Der Ausgliederungs-Thread
Hamburg kriegt es, Bayern hat es und die Stuttgarter wollen es - die Rede ist natürlich von der Ausgliederung der Profiabteilung. Möglichst verbunden mit sportlichen Höhenflügen, einem stärker besetzten Kader und einer Vormachtstellung in der Liga.
Glaubt man der Forbes Liste der wertvollsten Vereine, ist der VfB derzeit maximal 210 Millionen Euro wert. Eine Ausgliederung mit maximal 24,9% verkaufter Anteile würde uns also bis zu 50 Millionen Euro zusätzlich in die Kassen spülen. Die Frage ist, ist diese - im Fussballgeschäft mittlerweile eher geringe - Summe eine Ausgliederung wert?
Genaue Beträge abseits der Milchmädchenrechnungen wird uns Wahler auf der Mitgliederversammlung Ende Juli präsentieren wollen. Nachdem sich unser neuer Präsident die Ausgliederung auf die Fahne geschrieben hat, wird es hier in den nächsten Monaten wohl allerlei zu hinterfragen und diskutieren geben:
- Ist es sinnvoll, den Verein am Tiefpunkt der Tabelle auszugliedern?
- Reicht das Geld dieser einmaligen Chance, um sich dauerhaft in der Bundesligaspitze zu etablieren?
- Ist es sinnvoll, dem Team, das den Verein an diesen Tiefpunkt führte, dieses Geld in die Hand zu geben?
- Was passiert, wenn der Erfolg ausbleibt?
- Was wäre als Entwicklung von Bobic/Wahler zu erwarten/fordern?
Diese und andere Fragen hat das nun feststehende Modell HSV+ im Konkurrenzthread schon aufgeworfen und sollen nun hier diskutiert und erläutert werden!
Vielleicht sollte man sich das mit der Ausgliederung nochmal überlegen. Wenn der BVB für 10% 23,5 Mio bekommt, wie sollen denn dann bei uns für 20% ungefähr 50 Mio rausspringen, wie ich hier schon gelesen habe?
D.h. unser Potenzial liegt vielleicht eher bei 30 Mio für 20% und die waren schon mal ziemlich schnell weg. Und dann? Ausgliederung der Ausgliederung?
Stuttgart - Eine Kölner Boulevard-Zeitung meldet die bevorstehende Rückkehr von Alex Wehrle (39) zum VfB. Er ist seit anderthalb Jahren Finanzchef beim 1. FC Köln. „Ich habe einen Vertrag bis 2017, ich fühle mich hier wohl“, dementiert Wehrle, der sich beim VfB als Assistent von Präsident Erwin Staudt einen guten Ruf erarbeitete.
Dennoch sehen die Kölner das Werben der Roten mit einem unguten Gefühl. FC-Sportchef Jörg Schmadtke sagte dem Kölner Express, er wolle um Wehrle kämpfen und verwies auf den längerfristigen Vertrag.
Auch beim VfB Stuttgart ist man sich bewusst, dass man in dieser Personalie Ausdauer haben muss. Vor Ende 2015 rechnet am Wasen niemand mit der Rückkehr Wehrles.
Für den Fall einer Ausgliederung oder auch so wirbt der VfB um Alex Wehrle als möglicher Finanzchef
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bestof14 am 12.07.2014 um 12:33 Uhr bearbeitet Der VfB Stuttgart plant eine Ausgliederung seiner Profifußball-Abteilung und erhofft sich dadurch Einnahmen von mindestens 50 Millionen Euro.
Stand jetzt 28.12.2015 22.41Uhr:
Ja: 68,6%
Nein: 27,3%
Keine Meinung: 4,1%
Könnt ja mal mitmachen
Bei der erste Regionale Versammlung im Rahmen der Vereins-Entwicklung VfB waren in der Mercedes-Benz Arena knapp über 400 Mitglieder vor Ort.
Antworten zum Thema KGaA und noch etwas mehr.
Der FC Bayern setzte im Geschäftsjahr 2015 fast eine halbe Milliarde Euro um, es besteht kein Zweifel, dass das mehr als eine Nebentätigkeit ist.
Daraus folgt für den VfB:
Bin mal gespannt, wie auf so etwas unsere Ausgliederungsgegner reagieren.
[...]
Wie genau sieht das aus, wer formuliert das? Und woher würde der VfB plötzlich 40 Millionen Euro hernehmen, wenn er die Anteile zurückkaufen müsste?
Wenn Daimler nicht mehr beteiligt sein möchte, dann müssen sie versuchen ihre Anteile zu verkaufen. Wenn sie sie nicht verkaufen können, müssen sie sie billiger (< 40 Millionen) am Markt platzieren. Der Preis geht so lange runter bis sie jemand abnimmt. Ggf. muss Daimler noch was drauf zahlen, um sie loszuwerden.
Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis kann dann als Gewinn oder Verlust verbucht werden. Der VfB sollte das Vorkaufsrecht nutzen, wenn er davon ausgeht, dass die Anteile mehr als der Verkaufspreis von Daimler wert sind. Sollten sie weniger wert sein, sollte man sie am Kapitalmarkt kaufen.
Also, grundsätzlich passiert erst einmal gar nichts, wenn Daimler die Anteile vom VfB nicht mehr halten möchte.
Das ist Grundstudium BWL.
Die Hamburger müssen sich darüber jedoch nicht beschweren. Dafür haben sie vor zweieinhalb Jahren zu entschlossen für die Initiative »HSVplus« gestimmt, die damals mit hohlen PR-Phrasen eine goldene Zukunft für den Hamburger SV heraufbeschworen hatte. 86,9 Prozent der Stimmen für eine Initiative, die nichts, aber auch wirklich gar nichts von dem eingelöst hat, was sie den Mitgliedern zuvor versprochen hat. Weder wurden Strukturen verschlankt noch Finanzen konsolidiert noch ist der HSV auf direktem Wege in die Champions League. Stattdessen hängt der Klub noch aussichtsloser am Geldbeutel eines erratischen Milliardärs und dessen halbseidener Berater.
Gerechtfertigt imho der Hinweis (nicht nur auf den HSV, sondern auch auf andere Beispiele), dass Erfolg fast nichts mit der Organsationsform der Vereins zu tun hat:
"Es genügt, einen flüchtigen Blick auf die Bundesliga zu werfen, um festzustellen, dass die Organisationsform eines Klubs mit dem sportlichen Erfolg nahezu nichts zu tun hat, sondern allein damit, ob sich erstens in den jeweiligen Führungsetagen wirtschaftliche und fußballerische Kompetenz versammelt und ob zweitens die Organisationsstrukturen des Vereins ein gesundes Gleichgewicht zwischen effektiven Entscheidungsprozessen und konstruktiver Kontrolle erlauben. "

