Der Schiri Thread
08.08.2011 - 15:46 Uhr
30.11.2016 - 10:48 Uhr
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
30.11.2016 - 11:55 Uhr
Zitat von Devil_till_Death
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
Du meinst (wie beim Football) "öffentlich" für das gesamte Stadion?
30.11.2016 - 12:22 Uhr
Zitat von martinf112
Du meinst (wie beim Football) "öffentlich" für das gesamte Stadion?
Zitat von Devil_till_Death
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
Du meinst (wie beim Football) "öffentlich" für das gesamte Stadion?
Naja, was will man denn an Abseits oder Foulspiel oder... noch erklären? Der Schiri pfeift, wenn er oder sein Assi etwas gesehen hat und dies als unsportlich wertet. Das kann er vielleicht erklären, aber was bringt das? Man kann dann die Einschätzung teilen oder nicht - man kann das diskutieren. Aber solange die Entscheidung des Schiedsrichters als Tatsachenentscheidung gilt, die nicht zurückgenommen wird, bringt das alles nichts.
30.11.2016 - 13:18 Uhr
Zitat von martinf112
Du meinst (wie beim Football) "öffentlich" für das gesamte Stadion?
Zitat von Devil_till_Death
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
Die Schiris sind per Funk untereinander verbunden. Was, außer einer aus falschem Schutzreflex sich sträubenden Lobby, hindert den DFB daran festzulegen, dass die Schiris nach einer Entscheidung diese über die Lautsprecher auch erklären?
Du meinst (wie beim Football) "öffentlich" für das gesamte Stadion?
Das fände ich richtig stark. "Unsportliches Verhalten von der Nummer XY, Heimmannschaft". Inkl. einer kurzen Beratung des Schiedsrichterteams.
30.11.2016 - 13:47 Uhr
Passt meines Erachtens nur in Sportarten mit fester Unterbrechung: Football, Eishockey.
Der Fußball ist ein flüssigeres Spiel mit fortlaufender Uhr. Zumindest bisher.
Wenn der Videobeweis kommt, muss sich da eh was tun... sonst wird das Ding als Zeitspielinstrument genutzt. So wie heute schon die Auswechslungen und bei Behandlungen. Seltsamerweise sind von Krämpfen in 99 Prozent der Fälle die Mannschaften stark betroffen, die mit dem Ergebnis gut zufrieden sind. Ist aber sicher Zufall...
Der Fußball ist ein flüssigeres Spiel mit fortlaufender Uhr. Zumindest bisher.
Wenn der Videobeweis kommt, muss sich da eh was tun... sonst wird das Ding als Zeitspielinstrument genutzt. So wie heute schon die Auswechslungen und bei Behandlungen. Seltsamerweise sind von Krämpfen in 99 Prozent der Fälle die Mannschaften stark betroffen, die mit dem Ergebnis gut zufrieden sind. Ist aber sicher Zufall...
30.11.2016 - 14:12 Uhr
Eine Regelung nach dem Vorbild des Footballs halte ich auch nicht für zielführend. Wie mein Vorschreiber bereits anmerkte, würde so der Spielfluss doch stark eingeschränkt werden. Eine kurze öffentliche Analyse am Ende der Partie, halte ich - wie oben beschrieben - für vollkommen ausreichend. Eventuell könnte man sogar darüber nachdenken, die Schiedsrichter in die Pressekonferenz nach dem Spiel einzubinden.
30.11.2016 - 14:34 Uhr
Zitat von Ozelot
Trainer und Spieler müssen sich vor Kameras zu ihrer Leistung äußern, wieso sollten es nicht auch die Schiedsrichter tun?
Trainer und Spieler müssen sich vor Kameras zu ihrer Leistung äußern, wieso sollten es nicht auch die Schiedsrichter tun?
Nein, Trainer und Spieler müssen(!) sich nicht zur Leistung äußern. Sie tun es, weil sie der Vermarktungszirkus dazu anhält bzw. es ihre Sponsoren gerne sehen, wenn nach den Spielen die Logos auf Trikots, Hemdkragen, Werbetafeln ins Bild gesetzt werden. Was sie dann sagen, ist eigentlich einerlei, aber natürlich macht es da Sinn, über das Spiel zu reden.
Zitat von Ozelot
Eventuell könnte man sogar darüber nachdenken, die Schiedsrichter in die Pressekonferenz nach dem Spiel einzubinden.
Eventuell könnte man sogar darüber nachdenken, die Schiedsrichter in die Pressekonferenz nach dem Spiel einzubinden.
Man muss dabei sehen, dass Schiedsrichter aufgrund ihrere Funktion und Stellung im Spiel die strittigste und angfreifbarste Position inne haben. Sie auf den Pressekonferenzen noch zu exponieren halte ich für bedenklich.
Nochmal: was sollten sie auch sagen, was nicht eh offensichtlich wäre?
"In Minute 88. habe ich ein Foul des Spielers X an Spieler Y gesehen, dies aufgrund der Spielsituation als Notbremse gewertet und daher Spieler X des Feldes verwiesen."
"Ich bin auch kein Freund der Doppelbestrafung, aber das ist nun mal die Regel, daher musste ich Elfmeter und die rote Karte geben."
"Die Spielminute ist dabei egal"
"Auch wenn das Fernsehbild zeigt, dass es eine Schwalbe war. Ich habe es in dem Moment anders wahrgenommen und daher so entschieden, wie ich entschieden habe."
Ich will hier die Schiedsrichter gar nicht in Schutz nehmen. Vielleicht würden einige der Herren ihre arrogante und unnahbare Attitüde aufgeben, wenn sie mit Fehlentscheidungen öffentlich konfrontiert würden.
Aber ob der Schiri nun Osawe und Zoua verwechselt oder Osawe als aktiv gesehen hat, ist mir eigentlich ziemlich egal. Es war aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung, auf Abseits zu entscheiden. Eine Erklärung macht da nichts besser.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 30.11.2016 um 14:35 Uhr bearbeitet
01.12.2016 - 10:20 Uhr
Zitat von Hegermeister
Aber ob der Schiri nun Osawe und Zoua verwechselt oder Osawe als aktiv gesehen hat, ist mir eigentlich ziemlich egal.
Aber ob der Schiri nun Osawe und Zoua verwechselt oder Osawe als aktiv gesehen hat, ist mir eigentlich ziemlich egal.
Dass es den Leuten nicht egal ist, zeigen die tagelangen Diskussionen im Internet.
Nochmals: Mir geht es nicht um eine Bloßstellung der Schiedsrichter. Vielmehr glaube ich, dass sich das Verhältnis zu Schiedsrichtern in der öffentlichen Wahrnehmung etwas entspannen würde. So zumindest meine Erfahrung aus den Niederlanden. Dort werden nach dem Spiel dann Dinge gesagt wie:
"Das Spiel hat hitzig begonnen. In dieser Phase war es mir wichtig mit zwei frühen gelben Karten etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen. In der 15. Minute hatten wir dann die Elfmeterentscheidung. Hier gibt es eigentlich keine zwei Meinungen. Der Spieler wird klar am Schienbein getroffen, in der Konsequenz ist das dann ein Strafstoß für die Heimmannschaft. Kurz vor Spielende haben ich und mein Gespann das Tor für Kaiserslautern aberkannt. Wir waren uns bewusst, dass der Torschütze nicht im Abseits stand, der Spieler Osawe allerdings eine Irritation für den gegnerischen Torhüter darstellt, somit aktiv ins Spielgeschehen eingreift und haben deshalb den Treffer nicht anerkannt. Wir können verstehen, dass sich einige Fans über diesen Pfiff ärgern, aber schlussendlich bleibt es eine 50/50-Entscheidung. "
Fachliche Analyse, Demut bei Fehlentscheidungen und einfach eine öffentliche Aufarbeitung ihrer eigenen Leistung, mit dem Mut Fehler eingestehen zu können. Man zeigt, dass man die eigene Leistung einschätzen kann, ob sie nun negativ oder positiv war. Das würde meiner Meinung nach das schwer beschädigte Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Schiedsrichtern verbessern. Schiedsrichter werden für den normalen Fan dadurch wieder "menschlicher", sie würden das arrogante Gehabe ablegen und Fehler würden ihnen leichter verziehen.
Soweit meine Theorie.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ozelot am 01.12.2016 um 10:22 Uhr bearbeitet
01.12.2016 - 10:26 Uhr
Das ist aber überwiegend eine Frage der Kommunikationskultur und da muss man sagen, solange beim DFB die Meinung vorherrscht, dass Fehler qua definitionem ausgeschlossen sind, wird man auch bei den Schiedsrichtern in Deutschland so etwas nicht erleben. Ob das eine gute oder schlechte Sache ist, möchte ich insoweit gar nicht bewerten, aber der Nimbus der deutschen Sportverbände ist auf Unfehlbarkeit und Unangreifbarkeit von Entscheidungen geradezu ausgelegt.
01.12.2016 - 11:12 Uhr
Da frage mich aber dann was eine Schiribewertung des eigenen Spiels kurz nach dem Spiel bringen soll; gerade nach der Szene mit Osawe und Zoua. Der Schiedsrichter beurteilt ohne Wiederholung und wir diskutieren auch nach den Wiederholungen immer noch.
Habe mir die Sequenz bestimmt 10 x angeschaut und für mich ist es kein aktives Abseits. Das ist aber Auslegungssache und liegt im Ermessensspielraum des Schiedsrichters (Cloud - Daumen hoch für den Erklärbär) und ich kann Osawe und Zoua unterscheiden.
Wenn ich die Verwechslungsvermutung miteinbeziehe kann ich den Abseitspfiff vom Schiedsrichter in Kommunikation mit dem Linienrichter nachvollziehen. Trotzdem bleibt es für mich eine falsche Entscheidung wobei ich das Regelwerk auch nicht vollständig kenne.
Die Idee mit dem öffentlichen Erklären der Entscheidung ist marketingseitig großartig. Wurst-Manfred präsentiert die Erklärung von Schiri XY.
Nach dem Spiel könnte man direkt nachlegen und eine feste Sendung installieren - (angep*sste) Zuschauer fragen - Schiri antwortet, mit anschließender Livediskussion im Netz. Ändert zwar nichts am Ergebnis, aber wer mitdiskutiert fühlt sich verstanden
Auch wenn die Entscheidung gegen uns war (die Szene mit Mwene in unserem Strafraum könnten wir auch noch diskutieren); mit den Tatsachenentscheidungen leben wir schon seitdem wir Fußball schauen. Macht für mich auch den Reiz dieses Sports aus.
Mir ist das deutlich lieber als die achtundzwanzigste Unterbrechung in einem Spiel. Ich mag aber auch kein Popcorn und Klatschpappen und halte American Football weiterhin für Wrestling mit einem ballähnlichen Gegenstand.
Habe mir die Sequenz bestimmt 10 x angeschaut und für mich ist es kein aktives Abseits. Das ist aber Auslegungssache und liegt im Ermessensspielraum des Schiedsrichters (Cloud - Daumen hoch für den Erklärbär) und ich kann Osawe und Zoua unterscheiden.
Wenn ich die Verwechslungsvermutung miteinbeziehe kann ich den Abseitspfiff vom Schiedsrichter in Kommunikation mit dem Linienrichter nachvollziehen. Trotzdem bleibt es für mich eine falsche Entscheidung wobei ich das Regelwerk auch nicht vollständig kenne.
Die Idee mit dem öffentlichen Erklären der Entscheidung ist marketingseitig großartig. Wurst-Manfred präsentiert die Erklärung von Schiri XY.
Nach dem Spiel könnte man direkt nachlegen und eine feste Sendung installieren - (angep*sste) Zuschauer fragen - Schiri antwortet, mit anschließender Livediskussion im Netz. Ändert zwar nichts am Ergebnis, aber wer mitdiskutiert fühlt sich verstanden
Auch wenn die Entscheidung gegen uns war (die Szene mit Mwene in unserem Strafraum könnten wir auch noch diskutieren); mit den Tatsachenentscheidungen leben wir schon seitdem wir Fußball schauen. Macht für mich auch den Reiz dieses Sports aus.
Mir ist das deutlich lieber als die achtundzwanzigste Unterbrechung in einem Spiel. Ich mag aber auch kein Popcorn und Klatschpappen und halte American Football weiterhin für Wrestling mit einem ballähnlichen Gegenstand.
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