. Natürlich spielte auch er kein gutes Turnier. Gleichzeitig wurde er aber ständig alleine gelassen. Wenn ein Flügelspieler permanent gegen zwei Gegenspieler antreten muss und kaum Unterstützung bekommt, wird es für jeden extrem schwierig.
Das Elfmeterschießen hätte nach zwei vergebenen Strafstößen des Gegners beinahe noch historisch werden können. Trotzdem hatte ich ehrlich gesagt nie das Gefühl, dass diese Mannschaft das nötige Selbstvertrauen besitzt, um ein solches Elfmeterschießen noch komplett zu drehen. Genau dieser Glaube hat über das gesamte Turnier gefehlt.
Für mich trägt Julian Nagelsmann die Hauptverantwortung für dieses Ausscheiden. Natürlich ist der Kader nicht auf dem Niveau von Frankreich, Spanien oder England. Diese Nationen verfügen aktuell über deutlich mehr Weltklassespieler und vor allem über eine wesentlich größere Breite. Trotzdem reicht die Qualität unseres Kaders absolut aus, um Paraguay zu schlagen.
Das Problem lag deshalb nicht allein bei den Spielern, sondern vor allem auf der Trainerbank. Nagelsmann hat es nicht geschafft, eine funktionierende Spielidee gegen tiefstehende Gegner zu entwickeln. Bereits in der Gruppenphase waren dieselben Probleme sichtbar. Trotzdem gab es keinerlei Anpassungen. Auch seine Kaderzusammenstellung war aus meiner Sicht nicht optimal. Es fehlten Tempo, Eins-gegen-Eins-Spieler, Körperlichkeit und teilweise sogar klare Alternativen auf bestimmten Positionen. Dazu kamen Entscheidungen, die nur schwer nachvollziehbar waren.
Auch die Personalie Manuel Neuer sehe ich kritisch. Seine Karriere für Deutschland war herausragend und daran wird dieses Turnier nichts ändern. Trotzdem hätte das Leistungsprinzip gelten müssen. Baumann absolvierte die Qualifikation, Neuer kam zurück und erhielt sofort wieder den Stammplatz. Im Nachhinein war das keine gute Entscheidung. Nach dieser WM sollte auf der Torhüterposition konsequent ein Neuanfang erfolgen.
Generell braucht die Nationalmannschaft jetzt einen echten Umbruch. Nicht, weil alle erfahrenen Spieler schlecht sind, sondern weil wir endlich anfangen müssen, langfristig zu denken. Es bringt nichts, weiter auf Spieler zu setzen, die bei der nächsten Weltmeisterschaft oder teilweise schon bei der Europameisterschaft keine tragende Rolle mehr spielen können.
Im Tor würde ich den Neuaufbau mit jungen Torhütern beginnen. Namen wie Urbig, Atubolu, Backhaus oder Seimen müssen jetzt Schritt für Schritt integriert werden. In der Innenverteidigung sollten Schlotterbeck, Thiaw, Bisseck oder Jeltsch die Zukunft bilden. Brown hat sich auf der linken Seite ebenfalls empfohlen.
Im Mittelfeld verfügen wir mit Pavlovic, Nmecha, Stiller oder perspektivisch auch Ouedraogo über interessante Spieler. Gleichzeitig fehlt dort weiterhin ein athletischer, zweikampfstarker Spielertyp, der Präsenz und Körperlichkeit mitbringt.
Offensiv müssen Musiala, Wirtz und Havertz weiterhin das Gerüst bilden. Gleichzeitig müssen Talente wie El Mala, Karl oder perspektivisch Tresoldi konsequent aufgebaut werden. Deutschland braucht wieder mehr Tempo, mehr Eins-gegen-Eins-Qualität und deutlich mehr Dynamik.
Gleichzeitig muss der DFB langfristig auch seine Nachwuchsarbeit hinterfragen. Seit Jahren bilden wir hervorragende Passspieler aus, aber viel zu wenige Spieler mit außergewöhnlicher Athletik, Tempo oder Eins-gegen-Eins-Stärke. Andere Nationen entwickeln genau diese Profile deutlich konsequenter. Dazu muss der Verband bei Spielern mit doppelter Staatsbürgerschaft aktiver werden und verhindern, dass weitere große Talente verloren gehen.
Auch das Umfeld sollte sich hinterfragen. Mir hat während des gesamten Turniers oft das Gefühl gefehlt, dass Mannschaft, Medien und Fans wirklich gemeinsam hinter diesem Team stehen. Gleichzeitig darf Kritik nach einem solchen Turnier selbstverständlich geäußert werden. Entscheidend ist aber, dass daraus Konsequenzen gezogen werden.
Für mich bedeutet das konkret: Julian Nagelsmann sollte nach diesem Turnier nicht Bundestrainer bleiben. Ich glaube nicht, dass sich unter ihm grundlegend etwas verändern würde. Nach mehreren enttäuschenden Turnieren braucht die Nationalmannschaft einen echten Neustart – sowohl sportlich als auch emotional. Wer dieser Trainer sein könnte, ist eine schwierige Frage. Natürlich fällt sofort der Name Jürgen Klopp. Ob das realistisch ist, weiß niemand. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem, dass ein Trainer kommt, der eine klare Spielidee hat, junge Spieler entwickelt, eine Mannschaft formen kann und wieder Aufbruchsstimmung erzeugt.
Der DFB muss jetzt Verantwortung übernehmen. Eine Vertragsverlängerung bis 2028 noch vor der Weltmeisterschaft war im Nachhinein unglücklich und erschwert die Situation zusätzlich. Trotzdem dürfen finanzielle Aspekte oder mögliche Abfindungen jetzt keine Rolle spielen. Wenn der Verband überzeugt ist, dass ein anderer Trainer die bessere Lösung ist, dann muss diese Entscheidung getroffen werden. Ein "Weiter so" darf es nach diesem Turnier nicht geben.
Ich sehe die Zukunft trotz allem nicht komplett pessimistisch. Deutschland verfügt weiterhin über viele talentierte junge Spieler. Die U17 wurde Weltmeister, auch in den Nachwuchsmannschaften gibt es viel Qualität. Aber aus Talent allein entsteht noch keine erfolgreiche Nationalmannschaft. Jetzt braucht es endlich klare Entscheidungen, Mut zu Veränderungen und einen konsequenten Neuaufbau. Nur wenn wir bereit sind, aus den Fehlern der vergangenen Jahre zu lernen, kann die Nationalmannschaft wieder dorthin zurückkehren, wo sie eigentlich hingehört.
30.06.2026 - 07:54 Uhr
Zitat von Dannyscf
Wie kommst du bitte auf hochverdient? Da muss schon sehr viel Missgunst mitschwingen.
Mit einem normalen Schiri, wäre das Spiel sehr eindeutig geworden.
Zitat von BaMeLu
Ein hochverdientes ausscheiden und es war tatsächlich absehbar !
Da Lob ich mir unsere sc Mentalitäts Spieler ginter, Treu und Eggestein
Ein hochverdientes ausscheiden und es war tatsächlich absehbar !
Da Lob ich mir unsere sc Mentalitäts Spieler ginter, Treu und Eggestein
Wie kommst du bitte auf hochverdient? Da muss schon sehr viel Missgunst mitschwingen.
Mit einem normalen Schiri, wäre das Spiel sehr eindeutig geworden.
Ich finde das tatsächlich zu einfach, dass auf den schiri zu schieben.
Man weiß nicht, was passiert wäre, wenn das Tor gezählt hätte. Aber Paraguay hätte noch 20 Minuten Zeit gehabt um dann ein 2-2 zu machen.
Ebenfalls hatten wir nachdem nicht gegebenen Tor 20 Minuten Zeit um selbst ein Tor zu erzielen.
Nur hier fehlte mir ein stückweit die erst recht Mentalität, daher empfand ich, Paraguay hat mit dem was sie leisten können das beste daraus gemacht.
Wir haben mit den Anlagen/Anspruch unserer Spieler (Weltmeister war das Ziel) leider nichts hinbekommen.
Daher für mich ein hochverdientes weiterkommen für Paraguay.
30.06.2026 - 08:25 Uhr
Es ist schon etwas absurd, die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen. Mag sein, dass er in manchen Situationen unglücklich gewirkt hat, allerdings ändert das rein gar nichts an der völlig unstrukturierten und ideenlosen Spielweise der Mannschaft.
Bei allem Respekt vor Paraguay, aber so ein Spiel muss man eigentlich locker mit einem 3:0 oder 4:0 nach Hause bringen.
Am Ende bin ich aber froh, dass das Aus jetzt gegen ein kleines Team kommt und nicht erst gegen Frankreich. Dort hätte man sich herausreden können, dass man als Underdog alles gegeben hat und eben - wie erwartet - ausgeschieden ist.
Ich hoffe, dass der DFB jetzt nicht an Nagelsmann festhält. Nach der deutlichen öffentlichen Kritik aufgrund der Sache um Neuer und Sané vor der WM (und mit Abstrichen auch El Mala und Ginter) sowie der schwachen Mannschaftsleistung während des Turniers dürfte die Euphorie in der Bevölkerung doch deutlich geschwunden sein. Da braucht es jemanden, der das Feuer wieder entfacht. Dieser Trainer kann nur Klopp heißen (oder Streich)
Bei allem Respekt vor Paraguay, aber so ein Spiel muss man eigentlich locker mit einem 3:0 oder 4:0 nach Hause bringen.
Am Ende bin ich aber froh, dass das Aus jetzt gegen ein kleines Team kommt und nicht erst gegen Frankreich. Dort hätte man sich herausreden können, dass man als Underdog alles gegeben hat und eben - wie erwartet - ausgeschieden ist.
Ich hoffe, dass der DFB jetzt nicht an Nagelsmann festhält. Nach der deutlichen öffentlichen Kritik aufgrund der Sache um Neuer und Sané vor der WM (und mit Abstrichen auch El Mala und Ginter) sowie der schwachen Mannschaftsleistung während des Turniers dürfte die Euphorie in der Bevölkerung doch deutlich geschwunden sein. Da braucht es jemanden, der das Feuer wieder entfacht. Dieser Trainer kann nur Klopp heißen (oder Streich)
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