Corona-News-Thread
12.12.2020 - 10:35 Uhr
06.01.2021 - 10:30 Uhr
Im Lichte der Hetze der Bild und gewisser Politiker, hier eine etwas differenziertere Darlegung aus der FAZ:
Warum haben die EU-Staaten sich dazu entschieden, die Verhandlungen mit den Herstellern nicht separat, sondern gemeinsam zu führen?
Der Hauptgrund ist in der aktuellen Diskussion in den Hintergrund gerückt. Zu Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr ließen sich die Europäer vom Virus spalten. Das deutsche Exportverbot für Schutzmasken und medizinische Geräte etwa war einer der Auslöser für den Streit zwischen den EU-Staaten, der schnell in Forderungen nach sogenannten Corona-Bonds mündete. Hätte sich jedes Land im Sommer selbst um seine Impfstoffe gekümmert, wäre ein ähnlicher Konflikt programmiert und manches Land mit dem Vorwurf konfrontiert gewesen, es sichere sich die Impfdosen dank des dickeren Geldbeutels. Das gilt umso mehr, als im Juni und Juli der heftige Streit über das EU-Budget für 2021 bis 2027 tobte.
Wer hat die EU-Verhandlungen geführt?
Nicht allein die Kommission. Die Gespräche fanden in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten statt.
Die EU hat insgesamt rund zwei Milliarden Dosen Impfstoff von sechs Herstellern bestellt.
Hätte sie stattdessen alles bestellen sollen, was sie kriegen konnte?
Fest steht, dass die Kritik erst jetzt aufflammt, obwohl die Randbedingungen der EU-Strategie seit langem bekannt sind. Mehrere Aspekte spielen eine Rolle. Erstens: Wenn man in Rechnung stellt, dass bei den Biontech- und Moderna-Präparaten zwei Dosen pro Impfling nötig sind, hat die EU dreieinhalbmal so viel Impfstoff bestellt, wie nötig wäre, um jeden ihrer 450 Millionen Bürger zu immunisieren – natürlich nur, wenn tatsächlich alle Vakzine zur Verfügung stehen sollten. Zweitens: Die politische Diskussion war bis weit in den Herbst eher von Forderungen geprägt, die EU dürfe nicht Geld für potentiell wirkungslose Impfstoffe hinauswerfen. Drittens spielte das Argument eine Rolle, dass ein globaler Impfwettlauf wenig Sinn ergäbe, weil das Coronavirus auf der ganzen Welt gleichermaßen ansteckend sei.
War die Bestellstrategie der EU falsch?
Jede Impfstoffbestellung fand im Sommer unter Ungewissheit statt. Niemand konnte wissen, wie schnell welches Vakzin wirksam und sicher sein würde. Deshalb entschied sich die EU, mit allen Herstellern potentiell wirksamer Stoffe Verträge zu schließen. Das bis November ausverhandelte Portfolio umfasst bis zu 405 Millionen Dosen des Tübinger Herstellers Curevac, je 400 Millionen vom britisch-schwedischen Unternehmen Astra-Zeneca und vom amerikanischen Hersteller Johnson&Johnson, je bis zu 300 Millionen Dosen vom französischen Unternehmen Sanofi-GSK und von Biontech-Pfizer sowie 160 Millionen Dosen von Moderna. Dass die letzten beiden Hersteller, deren Impfstoff auf der neuartigen mRNA-Technologie beruht, am Ende am schnellsten auf dem Markt sein würden, ließ sich im Sommer nicht absehen.
Warum haben die EU-Verhandlungen mit Biontech-Pfizer und Moderna länger gedauert als die amerikanischen oder britischen? Und warum hat die EU im November weniger bestellt, als anscheinend verfügbar war?
Der Hauptgrund für die Verhandlungsdauer waren Haftungsfragen. Vor allem der amerikanische Hersteller Pfizer, der den Biontech-Impfstoff zunächst allein produziert, forderte, dass die Gegenseite faktisch alle Risiken tragen müsse, die sich aus möglichen Nebenwirkungen ergäben. Die verantwortlichen Stellen in Amerika und Großbritannien ließen sich darauf ein, die EU-Seite war zögerlicher, offenbar auch weil einige Mitgliedstaaten nicht ins Risiko gehen wollten. Das Präparat von Biontech wirkte zudem unattraktiver als andere Kandidaten, weil es nur bei einer extrem niedrigen Temperatur von minus 70 Grad Celsius transportiert und gelagert werden kann. Nach Brüsseler Darstellung sind die Verträge für die EU günstiger ausgestaltet als für jene Länder, die die Verträge früher schlossen. Hinzu kommt, dass die Impfstoffe von Biontech-Pfizer und Moderna deutlich teurer sind als etwa jenes von Astra-Zeneca, das bis in den Herbst als das erfolgversprechendste galt. Die EU bezahlt aber deutlich weniger als Großbritannien und die Vereinigten Staaten.
Stünde in Deutschland aktuell mehr Biontech-Impfstoff zur Verfügung, wenn die EU mehr bestellt hätte?
Allenfalls marginal. Die Vorstellung, dass heute viel mehr Menschen geimpft werden könnten, wenn mehr bestellt worden wäre, ist falsch. Der „Flaschenhals“ besteht in den längst nicht ausreichenden Produktionskapazitäten. Biontech kann heute erst einen Bruchteil des Bestellvolumens produzieren. Die derzeit geringe Verfügbarkeit des Impfstoffs liegt vornehmlich daran. Ein wenig hängt die Liefermenge aber doch vom Bestellumfang ab: Biontech liefert den Impfstoff jeweils etwa anteilig an der Bestellmenge.
Wäre heute mehr Biontech-Impfstoff verfügbar, wenn die EU früher geordert hätte?
Wahrscheinlich schon – aber auch hier wären die Unterschiede wegen der ohnehin bestehenden erheblichen Produktionsengpässe nicht so groß. Hinzu kommt: Der „Rückstand“ der EU hat auch damit zu tun, dass die EU-Kommission den Impfstoff etwas später genehmigt hat als die Behörden in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Die EU wird in den kommenden Wochen aufholen.
Stimmt es, dass die EU-Kommission den Vertrag mit dem französischen Hersteller Sanofi nur auf Druck der französischen Regierung abschloss?
Nein, auch hier war das Ziel der Risikostreuung entscheidend. Es lief darauf hinaus, nicht nur die „innovativen“ Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna ins Boot zu nehmen, sondern auch die Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Impfstoffherstellung, also Astra-Zeneca, Johnson&Johnson – und eben Sanofi.
Warum haben die EU-Staaten sich dazu entschieden, die Verhandlungen mit den Herstellern nicht separat, sondern gemeinsam zu führen?
Der Hauptgrund ist in der aktuellen Diskussion in den Hintergrund gerückt. Zu Beginn der Pandemie vor knapp einem Jahr ließen sich die Europäer vom Virus spalten. Das deutsche Exportverbot für Schutzmasken und medizinische Geräte etwa war einer der Auslöser für den Streit zwischen den EU-Staaten, der schnell in Forderungen nach sogenannten Corona-Bonds mündete. Hätte sich jedes Land im Sommer selbst um seine Impfstoffe gekümmert, wäre ein ähnlicher Konflikt programmiert und manches Land mit dem Vorwurf konfrontiert gewesen, es sichere sich die Impfdosen dank des dickeren Geldbeutels. Das gilt umso mehr, als im Juni und Juli der heftige Streit über das EU-Budget für 2021 bis 2027 tobte.
Wer hat die EU-Verhandlungen geführt?
Nicht allein die Kommission. Die Gespräche fanden in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten statt.
Die EU hat insgesamt rund zwei Milliarden Dosen Impfstoff von sechs Herstellern bestellt.
Hätte sie stattdessen alles bestellen sollen, was sie kriegen konnte?
Fest steht, dass die Kritik erst jetzt aufflammt, obwohl die Randbedingungen der EU-Strategie seit langem bekannt sind. Mehrere Aspekte spielen eine Rolle. Erstens: Wenn man in Rechnung stellt, dass bei den Biontech- und Moderna-Präparaten zwei Dosen pro Impfling nötig sind, hat die EU dreieinhalbmal so viel Impfstoff bestellt, wie nötig wäre, um jeden ihrer 450 Millionen Bürger zu immunisieren – natürlich nur, wenn tatsächlich alle Vakzine zur Verfügung stehen sollten. Zweitens: Die politische Diskussion war bis weit in den Herbst eher von Forderungen geprägt, die EU dürfe nicht Geld für potentiell wirkungslose Impfstoffe hinauswerfen. Drittens spielte das Argument eine Rolle, dass ein globaler Impfwettlauf wenig Sinn ergäbe, weil das Coronavirus auf der ganzen Welt gleichermaßen ansteckend sei.
War die Bestellstrategie der EU falsch?
Jede Impfstoffbestellung fand im Sommer unter Ungewissheit statt. Niemand konnte wissen, wie schnell welches Vakzin wirksam und sicher sein würde. Deshalb entschied sich die EU, mit allen Herstellern potentiell wirksamer Stoffe Verträge zu schließen. Das bis November ausverhandelte Portfolio umfasst bis zu 405 Millionen Dosen des Tübinger Herstellers Curevac, je 400 Millionen vom britisch-schwedischen Unternehmen Astra-Zeneca und vom amerikanischen Hersteller Johnson&Johnson, je bis zu 300 Millionen Dosen vom französischen Unternehmen Sanofi-GSK und von Biontech-Pfizer sowie 160 Millionen Dosen von Moderna. Dass die letzten beiden Hersteller, deren Impfstoff auf der neuartigen mRNA-Technologie beruht, am Ende am schnellsten auf dem Markt sein würden, ließ sich im Sommer nicht absehen.
Warum haben die EU-Verhandlungen mit Biontech-Pfizer und Moderna länger gedauert als die amerikanischen oder britischen? Und warum hat die EU im November weniger bestellt, als anscheinend verfügbar war?
Der Hauptgrund für die Verhandlungsdauer waren Haftungsfragen. Vor allem der amerikanische Hersteller Pfizer, der den Biontech-Impfstoff zunächst allein produziert, forderte, dass die Gegenseite faktisch alle Risiken tragen müsse, die sich aus möglichen Nebenwirkungen ergäben. Die verantwortlichen Stellen in Amerika und Großbritannien ließen sich darauf ein, die EU-Seite war zögerlicher, offenbar auch weil einige Mitgliedstaaten nicht ins Risiko gehen wollten. Das Präparat von Biontech wirkte zudem unattraktiver als andere Kandidaten, weil es nur bei einer extrem niedrigen Temperatur von minus 70 Grad Celsius transportiert und gelagert werden kann. Nach Brüsseler Darstellung sind die Verträge für die EU günstiger ausgestaltet als für jene Länder, die die Verträge früher schlossen. Hinzu kommt, dass die Impfstoffe von Biontech-Pfizer und Moderna deutlich teurer sind als etwa jenes von Astra-Zeneca, das bis in den Herbst als das erfolgversprechendste galt. Die EU bezahlt aber deutlich weniger als Großbritannien und die Vereinigten Staaten.
Stünde in Deutschland aktuell mehr Biontech-Impfstoff zur Verfügung, wenn die EU mehr bestellt hätte?
Allenfalls marginal. Die Vorstellung, dass heute viel mehr Menschen geimpft werden könnten, wenn mehr bestellt worden wäre, ist falsch. Der „Flaschenhals“ besteht in den längst nicht ausreichenden Produktionskapazitäten. Biontech kann heute erst einen Bruchteil des Bestellvolumens produzieren. Die derzeit geringe Verfügbarkeit des Impfstoffs liegt vornehmlich daran. Ein wenig hängt die Liefermenge aber doch vom Bestellumfang ab: Biontech liefert den Impfstoff jeweils etwa anteilig an der Bestellmenge.
Wäre heute mehr Biontech-Impfstoff verfügbar, wenn die EU früher geordert hätte?
Wahrscheinlich schon – aber auch hier wären die Unterschiede wegen der ohnehin bestehenden erheblichen Produktionsengpässe nicht so groß. Hinzu kommt: Der „Rückstand“ der EU hat auch damit zu tun, dass die EU-Kommission den Impfstoff etwas später genehmigt hat als die Behörden in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Die EU wird in den kommenden Wochen aufholen.
Stimmt es, dass die EU-Kommission den Vertrag mit dem französischen Hersteller Sanofi nur auf Druck der französischen Regierung abschloss?
Nein, auch hier war das Ziel der Risikostreuung entscheidend. Es lief darauf hinaus, nicht nur die „innovativen“ Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna ins Boot zu nehmen, sondern auch die Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Impfstoffherstellung, also Astra-Zeneca, Johnson&Johnson – und eben Sanofi.
06.01.2021 - 10:32 Uhr
Zitat von wegwerfnick
Du forderst doch an anderer Stelle einen "richtigen Lockdown", nun jammerst Du über die 1-Person-Regel?
Aus meinem Umfeld: Manchen wird die Lebensgrundlagen entzogen, andere bilden eine fürchterliche Depression aus, und wieder andere Sterben alleine ohne begleitet zu werden.
Zitat von st3in
Auch die 1-Person Regel ist klasse. Ab jetzt geht mein Kleiner also alleine auf den Spielplatz weil dort die Möglichkeit besteht dass er auf andere Kids mit Eltern trifft während seine ganzen Freunde in der Kita in Notbetreuung sind...
Auch die 1-Person Regel ist klasse. Ab jetzt geht mein Kleiner also alleine auf den Spielplatz weil dort die Möglichkeit besteht dass er auf andere Kids mit Eltern trifft während seine ganzen Freunde in der Kita in Notbetreuung sind...

Du forderst doch an anderer Stelle einen "richtigen Lockdown", nun jammerst Du über die 1-Person-Regel?
Aus meinem Umfeld: Manchen wird die Lebensgrundlagen entzogen, andere bilden eine fürchterliche Depression aus, und wieder andere Sterben alleine ohne begleitet zu werden.
Ich "jammere" nicht. Du hast recht, dass ich seit jeher einen härteren Lockdown persönlich favorisierte anstelle eines Lockdown lights, der nicht funktioniert. Wie an anderer Stelle beschrieben gibt es zwei wesentliche Faktoren: Kontakte und Mobilität.
Je mehr Kontakte du hast, desto mehr Infektionsgefahr. Je mehr Mobilität, desto mehr breiten sich Infektionsherde aus und wir bekommen ein diffuses Infektionsgeschehen auf das man mit dem Hammer hauen muss.
Bereits beim ersten Lockdown sind die Kinder die größten Leidtragenden gewesen. Da waren Schulen und Kitas noch lange zu als Baumärkte und Autohäuser bereits wieder auf waren.
Deshalb bin ich seit jeher dafür, die Mobilität einzuschränken um die Reisen in andere Landkreise und Bundesländer auf ein Minimum zu reduzieren. Die Kitas und Schulen zu schließen aber explizit auf die Gemeinschaft in Kleingruppen zu gehen: Unterstützung untereinander zwischen 2, max. 3 immer gleichen Familien. Bringschuld für Arbeitgeber, dass die Tätigkeit nicht im Home Office ausübbar ist anstatt dass der Arbeitgeber seine Mitarbeiter nach gutdünken ins Home office schicken darf.
Die jetzige 1-Personen Regel macht nämlich genau das, was im ersten Lockdown bereits passiert ist: er benachteiligt massiv die Kleinsten der Kleinen.
Kretschmann hat heute auf Facebook nämlich geschrieben, dass es keine U14 Sonderregelung mehr geben wird. Das heißt, dass ein 3-jähriger mit Mutter dann 2 sind.
Aus diesem Grund, das ist jetzt aber ein wenig off topic, bin ich für ein Wahlrecht ab Geburt. Das ist die einzige Chance, dass diese Asymmetrie in der Politik aufhört.
Nachtrag: Viele Bundesländer rudern ja bereits zurück, insbesondere was die Radius Regelung angeht. Dann kann man es aber gleich lassen und die Maßnahmen einfach verlängern. Statt dessen wird das gestern mit großem Getöse verkündet, selbst diejenigen, die bisher sehr umsichtig waren sagen so langsam "rutscht mir doch den Buckel runter" und das obwohl das am Ende doch nicht umgesetzt wird. Das Verhalten der Länderchefs ist eine Lachplatte und macht in wesentlichen Situationen mehr kaputt als besser.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von st3in am 06.01.2021 um 10:38 Uhr bearbeitet
06.01.2021 - 10:35 Uhr
Es ist amtlich:
Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis des eigenen Hausstandes und höchstens mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich. Kinder unter 14 werden dabei – anders als in den vergangenen Wochen – mitgezählt.
Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/alle-meldungen/meldung/pid/lockdown-bis-ende-januar-verlaengert/
Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis des eigenen Hausstandes und höchstens mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich. Kinder unter 14 werden dabei – anders als in den vergangenen Wochen – mitgezählt.
Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/alle-meldungen/meldung/pid/lockdown-bis-ende-januar-verlaengert/
06.01.2021 - 10:57 Uhr
Ich muss St3in recht geben.
Wie ich gestern schon Schrieb Mobilität auf Landkreise reduzieren ggf. noch Nachbarlandkreise. Lokalisierungen sind sinnvoll v.a. auch in Hinblick auf Mutationen.
Es lässt auch den I Wert eher kontrolleren und würde lokal mehr zulassen was für die Kinderbetreuung wichtig wäre.
Andere reisen gemütlich ins Ausland und gehen halt 5 Tage in quarantäne ider reisen wuer durch Deutschland und das kann es nicht sein. Was will man groß in anderen Landkreisen? Triftige Gründe ausgenommen. Kontakte schrenkt das zusätzlich ein.
Ich kann beruflich quer durch die gegend spazieren fahren und ich will garnicht sagen was da teilweise vor Ort für menschenansammlungen sind. Da sind teilweise mehrere Vertreter von Firmen anwesend, es kommen zwar alle seperat gefahren sber hier besteht noch viel spielraum.
Wie ich gestern schon Schrieb Mobilität auf Landkreise reduzieren ggf. noch Nachbarlandkreise. Lokalisierungen sind sinnvoll v.a. auch in Hinblick auf Mutationen.
Es lässt auch den I Wert eher kontrolleren und würde lokal mehr zulassen was für die Kinderbetreuung wichtig wäre.
Andere reisen gemütlich ins Ausland und gehen halt 5 Tage in quarantäne ider reisen wuer durch Deutschland und das kann es nicht sein. Was will man groß in anderen Landkreisen? Triftige Gründe ausgenommen. Kontakte schrenkt das zusätzlich ein.
Ich kann beruflich quer durch die gegend spazieren fahren und ich will garnicht sagen was da teilweise vor Ort für menschenansammlungen sind. Da sind teilweise mehrere Vertreter von Firmen anwesend, es kommen zwar alle seperat gefahren sber hier besteht noch viel spielraum.
06.01.2021 - 10:57 Uhr
Zitat von 1893
Es ist amtlich:
Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis des eigenen Hausstandes und höchstens mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich. Kinder unter 14 werden dabei – anders als in den vergangenen Wochen – mitgezählt.
Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/alle-meldungen/meldung/pid/lockdown-bis-ende-januar-verlaengert/
Es ist amtlich:
Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis des eigenen Hausstandes und höchstens mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich. Kinder unter 14 werden dabei – anders als in den vergangenen Wochen – mitgezählt.
Quelle: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/alle-meldungen/meldung/pid/lockdown-bis-ende-januar-verlaengert/
Das heißt effektiv: keinerlei soziale Kontakte mehr für meine Kids in den nächsten Wochen und Monaten.
06.01.2021 - 10:58 Uhr
Zitat von Ploppi76
Ich teile deine Skepsis - aber wieso hebst du den Einfluss von Eisenmann so hervor? Bei den Schulen hat sie Druck gemacht und sich öffentlich positioniert - und stand damit am Ende ziemlich allein da. Wir haben einen grünen Ministerpräsidenten und einen grünen Sozialminister (der für die Unsetzung der Imfpungen zuständig ist). Ich denke das sind schon im Wesentlichen die Entscheidung von Kretschmann und Lucha und sehe nicht; dass Eisenmann die Regierung in BW prägt.
Ich teile deine Skepsis - aber wieso hebst du den Einfluss von Eisenmann so hervor? Bei den Schulen hat sie Druck gemacht und sich öffentlich positioniert - und stand damit am Ende ziemlich allein da. Wir haben einen grünen Ministerpräsidenten und einen grünen Sozialminister (der für die Unsetzung der Imfpungen zuständig ist). Ich denke das sind schon im Wesentlichen die Entscheidung von Kretschmann und Lucha und sehe nicht; dass Eisenmann die Regierung in BW prägt.
eisenmann koordiniert die CDU ministerien, ist also quasi die chefin des schwarzen teils der regierung. natürlich sind kretschmann und lucha auch entscheidend, aber einen alleingang ohne den koalitionspartner können die sich auch nicht leisten. das bedeutet im zweifel das ende der koalition und - im schlimmsten fall - völlige lähmung der baden-württembergischen landespolitik bis in den april/mai.
die restliche cdu könnte sich theoretisch gegen eisenmann wehren, die ist ja auch in der cdu lange nicht überall gern gesehen. aber so suizidal, dass man zwei monate vor der landtagswahl die eigene spitzenkandidatin öffentlich demontiert ist die cdu halt auch nicht.
so geht man halt die kompromisse ein, die wir auch aktuell wieder sehen. und zwar sowohl innerhalb des bundeslandes, als auch bundesweit.
06.01.2021 - 11:40 Uhr
Was mich an den Konferenzen stört ist, dass man nicht zielgerichtet agiert. Man überlegt sich erst welche Maßnahmen vertretbar sind und erklärt die dann zum Ziel.
Wenn ich das aber richtig verstanden habe sollte das aktuelle Ziel doch lauten: Inzidenz dauerhaft unter 50/100.000 in allen Landkreisen.
Grund für das Ziel ist, dass dann die Gesundheitsämter mit dem Tracing hinterherkommen und man mit weniger Einschränkungen wieder die Ausbreitung kontrollieren könnte (wurde zwar bisher nie nachgewiesen aber hat man so mal angenommen).
Dann muss doch die logische Konsequenz sein, dass ich keinerlei Lockerungen vor Erreichen dieses Wertes beschließe. Keine Kitas, keine Läden, keine Restaurants, nichts. Ansonsten erreiche ich das Ziel ja nicht oder langsamer als möglich. Dann ergibt es aber auch keinen Sinn zusätzliche Maßnahmen ab 200/100.000 zu beschließen. Wenn mein Ziel 50/100.000 ist sollten ALLE Maßnahmen ab diesem Wert gelten.
Im Hinblick auf die Entwicklung in England ist es äußerst erschreckend, dass im Moment ernsthaft weiter behauptet wird, dass Kinder weniger infektiös seien. Unsere einzige Chance die Mutante klein zu halten sind konsequente Abstandsregeln und Einreisebeschränkungen. Da müsste man jetzt mal hart in Richtung Home Office steuern (Vorschläge wie das umgesetzt werden kann haben hier ja schon viele gebracht) und eine verpflichtende 2 wöchige Quarantäne in selbst bezahltem Hotel nach Einreise einführen. Würde den Hoteliers auch helfen...
Ich weiß ehrlich gesagt nicht welche Zahlen die Landesregierung nächste Woche abwartet. Wir sind im Moment landesweit sehr weit von 50/100.000 entfernt und das wird nächste Woche sicherlich nicht besser wenn jetzt wieder ordentlich getestet wird.
Zu der Haushalt +1 Regel würde ich mir die Definition einer Social Bubble (Haushalt + 1 weiterer Haushalt) wünschen. Würden Leute aber wieder nicht konsequent durchziehen...
Kleiner Nachtrag zu Eisenmann: Stand jetzt gibt es weiterhin keine Vorgabe für Kitas Konzepte für Kleingruppenbetreuungen vorzubereiten. Mir ist auch kein Konzept zur Entzerrung des Unterrichts bekannt. Die Frau fordert einfach nur noch "alles öffnen" ohne konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
Wenn ich das aber richtig verstanden habe sollte das aktuelle Ziel doch lauten: Inzidenz dauerhaft unter 50/100.000 in allen Landkreisen.
Grund für das Ziel ist, dass dann die Gesundheitsämter mit dem Tracing hinterherkommen und man mit weniger Einschränkungen wieder die Ausbreitung kontrollieren könnte (wurde zwar bisher nie nachgewiesen aber hat man so mal angenommen).
Dann muss doch die logische Konsequenz sein, dass ich keinerlei Lockerungen vor Erreichen dieses Wertes beschließe. Keine Kitas, keine Läden, keine Restaurants, nichts. Ansonsten erreiche ich das Ziel ja nicht oder langsamer als möglich. Dann ergibt es aber auch keinen Sinn zusätzliche Maßnahmen ab 200/100.000 zu beschließen. Wenn mein Ziel 50/100.000 ist sollten ALLE Maßnahmen ab diesem Wert gelten.
Im Hinblick auf die Entwicklung in England ist es äußerst erschreckend, dass im Moment ernsthaft weiter behauptet wird, dass Kinder weniger infektiös seien. Unsere einzige Chance die Mutante klein zu halten sind konsequente Abstandsregeln und Einreisebeschränkungen. Da müsste man jetzt mal hart in Richtung Home Office steuern (Vorschläge wie das umgesetzt werden kann haben hier ja schon viele gebracht) und eine verpflichtende 2 wöchige Quarantäne in selbst bezahltem Hotel nach Einreise einführen. Würde den Hoteliers auch helfen...
Ich weiß ehrlich gesagt nicht welche Zahlen die Landesregierung nächste Woche abwartet. Wir sind im Moment landesweit sehr weit von 50/100.000 entfernt und das wird nächste Woche sicherlich nicht besser wenn jetzt wieder ordentlich getestet wird.
Zu der Haushalt +1 Regel würde ich mir die Definition einer Social Bubble (Haushalt + 1 weiterer Haushalt) wünschen. Würden Leute aber wieder nicht konsequent durchziehen...
Kleiner Nachtrag zu Eisenmann: Stand jetzt gibt es weiterhin keine Vorgabe für Kitas Konzepte für Kleingruppenbetreuungen vorzubereiten. Mir ist auch kein Konzept zur Entzerrung des Unterrichts bekannt. Die Frau fordert einfach nur noch "alles öffnen" ohne konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dragoran2 am 06.01.2021 um 11:49 Uhr bearbeitet
06.01.2021 - 11:48 Uhr
Ich wette die U14 regel kippt.
Aber bin da bei Dragoran verstehe eigentlich auch nicht was es da immer zu diskutieren gibt.
Aber bin da bei Dragoran verstehe eigentlich auch nicht was es da immer zu diskutieren gibt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1893 am 06.01.2021 um 11:49 Uhr bearbeitet
06.01.2021 - 12:59 Uhr
Zitat von Dragoran2
Kleiner Nachtrag zu Eisenmann: Stand jetzt gibt es weiterhin keine Vorgabe für Kitas Konzepte für Kleingruppenbetreuungen vorzubereiten. Mir ist auch kein Konzept zur Entzerrung des Unterrichts bekannt. Die Frau fordert einfach nur noch "alles öffnen" ohne konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
Kleiner Nachtrag zu Eisenmann: Stand jetzt gibt es weiterhin keine Vorgabe für Kitas Konzepte für Kleingruppenbetreuungen vorzubereiten. Mir ist auch kein Konzept zur Entzerrung des Unterrichts bekannt. Die Frau fordert einfach nur noch "alles öffnen" ohne konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
... und demontiert sich damit selber
06.01.2021 - 13:11 Uhr
Zitat von 1893
Ich wette die U14 regel kippt.
Aber bin da bei Dragoran verstehe eigentlich auch nicht was es da immer zu diskutieren gibt.
Ich wette die U14 regel kippt.
Aber bin da bei Dragoran verstehe eigentlich auch nicht was es da immer zu diskutieren gibt.
Söder hat es wenigstens kapiert. In Bayern wird es auch keine U14 Regel geben aber entweder Haushalt+1 oder Haushalt + fester anderer nicht wechselnder Haushalt ausschließlich zur Kinderbetreuung.
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