Der Schiri Thread
08.08.2011 - 15:46 Uhr
06.12.2021 - 15:30 Uhr
Zitat von kappel1719
Dass hier jetzt auch noch Strafanzeige gestellt wurde, ist fast schon Comedy. Ich wünsche dem Jungen und dem BVB, dass ihre Anwälte das irgendwie abgeschmettert bekommen.
Dass hier jetzt auch noch Strafanzeige gestellt wurde, ist fast schon Comedy. Ich wünsche dem Jungen und dem BVB, dass ihre Anwälte das irgendwie abgeschmettert bekommen.
Hier mit der Keule des Strafrechts draufhauen zu wollen, ist für mich schon arg schräg. Ich gehe auch nicht davon aus, dass sich Zwayer die persönliche Blöße gibt und wirklich einen Strafantrag stellt.
Bellingham soll sich für den Verweis auf damals entschuldigen und gut ist’s.
Generell sollte selbst der DFB bemerkt haben, dass seine Schiedsrichter immer häufiger in der öffentlichen Kritik stehen. Die allgemeine Akzeptanz von Entscheidungen bröckelt gewaltig und es wäre an der Zeit, mit Vereinsvertretern, Spielern, Trainern und Schiedsrichtern eine große Reform anzustoßen.
In meinen Augen bedarf es eines von allen Seiten mitgetragenen neuen Regelwerks, dass vor allem die bisherigen Erfahrungen mit dem VAR einpreist, mehr Transparenz über einzelne Entscheidungen ermöglicht und das Prinzip der Tatsachenentscheidung für die retrospektive Sanktionsfindung endlich aufhebt.
Wo ist bitte das Problem, einen Spieler, der offensichtlich zu Unrecht des Feldes verwiesen wurde „freizusprechen“. Lieber perpetuiert man Fehlentscheidungen (Redondo fehlt uns in Verl und gegen Osnabrück; Hanslik fehlt uns gegen Würzburg), als dass man Größe beweist und dazu steht, dass dem Schiri ein Fehler unterlaufen ist.
Fehler passieren nun einmal, ist auch nicht weiter schlimm, aber das Bild von den Halbgöttern in schwarz rührt vor allem daher, dass der DFB hinterher dem ganzen Fußballland ein X als U verkaufen will.
Aber zu einer solchen Reform kommt es natürlich nicht. Lieber schottet man sich in seinem Elfenbeinturm noch weiter ab und haut auf diejenigen drauf, die es wagen, die Entscheidungen zu kritisieren.
06.12.2021 - 16:22 Uhr
Bellingham darf doch sowas nicht sagen, das geht gar nicht. Auch der Gräfe kann keine Ruhe geben. Seit 1200 Jahren geht ein Schiedsrichter am Punkt x in Ruhestand, nur er versucht hier aus gekränkter Eitelkeit immer wieder gegen den DFB zu schießen.
Der DFB ist ein peinlicher Musikantenstadl, das wissen wir alle, aber was Bellingham da sagt geht gar nicht und dafür gehört er sanktioniert. Gräfe soll aufhören Menschen zu instrumentalisieren und endlich Ruhe geben. Habe den Phrasenmäher-Podcast - indem er zu Gast war - gerne gehört und weiß auch warum er dies tut, aber er verrennt sich hier.
Zudem darf nicht unerwähnt bleiben dass ein Zwayer gerade die Bayern im DFB Pokalfinale 2018 gegen die Eintracht nicht gerade bevorzugt hat, eher das Gegenteil war der Fall, weshalb man aufpassen sollte hier irgendetwas zu konstruieren.
Der BVB sollte sich eher mal hinterfragen wieso bestimmte Spieler nicht zünden und ob bestimmte Geldmittel richtig eingesetzt wurden.
Der DFB ist ein peinlicher Musikantenstadl, das wissen wir alle, aber was Bellingham da sagt geht gar nicht und dafür gehört er sanktioniert. Gräfe soll aufhören Menschen zu instrumentalisieren und endlich Ruhe geben. Habe den Phrasenmäher-Podcast - indem er zu Gast war - gerne gehört und weiß auch warum er dies tut, aber er verrennt sich hier.
Zudem darf nicht unerwähnt bleiben dass ein Zwayer gerade die Bayern im DFB Pokalfinale 2018 gegen die Eintracht nicht gerade bevorzugt hat, eher das Gegenteil war der Fall, weshalb man aufpassen sollte hier irgendetwas zu konstruieren.
Der BVB sollte sich eher mal hinterfragen wieso bestimmte Spieler nicht zünden und ob bestimmte Geldmittel richtig eingesetzt wurden.
06.12.2021 - 16:58 Uhr
Zitat von Mittelschichtler
Zudem darf nicht unerwähnt bleiben dass ein Zwayer gerade die Bayern im DFB Pokalfinale 2018 gegen die Eintracht nicht gerade bevorzugt hat, eher das Gegenteil war der Fall, weshalb man aufpassen sollte hier irgendetwas zu konstruieren.
Zudem darf nicht unerwähnt bleiben dass ein Zwayer gerade die Bayern im DFB Pokalfinale 2018 gegen die Eintracht nicht gerade bevorzugt hat, eher das Gegenteil war der Fall, weshalb man aufpassen sollte hier irgendetwas zu konstruieren.
Was kein Argument gegen irgendwas wäre, sollte Zwayer mit der Wettmafia im Bunde sein.
Der DFB betreibt Altersdiskriminierung. Das mag legal sein, aber das ist weder den Schiedsrichtern noch den Mannschaften gegenüber fair. Es sollte nach Leistungskriterien bewertet werden. Das Thema Zwayer ist davon gesondert zu betrachten. Da stecke ich nicht genug drin, um beurteilen zu können, ob er damals mitverurteilt hätte werden sollen.
Beste Grüße
Lullaby
06.12.2021 - 17:58 Uhr
Das Urteil von 2006 (pdf)
Ein Artikel auf zeit.de. Daraus:
Ich bin kein Jurist aber zumindest die private Anzeige sollte sich damit verflüchtigen. Selbst wenn Zwayer nicht selbst Schiri sondern nur Linienrichter war hatte er A) offensichtlich Geld genommen und B) die Verfehlung über längere Strecke nicht gemeldet. War insofern Teil des Ganzen und Bellingham hat somit Recht mit seiner Aussage.
Ein Artikel auf zeit.de. Daraus:
Doch abgesehen von Zwayers Pfiffen in Dortmund sprach Bellingham etwas Grundsätzliches an, über das in Deutschland gerne geschwiegen wird: Wegen seiner Vorgeschichte im Fall Hoyzer bringen viele Spieler, Manager und Trainer Felix Zwayer keinen Respekt und kein Vertrauen mehr entgegen. Sie legen Fehler gegen ihn persönlich aus. Wer als Schiedsrichter die Ursünde begangen hat, dem glaubt man eben nicht mehr.
Weil es in vielen TV-Sendungen nur mit verschämten, verdunkelnden Worten beschrieben wird, hier nochmals im Detail, was laut einem DFB-Urteil von 2006 diese Vorgeschichte von Zwayer ist:
Vor dem Regionalligaspiel Wuppertal gegen Werder Bremen Amateure (1:0) am 30. April 2004 nahm Zwayer von Robert Hoyzer die Summe von 300 Euro an, "um als Schiedsrichter-Assistent kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden". Konkrete Manipulation konnte Zwayer in diesem Spiel nicht nachgewiesen werden, vermutlich auch, weil kaum TV-Bilder existierten und fast keine Journalisten und Auswärtsfans anwesend waren.
Mindestens genauso schwer wiegt der Vorwurf, dass Zwayer über Monate den Fall Hoyzer nicht wie vorgeschrieben meldete. So konnte Hoyzer weitere Spiele manipulieren, etwa das Skandalspiel Paderborn gegen den HSV. Hätte Zwayer redlich reagiert, wäre dem DFB ein Millionenschaden erspart geblieben, dem deutschen Fußball ein riesiger Skandal. Zwayer war zu dieser Zeit kein Anfänger mehr, sondern längst auf dem Weg in die Bundesliga. Unmittelbar vor der Geldübergabe war er befördert worden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Zwayer, stellte das Verfahren jedoch wegen Geringfügigkeit "mit nicht unerheblichen Bedenken" ein. Der DFB hielt Zwayer sportrechtlich für schuldig, sperrte ihn, doch machte das Urteil nicht öffentlich, vielleicht, weil der sich an der Aufklärung des Skandals beteiligte.
Weil es in vielen TV-Sendungen nur mit verschämten, verdunkelnden Worten beschrieben wird, hier nochmals im Detail, was laut einem DFB-Urteil von 2006 diese Vorgeschichte von Zwayer ist:
Vor dem Regionalligaspiel Wuppertal gegen Werder Bremen Amateure (1:0) am 30. April 2004 nahm Zwayer von Robert Hoyzer die Summe von 300 Euro an, "um als Schiedsrichter-Assistent kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden". Konkrete Manipulation konnte Zwayer in diesem Spiel nicht nachgewiesen werden, vermutlich auch, weil kaum TV-Bilder existierten und fast keine Journalisten und Auswärtsfans anwesend waren.
Mindestens genauso schwer wiegt der Vorwurf, dass Zwayer über Monate den Fall Hoyzer nicht wie vorgeschrieben meldete. So konnte Hoyzer weitere Spiele manipulieren, etwa das Skandalspiel Paderborn gegen den HSV. Hätte Zwayer redlich reagiert, wäre dem DFB ein Millionenschaden erspart geblieben, dem deutschen Fußball ein riesiger Skandal. Zwayer war zu dieser Zeit kein Anfänger mehr, sondern längst auf dem Weg in die Bundesliga. Unmittelbar vor der Geldübergabe war er befördert worden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Zwayer, stellte das Verfahren jedoch wegen Geringfügigkeit "mit nicht unerheblichen Bedenken" ein. Der DFB hielt Zwayer sportrechtlich für schuldig, sperrte ihn, doch machte das Urteil nicht öffentlich, vielleicht, weil der sich an der Aufklärung des Skandals beteiligte.
Ich bin kein Jurist aber zumindest die private Anzeige sollte sich damit verflüchtigen. Selbst wenn Zwayer nicht selbst Schiri sondern nur Linienrichter war hatte er A) offensichtlich Geld genommen und B) die Verfehlung über längere Strecke nicht gemeldet. War insofern Teil des Ganzen und Bellingham hat somit Recht mit seiner Aussage.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 06.12.2021 um 17:59 Uhr bearbeitet
06.12.2021 - 18:41 Uhr
Reus stand im Abseits, das macht das Ganze noch absurder.
07.12.2021 - 08:00 Uhr
Zitat von Mittelschichtler
Reus stand im Abseits, das macht das Ganze noch absurder.
Reus stand im Abseits, das macht das Ganze noch absurder.
Darüber spricht tatsächlich keiner. Ich glaube es war tatsächlich Halland und nicht Reus vorher im Abseits aber das spielt erstmal keine Rolle. Für mich ein Unding, dass man bei diesen Elfmetersituationen medial so einen Wind macht. Der BVB sollte sich wie einige hier vorher geschrieben haben mal an die eigene Nase fassen und sich fragen wie es möglich ist, dass in wichtigen Spielen ein, von den Bayern aussortierten, Hummels regelmäßig durch slapstick Aktionen das Spiel verliert. Auch ich würde liebend gerne den BVB als Meister sehen, aber wer der Wahrheit nicht ins Gesicht schaut und eine seit Jahren mittelmäßige Abwehr stellt während Millionen in die Offensive gesteckt wird braucht sich eben nicht wundern.
Ein anderer Punkt der mich noch gehörig stört an diesem Schiedsrichter Thema ist, dass auch auf den Sportplätzen unserer Republik junge unantastbare Götter Spiele verpfeifen und teilweise Kinder mit den Argumenten „ich kann es ja also gebe ich die rote Karte“ des Spielfeldes verweisen. Die Problematik beginnt also nicht erst beim DFB in den Profi Ligen sondern wird schon bei den Verbänden gefördert. Ich selbst bin Jugendtrainer und darf mich regelmäßig mit weinenenden Kindern beschäftigen, die in corona Zeiten wie diesen ihr Hobby nicht ausüben dürfen. Auch im Jugendfusball bedarf es einer Reform doch das ist leider Wunschdenken.
07.12.2021 - 12:00 Uhr
Zitat von Stiffle
Ich selbst bin Jugendtrainer und darf mich regelmäßig mit weinenenden Kindern beschäftigen, die in corona Zeiten wie diesen ihr Hobby nicht ausüben dürfen. Auch im Jugendfusball bedarf es einer Reform doch das ist leider Wunschdenken.
Ich selbst bin Jugendtrainer und darf mich regelmäßig mit weinenenden Kindern beschäftigen, die in corona Zeiten wie diesen ihr Hobby nicht ausüben dürfen. Auch im Jugendfusball bedarf es einer Reform doch das ist leider Wunschdenken.
Also bei Selbstdarstellern gebe ich dir ja gerne Recht. Die sind alle Schiedsrichter-Persönlichkeit nicht geeignet und sollten am besten auch gerne schon früh im Amateur- und Jugendbereich deswegen aussortieren werden.
Eigentlich. Denn faktisch gibt es einen massiven Mangel an Schiedsrichtern, da lässt man dann eben lieber so einen weiter pfeifen (und hofft auf Besserung), als noch einen Schiedsrichter weniger zur Verfügung zu haben.
Pauschal kann ich die Aussage ohnehin nicht unterschreiben.
Ich habe vor geraumer Zeit einmal ein Vorbereitungsspiel geleitet. C-Jugend, Freundschaftsspiel kurz vor der Saison.
Dieses völlig unbedeutende Spiel stand phasenweise mit 5 Platzverweisen kurz vorm Abbruch.
Vor allem der erste Platzverweis ist mir noch im Gedächtnis geblieben. Da wurde ein Gegenspieler nach Tor der eigenen Mannschaft mit etwas in Richtung "F* dich, du H*" verhöhnt. Auch der Spieler hat Rotz und Wasser geheult, als er daraufhin vom Platz verwiesen wurde. Mein Mitleid hielt sich dennoch stark in Grenzen..
07.12.2021 - 13:27 Uhr
Ich hoffe die 40k-Strafe gehen an den "Geschädigten"....
https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/bvb-nach-schiri-kritik-das-ist-die-strafe-fuer-jude-bellingham-78467880.bild.html
https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/bvb-nach-schiri-kritik-das-ist-die-strafe-fuer-jude-bellingham-78467880.bild.html
07.12.2021 - 14:09 Uhr
Zitat von Mittelschichtler
Reus stand im Abseits, das macht das Ganze noch absurder.
Reus stand im Abseits, das macht das Ganze noch absurder.
Das ist doch jetzt nur ne nachgeschobene Schutzbehauptung des DFB. Wurde ja auch im Spiel nicht geahndet, also nehme ich mal an, die Kalibrierungslinie hat was anderes ausgesagt als man uns jetzt weis machen will.
07.12.2021 - 15:16 Uhr
Hier ein Artikel, der sich mit Zwayer und Bellingham beschäftigt, aber nicht bezogen auf dieses konkrete Spiel, sondern als Anlass, auf das DFB-Schiedsrichterwesen zu blicken:
Quelle: Zeit Online
Bellingham spricht nur aus, was alle wissenJude Bellinghams Kritik an Felix Zwayer stellt die grundsätzliche Frage: Warum fördert der DFB mit aller Macht einen Schiedsrichter, der einst die Ursünde begangen hat? ....Die Uefa hat reagiert. Sie ließ Felix Zwayer (...) nicht bei der Europameisterschaft pfeifen. Aus Leistungsgründen, nach zweifelhaften Elfmetern in der Champions League. In Deutschland geht man anders vor: Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Jude Bellingham.
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