Corona-News-Thread
12.12.2020 - 10:35 Uhr
31.12.2020 - 21:23 Uhr
Zitat von 1893
Ich bin jetzt mal noch inkonsequent und äußere mich dir gegenüber noch ein aller letztes mal.
Vielleicht ist mein "Ton" manchmal verbesserungswürdig, das nehme ich gerne mit und versuche daran zu arbeiten.
Immerhin! I hope so in 2021! Ich bin jetzt mal noch inkonsequent und äußere mich dir gegenüber noch ein aller letztes mal.
Vielleicht ist mein "Ton" manchmal verbesserungswürdig, das nehme ich gerne mit und versuche daran zu arbeiten.
31.12.2020 - 23:17 Uhr
Multientzündungssyndrom (Pims) bei Kindern als Folgeerkrankung nach Covid?
Ich befürchte, dass da noch einiges auf uns zu kommt an Langzeitfolgen insbesondere bei den jüngeren Generationen nach einer Covid Infektion.
Ich befürchte, dass da noch einiges auf uns zu kommt an Langzeitfolgen insbesondere bei den jüngeren Generationen nach einer Covid Infektion.
01.01.2021 - 11:29 Uhr
Zitat von wegwerfnick
Ja weil es keine Lösung ist und das wurde ausreichend aufgeführt.
Vielleicht noch ein interessanter Artikel zum Thema: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/uebersterblichkeit-steigt-auf-14-prozent-in-letzter-novemberwoche-17124336.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Die Übersterblichkeit deckt sich weitgehend mit den Corona-Todesfällen. Allerdings fast ausschließlich bei den über 80-Jährigen. Das deutet ebenfalls darauf hin, dass die Zahlen deutlich zurück gehen werden wenn ältere Menschen geimpft wurden, und man langsam wieder zum normalen Leben zurück kehren kann.
Zitat von 1893
Zitat von wegwerfnick
Impfnachweis oder Test um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen....abfinden, dass ein Restrisiko bleiben wird.
Impfnachweis oder Test um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen....abfinden, dass ein Restrisiko bleiben wird.
Ja weil es keine Lösung ist und das wurde ausreichend aufgeführt.
Vielleicht noch ein interessanter Artikel zum Thema: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/uebersterblichkeit-steigt-auf-14-prozent-in-letzter-novemberwoche-17124336.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Die Übersterblichkeit deckt sich weitgehend mit den Corona-Todesfällen. Allerdings fast ausschließlich bei den über 80-Jährigen. Das deutet ebenfalls darauf hin, dass die Zahlen deutlich zurück gehen werden wenn ältere Menschen geimpft wurden, und man langsam wieder zum normalen Leben zurück kehren kann.
Ich weiß, ich habe es schon oft geschrieben und du bist bitte darauf eingegangen. Daher hier nochmal:
Es geht bei den Infektionen nicht nur zwischen symptomlos und Todesfall!
Wieso ignorierst du das so konsequent?
Man wird so lange nicht zum normalen Leben (zahlst du das Maskenpflicht und Abstand mittlerweile dazu?) übergehen, bis eine ausreichende Menge an Menschen geimpft ist. Davon ist auszugehen und weil genau das wegen der ganzen Impfverweigerer so unwahrscheinlich erscheint, wollte @1893 auch den Plan B wissen.
01.01.2021 - 14:36 Uhr
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
01.01.2021 - 16:34 Uhr
Zitat von tisali
Ich weiß, ich habe es schon oft geschrieben und du bist bitte darauf eingegangen. Daher hier nochmal:
Es geht bei den Infektionen nicht nur zwischen symptomlos und Todesfall!
Wieso ignorierst du das so konsequent?
Ich weiß, ich habe es schon oft geschrieben und du bist bitte darauf eingegangen. Daher hier nochmal:
Es geht bei den Infektionen nicht nur zwischen symptomlos und Todesfall!
Wieso ignorierst du das so konsequent?
Ich ignoriere es nicht, es gibt halt keine belastbaren Zahlen dazu. Wenn Du welche hast, nur her damit. Mehr kann ich leider nicht dazu sagen.
Die Zahlen von schweren Langzeitfolgen und Todesfällen wird vermutlich korrelieren. Wenn eine Bevölkerungsgruppe sehr wenig schwere Verläufe mit Todesfällen hat gehe ich davon aus, dass sie auch sehr wenig schwere Fälle mit Langzeitfolgen hat. Schwere Verläufe ohne bleibende Schäden ignoriere ich, das ist richtig.
01.01.2021 - 18:50 Uhr
Zitat von clavis
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
Die Covid-Fälle sind ja wesentlich aufwändiger als normale Intensivfälle. Entsprechend kann man weniger Leute betreuen. Deswegen wurden auch die ganzen Routine-OPs vorläufig abgesagt.
Das ist dem Vernehmen auch der Grund für die derzeitigen finanziellen Engpässe. Es gibt ja Fallpauschalen. Routine-OPs sind lukrativ (deswegen gab es z.B. früher auch Meldungen, dass bei manchen orthopädischen OPs zu viel / zu früh operiert wurde). Covid ist scheinbar nicht lukrativ, weil die Behandlung sehr aufwendig ist und oft sehr lange dauert und ein Krankenhaus vermutlich in solchen Fällen Verluste macht. Ich bin aber kein Gesundheitsökonom - evt. kann da @TheMagneticField mehr zu sagen bzw. mich korrigieren, falls ich mich täusche.
01.01.2021 - 19:38 Uhr
Zitat von justalittlethought
Die Covid-Fälle sind ja wesentlich aufwändiger als normale Intensivfälle. Entsprechend kann man weniger Leute betreuen. Deswegen wurden auch die ganzen Routine-OPs vorläufig abgesagt.
Das ist dem Vernehmen auch der Grund für die derzeitigen finanziellen Engpässe. Es gibt ja Fallpauschalen. Routine-OPs sind lukrativ (deswegen gab es z.B. früher auch Meldungen, dass bei manchen orthopädischen OPs zu viel / zu früh operiert wurde). Covid ist scheinbar nicht lukrativ, weil die Behandlung sehr aufwendig ist und oft sehr lange dauert und ein Krankenhaus vermutlich in solchen Fällen Verluste macht. Ich bin aber kein Gesundheitsökonom - evt. kann da @TheMagneticField mehr zu sagen bzw. mich korrigieren, falls ich mich täusche.
Zitat von clavis
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
Die Covid-Fälle sind ja wesentlich aufwändiger als normale Intensivfälle. Entsprechend kann man weniger Leute betreuen. Deswegen wurden auch die ganzen Routine-OPs vorläufig abgesagt.
Das ist dem Vernehmen auch der Grund für die derzeitigen finanziellen Engpässe. Es gibt ja Fallpauschalen. Routine-OPs sind lukrativ (deswegen gab es z.B. früher auch Meldungen, dass bei manchen orthopädischen OPs zu viel / zu früh operiert wurde). Covid ist scheinbar nicht lukrativ, weil die Behandlung sehr aufwendig ist und oft sehr lange dauert und ein Krankenhaus vermutlich in solchen Fällen Verluste macht. Ich bin aber kein Gesundheitsökonom - evt. kann da @TheMagneticField mehr zu sagen bzw. mich korrigieren, falls ich mich täusche.
Da stecke ich (also in der ganzen Abrechnungs/Finanzierungsgeschichte) tatsächlich nich so wahnsinnig tief drin. Ich finde das ganze System auch extrem unübersichtlich. Sicher kann man sagen, dass es immer stark darauf ankommt, wie groß das Haus ist und welche Art Träger dahinter steht.
Was ich aber während des ersten Lockdowns mal vernommen hatte war, dass man mit den Ausgleichszahlungen für die leeren Betten (die damals noch bezahlt wurden) zum Teil besser fährt, als wenn man diese Betten belegen würde, was a) per se schon pervers ist b) aber auch verdammt viel (und nichts Gutes) über die Gelder sagt, die die Krankenhäuser in "normalen" Zeiten erhalten.
Ich bleibe dabei, die Tatsache, dass der primäre Gedanke eines Krankenhauses sein muss lukrativ zu sein, ist für mich ein unterirdischer und auch für den Patienten nachteiliger Ansatz. Aber das ist ein anderes Thema, zu dem vielleicht jemand Andres mehr sagen kann.
01.01.2021 - 21:06 Uhr
Zitat von TheMagneticField
Ich bleibe dabei, die Tatsache, dass der primäre Gedanke eines Krankenhauses sein muss lukrativ zu sein, ist für mich ein unterirdischer und auch für den Patienten nachteiliger Ansatz.
Ich bleibe dabei, die Tatsache, dass der primäre Gedanke eines Krankenhauses sein muss lukrativ zu sein, ist für mich ein unterirdischer und auch für den Patienten nachteiliger Ansatz.
Ich würde mal sagen die Zustimmung hier wird gegen 100% gehen. Auch ein Punkt wo man mit relativ wenig Aufwand Menschenleben retten könnte. Die Anzahl der tödlichen "Kunstfehler" in Deutschland geht pro Jahr Richtung 20.000. Wen wundert's wenn Ärzte 24h-Schichten schieben müssen...
02.01.2021 - 00:46 Uhr
Zitat von TheMagneticField
Da stecke ich (also in der ganzen Abrechnungs/Finanzierungsgeschichte) tatsächlich nich so wahnsinnig tief drin. Ich finde das ganze System auch extrem unübersichtlich. Sicher kann man sagen, dass es immer stark darauf ankommt, wie groß das Haus ist und welche Art Träger dahinter steht.
Was ich aber während des ersten Lockdowns mal vernommen hatte war, dass man mit den Ausgleichszahlungen für die leeren Betten (die damals noch bezahlt wurden) zum Teil besser fährt, als wenn man diese Betten belegen würde, was a) per se schon pervers ist b) aber auch verdammt viel (und nichts Gutes) über die Gelder sagt, die die Krankenhäuser in "normalen" Zeiten erhalten.
Ich bleibe dabei, die Tatsache, dass der primäre Gedanke eines Krankenhauses sein muss lukrativ zu sein, ist für mich ein unterirdischer und auch für den Patienten nachteiliger Ansatz. Aber das ist ein anderes Thema, zu dem vielleicht jemand Andres mehr sagen kann.
Zitat von justalittlethought
Die Covid-Fälle sind ja wesentlich aufwändiger als normale Intensivfälle. Entsprechend kann man weniger Leute betreuen. Deswegen wurden auch die ganzen Routine-OPs vorläufig abgesagt.
Das ist dem Vernehmen auch der Grund für die derzeitigen finanziellen Engpässe. Es gibt ja Fallpauschalen. Routine-OPs sind lukrativ (deswegen gab es z.B. früher auch Meldungen, dass bei manchen orthopädischen OPs zu viel / zu früh operiert wurde). Covid ist scheinbar nicht lukrativ, weil die Behandlung sehr aufwendig ist und oft sehr lange dauert und ein Krankenhaus vermutlich in solchen Fällen Verluste macht. Ich bin aber kein Gesundheitsökonom - evt. kann da @TheMagneticField mehr zu sagen bzw. mich korrigieren, falls ich mich täusche.
Zitat von clavis
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
Hier ein aufwändiger Report der IQ
https://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie
Verblüffend und für mich überraschend die Statistik der Krankenhausfälle mit dem Vergleich 2019 zu 2020 (rechts, ein bisschen unten)
Die Covid-Fälle sind ja wesentlich aufwändiger als normale Intensivfälle. Entsprechend kann man weniger Leute betreuen. Deswegen wurden auch die ganzen Routine-OPs vorläufig abgesagt.
Das ist dem Vernehmen auch der Grund für die derzeitigen finanziellen Engpässe. Es gibt ja Fallpauschalen. Routine-OPs sind lukrativ (deswegen gab es z.B. früher auch Meldungen, dass bei manchen orthopädischen OPs zu viel / zu früh operiert wurde). Covid ist scheinbar nicht lukrativ, weil die Behandlung sehr aufwendig ist und oft sehr lange dauert und ein Krankenhaus vermutlich in solchen Fällen Verluste macht. Ich bin aber kein Gesundheitsökonom - evt. kann da @TheMagneticField mehr zu sagen bzw. mich korrigieren, falls ich mich täusche.
Da stecke ich (also in der ganzen Abrechnungs/Finanzierungsgeschichte) tatsächlich nich so wahnsinnig tief drin. Ich finde das ganze System auch extrem unübersichtlich. Sicher kann man sagen, dass es immer stark darauf ankommt, wie groß das Haus ist und welche Art Träger dahinter steht.
Was ich aber während des ersten Lockdowns mal vernommen hatte war, dass man mit den Ausgleichszahlungen für die leeren Betten (die damals noch bezahlt wurden) zum Teil besser fährt, als wenn man diese Betten belegen würde, was a) per se schon pervers ist b) aber auch verdammt viel (und nichts Gutes) über die Gelder sagt, die die Krankenhäuser in "normalen" Zeiten erhalten.
Ich bleibe dabei, die Tatsache, dass der primäre Gedanke eines Krankenhauses sein muss lukrativ zu sein, ist für mich ein unterirdischer und auch für den Patienten nachteiliger Ansatz. Aber das ist ein anderes Thema, zu dem vielleicht jemand Andres mehr sagen kann.
Da würde ich zustimmen. Gesundheitsversorgung ist eine öffentliche Aufgabe. Das ist für mich ähnlich, wie wenn die Polizei oder die Feuerwehr Gewinn machen müsste, in dem man da irgendwelche Leistungsparameter (Anzahl Verhaftungen oder Ordnungswidrigkeiten) aufstellt. Ich hatte mal gelesen, dass das in Teilen der USA der Fall ist, was dann leicht in Schikane ausartet, wenn man unbedingt noch bei irgendjemand was finden muss.
02.01.2021 - 01:16 Uhr
Die neue Coronavirusvariante VOC 202012/01 aus England gibt wirklich Grund zur Sorge.
https://cmmid.github.io/topics/covid19/reports/uk-novel-variant/2020_12_31_Transmissibility_and_severity_of_VOC_202012_01_in_England_update_1.pdf
Sie ist etwa 50% ansteckender als die bisherige normale Variante und in ganz England daher relativ rasch auf dem Vormarsch. Dabei muss man berücksichtigen, dass ansteckendere Varianten für das öffentlich Gesundheitssystem natürlich gefährlicher sind, als schwerere Verläufe, weil ersteres zu exponentiellen Zuwächsen führt, während letzteres nur ein linearer Effekt wäre.
In den letzten Wochen hatten wir um R = 1. Hätte man R = 1,5 (50% mehr) hätte man nach 4-5 Tagen (Durchschnittliche Ansteckungszeit) 1,5 x so viele, nach 8-10 Tagen, 2,25 mal so viele, nach 12-15 Tagen etwa 3,375 mal so viele und nach 16-20 Tagen etwa 5 Mal so viele Fälle pro Tag wie jetzt. Sprich: Statt 20.000-30.000 Ansteckungen pro Tag hätte man, existierte nur diese Variante nach 2-3 Wochen 100.000-150.000 mit einer massiven Überlastung des Gesundheitssystems.
-----
Anfangs gab es einige Berichte, dass die Krankheitsschwere nicht zugenommen habe, nun gibt es aber erste Berichte, dass man mit der neuen Variante eine höhere Viruslast hat (was auch mMn Sinn machen würde, weil die besser an die Rezeptoren bindet und deswegen ja ansteckender ist, aber bei besserer Bindung kann sie sich vermutlich auch besser im Körper verbreiten). Und eine höhere Viruslast ist gemäß neueren Studien mit heftigerem Krankheitsverlauf korreliert.
-------
In diesem Zusammenhang ist auch bemerkenswert, dass die BBC heute meldet (das ist aber noch keine systematische Studie, nur ein Nachrichtenbericht, insofern muss das noch bestätigt werden), dass die Kinderstationen in London seit der Ausbreitung der neuen Variante voll wären. Auch das würde zu berichten passen, dass sich Kinder mit der neuen Variante viel eher infizieren und daran erkranken als mit der alten Variante. Und scheinbar, so der Nachrichtenbericht verlaufen die Erkrankungen bei Kindern bei der neuen Variante auch nicht (fast) immer so harmlos wie bei der alten Variante.
https://twitter.com/bbc5live/status/1345006866829463552
------------------------------------
Außerdem habe ich Berichte gelesen, dass auch die jungen bei der neuen Variante schwerer erkranken und häufiger hospitalisiert werden müssen und viel mehr 20-30-jährige in den Krankenhäusern sind als bisher, wo sich zwar auch in dieser Altersgruppe mal schwere Verläufe fanden, aber die offenbar seltener waren. Bislang schützte ja ein jugendliches/junges Alter relativ wahrscheinlich vor schweren Coronaverläufen, das war bei anderen Pandemien (z. B. der spanischen Grippe) nicht so. Wenn diese Berichte stimmen würde, wäre auch das bei der neuen Variante anders.
-----------------------------------
Kurzum, inzwischen mehren sich die besorgten Stimmen unter den Virolog*innen, zumal in England die neuen Fälle stark ansteigen (obwohl immer mehr Landesteile in der höchsten Lockdownstufe sind, die zum Teil strenger ist als bei uns). Da die Variante in fast allen Ländern Europas bereits nachgewiesen ist, dürfte sie sich auch in der EU relativ rasant verbreiten und binnen einiger Wochen signifikant zur Beschleunigung des Infektionsgeschehens beitragen, vor allem mit Beschleunigung wohl unter Kindern und Jugendlichen.
Leider keine guten NAchrichten, zumal das Impfen bei uns so langsam geht (Israel impft ca. 1% der Bevölkerung pro Tag, wir etwa 0,05%, also etwa 1/20). D.h. auch, dass das neue Virus sich wahrscheinlich zügiger verbreitet als wir Ausbreitungsbremsen durch signifikante Impfquoten haben.
Insgesamt haben wir 0,20% in Deutschalnd der Bevölkerung geimpft, aber in Baden-Württemberg liegen wir unterm Bundesdurchschnitt, nur bei 0,15% (Bayern als vergleichbares großes Flächenland hat doppelt so viel geimpft, 0,29%). Israel liegt derzeit bei 11,5% seiner Bevölkerung, also bei einer 50-60 Mal höheren Quote als wir.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-12/corona-impfungen-deutschland-impfquoten-bundeslaender-landkreise-karte
-----------
Als letztes Update noch eine eventuell gute Nachricht. Einige Epidemiologen und Modellierer glauben, dass sich die neue Variante doch nicht grundsätzlich besonders unter Kindern ausbreitet (schon auch mehr als die alte Varaiante, aber halt gleichmäßig in allen Altersgruppen). Die besondere Ausbreitung unter Kindern könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass es in den Countys eine Kombination zwischen offenen Schulen und Lockdown für Erwachsene gab, sprich Kinder mehr Kontakte hatten und sich das Virus daher in dieser Altersgruppe besonders schnell ausbreitete. Sprich die übermäßige Ausbreitung unter Kindern war da, aber evt. keine Eigenschaft des neuen Virus, sondern der unterschiedlichen Kontaktbeschränkungen.
https://twitter.com/_nickdavies/status/1345120665943334919
https://cmmid.github.io/topics/covid19/reports/uk-novel-variant/2020_12_31_Transmissibility_and_severity_of_VOC_202012_01_in_England_update_1.pdf
Sie ist etwa 50% ansteckender als die bisherige normale Variante und in ganz England daher relativ rasch auf dem Vormarsch. Dabei muss man berücksichtigen, dass ansteckendere Varianten für das öffentlich Gesundheitssystem natürlich gefährlicher sind, als schwerere Verläufe, weil ersteres zu exponentiellen Zuwächsen führt, während letzteres nur ein linearer Effekt wäre.
In den letzten Wochen hatten wir um R = 1. Hätte man R = 1,5 (50% mehr) hätte man nach 4-5 Tagen (Durchschnittliche Ansteckungszeit) 1,5 x so viele, nach 8-10 Tagen, 2,25 mal so viele, nach 12-15 Tagen etwa 3,375 mal so viele und nach 16-20 Tagen etwa 5 Mal so viele Fälle pro Tag wie jetzt. Sprich: Statt 20.000-30.000 Ansteckungen pro Tag hätte man, existierte nur diese Variante nach 2-3 Wochen 100.000-150.000 mit einer massiven Überlastung des Gesundheitssystems.
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Anfangs gab es einige Berichte, dass die Krankheitsschwere nicht zugenommen habe, nun gibt es aber erste Berichte, dass man mit der neuen Variante eine höhere Viruslast hat (was auch mMn Sinn machen würde, weil die besser an die Rezeptoren bindet und deswegen ja ansteckender ist, aber bei besserer Bindung kann sie sich vermutlich auch besser im Körper verbreiten). Und eine höhere Viruslast ist gemäß neueren Studien mit heftigerem Krankheitsverlauf korreliert.
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In diesem Zusammenhang ist auch bemerkenswert, dass die BBC heute meldet (das ist aber noch keine systematische Studie, nur ein Nachrichtenbericht, insofern muss das noch bestätigt werden), dass die Kinderstationen in London seit der Ausbreitung der neuen Variante voll wären. Auch das würde zu berichten passen, dass sich Kinder mit der neuen Variante viel eher infizieren und daran erkranken als mit der alten Variante. Und scheinbar, so der Nachrichtenbericht verlaufen die Erkrankungen bei Kindern bei der neuen Variante auch nicht (fast) immer so harmlos wie bei der alten Variante.
https://twitter.com/bbc5live/status/1345006866829463552
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Außerdem habe ich Berichte gelesen, dass auch die jungen bei der neuen Variante schwerer erkranken und häufiger hospitalisiert werden müssen und viel mehr 20-30-jährige in den Krankenhäusern sind als bisher, wo sich zwar auch in dieser Altersgruppe mal schwere Verläufe fanden, aber die offenbar seltener waren. Bislang schützte ja ein jugendliches/junges Alter relativ wahrscheinlich vor schweren Coronaverläufen, das war bei anderen Pandemien (z. B. der spanischen Grippe) nicht so. Wenn diese Berichte stimmen würde, wäre auch das bei der neuen Variante anders.
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Kurzum, inzwischen mehren sich die besorgten Stimmen unter den Virolog*innen, zumal in England die neuen Fälle stark ansteigen (obwohl immer mehr Landesteile in der höchsten Lockdownstufe sind, die zum Teil strenger ist als bei uns). Da die Variante in fast allen Ländern Europas bereits nachgewiesen ist, dürfte sie sich auch in der EU relativ rasant verbreiten und binnen einiger Wochen signifikant zur Beschleunigung des Infektionsgeschehens beitragen, vor allem mit Beschleunigung wohl unter Kindern und Jugendlichen.
Leider keine guten NAchrichten, zumal das Impfen bei uns so langsam geht (Israel impft ca. 1% der Bevölkerung pro Tag, wir etwa 0,05%, also etwa 1/20). D.h. auch, dass das neue Virus sich wahrscheinlich zügiger verbreitet als wir Ausbreitungsbremsen durch signifikante Impfquoten haben.
Insgesamt haben wir 0,20% in Deutschalnd der Bevölkerung geimpft, aber in Baden-Württemberg liegen wir unterm Bundesdurchschnitt, nur bei 0,15% (Bayern als vergleichbares großes Flächenland hat doppelt so viel geimpft, 0,29%). Israel liegt derzeit bei 11,5% seiner Bevölkerung, also bei einer 50-60 Mal höheren Quote als wir.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-12/corona-impfungen-deutschland-impfquoten-bundeslaender-landkreise-karte
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Als letztes Update noch eine eventuell gute Nachricht. Einige Epidemiologen und Modellierer glauben, dass sich die neue Variante doch nicht grundsätzlich besonders unter Kindern ausbreitet (schon auch mehr als die alte Varaiante, aber halt gleichmäßig in allen Altersgruppen). Die besondere Ausbreitung unter Kindern könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass es in den Countys eine Kombination zwischen offenen Schulen und Lockdown für Erwachsene gab, sprich Kinder mehr Kontakte hatten und sich das Virus daher in dieser Altersgruppe besonders schnell ausbreitete. Sprich die übermäßige Ausbreitung unter Kindern war da, aber evt. keine Eigenschaft des neuen Virus, sondern der unterschiedlichen Kontaktbeschränkungen.
https://twitter.com/_nickdavies/status/1345120665943334919
Dieser Beitrag wurde zuletzt von justalittlethought am 02.01.2021 um 01:25 Uhr bearbeitet
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